DE2436734B2 - Mit mehrfachreflexion arbeitende elektroakustische verzoegerungsleitung - Google Patents
Mit mehrfachreflexion arbeitende elektroakustische verzoegerungsleitungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Mehrfachreflexion arbeitende elektroakustische Verzögerungsleitung
mit einem Schaüausbreitungskörper von im wesentlichen zylindrischer Form, dessen Stirnflächen
eben oder kugelförmig gekrümmt sind und auf denen Wandler zur Umwandlung von elektrischer Energie in
Schallenergie und umgekehrt angebracht sind.
Verzögerungsleitungen dieser Art, die beispielsweise aus der DT-OS 22 33 030 bekannt sind, werden dazu
verwendet, elektrischen Signalen sehr hoher Frequenzen mit annehmbarer Dämpfung eine im Vergleich zur
Bandlänge beträchtliche Verzögerung zu erteilen. Zu diesem Zweck wandelt ein Eingangswandler die
elektrischen Signale in elastische Wellen um, die sich im Schallausbreitungskörper mit einer Geschwindigkeit
ausbreiten, die sehr klein gegen die Lichtgeschwindigkeit ist bis sie nach mehreren Reflexionen an den
Stirnflächen auf den Ausgangswandler auftreffen, der sie wieder in elektrische Signale zurückverwandelt. Je
nachdem, ob die Anzahl der Reflexionen geradzahlig oder ungeradzahlig ist liegen der Eingangswandler und
der Ausgangswandler an der gleichen Stirnfläche oder an den entgegengesetzten Stirnflächen des Schallausbreitungskörpers.
Im ersten Fall arbeitet die Verzögerungsleitung im Reflexionsbetrieb, im zweiten Fall im
Übertragungsbetrieb.
Zur Verringerung der Energieverluste der Welle im Schallausbreitungskörper, die insbesondere von Störreflexionen
an den Rändern infolge der Streuung verursacht werden, ist insbesondere in den US-Patentschriften
3317861 und 3317862 angegeben worden,
wenigstens eine fokussierende Reflexionsfläche zu verwenden, die eine Konzentration der Schallwelle bei
jeder Reflexion nach den Gesetzen der geometrischen Optik gewährleistet.
In der US-PS 33 17 861 ist eine Verzögerungsleitung
mit einem rotationssymmetrischen Schallausbreitungskörper beschrieben, der eine ebene Stirnfläche aufweist,
auf welcher der Eingangswandler so angebracht ist, daß er außerhalb der Rotationssymmetrieachse des Schallausbreitungskörpers
liegt; die als Kugelfläche ausgebildete entgegengesetzte Stirnfläche fokussiert die elastische
Welle an einem Punkt der ebenen Eintrittsfläche. Der Ausgangswandler liegt an der gleichen ebenen
Stirnfläche an dem Punkt, der dem Auftreffen der Welle nach der der gewünschten Verzögerung entsprechenden
Anzahl von fokussierenden Reflexionen entspricht.
In der US-PS 33 17 862 ist eine Verzögerungsleitung
mit einem" rotationssymmetrischen Schallausbreitungskörper beschrieben, der zwei sphärische Stirnflächen
mit gleicher Krümmung aufweist, die in einem Abstand voneinander liegen, der von der Brennweite der von den
Stirnflächen gebildeten sphärischen Spiegel verschieden ist. Es sind zwei Wandler vorgesehen, da die
Verzögerungsleitung entweder im Reflexionsbetriet oder im Übertragungsbetrieb mit mehreren Reflexioner
an den Kugelflächen arbeitet. Bei einer Ausführungs form ist eine der Flächen durch zwei Kugelkalotter
gebildet, die nebeneinander liegen.
