DE2505251C2 - Variometer mit einer messdose - Google Patents
Variometer mit einer messdoseInfo
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Description
Variometer dienen in Flugzeugen zur Messung der Steig- und Sinkgeschwindigkeit. Verschiedene bekannte
Ausführungen weisen eine mit der Atmosphäre verbundene Meßkammer und eine in dieser angeordnete,
dichte Meßdose auf, die ebenfalls mit der Atmosphäre verbunden ist. Die Meßdose ist über ein Hebelwerk mit
einem Zeiger verbunden und derari elastisch deformierbar,
daß /wischen dem Innenraum der Meßdose und ihrem Außenraum, d.h. dem Kammerinnenraum
auftretende Druekunierschiede eine /.eigerauslenkung
bewirken.
Das Mcl3prin/ip beruht nun darauf, daß entweder die
Meßdose oder die Meßkammer nicht direkt, sondern über ein Verzögerungsglied mit aer Atmosphäre verbunden
wird. Dies hat zur Folge, daß die bei Änderungen der I lughöhe auftretenden Änderungen des Atmosphärendruckes
Druckunterschiede zwischen der Meßdose
und der Meßkammer verursachen, die ein Maß für die Steig-, bzw. Sinkgeschwindigkeit geben.
Bei älteren, bekannten Ausführungen war die Meßkammer
direkt, die Meßdose dagegen über ein Verzögerungsglied mit der Atmosphäre verbunden. Bei
dieser Ausführung mußten zwar die Meßkammer und das darin eingebaute Anzeigewerk gegen außen nicht
dicht abgeschlossen werden. Dafür war jedoch zur Erzielung ausreichender Verzögerungss.eitkonstanten ein
mit der Meßdose verbundenes Ausgleichsreservoir erforderlich, das relativ viel Platz beanspruchte.
Bei neueren, bekannten Ausführungen ist dagegen das Verzögerungsglied der Meßkammer vorgeschaltet
und die Meßdose ist «her eine Leitung mit geringem
Strömungswiderstand direkt mit 4er Atmosphäre yer,
*■■'' icaden JSei dieser 4usjaiu3ung nujß natürlich die Meßr
|ammer, abgesehen vom Durchgang mit dem Verzöge-
iungsgued, gegen außen dicht abgeschlossen 3ein.
Sei einer bekannten Ausführung wird ajs Verzögerungsglied
ein KeramikpläUdien roit durchgehenden
9oren verwendet Sei der Eichung des Variometers
wird dann zuerst vor dem fertigen Zusammenbau eine
ίο statische Eichung vorgenommen, M der zwischen der
jyjeßdose und ihrem Außenraum bestimmte Druckdifferenzen
erzeugt werden. Das zur Übertragung der JVleßdosrai-PiefoOTation auf den Zeiger dienende Hebelwerk
wird dann so justiert, daß bei jeder der erzeug-
jen Druckdifferenzen eine bestimmte, ihr entsprechende
Höhenänderungs-Geschwindigkeit angezeigt wird
Nach dieser statischen Eichung iwird die Varionieter-Meßkammer
verschlossen und das Variometer zur dynamischen Eichung in eine Prüfkammer gebracht, de-
2p ren Innendruck zur Simulation von Höhenänderungen
zeitlich variiert werden kann. Falls das Variometer nun falsche Steig- und Sinkgeschwindigkeiten anzeigt, muß
der Strömungswiderstand des Verzögerungsgliedes entsprechend verändert werden, so daß sich die für die
betreffende Höhenänderungsgeschwindigkeit vorgesehene Druckdifferenz ergibt. Falls der Strömungswiderstand
zu klein ist, muß ein Teil des Keramikplättehens mit Lack abgedeckt werden, so daß ein Teil der Poren
verschlossen wird. Ist dagegen der Strömungswider· stand zu groß, muß das Keramikplättchen ausgewechselt
werden. Da das Keramikplättchen von der Außenseite der Meßkammer her nicht zugänglich ist. muß die
Meßkammer für jeden Versuch geöffnet werden. Da der Strömungswiderstand normalerweise mehrmals
verändert werden muß, bis sich die richtige Anzeige ergibt, erfordert das Eichen bei diesem Variometer
sehr viel Zeit.
