DE2503484A1 - Geraet zum lochen von fliesen, insbesondere von keramischen fliesen - Google Patents

Geraet zum lochen von fliesen, insbesondere von keramischen fliesen

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DE2503484A1 DE19752503484 DE2503484A DE2503484A1 DE 2503484 A1 DE2503484 A1 DE 2503484A1 DE 19752503484 DE19752503484 DE 19752503484 DE 2503484 A DE2503484 A DE 2503484A DE 2503484 A1 DE2503484 A1 DE 2503484A1
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  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)

Description

  • Gerät zum Lochen von Fliesen, insbesondere von keramischen Fliesen Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Loch von Fliesen, insbesondere von keramischen Fliesen, mit einer Aufnahmeeinrichtung für die Fliese und mit mindestens einem, um eine zur Fliesenaufnahme vertikale Achse von Hand längs einer Kreisbahn drehbaren, gegen die Fliese niederdrückbaren Schneidwerkzeug0 Beim Verlegen von Fliesen, insbesondere beim Kacheln von Badezimmern oder Küchen, sind im Hinblick auf die aus der Wand austretenden tXtasser- Gas- und Elektroanschlüsse usw, meist eine Anzahl von Fliesen mit Durchtrittslöchern zu versehen, die im Hinblick auf ein gutes Erscheinungsbild in ihrer Lochweite möglichst eng dem Außendurchmesser der jeweiligen Anschlüsse anzupassen sind0 Das Lochen von Fliesen ist aber bei Verwendung der bisher bekannten Hilfsmittel äußerst zeitraubend und umständlich, zumal häufig die Fliesen hierbei brechen0 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein bequem und feinfühlig handhabbares Gerät zum Lochen von Fliesen zu schaffen, das eine sehr genaue Anpassung des Lochdurchmessers und eine sehr genaue Ausrichtung des Lochzentrums auf die jeweiligen geometrischen Verhältnisse der durchzuführenden örtlichen Anschlußleitungen ermöglicht0 Ausgehend von einem Gerät der eingangs genannten Art, ist die erfindungsgemäße Lösung gekennzeichnet durch eine an einem Kragarm des Geräteständers gelagerte, axial gegen die Kraft einer Rückstellfeder niederdrückbare und über eine Handkurbel drehbare Welle, an deren unterem Ende ein radial abragender Schneidwerkzeugträger befestigt ist, an welchem eine oder mehrere Schneidwerkzeuge in radialer Richtung stufenlos verstellbar und in jeder Stellung festspannbar angeordnet sind0 Das Gerät nach der Erfindung bietet den Vorteil, daß durch die stufenlose Verstellbarkeit der Schneidwerkzeuge die jeweilige Lochweite beliebig wählbar und damit sehr eng den jeweiligen örtlichen Bedingungen angepaßt werden kann0 Die Schneidwerkzeuge können durch Niederdrücken gegen die Kraft der Rückstellfeder feinfühlig auf die Fliese aufgesetzt und beim nachfolgenden Drehen der Handkurbel ihr Andruck jeweils so variiert werden, daß die Fliese ohne Bruchgefahr mit dem gewünschten Lochausschnitt versehen werden kann.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann der Schneidwerkzeugträger aus einer Scheibe bestehen, welche in äquidistanten Winkelabständen mit drei zum Umfang hin offenen Radialschlitzen versehen ist, in welchen jeweils ein Schneidwerkzeug verschiebbar und festspannbar ist0 Infolge dieser Maßnahmen wird der Schneid-Andruck gleichmäßig auf die nur am Rand unterstützte Fliese ausgeübt, und wird die zum Lochen einer Fliese benötigte Zeit beträchtlich reduziert. Nach einem weiteren merkmal der Erfindung ist die Scheibe vorteilhafterweise längs der Schlitze mit jeweils einer Skala versehen, wodurch