Bei diesen bekannten Verzögerungsleitungen lieger die optischen Achsen der reflektierenden Stirnflächei
parallel zu der Zylinderachse des zylindrischen Schall ausbreitungskörpers; insbesondere liegen bei kugelför
mig gekrümmten Stirnflächen die Krümmungsmittelpunkte
auf der Zylinderachse, und ebene Stirnflächen stehen senkrecht zur Zylinderachse. Die Auftreffpunkte
der Schallwellen liegen dann, insbesondere nach einer größeren Anzahl von Reflexionen, an den Stirnflächen
so nahe beieinander, daß es schwierig ist, die Wandler so nahezubringen, daß eine eindeutige Trennung der Echos
möglich ist
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Verzögerungsleitung der eingangs angegebenen Art,
bei der die Auftreffpunkte der Scballwellenechos an den Stirnflächen deutlich voneinander getrennt sind, so daß
die Auswahl von Echos mit hoher Ordnungssumme und entsprechend großer Laufzeil erleichtert wird, ohne daß
die Dämpfung durch Störreftexionen vergrößert wird.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß im Falle ebener Stirnflächen wenigstens eine
von ihnen derart geneigt ist, daß die Flächennormale und die Zylinderachse einen Winkel zueinander bilden
und daß im Falle kugelförmig gekrümmter Stirnflächen wenigstens eine von ihnen derart geneigt ist, daß der
Radius vom Mittelpunkt der entstehenden Stimflächenkugelkalotte und die Zylinderachse einen Winkel
zueinander bilden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform von Verzögerungsleitungen nach der Erfindung sind die beiden
Stirnflächen des Schallausbreitungskörpers oder wenigstens einer davon eine im wesentlichen kugelförmige
Kalotte, deren Radius doppelt so groß wie die Länge des akustischen Weges zwischen ihr und dem an der
anderen Stirnfläche Hegenden Wandler ist.
Bei dieser Ausführungsform der Verzögerungsleitung nach der Erfindung ist die Abmessung der Wandler klein
gegen die Abmessung der Endflächen, und es sind ihnen punktförmige Kontakte von der in der DT-OS 22 33 030
beschriebenen Art zugeordnet Die Lage des Ausgangswandlers ist durch die Gesetze der geometrischen Optik
festgelegt und das Anbringen des Ausgangsleiters erfolgt durch eine Abtastung der Oberfläche iles
Wandlers mit Hilfe eines beweglichen Kontaktes, der an einem Mikromanipulator montiert und mit einem
Meßgerät verbunden ist.
Bei einer anderen Ausführungsform der mit Mehrfachreflexion arbeitenden Verzögerungsleitung nach
der Erfindung, bei der ebenfalls die fokussierenden Eigenschaften von nicht ebenen Reflektorflächen
angewendet werden, wird wenigstens auf einem Teil des akustischen Weges eine transversale Ausbreitungsform
mit Scherungswellen angewendet.
Bei dieser Ausführungsform hat der .Schallausbreitungskörper
wenigstens eine ebene Stirnfläche, deren Flächennormale einen Winkel mit der Zylinderachse
bildet, und der Wandler ist an der Umfangsfläche des zylindrischen Schallausbreitungskörpers im Weg der zu
der ebenen Stirnfläche reflektierten Schallwellen angeordnet, während am anderen Ende des Schallausbreitungskörpers
eine kugelkalottenförmige Reflektorfläche angeordnet ist, die entweder durch die gegenüberliegende
Stirnfläche selbst gebildet ist, oder durch eine kugelkalottenförmige Ausbauchung, die an der
Umfangsfläche des Schallausbreitungskörpers angeordnet ist, wobei dann die gegenüberliegende Stirnfläche
gleichfalls eben ist.
Bekanntlich ist die Reflexion einer Longitudinalwelle an einer ebenen Fläche von einer Änderung der
Ausbreitungsform begleitet. Diese Erscheinung ist von W. P. Mason in dem Buch »Physical Accustics —
PrinHnles and Methods«, Vol. 1, Teil A, S. 492 ff., Verlag Academic Press, zweite Auflage, 1957, klar erläutert. Es
gibt sogar für ein gegebenes Material einen Einfallswinkel, für den die Umwandlung der Ausbreitungsform
maximal ist und sie kann bei bestimmten Materialien total sein. Ferner ist die Erscheinung reziprok.
