DE2500720C3 - Elektronisches Musikinstrument - Google Patents

Elektronisches Musikinstrument

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DE2500720C3
DE2500720C3 DE2500720A DE2500720A DE2500720C3 DE 2500720 C3 DE2500720 C3 DE 2500720C3 DE 2500720 A DE2500720 A DE 2500720A DE 2500720 A DE2500720 A DE 2500720A DE 2500720 C3 DE2500720 C3 DE 2500720C3
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Musikinstrument nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Bei einem derartigen elektronischen Musikinstrument gemäß der JP-OS 48-90 217 werden Musiktöne dadurch erzeugt, daß in Realzeitbetrieb die Amplituden an aufeinanderfolgenden Abtastpunkten einer Musikwellenform berechnet und diese Amplituden in Töne
60
65 umgewandelt werden, wenn die Berechnungen durchgeführt sind.
In Pfeifenorgeln wird ein Ensemble-Effekt durch Verwendung von zwei oder mehr Pfeifenreihen erzeugt, von denen eine auf die nominell genaue 8'-Frequenz abgestimmt ist, während die andere Reihe geringfügig verstimmt ist Wenn ein einziger Tastaturschalter gedrückt wird, erklingen sowohl die abgestimmte Pfeife als auch die verstimmte Pfeife. Die entstehenden Schwebungsfrequenzen sind für den Zuhörer sehr angenehm. Ein Ensemble-Effekt, bei dem zwei Pfeifengruppen verwendet werden, ist auch als »Tonverdoppelung« bekannt Kombinierte Effekte werden durch Verwendung von dre; oder vier Pfeifengruppen zur Erzeugung von »Trio- oder Quartett-Ensemble-Effekten« erreicht
In herkömmlichen elektronischen Orgeln, in denen die Töne durch Oszillatoren erzeugt werden, wird ein Ensemble-Effekt durch Verwendung von getrennten Oszillatorgruppen erhalten, deren Frequenz mit Bezug auf die Nominaltongeneratoren versetzt ist Bei elektronischer oder akustischer Mischung erzeugen die kombinierten Generatorausgänge eine brauchbare Nachbildung des Ensemble-Effektes. Andererseits können auch zwei getrennte und vollständige elektronische Orgelsysteme, die gegeneinander verstimmt sind und zur Betätigung verschiedener Lautsprecher benutzt werden, zum Erzeugen des Ensemble-Effekts verwendet werden. Solche Ausführungsformen sind sehr aufwendig und daher teuer; sie sind für Trio- oder Quartett-Ensemble-Effekte desh?!b praktisch nicht verwendbar.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein elektronisches Musikinstrument nach dem Oberbegriff des Patentanspruches so auszubilden, daß ein Ensemble-Effekt wie bei einer Pfeifenorgel mit einfachen Schaltungsmitteln erzeugt werden kann.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs gelöst
Das erfindungsgemäße elektronische Musikinstrument ist einfach und billig ir. der \ Herstellung. Die nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs vorgesehenen Schaltungsmittel können in einfacher Weise auch nachträglich in bestehende elektronische Musikinstrumente nach dem Oberbegriff des Patentanspruches eingebaut werden. Es können ohne weiteres Verdoppelungs-, Trio- ocLr Quartett-Ensemble-Effekte erzeugt werden.
Ausführungsbeispiele eines elektronischen Musikinstruments nach der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher beschrieben, wobei gleiche Bezugszeichen entsprechende Teile in den einzelnen Figuren bezeichnen. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 ein für einen Ensemble-Effekt typisches Obertonspektrum;
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer elektronischen Orgel oder Computer-Orgel, die zur Erzeugung eines Ensemble-Effektes ausgebildet ist; und
F i g. 3 ein Blockschaltbild einer anderen Realisierung des Ensemble-Effektes in einer Computer-Orgel.
Bei einem elektronischen Musikinstrument nach der Erfindung wird jede Abtastpunktamplitude während eines regelmäßigen Zeitintervalls f, gemäß der Beziehung
= Σ Cn sin TTjHqR + sin
η = I **
in ψ (
nqR
(Gl. 1) berechnet, Wobei q eine ganze Zahl ist, die jedes
Zeitintervall ί, erhöht, der Wert n=\, 2, 3,.,, Wdie Ordnung der auszuwertenden »kombinierten« Fourier-Komponente darstellt, C„ ein die relative Amplitude der /3-ten Komponente festlegender Koeffizient ist und R eine die Periode der Wellenform angebende Zahi ist Die entstehenden Musikklänge haben einen Ensemble-Effekt, der durch das Vorhandensein von Schwebungen zwischen zwei Tönen gekennzeichnet ist die hinsichtlich ihrer Frequenz durch den Betrag
Af = -^- (Gl. 2)
getrennt sind, wobei k eine positive oder negative Konstante ist.
