DE2502218B2 - Herstellung von nicht vergruenenden formteilen oder ueberzuegen - Google Patents

Herstellung von nicht vergruenenden formteilen oder ueberzuegen

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DE2502218B2
DE2502218B2 DE19752502218 DE2502218A DE2502218B2 DE 2502218 B2 DE2502218 B2 DE 2502218B2 DE 19752502218 DE19752502218 DE 19752502218 DE 2502218 A DE2502218 A DE 2502218A DE 2502218 B2 DE2502218 B2 DE 2502218B2
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Description

Polyesterformmassen, die Polyester (a), Monomere (b), Polymerisationsinhibitoren (c), Hydroperoxide (d) und Kobaltverbindungen (e) als Beschleuniger enthalten, erleiden beim Aushärten im allgemeinen eine unerwünschte Verfärbung zu grünlichen Farbtönen.
Dieser Nachteil läßt sich durch die Mitverwendung von Antiverfärbungsmitteln (f) vermeiden, die bewirken, daß beim Aushärten eine nicht störende Rosatönung auftritt.
Bekannte Antiverfärbungsmittel dieser Art sind Säuren des Phosphors, wie Phosphorsäure oder phosphorige Säure, Ester und Amide dieser Säuren (vgl. DT-AS 11 39 269), Oxycarbonsäuren, wie Citronensäure, Weinsäure, Milchsäure, (vgl. DT-AS 11 63 475) und vicinale Glykole, wie PropylenglykoI-1,2 (vgl. DT-AS 11 64 085). Der Zusatz von Antiverfärbungsmitteln verursacht jedoch eine unerwünschte erhebliche Verzögerung der Gelier- und Trocknungszeiten der Formmassen bzw. Überzugsmittel, d. h. sie wirken auf die Polymerisation verzögernd. Es ist zwar bekannt, daß die verzögernde Wirkung der Antiverfärbungsmittel durch Zusatz von bekannten Polymerisationspromotoren (g) zum Teil ausgeglichen werden kann. Beispiele für bekannte Polymerisationspromotoren sind tertiäre aromatische Amine, Phosphine, Arsine, Stibine oder Thioäther. Durch Polymerisationspromotoren wird jedoch in der Regel die durch die Antiverfärbungsmittel verursachte Verzögerung nur teilweise aufgehoben. Besonders bei der Verwendung von Kobaltverbindungen in niedrigen Konzentrationen als Beschleuniger (e) kommt es auch in Gegenwart von Polymerisationspromotoren zu einer empfindlichen Verzögerung der Aushärtung. Weitere Nachteile des Zusatzes der Polymerisationspromotoren sind die geringe Vergilbungsbeständigkeit der Amine sowie die Giftigkeit der Phosphine, Arsine und Stibine.
In der DT-OS 16 69 687 wird ein Verfahren zur Herstellung von Formteilen oder Überzügen durch Aushärten von Formmassen beschrieben, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß man Formmassen aushärtet, die als Polymerisctionsinhibitoren (c) ein 2-Alky!-l,4-dihydroxybenzol, 2,5-Dialkyl-l,4-dihydroxybenzol und/oder 2,6-Dialkyl-l,4-dihydroxybenzo! mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den Alkylresten und ein Glykol mit vicinalen Hydroxylgruppen als Antiverfärbungsmittel (f) enthalten. Hierbei gilt die Bedingung, daß die Glykole mit vicinalen Hydroxylgruppen außer den Hydroxylgruppen keine weiteren funktionellen Gruppen enthalten (vgl. a.a.O. Seite 5 ,ο Absatz 3) dürfen. Dies bedeutet auch, daß die Kohlenstoffkette dieser Glykole stets gesättigt vorliegen muß Durch die Kombination dieser Glykole mit vicinaler Hydroxylgruppen mit den speziellen Alkyl- 1,4-dihydroxybenzolen wird nach Angaben in der DT-OS 16 69 687
die Wirkung dieser Glykole als Antiverfärbungsmitte verstärkt, so daß, um den gewünschten hellen Rosator zu erzielen, schon geringe Mengen an diesen Glykoler ausreichen, wodurch die polymerisationshemmende Wirkung vermindert zur Auswirkung kommt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Polyester-Formmassen bzw. Überzugsmitte der genannten Art bzw. Härtungsverfahren zu finden die helle, nicht vergrünende Formkörper und Überzüge liefern und die geschilderten Nachteile bekannter Polyester-Formmassen nicht oder zumindest in erheblich vermindertem Ausmaß haben.