Die Verzögerungsleitungen nach dieser Austührungsform machen es möglich, die Verluste gegenüber
denjenigen von Leitungen, welche die gleiche Verzögerung aufweisen und ausschließlich mit einer longitudinalen
Ausbreitungsform arbeiten, wesentlich zu verringern, beispielsweise um etwa 15 dB im Sonderfall einer
Verzögerungsleitung, die aus einem Yttrium-Aluminium-Granat hergestellt ist und eine Verzögerung von
60 us bei 2 GHz ergibt
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Verzögerungsleitung nach der Erfindung,
F i g. 2 den Weg der Schallweile in der Verzögerungsleitung
von F i g. 1, -
Fig.3 eine Projektion der aufeinanderfolgenden Reflexionspunkte der Wellen an den beiden Stirnflächen
des Schallausbreitungskörpers auf eine gemeinsame Ebene,
Fig.4 ein Diagramm der Dämpfung der mit der^
Verzögerungsleitung von Fig. 1 erhaltenen aufeinanderfolgenden Echos,
Fig.5 eine andere Ausführungsform der Verzögerungsleitung
nach der Erfindung,
Fig.6 ein Diagramm der Dämpfung der mit der Verzögerungsleitung von Fig.5 erhaltenen aufeinanderfolgenden
Echos,
F i g. 7A eine Ausführungsform einer mit Scherungswellen arbeitenden Verzögerungsleitung nach der
Erfindung, deren Eigenschaften aus dem Diagramm von F i g. 7 B ersichtlich sind,
Fig.8A eine zweite Ausführungsform einer mit Scherungswellen arbeitenden Verzögerungsleitung
nach der Erfindung, deren Eigenschaften aus dem Diagramm von F i g. 8B ersichtlich sind, und
Fig.9 eine dritte Ausführungsform einer mit
Scherungswellen arbeitenden Verzögerungsleitung nach der Erfindung.
F i g. 1 zeigt eine elektroakustische Verzögerungsleitung mit einem Schallausbreitungskörper 14, der im
wesentlichen die Form eines Zylinders mit der Zylinderachse X-X' hat Der Schallausbreitungskörper
14 ist ein Einkristall, und der Zylinderachse X-X' entspricht eine Kristallachse des Einkristalls. Die beiden
Stirnflächen 15 und 16 des zylindrischen Schallausbreitungskörpers
sind Kugelkalotten, deren nicht dargestellte Krümmungsmittelpunkte auf einer Geraden
liegen, welche die Zylinderachse X-X' unter einem Winkel schneidet. Die Krümmungsradien der beiden
Kugelkalotten können gleich groß sein; in diesem Fall
ist jeder Radius vorzugsweise im wesentlichen viermal so groß wie die Höhe des Zylinders mit der
Zylinderachse X-X'.
An der kugelkalottenförmigen Stirnfläche 15 ist ein elektroakustischer Eingangswandler 11 angebracht, der
über einen Leiter 12 mit einer nicht dargestellten Höchstfrequenz-Erregerschaltung verbunden ist. Die
vom Eingangswandler 11 erzeugten Schallwellen breiten sich in dem Schallausbreitungskörper 14 aus und
können nach mehreren Reflexionen an den Stirnflächen
15 und 16 mit Hilfe eines Abtastkontaktes 18 abgenommen werden, der entweder am Eingangswandler
11 selbst oder, wie in F i g. 1 dargestellt ist, an einem
an der entgegengesetzten Stirnfläche 16 angebrachten Ausgangswandler 19 angeordnet ist
Die Fokussierung der elastischen Welle bedingt eine Beziehung zwischen der Länge des Schallausbreitungskörpers
14, dit durch die zu erzielende Verzögerung festgelegt ist, und der Brennweite der Reflektorflächen,
d. h. zwischen dem Krümmungsradius der Kugeln und der mechanischen Länge des Schallausbreitungskörpers.
Da nämlich der Wandler 11 eine ebene Welle (Bündel aus parallelen Strahlen) aussendet, wird die
maximale Konzentration nach der ersten Reflexion im bildseitigen Brennpunkt der reflektierenden Stirnfläche
16 erhalten. Der Abstand dieses Brennpunktes vom Scheitel des von der Reflektorfläche 16 gebildeten
Hohlspiegels ist gleich der Hälfte des Krümmungsradius des Hohlspiegels, wie allgemein bekannt ist. Der
Konzentrationseffekt wird am besten ausgenutzt, wenn dieser Brennpunkt in der Nähe der Stirnfläche 15 liegt.