Die entstehenden Musiktöne, die von der elektronisehen Orgel oder Computer-Orgel erzeugt werden, haben ein Obertonspektrum, das in F i g. 1 in typischer Weise angegeben ist Darin stellen die ausgezogenen Linien die Fourier-Komponenten FiSLnua bei der nominell genauen Tonhöhe dar. Die gestrichelten Linien bezeichnen die Fourier-Komponenten F{^rscta des »verstimmten« Tones, wobei diese Komponenten
hinsichtlich der Frequenz um einen Wert -^f- gegen
die entsprechende Komponente der richtigen oder unversetzten Tonhöhe versetzt jedoch in der Amplitude mit dieser gleich sind. Die Amplitude der von den zwei Komponentengruppen der F i g. 1 gebildeten Wellenform v-'ird dargestellt durch:
X0(Ri 1 π = W (n) y
unverseia "^Z-I'
Jl = 1
W
η = 1
" versetzt π (nqR + nqR -)
W
.?.
Cn sin nqR sin W k • 3)
(GI
35
Dies ist das Äquivalent der Gleichung 1.
Der Gleichung 1 wird in einer elektronischen Orgel oder Computer-Orgel leicht genügt, da nur eine Multiplikation mit Cn erforderlich ist um jede »kombinierte« Fourier-Komponente zu bewerten, und nur eine einzige Summierung nötig ist, um jede Stichprobenoder Abtastpunktamplitude XofqR) herzustellen. Die Beiträge der Wellenformamplitude der unversetzten und versetzten Komponenten werden nicht getrennt ausgewertet und summiert, wie es der Fall sein würde, wenn die Gleichung 3 realisiert wird. Infolgedessen ist keine vollständige Verdoppelung von im wesentlichen der gesamten Orgel einschließlich doppelter Obertonamplitudenmultiplizierer und Akkumulatoren erforderlich, sondern der Ensemble-Effekt wird durch die Schaffung einer einfachen Schaltung zum Erhalten eines weiteren Sinuswertes erreicht.
In der hier offenbarten Anlage wird jede »kombinierte« Fourier-Komponente
l-ombiniert
= C^si
sin ^ nqR + sin
--. (nqR
dadurch berechnet, daß die Größe nqR durch die Konstante k dividtert, nqR zu dem Quotienten addiert und der Wert
aus einem SinusWert-Tabellenspeicher erhalten wird.
Gleichzeitig wird der Wert sin^nqR getrennt berechnet Die zwei Sinuswerte werden addiert, und die Summe wird mit dem zugehörigen Obertonkoeffizienten Cn multipliziert. Die entstehenden kombinierten Fourier-Komponentenamplituden werden in einem Akkumulator summiert, um die Wellenformabtastpunktamplitude zu erhalten. Die Anlage kann vervielfacht, werden, um Trio- oder Quartett-Ensemble-Effekte ίο zu erzielen.
Vorteilhaft ist die Konstante k=2m, wobei ni eine ganze Zahl ist Infolgedessen kann in einer binären Realisierung Division durch Rechtsverschiebung der Größe nqR (oder alternativ qR) in einem Schieberegister erreicht werden. Die Größe der Frequenzversetzung id/ist eine Angelegenheit der konstruktiven Wahl, liegt jedoch in typischer Weise zwischen etwa 6 und 12 Cent wobei 1 Cent 1/100 eines Halbtoncs ist (d. h. eine Oktave umfaßt 1200 Cent). Diese Versetzung um eine konstante Anzahl Cent liefert eine größere Abweichung für Töne großer Höhe und eine ge ogere Abweichung für tiefe Töne, wodurch sich ein angenehmer Ensemble-Effekt ergibt
Die elektronische Orgel oder Computer-Orge! 10 nach F i g. 2 erzeugt über ein Klangsystem 11 Musiktöne mit Ensemble-Qualität Für jeden mit den Tastaturschaltern 12 gewählten Ton berechnet das Instrument 10 die Amplituden an aufeinanderfolgenden Stichproben- oder Abtastpunkten einer für den Ensemble-Effekt charakteristischen Wellenform. Die Berechnungen werden gemäß der Gleichung 1 durchgeführt Die kombinierten Fourier-Komponenten werden in einem Akkumulator 13 algebraisch summiert der am Ende jedes Berechnungszeitabschnittes tx die Amplitude an dem laufenden Abtastpunkt enthält. Diese Amplitude gelangt über eine Torschaltung 14, die durch das iVSignal auf einer Leitung 15 durchgeschaltet wird, an einen Digital-Analog-Umsetzer 16, der an das Klangsystem 11 eine Spannung liefert, die der laufend berechneten "Vellenformamplitude entspricht Die Berechnung der Amplitude an dem nächsten Abtastpunkt wird darauffolgend eingeleitet, so daß die von dem Umsetzer gelieferte Analogspannung eine in Realzeitbetrieb erzeugte Musikwellenform mit Ensemble-Merkmalen darstellt.