Es wurde gefunden, daß diese Aufgabe gelöst werder kann, indem man Polyester-Formmassen bzw. Überzugsmitte! der genannten Art verwendet, die ah Antiverfärbungsmittel (f) Buten-1 -diol-3,4 enthalten.
Durch die Verwendung von Buten-l-diol-3,4 ab Antiverfärbungsmittel wird nicht nur der gewünschte helle Rosaton erzielt, sondern auch in überraschendei Weise eine Verkürzung der Gelierzeiten erreicht.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zui Herstellung von Formteilen oder Überzügen durcl· Aushärtung von Formmassen, die
a) äthylenisch ungesättigte copolymerisierbare Polye· ster,
b) äthylenisch ungesättigte copolymerisierbare Monomere,
c) Polymerisationsinhibitoren,
d) Hydroperoxide als Polymerisationsinitiatoren
e) Kobaltverbindungen als Polymerisationsbeschleu
n'ger·
f) Antiverfärbungsmittel sowie gegebenenfalls
g) Polymerisationspromotoren und h) übliche Hilfs- bzw. Zusatzstoffe enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man Formmas
sen oder Überzugsmittel aushärtet, die Buten-l-diol-3/ als Antiverfärbungsmittel (f) enthalten.
Gemäß dem erfingsgemäßen Verfahren hergestellt« ausgehärtete Formteile oder Überzüge sind hell unc nicht verfärbt. Die Menge des erfindungsgemäC verwendeten Buten-l-diol-3,4-Zusatzes beträgt im all gemeinen 0,1 bis etwa 3 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis etwi 2 Gew.-°/o, bezogen auf die Polyester-Formmasse.
Unter äthylenisch ungesättigten copolymerisierbarer Polyesterharzen werden die üblichen Kondensations produkte (vgl. Johan Björksten, »Polyesters anc their Applications«, Reinhold Publishing Corporation New York, 1956 - R. Vieweg und L Goerden »Kunststoff-Handbuch«, Band VIII, Polyester, Kapite II, Ungesättigte Polyester, Carl Hanser Verlag, Mün chen, 1973) verstanden, die aus «,^-ungesättigter Dicarbonsäuren und/oder deren Anhydriden mit irr geringen stöchiometrischen Überschuß eingesetzter mehrwertigen Alkoholen durch Polykondensation er
halten werden. Als α,β-ungesättigte Dicarbonsäuren sind beispielsweise brauchbar: Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure sowie halogenierte Säuren, wie beispielsweise Chlormaleinsäure. Es können jedoch auch Maleinsäurehalbester, beispielsweise des Methanols, Äthanols, Propanols oder Butanols mitverwendet werden.
Die ^-ungesättigten Dicarbonsäuren werden von 100 Mol-% bis etwa 20 Mol-%, bezogen auf die Summe der verwendeten Carbonsäuren, eingesetzt.
Als gegebenenfalls im Gemisch mitzuverwendende nicht polymerisierbare Polycarbonsäuren sind beispielsweise Ortho-, lso- und Terephthalsäure, Tetra- und Hexahydrophthalsäure, Tetrachlorphthalsäure, Hexachlorendomethylen-tetrahydrophthalsäure, Endomethylen-tetrahydrophthalsäure Adipin- und Sebacinsäure sowie dimerisierte Leinöl- und Sojaölfettsäure bzw. deren Anhydride, geeignet.
