DE2503693C2 - Kornabscheidevorrichtung für einen Drescher - Google Patents

Kornabscheidevorrichtung für einen Drescher

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DE2503693C2 DE19752503693 DE2503693A DE2503693C2 DE 2503693 C2 DE2503693 C2 DE 2503693C2 DE 19752503693 DE19752503693 DE 19752503693 DE 2503693 A DE2503693 A DE 2503693A DE 2503693 C2 DE2503693 C2 DE 2503693C2
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F12/00Parts or details of threshing apparatus
    • A01F12/44Grain cleaners; Grain separators
    • A01F12/442Rotary cleaners

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Threshing Machine Elements (AREA)

Description

Die Erfingung bezieht sich auf eine Kornabscheidevorrichtung für einen Drescher, die den Dreschorganen nachgeschaltet ist und aus einer als .Siebtrommel luisgebildeten Trommel besteht, in der mindesten? em einlaufendes mit Zinken besetztes Rotationselcment angeordnet ist, dessen Rotationsachse in bezug auf eine kreisförmige Querschnittsebene der Siebtrommel eine Schräglage einnimmt, und an die sich ein Strohabgaberaum anschließt, wobei die Zinken in das gedroschene Erntegut eingreifen und dieses in Richtung des Strohabgaberaumes fördern.
Bei dieser bekannten Korntbscheidevorrichtung (US-PS 9 6t 775) ist die Siebtrommel antreibbar angeordnet und die Rotationselemente sind auf einem Träger, der in Längsrichtung durch die Trommel verläuft und am Drescher ortsfest angeordnet ist, mittels Aufnahmen gehaltert Die Förderung des ausgedroschenen Strohs zum Strohabgaberaum erfolgt durch die umlaufende Trommel, und die Rotationselemente, die bürstenförmig ausgebildet sind und außerdem an der Innenwand der Trommel haftendes Gut abstreichen sollen, haben die Hauptaufgabe, das Gut locker zu halten. Zur positiven Förderung in Richtung auf den Strohabgaberaum können sie nur unwesentlich beitragen, da die Zinken der Rotationselemente nur die oben liegende Innenwand der Trommel bestreichen, das Stroh aber infolge der Schwerkraft auf der unten liegenden Innenwand sich anhäuft und die Trommel selbst nicht so schnell umlaufen kann, daß sich das ganze Gemisch aus Stroh und Korn an der Peripherie der Trommel befindet. In gar keinem Fall können diese Rotationselemente beeinflussen, wie schnell die Matte aus Stroh und Koni durch die Trommel austreten kann. Kornabscheidevorrichtungen für Mähdrescher mit einer den Dreschorganen nachgeschalteten Stabtrommel und einer schneckenförmigen Abstreifleiste sind ebenfalls bekannt (DE-AS 14 82 836).
Die mit der Erfindung zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, die Durchtrittsgeschwindigkeit der Korn-Stroh-Matte durch die Siebtrommel variieren zu können.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst worden, daß die Lage der Rotationsebene oder der Rotationsebenen der Rotationselemente in bezug auf die kreisförmige Querschnittsebene der Siebtrommel in beliebige Schräglagen einstellbar ist und/oder den Rotationselementen zusätzlich zu ihrer Drehbewegung eine Schwingbewegung, die im wesentlichen in Siebtrommel-Längsrichtung verläuft, überlagerbar ist. Auf diese Weise läßt sich durch die Winkelverstellung der Rotationselemente deren Steigung einstellen, so daß gegebenenfalls mit der überlagerten Schwingbewegung das Gut je nach Beschaffenheit, d. h. Art und Dichte, kürzer oder langer in der Trommel verbleiben kann und letztlich eine optimale Trennleistung erreichbar ist.
Weitere erfindungsgemäße Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche.
In der Zeichnung sind nachfolgend näher beschriebene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Kornabscheidevorrichtung in schematischer Seitenansicht,
F i g. 2 die Kornabscheidevorrichtung nach F i g. I in teilweise geschnittener Seitenansicht,
F i g. 3 eine Ansicht in Pfeilrichtung >A« nach Fig. I. Der Kornabscheidevorrichtung I, die schematisch dargestellt ist. sind Dreschorgane 2 und Förderorgane 1 vorgeschaltet. Diese Baugruppen 2, 3 sind lediglich andeutungsweise eingezeichnet.da deren Wirkungsweise allgemein bekannt ist. Dies gilt auch fur ihre Bauteile die jedem Fachmann gelaufig sind.
Innerhalb eines Kanals 4 ist eine Förderkette ί angeordnet, die das von einem nicht dargestellte':
Mähwerk sowie einer ebenfalls nicht eingezeichneten Haspel sowie gegebenenfalls einer Einzugsschnecke eingebrachte Erntegut in Richtung auf eine mit Schlagleisten bestückte Dreschtrommel 6 fördert. Die Dreschtrommel 6 arbeitet mit einem Dreschkorb 7 zusammen.
