DE2505477B2 - Assoziativspeicher mit getrennt assoziierbaren bereichen - Google Patents

Assoziativspeicher mit getrennt assoziierbaren bereichen

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DE2505477B2 DE19752505477 DE2505477A DE2505477B2 DE 2505477 B2 DE2505477 B2 DE 2505477B2 DE 19752505477 DE19752505477 DE 19752505477 DE 2505477 A DE2505477 A DE 2505477A DE 2505477 B2 DE2505477 B2 DE 2505477B2
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Description

Hauptspeichers wird ein rascher Überblick über den jeweiligen Belegungszustand des Hauptspeichers erreicht
Die Adressen für die Seiten und Zeilen des Hauptspeichers werden aus den Assoziations- bzw. Suchbegriffen oder aus Teilen dieser Begriffe gewonnen. Die für die Adressenbildung benutzten Bitsteilen der Assoziations- bzw. Suchbegriffe werden als Vorsilbe bezeichnet, unabhängig davon, ob die Vorsilbe nur die höherwertigen Bitstellen dieser Begriffe oder die ganzen Begriffe umfaßt Für die Ableitung der Seiten- und Zeilenadressen des Hauptspeichers stehen viele Möglichkeiten zur Verfugung, die teilweise unterschiedliche Ablagemodi für Neueinträge von Assoziationsbeeriffen zur Folge haben. Allen Ausführungsbeispielen, die später noch näher behandelt werden, ist ein Seitenadreßwandler gemeinsam, der aus einem Verknüpfungsnetzwerk oder einem kleinen Lesespeicher besteht Er gibt an seinem Ausgang ebenso viele Bit parallel ab, als an seinem Eingang anliegen. Auf einen besonderen Zeilenadreßwandler kann im allgemeinen verzichtet werden.
Für manche Anwendungsfälle ist es vorteilhaft, eine Vorsilbe mit mehr Bit zu verwenden, als für die Adressierung erforderlich sind. Die Vorsilbe wird dann durch Verknüpfungsnetzwerke oder Lesespeicher verdichtet
Da ir. der Regel die Anzahl der Speicherplätze im Hauptspeicher geringer ist als die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten aller Bitstellen der Assoziationsbegriffe, führen unabhängig von der speziellen Art der Adressenbildung stets mehrere Assoziationsbegriffe zu gleichen Adressen. Es wird daher häufig vorkommen, daß sich ein durch die ursprüngliche Seiten- und Zeilt-nadresse ausgewählter Speicherplatz im Hauptspeicher schon als besetzt erweist, wenn ein neuer Assoziationsbegriff abgelegt werden soll. Wegen der Abbildung des Belegungszustandes des Hauptspeichers im Buchführungsspeicher ist aber die Zuteilung eines gleichwertigen Speicherplatzes für den anstehenden Neueintrag leicht und rasch möglich. Zu diesem Zweck ist ein Erweiterungszähler vorgesehen, dessen jeweiliger Zählerstand für die Bildung der Seitenadressen mitbestimmend ist und von 0 ausgehend immer dann um eine Zähleinheit erhöht wird, wenn der vorher adressierte Speicherplatz schon belegt ist. Auf diese Weise wird eine Kette von einander ähnlichen Assoziationsbegriffen aufgebaut, die alle zunächst einmal zu gleichen Adressen des Hauptspeichers führen
würden. .
Bei der Bildung solcher Kettungen ist es vorteilhaft, die Übersetzungsfunktion des Seitenadreßwandlers durch wenige (z. B. 3 oder 4) niederwertige Bit des jeweiligen Standes des Erweiterungszählers zu steuern. Die höherwertigen Bit aus dem Erweiterungszähler werden zu den Bit am Ausgang des Seitenadreßwandlers addiert, ohne die Stellenzahl zu vergrößern. Das Additionsergebnis stellt die Seitenadresse dar.
Speicherinhalte bestehen oft aus mehreren unabhängigen Datengruppen, wobei die Daten innerhalb der einzelnen Gruppen in einem organisatorischen Zusammenhang stehen. Solche Datengruppen können beispielsweise Übersetzungstabellen, Entscheidungstabellen, Programme und Programmteile und vieles andere sein Sie werden im folgenden als unabhängige Tabellen bezeichnet Die Bearbeitung solcher Tabellen in großen Assoziativspeichern mit einer Vielzahl unabhängiger ll wird in vielen Fällen sehr vereinfacht, wenn den einzelnen Tabellen getrennt assoziierbare Speicherbereiche zugewiesen werden. Es sei hier nur auf das Sortieren von Tabelleninhalten hingewiesen, bei dem anderenfalls der ganze Speicher systematisch durchsucht werden müßte.