Die Mitverwendung von Monocarbonsäuren, wie Benzoesäure oder p-tert.-Butylbenzoesäure ist ebenfalls möglich. Als mehrwertige Alkohole kommen vorzugsweise zweiwertige Alkohole in Frage, beispielsweise Äthylenglykol, Propandio!-1,2, Butandiol-1,3, Butandiol-1,4, Diäthylenglykol, Dipropylenglykol und ihre höheren Homologen bis zu Molekulargewichten von etwa 300, Neopentylglykol, 2,2,4-Trimethylpentandiol-l,3, Pentylglykol. Jedoch können auch drei- und mehrwertige Alkohole, wie Glycerin, Trimethyloläthan, Trimethylolpropan sowie Pentaerythrit, oder Monoalkohole, wie beispielsweise Methanol, Äthanol, Propanol, Butanol, anteilig mitverwendet werden.
Die auf diesen Rohstoffen aufgebauten ungesättigten Polyesterharze besitzen bekanntlich den Nachteil der Ausbildung einer klebrigen Oberfläche bei der Härtung in Gegenwart von Luftsauerstoff. Wenn auf lufttrocknende Eigenschaften des Polyesterharzes Wert gelegt wird, müssen jS.y-ungesättigte Ätheralkohole im teilweisen Austausch gegen die mehrwertigen Alkohole mitverwendet werden. Beispielsweise seien aufgeführt: die Monoallyl- und Monomethallyläther des Äthylenglykols, Propandiols-1,2, Butandiols-1,3, und -1,4, des Glycerins, Trimethylolpropans und -äthans und des Pentaerythrits sowie Diallyläther und die entsprechenden Methallyläther des Glycerins und Trimethyloläthans, -propans und Pentaerythrits. Hierbei sind besonders brauchbar solche J?,y-ungesättigte Ätheralkohole, die mindestens zwei /^-ungesättigte Äthergruppen enthalten, wie Trimethylolpropandiallyläther, Trimethyloläthandiallyläther und Pentaerythrittriallyläther.
Als äthylenisch ungesättigte copolymerisierbare Monomere (b) eignen sich die üblichen, einzeln oder im Gemisch, in Mengen bis zu etwa 50 Gew.-%, bezogen auf die Mischung von äthylenisch ungesättigten copolymerisierbaren Polyestern und äthylenisch ungesättigten copolyrnerisierbaren Monomeren.
Typische Monomere dieser Art sind beispielsweise Styrol oder Methylmethacrylat.
Als Polymerisationsinhibitoren (c) enthalten die Formmassen bzw. Überzugsmittel die üblichen, beispielsweise
tert.-Butylbrenzcatechin, Hydrochinon,
Toluylhydrochinon, tert.-Butylhydrochinon,
2,6-Di-tert.-butylhydrochinon,
2,6- Dimethylhydrochinon,
2,5-Dimethylhydrochinon,
2,6-Di-tert.-butyl-p-kresol, gegebenenfalls
1,4-Naphthochinon, p-Benzochinon,
2,5-Di-tert.-butylbenzochinon,Triphenylphosphit,
Kupfernaphthenat,
Trialkylbenzylammoniumchloride.
Auch Mischungen der genannten Inhibitoren können s verwendet werden.
Die Menge der verwendeten Polymerisationsinhibitoren beträgt im allgemeinen 0,001 bis 0,05 und insbesondere 0,005 bis 0,02 Gewichtsprozent, bezogen auf die Formmasse.
Als Hydroperoxide (d) eignen sich die für Polyester-Formmassen üblichen, insbesondere die Peroxide des Cyclohexamons, des Methyläthylketons und des Cumols.
