DE2424503C3 - Halbautomatische Spulenwechselvorrichtung für Textilmaschinen - Google Patents

Halbautomatische Spulenwechselvorrichtung für Textilmaschinen

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DE2424503C3
DE2424503C3 DE19742424503 DE2424503A DE2424503C3 DE 2424503 C3 DE2424503 C3 DE 2424503C3 DE 19742424503 DE19742424503 DE 19742424503 DE 2424503 A DE2424503 A DE 2424503A DE 2424503 C3 DE2424503 C3 DE 2424503C3
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DE19742424503
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Jean St. Pierre-De-Colombier Gleyze (Frankreich)
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Description

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Die Erfindung betrifft eine halbautomatisch arbeitende Spulenwechselvorrichtung in einer Aufwickelvorrichtung für textile Fäden gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche.
Die Erfindung ist besonders angepaßt an Maschinen zur Texturierung mittels Falschdrall, jedoch in ihrer Anwendung nicht auf derartige Maschinen beschränkt.
Auf derartige Maschinen sowie auf einer großen Zahl anderer Textilmaschinen (Etagenzwirnmaschinen usw.) sind die Aufwickelspulen in ihren Positionen in Längsrichtung der Maschine hintereinander in mehreren Etagen ausgerichtet. Diese Anordnung ermöglicht die Herstellung von Wicklungen (vollen Spulen) in geeigneten Abmessungen troiz des geringen Abstands ves einer Aufitfickelposition zur anderen; wodurch die Grundfläche solcher Maschinen beträchtlich verkleinert wird.
Wenn eine Spule voll ist oder der Faden gerissenist, muß sie aus der Maschine herausgenommen werden und dann eine leere Spule bzw. Hülse zum Aufwickeln des Fadens zur Herstellung einer neuen Wicklung eingesetzt werden.
Im allgemeinen wird dieser Arbeitsgang Position für Position, von Hand durchgeführt, was einerseits lange dauert, anäererseits wesentliche Fadenverluste mit sich bringt, denn während dieses Spulenwechselvorgangs setzt die Maschine die Fadenproduktion fort Dieser Materialverlust ist umso bedeutender, je größer die Geschwindigkeit der Maschine ist
Es wurden bereits vollständig automatische Spulenwechsel-Systeme vorgeschlagen, d. h. solche, in denen alle Arbeitsgänge ohne manuellen Eingriff durchgefühlt werden. Aber diese Vorrichtungen, wie sie z. B. in den französischen Patenten 20 82 909, 20 98 134 und 21 41 481 beschrieben sind, die ausgezeichnete Ergebnisse liefern, haben den Nachteil eines zu hohen Herstellungspreises, so daß sie noch keinen Erfolg gehabt haben.
Es sind auch halbautomatisch arbeitende Spulenwechselvorrichtungen bekannt, beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift 17 85 087. bei denen der Spulenwechsel von Hand eingeleitet wird. Diese bekannten halbautomatischen Spulenwechsler sind jedoch vielgliedrige Vorrichtungen, deren Herstellungspreis relativ hoch ist und die konstruktionsbedingt nur zur Herstellung von Spulen mit sehr beschränktem Durchmesser geeignet sind.
Aufgabe der Erfindung ist es. eine halbautomatische Vorrichtung zum Auswechseln voller Spulen und zum Einsehen leerer Spulen bzw Hülsen auf Textilmaschinen zu schaffen, die die Nachteile der bisher vorgeschlagenen Vorrichtungen nicht aufweist, die insbesondere durch einfachen Aufbau einen niedrigen Herstellungspreis ermöglicht und die nicht durch ihre konstruktiven Merkmale eine Beschiänkung der herstellbaren Spulendurchmesser zur Folge hat.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch, daß zum Verschwenken der Haltearme um ihre Achse ein Hebel vorgesehen ist, und daß der Fadenfänger über einen Bewegungsmechanismus mit den Haltearmen derart verbunden ist, daß zugleich mit dem Verschwenken der Haltearme aus der ersten in die zweite Stellung der Fadenfänger um seine Achse verschwenkbar ist, wobei er den Weg des Fadens zwischen der Zuführung und dem hin- und hergehenden Fadenführer kreuzt.