Eine Unterteilung des Speichers in feste physikalische Bereiche birgt jedoch die Gefahr in sich, daß Bereiche nicht ausgenützt werden oder sich als zu knapp bemessen erweisen. Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen anzugeben, welche die Unterteilung des Assoziativspeichers in getrennt assoziierbare Bereiche gestatten, deren Kapazität den jeweiligen Erfordernissen jederzeit angepaßt werden kann. Es versteht sich von selbst daß dies nur so weit gelten kann, als die Gesamtkapazität des Speichers nicht überschritten wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem Assoziativspeicher der eingangs genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs aufgeführten Merkmale gelöst
Zu beachten ist hierbei, daß die durch die Erfindung geschaffene Unterteilung des Speichers in getrennt assoziierbare Bereiche nur in organisatorischer Hinsicht besteht Über die tatsächliche räumliche Lage dieser Bereiche im physikalischen Speicher kann in allgemeiner Form nichts ausgesagt werden. Vielmehr können sich die Bereiche gegenseitig durchdringen. Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt darin
F i g. 1 eine Übersicht über einen Assoziativspeicher mit einem Hauptspeicher mit einer Speicherbank und mit Zusatzeinrichtungen.
F i g. 2 den Verlauf von Kettungslinien in Abhängigkeit vom Stand des Erweiterungszählers,
F i g. 3 die Eintragung von Verweiskennzeichen in den Speicherplätzen zugeordnete Felder,
F i g. 4 eine Anordnung zur Ableitung von Adressen für den Hauptspeicher aus den Assoziations- bzw. Suchbegriffen,
F i g. 5 ein Ausführungsbeispiel für einen Adreßwand-
F i g. 6 eine Anordnung zur Ergänzung der Anordnung nach F i g. 4 (Code-Verdichter),
F i g. 7 einen Baustein der Anordnung nach F i g. 6 und
F i g. 8 eine Übersicht über einen Assoziativspeicher mit einem Hauptspeicher mit mehreren Speicherbänken und mit Zusatzeinrichtungen.
Die F i g. 1 zeigt andeutungsweise den Hauptspeicher ASPl, der in a Seiten zu je b Zeilen unterteilt ist. Jede Speicherzeile besteht aus dem eigentlichen Speicherplatz zur Aufnahme des abzulegenden Assoziationsbegriffs und gegebenenfalls eines nicht assoziativer Datenteils und aus zwei zusätzlichen Feldern Fl unc FI für die Eintragung von Kennzeichnungen, auf die später noch näher eingegangen wird. Der für der assoziativen Vergleich der ausgelesenen Daten mit den jeweils vorliegenden Suchbegriff notwendige Verglei eher ist in der F i g. 1 nicht dargestellt. Ebenfalls nich dargestellt sind ein Maskenregister, dessen veränderba rer Inhalt es gestattet, den bei dem assoziative] Vergleich berücksichtigten Bereich zu erweitern ode einzuengen und der zur Anwahl der Speicherplatz notwendige Adressendecodierer.
Dem Hauptspeicher ASP1 ist der wortweise lesbar Buchführungsspeicher BSP zugeordnet. Der Buchfür rungsspeicher BSP besitzt so viele Wörter, als de Hauptspeicher ASPi Seiten besitzt, jedes Wort ir
Buchführungsspeicher BSP besteht aus so vielen Bitstellen, als jede Seite des Hauptspeichers Zeilen aufweist. In eine Bitstelle des Buchführungsspeichers ÄSPwird ein Markierungsbit gesetzt (in der Zeichnung durch einen Punkt angedeutet), wenn die betreffende Zeile des Hauptspeichers durch einen Eintrag belegt ist.
Als Buchführungsspeicher BSP wird vorteilhaft ein schneller Bipolar-Halbleiterspeicher verwendet. Er kann ein reservierter Bereich eines für andere Zwecke mitbenutzten Speichers sein. Gegebenenfalls kann dafür aber auch ein Abschnitt des als Hauptspeicher dienenden Speichers Verwendung finden.