Bei einer anderen bekannten Ausführung wird als Verzögerungsglied ein Blendensystem mit mehreren
hintereinander angeordneten, je eine Bohrung aufweisenden Blenden verwendet. Wenn nun beim Eichen die
Verzögerungszeit verkleinert werden muß, kann dies durch Vergrößern der Bohrung in der ersten Blende
erfolgen. Falls dagegen eine Vergrößerung der Verzögerungszeit erforderlich ist. muß eine der Blenden
durch eine andere Blende mit einer kleineren Bohrung ersetzt werden. Auch bei dieser Ausführung ist daher
das Eichen sehr zeitraubend.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Variometer mit einem Verzögerungsglied
zu schaffen, bei dem die Verzögerung, mit der Änderungen des Atmosphärendruckes auf die Meßdose
übertragen werden, kontinuierlich und reversibel verändert werden kann.
Die Erfindung betrifft daher ein Variometer mit einer durch einen Durchgang mit der Atmosphäre verbundenen
Meßkammer und einer in dieser angeordneten, elastisch deformierbaren, ebenfalls über einen
Durchgang mit der Atmosphäre verbundenen Meßtio^ se, wobei einer dieser Durchgänge ein zur Verzögerung
des Druckausgleiches dienendes Blendensystem mit mindestens zwei durch einen Zwischenraum voneinander
getrennten Blenden aufweist. Das Variometer ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch mindestens ein
β5 verstellbares Element, urti das Volumen eines Zwischenraumes
zu verändern.
Der Erfindungsgegenstand soll im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh-
25
rungsbeispiels naher erläutert werden. In der Zeichnung
zeigt die
Fig. 1 ein Variometer mit einer aufgeschnittenen
Meßkammer und den wichtigsten !"lementen des Meßwerkes,
die F i g. 2 eine Frontansicht des Variometers, die
F ig. 3 einen Längsabschnitt .durch das als Verzögerungsgliesi
dienende Blendensystem in größerem Maßstab, die
Fig.4 einen Längsschnitt durch eine Blende des
Blendensystems in «och größerem Maßstab und die
F i g. 5 ein Diagramm der Abhängigkeit des Anzeigefehlers
von der Blendeneinstellung.
Das in den F i g. I und 2 dargestellte Variometer •seist eine als Ganzes mit 1 bezeichnete Meßkammer
auf. Diese wird durch ein Metallgehäuse 2und eine dieses
auf der Frontseite abschließende, mittels eines mit dem Gehäuse 2 verschraubten Flansches 3 befestigte
Glasscheibe 4 gebildet Die Verbindung zwischen der letzteren und dem Gehäuse 2 ist mit einem Dichtungsring
5 abgedichtet
In der Meßkammer 1 ist eine Tragstruktur befestigt,
die im wesentlichen durch zwei Scheiben 6 und 7 sowie drei diese verbindenden Stauen 8 gebildet wird. An der
Scheibe 6 ist eine Skalenscheibe 9 befestigt. Im Zen- x$
trum der Scheibe 6 ist eine Zeigerwelle 10 drehbar gelagert und mittels eines Gegenlagers 11 zusätzlich abgestützt.
Auf der Zeigerwelle 10 sitzt einerseits der Zeiger 12 und andererseits ein Ritzel 13.