Als Kobaltverbindungen (e) eignen sich ebenfalls die üblichen. Es sind dies im allgemeinen Salze des
zweiwertigen Kobalts mit höheren Carbonsäuren, wie Kobalt(Il)-naphthenat, Kobalt(ll)-oktoat und Kobalt(Il)-resinat.
Als gegebenenfalls mitverwendete Polymerisationspromotoren (g) haben sich Ester der Acetessigsäure oder vom Cyclopentanon abgeleitete Zusatzbeschleuniger, wie diese beispielsweise in der DL-PS 83 461 beschrieben sind, und/oder aliphatische Thioäther, Thiodiglykol, als sehr geeignet erwiesen. Ferner werden als Polymerisationspromotoren hier auch Photoinitiatoren verstanden.
Die gegebenenfalls mitverwendeten Hilfs- bzw. Zusatzstoffe können die üblichen in den üblichen Mengen sein. Zu nennen sind beispielsweise Thixotropiermittel, wie hochdisperse Kieselsäure; Hautbildner, wie Paraffin; Füllstoffe, wie Kreide; Verstärkungsstoffe, wie Glasfasern.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Polyester-Formmassen bzw. -Überzugsmittel, die bei Raumtemperatur aushärten, eignen sich zum Herstellen von Formkörpern, besonders zum Herstellen von hellfarbigen Überzügen und besonders für Holzlackierungen sowie Überzugsmitteln für Hölzer, Spanplatten und furnierte Platten.
Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente beziehen sich auf das Gewicht.
Harz A:
stellt ein polymerisierbares Gemisch, bestehend aus 67 Gew.-Teilen ungesättigtem Polyester (hergestellt aus 1 Moi Maleinsäureanhydrid, 1 Mol Phthalsäureanhydrid und 2,18 Mol Propandiol-1,2) und 33 Gew.-Teilen Styrol, stabilisiert mit 0,01 Gew.-°/o Hydrochinon, einer Viskosität von ca. 150OmPa s bei 200C und einer Säurezahl von 28 dar.
Harz B:
stellt ein polymerisierbares Gemisch, bestehend aus 70 Gew.-Teilen ungesättigtem Polyester (hergestellt aus 1,5 Mol Maleinsäureanhydrid, 1 Mol Phthalsäureanhydrid, 3 Mol Adipinsäure und 5,8 Mol Propandiol-1,2) und 30 Gew.-Teilen Styrol, mit 0,01 Gew.-°/o Toluylhydrochinon stabilisiert, einer Viskosität von ca. 1500 mPas bei 2O0C und einer Säurezahl von 25 dar.
Harz C:
stellt ein polymerisierbares Gemisch, bestehend aus 65 Gew.-Teilen ungesättigtem Polyester (hergestellt aus 3 Mol Fumarsäure, 0,95 Mol Tetrahydrophthalsäureanhydrid, 3,48 Mol Diäthylenglykol und 0,48 Mol Pentaerythrittriallyläther in Gegenwart von 0,033 Gew.-% Hydrochinon) und 35 Gew.-Teiien Styrol, einer Viskosität von ca. 700 mPa s bei 200C und einer Säurezahl von 25 dar.
Dieses Harz stellt ein sogenanntes lufttrocknendes Polyesterharz dar.
Beispiele 1 bis 8 und
Vergleichsuntersuchung 1 und U
Zur Herstellung einer Überzugsmasse werden jeweils 100 Gew.-Teile des Harzes A mit den in der Tabelle 1 angegebenen Mengen Buten-l-diol-3,4, weiterhin mit 5 Gew.-Teilen Monostyrol, 0,5 Gew.-Teilen einer 10gew.%igen Lösung von Paraffin (Schmelzpunkt
52-53°C) in Toluol, 0,6 Gew.-Teilen Co-oktoat (4% Co-Gehalt), 2 Gew.-Teilen Methyläthylketonperoxid (50%ig in Weichmacher) und gegebenenfalls 2 Gew.-Teilen Acetessigsäure-äthylesier, versetzt. Die Mischungen werden jeweils in einer NaBfilmdicke von 200 μιη auf Milchglasplatten aufgezogen Nach ca. 4 Stunden wurde die Filmfarbe beurteilt.
