DE2424809C3 - Wärmehärtbares, pulverförmiges Überzugsmittel - Google Patents

Wärmehärtbares, pulverförmiges Überzugsmittel

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DE2424809C3 DE19742424809 DE2424809A DE2424809C3 DE 2424809 C3 DE2424809 C3 DE 2424809C3 DE 19742424809 DE19742424809 DE 19742424809 DE 2424809 A DE2424809 A DE 2424809A DE 2424809 C3 DE2424809 C3 DE 2424809C3
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Description

a) 4 bis 28 Gewichtsprozent älhylenisch ungesättigten Epoxydmonomeren mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen der allgemeinen Formel
Ix IV
I I
CH = C — R'„' — CH — CH2
worin R und R' = —H oder —CH3 und η den Wert 1 oder 0 darstellt, R"
-C-O-CH2-
Il ο
oder
-CH2-O-CH2-
oder
-CH2 O-C-CH=CH C-O CH2
Il Il
ο ο
35
40
45
50
_ f 0 \ r- r» /"u
60
bedeutet,
b) 10 bis 96 Gewichtsprozent Acryl- oder Methacrylsäureester von aliphatischen gesättigten Monoalkoholen mit I bis 8 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls bis zu
c) 70 Gewichtsprozent Styrol oder Vinyltoluol
und daß die Komponenten (B) und (C) in einer Menge von 4 bis 20 Gewichtsprozent als Addukt einer gesättigten geradkettigen aliphatischen Dicarbonsäure mit 7 bis 14 Kohlenstoffatomen und 2,4,6-Tris(N',N",N'"-dimethylaminomethyl)-phenol vorliegen, wobei die Komponenten des Adduktes im Gewichtsverhältnis von 97:3 bis 99:1 vorliegen.
2. Verfahren zum Herstellen des im Anspruch 1 genannten pulverförmigen Überzugsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß dieses durch Vermischen, homogenisierende Verschmelzung und gemeinsames Vermählen der erforderlichen Komponenten hergestellt wird.
3. Verwendung des pulverförmigen Uberzugsmittels nach Anspruch 1 zur Herstellung von überzügen, die in etwa 15 bis 30 Minuten bei etwa 150 bis 1800C eingebrannt werden.
Die Erfindung betrifft wärmehärtbare, pulverförmige überzugsmittel, häufig auch Pulverlacke genannt, die für das Aufbringen einer zusammenhängenden Beschichtung mit hervorragenden Eigenschaften nach der Wärmehärtung geeignet sind. Dieses enthält ein spezifisch ausgewähltes Acrylharz und ein spezifisches Härtungsmittel.
Es ist bereits bekannt, wärmehärtbare, pulverförmige überzugsmittel auf der Basis von Copolymerisaten, welche Glycidylgruppen enthalten, herzustellen und zu verwenden. Derartige bekannte Produkte haben jedoch den Nachteil, daß diese bei Temperaturen oberhalb 2000C eingebrannt werden müssen, um beständige Filme zu erhalten.
Wird versucht, in derartigen bekannten pulverformigen überzugsmittel die Einbrenntemperaturen durch Zugabe von Beschleunigern herabzusetzen, ist die Wirkung unzureichend oder die erhaltenen Filme vergilben bereits beim Einbrennvorgang, und zuweilen treten auch Haftungsstörungen auf.
Solche bekannten Pulverbeschichtungsmittel sind in den deutschen Offenlegungsschriften 2240 312, 22 40 314. 22 40 315, 20 57 577, 20 64 916, 22 14 650 und 21 22 313 beschrieben.
1. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein wärmehärtbares, pulverförmiges überzugsmittel zur Verfugung zu stellen, welches gegenüber den bekannten pulverförmigen Uberzugsmitteln in verschiedener Richtung gleichzeitig Verbesserungen aufweist. Das eine Ziel ist, daß das pulverformige überzugsmittel durch einfaches Vermischen, homogenisierende Verschmelzung und gemeinsames Vermählen der erforderlichen Komponenten herstellbar ist.