Die Periode der berechneten Wellenform und somit die Grundfrequenz des erzeugten Tones wird von einer Frequenzzahl R dargestellt, die mit den Tastaturschaltern 12 gewählt wird. Eine Gruppe solcher den Tönen des Instrumentes entsprechenden Frequenzzahlen wird in einem Frequenzzahlspeicher 17 gespeichert. Am Ende jedes Berechnungszeitabschnitts t, wird die einem gewählten Ton zugeordnete Frequenzzahl R durch eine Torschaltung 18 gelei'e* und zu dem vorhandenen lnhf>!*. -iines zweiten Addierers, des Tonintervalladdierers 19 addiert. Somit stellt der über eine Leitung 20 gelieferte Inhalt d^ Addierers 19 den Wert (qR)dar, der den laufend ausgewerteten Wellenformabtastpunkt bezeichnet. Vorzugsweise hat der Tonintervalladdierer 19 den Modulo 2 W, wobei Wdie Fourier-Komponente (Gl. 4) 60 der höchsten vo.i dem Instrument 10 ausgewerteten Ordnung !st. Zufriedenstellende Pfeifenorgelsynthese wird erreicht, wenn W= 16 kombinierte Fouricsr-Kom' ponenten von dem Instrument ausgewertist werden.
Die Zeitsteuerung des Instruments erfolgt mit einem Taktgeber 22 und einem Zähler 23 mit dem Modulo 16. Während jedes vVellenfurmamplitudenberechnungsintervalls tx liefert der Taktgeber 22 sechzehn Zeil· Steuer- oder Taktimpulse tcp an den Zähler 23. Dieser
sin
w(:
nqR
_nqR\
nqR +
nqR\ k )
herzustellen. Ein getrennter Speicheradressendecoder 35 und eine zweite als Sinustabellenspeicher ausgebildete Sinustabellenschaltung 36 (entsprechend dem Decoder 30 und der Tabellenschaltung 31) werden verwendet, um auf einer Leitung 37 den Wert
sin ^ (nqR
nqR_\ k )
to
liefert aufeinandeffolgende Taktimpulse fcp( bis /c/,i6, welche die Berechnung der entsprechenden sechzehn kombinierten Fourier-Komponenten ermöglichen. Das irSignal auf der Leitung 15 wird aus dem fcpi6-Signal abgeleitet, das in einer Verzögerungseinheit 24 geringfügig verzögert wird.
Jeder der Berechungstaktimpulse tcp\ bis tcpm wird über eine ODER-Schaltung 25 an eine Torschaltung 26 gegeben. Diese liefert den Wert qR an einen ersten Addierer, den Obertonintervalladdierer 27, der am Ende jedes Amplituderiberechnungsintervalls f, zurückgestellt wird. Auf diese Weise nimmt der Inhalt des Obertonintervalladdierers 27 um den Wert (qR) bei jedem Berechnungsintervall tcp ι bis tcp i6 zu, so daß der Inhalt des Addierers 27 die Größe (nqR) darstellt. r5 Dieser Wert ist auf einer Leitung 28 verfügbar.