Dem Buchführungsspeicher BSP ist eine Buchführungssteuereinheit BFE beigegeben, die Hilfsfunktionen ausführt. Beispielsweise liest sie das durch die Seitenadresse SA des Hauptspeichers ASP \ ausgewählte Wort im Buchführungsspeicher BSP und wählt mit Hilfe eines Prioritätnetzwerks den freien Speicherplatz mit der höchsten Priorität innerhalb der ausgewählten Seite des Hauptspeichers ASP \ aus, wenn ein durch die ursprüngliche Zeilenadresse ZAo ausgewählter Speicherplatz bereits belegt ist. Die Buchführungssteuereinheit BFE setzt auch die Kennzeichen in die Felder Fl und F2 des Hauptspeichers ASPi und wertet die aus diesen Feldern gelesenen Kennzeichen aus. Ferner steuert sie den Erweiterungszähler EZ.
Es wurde schon darauf hingewiesen, daß der Erweiterungszähler EZaIs Hilfsmittel für die Zuweisung äquivalenter Speicherplätze für Neueinträge vorgesehen ist. Sein jeweiliger Zählerstand ist für die Bildung der Seitenadressen mitbestimmend und wird von 0 ausgehend immer dann um eine Zähleinheit erhöht, wenn der vorher adressierte Speicherplatz schon belegt ist Die auf diese Weise aufgebaute Kette von ähnlichen Assoziationsbegriffen, die alle zunächst einmal zu gleichen Adressen führen würden, ist in der F i g. 2 in Abhängigkeit vom Stand \EZ\ des Erweiterungszählers ΕΖΥΕΖ-Stand) aufgetragen. Der durch die Pfeile, welche die einzelnen Glieder miteinander verbinden, entstehende unregelmäßige Linienzug w ird als Kettungslinie bezeichnet. Eine und nur eine solche Kettungslinie kann in jeder Zeile des Hauptspeichers beginnen. Es ist jedoch nicht notwendig, daß die Kettungslinie bei jeder Veränderung des Standes \EZ\ des Erweiterungszählers EZ in eine andere Seite des Hauptspeichers übergeht. Ferner kann es vorkommen, daß einzelne £Z-Stände übersprungen werden, weil die unter Mitwirkung der übersprungenen £Z-Stände adressierten Hauptspeicherseiten schon vollständig belegt sind
Es ist vorteilhaft, die vom Zeilenadreßwandler aus dem Assoziationsbegriff abgeleitete Adresse ZAo nur beim jeweils ersten Glied d h. beim Stand \EZ\—0 des Erweiterungszählers £Zzur Adressierung des Speicherplatzes zu verwenden- Für die Einträge weiterer Kettungsgiieder (|EZ|>0) werden freie Speicherplätze innerhalb der ausgewählten Seiten mit Hilfe des Buchführungsspeichers ermittelt
Für den systematischen Aufbau einer Kettungslinie und zum Wiederauffinden der entlang der Kettungslinie eingespeicherten Assoziationsbegriffe ist es notwendig, in die jedem Speicherplatz zugeordneten Felder Verweiskennzeichen einzutragea Alle Verweiskennzeichen bestehen aus der Angabe eines bestimmten Standes des Erweiterungszählers EZ und einer Zeilenadresse (innerhalb einer Hauptspeicherseite). Es ist vorteilhaft zwei Felder Fl und F2 vorzusehen und in folgender Weise vorzugehen:
Das Feld Fl des Anfangsgliedes einer Kette (Anfangszeile) enthält einen Verweis auf das jeweilige Ende der Kette. In den Feldern F2 aller weiteren Glieder stehen die Angaben, die das jeweils vorausgehende Glied betreffen. Die Fig.3 zeigt die Verweiskennzeichen einer viergliedrigen Kette aus den Begriffen Bi bis B 4. Die Kette wird von links nach rechts aufgebaut und — ausgehend vom Feld Fl auf der linken Seite — von rechts nach links gelesen bzw.
ίο aufgebaut.