2. Das durch intensive Mischung, homogenisierende Verschmelzung und Vermahlung hergestellte pulverfSrmige überzugsmittel soll bei den üblichen i.agerungstemperaturen zwischen etwa -40 bis +400C lagerungsbeständig sein.
3. Das überzugsmittel soll nach dem Aufbringen schon durch Einbrennen bei etwa 150 bis 1800C in etwa 15 bis 30 Minuten zu gut verlaufenden blasen- und kraterfreien hochglänzenden nicht vergilbenden Beschichtungen führen.
4. Die eingebrannten Filme sollen nicht vergilben und neben einer ausgezeichneten Wittcrungsbestän-
digkeit erheblich verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen organische Lösungsmittel und Chemikalien aufweisen, wobei sich der Vergleich auf solche Pulverlacke bezieht, die auf Acrylatmischpolymerisatbasis aufgebaut sind. ,-
Gegenstand der Erfindung ist ein pulverförmiges überzugsmittel aus einer Mischung aus
(A) einem Copolymeren, welches Glycidylgruppen enthält und ein Copolymerisat von mehreren äthylenisch ungesättigten Verbindungen ist mit relativ niedrigem Molekulargewicht,
(B) mindestens einer aliphatischen Dicarbonsäure als Härter in einer Menge, die 0,8 bis 1,1 Säuregruppen pro Epoxygruppe des Copolymeren entspricht, '5
(C) einem Härtungsbeschleuniger in Form einer organischen Base und gegebenenfalls
(D) einem Flußregelungsmittel in einer Menge von wenigstens 0,05 Gewichtsprozent der Mischung, das ein Polymer mit einem Molekulargewicht (Mn) von wenigstens 1000 ist und eine Glasübergangstemperatur aufweist, die um wenigstens 500C niedriger als die Glasübergangstemperatur des Copolymeren (A) ist, und anderen üblichen Zusätzen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (A) zu 80 bis 96 Gewichtsprozent im überzugsmittel vorliegt und aus Mischpolymerisaten besteht, die Erweichungspunkte nach Durran von etwa 90 bis 1200C besitzen und in organischen Lösungsmitteln löslich sind, und zwar aus:
a) 4 bis 28 Gewichtsprozent ätbylenisch ungesättigten Epoxydmonomeren mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen der allgemeinen Formel
R'
bedeutet,
b) 10 bis 96 Gewichtsprozent Acryl- oder Methacrylsäureester von aliphatischen gesättigten
2S
CH = C — R;' - CH — CH2
worin R und R' = —H oder —CH3 und η den Wert 1 oder 0 darstellt, R"
—C-O-CH2-O
oder
-CH2-O-CH2-
oder
-CH2-O-C-CH=CH-C-O-CH2-
O O
oder
Monoalkoholen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen und gegebenenfalls bis zu
c) 70 Gewichtsprozent Styrol oder Vinyltoluol
und daß die Komponenten (B) und (C) in einer Menge von 4 bis 20 Gewichtsprozent als Addukt einer gesättigten geradkettigen aliphatischen Dicarbonsäure mit 7 bis J 4 Kohlenstoffatomen und 2,4,6-Tris(N',N",N'"- dimethylaminomethyl)- phenol vorliegen, wobei die Komponenten des Adduktes im GewichtsverhälEnis von 97:3 bis 99:1 vorliegen. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Komponente (A) aus einem Copolymerisat, aufgebaut aus:
c) 14 bis 18 Gewichtsprozent Glycidylmethacrylat,
b) 10 bis 14 Gewichtsprozent 2-Äthylhexylacrylat und 25 bis 35 Gewichtsprozent Methylmethacrylat und
c) 40 bis 55 Gewichtsprozent Styrol.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Komponente (A) aus einem Copolymerisat, aufgebaut aus:
a) 14 bis 18 Gewichtsprozent Glycidylmethacrylat,
b) 10 bis 14 Gewichtsprozent 2-Äthylhexylacrylat und 40 bis 55 Gewichtsprozent Methylmethacrylat und
c) 25 bis 35 Gewichtsprozent Styrol.