An der untersten Stütze 8 ist mittels eines Gewindebolzens 14 eine Buchse 15 befestigt, die ihrerseits mit
einer Schale einer elastisch deformierbaren, dichten Meßdose 16 verbunden ist
An der anderen Schale der Meßdose 16 ist ein Zapfen 17 befestigt, der über ein als Ganzes mit 18 bezeichnetes
Hebelwerk mit einer Welle 19 verbunden ist. Auf dieser sitzt ein kreisausschnittförmiges Element 20, das
auf der Außenseite mit einer Verzahnung versehen ist, die in die Verzahnung des Ritzels 13 eingreift. An der
Welle 19 greift ferner das Ende einer Rückstellfeder 21 an. deren anderes Ende mit einem auf der Scheibe 6
befestigten Zapfen verbunden ist.
In die Rückwand des Gehäuses 2 ist eine Buchse 22 mit einer abgestuften, zentralen Bohrung 22a dicht eingeschweißt
oder in anderer Weise befestigt. Die Bohrung 22a weist einen äußeren, weiteren Gewindeabschnitt
226, einen inneren, engeren Gewindeabschnitt 22d und eine die beiden letzteren trennende Nut 22c
auf. Die Buchse 22 ist des weiteren mit einer exzentrischen Bohrung 22e versehen, die sich von der inneren
Endfläche 22/der Buchse 22 bis zur Nut 22c erstreckt.
An der inneren Endfläche 22/ist ein an die Mündung
der Bohrung 22e anschließender Stutzen 23 dicht befestigt. Dieser ist über einen flexiblen Schlauch 24 mit
dem Anschluß-Stutzen 25 der Meßdose 16 verbunden.
In die innere Gewindebohrung 22dder Buchse 22 ist
eine Hohlschraube 26 eingeschraubt und mittels eines O-Ringes 27 abgedichtet Die Holzschraube 26 und der
Q-Ring 27 sind in größerem Maßstab in der F i g. 3 dargestellt. Die Hohlschraube 26 weist einen Kopf 26;) mit &>
einem Schlitz 266 auf. An den Kopf 26a schließt ein zylindrischer Abschnitt 26c an, auf dem der O-Ring 27
sitzt und der mit einem sich bis in die Nähe des O-Ringes erstreckenden Gewinde versehen ist. Das freie ,
Ende der Hohlschraii'oe 26 wird durch einen Schaft 26d 6S
gebildet, dessen Durchmesser etwas kleiner als der Kerndurchmesser des Gewindes ist. Der Hohlraum der
Hohlschraube 26 wird durch eine durchgehende Oewindebohrung 26e gebildet
In die Gewindebohrung 26 sind drei Gewindezapfen
23,29 und 30 eingeschraubt, zwischen denen .sich je ein
freier Zwischenraum befindet Die Länge des Zwischenraumes 32 zwischen dem sich auf der Meßkam-'mer-Seite
der Hohlschraube 26 befindenden Zapfen 28 und dem mittleren Zapfen 29 ist mil Ii bezeichnet Die
Länge des freien Zwischenraumes 33 zwischen den mittleren Zapfen 29 und dem dem Außenraum zugewandten
Zapfen 30 ist mit I2 bezeichnet
Einer der drei Zapfen 28,29,30, nämlich der Zapfen
30 ist in der F i g.4 in größerem Maßstab dargestellt Er ν weist an einem sein«- Enden einen Querschlitz 30a auf.
Des weiteren ist er mit einer durchgehenden, koaxialen
Bohrung 306 versehen, die an ihrem dem Schütz 30a
abgewandten Ende eine Erweiterung 30c aufweist In dieser sitzl ein Uhren-Lochstein 31. d. h_ ein künstlicher
Rubin oder Saphir mit einer durchgehenden Bohrung 31a. die einenends eine Erweiterung 316 aufweist. Der
Zapfen 30 ist derart in die Hohlschraube 26 eingeschraubt, daß ein Schlitz 30a dem freien Außenraum
zugewandt ist Die beiden anderen Zapfen 28 und 29 sind gleich ausgebildet wie der Zapfen 30. Der Zapfen
29 ist ebenfalls so eingeschraubt, daß sein Schiit/: dem
Außenraum zugewandt ist. Der Zapfen 28 ist dagegen derart eingeschraubt daß sein Schlitz dem Innenraum
der Meßkammer zugewandt ist.