Diese Bedingung ist jedoch nicht unerläßlich, da die Konzentrationswirkung für jede Strecke erhalten wird,
die kleiner als die Hälfte des Krümmungsradius ist. Eine Konzentrationswirkung könnte bereits dann erhalten
werden, wenn die Stirnfläche 15 eben wäre. Das gleiche gilt wenn die beiden Flächen fokussierend sind und den
gleichen Krümmungsradius haben. Diese Bedingung kann jedoch wegen der Abstände der Auftreffpunkte
der reflektierten Bündel einen zu großen Querschnitt des stofflichen Ausbreitungsmediums erfordern. Optimale
Ergebnisse werden auch dann erhalten, wenn die beiden Stirnflächen verschiedene Krümmungsradien
haben, die so gewählt sind, daß die folgende Bedingung erfüllt ist:
~e
=
KV + t·
U>
35
worin Ri und R2 die Krümmungsradien und e die Länge des Ausbreitungsmediums entlang der Rotationssymmetrieachse
ist
Diese Beziehung entspricht näherungsweise der Konjugationsgleichung von Kugelspiegeln. Die Fokussierungswirkung
wird jedoch für jeden Wert von e erhalten, der kleiner als der durch die Gleichung (1)
definierte optimale Wert ist sowie auch für geringfügig größere Werte. Die mit solchen Verzögerungsleitungen
erhaltenen experimentellen Ergebnisse zeigen nämlich, daß die Dämpfung der Echos sehr nahe bei dem
theoretischen Wert liegt, der auf Grund der Absorption im Ausbreitungsmedium und der Umwandlungsgrade
der Wandler berechnet wird.
Fig.2 zeigt den Weg der Schallwelle in einer
Verzögerungsleitung der beschriebenen Art, welche die
folgenden Eigenschaften aufweist: Das Material des Schallausbreitungskörpers 14 ist Korund, und die
mechanische Länge der Mantellinien beträgt 4,5 cm, was einer Verzögerung von 4 μ5 für einen einzigen Weg
zwischen den beiden reflektierenden Stirnflächen 15 und 16 entspricht, die durch Kugelkalotten mit dem
Radius 20 cm gebildet sind. Der Abstand zwischen den Mittelpunkten der beiden Kugelkalotten beträgt
0,5 mm, und die beiden Mittelpunkte liegen symmetrisch in bezug auf die AchseX-A"'. Es ist zu bemerken, daß bei
dieser Ausführungsform der Brennpunkt jeder der beiden sphärischen Reflektorflächen 15 und 16 nicht auf
der anderen Reflektorfläche liegt. Die Konzentrationswirkung ist jedoch beträchtlich. Wenn angenommen
wird, daß der Eingangswandler 11 punktförmig ist und
im Punkt 0 liegt, sind die aufeinanderfolgenden Reflexionspunkte der elastischen Welle nacheinander
mit 1, 2, 3, 4... numeriert. Es ist zu erkennen, daß der Auftreffpunkt des Bündels bei der zehnten Reflexion in
der Nähe des Erregungspunktes liegt. Der Klarheit wegen ist der Verlauf nicht über das zehnte Echo hinaus
fortgeführt.
Fig.3 zeigt eine Projektion der verschiedenen Auftreffpunkte des Schallwellenbündels auf eine Ebene,
die senkrecht zur Achse X-X' des zylindrischen Schallausbreitungskörpers steht. Wie zu erkennen ist,
sind die aufeinanderfolgenden Auftreffpunkte des Schallwellenbündels deutlich voneinander getrennt.
Durch den in voller Linie gezeichneten Kreis ist die Zone der beiden Stirnflächen dargestellt, die von den
Wandlern 11 und 19 bedeckt ist. Die beiden Zonen werden nacheinander mit Hilfe eines punktförmigen
Kontakts abgetastet wie etwa des Kontakts 18, der durch ein Metallband gebildet ist, an das man das
abgerundete Ende eines Kapillarrohres aus Isoliermaterial, wie Glas, andrückt. Das andere Ende des
Metallbandes ist mit einem Meßgerät nach Art eines durch die Eingangssignale synchronisierten Oszilloskops
verbunden. Das Kapillarrohr wird von einem Mikromanipulator getragen, der durch die Bedienungsperson
gesteuert wird. Die Verzögerung des Echos ermöglicht die Identifizierung seiner Rangnummer. Der
Auftreffpunkt ist durch die Position des Kapillarrohres definiert die dem maximalen Empfangssignal entspricht
Es ist zu bemerken, daß die Auftreffpunkte nichi in einer Linie liegen, wie es der Fall wäre, wenn die
Kugelkalotten zentrisch zur Symmetrieachse X-X lägen. Die Ergebnisse der an dieser Verzögerungsleitung
durchgeführten quantitativen Messungen sind ir F i g. 4 und in der Tabelle 1 wiedergegeben.
