DE2414765C2 - Verpackungsbehälter - Google Patents
VerpackungsbehälterInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen als Gitterkäfig ausgebildeten Verpackungsbehälter, insbesondere
einen Verpackungsbehälter aus Kunststoff, der mindestens eine Füllöffnung und eine diese versperrende
Einrichtung aufweist, die ein wiederholbares Versperren und Öffnen des Verpackungsbehälters ermöglicht.
Solche bekannten Verpackungsbehälter weisen als Versperreinrichtung Deckel od. dgl. auf. Ihr Nachteil
< hesteht darin, daß zur Herstellung von Behälter und
" Deckel verschiedene Werkzeuge notwendig sind.
Zudem ist auch das automatische Befüllen und Versperren der Behälter schwierig, und zwar besonders
bei käfigartigen Verpackungsbehältern, wie beispielsweise für Duftstoffträger, die eine sehr geringe
Steifigkeit aufweisen, so daß insbesondere das maschinelle Eindrücken von deckelartigen Verschlüssen nur
unter großem maschinellen Aufwand zu bewerkstelligen ist. Die Tendenz, die Verpackungsbehälter besonders
materialsparend auszubilden, ergibt sogar die völlige Unbrauchbarkeit derartiger Deckelverschlüsse,
da deren Halt in der Verpackungsbehälteröffnung nicht mehr gewährleistet ist, insbesondere dann, wenn auch
die Versperreinrichtung gitterartig ausgebildet ist.
Auch sind noch Verpackungsbehälter bekannt, die aus zwei Haibschaien zusammeng.setzt sind. Hier ist
wiederum die Herstellung relativ aufwendig, da jede Halbschale mit unterschiedlichen Werkzeugen ausgebildet
werden muß. Ferner ist das automatische Füllen je nach Ware sehr schwierig, da das Füllgut lagerichtig in
dem Behälter angeordnet sein muß, um ihn verschließen zu können. Das Verschließen der Behälter ist wiederum
wegen deren geringer Steifheit kaum maschinell durchzuführen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen als Gitterkäfig ausgebildeten Verpackungsbehälter zu
schaffen, der auch bei geringer Steifheit maschinelles Befüllen und Verschließen möglich macht.
Auch soll der Behälter sowohl in Hinsicht auf Rohstoff als auch auf den maschinellen Aufwand billig
herstellbar sein.
Die erfinderische Lösung der Aufgabe kennzeichnet sich dadurch, daß als Versperreinrichtung mindestens
eine Biegefeder angeordnet ist, deren Endteile die Füllöffnung des Verpackungsbehälters völlig freigebend
am Verpackungsbehälter angeformt sind, daß der kürzeste Abstand der beiden Festpunkte voneinander
geringer als die Länge der Biegefeder ist und daß die Biegefeder in der freigebenden und in der versperrenden
Stellung eine stabile Lage hat, wobei ferner die Biegefeder mit dem Verpackungsbehälter einstückig
ausgebildet ist.
Ein solcher einstückig geformter Verpackungsbehälter ist sehr preiswert herzustellen. Es wird beispielsweise
bei der Herstellung aus Kunststoff nur eine einfache Spritzform ohne Ziehkerne benötigt. Auch das Befüllen
ist insbesondere bei Behältern mit stirnseitiger Füllöffnung ein einfacher Vorgang, da das Füllgut, das
kugelförmig, stabförmig oder ähnlich gestaltet sein kann, beim automatischen Befüllen zwangsläufig lagerichtig
in dem Verpackungsbehälter angeordnet wird. Zum Versperren der Einfüllöffnung wird jede Biegefeder
aus der stabilen Ausgangslage, bei der die Füllöffnung völlig freiliegt, manuell oder maschinell in
die stabile Sperrstellung überführt, indem der Krümmungsmittelpunkt der Biegefeder in der aus
letzlerem und den Endpunkten der Biegefeder aufgespannten Ebene über die gedachte kürzeste Verbindung
der beiden Endpunkte hinaus verschoben wird, so daß die Biegefeder selbsttätig bis in die Sperrstellung
springt. Bei dem Versperrvorgang wirkt das Füllgut bei gilter- oder käfigartigen Behältern als Stabilisator für
den Behälter.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, daß die Endleile der Biegefeder gelenkig am
Verpackungsbehälter angeformt sind.
Die Verschiebung der Biegefeder ist dadurch mit noch geringerem Kraftaufwand zu erreichen. Zudem
gestattet diese Ausbildung die völlige Umkehr des
Biegungsverlaufes beim Überführen von der freigebenden in die sperrende Lage, was eine noch größere
Lagestabilität bewirkt.
Eine bevorzugte Weiterbildung zeichnet sich daaurch aus, daß die Biegefeder zu ihren Endteilen hin
querschriittsvermindernd zulaufend ausgehildet ist.