Ein Adressendecoder 30 entnimmt aus einer als erster Sinustabellenspeicher ausgebildeten Sinustabellenschaltung 3i den Wen sm^pnqR, weicher dem über die Leitung 28 erhaltenen Argument nqR entspricht. Die Sinustabellenschaltung 31 kann einen Festwertspeicher
π W
aufweisen, der Werte von ύηψΦ für 0<Φ< ■=- in Zeitabschnitten von D speichert, wobei D die
25
Auflösungskonstante des Speichers genannt wird. Mit dieser Anordnung wird der Wert sin^>qR auf einer Leitung 32' aus dem ersten Sinustabellenspeicher 31 während des ersten Berechnungsintervalls tcp ι geliefert. Während des nächsten Intervalls tcpi ist der Wert
sinpp2 qR auf der Leitung 32' vorhanden. Auf diese Weise wird im allgemeinen der Wert s'in^nqR aus der
Sinustabellenschaltung 31 für die spezielle Komponente Λ-ter Ordnung geliefert, die von dem Zeitsteuerintervallausgang des Zählers 23 spezifiziert ist.
Gleichzeitig wird der Wert
35
40
in der folgenden "iVcisc ausgewef icL Die auf ücf Lciiung 28 vorhandene Größe (nqR) wird in einer Divisionsschaltung 32 durch die Konstante k dividiert. Der Quotient wird mit dem Wert (nqR)in einem Addierer 33 summiert, um auf einer Leitung 34 das Argument
50
55
zu liefern, der dem auf der Leitung 34 vorhandenen Argument entspricht
Die auf den Leitungen 32' und 37 vorhandenen Sinuswerte werden in einem dritten Addierer 38 summiert, und die Summe wird über eine Leitung 39 an eine Obertonamplituden-Multiplizierschaltung 40 gegeben. Dort ivird die Summe der Sinuswerte mit dem zugehörigen Koeffizienten Cn multipliziert, der von einem Fourierkoeffizientenspeicher 41 geliefert wird. Das über eine Leitung 42 an den Speicher 13 gelieferte Produkt entspricht der kombinierten FoUfief-Kömpönente FfcUmwi der Ordnung n, die laufend ausgewertet wird. Somit werden innerhalb jedes Amplitudenberechnungsintervalls f, die sechzehn kombinierten Fourier-Komponenten der Ordnung η = 1 bis η = W= 16 an den Akkumulator 13 während der entsprechenden aufeinanderfolgenden Berechnungszeitintervalle tcpl bis tcp i6 gegeben. Am Ende des Intervalls tx enthält somit der Akkumulator 13 die Wellenformabtastpunktamplitude Xo(qR) für den laufend auszuwertenden Abtastpunkt. Wie vorher beschrieben wurde, werden die in dem Akkumulator 13 erhaltenen Abtastpunktamplituden von dem Umsetzer 16 in ein Analogsignal umgesetzt und von dem Klangsystem 11 wiedergegeben, um Musiktöne mit einem Ensemble-Effekt herzustellen.
Wie oben im Zusammenhang mit Gleichung 2 und F i g. 1 erörtert wurde, wird die Frequenztrennung zwischen Tönen richtiger Tonhöhe und den »verstimmten« Tönen durch die Konstante k dargestellt Der Wert k hängt von der konstruktiven Wahl ab, ist jedoch in einem binären System vorteilhaft eine ganzzahlige Potenz von 2. Beispielsweise wird ein angenehmer Ensemble-Effekt erreicht, wenn die Konstante /:=2S = 256 ist. Dies ergibt eine Frequenzversetzung AF von etwa 7 Cent. Ein angenehmer Ensemble-Effekt wird auch erreicht, wenn A=27=128 ist, wodurch eine Freque^zversetzungzlFvon etwa 13 Cent entsteht Ein »Rinky-Tink-Effekt« wird erreicht, wenn &=26 = 64 ist, wobei sich eine Frequenzversetzung von etwa 26 Cent ergibt.
In einer binären Realisierung, bei der Jt=2m ist kann die Divisionsschaltung 32 ein Schieberegister aufweisen, das die Größe nqR um m Stellen nach rechts verschiebt. Da eine Rechtsverschiebung um eine Bit-Position einer Division durch 2 gleichwertig ist, ist eine Verschiebung um m Stellen einer Division durch 2m äquivalent Kommerziell verfügbare integrierte Schaltungen von Schieberegistern mit parallelen Eingängen und parallelen Ausgängen können als Divisionsschaltung 32 verwendet werden.
