DE2502136B2 - Verfahren und Vorrichtung für das Einbetten von vorgefertigten Formteilen wie Eingießtrichter, Steiger usw. in Gießformen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung für das Einbetten von vorgefertigten Formteilen wie Eingießtrichter, Steiger usw. in GießformenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
- B22C9/08—Features with respect to supply of molten metal, e.g. ingates, circular gates, skim gates
-
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
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- B22C9/02—Sand moulds or like moulds for shaped castings
- B22C9/03—Sand moulds or like moulds for shaped castings formed by vacuum-sealed moulding
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung für das Einbetten eines vorgefertigten
Formteils, wie z. B. eines Eingießtrichters, oder Steigers, in den losen, bindemittelfreien Sand einer Gießform, die
aus einem aus einer dünnen Folie gebildeten Modell und aus das Modell umgebenden und durch Unterdruck
verfestigten Sand besteht.
Aus der OS 19 26163 ist ein Verfahren zur
Herstellung von Gießformen bekannt, bei dem aus einer Folie bestehende verlorene Modelle verwendet werden.
Diese Modelle werden in den Formkasten eingeführt, worauf dieser mit losem, binderfreien Sand ausgefüllt
und evakuiert wird.
Durch den im Formkasten erzeugten Unterdruck wird die Folie des Modells vom äußeren Luftdruck
gegen den Sand gepreßt.
Hierdurch wird dieser verfestigt, so daß mit sehr dünnen Folien formbeständige Modelle herstellbar sind.
Diese Formbeständigkeit ist jedoch nur so lange gewährleistet, wie der Unterdruck im Formkasten
aufrechterhalten wird, d. h. die Folie des Modells unverletzt ist.
So beschreibt die DE-AS 25 11 620 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von vakuumgedichteten
Gießformen, bei denen das Eingießsystem ohne r· Vorsehen gesonderter Teile ausgebildet werden kann.
Hierzu sind, um den Einlauf — bzw. den Verbindungskanal — herstellen zu können, am Modell Stangenglieder
einstückig ausgebildet. Über die gesamte Oberfläche des Modells, also auch über die Stangenglieder, wird
|u eine Kunstharzfolie gelegt, die durch Unterdruck
verfestigt ist und beim Eingießen des geschmolzenen Materials schmilzt. Beim Eingießen des flüssigen Metalls
brennt die Folie sofort weg. Für die Aufrechterhaltung des Unterdrucks im Formkasten ist dies insoweit
'"' unschädlich, da nunmehr das Metall die Abdichtung und
Abstützung des Formsandes übernimmt. In der Höhe des Schmelzenspiegels im Eingießkanal liegen jedoch
andere Verhältnisse vor. Hier kann oberhalb des Schmelzenspiegels Luft durch die weggebrannte Folie
in den Sand einströmen. Die Folge ist, daß bei einer noch nicht vollständig ausgefüllten Gießform Teile der
Wandung des Eingießkanals und des Steigerkanals zusammenbrechen können und somit Sand in die
Gießform mitgerissen werden kann.
2"> Um den zuvor genannten Nachteil zu vermeiden, ist
in dem älteren Patent 24 02 868 bereits vorgeschlagen worden, einen aus einem feuerfesten Material bestehenden
Eingießt; ichter in den das Modell umgebenden Sand so einzufügen, daß die Bodenöffnung des
Jü Eingießtrichters den Eingießkanal des Modells umschließt.
Durch geeignete Wahl der Bodenöffnung des Eingießtrichters kann der Eingießkanal auf der geforderten
Länge von der Bodenöffnung des Eingießtrichters umschlossen werden. Das Einsetzen des Eingieß-
>r> trichters muß sehr sorgfältig erfolgen, damit die aus
einer dünnen Folie bestehende Gießform nicht beschädigt wird. Das Einbetten des Eingießtrichters erfordert
einen nicht unerheblichen Zeitaufwand.
Aus der DE-OS 23 18 850 ist es für nach einem
Aus der DE-OS 23 18 850 ist es für nach einem
4(1 vakuumabgedichteten Formungsverfahren hergestellte
Gießformen mit einem durch einen Schutzkörper aus synthetischem Werkstoff oder einer Metallfolie definierten
Formhohlraum bekannt, an einer vorgegebenen Stelle des vorgeformten Schutzkörpers einen Eingieß-
kanal anzuschließen, der vorzugsweise in Form eines verlorenen Modells aus z. B. geschäumtem Polystyrol
gebildet ist. Es handelt sich hier also um einen Eingießkanal in Form eines verlorenen Modells, bei dem
in Höhe des Schmelzenspiegels im Eingießkanal Luft in den Sand mit der Folge einströmen kann, daß Teile des
nicht vollständig ausgefüllten Gießhohlraumes zusammenbrechen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung für das Einbetten eines
Eingießtrichters in eine Gießform der eingangs genannten Art vorzuschlagen, gemäß dem bzw. mit der
das Einbetten des Eingießtrichters selbständig und in kürzester Zeit kostensparend vorgenommen werden
kann.
