DE2419110C3 - Vorrichtung zum Biegen von Blechen - Google Patents
Vorrichtung zum Biegen von BlechenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen von Blechen, bestehend aus zwei in einem verschiebbaren
Schlitten gelagerten, miteinander antriebsverbundenen, achsparallelen Antriebswalzen und einer diesen
Walzen gegenüber, außerhalb des Schlittens gelagerten Biegewalze.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art werden die Antriebswalzen, zwischen denen und der Biegewalze
das zu biegende Blech hindurchgeführt wird, über einen mit einem mechanischen Getriebe verbundenen Elektromotor
angetrieben, der ortsfesi gelagert ist. Die Verbindung zwischen dem Getriebe und den Antriebswalzen muß daher über Gelenkwellen erfolgen, wenn
die Antriebswah'.en in einem verschiebbaren Schlitten gelagert sind. Ein Verschieben der Antriebwalzen
gegenüber der Biegewalze ist jedoch zum Anbiegen der Bleche erforderlich, so daß üblicherweise Gelenkwellen
vorgesehen werden müssen. Abgesehen davon, daß auf Grund der vergleichsweise großen Untersetzung das
Getriebe aufwendig wird, ist bei diesen bekannten Vorrichtungen als Nachteil anzusehen, daß die Walzen
von einer Stirnseite her angetrieben werden, was einen vergleichsweise großen Walzendurchmesser bedingt,
wenn die Verwindung der Antriebswalzen bei Belastung bestimmte Toleranzgrenzen nicht überschreiten soll.
Walzen mit größerem Durchmesser sind aber nicht nur teurer, sondern bringen den zusätzlichen Nachteil mit
sich, daß der Achsabstand der Antriebswalzen größer gewählt werden muß. Mit dem größeren Achsabstand
der Antriebswalzen ergibt sich aber auch ein größerer Abstand der Berührungsflächen zwischen den Walzen
der Biegevorrichtung und dem zu biegenden Blech, so daß vor allem beim Biegen dünner Bleche die
Biegewalze weit zwischen die beiden Antriebswalzen eintauchen muß und der Transport des zu biegenden
Bleches gefährdet wird.
Die gleichen ungünstigen Verhältnisse treten aber auch bei einer anderen bekannten Vorrichtung auf, bei
der die Antriebswalzen an einer Stirnseite je ein Zahnrad tragen, das mit einem von einem Motor
angetriebenen Zwischenrad kämmt, da dabei lediglich die beiden auf einer Seite der Antriebswalzen
vorgesehenen, jeweils einer Walze zugeordneten kleineren Motoren durch einen einzigen größeren
Motor ersetzt werden.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, diese Mangel zu vermeiden und eine Vorrichtung zum
Biegen von Blechen zu schaffen, bei der der Aufwand für
den Antrieb der Antriebswalzen mit einfachen Mitteln
ίο wesentlich herabgesetzt werden kann und vergleichsweise
dünne Antriebswalzen Verwendung finden können.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Antriebswalzen an ihren beiden Enden miteinander
antriebsverbunden sind und daß für den Antrieb der miteinander verbundenen Walzenenden jeweils ein auf
dem Schlitten gelagerter, reversierbarer Hydraulikmotor vorgesehen ist Durch die erfindungsgemäße
Maßnahme, die Enden der Antriebswalzen miteinander zu verbinden und zwei Antriebsmotoren vorzusehen,
die auf der einen und anderen Stirnseite der Walzen angeordnet sind, wird jeweils ein beidseitiger Antrieb
der Antriebswalzen erreicht, so daß die Gefahr einer unerwünschten Verwindung der Antriebswalzen auch
bei kleinerem Durchmesser nicht mehr gegeben ist. Die Lagerung der Antriebs.motoren auf dem Schlitten wird
dabei auf Grund der geringeren Motorleistung jedes Motors und wegen des Fortfalls eines Untersetzungsgetriebes
möglich, was wiederum den Vorteil mit sich bringt, daß keine Gelenkwellen notwendig sind. Ein
Untersetzungsgetriebe ist überflüssig, da mit Hilfe des erfindungsgemäß verwendeten Hydraulikmotors den
Walzenumdrehungen entsprechende Drehzahlen erreicht werden können.
Eine besondere einfache Konstruktion wird durch die Antriebsverbindung der Enden der Antriebswalzen
auch deshalb erreicht, weil sich die Hydraulikmotoren gegenseitig unterstützen. Würde nämlich eine solche
AntriebsverDindung der Antriebswalzen nicht bestehen, so würde beim Anbiegen eines Bleches die Antriebswalze,
in deren Bereich angebogen wird, etwa 85% der Gesamtleistung erfodern, um die entsprechende Biegekraft
aufbringen zu können. Die jeweils andere Antriebswalze müßte lediglich mit 15% der Gesamtleistung
angetrieben werden. Je nachdem, an welcher Antriebswalze angebogen wird, müßte daher der
zugehörige Antriebsmotor 85% der gesamten, erforderlichen Leistung aufbringen. Werden die Enden der
Antriebskupplung ein Drehmomentausgleich und die beiden Hydraulikmotoren brauchen nur die Hälfte der
gesamten, erforderlichen Leistung zu erbringen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung tragen die Antriebswalzen zur endseitigen Antriebsverbindung in
an sich bekannter Weise an ihren Stirnseiten je ein Zahnrad, das mit einem im Schlitten gelagerten
Zwischenrad kämmt, so daß mit einfachen Mitteln ein gleichsinniger Antrieb der beiden Antriebswalzen
möglich ist. Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich dabei, wenn die beiden Antriebswalzen
unmittelbar mit den beiden, jeweils koaxial zu den Antriebswalzen angeordneten Hydraulikmotoren verbunden
sind.