Beim Einbau des Variometers in das Flugzeug wird die Buchse 22 über eine in die Gewindebohrung 226
eingeschraubte Leitung mit der Atmosphäre verbunden. Die freie Mündung dieser Leitung wird dabei so
angeordnet, daß der statische, von der Fluggeschwin
digkeit unabhängige Luftdruck gemessen werden kann. Die Gewindebohrung 226 und die Gewindebohrung
26e bilden zusammen einen ersten Durchgang 226. 26 c. der den Innenraum der Meßkammer 1 mit der Atmosphäre
verbindet, jeder der drei Gewindezapfen 28. 29.
30 bildet dabei eine Blende, deren öffnung durch die
Bohrung des eingesetzten Uhren-Lochsteines gebildet wird. Selbstverständlich müssen die Gewindebohrung
26eund die Außengewinde der Zapfen 28. 29.30 relativ
genau hergestellt und so beschaffen sein, daß sie zusammen einen annähernd dichten Verschluß bilden.
Die Gewindebohrung 226. die exzentrische Bohrung 22e. der Stutzen 23 und der Schlauch 24 bilden zusammen
einen zweiten Durchgang 226, 22e. 23. 24, der die Meßdose 16 mit der Atmosphäre verbindet.
Das durch die drei Blenden 28.29, 30 gebildete Blendensystem
bildet einen relativ großen Strömungswiderstand. Wenn sich nun der Luftdruck bei Höhenänderungen
des Flugzeuges ändert, so bewirkt der große Strömungswiderstand
des ersten Durchganges 226.22c eine Verzögerung des Druckausgleiches zwischen der Atmosphäre
und der Meßkammer 1. während der Druck in der Meßdose den Außendruckänderungcn praktisch
unverzögert folgt Dadurch entstehen zwischen den Innenräumen der Meßdose 16 und der Meßkammcr I
Druckunterschiede, die eine Deformation der Meßdosc 16 verursachen und dadurch den Zeiger 12 auslenker!.
Die Größen der Blendenöffnungen müssen selbstverständlich an die Größen der Volumen der Meßdose 16
und der Kammer 1 sowie an den vorgesehenen Meßbereich angepaßt sein. Als zweckmäßig haben sich Uhren-Lochsteine
mit lichten Weiten vor etwa 0,15 bis 0,25 mm erwiesen. Die Verzögerung des Druckausgleiches
ist jedoch nicht nur von der Größe der Blendenöffnungen, sondern auch von den Volumen der beiden
Zwischenräume 32, 33 zwischen den drei Blenden 28,
29, 30 abhängig. Diese Zwischenräume 32. 33 müssen
nämlich bei einem Auftreten von Änderungen des Außendruckes zuerst Luft aufnehmen, bzw. abgeben,
bevor der Meßkammerdruck ausgeglichen werden kann. Die Blenden 28.29,30 und die Zwischenräume 32.
33 wirken also ähnlich wie ein durch Drosseln und Kondensatoren gebildetes, elektrisches Vcrzögcrungs-Nct/wcrk.
Es ist daher möglich, die Verzögerung des Druckaus
gleiches cliiivh Verändern der Zwischenraumgröße /u
verändern. Da der äußerste Zapfen 30 mittels eines geeigneten
Schraubenziehers von außen her in axialer Richtung verstellt und dadurch das Volumen des Zwi
schenraumcs 33 verändert werden kann, ist es ohne weiteres möglich, beim fertig zusammengebauten Variometer
die Verzögerung des Druckausgleiches /u verändern.
