DE2405723C3 - Schwungrad mit Berstsicherung - Google Patents
Schwungrad mit BerstsicherungInfo
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Description
35
Pumpenantriebe sind in vielen Fällen mit Schwungrädern ausgerüstet. Insbesondere in Kernreaktoranlagen
muß dabei für den Fall eines Unfalls sichergestellt sein, daß das Schwungrad auch bei höheren Drehzahlen
als den im Betrieb vorkommenden nicht bersten und damit Zerstörungen in der Umgebung verursachen
kann.
Für den Fall, daß bei einem auftretenden Unfall Sicherungseinrichtungen gegen das Auftreten von
Überdrehzahlen eines mit einem Schwungrad versehenen Maschinensatzes ausfallen oder erst zu spät wirksam
werden, wird das Schwungrad durch die auftretenden Fliehkräfte zuerst zerstört werden. Bedingt durch
die große Schwungradmasse kann dies in der Umgebung erhebliche Zerstörungen verursachen.
Gegenstand des Hauptpatents ist ein derartiges Schwungrad mit Berstsicherung zum Schutz gegen
Überdrehzahlen, das auf einen kegelstumpfförmigen Wellenteil aufgeschrumpft ist, bei dem auf das
Schwungrad eine Kraft in Richtung auf die Stirnseite des kegelstumpfförmigen Wellenteils mit dem kleineren
Durchmesser wirkt und bei dem in dieser Richtung neben dem Schwungrad eine Fang- und/oder Zentriervorrichtung
für das Schwungrad vorgesehen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem derartigen Schwungrad mit Berstsicherung sicherzustellen, daß
nur bei Erreichen einer kritischen Drehzahl ein Abkuppeln des Schwungrads erfolgt und daß auch große Antriebs-
oder Bremsmomente bei geringer Drehzahl nicht zu einem Abkuppeln des Schwungrads führen.
Das Neue besteht erfindungsgemäß darin, daß an das Ende des kegelstumfförmigen Wellenteils mit dem größeren
Durchmesser ein Wellenteil mit Ausnehmungen angrenzt, daß in diese Ausnehmungen mit dem
Schwungrad gekoppelte Teile zur Bildung einer in tangentialer Richtung formschlüssigen Verbindung hineinragen
und daß die in die Ausnehmungen hineinragenden Teile in diesen Ausnehmungen axial beweglich angeordnet
sind
Die Anordnung des Schwungrads ist in F i g. 1 dargestellt. Die F i g. 2, 3 und 4 zeigen Ausführungsbeispiele
für die Art der formschlüssigen Verbindung zwischen Schwungrad und Welle.
In Fig. 1 ist die Welle 1 eines Motors 2 mit einem Schwungrad 3 versehen. Das Schwungrad 3 ist auf
einen kegelstumpfförmigen Wellenieil 4 aulgeschrumpft.
Auf dem Gehäuse des Motors 2 unterhalb des Schwungrads 3 ist eine Lagerscheibe 23 mit kreisförmigem
Querschnitt konzentrisch zur Welle 1 angeordnet. Die Lagerscheibe 23 kann an ihrer dem
Schwungrad 3 zugewandten Oberfläche Gleit- oder Wellenlager enthalten. Auf der Lagerscheibe können
plastisch leicht verformbare Auffangkörper 42 angeordnet sein. Diese bestehen z. B. aus Aluminium, mildern
die auf die Lagerscheibe wirkenden Stoßkräfte bei herabfallendem Schwungrad und dienen dann auch als
Gleitelemente.
Bei Übe;schreiten einer bestimmten Drehzahl weilet
sich das Schwungrad 3 infolge der wirkenden Zentrifugalkräfte so weit auf, daß sich die Schrumpfverbindung
zur Welle 1 löst. Das Eigengewicht des Schwungrads bewirkt dann, daß das Schwungrad 3 nach unten fällt,
wo es sich auf der Lagerscheibe 23 abstützt und durch Reibungskräfte und den dann fehlenden Antrieb langsam
abgebremst wird. Lager 24 und 25 zwischen der Welle 1 und dem Schwungrad 3 bewirken, daß auch
nach dem Lösen der Schrumpfverbindung zum kegel stumpfförmigen Wellenteil 4 das Schwungrad auf der
Welle getührt wird. Damit die Schrumpfverbindung nur mit Rücksicht auf die gewünschte Auskuppeldrehzahl
zwischen Schwungrad 3 und Welle 1 dimensioniert werden kann, ohne Rücksicht auf die beim Beschleunigen
und Abbremsen der Welle zwischen Schwungrad und Welle wirkenden Kräfte, ist in dem Bereich Il bis
IV eine formschlüssige Verbindung zwischen Welle 1 und Schwungrad 3 vorgesehen. Ausführungsbcispiele
für diese formschlüssige Verbindung sind in den F i g. 2 bis 4 im einzelnen dargestellt.