Bei dieser erfindungsgemäß ausgebildeten, konstruktiv sehr einfachen und daher kostengünstig herstellbaren und wenig störanfälligen Vorrichtung werden durch Betätigen des Hebels die Haltearme mit der vollen Spule in die Entnahmestellung verschwenkt, während gleichzeitig durch die wirkmäßige Verbindung mit dem Bewegungsmechanismus des Fadenfängers erreicht wird, daß dieser Fadenfänger den Faden ergreift und anschließend die Fadenreserve auf der leeren Spule bzw. Hülse bildet, sobald diese an Stelle der vollen Spule in die Haltearme eingesetzt und durch Rückschwenken der Haltearme in die Aufwickelstellung gebracht ist. Während des Spulenwechsels wird der Faden in bekannter Weise durch das Saugrohr abgeführt, das an eine Druckluft- oder Vakuum-Quelle ange-
schlossen ist, die mit einem Abfall-Aufnahmebehälter derart verbunden ist, daß der produzierte Faden während der Wechsel-Operation dieserr Behälter zugeleitet wird. Der Spulenwechsel ist mit Hilfe der Vorrichtung sehr einfach und schnell durchführbar, so daß der Fadenverlust gering bleibt.
Die weitere Ausbildung der Erfindung ist in den Unteransprüchen 2 und 3 wiedergegeben.
Die Ausführung der Erfindung und die sich ergebenden Vorteile gehec aus der folgenden Beschreibung hervor, in der auf die Zeichnungen Bezug genommen wird. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Vorrichtung mit Aufnahmewiege am Ende des Bewickeins der Spule, d. h. unmittelbar vor aem Wechsel,
Fig.2 die Stellung der verschiedenen Elemente beim Verschwenken der Anordnung nach vorn, F i g. 3 das Einbringen der leerer Spule bzw. Hülse,
F i g. 4 das Anlegen der leeren Spule bzw. Hülse an die Treibwalze,
F i g. 5 die Bildung der ersten Windungen auf der neu eingesetzten leeren Spule bzw. Hülse.
Von den beispielsweise bei einer Texturiermaschine vorgesehenen Spulenwechselvorrichtungen ist zur Vereinfachung der Beschreibung lediglich eine dargestellt.
Eine Aufwickelvorrichtung weist eine Zuführung 2 eines Fadens 1 auf (beispielsweise den Austritt aus dem Kaum zur Wärme-Behandlung bei der Texturierung), sowie einen hin- und hergehenden Fadenführer 3, der den Faden 1 auf die durch eine Treibwalze 5 in Rotation versetzte leere Spule bzw. Hülse 4 aufwickelt.
Die beiden Enden der Hülse 4 sind zwischen Halteflanschen 6 und 7 der Haltearme 8 eingespannt, die um eine horizontale Achse 9 von der Maschine nach vorn schwenkbar sind.
Um die gleiche Achse 9 schwenkt ebenfalls eine Aufnahmewiege 11, 12 für die volle Spule 14, deren beide Arme 11 Aufnahmeenden 12 in Form eines Kreisboigens haben, dessen Radius etwas größer ist als derjenige der Hülse 4.
Diese Aufnahmewiege 11,12 wird bei der Vorwärtsbewegung der Haltearme 8 automatisch nach vorn mitgenommen, aber bleibt unbeweglich, wenn die Haltearme 8 nach hinten bewegt werden, wobei dieses Nachhtntenbewegen manuell oder automatisch während des Herausnehmens der vollen Spule 14 erfolgen kann.