Die bisher nicht erwähnten Einrichtungen der Anordnung nach F i g. 1 dienen zur Ableitung der Speicheradressen aus den in dem Register REG stehenden Assoziations- bzw. Suchbegriffen. Auf die Rolle des Erweiterungszählers in Verbindung mit der Adressenbildung wurde bereits hingewiesen. Die verschiedenen Möglichkeiten für die Ableitung der Speicheradressen lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen, die unterschiedliche Ablagemodi zur Folge haben. Es ist zweckmäßig, wie in F i g. 1 dargestellt, den drei Gruppen entsprechende Ausführungen gleichzeitig vorzusehen, die dann nach den jeweiligen Erfordernissen wahlweise benützt werden können. Zur Auswahl zwischen den verschiedenen Arten der Adressenableitung dient eine vielpolige Umschaltevorrichtung, die durch den Schalter MOD symbolisiert ist Abhängig von dessen Stellung wird auch die Maske MASK verändert.
In allen Stellungen des Schalters MOD wird eine
Bit-Kombination mit gleichbleibender Bitstellenzahl, das Fragment FRAG, durchgeschaltet Die Bitstellenzahl entspricht der Summe der Bit in Seiten- und Zeilenadresse. In der mittleren Stellung m2 des Schalters MOD ist das Fragment FRAG identisch mit der durch entsprechendes Setzen der Maske MASK aus dem Assoziationsbegriff (bzw. Suchbegriff) ausgeblendeten Vorsilbe VS.
Die weitere Verarbeitung des Fragments, insbesondere mit dem Ziel, eine Unterteilung des Speichers in getrennt assoziierbare Bereiche zu erreichen, ist der Darstellung in F i g. 1 nur andeutungsweise zu entnehmen. Sie wird im folgenden anhand der Fig.4 ausführlich beschrieben. Ein Register ÄS liefert auf Abruf (per Programm) eine Steuerinformation BGR zur Bereichsabgrenzung und eine Bereichsadresse BAD.
Die Steuerinformation BGR dient zur Steuerung eines Schräganbieters, der in der F i g. 4 durch eine verschiebbare Maske MSAB mit gleichbleibender Blendenöffnung und durch ein Feld SAB dargestellt ist (vgL DT-AS 19 16 377). Die öffnung der Maske MSAB wird unter dem Einfluß der Steuerinformation BGR so verschoben, daß mehr oder weniger der höherwertigen Bit des Fragments FRAG abgegriffen und in das Feld SAB übergeführt werdea Maximal wird das gesamte Fragment FRAG m das Feld SAB übergeben. Im übrigen werden so viele niederwertige Bh der Bereichsadresse BAD, erfaßt als niederwertige Bit des Fragments FRAG ausgeschlossen werden. Die π niederwertigen Bit der in Feld SAB stehenden Bit-Kombination werden unmittelbar als Zeilenadresse für den Hauptschalter benutzt Die restlichen m höherwertigen Bit der Bit-Kombination werden einem Seitenadreßwandler zugeführt, der aus einem Verknüpfungsnetzwerk oder einem Lesespeicher besteht Der aus wenigen (z. B. drei oder vier) niederwertigen Bit bestehende Anteil \EZ\\ des_Inhalts des Erweiterungszählers EZ steuert die Obersetzungsfunktion des Seitenadreßwandlers SA W. Der die höherwertigen Bit enthaltende Anteil \EZ2\ vom Inhalt des Erweiterungs-
Zählers wird in einem Addierer ADD zu dem vom Seitenadreßwandler SA W gelieferten Bit modulo 2m addiert. Das Additionsergebnis stellt die Seitenadresse SA für den Hauptspeicher dar.
Ein Ausführungsbeispiel für den Seitenadreßwandler SA W zur Verarbeitung von 16 Bit aus handelsüblichen Lesespeicher-Bausteinen zeigt die Fig.5. Jeder Lesespeicher-Baustein ROM übernimmt eine Gruppe von 4 Bit vom Schräganbieter SAB υηά die 4 niedrigstwertigen Bit des Erweiterungszählers £Zals Adresse, wobei letztere allen vier Lesespeicher-Bausteinen ROM gleichermaßen zugeführt werden. Die aufgerufenen Speicherinhalte der Lesespeicher-Bausteine ROM werden über jeweils 4 Ausgangsleitungen abgenommen.