Der oberhalb des kegelstumpfförmigen Wellenteils 4 befindliche Teil der Welle 1 besitzt einen größeren
Durchmesser als der kegelstumpfförmige Wellerueil 4. Hierduich entsteht eine Stirnseite 26. In diese Stirnseite
sind Ausnehmungen 27 bis 31 eingearbeitet. Zusätzlich sind am Umfang der Welle 1 oberhalb des kegelstumpfförmigen
Wellenteils 4 Ausnehmungen 32 vorgesehen. Diese Ausnehmungen 32 bilden einen die
Welle 1 umgebenden Zahnkranz, in den Vorsprünge 33 auf einem mit dem Schwungrad 3 verbundenen Ring 34
eingreifen.
Eine Verbindung nach Art einer Zahnradverbindung besteht auch zwischen den Ausnehmungen 29 in F i g. 3
und den Vorsprüngen 35, die in F i g. 3 in die Ausnehmungen 29 hineinragen.
Wesentlich für die Erfindung ist es, daß eine in Tangentialrichtung
wirksame formschlüssige Verbindung zwischen dem Wellenteil 1 und dem Schwungrad 3 besteht.
In die Ausnehmungen 27, 28, 30 und 31 ragen Formstücke hinein. Diese Formstücke sind z. B. die Kugel
36, die Walze 37, die Kugel 38 oder das kugelförmi-
ge Einsatzstück 39. Diese Formstücke stellen jeweils die Verbindung zwischen Welle 1 und Schwungrad 3
her, da sie in einer durch aneinandergrenzende Ausnehmungen gebildeten öffnung angeordnet sind. Besteht
die formschlüssige Verbindung in Vorsprüngen und Ausnehmungen, die in Stirnseiten eingearbeitet sind
und liegen die Berührungsflächen nicht parallel zur Achse 40 der Welle 1, wie dies z. B. fur die Berührungsfläche
41 zwischen der Kugel 36 und dem Schwungrad 3 zutrifft, so entsteht bei großem Drehmoment zwisehen
Schwungrad 3 und Welle 1 eine zusätzlich in axialer Richtung auf das Schwungrad wirkende Kraft.
Diese Kraft unterstützt die Schwerkraft des Schwungrads 3 und führt zu einer Verringerung der Abkuppeldrehzahl,
abhängig von der Größe des auf das Schwungrad wirkenden Antriebsmoments. Die Neigung dieser
Berührungsfläche kann nun für verschiedene Momentrichtungen zwischen Schwungrad 3 und Welle 1 unterschiedlich
gewählt sein. Hierdurch läßt sich erreichen, daß bei einem die Drehzahl verringernden Moment der
Effekt der Verringerung der Abkuppeldrehzahl abhängig vom Moment nicht wirksam wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schwungrad mit Berstsicherung zum Schutz gegen Überdrehzahlen, das auf einen kegelstumpfförmigen
Wellenteil aufgeschrumpft ist, bei dem auf das Schwungrad eine Kraft in Richtung auf die
Stirnseite des kegelstumpfförmigen Wellenteils mit dem kleineren Durchmesser wirkt und bei dem in
dieser Richtung neben dem Schwungrad eine Fang- und/oder Zentriervorrichtung für das Schwungrad
vorgesehen ist, nach Patent 23 38 265, dadurch gekennzeichnet, daß an das Ende des kegelstumpfförmigen Wellenteils
(4) mit dem größeren Durchmesser ein Wellenteil mit Ausnehmungen (27 bis 32) angrenzt, daß in
diese Ausnehmungen mit dem Schwungrad (3) gekoppelte Teile (36 bis 39) zur Bildung einer in tangentiater
Richtung formschlüssigen Verbindung hineinragen und daß die in die Ausnehmungen hineinragenden
Teile in diesen Ausnehmungen axial beweglich angeordnet sind.
2. Schwungrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an den kegelstumpfförmigen Wellenteil
(4) angrenzende Wellendurchmesser größer ist als der größte Durchmesser des kegelstumpfförmigen
Wellenteils und daß die Ausnehmungen (27 bis 31) in die so gebildete Stirnseite (26) in axialer
Richtung eingearbeitet sind.
3.Schwungrad nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet,
daß Ausnehmungen an aneinander grenzenden Stellen der Welle und des Schwungrads vorgesehen
sind und daß in diese Hohlräume Formstücke (36 bis 39) eingelegt sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742405723 DE2405723C3 (de) | 1974-02-06 | Schwungrad mit Berstsicherung | |
| US05/488,921 US3960034A (en) | 1973-07-27 | 1974-07-16 | Flywheel with anti-cracking safeguard for protection against overspeed |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742405723 DE2405723C3 (de) | 1974-02-06 | Schwungrad mit Berstsicherung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2405723A1 DE2405723A1 (de) | 1975-08-14 |
| DE2405723B2 DE2405723B2 (de) | 1976-03-25 |
| DE2405723C3 true DE2405723C3 (de) | 1976-11-11 |
Family
ID=
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