DE2437247C2 - Schweißzusatzwerkstoff - Google Patents

Schweißzusatzwerkstoff

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DE2437247C2
DE2437247C2 DE19742437247 DE2437247A DE2437247C2 DE 2437247 C2 DE2437247 C2 DE 2437247C2 DE 19742437247 DE19742437247 DE 19742437247 DE 2437247 A DE2437247 A DE 2437247A DE 2437247 C2 DE2437247 C2 DE 2437247C2
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DE
Germany
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welding
nickel
iron
carbon
filler material
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DE2437247A1 (de
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Paul Dr.-Ing. 6100 Darmstadt Hantelmann
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Messer Griesheim GmbH
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Messer Griesheim GmbH
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Description

Die Festigkeitswerte wurden an Längs-Zugproben aus Mehrlage-Verbindur.gsschweißungen an 20 mm dicken Flatten aus kugelgraphitischem Gußeisen ermittelt.
Es ist grundsätzlich ohne Belang, ob der erfindungsgemäGe Schweißzusatzwerkstoff in Form eines Massivdrahtes oder in Form eines Fülldrahtes verwendet wird. Im Falle des Fülldrahtes kann der Mantel aus Eisen oder Nickel oder aus einer Eisen-Nickel-Legierung bestehen. Die Füllung enthält neben Eisen- und Nitkelpulver die erforderlichen Mn- und Isb-Gehalte.
Per erfindungsgemäße Schweißzusatzwerkstoff kommt in erster Linie in Form von Drahtelektroden ,ür das Schutzgasschweißen in Betracht. Er kann jedoch auch in vorteilhafter Weise in Form von Kernstäben für umhüllte Stabelektroden, in Form von Draht- oder Bandelektroden für das UP- und ES-Schweißverfahren verwendet werden.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Schvveißzusatzwerkstoffs besteht in seiner Eignung für das Impulslichtbogen-Schutzgasschweißen. Bei diesem Schweißverfahren kann die Wärmeeinbringung sehr gering gehalten werden, was sich günstig hinsichtlich einer möglichst geringen Aufschmelzung und Wärmebeeinflussung des Grundwerkstoffes auswirkt. Das gute Fließ- und Benetzungsvermögen des erfindungsgemäßen Schweißzusatzwerkstoffes gewährleistet auch beim Schweißen mit extrem niedriger Wärmeeinbringung eine einwandfreie Bindung zwischen Schweißgut und Grundwerkstoff.

Claims (5)

