DE2504265C2 - Fuellochreinigungs-vorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von beim Füllvorgang einer Koksofenbatterie
mittels eines auf das Fülloch absenkbaren offenen oder geschlossenen Füllrohres, sich auf der Ofendecke um
das Fülloch herum absetzender Restkohle, wobei zur Abdichtung zwischen Ofendecke und dem mit dem
unteren Ende des Füllrohres verbundenen Füllstutzens ein das Fülloch in Abstand umfassender, auswechselbarer
und mit dem Füllstutzen lösbar verbundener Dichtung angeordnet ist.
Bei offenen Füllsystemen, bei denen der Ofendeckel abgenommen wird, bevor sich das Füllrohr auf das
Fülloch absenkt, wird die sich an den Rändern des Fülloches absetzende Restkohle vor dem Wiedereinsetzen
des Deckels mittels einer Kehrcinrichtung von Hand in das Fülloch gefegt.
Bei geschlossenen Füllsystemen, bei denen sich das Füllrohr der Fülleinrichtung auf das Fülloch absenkt und
bei dem der Deckel über beispielsweise Magnete im Füllrohr hochgezogen wird, bevor durch ein Kohleeinlaufrohr
die Kokskohle durch das Füllrohr in das Fülloch eingefüllt wird und bei dem nach dem Füllen der
Deckel automatisch wieder auf das Fülloch aufgesetzt wird, ist die um das Fülloch verteilte Restkohle aufgrund
ihrer Feinkörnigkeit ein wesentliches Merkmal der Umweltverschmutzung, da sie nicht nur während des
Füllvorgangs und nach Entfernen der Füllvorrichtung eine erhöhte Staubbelästigung, sondern wegen der am
Fülloch herrschenden hohen Temperaturen, die ein baldiges Schwelen der Kohlenreste verursacht, eine
starke Geruchsbelästigung darstellt.
Nach dem DT-Gbm 18 73123 ist eine Abdichtung
zwischen Decke und einer den Kohleeinlauf umschließenden Haube bekannt, die aus einer elastischen
Manschette besteht. Diese Manschette ist ringförmig innerhalb der Haube in derartigem Abstand vom
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unteren Stützrand der Haube angeordnet, daß sie beim
Herabsenken Haube auf die Ofendecke eine Abdichtung ergibt, die unter den Stützrand hinausragt.
Der Nachteil einer derartigen Abdichtung besteht im wesentlichen darin, daß die um das Fülloch verbleibende
Restkohle auf der Ofendecke anbackt und nach Abheben der Haube umweltverschmutzende Schwelgase
verursacht
Nach dem DT-Gbm 18 85 520 ist eine Vorrichtung zur A.bdichtung von Füllstutzen gegenüber Ofendecken
mit auf die Dichtfläche aufgesetzter beuteiförmiger Dichtungsmanschette mit pulverförmiger oder feinkörniger
Füllung bekannt, wobei in die beuteiförmige Dichtungsmanschette eine Anpreßschneide hineinragt
und diese bei geschlossener Vorrichtung in die Füllung eintaucht. Der Nachteil dieser Abdichtungsvorrichtung
besteht ebenfalls darin, daß der Bereich der Ofendecke zwischen Füllochkante und Stützrand, in dem ein Teil
der Restkohle liegenbleibt, nicht gereinigt werden kann, und daß auf diese Weise nach Abheben der Einfüllvorrichtung
Schwelgase und belästigende Gerüche auftre-
Nach dem DT-Gbm 19 07 823 ist in Weiterbildung der Abdichtung nach dem erstgenannten deutschen Gebrauchsmuster
eine Abdichtungsvorrichtung bekannt, bei der im auf die Ofendecke abgesenkten Zustand der
Haube die Dichtungsmanschette in einem ihre Verformung zulassenden ringförmigen Drosselraum der
Haube angeordnet ist, der nach außen geringfügig geöffnet ist
Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß sie unter Herbeiführung einer Schonung der Dichtungsmanschette
zwar eine Verlängerung ihrer Lebensdauer herbeiführt, daß sie jedoch nicht in der Lage ist, die
zwischen Stützrand und Füllochrand auftretende Restkohle zu beseitigen und somit ein umweltfreundliches
Sauberhalten der Füllöcher auf Koksofenbatterien /u
ermöglichen.