die Einstellung der Schneidwerkzeuge auf eine gemeinsame, der verlangten Lochweite entsprechende Kreisbahn sehr vereinfacht witd0 In Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen werden, daß im unteren Ende der Welle ein Zentrierstift angeordnet ist, welcher axial durch das Zentrum der die Schneidwerkzeuge tragenden Scheibe hindurchragt und dessen Spitze über die Schneidwerkzeuge vorsteht, und daß der Zentrierstift gegen die Eraft einer in einer Bohrung der Welle untergebrachten Druckfeder zurückschiebbar ist. Dieser Zentrierstift bietet eine bequeme Möglichkeit, eine mit einer Markierung für das Zentrnm des zu schneidenden Loches versehene Fliese exakt auf das Drehzentrum der Schneidwerkzeuge auszurichten, so das die Lage des Loches innerhalb der Fliese sehr exakt auf die jeweilige örtliche Anforderung abgestimmt werden kann0 Nach weiteren Merkmalen der Erfindung kann vorgesehen werden, daß die Scheibe durch eine Schraube, die in eine axiale, untere Gewindebohrung der Welle eingreift, an der Welle verdrehungssicher befestigt ist und daß die Schraube eine zentrale Bohrung besitzt, welche von dem Zentrierstift durchsetzt wird, der oben einen durch die Druckfeder in Richtung auf ein Aufsitzen auf dem oberen Ende der Schraube belasteten Kopf besitzt0 Nach weiteren Merkmalen der Erfindung besitzt der Geräteständer eine mit einer weichen Auflage versehene Fußplatte, auf welcher ein Fliesen-Spannbügel angebracht ist, der an seiner Unterseite ebenfalls mit einer weichen Auflage versehen ist, so daß die Fliese ohne Bruchgefahr!im Gerät einspannbar ist0 Schließlich kann der Erfindung zufolge noch vorgesehen werden, daß an das obere Ende der Welle eine dreifach abgekröpfte Kurbel angeschlossen ist die einen koaxial oberhalb der Welle liegenden Handknauf besitzt, mittels welchem der Andruck für die Schneidwerkzeuge an der Fliese ausgeübt wird0 Der Gegenstand der Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, In der Zeichnung zeigen Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht des Gerätes nach der Erfindung, Fig. 2 einen durch die Vertikalachse des Gerätes gelegten Schnitt und Figo 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-I; in Figo 2o Das Gerät besitzt eine mit Gummifüßen 1 versehene Fußplatte 2, an deren Unterseite der Bodenschenkel 3 eines Gerätesständers 4 festgeschraubt ist, der sich am Rand der Fußplatte 2 vorbei nach oben erstreckt und einen über das Zentrum der Fußplatte abkragenden Kragarm 5 besitzt, der an seinem Ende einen breiten Ring 6 trägt, Im Ring 6 sitzt eine vertikal gerichtete Hülse 7, welche über Spannschrauben 8 am Ring 6 festgespannt ist0 Innerhalb der Hülse 7 ist eine nach oben und unten herausragende Welle 9 drehbar und gegen die Kraft einer Rückstell-Druckfeder 10 nach unten axial verschiebbar gelagert. Die Rückholfeder 10 ist zwischen einem oberen, in der Welle 9 eingelassenen Sprengring 11 und einem unteren, in die Hülse 7 eingelassenen Sprengring 12 eingespannt0 Ein unterer, in die Welle 9 eingelassener Sprengring 13 begrenzt bei Auftreffen auf den Sprengring 12 den aufwärts gerichteten Verschiebeweg der Welle 9o An das obere Ende der Welle 9 ist eine dreifach abgekröpfte Handkurbel 14 angeschlossen, die einen koaxial oberhalb der Welle 9 liegenden Handknauf 15 besitzt.