Es wurde schon vermerkt, daß die aus dem Fragment FRAG bzw. aus dem Assoziationsbegriff abgeleitete Zeilenadresse ZAo nur zur Adressierung der Anfangszeile zeile einer Vorsilbenlinie, d. h. nur beim Stand 0 des Erweiterungszählers benutzt wird. Um dies deutlich zu machen, ist in der Fig.4 ein symbolischer Schalter .45 mit drei Stellungen dargestellt. Die eingezeichnete (rechte) Stellung des Schalters AS gilt für den Fall |£Z|=0. Die beiden anderen Stellungen nimmt der Schalter AS immer dann ein. wenn der Stand des Erweiterungszählers von 0 verschieden ist (|£Z|>0). Unter dieser Voraussetzung gilt die mittlere Stellung für einen Schreibzyklus, bei dem die Zeilenadresse durch die Buchführungssteuereinheit BFE mit Hilfe des Buchführungsspeichers BSP ermittelt wird. In der rechten Stellung liegt der Schalter AS während eines Suchvorgangs, bei dem mit dem Lesen der Begriffe entlang einer Kettungslinie auch die in den Verweiskennzeichen enthaltenen Zeilenadressen der zur Kette gehörenden Glieder gelesen werden.
Die durch die Funktion des Schräganbieters erzeugten getrennt assoziierbaren Bereiche sind nur für primäre Einträge ("EZ=O) durch das Fragment FRAG, die Bereichsadresse BAD und die Steuerinformation BGR festgelegt. Im übrigen verhalten sie sich wie elastische Blasen, deren Größe unabhängig von dieser Eingangsöffnung beliebig erweitert oder reduziert werden kann. Selbstverständlich kann dabei der gesamte verfügbare Speicherraum nicht überschritten werden. Reicht der für primäre Ablagen zur Verfügung stehende Bereich nicht aus, so werden als Erweiterung beliebig viele sekundäre Ablageplätze zur Verfügung gestellt. Dabei werden auf den nach F i g. 2 definierten Kettungslinien Kettimgen gebildet Die Ablage erfolgt hierbei, dank der Möglichkeit freie Speicherplätze mit Hilfe des Buchführungsspeichers BSP zuzuteilen, ohne nennenswerte Hemmungea Überschneidungen von Kettungslinien treten nicht auf.
Die in der mittleren Stellung m 2 des Schalters MOD (F i g. 4) sich ergebende, bereits näher beschriebene Art der Adressenableitung bewirkt einen sortierfähigen Ablagemodus der eingespeicherten Assoziationsbegriffe Er eignet sich besonders für eine Sortierung der Begriffe nach einer dualnumerischen Ordnung. Zu diesem Zweck kann ein Sortierzähler benutzt werden, der alle Kettungslinien in dieser Reihenfolge nacheinander abruft. Die einzelnen, entlang einer Kettungslinie abgelegten, untereinander noch nicht sortierten Inhalte werden in einen assoziativen Registersatz übergeführt und von diesem in der endgültigen Sortierreihenfolge ausgegeben.
Bei dem genannten Ablagemodus muß jedoch gelegentlich mn der Entstehung längerer Ketten gerechnet werden. Für die Sortierung ergeben sich daraus kaum Nachteile, wogegen bei der assoziativen Suche nach einzelnen Begriffen Zeitverluste entstehen. Es ist daher zweckmäßig, diesen Ablagemodus nur dann zu benützen, wenn insbesondere eine dualnumerisch sortierte Ausgabe von Begriffen erwünscht wird.
Der zuletzt angegebene Nachteil wird durch eine »diffuse« Ablage der Begriffe im Hauptspeicher vermieden. Allerdings geht dabei die unmittelbare Sortierfähigkeit des Speicherinhalts praktisch verloren, weil die Sortierung diffus abgelegter Begriffe einen zu hohen Zeitaufwand bedingen würde. Soll trotzdem sortiert werden, dann ist eine vorhergehende Umschichtung in einen sortierfähigen Ablagemodus zu empfehlen. Die diffuse Ablage wird dadurch erreicht, daß die für die Adressenbildung benutzte Vorsilbe VS durch entsprechende Steuerung der Maske MASK auf wesentlich mehr Bitstellen erweitert wird, als für die Adressierung des Hauptspeichers eigentlich erforderlich sind. Die notwendige Reduktion der vielstelligen Vorsilbe auf das eine geringere Bitsiellenzahl aufweisende Fragment FRAG wird durch einen Reduktionswandler REW erreicht, der in der Stellung m 1 des Schalters MODm Funktion tritt. Der Reduktionswandler REWbesteht vorzugsweise aus einem Lesespeicher, der durch die Vorsilbe VSadressiert wird und an seinem Ausgang die verschiedenen Bitkombinationen des Fragments FRAG abgibt. Naturgemäß liefern dabei auch unterschiedliche Vorsilben VS gleiche Fragmente FRAG.