Als Komponente (A) können Glycidylacrylat, Glycidylmethacrylat, Allylglycidyläther, Methallylglycidyläther, Glycidylcrotonat, Vinylglycidyläther, Allylglycidylmaleinat, Allylglycidylphthalat, Butadienmonoxyd eingesetzt werden.
Als Komponente (B) können Acryl- oder Methacrylsäureester von aliphatischen gesättigten Monoalkoholen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen Verwendung finden:
Methylmethacrylat,
Äthylacrylat,
Butylacrylat,
2-Äthylhexylacrylat,
2-Äthylhexylmethacrylat,
Isobutylacrylat,
Butylmethacrylat.
Bevorzugt werden n-Butylacrylat, n-Butylmethacrylat oder 2-Äthylhexylacrylat eingesetzt.
Die Herstellung der Copolymerisate erfolgt nach bekannten Verfahren der Substanz-, Lösungs- und Dispersionspolymerisation, vorzugsweise durch Lösungspolymerisation. Derartige Verfahren sind beispielsweise beschrieben in Methoden der Organischen Chemie, Houben —Weyl, 4.Auflage, Bd. 14/1, S. 24 bis 556 (1961).
Wird in Lösung polymerisiert, so können Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, Äthanol, iso-Propanol, n-Propanol, n-Butanol, iso-Butanol, tert.-Butanol, Essigsäuremethyl-bis-butylester, Aceton, Methyläthylketon, Benzol, Toluol u. a. eingesetzt werden.
Die Polymerisation wird bei Temperaturen von 40 bis etwa 1200C durchgeführt.
Als Initiatoren können beispielsweise Percarbonate, Perester, wie tert.-Butylperpivalat, Peroctoat; Benzoylperoxid, o-Methoxybenzoylperoxid, Dichlorbenzoylperoxid, Azodiisobutterdinitril, in Mengen von 0,5 bis 8 Gewichtsprozent, bezogen auf Monomere, eingesetzt werden.
40
Weiter können übliche Molekulargewichtsregler, wie n- oder tert.-Dodecylmercaptan, mitverwendet werden.
Die Copolymerisatlösung wird durch Abdestillieren im Vakuum oder in geeigneten Vorrichtungen, vorzugsweise Verdampferschnecken, bei Temperaturen von etwa 90 bis 220° C vom Lösungsmittel befreit, abgekühlt, granuliert und vermählen. Jedoch kann die Isolierung auch nach anderen Verfahren erfolgen, etwa durch Sprühtrocknung, Entfernung des Solvenz mi· Wasserdampf und gleichzeitiges Dispergieren in Wasser oder durch Ausfällen mit Wasser aus einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel.
Als Dicaibonsäuren, die 7 bis 14 Kohlenstoffatome besitzen, sind für die Herstellung des Adduktes (Komponente B) Pimelinsäure, Suberinsäure, Azelainsäure, Sebazinsäure und Undecan-l,ll-dicarbonsäure brauchbar. Im allgemeinen werden solche aliphatischen Dicarbonsäuren mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 80 bis 160° C bevorzugt. Es ist bekannt, 2,4,6 - Tris(N',N ",N'" - dimethylaminomethyl) - phenol als Härtungsmittel (primärer Härter) für Epoxidharze zu verwenden. Ferner ist dessen Verwendung in Kombination mit Polyaminoamiden Tür den gleichen Zweck bekannt. Für Epoxidharzbeschichtungen. die einen Härter enthalten, hat man den Zusatz von katalytischen Mengen von 2.4.6-Tris(N',N",N'"-dimethylaminomethyl)-phenol empfohlen (vgl. Bulletin, »Härter für Epoxydharze der ANCHOR Chemical Company Ltd., Manchester 11, England. S. 7 und 8).
Es war jedoch nicht bekannt und auch nicht zu erwarten, daß dieses bekannte Härtungsmittel als Addukt mit geradkettigen aliphatischen Dicarbonsäuren mit 7 bis 14 Kohlenstoffatomen eine beschleunigende Wirkung auf die Säurehärtung der Epoxidharze ausüben würde, wobei überraschenderweise keine Vergilbung bei oder nach der Aushärtung auftritt und häufig das Flußregulierungsmittel (D) nicht mehr erforderlich ist.