Die Erfindung ist nicht auf binäre Systeme begrenzt so daß der Wen k keine Potenz von 2 und keine ganze Binär- oder Dezimalzahl zu sein braucht Die Konstante k kann positiv oder negativ sein. In dem letzten Beispiel sind die Frequenzen der »verstimmten« Fourier-Komponenten niedriger (d. h. die Komponenten sind flach) mit Bezug auf die Komponenten richtiger Tonhöhe. Der Wert k kann in der Divisionsschaltung 32 vorhanden sein oder kann in anderer Weise von dem Musiker gewählt werden, um die Ensemble-Frequenzvers^teung auf einen gewünschten Wert einzustellen.
Die Konstante k braucht nicht denselben Wert für alle von dem Instrument 10 erzeugten Töne zu haben. Alternativ können unterschiedliche Werte von k für jeden Ton oder für jede Tongruppe verwendet werden. Beispielsweise können individuelle Werte von k in einem Speicher 43 gespeichert werden, der ansprechend auf Tastaturtonwahl abgegriffen wird. Auf diese Weise wird, wenn irgendein Tastaturschalter 12 gedrückt wird, der dem gewählten Ton entsprechende Wert k aus dem Speicher 43 entnommen und zur Verwendung während der Ensemble-Erzeugung an die Divisionsschaltung 32 geliefert Als weitere Alternative kann der Wert k zeitlich variabel sein. Beispielsweise kann ein Niederfrequenzoszillator (nicJht gezeigt) verwendet werden, um den Wert k mit periodischer oder nichtperiodischer Geschwindigkeit zu ändern, woraus sich eine begleiten-
de zeitlich variierende Ensemble-Frequen2versetzung ergibt.
Der Obertonkoeffizientenspeicher 41 umfaßt vorteilhaft einen Festwertspeicher, der geeignete Werte Cn zur Erzeugung eines Tones gewünschter Tonqualität enthält. Beispielsweise gibt die Tabelle I typische Oberschwingungskoeffizientenwerte zur Erzielung fi«es Diapason-Tones an. Der Wert Cn, welcher der gerade auszuwertenden /7-ten Fourier-Komponente entspricht, wird dem Speicher 41 durch eine Speicheradressensteuereinheit 45 entnommen, welche die Berechnüngsintervalltaktimpulse tcp\ bis tcp\s aus dem Zähler 23 erhält. Auf diese Weise, z. B. wenn der Zeitsteuer- oder TaktimpulsfCpi erhalten wird, bewirkt die Steuereinheit 45, daß der Fourierkoeffizient C\ aus dem Speicher 41 entnommen und an die Multiplizierschaltung 40 geliefert wird.
Tabelle I
Koeffizient
Diapason
(Relative
Amplitude)
(Äquivalent in Dezibel)
127
71
90
36
23
25
Odb
-5
-3 -11 -15 -14 -24 -24 -31 -31 -38 -38 -38 -42 -42 -42
programmiert werden, daß er die in Tabelle 1 aufgezählten Obertonkoeffizienten oder andere Werte von Cn speichert, die zum Erzeugen anderer Töne geeignet sind.
Der Frequenzzahlspeicher 17 kann ebenfalls dadurch realisiert werden, daß ein Festwertspeicher mit üblicher integrierter Schaltung verwendet wird. Die folgende Tabelle U gibt typische Werte für die Frequenzzahl R für die Töne zwischen Ciund C5.
Tabelle II
Der Obertonkoeffizientenspeicher 41 und die Adressensteuereinheit 45 können zusammen durch Verwendung eines einzigen als integrierte Schaltung ausgebildeten Festwertspeichers realisiert werden. Eine solche Einheit nimmt ein binär codiertes Adressiersignal auf. Entsprechend kann der Zähler 23 aus einem Binärzähler mit 16 Zuständen bestehen, dessen binärer Ausgang direkt an den Adressensteuereingang des Speichers geliefert werden kann. Ein Binär-Oktal-Decoder kann in Verbindung mit dem Zähler verwendet werden, um die getrennten tcpt- bis fcpi6-Signalleitungen (Fig.2) herzustellen. Der Speicher kann so Ton
Ton
c»,
Dux
Gttx
Attx
0.0341
0.0361
0.0382
0.0405
U.U42V
0.0455
0.0482
0.0510
0.0541
0.0573
0.0607
0.0643
0.0681
C4
Fu χ
C4
Ga4
Ai A ut, Bt
Cs
0.0722
0.0765
0.0810
0.0858
u.uyoy
0.0963
0.1021
0.1081
0.1146
0.1214
0.1286
0.1362
Der Tonintervalladdierer 19, der Obertonintervalladdierer 27 und der Akkumulator 13 können dadurch realisiert werden, daß herkömmliche Volladdierer in integrierter Schaltung verwendet werden. Diese können zur Akkumulierung der Summe so geschaltet werden, wie in dem Abschnitt mit der Überschrift »Akkumulatoren« des Handbuches »Computer Logic« von Ivan Flores, Prentice-Hall, 1960, dargestellt ist. Jede Sinustabellenschaltung 31,36 und jeder Speicheradressendecoder 30,35 kann aus einem üblichen Festwertspeicher in integrierter Schaltung bestehen, der zum Speichern von Sinuswerten programmiert ist Nützliche integrierte Schaltungen, die vorgespeicherte Sinuswerte und eine Adressierschaltung haben, sind verfügbar. Eine einzelne Sinustabellenschaltung könnte in Zeitmultiplexform anstatt getrennter Tabellenschaltung 31 und 36 verwendet werden.