Durch die Erweiterung des Vorsilbenbereiches wird die statistische Verteilung von Begriffen auf verschiedene Kettungslinien so verbessert, daß die Zahl längerer Ketten drastisch reduziert wird. Kettungen mit mehr als vier Gliedern treten dann außerordentlich selten auf.
Dementsprechend können assoziative Suchvorgänge schnell abgewickelt werden, weil kaum mehr serielle Suchvorgänge anfallen.
In der dritten Stellung m3 des Schalters MOD wird eine Adressenbildung durchgeführt, die ebenfalls zu einem sortierfähigen Ablagemodus führt. Er ist für die spätere Sortierung der Begriffe in alpha-numerischer Reihenfolge geeignet
In der Stellung m3 des Schalters MOD wird das Fragment FRAG mit Hilfe eines Code-Verdichters CV aus der Vorsilbe VS(vgl. F i g. 1) gewonnen. Da nämlich die gebräuchlichen Codes für Buchstaben und Ziffern nur einen kleinen Teil der 256 gebotenen Kombinationsmöglichkeiten belegen, können ohne die Anwendung zusätzlicher Maßnahmen unerwünscht lange Kettunger auftreten. Der Code-Verdichter CV reduziert di« Bitstellenzahl des Codes auf das notwendige Maß unc scheidet alle nicht benutzten Kombinationen voi vorneherein aus.
Ein auf den EBCDI-Code abgestellter, aus dre
Einzelbausteinen bestehender Code-Verdichter ist ii der F i g. 6 schematisch dargestellt Der Code-Verdich ter CV benutzt eine Vorsilbe VS mit 21 Bit um verdichtet sie auf ein Fragment FRAG mit 16 Bit Einer einzelnen Baustein des Code-Verdichters CV mit S Eingangsklemmen 0—7 und 6 Ausgangsklemmen 0—ί zeigt die Fig.7. Er besteht aus den UND-Verknüp fungsgliedem Al-A 7.demODER-VerknüpfungsgIiec OR und dem Inverter INV. Sein Aufbau ist aus de Zeichnung ohne weiteres erkennbar. Ein Vergleich de beiden F i g. 6 und 7 zeigt daß in dem Code-Verdichte CV auf der rechten Seite jeweils drei Eingangs- und drc Ausgangsleitungen nicht benutzt sind.
Die Unterteilung eines assoziativ bewirtschaftete!
609 5&SK
Speichers in getrennt assoziierbare Bereiche in der beschriebenen Weise läßt sich nicht nur in Verbindung mit einem Hauptspeicher mit einer Speicherbank, sondern auch bei einer aus mehreren gleichberechtigten Speicherbänken bestehenden Speicheranordnung erreichen.
In der Übersichtsdarstellung der F i g. 8 ist ein Ausführungsbeispiel einer an sich durch die schon erwähnte DT-OS 23 19 468 bekannten Speichereinrichtung durch die Zusatzeinrichtung zur Aufteilung des Speichers in getrennt assoziierbare Bereiche gemäß der Erfindung ergänzt. Der eigentliche Sipeicher ASPB besteht aus 6 (vorzugsweise 8) Speicherbänken SSO bis SB 5, die jeweils eine Vielzahl von Speicherplätzen PO bis Pk aufweisen. Zur Adressierung der Speicherplätze ist jeder Speicherbank ein Adreßwandler ADWO bis ADW5 zugeordnet. Jeder Adreßwandler besitzt eine andere Übersetzungsfunktion, derart, daß ein an den Eingängen der Adreßwandler anliegendes Fragment FRAG für jede Speicherbank eine andere Adresse liefert. Werden alle Ablageplätze, die durch ein bestimmtes Fragment FRAG adressiert werden, verbunden, dann ergibt sich eine unregelmäßig verlaufende Kettungslinie. Durch Hochzählen des Erweiterungszählers EZ immer dann, wenn alle Ablageplätze entlang einer Kettungslinie bereits belegt sind, und durch die Addition seines Inhalts zu den Ausgangsgrößen der Adreßwandler werden Verlängerungen der Kettungslinien geschaffen.