Bei der Eichung des Variometers wird zuerst, d. h.
vor dem Einbau in das Gehäuse 2. eine statische Eichung durchgeführt. Bei dieser statischen Eichung
weiden, wie eingangs bereits erwähnt, bestimmte, zeit
lieh konstante Druckdifferenzen zwischen der Meßdose und dem Außenraum erzeugt. Dann wird das Hebelwerk
18 mit Hilfe verschiedener verstellbarer Justieror
ganc so justiert, daß sich die den Druckdifferenzen entsprechenden
Zcigerauslenkungen ergeben. Bei der statischen Eichung kann zusätzlich die Temperatur des
Variometers verändert werden und die durch diese Tempcraturänderungen verursachten Fehler können
dann mit Hilfe eines an der Meßdose 16 oder am Hebelwerk 18 angreifenden, einstellbaren Bimetallelements
weitgehend kompensiert werden.
Wenn die statische Eichung abgeschlossen ist wird das Mcüwerk in das Gehäuse 2 eingebaut und die Mcßkammcr
1 dicht abgeschlossen. Dann kann die dynamische Eichung vorgenommen werden. Für diese wird
das Variometer in eine Eichkammer mit zeitlich veränderbarem Druck gebracht oder die Buchse 22 über
eine Leitung mit einem geeigneten Druckregelgerät verbunden. Nun können durch zeitliche Druckänderungen
Flughöhenänderungen simuliert und das Variometer durch Verändern der Verzögerungszeit dynamisch
geeicht werden. Beim Eichen wird es im allgemeinen ausreichen, nur die Größe des äußeren Zwischenraumes
33 zu verändern. Falls relativ große Korrekturen erforderlich sind, kann die äußerste Blende 30 ganz
herausgeschraubt werden, so daß auch die mittlere Blende 29 von außen her verstellt werden kann. Dann
kann die äußerste Blende wieder eingesetzt und in die geeignete Lage gebracht werden. Auf diese Weise ist
es möglich, das Variometer von außen her dynamisch zu eichen.
Die Wirkung der Blenden-Verstellung soll nun an
Hand der in der F i g. 5 dargestellten Meßergebnisse erläutert werden.
Bei der Durchführung dieser Messungen wurden die Blendenabstände 11 and I2 schrittweise ma den gleichen
Wert von 0 auf 4 mn) erhöht. Auf der Abszisse des in
der F i g. 5 dargestellten Diagramins ist die Länge 1 in MHIimeter aufgetragen, die gleich ist wie die Blendenabstände Ii aod I2. Auf der Ordinate ist die Größe dv in
Millisekunden aufgetragen, die gleich dem Betrag der tatsächlichen Vertikalgeschwindigkeit minus dem Betrag
der angezeigten Geschwindigkeit ist. Für die dargestellten Messungen wurden durch zeitliche Druckveränderungen
Steiggeschwindigkeiten von etwa 5 m/s simuliert. Die Kurve 34 stellt die Meßergebnisse dar.
die in einem Druckbereich gemessen wurden, der einer
Flughöhe zwischen 0 und 1800 m entspricht. Messungen mit anderen Steig- sowie mit Sinkgeschwindigkeiten
ergaben einen qualitativ ähnlichen Kurvenverlauf.
Wenn der Wert von Δ\ in Prozenten der simulierten·
Geschwindigkeit angegeben wird, ergeben sich für alle Steig- und Sinkgeschwindigkeiten immer etwa die gleichen
Werte.
Bei einer Mittelstellung der Blende, d. h. im vorlicgcnden
Fall bei Blendcnabständen von 2 mm. verschwindet der Meßfehler. Wird nun die Länge 1 verkleinert,
so werden die Zwischenräume 32 und 33 kleiner. Dementsprechend wird auch die Verzögerung, mit
der der Meßkammerdruck den Luftdruckänderungen folgt, kleiner. Die Differenz zwischen dem Druck in der
Meßdose 16 und dem Druck in der Meßkammer 1 wird daher kleiner, so daß eine zu kleine Steiggeschwindigkeit
angezeigt wird. Dem entspricht ein Ansteigen des Wertes von ^v. Umgekehrt ergibt sich natürlich bei
einer Vergrößerung der Blendenabstände eine Abnahme des Wertes von Δν.