Ein Hebel 13 ermöglicht das Schwenken der Einheit Haltearme/Aufnahmewiege, um die Achse 9 und den Transport der vollen Spule 14 aus der Maschine nach vorn, wobei die Haltearme 8 fest mit dem Hebel 13 verbunden sind.
Die Aufnahmewiege 11, 12 wird nach dem Herausnehmen der vollen Spule 14 von Hand zurückbewegt.
Die Vorrichtung enthält außerdem einen Fadenfänger 15, der um seine Achse 16 schwenkbar ist in einer Ebene, die die Zuführungsebene des Fadens 1 zwischen der Zuführung 2 und dem hin- und hergehenden Fadenführer 3 schneidet und der mit den Haltearmen 8 über nicht dargestellte Achsen und Mitnehmer verbunden ist und durch diese Haltearme 8 zur Schwenkung angetrieben wird. Zum Abführen des Fadens 1, dient ein mit einer nicht dargestellten Vakuumpumpe verbundenes Saugrohr 17, 18. Mit 19 ist ein die Schwenkbewegung des Fadenfängers 15 zur Bildung der Fadenreserve steuerndes Steuerelement bezeichnet.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Gemäß F i g. 1 wickelt sich der Faden 1 auf die leere Spule bzw. Hülse 4 aus Pappe od.dgL auf, die von der Treibwalze 5 in Rotation versetzt wird.
Wenn sich eine volle Spule 14 gebildet hat, schwenkt der Bedienungsmann, dessen Hand in F i g. 1 gezeichnet ist, den Hebel 13 nach vorn.
Diese Bewegung (s. auch F i g. 2) bewirkt die Schwenkung der Haltearme 8 und der Aufnahmewiege 11,12 nach vorn.
Am Ende der Bewegung sind die Haltearme 8 gespreizt die Enden der vollen Spule 14 gleiten aus den Halteflanschen 6 und 7 und die volle Spule 14 fällt auf die Aufnahme-Enden 12 der Aufnahmewiege 11,12.
«5 Während dieser Zeit ist der gleichzeitig durch einen nicht dargestellten Mitnehmer mitgenommene, mit den Haltearmen 8 verbundene Fadenfänger 15 um seine Achse 16 geschwenkt Der Faden 1 wird dabei automatisch vor die Saugrohröffnung 18 gebracht.
ze Der Bedienungsmann durchschneidet den Faden, der zum Abfall geführt wird, beispielsweise mit einer Schneide 20, die vor der Saugrohröffnung 18 in einer Höhe angeordnet ist die das Abtrennen des Fadens 1 durch einen einfachen Druck auf die Schneide 20 ermöglicht.
Wenn sich die volle Spule 14 auf der Aufnahmewiege 11. 12 befindet (Fig.3), werden die Haltearme 8 in Vertikalstellung angehoben und in dieser Stellung wird mit der Hand zwischen die beiden Halteflansche 6 und 7 eine neue Papphülse 4 eingesetzt.
Anschließend werden die Haltearme 8 abgesenkt (F i g. 4). Die leere Spule bzw. Hülse 4 wird an die Treibwalze 5 angelegt und so ihre Rotation eingeleitet. Währenddessen schwenkt der Fadenfänger 15 weiter um seine Achse 16 und kommt in Eingriff mit dem Steuerelement 19 zur Bildung der Faden-Reserve. Dabei wird der Faden 1 durch eine Verzahnung am Umfang des Halteflansches 6 ergriffen und die Faden-Reserve 22 entsteht.
Anschließend kehrt der Fadenfänger 15 aus dem Steuerelement 19 in seine Ausgangsstellung zurück (F i g. 5). Während dieser Bewegung wird der Faden I wieder von dem hin- und hergehenden Fadenführer 3 ergriffen und bildet die ersten Windungen 23 der neuen Spule.