  • An ihrem unteren Ende besitzt die Welle 9 einen im Querschnitt (vergleiche Fig. 3) quadratischen Vierkantansatz 16. Die Welle ist mit einer axialen Sacklochbohrung 17 versehen, die im unteren Teil als Gewindeabschnitt 18 ausgebildet ist. Mittels einer in diesen Gewindeabschnitt 18 eingedrehten Schraube 19 ist eine Scheibe 20 am unteren znde der Welle 9 festgeschraubt0 Die Scheibe 20 besitzt an ihrer Oberseite eine im Querschnitt ebenfalls rechteckige Ausnehmung, in welche der Vierkantansatz 16 formschlüssig eingreift, Darunter weist die Scheibe 20 eine kreisrunde Ausdrehung 21 zur versenkten Aufnahme des Kopfes der Schraube 19 aufO Der Kopf der Schraube 19 untergreift die Ränder der darüberliegenden Vierkantausnehmung der Scheibe 20, wobei eine zwischengefügte Unterlegscheibe (nicht gezeigt) eine sichere Festspannung der Scheibe 20 an der Welle 9 gewährleistet0 Die Scheibe 20 bildet einen radial über die Welle 9 hinausragenden Schneidwerkzeugträger, der in äquidistanten Abständen mit drei, zum Umfang hin offenen Schlitzen 22 versehen ist, in denen jeweils ein Schneidwerkzeug 23, bzwO dessen Halterungsschaft 24, radial stufenlos verschiebbar und festspannbar ist.
  • Das Schneidwerkzeug 23 sitzt jeweils fest in einem Haltekopf 25, dessen Durchmesser größer als die Breite des Schlitzes 22 ist und an dem der Schaft 24 befestigt ist, der an seinem oberen Ende mit Gewinde zur Aufnahme einer Festspannmutter 26 versehen ist0 Längs der Schlitze 22 ist jeweils eine Skala 27 auf der Oberseite der Scheibe 20 angebracht, so daß die Echneidwerkzeuge 23 bequem auf eine gemeinsame Kreisbahn eingestellt werden können, Die Schraube 19 besitzt eine axiale Durchgangsbohrung, in welcher ein Zentrierstift 28 geführt ist, dessen Spitze 29 in der gezeigten Grundstellung nach unten hin über die Schneidwerkzeuge 23 vorsteht0 Der Zentrierstift 28 besitzt an seinem oberen Ende einen Kopf 30, der durch eine in der Sackbohrung 17 angeordnete Druckfeder 31 in Richtung auf ein Aufsitzen auf dem oberen Ende der Schraube 19 belastet ist0 Der Zentrierstift 28 kann gegen die Kraft der Druckfeder 31 in die Welle 9 hineingeschoben werden.
  • Die Fußplatte 2 des Gerätes besitzt eine koaxial zur Vertikalachse des Gerätes, d. h. zum Zentrierstift 18, angeordnete runde Aussparung 32. Auf der Fußplatte 2 ist ein Spannbügel 33 angebracht, der ebenfalls mit einer zentralen, runden Aussparung 34 versehen ist, wobei der Durchmesser der Aussparungen 32 und 34 gröBer als der Außendurchmesser der Scheibe 20 isto Die Fußplatte 2 und der Spannbügel 33 sind an ihren einander zugewandten Flächen mit jeweils einer weichen Auflage 35, 36 versehen, und zwischen diese Auflagen wird von der Seite her die zu lochende Fliese (nicht gezeigt) eingeschoben, wobei das auf der Fliese markierte Zentrum für das zu schneidende Loch auf die Zentrierspitze 29 ausgerichtet wird. Durch Niederdrücken der Welle 9 kann die Zentrierspitze 29 hierbei auf die Fliese aufgesetzt und die exakte Ausrichtung der Fliese überprüft werden. Anschließend wird der Bügel 33 über die an seinen Enden vorgesehenen Spannschrauben 3?, die sich in entsprechenden Gewinden der Fußplatte führen, unter Festspannung der Fliese abwärtsbewegtO Hiernach wird über den Handkurbelknauf 15 die Welle 9 niedergedrückt, bis die Spitzen der Schneidwerkzeuge 23 auf der Fliese aufsitzen, wobei der Zentrierstift 28 in die Bohrung 17 der Welle 9 hochgeschoben wird. Beim nachfolgenden Drehen der Handkurbel 14 schneiden die Schneidwerkzeuge 23 die Fliese aus, wobei über den Handknauf 15 feinfühlig der Schneid-Andruck von Hand reguliert werden kann0