Da der Luftdruck mit zunehmender Höhe ungefähr exponentiell abnimmt, wird die zeitliche Druckabnahme
bei konstanter Steiggeschwindigkeit mit zunehmcnder Höhe kleiner. Es ist daher zu erwarten, daß die
Druckdifferenzen zwischen der Meßdose und der Meßkammer mit steigender Höhe ebenfalls abnimmt, so
daß eine /u kleine Steiggeschwindigkeit angezeigt wird und sich ein positiver Wert von Δ\ ergibt.
Bei verschiedenen vorbekannten Variometern mußten zur Korrektur dieser Fehler relativ komplizierte
Kompensationsvorrichtungen vorgesehen werden. Es wurde nun festgestellt, daß bei geeigneter Dimensionierung
des Blendensystems und des Durchmessers der Bohrung 26e ohne zusätzliche Kompensationsvorrichtung
bereits eine relativ gute Genauigkeit erzielt werden kann. Des weiteren hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
wenn die Wand in den Zwischenräumen zwischen den Blenden nicht glatt, sondern profiliert ausgebildet
wird und beispielsweise, wie im vorliegenden Fall, mit einem Gewinde versehen ist.
In der F i g. 5 zeigt nun die Kurve 35 die Meßergebnisse,
die bei Luftdrücken gemessen wurden, die Flughöhen von etwa 8500 bis 10 000 m entsprechen.
Der Grund für die auf diese Weise erzielten, relativ
gute Höhenunabhängigkeit der Anzeige dürfte darauf zurückzuführen sein, daß das Gewinde die Bildung von
Turbulenzen fördert und daß die Strömung im Blen densystem im Umschlagsgebiet zwischen laminarer und
turbulenter Strömung liegt.
in Abänderung des Variometers ist es ohne weiteres möglich, nur zwei Blenden vorzusehen, die dann nur
einen Zwischenraum begrenzen. Zudem können die Blenden unverstellbar befestigt sein und dafür zur Ante derung des Volumens des Blendenzwischenraumes ein
separates, verstellbares Element vorgesehen werden.
Claims (5)
- Patentansprüche;}. Variometer mit einer durch
mit der Atmosphäre verbundenen Ivjeßkainmer und einer Jn dieser angeordneten, elastisch deformierbaren, ebenfalls über einen Purchgajig mit dej? Atmosphäre verbundenen Msßijose, w§bej einer dtesjer Durchgänge ein zur Verzögerung des prupkausgfeichs dienendes Blendensystem mit mindestens zwei durch einen Zwischenraum voneinander getrennten ölejKlen auEweis^ gekenn^eji:hn,^et durch mindestens ein verstellbares Element (2Si, 29,30), um das Volumen eines Zwischenrawnes (32, 33) zu verändern. - 2. Variometer nach Anspruch ^,dadurch gekennzeichnet, daß die Blenden (28,29.30) koaxial hintereinander angeordnet sind und daß mindestens eine von ihnen in axialer Richtung verstellbar ist
- 3. Variometer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß drei Blenden (28. 29, 30) vorhanden sind, und daß mindestens zwei davon verstellbar sind.
- 4. Variometer nach Anspruch 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß der die verstellbare Blende, bzw. die verstellbaren Blenden (28, 29, 30) enthaltende Durchgangs-Abschnitt, als Gewindebohrung (26c) ausgebildet ist und daß die verstellbare Blende, bzw. die verstellbaren Blenden (28. 29, 30). mit einem Außengewinde versehen sind.
- 5. Variometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Blende (28. 29. 30) einen Uhren-Lochstcin (31) enthält, dessen Bohrung (31 a) die Blendenöffnung bildet.
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|---|---|---|---|---|
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Legal Events
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