Als Flußregelungsmittel (D) kann in dem pulverförmigen Oberzugsmittel ein Acrylpolymer mit einer Glasübergangstemperatur verwendet werden, die um wenigstens 50 C niedriger als die Glasübergangstemperatur des in der Mischung verwendeten Copolymeren ist.
Bevorzugte Acrylpolymere, die als Flußregelungsmittel verwendet werden können, sind Polylaurylacrylai. Polybutylacrylat, Poly(2-äthylhexylacrylat). Polylaurylmethacrylat und Polyisodecylmethacrylat.
Das Flußregelungsmittel kann auch ein fluoriertes Polymeres sein, das bei der Einbrenntemperatur der Pulvermischung eine niedrigere Oberflächenspannung als das in der Mischung verwendete Copolymer aufweist. Wenn als Flußregelungsmitlel ein fluoriertes Polymer verwendet wird, werden Fister aus Polyäthylenglykol oder Polypropylenglykol und fluorierten Fettsäuren bevorzugt. Ein geeignetes Flußregelungsmittel ist beispielsweise ein Ester aus Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von über 2500 und Perfluoroctansäure. Weiter können den Schmelzen Verlaufsmittcl, wie Silikone, Polyester, Ketonharze, Epoxidharze, Cellulosederivate zugesetzt werden. Es ist auch möglich, Pigmente, Verlaufsmittel und andere in solchen Überzugsmitteln übliche Zusätze zuzusetzen.
Das Addukt aus einer gesättigten geradkettigen aliphatischen Dicarbonsäure mit 7 bis 14 Kohlenstoffatomen und 2,4,6-Tris(N',N",N'"-dimethylaminomethyl)-phenol wird durch Schmelzen der aliphatischen Dicarbonsäure unter Inertgas, z. B. Stickstoff, und Eintragen des 2,4,6-Tris(N',N",N'"-dimethylaminomethyl)- phenols unter Weitererhitzen der Schmelze für 5 bis 10 Minuten und Abschrecken der Schmelze hergestellt. Die Schmelztemperaturen liegen etwa zwischen 80 und 160° C. Das Abschrecken erfolgt z. B durch Aufgießen der Adduktschmelze auf kalte Metallplatten.
Brauchbare Addukte können folgende Zusammensetzung haben:
98 Gewichtsteile Pimelinsäure und 2 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N',N",N"' - dimethylaminomethyl)-phenol,
98 Gewichtsteile Suberinsäure und 2 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N',N",N'" - dimethylaminomethylhphenol,
98 Gewichtsteile Azelainsäure und 2 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N',N",N'" - dimethylaminomethylKphenol,
98,5 Gewichtsteile Azelainsäure und 1,5 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N\N",N"' - dimethylaminomethyl )-phenol,
99 Gewichtsteile Azelainsäure und 1 Gewichtsteil 2,4,6 - Tris(N',N",N'" - dimethylaminomethyl)-phenol,
98 Gewichtsteile Sebazinsäure und 2 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N',N",N'" - dimethylaminomethyl)-phenol,
98,5 Gewichtsteile Sebazinsäure und 1,5 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N',N",N'" - dimethylaminomethyO-phenol,
97,5 Gewichtsteile Undecan-l.ll-Dicarbonsäure und 2,5 Gewichtsteile 2,4,6-Tris(N',N",N"'-dimethylaminomethyl)-phenol.
Bevorzugte Addukt-Zusammensetzung sind die folgenden :
98 Gewichtsteile Azelainsäure und 2 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N',N",N'" - dimethylaminomethyl)-phenol,
98 Gewichtsteile Sebazinsäure und 2 Gewichtsteile 2,4,6 - Tris(N',N",N" - dimethylaminomethyO-phenol.
Die lösungsmittelfreien, gegebenenfalls pigmentierten, im unvernetzten Zustand spröden Komponenten werden auf ein etwa 100 bis 300 μπι freies Korn gemahlen, unter gutem Mischen oder Kneten bei etwa 95 bis 1100C geschmolzen, abgekühlt und nach dem Erstarren erneut auf eine Korngröße von 30 bis 120 μΐη gemahlen und eventuell nach Korngröße gesichtet.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden pulverförmigen überzugsmittel sind bei Temperaturen von mindestens 30 bis 400C, vorzugsweise 40° C, noch rieselfähig, besitzen Verlaufstemperaturen von etwa 80 bis 120° C und werden bei Temperaturen ab 130° C, vorzugsweise 160 bis 1800C, eingebrannt, wobei Vernetzung erfolgt.