In der Zeichnung is', der Erfindungsgegenstand in
einem Ausführungsbeispie! schematisch dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht bei abgehobener Biegewalze,
F i g. 2 und 3 di? erfindungsgemäße Vorrichtung in
F i g. 2 und 3 di? erfindungsgemäße Vorrichtung in
Seitenansicht beim Anbiegen eines Bleches im Bereich der einen und der anderen Antriebswalze und
Fig.4 eine Teilansicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung von vorne.
Die dargestellte Biegevorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei in einem Schütter. 1 gelagerten,
achsparallelen Antriebswalzen 2, 3, die an ihren Stirnseiten je ein Zahnrad 4 tragen, das mit einem im
Schlitten 1 gelagerten Zwischenrad 5 kämmt, so daß die benachbarten Enden der Antriebswalzen 2 und 3
miteinander in Antriebsverbindung stehen. Zum Antrieb der Walzen 2 und 3 sind zwei Hydraulikmotoren 6, 7
vorgesehen, die jeweils koaxial zu den Antriebswalzen 2 und 3 auf dem Schlitlen 1 gelagert sind und an den
Antriebswalzen an gegenüberliegenden Enden angreifen. Dadurch wird erreicht, daß jede der beiden
Antriebswalzen 2 und 3 auf einer Seite durch den Hydraulikmotor 6 bzw. 7 unmittelbar und auf der
anderen Seite über die Zahnräder 4 und 5 angetrieben werden.
Der Schlitten 1 kann mittels Hydraulikzylindern 8 auf Schienen 9 verfahren werden, wobei die gegenüber den
Antriebswalzen angeordnete Biegewalze 10 in den Bereich der einen oder anderen Antriebswalze gelangt,
wie dies den F i g. 2 und 3 zu entnehmen ist. Soll nun eine Blechplatte Il auf der einen (Fig.2) und der anderen
Seite (F i g. 3) angebogen werden, so wird der Schlitten 1 mittels der Hydraulikzylinder 8 entsprechend verfahren.
Während des Biegevorganges muß die mit der Biegewalze lü unmittelbar zusammenwirkende Antriebswalze,
das ist in F i g. 2 die Walze 2 und in F i g. 3 die Walze 3, etwa 85% der Antriebsleistung, die
insgesamt erforderlich ist, aufbringen, während auf die jeweils andere Antriebswalze lediglich 10% der
Antriebsleistung entfallen. Der mit dieser die Hauptlast übernehmenden Antriebswalze verbundene Hydraulikmotor
kann aber nur 50% der Gesamtleistung erbringen, so daß über die Antriebsverbindung mit der
ίο anderen Walze der mit dieser Walze gekuppelte Motor
die noch erforderlichen 35% abgeben muß. Die Antriebsverbindung der beiden Antriebswalzen 2 und 3
ermöglicht daher auch beim Anbiegen eines Bleches 11
die Verwendung von lediglich auf die halbe, insgesamt erforderliche Antriebsleistung ausgelegten Motoren, die
einer genauen Mittelstellung der Biegewalze zwischen den beiden Antriebswalzen 2 und 3 entsprechen. Die
Antriebsverbindung der Antriebswalzen 2 und 3 an beiden Seiten der Walzen ermöglicht außerdem einen
beidseitigen Antrieb der Walzen, so daß bei der Dimensionierung der Walzen die mögliche Verwindung
kaum eine Rolle spielt.
Durch die Verwendung von Hydraulikmotoren werden eigene Untersetzungsgetriebe überflüssig, was
eine Lagerung der Motoren auf dem Schlitten 1 möglich macht, werden die Motoren auf dem Schlitten selbst
gelagert, so ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß keine Gelenkwellen zwischen den Walzen und den Motoren
notwendig sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Biegen von Blechen, bestehend aus zwei in einem verschiebbaren Schlitten
gelagerten, miteinander antriebsverbundenen, achsparallelen Antriebswalzen und einer diesen Walzen
gegenüber, außerhalb des Schlittens gelagerten Biegewalze, dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebswalzen (2, 3) an ihren beiden Enden miteinander antriebsverbunden sind und daß für den
Antrieb der miteinander verbundenen Walzenenden jeweils ein auf dem Schlitten (t) gelagerter,
reversierbarer Hydraulikmotor (6,7) vorgesehen ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswalzen (2, 3) zur
endseitigen Antriebsverbindung in an sich bekannter Weise an ihren Stirnseiten je ein Zahnrad (4) tragen,
das mit einem im Schlitten (1) gelagerten Zwischenrad (5) kämmt
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebswalzen (2,
3) unmittelbar mit den beiden, jeweils koaxial zu den Antriebswalzen angeordneten Hydraulikmotoren (6,
7) verbunden sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT656473 | 1973-07-25 | ||
| AT656473A AT321679B (de) | 1973-07-25 | 1973-07-25 | Vorrichtung zum Biegen von Blechen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2419110A1 DE2419110A1 (de) | 1975-02-06 |
| DE2419110B2 DE2419110B2 (de) | 1977-06-16 |
| DE2419110C3 true DE2419110C3 (de) | 1978-02-02 |
Family
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