Beim Schweißen mit einem tief aufschmelzenden, Patentansprüche: intensiven Lichtbogen bildet sich außerdem ein? breite Umwandlungszone im Grundwerkstoff mit
1. SchweiCzusaizwerkstoff zum Schutzgasschwei- martensitisch-ledeburilischem Gefüge. Je breiter diese ßen vcn Gußeisen auf der Basis von Nickel, Eisen, 5 Umwandlungszone ist, um so größer ist die Gefahr Mangan und Kohlenstoff, d a d u r c h gekenn- des Sprödbruches neben der Schweißnaht,
zeichnet, daß er aus 40 bis 70% Nickel, Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, 30 bis 60% Eisen, 1 bis 6% Mangan, 0,5 bis 3% einen Schweißzusatzwerkstoff zu schaffen, der beim Niob, 0,01 bis 0,5% Silizium, 0,01 bis 1,0% Kohlen- Schutzgasschweißen von Gußeisen ein Schweißgut stoff, 0 bis 0,5% sonstige Beimengungen besteht. 10 mit folgenden Eigenschaften ergibt:
2. Schweißzusatzwerkstoff nach Anspruch 1, a) Gute Benetzung des Grundwerkstoffes beim dadurch gekennzeichnet, daß er aus 45 bis 55% Schweißen mit niedriger Wärmeeinbringung.
Nickel, 2 bis 4% Mangan, 0,5 bis 1,5% Niob, b) Abbindung des Kohlenstoffs zu unschädlichen 0,2 bis 0,4 % Silizium, 0,05 bis 0,15 % Kohlenstoff, Karbiden.
Rest Eisen besteht. 15 c) Abbindung von Gasen bzw. Verhinderung von
3. Schweißzusatzwerkstoff nach Anspruch 1 gasbildenden Reaktionen, die zu Poren führen, und/oder 2, gekennzeichnet durch seine Ver- d) Feinkörniges Gefüge mit hoher Festigkeit und wendung zum Schweißen von Gußeisen mit Zähigkeit.
Kugelgraphit. Versuche, die geforderten Eigenschaften durch
4. Schweißzusatzwerkstoff nach Anspruch 1, 2 ao Zusätze von Aluminium, Magnesium und Titan zu und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erreichen, schlugen fehl.
Schweißzusatzwerkstoff in Form einer Massiv- Die Ursache für das Versagen dieser bei umhüllten
oder Fülldrahtelektrode verwendet wird. Stabelektroden bewährten Zusatzelemente ist in dem
5. Schweißzusatzwerkstoff nach Anspruch 4, Fehlen von Flußmitteln beim Schutzgasschweißen zu dadurch gekennzeichnet, daß die Massiv- oder 35 suchen. Die Oxidationsprodukte der genannten EIe-Fülldrahtelektrode zum Impulslichtbogenschwei- mente verringern das Fließvermögen des Schweißbades fien mittels Argon-Kohlendioxid- oder Argon- und stören die Benetzung des Grundwerkstoffes. Kohlendioxid-Sauerstoff-Gemischen verwendet Gemäß der Erfindung wurde erkannt, daß die wird. vorstehend geforderten Eigenschaften des Schweiß-
30 gutes erzielt werden können, wenn Schweißzusatzwerk-
stoff erfindungsgemäß aus 40 bis 70% Nickel, 30 bis
60% Eisen, 1 bis 6% Mangan, 0,5 bis 3% Niob, 0,01 bis 0,5% Silizium, 0,01 bis 1,0% Kohlenstoff und
Die Erfindung betrifft einen Schweißzusatzwerkstoff. aus 0 bis 0,5% sonstigen Beimengungen besteht, Für Reparaturarbeiten an Gußeisen werden seit 35 wobei die Gehaltsbereiche in Gewichtsprozent angelangem umhüllte Stapelelektroden aus Nickel und geben sind.
Nickel-Eisen-Legierungen mit guten Erfolg verwendet. Als besonders günstig hat sich für das Schutzgas-
Die positiven Erfahrungen, die mit derartigen Repara- schweißen ein Schweißzusatzstoff in Form einer
lurschweißungen gemacht wurden, legten den Ge- Drahtelektrode erwiesen, der aus
danken nahe, das Lichtbogenschweißen auch für 40
Fertigungs- und Konstruktions-Schweißungen anzu- ^5 bis 55/„ Nickel,
senden. Derartige Schweißungen werden insbesondere ·· °]s *'° Mangan,
fcei der Vorfertigung von Rohrleitungen aus kugel- °>5 °!s '.{j ί:!?.·
fraphitischem Gußeisen angestrebt. Da sich das nJLi!ls n'7/S/ Um>
Schweißen mit umhüllten Stabelektroden jedoch nicht 45 ü·05 °\s °>15 /o Kohlenstoff,
mechanisieren und automatisieren läßt, ist dieses Eisen
Lic htbogen-Schweißverfahren für die Massenproduk- besteht.
lion von geschweißten Teilen aus Gußeisen in wirt- In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, daß
tchaftlicher Hinsicht nicht optimal geeignet. bei dem erfindungsgemäßen Schweißzusatzwerkstoff
Versuche, mit Drahtelektroden aus Nickel und 50 etwa 20% des Niob-Anteils durch Tantal ersetzt
Nickel-Eisen-Legierungen Gußeisen maschinell unter werden können.
Schutzgas zu schweißen, ergaben insbesondere bei Die wesentliche Verbesserung der mechanischen
Mehrlagenschweißen unbefriedigende Ergebnisse. Es Gütewerte des Schweißgutes bei Verwendung einer
leigte sich, daß infolge des Fehlens von Flußmitteln erfindungsgemäßen Drahtelektrode »B« an Stelle einer
(der Grundwerkstoff nur schlecht vom Schweißgut 55 herkömmlichen Nickel-Eisen-Drahtelektrode »A« ist
benetzt wird. Zur Erzielung einer einwandfreien Bin- aus nachstehender Gegenüberstellung zu ersehen:
dung ist es deshalb erforderlich, durch hohe Energie-
tinbringung den Guß tief aufzuschmelzen, was jedoch Drahtelektrode
metallurgische Nachteile mit sich bringt. Infolge der A B
starken Aufschmelzung des Grundwerkstoffes gelangt 60
viel Kohlenstoff in das Schweißgut. Der Kohlenstoff Gewichtsprozent Ni
lagert sich im Nickel- bzw. Nickel-Eisen-Schweißgut Gewichtsprozent Fe
in Form von Graphit an den Korngrenzen ab, wodurch Gewichtsprozent Mn
insbesondere die Zähigkeit aber auch die Zugfestig- Gewichtsprozent Nb
keit vermindert wird. Erschwerend wirkt in diesem 65 Gewichtsprozent Si
Zusammenhang auch der Umstand, daß Nickel und Gewichtsprozent C
Nickel-Eisenlegierungen ohne kornverfeinernde Zu- Zugfestigkeit, N/mm'
sätze ein grobkörniges Schweißgut ergeben. Bruchdehnung (/ = 5d), %
50 50 Rest Rest <0,5 3,2 <0,l 1,2 <0,3 0,4 <0,l 0,12 400 520 3 26
DE19742437247 1974-08-02 1974-08-02 Schweißzusatzwerkstoff Expired DE2437247C2 (de)

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