Ein »Trio«-Ensemble-Effekt kann mit der Orgel 10 dadurch erzielt werden, daß die in F i g. 2 strichpunktierte Wahlschaltung verwendet wird. Der Trio-Ensemble-Effekt wird in einer Pfeifenorgel dadurch erzeugt, daß drei Pfeifen, die gegeneinander frequenzversetzt sind, gleichzeitig zum Erklingen gebracht werden. Der Effekt wird in dem Instrument 10 durch die Erfüllung der folgenden Gleichung synthetisiert:
w ww
ΣΕ·(π) , V Β1'"' J. V E-W
Γ unversetzt "T / ι Γ versetzt / ι F versetzt
π= 1 π= 1 π = 1
Σ Cn sin £ nqR
sin Ξ.
f c. sin £
£ fa
nqR\
k J
w .
= Σ Cn sin if=. nqR + sin -— (nqR + π= ι w W \
+ sin ^ (nqR +
(GI. 5)
wobei FiSjMzr die einem dritten Ton zugeordneten Fourier-Komponenten darstellt. Diese Komponenten sind um einen Betrag -p- gegen die entsprechenden Komponenten richtiger Tonhöhen frequenzversetzt.
Der Vergleich der Gleichung 5 zeigt, daß sie gleich der Gleichung 1 mit Ausnahme des Zusatzes des dritten Sinusausdrucks ist. Dieser Wert
W X
sin fr. (nqR +
nqR \
V J'
wird durch die in F i g. 2 mit 46 bis 49 bezeichneten Komponenten ausgewertet. Im einzelnen wird der Wert (nqR) von der Leitung 28 durch die Konstante k'm einer Divisionsschaltung 46 dividiert, die in der gleichen Weise wie die Divisionsschaltung 32 ausgebildet sein kann. Der Quotient wird mit dem Wert (nqR) in einem Addierer 47 addiert., Ein Speicheradressendecoder 48 und eine Sinustabellenschaltung 49 (entsprechend dem Decoder 30 und der Sinustabellenschaltung 31) werden verwendet, um den Wert
sin T1-.
w (IU'R
nqR \
k' J
Ii
für das von dem Addierer 47 hergestellte Argument zu erhalten. Dieser Sinuswert wird über die Leitung 50 an den Addierer 38 geliefert, wo er mit den anderen Sinusausdrücken summiert wird, die auf den Leitungen 32' und 37 vorhanden sind und den Komponenten richtiger Tonhöhe und erster Versetzung der entsprechenden Ordnung zugeordnet sind. Die Summe der drei Sinuswerte wird dann mit dem Koeffizienten Cn in der Multiplizierschaltung 40 multipliziert und zu dem frühreren Inhalt des Akkumulators 13 addiert. Am Ende jedes Berechnungsintervalls tx enthält der Akkumulator jo 13 die Wellenformamplitude für den laufenden Abtastpunkt in Auswertung gemäß Gleichung 5. Wenn nachfolgende Abtastpunktamplituden in den Akkumulator 13 erhalten werden, werden sie in Analogform umgesetzt und von dem Klangsystem 11 wiedergegeben, um Musiktöne mit einem »Trio«-Ensemble-Effekt zu erzeugen.