Die Gelierzeiten entsprechender 50-g-Ansätze bei einer Raumtemperatur von 2O0C sind zusätzlich angegeben.
Tabelle 1
Arbeitsweise
Buten-l-diol-3,4 Acetessigsäureäthylester Filmfarbe
(Gew.-Teile)
(Gew.-Teile) Gelierzeit
Vergleichs-
untersuchung I
0,25
0,5
0,75
1,0
2,0
Beispiel
1
2
3
4
5
—
Vergleichs
untersuchung Il
0,5
1,0
2,0
Beispiel
6
7
8
2 2 2
grün 5 min 10 s
farblos 4 min 15 s
farblos bis rosa 4 min 05 s
schwachrosa 4 min 05 s
rosa 4 min 05 s
rosa 4 min 40 s
hellgrün 3 min 50 s
rosa 2 min 50 s
rosa 2 min 55 s
rosa 3 min 30 s
Wie man aus den Ergebnissen erkennt, stellt das Buten-l-diol-3,4 im angegebenen Bereich ein wirksames Antiverfärbungsmittel dar. Aus den festgestellten Gelierzeiten geht hervor, daß das Buten-l-diol-3,4 darüber hinaus auf die Gelierzeit verkürzend wirkt. Dieses Ergebnis ist insofern besonders wichtig, als im technisch wichtigen Bereich das Buten-l-diol-3,4 offensichtlich seine volle Wirksamkeit entfaltet.
Beispiele 9 bis 12 und
Vergleichsuntersuchungen III bis VI
Es wurde wie bei den Beispielen 1 bis 8 und Vergleichsuntersuchungen I und II verfahren, jedoch mit unterschiedlichen Co-oktoat-Mengen entsprechend der Tabelle 2 gearbeitet.
Tabelle 2
Arbeitsweise Buten-l-diol-3,4 Co-oktoat Filmfarbe Gelierzeit
(Gew.-Teile) (Gew.-Teile)
Beispiel
9 1,5 0,6 rosa 3 min 55 s
10 1,5 0,5 rosa 4 min 20 s
11 1,5 0,4 rosa 5 min 20 s
12 1,5 0,3 schwachrosa 7 min 50 s
Vergleichs
untersuchung
III — 0,6 grün 5 min 13 s
IV — 0,5 grün 5 min 30 s
V — 0,4 grün 6 min 35 s
VI — 0,3 schwachgrün 7 min 50 s
Diese Beispiele und Vergleichsuntersuchungen zeigen sehr deutlich, daß das Buten-l-diol-3,4 im technisch wichtigen Bereich der praxisüblichen Beschleunigermengen, hier Co-oktoat, seine hervorragende Wirksamkeit zeigt.
Beispiele 13 bis 18
Es wurde wie bei den Beispielen 1 bis 8 und den Vergleichsuntersuchungen I und II verfahren, jedoch wurden anstelle des Harzes A Mischungen der Harze A und B entsprechend den Angaben der Tabelle 3 eingesetzt.
Tabelle 3 Harz A Harz B Buten-l-diol-3,4 Acetessigsäure-
äthvlestpr
Filmfarbe Gelierzeit
Arbeitsweise (Gew.-Teile) (Gew.-Teile) (Gew.-Teile) (Gew.-Teile)
Beispiel 80 20 2 — rosa 5 min 20 s
13 60 40 2 — farblos 5 min 50 s
14 40 60 2 — farblos 6 min 55 s
15 80 20 2 2 rosa 3 min 57 s
16 60 40 2 2 rosa 4 min 10 s
17 40 60 2 2 farblos 4 min 30 s
18
Auch diese Beispiele zeigen die Wirksamkeit des Buten-l-diols-3,4, insbesondere, wenn man berücksichtigt, daß das eingesetzte Harz B als Alleinbindemittel eingesetzt zu starker Vergrünung neigt.
