DE2413596C2 - Verwendung von Scheiben aus Graphitlaminat als Berstsicherung - Google Patents

Verwendung von Scheiben aus Graphitlaminat als Berstsicherung

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DE2413596C2
DE2413596C2 DE19742413596 DE2413596A DE2413596C2 DE 2413596 C2 DE2413596 C2 DE 2413596C2 DE 19742413596 DE19742413596 DE 19742413596 DE 2413596 A DE2413596 A DE 2413596A DE 2413596 C2 DE2413596 C2 DE 2413596C2
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DE2413596A1 (de
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Erwin Schwarz
Hermann Ing.(grad.) 8901 Meitingen Unger
Friedrich 8906 Gersthofen Wagner
Robert 8900 Augsburg Öttl
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Sigri Elektrograhit GmbH
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/02Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
    • F16K17/14Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side with fracturing member
    • F16K17/16Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side with fracturing member with fracturing diaphragm ; Rupture discs
    • F16K17/1633Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side with fracturing member with fracturing diaphragm ; Rupture discs made of graphite

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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Scheiben aus Graphitlaminat als Berstsicherung.
Zur Sicherung von Druckbehältern und sonstigen abgeschlossenen Räumen gegen Oberschreiten des zulässigen Höchstdrucks ist es bekannt, Berstsicherungen zu verwenden, die aus duktilen metallischen Werkstoffen oder aus einem spröden keramischen Werkstoff hergestellt sind. Es sind insbesondere Berstsicherungen aus porösen Graphitscheiben bekanntgeworden, die durch eine Imprägnierung mit einem härtbaren Kunstharz, wie z. B. Phenolformaldehyd-Harz oder Furanharz, für Gase und Flüssigkeiten undurchlässig gemacht wurden. Derartige Berstscheiben lassen sich nur unterhalb der Zersetzungstemperatur des jeweiligen Imprägnierharzes verwenden und zudem verringern sich Festigkeit und Berstdruck mit steigender Temperatur beträchtlich τ- im Temperaturbereich von 0-1500C im Durchschnitt um ca. 20% —, so daß nicht nur für eine bestimmte Druckstufe, sondern auch für die jeweilige Verwendungstemperatur besondere Scheiben erforderlich sind.
NaJi der DE-AS 12 09 388 ist es bekannt, als Berstsicherung vorgesehene Graphitscheiben mit einer Schicht aus Pyrokohlenstoff zu überziehen. Pyrokohlenstoff ist gasundurchlässig, temperaturbeständig und die Festigkeit ist von der Verwendungstemperatur praktisch unabhängig. Da die Ablagerung des Pyrokohlenstoffs, beispielsweise durch thermische Zersetzung eines gasförmigen Kohlenwasserstoffs, sich jedoch nicht auf die Oberfläche der Graphitscheiben beschränkt, sondern in wechselnden Mengen auch im Inneren der Graphitscheibe an den Porenwandungen erfolgt, ändern sich Festigkeit und Berstdruck in einer mit ausreichender Genauigkeit nicht vorhersehbaren Weise, wodurch eine auch nur näherungsweise Berechnung der Berstfestigkeit unmöglich wird.
Nach der DE-OS 21 43 939 ist es schließlich bekannt, nicht-imprägnierte, mit einer impermeablen Folie, z. B. eine Graphitfolie, belegte Graphitscheiben als Berstsicherung zu verwenden. Berstfestigkeit und Ansprechgenauigkeit dieser Elemente werden im wesentlichen allein durch Festigkeit und Streubereich des verwendeten Graphits bestimmt, so daß geeignete Chargen durch Bestimmung dieser Parameter ausgewählt werden können. Infolge der verhältnismäßig großen Streuung der Qualitätsparameter und des Fehlens geeigneter zerstörungsfreier Prüfmethoden ist der für die Auswahl geeigneter Graphitscheiben notwendige Prüfungsaufwand jedoch sehr groß.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile der bekannten Berstsicherungen aus Graphit zu vermeiden und insbesondere die Ansprechgenauigkeit zu verbessern sowie den Prüfungsaufwand zu verkleinern.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Verwendung von durch Preßfonnung von expandierten Graphitteilchen hergestellten Scheiben aus Graphitlaminat gelöst Besonders vorteilhaft ist nach der Erfindung die Verwendung von Graphitlaminatscheiben, zu deren Herstellung expandierte Graphitteilchen zu Folien ausgewalzt, die Folien gestapelt und zu Scheiben verpreßt werden.
Zum Herstellen von expandierten Graphitteilchen oder Blähgraphit ist es bekannt, flockenförmigen Naturgraphit mit Oxidationsmitteln, wie z. B. konzentrierter Schwefelsäure oder Kaliumchlorat oder Mischungen wie Schwefelsäure und Salpetersäure zu behandeln und anschleißend innerhalb von einigen Sekunden auf etwa 1000° C zu erhitzen. Die Graphitkristalle expandieren dabei in Richtung der kristallographisehen c-Achse um mehr als das lOCfache, wobei wurmförmig expandierte Teilchen entstehen, die anschließend ohne Zusatz von Bindemitteln auf Gesenkpressen zu scheibenförmigen Körpern geforrr.. werden, die infolge der Ausrichtung der Expandatteilchen beim Verdichten eine Schichttextur erhalten. Nach einem anderen Verfahren werden die expandierten Graphitteilchen auf Walzenstühlen zu Folien mit etwa 0,2-0,5 mm Dicke ausgewalzt, die Folien übereinandergestapelt und auf einer Gesenkpresse ivu laminatartigen Scheiben zusammengepreßt.