Diese Ausbildung ermöglicht das Scharnieren der Biegefederenden um den behälterseiligen Festpunkt.
Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal kennzeichnet sich dadurch, daß die Endteile der Biegefeder je in einem
Kerb auslaufen und der Kerb in deren Schließrichtung geöffnet ist.
Bei dieser besonders vorteilhaften AusLildung übernimmt
der filmartige Kerbgrund die Funktion eines Scharnierbolzens, während das Biegefederende bzw. die
Verpackungsbehälter-Wandung als Scharnierband wirkt. Eine sehr leichte Betätigbarkeit ist die Folge.
Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß die Biegefeder etwa in der Mitte ihrer Länge einen Kerb i$
aufweist.
Auch dieser Kerb wirkt wie ein Filmscharnier und erleichtert die betätigung der Biegefeder. Zudem wird
eine geringere Maschenweite erzeugt.
Weiterhin kann der Kerb in Schließrichiung der Biegefeder geöffnet sein.
Der filmartige Kerbgrtind wird bei der Betätigung
nicht auf Zug beansprucht, so daß ein Verwerfen der Biegefeder verhindert wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß der Verpackungsbehälter mn rundem
Querschnitt mit einer stirnseitigen Füllöffnung und mit mindestens vier Längsstreben ausgebildet ist und vier
Biegefedern als Stirnseitenversperreinrichtung angeordnet sind, wobei deren jeweils benachbarte
Endteile an dem gleichen Längsstreb des Verpackungsbehälters angeformt sind.
Das durch die Biegefedern erzeugte Verschlußgitterwerk erschwert auf Grund seiner geringen Maschenweite die direkte Berührung des Füllgutes, was
beispielsweise bei WC-Steinen erwünscht ist, ohne das Durchströmen von Luft bzw. Wasser zu unterbinden
bzw. zu hemmen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gegenstandes zeichnet sich dadurch aus, daß
mindestens eine den freien Raum des Verpackungsbehälters teilende Biegefeder als Trennsperre angeformt
ist.
Beispielsweise können bei Verpackungsbehältern etwa runden Querschnittes zwischen Boden und
Füllöffnung noch ein oder mehrere gleichmäßig oder unregelmäßig verteilt angeordnete Biegefedern angeformt
sein, die in einer zur Betätigungsebene der die Füllöffnung versperrenden Biegefeder parallelen Ebene
betätigbar sind und zur Aufteilung des Füllraumes dienen. Diese Maßnahme erleichtert die dotierte
Entnahme von Füllgut. Bei Duftstoffträgern als Füllgut ist, sofern die Behälter entsprechend ausgebildet sind,
d. h. die Wandung vom Boden her geschlossen und /it Füllöffnung hin durchbrochen ist, die Entfernung
verbrauchter, dem Luftstrom ausgesetzter Duftstoffträger möglich, ohne daß die Gefahr besteht, daß die
unverbrauchten herausfallen. Eine manuelle Berührung der Duhstofft. äger ist zur Durchführung dieser
Maßnahme nicht nötig.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besteht ein vorteilhaftes Merkmal darin, daß mindestens zwei,
einander gegenüberliegende, den Verpackungsbehälter in der die Füllöffnung freigebenden Stellung nach außen
überragende Biegefedern angeformt sind.
Diese nach außen ragenden Biegefedern dienen zur Halterung und Führung des Verpackungsbehälter bei
der automatischen Befüllung. Bei geeigneter Dimensionierung kann der anschließende Versperrvorgang durch
einfaches, maschinelles Durchstecken durch ein mit einer trichterartigen Mündung versehenes Rohr vorgenommen
werden.
Ferner kann es von Vorteil sein, daß an den Verpackungsbehälter mindestens eine Aufhängeöse
angeformt ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 einen Verpackungsbehälter in Vorderansicht.
F i g. 2 eine Seitenansicht des Verpackungsbehälters,
F i g . 3 den Verpackungsbehälter entsprechend dem Schnitt A-Sder Fig. 1 gesehen,
F ig. 4 den Verpackungsbehälter mit geschlossener Sperrvorrichtung,
F i g. 5 eine Variante entsprechend Fig. 1 gesehen.
F i g. 6 die Variante entsprechend F i g. 2 gesehen.
Fig. 7 die Variante im Schnitt C-D der Fig. 5
gesehen.
F i g. 8 die Variante entsprechend F i g. 4 gesehen.