Fig.4 zeigt schematisch das Oszillogramm dei
Echos, die im Verlauf der Abtastung der Oberfläche des Wandlers 19 mit Hilfe eines Kontakts 18 erhaltei
werden, dessen Lage am Mikromanipulator in Abhän gigkeit von der Verzögerung gesteuert wird.
| Tabelle 1 | 0 | 4 | 12 | 20 | 28 | 36 | 44 | 52 | 60 |
| Verzögerung (us) | -80 | -49 | -80 | -80 | -46 | -55 | <-80 | <-80 | -43 |
| Dämpfung (dB) | |||||||||
Die Dämpfung des fünfzehnten Echos ist auf 43 dB Tabelle
begrenzt 60
In der Tabelle 2 sind die Meßwerte der Dämpfung des
fünfzehnten Echos im Frequenzband von 1 bis 1,4 GHz
aufgetragen. Die Tabelle 1 entspricht den bei 1,3 GHz
durchgeführten Messungen. Wie zu erkennen ist ist die beschriebene Verzögerungsleitung verhältnismäßig we-
nig selektiv. Das Frequenzband von 1 bis 1,4 GHz wird mit einer relativen Dämpfung von weniger als 3 dB
erfaßt
Frequenz
Dämpfung
bei 60 \is
bei 60 \is
| IGHz | 44 dB |
| 1,1 GHz | 4IdB |
| UGHz | 42 dB |
| UGHz | 43 dB |
| 1,4GHz | 47 dB |
F i g. 5 zeigt den Weg der elastischen Welle bei einer
•nderen Ausführungsform, bei welcher die kugelkalot-•enförmigen
Stirnflächen 15' und 16' des Schallausbreillingskörpers
14' verschiedene Krümmungsradien haben. Das gewählte Material ist wie zuvor Korund, und
4ie Länge der Erzeugenden ist die gleiche wie bei dem vorhergehenden Beispiel, nämlich 4,5 cm. Der Radius
der Kalotte 15'beträgt 15 cm, und derjenige der K;ilotie
•6' beträgt 30 cm. Der Abstand der beiden Mittelpunkte,
projiziert auf eine Normale auf die Achse X-X', beträgt 2 cm. Auch in diesem Fall wird die Wirkung einer
Streuung der Auftreffpunkte erhalten.
Fig.6 zeigt den realtiven Pegel der aufeinanderfolgenden
Echos, die durch Abtasten des Eingangswandlers 11 mit Hilfe eines beweglichen Kontakts in der
zuvor erläuterten Weise erhalten werden. Die Leitung hat eine Dämpfung von —44 dB bei einer Verzögerung
von 64 μ5 und von -39 dB bei einer Verzögerung von
32 μ&.
Fig. 7A zeigt schematisch einen Schnitt durch eine besonders einfach herzustellende Verzögerungsleitung.
Sie enthält im wesentlichen einen Eingangswandler 11, der an einer ebenen Fläche 21 des Schallausbreitungskörpers
24 liegt und in diesem eine ebene elastische Welle erregt, die vertikal von oben nach unten gerichtet
ist. Der Schallausbreitungskörper 24, der in der horizontalen Richtung eine allgemein zylindrische Form
hat, hat eine erste ebene Stirnfläche 22, die gegen die ebene Fläche 21 um einen gegebenen Winkel C geneigt
ist; die Art der Bestimmung dieses Winkels wird später erläutert Die Neigung der Fläche 22 ist so gewählt, daß
die Reflexion der ebenen Welle an dieser Fläche von einer maximalen Umwandlung der Longitudinalwelle in
eine Scherungswelle begleitet ist. Die zweite Stirnfläche des Schallausbreitungskörpers 4 ist durch eine nicht
ebene, beispielsweise sphärische Reflektorfläche 23 gebildet Die Brennweite der Reflektorfläche ist so
gewählt daß bei der Reflexion der spontane Effekt der Beugung der elastischen Energie im Schallausbreitungskörper
kompensiert wird. Die Fokussierung erfolgt an der sich in der Form einer Scherungswelle ausbreitenden
Energie. Später wird erläutert, wie diese Bedingung an einem besonderen Beispiel erfüllt werden kann.