Claims (1)

  1. Ansprüche 1o Gerät zum Lochen von Fliesen, insbesondere von keramischen Fliesen, mit einer Aufnahme einrichtung für die Fliese und mit mindestens einem, um eine zur Fliesen aufnahme vertikale Achse von Hand längs einer Kreisbahn drehbaren, gegen die Fliese niederdrückbaren Schneidwerkzeug, gekennzeichnet durch eine an einem Kragarm (5) des Geräteständers (4) gelagerte, axial gegen die Kraft einer Rückstellfeder (10) niederdrückbare und über eine Handkurbel (14) drehbare Welle (9), an deren unterem Ende ein radial abragender Schneidwerkzeugträger (20) befestigt ist, an welchem ein oder mehrere Schneidwerkzeuge (23) in radialer Richtung stufenlos verstellbar und in jeder Stellung festspannbar angeordnet sind.
    20 Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidwerkzeugträger aus einer Scheibe (20) besteht, welche in äquidistanten Winkelabständen mit drei zum Umfang hin offenen Radialschlitzen (22) versehen ist, in welchen jeweils ein Schneidwerkzeug (23) stufenlos verschiebbar und festspannbar isto 30 Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (20) längs der Schlitze (22) mit jdweils einer Skala (27) versehen ist.
    4o Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Ende der Welle (9) ein Zentrierstift (28) angeordnet ist, welcher axial durch das Zentrum der Scheibe (20) hindurchragt und dessen Spitze (29) über die Schneidwerkzeuge (23) vorsteht, und daß der Zentrierstift gegen die Kraft einer in einer Bohrung (17) der Welle (9) untergebrachten Druckfeder (31) zurückschiebbar ist.
    50 Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (20) durch eine Schraube (19), die in eine axiale Gewindebohrung (18) der Welle (9) eingreift, an der Welle verdrehungssicher befestigt ist, daß die Schraube (19) eine zentrale Bohrung besitzt, welche von dem Zentrierstift (28) durchsetzt wird, der oben einen durch die Druckfeder (31) in Richtung auf ein Aufsitzen auf dem oberen Ende der Schraube (19) belasteten Kopf (30) besitzt0 6o Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das der Geräteständer (4) eine mit einer weichen Auflage (36) versehene Fußplatte (2) besitzt, auf welcher ein Fliesen~Bestspannbügel (33) angebracht ist, welcher an seiner Unterseite ebenfalls mit einer weichen Auflage (35) versehen ist.
    7. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an das obere Ende der Welle (9) eine dreifach abgekröpfte Kurbel (14) angeschlossen ist, die einen koaxial oberhalb der Welle (9) liegenden Handknauf (15) besitzt0
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DE2503484B2 DE2503484B2 (de) 1980-05-08
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2417373A1 (fr) * 1978-02-15 1979-09-14 Muller Alfred Outil de coupe en particulier coupe-carreaux
DE2937591A1 (de) * 1979-09-18 1981-04-02 Eduard 5600 Wuppertal Jöcker Geraet zum lochen von fliesen o.dgl.
FR2747955A1 (fr) * 1996-03-29 1997-10-31 Chen Chueh Yao Dispositif coupe-carreau du type a decoupe ronde

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2417373A1 (fr) * 1978-02-15 1979-09-14 Muller Alfred Outil de coupe en particulier coupe-carreaux
DE2937591A1 (de) * 1979-09-18 1981-04-02 Eduard 5600 Wuppertal Jöcker Geraet zum lochen von fliesen o.dgl.
FR2747955A1 (fr) * 1996-03-29 1997-10-31 Chen Chueh Yao Dispositif coupe-carreau du type a decoupe ronde

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DE2503484C3 (de) 1981-01-08
DE2503484B2 (de) 1980-05-08

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