Der als Gitterkäfig ausgebildete Verpackungsbehälter 1 hat einen kreisförmigen (Fig.l bis 4) oder
quadratischen (Fig. 5 bis 8) Querschnitt. Dabei weist die Variante kreisförmigen Querschnittes vier zu ihrer
Längserstreckung parallel verlaufende, im gleichen Abstand zueinander angeformte Längsstreben 2 auf. Bei
der quaderförmigen Variante sind die Längskanten als Längsstreben 2 ausgebildet. Jeder Verpackungsbehälter
1 weist stirnseitige Füliöffnungen auf. und der Verpackungsbehälter 1 ( F i g . 1 bis 4) ist bodenseilig
verschlossen. Diese Füllöffnungen sind mit Hilfe von Biegefedern 3 versperrbar, wobei letztere den Verpakkungsbchälter
I nach außen überragen. Die Endtcüc 4 der Biegefedern 3 sind an den Enden jeweils zweier
benachbarter Längsstreben 2 angeformt. Dabei ist die Länge einer jeden Biegefeder 3 größer als der kürzeste
Abstand deren beider Festpunkte voneinander.
Die Etiegefedern 3 laufen in einem Kerb 5 aus. der zur Mittelachse 6 des Verpackungsbehälters 1 geöffnet ist.
Das jeweilige Endteil 4 und das Ende der l.ängsstrebe 2 bilden hierbei je ein Scharnierband, während der
filmartige Kerbgrund die Funktion eines Scharnierbolzens übernimmt. In der Mitte der Biegefedern 3 ist ein
weiterer Kerb 7 ausgebildet, der in gleicher Weise als Filmscharnicr wirkt. Zum Versperren der Füliöffnungen
wird die Mitte jeder Biegefeder 3 radial zur Mittelachse 6 geradlinig verschoben. Sobald die Verschiebung über
die Verbindungsgerade der beiden Festpunkte jeder Biegefeder 3 hinaus erfolgt, springen die Biegefedern
!."lbsttiitig in di.- in den F i g. 4 und 8 dargestellte Lage.
Zusatzlich sind als Trennsperren bzw. als Zwischengitter
weitere Biegefedern 9 in gleicher Art wie die zum Versperren der Füllöffnung dienenden Biegefedern 3
angeformt.
Der in den Fig.l bis 4 dargestellte Verpackungsbehälter
I weist eine etwa miuig auf einer Längsstrebe 2 angeformte Aufhängeöse 8 auf.
Hierzu" 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Als Gitterkäfig ausgebildeter Verpackungsbehälter, insbesondere aus Kunststoff, der mindestens
eine Füllöffnung und eine diese versperrende Einrichtung aufweist, die ein wiederholbares Versperren
und öffnen ermöglicht, dadurch gekennzeichnet,
daß als Versperreinrichtung mindestens eine Biegefeder (3) angeordnet ist, deren
Endteile (4) die Füllöffnung des Verpackungsbehälters (1) völlig freigebend am Verpackungsbehälter
(1) angeformt sind, daß der kürzeste Abstand der beiden Festpunkte voneinander geringer als die
Länge der Biegefeder (3) ist und daß die Biegefeder (3) in der freigebenden und in der versperrenden
Stellung eine stabile Lage hat, wobei ferner die ßiegefedei (3) mit dem Verpackungsbehälter (1)
einstückig ausgebildet ist.
2. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endteile (4) der Biegefeder
(3) gelenkig am Verpackungsbehälter (1) angeformt sind.
3. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegefeder
(3) zu ihren Endteilen (4) hin querschnittsvermindernd zulaufend ausgebildel ist.
4. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Endteile (4)
der Biegefeder (3) je in einem Kerb (5) auslaufen und der Kerb (5) in deren Schließrichtung geöffnet ist.
5. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegefeder (3)
etwa in der Mitte ihrer Länge einen Kerb (7) aufweist.
6. Verpackungsbehälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kerb (7) in Schließrichtung
der Biegefeder (3) geöffnet ist.
7. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verpakkungsbehälter
il) mit rundem Querschnitt mit einer stirnseitigen Füllöffnung und mit mindestens vier
Längsstreben (2) ausgebildet ist und vier Biegefedern (3) als Stirnseitenversperreinrichtung angeordnet
sind, wobei deren jeweils benachbarte Endteile (4) an dem gleichen Längsstreb (2) des Verpackungsbehälters (1) angeformt sind.
8. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
den freien Raum des Verpackungsbehälters (1) teilende Biegefeder (9) als Trennsperre angeformt
ist.
9. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei,
einander gegenüberliegende, den Verpackungsbehälter (1) in der die Füllöffnung freigebenden
Stellung nach außen überragende Biegefedern (3) angeformt sind.
10. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Verpackungsbehälter (1) mindestens eine Aufhängeöse (8) angeformt ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742414765 DE2414765C2 (de) | 1974-03-27 | Verpackungsbehälter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2414765B1 DE2414765B1 (de) | 1975-07-03 |
| DE2414765C2 true DE2414765C2 (de) | 1976-02-19 |
Family
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