Das Auftragen der pulverförmigen überzugsmittel erfolgt auf geeignete Unterlagen, insbesondere Metalle, nach den bekannten Methoden, z. B. des elektrostptischen Pulversprühverfahrens.
Die eingebrannten Filme des erfindungsgemäß verwendeten pulverförmigen überzugsmittel besitzen eine ausgezeichnete Haftfestigkeit und Härte bei gleichzeitiger Elastizität. Ferner zeichnen sie sich
durch einen hohen Glanz, sehr gute Witterungsbeständigkeit und eine sehr gute Waschlaugenbeständigkeit aus.
Die Pulver dienen zur Beschichtung von Haushaltsgeräten, von Metallteilen im Automobilbau, von Metallteilen, die Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, wie Fassadenbleche, Rohre, Drahtgeflechte, von Geräten für die Forst- und Landwirtschaft sowie andere Metallteile für die Innenarchitektur.
In den folgenden Beispielen wird die Herstellung der Pulver und ihre Verwendung als elektrostatisch versprühbare Pulver beschrieben. Die in den Beispielen angegebenen Teile und Prozente beziehen sich auf das Gewicht, sofern nicht anders vermerkt.
'5
Beispiel 1
In einem 2-1-Rührtopf mit Rückflußkühler, Thermometer und zwei Tropftrichtern legt man 490 g Toluol vor. Das Toluol wird auf Rückflußtemperatur von etwa 112°C gebracht und hierzu im Verlaufe von 4 Stunden gleichzeitig zwei monomere Gemische, nämlich
a) 550 g Styrol,
338 g Methylmethacrylat, 150 g 2-Äthylhexylacrylat.
212 g Glycidylmethacrylat und
b) 44 g tert.-Butyl-peroctoat und
44 g Toluol
zugetropft. Anschließend wird noch 1 Stunde unter Rückfluß gehalten und dabei zusätzlich 2 g tert.-Butyl-peroctoat zugetropft. Anschließend wird noch 2 Stunden unter Rückfluß bei etwa 118 bis 12O0C nachpolymerisiert. Das erhaltene Copolymerisat zeigt eine Viskosität nach Gardner — Holdt von M —N als 50%ige Lösung in Toluol bei 20C gemessen. Durch Abdestillieren des Toluols bis zu 200" C unter vermindertem Druck bei 40 Torr wird ein sprödes, gut pulverisierbares klares Festharz erhalten.
300 g des erhaltenen Festharzes werden zusammen mit 40 g eines Adduktes. bestehend aus
97,8 Gewichtsprozent Azelainsäure und
2,2 Gewichtsprozent 2,4,6-Tris(N',N",N'"-di-
methylaminomethyl)-phenol und
140 g Titandioxyd (vom Rutiltyp) mit einer Korngröße von etwa 80 bis 200 μ
gemahlen. Anschließend wird das Pulvergemisch bei 104° C 4 Minuten in einem Extruder gemischt, die Schmelze wird auf Raumtemperatur abgeschreckt und zu einem etwa 80 μ feinen Korn gemahlen.