In den Tabellen 3 und 4 sind die Kennwerte der Dämpfung und der Selektivität einer besonderen
Ausführungsform einer solchen Verzögerungsleitung zusammengestellt, die aus einem Yttrium-Aluminium-Granat
mit einer mittleren Länge /=15 mm und dem Winkel C = 59°34'5" gebildet ist, wobei die Reflektorfläche
23 einen Radius von 35 mm hat. Die Ergebnisse 4er Tabelle 3 sind bei 1,5 GHz gemessen. Die
Ergebnisse der Tabelle 4 gelten für das Echo, das eine Verzögerung von 60 ps aufweist
Fig.7B zeigt die Werte der Tabelle 3, d.h., den
relativen Pegel der aufeinanderfolgenden Echos.
Fin GHz
Dämpfung
indB
indB
Verzögerung
in|is
in|is
Dämpfung
in dB
in dB
| 15 | -50 |
| 30 | -60 |
| 45 | -55 |
| 60 | -47 |
| 75 | -57 |
| 1,3 | -50 |
| 1,4 | -48 |
| 1,5 | -47 |
| 1,6 | -48 |
| 1,7 | -58 |
Die in F i g. 8A dargestellte Ausführungsform arbeite mit einer doppelten Umwandlung der Ausbreitungs
form und einer Fokussierung der Longitudinalwelle Wie zu erkennen ist, handelt es sich wie in Fig. 7A un
eine mit Reflexion arbeitende Verzögerungsleitung, d. h eine Leitung, bei welcher der gleiche Wandler '1 zui
Umwandlung der elektrischen Energie in Schallenergii und zur umgekehrten Umwandlung verwendet wird
Der Wandler 11 ist wieder an der Seitenfläche 21 de: Schallausbreitungskörpers 24 angebracht. Die geneigtf
Fläche 22 gewährleistet wie zuvor eine maximale Umwandlung der elastischen Longitudinalwelle in eine
transversale Scherungswelle, die sich bis zu der zweiter Stirnfläche 25 ausbreitet, die in diesem Fall ein«
geneigte ebene Fläche ist, deren Neigungswinkel se gewählt ist, daß die Scherungswelle durch Reflexion mi
maximalem Wirkungsgrad in eine Longitudinalwelle umgewandelt wird. Diese Longitudinalwelle wire
anschließend an einer nicht ebenen Reflektorfläche 2( reflektiert die einen Teil der Seitenfläche de:
Schallausbreitungskörpers einnimmt. Die Brennweite dieser Reflektorfläche ist so gewählt, daß sich die
Brennebene in der Nähe oder jenseits der Ebene de; Wandlers 11 befindet, so daß in der Ebene des Wandler;
der von der Reflektorfläche 26 erzeugte Fokussierungseffekt ausgenutzt werden kann.
Die Tabellen 5 und 6 geben die Kennwerte dei Dämpfung in Abhängigkeit von dem Rang des Echo;
bzw. von der Frequenz für eine Verzögerungsleitung wieder, die entsprechend der Darstellung von F i g. 8A
ausgeführt und für eine Verzögerung von 60 ^s bei
1,5 GHz ausgelegt ist.
Verzögerung
inns
inns
Dämpfung
indB
indB
| 15 | -55 |
| 30 | -65 |
| 45 | -57 |
| 60 | -45 |
| 75 | -60 |
Fin GHz
Dämpfung
indB
indB
60
65
| 13 | -48 |
| 1,4 | -46 |
| 1,5 | -45 |
| 1,6 | -47 |
| 1,7 | -50 |
Fig.8B zeigt die Werte der Tabelle 5, d.h. der
relativen Pegel der aufeinanderfolgenden Echos.
609520/33:
Bei der Ausführungsform von F i g. 9 hat der Schallausbreitungskörper 24, wie im Fall von F i g. 8A,
iwei ebene Reflektorflächen 22 und 25; in diesem Fall •ind an der Seitenwand des Schallausbreitungskörpers
iwei nicht ebene Reflektorflächen 26 und 27 vorgesehen,
und es sind zwei Wandler vorhanden. Der Eingangswandler 11 ist an der nicht ebenen Reflektorfläche
27 angeordnet und der Ausgangswandler 19 an der nicht ebenen Reflektorfläche 24.