In der DT-PS 5 77 317 ist ein Wagen zum Einfüllen von Kohle in Entgasungskammern beschrieben, bei dem
die Sch'ittrichter in ein gewisses Stück oberhalb der Kammerdecke mündende Rohre auslaufen, die keinen
größeren Querschnitt besitzen als die engste Stelle der Einfüllöffnung und von verlängerbaren, beim Einfüllen
fest auf der Kammerdecke sitzenden und die Einfüllöffnungen gasdicht abschließenden Rohren umgeben sind,
und bei dem an dem oberen Teil des durch beide Rohre gebildeten Ringraumes eine Füllgasabsaugleitung angeschlossen,
wobei ein senkrechter Trichter in dem Verlängerungsrohr mit seitlichem Spielraum lose
gelagert ist, der sich beim Senken des Rohres konzentrisch auf die Dichtungsfläche des Füllochs
aufsetzt. Obwohl bei einer derartigen Einfüllvorrichtung durch die Anordnung des Trichters in dem Fülloch nichi
mit einer allzu großen Verschmutzung des Bereichs zwischen Füllochrand und Stützrand der Haube zu
rechnen ist so läßt sich doch nicht verhindern, daß Einfüllgase Restkohle in diesem Bereich ablagern. Dabei
erweist es sich dann auch bei einer derartigen Vorrichtung als nachteilig, daß nach Weiterfahrt des
Füllwagens Schwelgase und Gerüche auftreten, die durch die Einfüllvorrichtung nicht beseitigt werden
können.
Schließlich ist nach der DT-OS 15 71642 ein
Verfahren zur Reinigung der Decke von mit Füllgasabsaugvorrichtungen ausgerüsteten Koksofenbatterien
bekannt, bei dem der Unterdruckerzeuger der mit dem Füllwagen über die Ofendecke verfahrenden Füllgasrei-
nigungsanlage während ihres Verfahrens vom Kohleturm zu dem zu beschickenden Ofen und/oder zurück
auf zu diesem Zweck den Füllgasabsaugvorrichtungen vorgeschaltete Absaugvorrichtungen zum Absaugen
der Verunreinigungen von der Ofendecke umgeschaltet wird.
Der Nachteil dieses Verfahrens ist darin zu sehen, daß es kein umweltfreundliches Reinigen der Decken von
Koksofenbatterien zuläßt, denn ein Anbacken, Schwelen und Ausgasen der Restkohle ist nicht zu umgehen, da ι ο
das m»t. dem Staubsaugerprinzip zu vergleichende Reinigungsverfahren nur während des Verfahrens des
Füllwagens vom Kohleturm zu den zu beschickenden öfen oder auf den Rückwärtsfahrten, also den
Leerlaufzeiten vorgenommen werden kann.
Demgegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Entfernen von beim Füllvorgang sich
im Bereich der Ofendecke zwischen Füllochrand und Füllstutzenabdichtung absetzender Restkohle zu schaffen,
die unter Vermeidung der oben beschriebenen Nachteile ein sofortiges, also noch vor Abheben der
Füllvorrichtung durchführbares, einfaches und kostengünstiges und insbesondere umweltfreundliches Sauberhalten
der Füllöcher auf Koksofenbatterien ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß innerhalb des durch den Dichtring und der
Ofendecke gebildeten Innenraumes eine das Fülloch oberhalb der Ofendecke ringförmig umgebende Düsenanordnung
vorgesehen ist.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die ringförmige Düsenanordnung aus einem Rohr mit
auf der Unterseite wechselweise jeweils ungefähr 30° von der Rohrmittellinie abweichenden nach außen und
innen versetzt angeordneten Düsen besteht.
Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft im Rahmen der Erfindung, daß sämtliche in dem ringförmigen Rohr
vorgesehenen Düsen eine Richtungsabweichung von ungefähr 30" aus der senkrechten Lage nach einer Seite
aufweisen.
Der technische Fortschritt der Erfindung ist insbesondere darin zu sehen, daß aufgrund einer kostengünstigen
Konstruktion im Bereich des Füllrohrendes im Hinblick auf den Umweltschutz eine bislang sich sehr nachteilig
auswirkende Staub- und Geruchsbelästigung beseitigt wird.