Mit einer Elektrosprühpistole wird das pulverformige überzugsmittel auf entfettete phosphatierte verzinkte Stahlbleche aufgebracht und anschließend 30 Minuten bei 1800C eingebrannt
Es resultieren Beschichtungen mit folgenden Eigenschaften:
Schichtstärke 55—60 μΐη
Verlauf visuell 2
Knickprobe 0—1
Gflbung 0—1
60 Xylolbeständigkeit 2 Stunden .... 0
Bleistifthärte H 5
Erichsen-Tiefung 7,2 mm
Glanz nach Lange 92
Gitterschnitt 0
Lagerstabilität der konfektionierten Pulver bei 400C
7 Tage 0—1
Beispiel 2
Es wird wie im Beispiel 1 beschrieben gearbeitet, jedoch wird abweichend mit 660 g Toluol und Initiator aus folgendem Monomerengemisch, nämlich
a) 324 g Styrol,
443 g Methylmethacrylat,
129 g 2-Äthylhexylacrylat,
184 g Glycidylmethacrylat und
b) 60 g Toluol und
34 g tert.-Butylperoctoat
ein Copolymerisat hergestellt.
Das erhaltene Copolymerisat wird gemäß der Angaben im Beispiel 1 zu einem pulverförmiger überzugsmittel, das zusätzlich besseren Verlauf und bessere Wetterbeständigkeit aufweist, verarbeitet.
Anwendungstechnische Prüfung zürn Nachweis de; erzielten technischen Fortschritts
Einbrenn C'30 Min. Schicht- Dorn
bedingung C/30Min. dicke biege-
prüfung
1C 30 Min. ASTM
C/30Min. (;im) D 522-4
Beispiel 2 der 170c 50—60 σ-1
vorliegenden 190c 52—60 0
Erfindung
Das gleiche 170c 54—62 5
Harz, jedoch 190° 48—56 4—5
mit der gleichen
Menge Azelain
säure entspre Erichsen-
chend der TieCung
DT-OS DlN
2214 650 53)56
versetzt 7,2
7,4 Glanz Xylol-
0,8 nach besländig-
1,4 Lance keil
15 Min.
Beispiel 2 der vor 94 0
liegenden Erfindung 92 0
Das gleiche Harz, 96 5
jedoch mit der 94 3—4
gleichen Menge
Azelainsäure ent
sprechend der DT-OS
2214650 versetzt
609653*341

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Pulverformiges überzugsmittel aus einer Mischung aus
(A) einem Copolymeren, welches Glycidylgruppen enthält und ein Copolymerisat von mehreren äthylenisch ungesättigten Verbindungen ist ■mit relativ niedrigem Molekulargewicht,
(B) mindestens einer aliphatischen Dicarbonsäure als Härter in einer Menge, die 0,8 bis 1,1 Sa uregruppen pro Epoxygruppe des Copolymeren entspricht,
(C) einem Härtungsbeschleuniger in Form einer organischen Base und gegebenenfalls
(D) einem Flußregelungsmittel in einer Menge von wenigstens 0,05 Gewichtsprozent der Mischung, das ein Polymer mit einem Molekulargewicht (Mn) von wenigstens 1000 ist und eine Glasübergangstemperatur aufweist, die um wenigstens 500C niedriger als die Glasübergangstemperatur des Copolymeren (A) ist, und anderen üblichen Zusätzen,
25
dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (A) zu 80 bis 96 Gewichtsprozent im überzugsmittel vorliegt und aus Mischpolymerisaten besteht, die Erweichungspunkte nach D u rr a η von etwa 90 bis 1200C besitzen und in organischen Lösungsmitteln löslich sind, und zwar aus:
DE19742424809 1974-05-22 1974-05-22 Wärmehärtbares, pulverförmiges Überzugsmittel Expired DE2424809C3 (de)

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US05/560,636 US4095002A (en) 1974-05-22 1975-03-21 Heat-curable pulverulent coating agent of a mixture of copolymers containing glycidyl groups and an adduct of aliphatic dicarboxylic acid and 2,4,6-tris(N',N",N'"-dimethylaminomethyl)-phenol
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IT23573/75A IT1038324B (it) 1974-05-22 1975-05-21 Agente di rivestimento polverulento termoindurente costituito da una miscela di copolimeri contenenti gruppi glicidilici e di un prodotto di addizione di acidi alifatici bicarbossilici e 2.4.6 tris n.n.n. dimetilamminometil fenolo

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DE2424809B2 DE2424809B2 (de) 1976-04-29
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