Die Bitkombination am Eingang der Adreßwandler wird durch einen Schräganbieter geliefert, der in der schon beschriebenen Weise die höherwertigen Bit eines Fragments FRAG und die niederwertigen Bit einer Bereichsadresse BAD abgreift. Die Verschiebung des
ίο Schräganbieters wird durch die Steuerinformation BGR zur Bereichsabgrenzung gesteuert. Die Herleitung des Fragments FRAG aus dem Assoziationsbegriff kann in jeder aus der DT-OS 23 19 468 bekannten Weise erfolgen. Da bei der Speicheranordnung mit mehreren
Speicherbänken auch bei der Unterteilung in getrennt assoziierbare Bereiche Überschneidungen von Kettungslinien auftreten können, wird zu jedem eingegebenen Assoziationsbegriff auch die gesamte Bereichsadresse BAD, die bei der Ableitung seiner Adresse
(teilweise) mitbestimmend war, für die eindeutige Identifizierung des Begriffs abgelegt. Als Überschneidung von Kettungslinien wird der Fall bezeichnet, daß ein Speicherplatz von zwei oder mehreren Kettungslinien erfaßt wird.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Assoziativspeicher mit getrennt assoziierbaren Bereichen, mit einem linear adressierbaren Hauptspeicher zum Ein- und Auslesen von aus einem assoziativen Teil (Assoziationsbegriff) und einem nicht assoziativen Teil bestehenden Daten, mit einer Vergleichereinrichtung zum Vergleich der ausgelesenen Assoziationsbegriffe mit dem Suchbegriff, mit einer Adreßwandler enthaltenden Einrichtung zur Ableitung der Adressen aus dem Assoziationsbegriff bzw. Suchbegriff oder aus den höherwertigen Bit dieser Begriffe und mit einem Erweiterungszähler, dessen Zählerstand die Ableitung der Adressen beeinflußt und jeweils um 1 erhöht wird, wenn sich ein zunächst adressierter Speicherplatz als anderweitig belegt erweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reservierungseinheit (RES) vorgesehen ist, mit einem Schräganbieter (SAB), der unter dem Einfluß einer Steuerinformation (BGR) zur Bereichsabgrenzung eine sekundäre Bitgruppe mit der Breite / der vollständigen Adressen aus einem wählbaren Teil der niederwertigen Bit einer Bereichsadresse und aus einem wählbaren Teil der höherwertigen Bit einer primären, aus dem Assoziations- bzw. Suchbegriff abgeleiteten Bitgruppe (Fragment FRAG)mit der Breite /abgreift und der Adreßwandler enthaltenden Einrichtung zum vom Stand des Erweiteiungszählers (EZ) abhängigen Bildung der Speicheradresse zuführt.
2. Assoziativspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reservierungseinheit (RES) ein Register mit einem Feld zur Aufnahme der Steuerinformation (BGR) zur Bereichsabgrenzung, einem Feld zur Aufnahme der Bereichsadresse (BAD)und einem Feld zur Aufnahme des Fragments (FRAG) sowie eine verschiebbare Maske (MSAB) mit konstanter Öffnungsbreite enthält.
3. Assoziativspeicher nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptspeicher (ASPl) aus einer linear adressierbai en Speicherbank mit a Seiten (a-2m) zu je b Zeilen (b=2n) besteht, mit einem wortweise lesbaren Buchführungsspeicher (BSP), dessen Wörter den Seiten des Hauptspeichers (ASPX) entsprechen und dessen Bitstellen innerhalb der Wörter den Zeilen innerhalb der Seiten des Hauptspeichers (ASPX) zugeordnet sind und bei Belegung der Zeile bzw. des Speicherplatzes markiert werden und mit einer dem Buchführungsspeicher (BSP) zugeordneten Buchführungssteuer- einheit (BFE), die das Setzen bz·*. Rücksetzen und die Abfrage der Markierungen im Buchführungsspeicher (BSP) für belegte Speicherplätze im Hauptspeicher (ASPX) und die Auswahl äquivalenter Speicherplätze steuert.