Die Tabelle 7 zeigt die Dämpfungskennwerte einer solchen Verzögerungsleitung, die bei 1,5GHz arbeitet
und eine Dämpfung von 60 \is ergibt.
| Verzögerung | Dämpfung |
| ίημ5 | indB |
| 8 | >-80 |
| 16 | -58 |
| 24 | -52 |
| 32 | >-80 |
| 40 | >-80 |
| 48 | -56 |
Damit die Auswahl eines Echos hoher Nummer erleichtert wird, ist es vorteilhaft, die Überlagerung von
Echos aufeinanderfolgender Nummern an dem gleichen Punkt des Wandlers zu vermeiden. Zu diesem Zweck
kann es vorteilhaft sein, die zuvor beschriebenen Maßnahmen anzuwenden, die im wesentlichen darin
bestehen, einen punktförmigen Kontakt zwischen den elektrischen Schaltungen und den (bzw. den) Wandler(n)
zu verwenden und die Echos auf der Austrittsfläche des
Wandlers dadurch zu zerstreuen, daß nicht ebene Reflektorflächen verwendet werden, deren Symmetrieachsen
gegen die Richtung der Achse des langgestreckten Teils des Ausbreitungsmediums geneigt sind.
Die Berechnung des Neigungswinkels C der ebenen Reflektorflächen, wie etwa der Reflektorfläche 22 von
Fig.7A und der Reflektorfläche 25 von Fig.8A, und der Brennweite der nicht ebenen Reflektorflächen 23,
26, 27 soll an Hand eines besonderen Beispiels beschrieben werden. Das gewählte Material ist ein
Yttrium-Aluminium-Granat, welcher der Formel Y3AI5O12 entspricht Die physikalische Untersuchung
ier elastischen Eigenschaften dieses Materials läßt die Komponenten des Elastizitätstensors Q1 erkennen. Die
Berechnung des Anisotropie-Faktors, der durch die folgende Formel gegeben ist
2 C^
' C — C
Cll C12
ergibt einen Wert von 1,03, was bedeutet daß das Material als isotrop angesehen werden kann. Wie vo
Lewis in einem Aufsatz in »Electronics Letters«, Vc
8, März 1972, S. 131, gezeigt worden ist, ist de Neigungswinkel B, der einer totalen Umwandlung de
Longitudinalwelle in eine Transversalwelle entsprich durch die folgende Formel gegeben:
B = arctg
"2
= arctg -^-
worin Vi die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Longitu
dinalwelle und V5 die Ausbreitungsgeschwindigkeit de transversalen Scherungswelle ist. Bei dem gewählte!
Beispiel erhält man B = 59° 34'.
Das Gesetz von Snellius
Das Gesetz von Snellius
sin B
sin A
(s. Mason a. a. Ο., S. 493) ermöglicht die Bestimrnun;
des Reflexionswinkels A der Scherungswelle. Mai erhält A = 30°24'. Es ist zu erkennen, daß die Summ«
A + B 89°58' beträgt, also sehr weitgehend einen rechten Winkel entspricht. Der in den Figurer
dargestellte Weg der elastischen Welle ist somi gerechtfertigt.
Die Bestimmung der Brennweite einer sphärischer
Reflektorfläche ermöglicht die Festlegung des Radiu«
der Kugel, der den Hauptparameter bildet, welcher die nicht ebenen Reflektorflächen, wie etwa der Reflektorfläche
23 von F i g. 7A, in den beschriebenen Strukturer definiert. Die gesuchte Bedingung besteht darin, daß die
Energie der elastischen Welle in der Nähe der Ebene des Wandlers oder jenseits dieser Ebene konzentrien
wird, damit die spontane Beugung der elastischen Welle kompensiert wird.