Diese Aufgabe wird gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren dadurch gelöst, daß das bzw. die Formteile (Eingießtrichter, Steiger) an der Unterseite einer mit
einer verschließbaren Einfüllöffnung für den Sand versehenen Platte einer Dosiervorrichtung lösbar
1^ befestigt sind, die auf den mit Gießsand zu füllenden
Formkasten so aufgesetzt wird, daß das bzw. die Formteile über die Kanäle des im Formkasten
befindlichen Modells geschoben werden, daß anschlie-
Bend der Formkasten vollständig mit Sand ausgefüllt, die Einfüllöffnung für den Sand verschlossen und danach
nach Lösen der Halleeinrichtung für den Eingießtrichter die Platte vom Formkasten abgehoben wird. Der
Eingießirichter kann an der Platte entweder mit Greifern oder mit Hilfe von Unterdruck gehalten
werden. Das Aufsetzen der Platte der Dosiervorrichtung auf den Formkasten und damit des Eingießtnichters
auf den Eingießkanal erfolgt maschinell und kann deshalb sehr genau vorgenommen werden. Zudem wird id
das Einsetzen des Eingießtrichters bzw. Steigers nicht vom in die Gießform bereits eingefüllten Sand
behindert. Erst nach dem Einsetzen des Eingießtrichters wird durch öffnen der Einfüllöffnung der Dosiervorrichtung
Sand in die Gießform eingefüllt. Dieser füllt die ' Gießform vollständig bis zur Platte aus, wobei
gleichzeitig auch der Eingießtrichter im Sand eingebettet wird. Das Einsetzen und Einbetten des Eingießtrichters
wird also im gleichen Arbeitsgang ausgeführt, indem die Gießform mit Sand ausgefüllt wird. Mit dieser 2u
Arbeitsweise wird eine erhebliche Zeitersparnis erreicht.
Die Gießtrichter sind vorteilhaft in einem Magazin gespeichert, aus dem sie mit Hilfe der Halteeinrichtung
der Platte weggenommen werden können. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden
die Eingießtrichter an der Platte mit Hilfe von Unterdruck gehalten.
Eine Vorrichtung für die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch eine Ju
Dosiervorrichtung für den Gießsand mit einer ebenen auf den zu füllenden Formkasten aufsetzbaren Platte,
die eine mit dem Vorratsbehälter für den Gießsand verbundene verschließbare Einfüllöffnung und auf der
Unterseite eine Halteeinrichtung für den einzubetten- J5
den Eingießtrichter bzw. Steiger aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht die Halteeinrichtung aus die Platte
durchsetzende Bohrungen, die mit einer Unterdruckquelle verbunden sind. 4(1
Die Einfüllöffnurig der Platte ist vorteilhaft mit einem
Schieber verschlossen, der in einer Schwalbenschwanzführung der Platte so geführt ist, daß er mit seiner
Unterseite mit der Platte in einer Ebene liegt. Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß die
Oberfläche des eingefüllten Sandes vollständig eben ist, so daß auf diese in bekannter Weise eine Abdeckfolie
auflegbar ist, die den Formkasten einschließlich des Eingießtrichters nach oben hin dicht abschließt.
Vorteilhaft ist die Einfüllöffnung in der Platte mit dem Vorratsbehälter der Dosiervorrichtung über einen
flexiblen Schlauch verbunden. Der Vorteil ist, daß der Vorratsbehälter für den Gießsand ortsfest angeordnet
sein kann und die Halteeinrichtung für den Eingießtrichter von außen leicht zugänglich und einfach anzuordnen
ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. In
dieser zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung im Schnitt und
Fig.2 eine auf einen Formkasten aufgesetzte Vorrichtung gemäß Fig. 1.
Die in den Figuren dargestellte Dosiervorrichtung besteht aus einer Platte 1 mit einer Einfüllöffnung 2 und
einem die Einfüllöffnung 2 mit einem Vorratsbehälter 3 verbindendes Einfüllrohr 4. Die Einfüllöffnung 2 ist
durch einen Schieber 5 verschließbar, der in einer in der Platte 1 ausgebildeten Schwalbenschwanzführung geführt
ist.
Die Platte I weist weiter mehrere Bohrungen 6 auf, deren öffnungen 7 an der Oberseite 1 in einem
abgeschlossenen Raum münden, der an einer nicht gezeigten Unterdruckquelle anschließbar ist. Mit 9 ist
ein Magazin für die Aufnahme von Eingießtrichtern 10 bezeichnet.
Der Abstand der in der Platte 1 angebrachten Bohrungen 6 ist so gewählt, daß -diese auf den oberen
Rändern 11 des Eingießtrichters 10 zu liegen kommen.