Ein Aissführungsbeispiel der Erfindung ist in einer
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
Am unteren Ende des mit dem Fülltrichter eines Füllwagens verbundenen teleskopartigen Füllrohres 1
ist, wie die Zeichnung zeigt, ein Füllstutzen 2 vorgesehen, der über eine Federaufhängung in senkrechter
Richtung beim Herunterlassen auf das Fülloch 3 dem Füllrohr 1 einen gewissen Spielraum in senkrechter
Richtung ermöglicht. Vor dem Einfüllen der Kokskohle aus einen in das Füllrohr 1 einwirkenden Kohleeinlauf 8
wird der Deckel 9 mittels Magneten oder einer anderen Hubeinrichtung innerhalb des Füllrohres 1 angehoben.
Beim Füllen eines Ofens wird der gesamte Bereich um das Fülloch 1 herum auf der Ofendecke 4 mit
feinkörniger Restkohle bedeckt Durch das aus dem geöffneten Fülloch 3 herausströmende heiße Gas
entsteht eine Verwirbelung mit der feinkörnigen Kokskohle, wobei im Bereich der Ofenöffnung ein
Vet brennen bzw. Schwelen der Kokskohle-Reste erfolgt. Um diese erhöhte Staubbildung, die durch das
Verbrennen und Schwelen der Kokskohle mit einer starken Geruchsbüdung verbunden ist, innerhalb einer
geschlossenen Füllvorrichtung hallen zu können, ist an dem Füllstutzen 2 zwischen Ofendecke 4 und Füllstutzen
2 ein das Fülloch 3 in Abstand umgebender auswechselbarer Dichtring 5 angeordnet Der Dichtring
5 besteht aus Asbest oder einem ähnlichen hitzebeständigen Material. Der Dichtring 5 ist auswechselbar mit
dem Füllstutzen 2 verbunden, wodurch ein schnelles Auswechseln bei Defekten möglich ist Innerhalb des
Füllstutzens 2 ist in geringem Abstand von der Ofendecke 4 eine das Fülloch 3 ringförmig umgebende
Düsenanordnung vorgesehen.
Die Düsen 6 sind an der Unterseite der ringförmigen Düsenanordnung wechselweise jeweils ungefähr um 30°
von der Rohrmittellinie abweichend, nach außen und innen versetzt angeordnet. Durch diese Anordnung der
Düsen 6 wird erreicht, daß auch die Toträume im Bereich des Dichtringes 5 von der sich dort angesammelten
Restkohle freigespült werden. Weiterhin sind die Düsen 6 in einer Richtungsabweichung von ungefähr
30° aus der senkrechten Lage nach einer Seite ausgerichtet, so daß das Spülgas und die Restkohle bzw.
der Kohlestaub eine spiralförmige Bewegung zum Fülloch 3 hin erfahren. Als Spü'gas wird Inertgas
verwendet, was durch eine seitlich vom Füllstutzen 2 angeordnete Zuleitung 7 in die ringförmige Düsenanordnung
geleitet wird. Es ist denkbar, daß durch die Anordnung einer zentralen Hauptleitung für das
Spülgas weitere Zusatzaggregate auf de«n Füllwagen betrieben werden können, so z. B. die Füllstandsmessung
mit Sonden und die Inertisierung der Kohlebunker bei Verwendung von Füllwagen mit aufgesetzten
Meßbunkern für vorerhitzte Kohle. Durch eine derartige Hauptleitung ergibt sich der Vorteil, daß eine
Drucklufterzeugungsanlage auf dem Füllwagen für die Sondenmessung entfallen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Entfernen von beim Füllvorgang einer Koksofenbatterie mittels eines auf das
Fülloch absenkbaren offenen oder geschlosssenen Füllrohres, sich auf der Ofendecke um das Fülloch
herum absetzende Restkohle, wobei zur Abdichtung zwischen Ofendecke und dem mit dem unteren Ende
des Füllrohres verbundenen Füllstutzen ein das Fülloch in Abstand umfassender auswechselbarer
und mit dem Füllstutzen lösbar verbundener Dichtring angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des durch den Dichtring (5) und der Ofendecke (4) gebildeten Innenraumes
eine das Fülloch (3) oberhalb der Ofendecke ringförmig umgebende Düsenanordnung vorgesehen
>st.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Düsenanordnung aus
einem Rohr mit auf der Unterseite wechselweise jeweils ungefähr 30° von der RohrmittelHnie
abweichenden nach außen und innen versetzt angeordneten Düsen (6) besteht.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche in dem
ringförmigen Rohr vorgesehenen Düsen (6) eine Richtungsabweichung von ungefähr 30c aus der
senkrechten Lage nach einer Seite aufweisen.
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