4. Assoziativspeicher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptspeicher (ASPB) aus mehreren, eine Vielzahl von Speicherplätzen (PO bis Pk) umfassenden Speicherbänken (SBO bis SB5) besteht und daß jeder Speicherbank Adreßwandler (ADWO bis ADW5) zur Ableitung der Adressen für die Speicherplätze (PO bis Pk) aus der von dem Schräganbieter (SAB) gelieferten Bitkombination unter dem Einfluß des jeweiligen Standes des Erweiterungszählers (EZ) in einer von Speicherbank zu Speicherbank unterschiedlichen Weise zugeordnet sind.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Assoziativspeicher mit getrennt assozöerbareu Bereichen, mit einem linear adressierbaren Hauptspeicher zum Ein- und Auslesen von aus einem assoziativen Teil (Assoziationsbegriff) und einem nicht assoziativen Teil bestehenden Daten, mit einer Vergleichseinrichtung zum Vergleich der ausgelesenen Assoziationsbegriffe mit dem Suchbegriff, mit einer Adreßwandler enthaltenden Einrichtung zur Ableitung der Adressen aus dem Assoziations- bzw. Suchbegriff oder aus den höherwertigen Bit dieser Begriffe und mit einem Erweiterungszähler, dessen Zählerstand die Ableitung der Adressen beeinflußt und jeweils um 1 erhöht wird, wenn sich ein zunächst adressierter Speicherplatz als anderweitig belegt erweist
Durch die DT-OS 23 19 468 ist eine Speichereinrichtung mit mehreren, eine Vielzahl von Speicherplätzen umfassenden SpeicheiMnken bekannt die jeweils in einen durch einen Teil (Vorsilbe) des Assoziations- bzw. Suchbegriffs adressierbaren assoziativen Abschnitt und in einen nicht assoziativen Abschnitt zur Aufnahme eines beigeordneten Begriffs gegliedert sind, wobei jeder Speicherbank Adreßwandler zugeordnet sind zur Ableitung der Adressen aus dem Assoziations- bzw. Suchbegriff in einer von Speicherbank zu Speicherbank unterschiedlichen Weise mit pseudostatistischer Verteilung, derart, daß die Vorsilbenlinien, welche die jeweils durch bestimmte Vorsilben adressierbaren Speicherplätze benachbarter Speicherbänke miteinander verbinden, unregelmäßige Linienzüge bilden. Alle auf einer Vorsilbenlinie liegenden Einträge werden gleichzeitig gelesen.
Durch eine zufällige Häufung von Assoziationsbegriffen mit gleicher Vorsilbe kann der Fall eintreten, daß die entlang einer Vorsilben linie verfügbaren Speicherplätze für ihre Eintragung nicht ausreichen. Die Speichereinrichtung weist daher einen Erweiterungszähler auf, dessen jeweiliger Stand für die Bildung der Adressen mitbestimmend ist und jeweils um 1 erhöht wird, wenn ein Neueintrag eines Begriffs mit einer bestimmten Vorsilbe erfolgen soll und alle Speicherplätze entlang der betreffenden Vorsilbenlinie bereits belegt sind. Mit Hilfe des Erweiterungszählers werden also zusätzliche Adressierungsebenen geschaffen, die Verlängerungen von Vorsilbenlinien aufnehmen können.
Durch die mögliche Obersicht über den Belegungszustand entlang einer Vorsilbenlinie wird die Zuteilung freier Speicherplätze für Neueintragungen sehr erleichtert. So sind durchschnittlich zwei Suchzyklen für das Auffinden freier Speicherplätze erst bei einem Speicherfüllungsgrad von etwa 95% und mehr notwendig. Bei einer Verringerung der Anzahl der Speicherbänke werden jedoch die Verhältnisse rasch ungünstiger. Es entfällt mehr und mehr die Übersicht über den Belegungszustand und wegen der Verkürzung der Vorsilbenlinien die Auswahl zwischen gleichwertigen Ablageplätzen.
Durch die Anwendung geeigneter Maßnahmen gelingt es jedoch, auch einen linear adressierbaren, in Seiten und Zeilen unterteilten Hauptspeicher mit nur einer Speicherbank vorteilhaft als Assoziativspeicher verwenden zu können. Von wesentlicher Bedeutung ist hierbei die Bereitstellung eines Buchführungsspeichers, bei dem die Zeilen (Wörter) den Seiten des Hauptspeichers und die Bitstellen innerhalb der Wörter den Zeilen innerhalb der Seiten des Hauptspeichers zugeordnet sind. Durch Setzen von Markierungen in den Bitstellen des Buchführungsspeichers für die belegten Zeilen des
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