Der Zyklus ist beendet, der Faden wird aufgewickelt und wenn die Spule 14 voll ist, beginnt der Wechselvorgang erneut.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung unterscheidet sich gegenüber den bekannten durch große Schnelligkeit und Sicherheit der Bedienung. Ein Bedienungsmann kann in kurzer Zeit auf vielen Positionen die vollen Spulen wechseln und leere Spulen bzw. Hülsen einsetzen, wobei er die vollen Spulen bis zum Herausnehmen auf der Aufnahmewiege liegenlassen kann.
Bei der einfachsten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Aufnahmewiege weggelassen werden und die volle Spule aus dem vorgeschwenkten Haltebügel jeweils einfach mit der Hand entnommen werden.
Im Gegensatz zu den vollständig automatischen Vorrichtungen weist diese erfindungsgemäße Vorrichtung einen ausreichend niedrigen Herstellungspreis auf, der den Preis der Textilmaschinen nicht übermäßig belastet.
Hierzu S Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche;
1. Halbautqmftisch arbeitende Spulenwechselvorrichtung w.ejner Aufwickelvorrichtung für lexti-Ie Fäden, in decline Vielzahl von einzelnen Aufwikkelpositionen in mindestens einer Etage in Längsrichtung der Maschine ausgerichtet ist, mit einer Zuführung des Fadens, mit einem aus zwei parallelen, im Abstand voneinander angeordneten, an ihren Enden HaUgflansche zum Einspannen,: der Spule ,, aufweisenden Armen gebildeten HaltebügeLderum .-eine zur Achse der Spule parallele Achse verschwenkbäre ist aus einer ersten Stellung, iß der das Aufwickeln des Fadens erfolgt, in eine zweite Stel- '5 lung, die Entnähmestelliing der vollen Spule, rait einer Schneide, mit einem in der Nähe der Schneide angeordneten, an eine Vakuumquelle angeschlossenen Saugrohr zum vorübergehenden Abführen des Fadens während des Spulenwechsels, mit einem hin- *° und hergehenden Fadenführer, mit einer Einrichtung zum Spreizen der Arme des Haltebügels beim Obergang aus der ersten in die zweite Stellung zur Freigabe der vollen Spule, mit einem schwenkbaren, an seinem Ende mit einem Haken versehenen Fa- *5 denfänger zur Bildung einer Fadenreserve auf der leeren Spule bzw. Hülse, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschwenken der Haltearme um die Achse (9) ein Hebel (13) vorgesehen ist und daß der Fadenfänger (15) über einen Bewegungsmechanismus mit den Haltearmen (8) derart verbunden ist. daß zugleich mit dem Verschwenken der Haltearme (8) aus der ersten in die zweite Stellung der Fadenfänger (15) am seine Achse (16) verschwenkbar ist, wobei er den Weg des Fadens (1) zwischen der Zuführung (2) und dem hin- und hergehenden Fadenführer (3) kreuzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß um die Achse (9) der Haltearme (8) eine Aufnahmewiege (U. 12) schwenkbar angeordnet ist. die aus zwei bei der Vorwärtsbewegung der Haltearme (8) mitschwenkbaren Armen (11) besteht, deren Enden (12) kreisbogenförmig ausgebildet sind und einen etwas größeren Radius aufweisen als die leere Spule bzw. Hülse (4).
3. Vorrichtung nach Anspruch !.dadurch gekennzeichnet, daß die Halteflansche (6 und 7) der Haltearme (8) aus kreisrunden Platten bestehen, von denen mindestens eine auf ihrem Umfang mit Zähnen versehen ist. in die der Faden (1) zur Reservebildung im Zusammenwirken mit dem Fadenfänger (15) einhakbar ist.
DE19742424503 1973-05-21 1974-05-20 Halbautomatische Spulenwechselvorrichtung für Textilmaschinen Expired DE2424503C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7318446A FR2231225A5 (de) 1973-05-21 1973-05-21
FR7318446 1973-05-21

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2424503A1 DE2424503A1 (de) 1974-12-12
DE2424503B2 DE2424503B2 (de) 1976-05-20
DE2424503C3 true DE2424503C3 (de) 1977-01-13

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