Den Dreschorganen 2 ist ein rotierender Strohabnehmer 8 nachgeschaltet, der das ausgedroschene Erntegut der Kornabscheidevorrichtung 1 zuführt
Die Kornabscheidevorrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einer d.ehantreibbaren Siebtrommel 9, die auf ihrem gesamten Umfang mit Lochungen 10 versehen ist. Die Siebtrommel 9 ist über Rollenelemente 11 innerhalb eines Rahmengehäuses 12 in nicht näher dargestellter Weise drehbar gelagert (vergleiche F i g. 3).
Wie der F i g. 2 im einzelnen zu entnehmen ist, wird die drehbar gelagerte Siebtrommel 9 von einem Träger 13 in Längsrichtung durchsetzt Der Träger 13, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vorzugsweise aus einem rechteckig geformten Profilstab besteht, ist mit seinem über dem Strohabnehmer 8 liegenden und abgekröpften Ende ortsfest am Mähdrescher verbleibend befestigt Die Befesligungssleiie 14, an der der Träger 13 montiert ist, kann z. B. in der verstärkt ausgeführten Rückwand eines Fahrerstandes bestehen.
Der Träger 13 ist mit einer Vielzahl von Bohrungen 15 durchsetzt in denen Aufnahmen 15 um ihre Längsachse verdrehbar angeordnet sind.
Am in der Zeichnung unten liegenden, abgekröpften Ende jeder der Aufnahmen 16 ist ein Rotationselement 17 drehbar gelagert
Die oben liegenden Enden der Aufnahmen 16 verfügen über je eine Anlenkstelle 18, die über eine gemeinsame Stellstange 19 miteinander verbunden sind.
Falls die Stellstange 19 in axialer Richtung (Pfeilrichtung) nach links bzw. nach rechts bewegt wird, ändert sich durch die Verdrehung der Aufnahmen 16 der Anstellwinkel der Rotationselemente 17.
Mit dieser Maßnahme wird insbesondere das Maß der Durchsatzgeschwindigkeit, einer Einflußgröße für den Abscheidevorgang, beeinflußt.
Nachdem cas Erntegut die Dreschorgane 2 durchlaufen hat, gelangt es über den Strohabnehmer 8 in das Innere der Siebtrommel 9. Eingangsscitig ist die Siebtrommel 9 mit schaufelartigen Mitnehmern 20 bestückt, die diesen Vorgang unterstützen, so daß dafür Sorge getragen ist, daß das Erntegut mit Sicherheit von den Rotationselementen 17 erfaßt wird.
Weiterhin ist die Innenseite der Siebtrommel 9 mit Mitnehmerleisten 21 bestückt. Diese Mitnehmerleisten 21 dienen 11. A. dem Zweck, die Rotationselemente 17 beim Umlauf der Siebtrommel 9 mit in Drehung zu versetzen. Die Verdrehung der Rotationselemente 17 wäre an sich durch den mit der Siebtrommel 9 umlaufenden Strohteppich garantiert, jedoch ist die Einhaltung einer genau definierten Drehzahl der Rotationselemente 17 durch die Mitnehmerleisten 21 möglich.
Die Ausbildung insbesondere eines Rotationselementcs 17 ist der F i g. 3 zu entnehmen, die eine Ansicht in Pfeilrichtung »A«nach Fig. 1 wiedergibt.
Ein Roiationselemeni 17 setzt sich im einzelnen aus einem um cmc Rotationsachse verdrehbar jntreord nctc- Nahc'iteil 22 zusammen, das an semen; I 'mf'inf: mit (.!iicr Wl/iihl von federnden Zinken 23 hc-tuckt ist
Die ce nie.-IS1I nie Rotationsachse 24 der Ro!;·tionseleneinc 17 ;st n-, l>e'i:p auf die I .ant-'Mitittdaihse 25 der Sier-'">mmc! 4 seilliih versetzt und tiefem.-gern!
angeordnet.
Bei angenommener Drehrichtung der Siebtrommel 9 in Uhrzeigersinn werden die Rotationselemente 17 einerseits von dem an der Innenseite der Siebtrommel b anliegenden Erntegutmantel in Drehung versetzt Die Mitnehmerleisten 21 dienen andererseits dazu, für eine sichere Mitnahme des Erntegutes durch die Siebtrommel 9 zu sorgen.
Zweckmäßigerweise sind die Aufnahmen 16, wie dies ίο im einzelnen der F i g. 3 zu entnehmen ist, in bezug auf die senkrecht stehende Längsmittelebene der Siebtrommel 9 schräg liegend angeordnet. Dies hat insbesondere den Vorteil, daß der Träger 13, die Anlenkstellen 18 sowie die gemeinsame Stellstange 19 im oben links is liegenden freien Raum der Siebtrommel 9 angeordnet werden können.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Kornabscheidevorrichtung ist wie folgt:
Das Erntegut, das die Dreschorgaive 2 durchlaufen :o hat, wird mittels des Strohabnehmers 8 in das Innere der SiebtrommeJ 9 eingeführt. Die schaufelartigen Mitnehmer 20 unterstützen diesen Vory^ig. Durch die Einwirkung der Zentrifugalkraft haftet iia> Erntegut auf der Innenseite der Siebtrommel 9, wobei es nachfolgend mit Hilfe der Rotationselemente 17, die in den Erntegutmantel eintauchen, axial in Richtung eines selbst nicht dargestellten Strohabgaberaumes gefördert wird.