Beispiel 19 und
Vergleichsuntersuchung VII
Es wurde wie bei dem Beispiel 5 und der Vergleichsuntersuchung I verfahren, jedoch wurde anstelle des Harzes A das Harz C eingesetzt. Ohne Zugabe des Buten-l-diols-3,4 entsprechend Vergleichsuntersuchung
1 wurde eine grüne Filmfarbe und eine Gelierzeit des 50-g-Ansatzes von 10 min 20 s erhalten. Mit Zugabe von
2 Gew.-Teilen Buten-l-diol-3,4 entsprechend Beispiel 5 wurde ein farbloser Film und eine Gelierzeit von 7 min 45 s erreicht, ohne daß die sonstigen Filmeigenschaften nachteilig beeinflußt wurden.
Beispiel 20
Zur Herstellung einer Überzugsmasse werden 100 Gew.-Teile eines polymerisierbaren Gemisches, bestehend aus 64 Gew.-Teilen ungesättigtem Polyester (hergestellt aus 1 Mol Phthalsäureanhydrid, 2 Mol Maleinsäureanhydrid, 1,5 Mol Propandiol-1,2 und 1,6 Mol Diäthylenglykol) und 36 Gew.-Teilen Styrol, stabilisiert mit 0,0075 Gew.-% Toluylhydrochinon und 0,0025 Gew.-% 2,5-Di-tert.-butylhydrochinon, einer Viskosität von ca. 1000 mPas bei 200C und einer Säurezahl von 30, mit weiteren 5 Gew.-Teilen Monostyrol, 1 Gew.-Teil Buten-l-diol-3,4,0,5 Gew.-Teilen einer 10gew.%igen Lösung von Paraffin (Schmelzpunkt 52—53° C) in Toluol, 0,6 Gew.-Teilen Co-oktoat (4% Co-Gehalt) und 2 Gew.-Teilen Methyläthylketonperoxid (50%ig in Weichmacher) versetzt
Diese Mischung führte in einer Naßfilmdicke von 400 μίτι auf eine Michglasplatte aufgezogen, nach der Härtung zu einem rosa getönten Film.
Nach dem Aufbringen der Mischung auf eine gebleichte, geschliffene und gereinigte Ahornplatte in einer Naßfilmdicke von ca. 400 μπι wurde nach dem Aushärten, Schleifen und Polieren ein Überzug mit ansprechendem Farbton erhalten, der die helle Eigenfarbe des Holzes nicht beeinträchtigte.
Beispiele 21—28
35
Es wurde nach den Angaben in Beispiel 20 gearbeitet, wobei jedoch folgende durch Polykondensation hergestellte ungesättigte Polyesterharze verwendet wurden, und die einzeln oder im Gemisch miteinander sich für die Lackanwendung eignen und bei denen durch Zugabe von Buten-l-diol-3,4 nach den erfindungsgemäßen Verfahren, eine Vergrünung vermieden wird.
Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Rezepturen ergaben Harze mit Viskositäten von 700 bis etwa 200OmPa s (55- bis 70%ig in Styrol bei 200C), Säurezahlen von 20 bis 50.