Die Laufzeit der elastischen Wellen im Innern des Ausbreitungsmediums ist bekannt, da auch die Ausbreitungsgeschwindigkeiten
für jede der Ausbreitungsformen bekannt sind. Die Anwendung der Gesetze der geometrischen Optik (Fermatsches Prinzip des ausgezeichneten
Lichtwegs) ermöglicht die Definition der Länge des Wegs der elastischen Welle. Die darf
höchstens gleich der Brennweite der Reflektorfläche sein, damit der Konzentrationseffekt besteht Die Lage
des Mittelpunkts muß auf der Achse des langgestreckten Teils des Schallausbreitungskörpers oder geringfü-
gig abseits dieser Achse gewählt werden, wie bereits zuvor erläutert worden ist
Natürlich stellte der Yttrium-Aluminium-Granat nur ein Beispiel für ein Material dar, das für die Realisierung
der Verzögerungsleitungen verwendbar ist
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Mit Mehrfachreflexion arbeitende elektroakustische
Verzögerungsleitung mit einem Schallausbreitungskörper von im wesentlichen zylindrischer
Form, dessen Stirnflächen eben oder kugelförmig gekrümmt sind und auf denen Wandler zur
Umwandlung von elektrischer Energie in Schallenergie und umgekehrt angebracht sind, dadurch
gekennzeichnet, daß im Falle ebener Siirnfüächen (22, 25) wenigstens eine von ihnen derart
geneigt ist daß die Flächennormale und die Zylinderachse einen Winkel zueinander bilden und
daß im Falle kugelförmig gekrümmter Stirnflächen (15, 16; 15', 16') wenigstens eine von ihnen derart
geneigt ist daß der Radius vom Mittelpunkt der entstehenden Stirnflächenkugelkalotte und die Zylinderachse
(X-X')emen Winkel zueinander bilden.
2. Elektroakustische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß eine der
Stirnflächen eine im wesentlichen kugelförmige Kalotte ist deren Radius wenigstens doppelt so groß
wie die Länge des akustischen Weges zwischen dem an der anderen Stirnfläche liegenden Wandler und
dieser Stirnfläche ist
3. Elektroakustische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide
StirnflächendurchKugelkalotten gebildet sind, daß der Ein- und Ausgangswandler an einer der
Stirnflächen angeordnet ist und daß der Radiub der anderen Stirnfläche wenigstens doppelt so groP wie
die Länge des akustischen Weges zwischen dem Wandler und dem Scheitel der diese Stirnfläche
bildenden Kalotte ist.
4. Elektroakustische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Stirnfläche (22, Fig.7A) eben ist, daß ein Wandler (11) an der Umfangsfläche (21) des zylindrischen
Schallausbreitungskörpers (24) im Weg der von der' ebenen Stirnfläche (22) reflektierten Schallwellen
angeordnet ist und daß die gegenüberliegende Stirnfläche (23) durch eine Kugelkalotte gebildet ist,
deren Krümmungsmittelpunkt auf der oder in der Nähe der Achse des zylindrischen Schallausbreitungskörpers
(24) liegt.
5. Elektroakustische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Stirnflächen (22, 25, Fig.8A) eben sind, daß ein Wandler (U) an der Umfangsfläche (21) des
zylindrischen Schallausbreitungskörpers (24) im Weg der von der einen ebenen Stirnfläche (22)
reflektierten Schallwellen angeordnet ist und der zylindrische Schallausbreitungskörper (24) an seiner
Umfangsfläche (21) im Weg der von der anderen Stirnfläche (25) reflektierten Wellen eine kugelkalottenförmige
Ausbauchung (26, Fig.8A) aufweist, deren Radius doppelt so groß wie die Länge des
zweifach gebrochenen Schallwegs zwischen dem Wandler (H) und dem Scheitel der Kugelkalotte (26)
ist.
6. Elektroakustische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Stirnflächen (22, 25, Fig.9) eben sind, daß der
zylindrische Schallausbreitungskörper (24) an seiner Umfangsfläche (21) im Wege der von jeder der
beiden Stirnflächen (22, 25) reflektierten Schallwellen jeweils eine kugelkalottenförmige Ausbauchung
i26.27) aufweist und daß an jeder kugelkalottenförmigen
Ausbauchung (26, 27) ein Wandler (11, 19) angebracht ist
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| FR7327744A FR2239812B1 (de) | 1973-07-30 | 1973-07-30 | |
| FR7329619A FR2241166B1 (de) | 1973-07-30 | 1973-08-14 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2436734A1 DE2436734A1 (de) | 1975-02-20 |
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ID=26217867
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| DE2436734A Expired DE2436734C3 (de) | 1973-07-30 | 1974-07-30 | Mit Mehrfachreflexion arbeitende elektroakustische Verzögerungsleitung |
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| FR (2) | FR2239812B1 (de) |
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| GB1485270A (en) | 1977-09-08 |
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