In der anderen Ausführungsform nach F i g. 3 erzeugt die elektronische Orgel oder Computer-Orgel 10/4 auch Ensemble-Klänge gemäß der Gleichung 1. In dieser Realisierung wird der Wert (qR) auf der Leitung 20 durch die Konstante k in einer Divisionsschaltung 53 dividiert. Der Quotient wird mit dem Wert (qR) in einem Addierer 54 summiert, um die Summe
qR Π
qR\
T)
zu erhalten. Bei jedem Berechnungsintervall tcp 1 bis tcp ig wird diese Summe durch eine Torschaltung 55 an einen Obertonintervalladdierer, der dem Addierer 27 entspricht, gegeben. Der vierte Addierer oder Obertonintervalladdierer 56 wird am Ende jedes Berechnungsintervalls tx zurückgestellt, so daß der Inhalt des
Addierers 56 die Größe η -j- für die Komponente /34er Ordnung darstellt, die laufend ausgewertet wird. Dieser Wert wird über eine Leitung 57 an einen Speicheradressendecoder 58 und eine Sinustabellenschaltung 59 geliefert, die in Funktion und Betrieb mit dem Decoder 35 bzw. mit der Sinustabellenschaltung 36 der Fig.2 identisch sind. Der erhaltene Wert
sin^
jtqR\
k )
wird über eine Leitung 60 an den Addierer 38 geliefert, wo er mit dem auf der Leitung 32 vorhandenen Wert
sinjynqR summiert wird. Die Summe wird über die Leitung 39 an die Obertonamplitudenmultiplizierschaltung 40 (F i g. 2) angelegt. Die restliche Schaltung des Instruments 10/4 ist mit der F i g. 2 identisch und arbeitet entsprechend, um Musikklänge mit Ensemble-Qualität herzustellen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Elektronisches Musikinstrument zur Erzeugung von Musik durch Auslesen von in mindestens einem SinustabeUenspeicher gespeicherten Amplitudenwerten mit einem Taktgeber und einem mit dem Taktgeber verbundenen Zähler sowie einem Fourierkoeffizientenspeicher, der gesteuert durch eine vom Taktgeber angesteuerte Speicheradressenerzeugungseinheit aufeinanderfolgende Fourierkoeffizienten zur Berechnung und Weiterverarbeitung von durch eine Grundschwingung und ihre Obertöne gebildeten Fourier-Komponenten eines gespielten Tones an eine Multiplizierschaltung liefert, weiterhin mit einem durch die Ausgangssignale des Zählers gesteuerten ersten Addierer, der mit Hilfe einer dem gespielten Ton zugeordneten, in einem vorgeschalteten zweiten Addierer kumulierten Frequenzzahl Signale erzeugt, aus denen die Adressen der aus dem Sinustabellenspeicher auszulesenden und der Multiplizierschtitung zuzuleitenden Amplitudenwerte gebiidei werden, dadurch gekennzeichnet, daß
    a) die Ausgänge des Zählers (23) mit Eingängen einer ODER-Schaltung (25) verbunden sind, die Start-, Berechnungsfolge- und Beendigungssignale für die Berechnung und Weiterverarbeitung der Fourier-Komponenten an den ersten Addierer (27) liefert,
    b) die Zahl der mit dem Zähler (23) verbundenen Eingänge der ODER-Schaltung (25) der Anzahl der m- ximal zu einer Frequenzzahl zu berechnenden Fourier-Komponenten entspricht,
    c) die mit diesen Eingängen jeweils verbundenen Ausgänge aes Zähle'.s (23) auch mit Eingängen der Speicheradressenerzeugungseinheit (45) verbunden sind,
    d) die gespeicherten Amplitudenwerte in einem ersten (31) und einem zweiten (36, 59) Sinustabellenspeicher gespeichert sind,
    e) wobei die aus dem ersten (31) und zweiten (36, 59) Sinustabellenspeicher ausgelesenen Amplitudenwerte einem dritten Addierer (38) zugeführt werden, dessen Ausgangssignale die der Multiplizierschaltung (40) zuzuleitenden Arnplitudenwerte bilden und wahlweise
    f) der Eingang des zweiten Sinustabellenspeichers (36) mit dem Ausgang einer Divisionsschaltung (32) und deren Eingang mit dem Ausgang des ersten Addierers (27) verbunden ist oder
    g) der Eingang des zweiten Sinustabellenspeichers (59) mit dem Ausgang eines vierten Addierers (56) verbunden ist, dessen Eingang mit dem Ausgang der Divisionsschaltung (53) und deren Eingang mit dem Ausgang des zweiten Addierers (19) verbunden ist.
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