(Alle Angaben in Gew.-Teile)
Tabelle 4
Beispiele
21 23
24
26
27
Maleinsäureanhydrid
Fumarsäure
Phthalsäureanhydrid
Tetrahydrophthalsäureanhydrid
Isophthalsäure
Äthylenglykol
Propandiol-1,2
Butandiol-1,3
Trimethylolpropan
Diäthylenglykol
Neopentylglykol
2,2,3-Trimethylpcnlandiol-1,3
Iso-Butanol
Lithiumiodid
Kaliurnjodid
Methyl-triphcnyl-phosphoniumjodid
147 196 196 98 98 — 196 147
— — — 128 —
222 _ 296 148 70 148 222
152 _ — _
— — — 166 —
62 _ 70 — _
122 84 152 — 76 109 114 167
„ _ — 90 24
— — — 14,5 —
. 106 106 — 170
156 — 140 — — — —
— — — — — 146
2 — 2 _
0,6 _
0,5
0,3
Die Herstellung der in der Tabelle 4 genannten ungesättigten Polyester, nämlich Beispiel 23, 24, 25 sowie 28, bei deren Herstellung ein Jodid anwesend ist, ist in der DT-OS 23 09 641 ausführlich beschrieben. Bei diesem Verfahren wird das Maleinsäureanhydrid vor und während der Polykondensation zu Fumarsäure isomerisiert.
Beispiel 29
100 Gew.-Teile des Harzes A wurden mit 5 Gew.-Teilen Monostyrol, 0,3 Gew.-Teilen einer 10gew.%igen Lösung von Paraffin (Schmelzpunkt 52 bis 53°C) in Toluol, 0,6 Gew.-Teilen Co-oktoat (4% Co-Gehalt) und 1 Gew.-Teil Buten-l-diol-3,4 versetzt und die Mischung auf ein mit 100 g/m2 eines Katalysatorgrunds beschichtetes Holzfurnier in einer Naßfilmschichtdicke von etwa 500 μηι aufgetragen. Der Katalysatorgrund wurde durch Auftragen einer Lösung von 30 Teilen Nitrocellulose (butanolfeucht) in 120 Teilen Äthylacetat und 35 Teilen Butylacetat sowie 20 Teilen Cyclohexanonhydroperoxid-Pulver (95%ig) hergestellt.
Nach dem Aushärten, Schleifen und Polieren wurde ein Überzug mit ansprechendem Farbton erhalten, der die helle Eigenfarbe des Holzfurniers nicht beeinträchtigte.
Beispiel 30
80 Gew.-Teile des Harzes A wurden mit 20 Gew.-Teilen Methylmethacrylat, 1,0 Gew.-Teil Buten-1-diol-3,4,1,0 Gew.-Teil Co-oktoat (1% Co-Gehalt) und 2 Gew.-Teilen Methyläthylketonperoxid (50%ig in Weichmacher) versetzt.
Mit dieser Zubereitung wurde eine Glasseidenmatte (spinngeteilt) mit üblichem löslichem Kunstharzbinder auf Basis eines gesättigten Polyesters und mit einem Flächengewicht von 450 g/m2 auf eine Folie, die mit einem Trennmittel auf der Oberfläche versehen war, auflaminiert. Nach erfolgter Durchtränkung der Matte mit der vorstehend genannten Zubereitung wurde das Laminat mit einer weiteren Folie, die mit einem Trennmittel auf der Oberfläche versehen war, abgedeckt.
Nach erfolgter Durchhärtung nach einigen Stunden bei Raumtemperatur wurde eine glasseidenverstärkte Platte von hervorragender Transparenz und ansprechendem Farbton erhalten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von nicht vergrünenden Formteilen oder Überzügen durch Aushärten bei Raumtemperatur von Formmassen, die
a) äthylenisch ungesättigte copolymerisierbare Polyester,
b) äthylenisch ungesättigte copolymerisierbare Monomere,
c) Polymerisationsinhibitoren,
d) Hydroperoxide als Polymerisationsinitiatoren,
e) Kobaltverbindungen als Polymerisationsbeschleuniger,
f) Antiverfärbungsmittel sowie gegebenenfalls
g) Polymerisationspromotoren und
h) übliche Hilfs- bzw. Zusatzstoffe
enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man als Aniiverfärbungsmittel (f) Buten-l-diol-3,4 verwendet.
2. Mitte) zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus härtbaren Massen aus den Komponenten (a), (b), (c) und (f) sowie gegebenenfalls (d) oder (e) und (g) oder/und (h).
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