Wird in dem Raum 8 ein Unterdruck erzeugt, so wird der Eingießtrichter 10 an die Platte 1 angesaugt und
kann so vom Magazin abgehoben und in den in Fig. 2 gezeigten Formkasten 11 eingesetzt werden. Der
Formkasten 11 wird von einer Modellplatte 12 getragen,
auf der ein Modell 13 aufgebracht ist. Die Modellplatte 12 und das Modell 13 werden von einer dünnen Folie 14
umschlossen, die sich bis unter die Ränder des Formkastens 12 erstreckt und somit den Formkasten
nach unten hin abdichtet. In dem Modell 13 ist der Eingießkanal 15 mit ausgeformt, über diesen Eingießkanal
ist der Eingießtrichter 10 geschoben.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Bei geschlossener Einfüllöffnung 2 wird die Vorrichtung so verschwenkt, daß mit Hilfe der Bohrungen 6 von
dem Magazin 9 ein Eingießtrichter 10 abgehoben werden kann. Anschließend wird die Vorrichtung auf
den auf einer Modellplatte 12 ruhenden Formkasten so abgesenkt, daß der Eingießtrichter 10 über den
Eingießkanal 15 geschoben wird. Anschließend wird der Formkasten mit Sand 16 gefüllt. Das Ausfüllen der
Gießform 11 kann entweder durch Rütteln der Gießform oder durch das Anlegen eines Unterdruckes
an die Gießform beschleunigt werden. Nach vollständigem Ausfüllen der Gießform 11 wird der Schieber dann
wieder geschlossen, der Unterdruck im Raum 8 wird aufgehoben und die Vorrichtung von der Gießform 11
abgehoben. Anschließend wird in bekannter Weise auf die freie Oberfläche der Gießform 11 eine Kunststofffolie
aufgelegt und in der Gießform 11 ein Unterdruck erzeugt. Die Folie 14 und die auf die Oberseite der
Gießform 11 gelegte Folie werden dann durch den äußeren Luftdruck gegen den in der Gießform
befindlichen Sand gepreßt, so daß die Gießform vom Modell 13 abgehoben werden kann.
Das Zusammensetzen der Gießform 11 und das Abgießen erfolgt in bekannter Weise.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren für das Einbetten eines vorgefertigten Formteiles, wie z. B. eines Eingießtrichters oder
eines Steigers in den losen, bindemittelfreien Gießsand einer Gießform, die aus einem aus einer
dünnen Folie gebildeten Modell und das Modell umgebenden und durch Unterdruck verfestigten
Sand besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Formteile an der Unterseite einer
mit einer verschließbaren Einfüllöffnung für den Sand versehenen Platte eine Dosiervorrichtung
lösbar befestigt sind, die auf den mit Gießsand zu füllenden Formkasten so aufgesetzt wird, daß das
bzw. die Formteile über den bzw. die Kanäle eines im Formkasten befindlichen Modells geschoben werden,
daß anschließend der Formkasten vollständig mit Gießsand gefüllt, die Einfüllöffnung für den
Gießsand verschlossen und danach nach Lösen der Halteeinrichtung für den Eingießtrichter die Platte
vom Formkasten abgehoben wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Dosiervorrichtung
für den Gießsand mit einer ebenen auf den zu füllenden Formkasten (11) aufsetzbaren
Platte (1), die eine mit dem Vorratsbehälter (3) für den Gießsand verbundene verschließbare Einfüllöffnung
(2) und auf der Unterseite eine Halteeinrichtung (6, 7, 8) für das einzusetzende Formteil (10)
aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung aus die Platte (1)
durchsetzende Bohrungen (6) besteht, die mit einer Unterdruckquelle verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Einfüllöffnung (2)
verschließende Schieber (5) in einer Schwalbenschwanzführung der Platte (1) so geführt ist, daß er
mit der Unterseite der Platte in einer Ebene liegt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (3)
und die Platte (1) der Dosiervorrichtung über einen flexiblen Schlauch miteinander verbunden sind.
Priority Applications (1)
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| DE19752502136 DE2502136C3 (de) | 1975-01-21 | 1975-01-21 | Verfahren und Vorrichtung für das Einbetten von vorgefertigten Formteilen wie Eingießtrichter, Steiger usw. in Gießformen |
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| DE2502136A1 DE2502136A1 (de) | 1976-07-22 |
| DE2502136B2 true DE2502136B2 (de) | 1978-05-11 |
| DE2502136C3 DE2502136C3 (de) | 1979-01-18 |
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1975
- 1975-01-21 DE DE19752502136 patent/DE2502136C3/de not_active Expired
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| DE2502136A1 (de) | 1976-07-22 |
| DE2502136C3 (de) | 1979-01-18 |
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