Der Abscheidevorgang, der in erster Linie durch die ;c Einwirkung der Zentrifugalkraft erfolgt, wird durch die seitliche Verschiebung des Erntegutes mit Hilfe der Rotationselemente 17 beeinflußt. Gleichzeitig mit dem Durchsatz des Erntegutes in Längsrichtung der Siebtrommel 9 wird dieses jedoch auch im Bereich jedes j-, Rotationselementes gewendet, so daß das Korn-Stroh-Gemisch ständig umgeschichtet bzw. aufgelockert wird. Der Abscheidevorgang wird einerseits durch die Relativbewegung des Erntegutes günstig beeinflußt, zum anderen wird der Erntegutmantel im Bereich eines 4ii jeden Rotationselementes 17 beim Heraustreten dciselben aufgelockert, um anschließend durch die Zentrifugalkraft wieder zu verflachen. Durch diesen Vorgang kann das abzuscheidende Gut relativ leicht und sicher durch die Lochungen 10 der Siebtrommel 9 austreten. 4". Um die Auflockerung des Erntegutes zu begünstigen, können die freien Enden der federnden Zinken 23 entgegen der Umlaufrichtung der Rotationselemeute 17 abgekröpft sein.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der "H' Erfindung verfügen die Roiationxelemente 17 selbst über keinen eigenen Antrieb, es ist jedoch möglich, die Rotationseleniente 17 zwangsläufig anzutreiben.
Das qualitative Ergebnis des Abscheidevorgang? läßt sich weiterhin durch die Möglichkeit der stufenlosen "ö Drehzah'regulierung der Siebtrommel 9 beeinflussen. Weiterhin ist eine Beeinflussung dahingehend möglich, daß die Rotationselcnente 17 mehr oder weiiger stark in bezug auf die Förderrichtung de.c Erntegutes angestellt werden. Durch die Variation dieser beiden .υ Einflußgrößen ist insbesondere die Durchsatzgeschwindigkeit des Erntegut s beeinfluiSbar.
Falls man auf die gleiche Art eine Trennung zwischen dem Korn und der anfallenden Spreu vornehmen will, kann das Erntegut zusatzlich mit einem LuMstrom, der vorzugsweise regelbar ist. beaufschlagt werden. Zweckniaßigcrweise wird dieser Luftstrom durch die Siebtrommel ei!,f.es,iULT\.
Ilr.r/u 1 !!'· -H /eiciinurmen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Komabscheide vorrichtung für einen Drescher, die den Dreschorganen nachgeschaltet ist und aus einer als Siebtrommel ausgebildeten Trommel besteht, in der mindestens ein umlaufendes mit Zinken besetztes Rotationselement angeordnet ist, dessen Rotationsebene in bezug auf eine kreisförmige Querschnittsebene der Siebtrommel eine Schräglage einnimmt, und an die sich ein Strohabgaberaum anschließt, wobei die Zinken in das gedroschene Erntegut eingreifen und dieses in Richtung des Strohabgaberaumes fördern, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der Rotationsebene oder der Rotationsebenen der Rotationselemente (17) in bezug auf die kreisförmige Querschnittsebene der Siebtrommel (9) in beliebige Schräglagen einstellbar ist und/oder den Rotationselementen (17) zusätzlich zu ihrer Drehbewegung eine Schwingbewegung, die im wesentlichen in Siebtrommel-Längsrichtung verläuft, überlagerbar ist.
2. VotFtchtung nach Anspruch 1 mit einem die Siebtrommel in Längsrichtung durchlaufenden, am Drescher ortsfest angeordneten Träger, an dem die mit Zinken besetzten Rotationselemente mittels Aufnahmen gehaltert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen (16) um ihre Längsachse verdrehbar innerhalb des Trägers (13) gelagert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Aufnahmen (16) Anlenkstellen (18) aufweisen, die über ein gemeinsames Stellelement (19) miteinander verbunden sind.
4. Vorricntung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Anvprücht dadurch gekennzeichnet, daß die Rotation-achse (24) der Rotationsele- j5 mente (17) gegenüber der -.ängsachse (25) der Siebtrommel (9) tiefer liegt und gegen die Drehrichtung der Siebtrommel (9) seitlich versetzt angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenseite der Siebtrommel (9) an deren Eintrittsende schaufelartige Mitnehmer (20) angeordnet sind, die das Erntegut in axialer Richtung in das Innere der Siebtrommel (9) einbringen.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite der Siebtrommel (9) mit Mitnehmerleisten (21) bestückt ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das sich im Inneren der Siebtrommel (9) befindliche Erniegut zusätzlich mit einem regelbaren Luftstrom beaufschlagbar ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken federnd ausgebildet sind und die Enden der federnden Zinken (23) entgegen ihrer Drehrichtung abgekröpft sind.
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