Graphitlaminatscheiben sind für Flüssigkeiten und Gase undurchlässig; der in Luft nach der Vakuumzerfallsmethode gemessene Permeabilitätskoeffizient beträgt etwa ΙΟ-8 -10-|2cm2/s. Gegen korrodierende
jo Stoffe ist Graphitlaminat ebenso beständig wie herkömmliche Graphitteile und kann in der gleichen Weise verwendet werden. Der wesentliche Vorteil von Graphitlaminat ist die geringe Streuung der Festigkeit innerhalb jeder Scheibe und die für Graphitprodukte hervorragende Reproduzierbarkeit der Festigkeitsparameter, so daß der für den jeweiligen Verwendungszweck erforderliche Berstdruck in einfacher und sicherer Weise aus der Rohdichte und der Dicke der Platten vorausberechnet werden kann. Der Prüfungs-
aufwand ist entsprechend gering und besteht im wesentlichen darin, daß an wenigen Stücken jeder
Charge die Gültigkeit einer für das Graphitlaminat festgelegten Eichkurve geprüft wird.
Die Verwendung von Graphitlaminat als Berstsicherung wird im folgenden beispielhaft beschrieben:
Beispiel 1
Cirka 40 Gramm expandierte Graphitteilchen mit
-,o einem Partikeldurchmesser von 1—5 mm wurden mit einem Druck von 153 bar auf einer Gesenkpresse zu Scheinen mit einem Durchmesser von 90 mm verpreßt, wobei die Verdichtung durch einen in das Gesenk eingelegten 5 mm hohen Distanzring begrenzt war. In einem zweiten Versuch betrug die Einwaage ca. 39 g.
Zur Prüfung des Berstdrucks wurden die Scheiben .zwischen Prüfflansche mit 50mm freiem Durchmesser eingespannt und der Druck gleichmäßig bis zum Bruch der Scheiben gesteigert.
Rohil lile (g/tm'l Dicke (mm)
Berstdruck (bar)
1.25
■ 1,24
1,25
5.0
5,0
5.0
5,0
6.30
6,25
6.32
6.40
6,32
Robdichte (g/cm3) Picke (mm)
Berstdruck (bar)
5,1
5,1
5,1
5,0
5,59 5,83 5,88 5,54 5,71
Zur Prüfung des Zeitstandverhaltens wurden anschließend 5 mm dicke Scheiben mit einer mittleren Rohdichte von 1,20 g/cm3 8 h lang mit 3,5 bar belastet und der Druck dann bis zum Bersten der Scheiben erhöht
Rohdichte (g/cm ) Dicke (mm)
Berstdruck (bar)
5.0
5,0
5,!
5,1
5,78 5,93 5,83 5,88 5,86
Die Berstfestigkeit änderte sich unter diesen Bedingungen nicht, wohingegen die Festigkeit metallischer Berstsicherungen im gleichen Test um etwa 5-10% abfällt.
Beispiel 2
Aus den in Beispiel 1 beschriebenen expandierten Graphitteilchen wurden auf einem Walzenstuhl 0,5 mm dicke Folien mit einer Rohdichte von 0,7 g/cm3 hergestellt. Jeweils zehn aus den Folienbahnen gestanzte kreisrunde Scheiben mit einem Durchmesser von 90 mm wurden in einem Gesenk übereinandergestapeit und mit einem Druck von ca. 150 bar zu laminatartigen Scheiben verpreßt, deren Berstfestigkeit unter den oben genannten Bedingungen ermittelt wurden.
Roh Jichte (g/cm3) Dicke (mm)
Berstdruck (bar)
2,4
2,4
2,5
2,4
6,80 7,05 6,96 7,00 6,92
Der mittlere Btrstdruck von aus der gleichen Charge entnommenen, zunächst für 8 h mit einem Druck von ca. 4 bar beaufschlagten und anschließend bis zum Bruch belasteten Laminatschei^en betrug 6,95 bar.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verwendung von durch Preßformung von expandierten Graphitteilchen hergestellten Scheiben aus Graphitlaminat als Berstsicherung.
2. Verwendung von Graphitlaminatscheiben nach Anspruch I1 zu deren Herstellung expandierte Graphitteilchen zu Folien ausgewalzt, die Folien gestapelt und zu Scheiben verpreßt werden.
DE19742413596 1974-03-21 1974-03-21 Verwendung von Scheiben aus Graphitlaminat als Berstsicherung Expired DE2413596C2 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19742413596 DE2413596C2 (de) 1974-03-21 1974-03-21 Verwendung von Scheiben aus Graphitlaminat als Berstsicherung
FR7508464A FR2265023B1 (de) 1974-03-21 1975-03-18
IT2135775A IT1034358B (it) 1974-03-21 1975-03-18 Dispositivo di protezione anti scoppio di grafite
GB1204075A GB1458931A (en) 1974-03-21 1975-03-21 Prevention of containers from bursting

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DE2413596A1 DE2413596A1 (de) 1975-10-02
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GB (1) GB1458931A (de)
IT (1) IT1034358B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0085808B1 (de) * 1982-01-02 1986-06-04 Marston Palmer Ltd. Berstplatte hergestellt aus flexiblem Graphit

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE658772A (de) * 1964-03-18
DE2143939C3 (de) * 1971-09-02 1979-11-15 Sigri Elektrographit Gmbh, 8901 Meitingen Berstsicherung aus Graphit

Also Published As

Publication number Publication date
DE2413596A1 (de) 1975-10-02
IT1034358B (it) 1979-09-10
FR2265023A1 (de) 1975-10-17
GB1458931A (en) 1976-12-15
FR2265023B1 (de) 1978-12-29

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