DE2404740C2 - Verfahren zur Herstellung von Filmen und Überzügen und Beschichtungsmittel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Filmen und Überzügen und BeschichtungsmittelInfo
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Description
1. als Kombinationen von Polyisocyanaten mit Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen
reaktionsfähigen Wasserstoffatomen solche eines unter 2000C liegenden Schmelzpunktes
bzw. -bereichs auf Basis von alkanol- und/oder cycloalkanolblockierten Polyisocyanaten
und Hydroxylgruppen aufweisenden Verbindungen eingesetzt werden, wobei die
Mengenverhältnisse der Reaktionspartner so gewählt werden, daß ein Äquivalentverhältnis
von blockierten Isocyanatgruppen : Hydroxylgruppen von 1 : 2 bis 9 : I vorliegt und
2. die Beschichtung des Substrats bei einer Temperatur im Temperaturbereich ·όπ
20 -250°C erfolgt, bei welcher das Beschichtungsmittel eine Viskosität von maximal
40 000 mPas aufweist
2. Verfahren gemäß Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß als zu beschichtendes Substrat ein
Metalldraht verwendet wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß als blockierte Polyisocyanate
solche verwendet werden, die zu 40 — 99 Äquivalentprozent aus alkanol- und/oder cycloalkanolblockierten
Polyisocyanaten und zu 1—60 Äquivalentprozent aus blockierten Polyisocyanaten bestehen, die
eine mindestens 30°C unter der Abspalt-Temperatur der alkanol- bzw. cycloalkanolblockierten Polyisocyanate
liegende Abspalttemperatur aufweisen.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet,
daß als blockierte Polyisocyanate mit niedrigerer Abspalt-Temperatur phenolblockierte
Polyisocyanate verwendet werden.
5. Verfahren gemäß Anspruch 3 und 4. dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmittel kurzzeitig
über die Abspalttemperatur des bei niedrigen Temperaturen das Blockierungsmittel abspaltenden
blockierten Polyisocyanats erhitzt wird, bevor die Beschichtung des Substrats erfolgt.
6. Lösungsmittelfreies bzw. -armes hitzevernetzbares Beschichtungsmittel eines unter 200°C liegenden
Schmelzpunktes bzw. -bereichs auf Basis von blockierten Polyisocyanaten. Polyhydroxylverbin
düngen sowie gegebenenfalls den üblichen Hilfs- und Zusatzmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die
blockierten Polyisocyanate zumindest zu 40 Äquivalentprozent aus alkanol- bzw. cycloälkärtolblockier*
ten Polyisocyanaten bestehen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfalv
fen zur Herstellung von Filmen und Überzügen unter Verwendung von bestimmten lösungsmittelfreien hitzevernetzbaren
Beschichtungsmittel.
Bei dem zur Zeit für die Herstellung lackierter Drähte üblichen Verfahren wird der zu lackierende Draht durch
eine Lacklösung gezogen, vom Überschuß der aus dem Lackbad mitgenommenen Lacklosung mittels geeigneter
Abstreifersysteme befreit und danach durch einen Ofenschacht geführt Im Ofen wird durch die zugeführte
Energie zunächst das Lacklösungsmittel verdampft und
ίο danach die zur Filmbildung fuhrende Vernetzung
bewirkt.
Zum Erzielen der üblichen Schichtdicken muß dieser Prozeß mehrmals, etwa 6- bis 8mal, wiederholt werden.
Bei den verwendeten Lacken macht das Lösungsmitte!
meist mehr als 50%, in besonders ungünstigen Fällen mehr a!s 80% aus. Dieser Ballast, der an der Filmbildung
nicht beteiligt ist, bringt natürlich eiiie Fülle von
Nachteilen mit sich. Unnötig großes Volumen, bei Transport und Lagerung Feuer- bzw. Explosionsgefahr,
zusätzlicher Energiebedarf zum Verdampfen aus dem
Lackfilm, erhebliche Umweltbelastung bzw. erheblicher Aufwand, um den Emissionsbestimmungen zu entsprechen.
Die Herstellung von viskositätsstabilen lösungsmittelhaltigen
Einbrennlacken auf der Basis von Isocyanaten ist nur mittels blockierter Isocyanate möglich. Unter
blockierten Isocyanaten versteht man Verbindungen, deren NCO-Gruppen durch den Umsatz mit Zerewitinoffaktiven
Verbindungen inaktiviert wurden, beispielsweise mit Malonestern, Ketoximen, Phenolen, Lactamen
und CH-aciden Verbindungen. Derartige Systeme sind beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift
16 44 794 beschrieben.
Diese Inaktivierung muß nicht nur bei Normaltemperatur, sondern auch bei erhöhten Temperaturen, wie sie bei Lagerung und Transport vorkommen können, garantiert sein, um eine Änderung der Viskosität oder sogar ein Gelieren zu verhindern.
Diese Inaktivierung muß nicht nur bei Normaltemperatur, sondern auch bei erhöhten Temperaturen, wie sie bei Lagerung und Transport vorkommen können, garantiert sein, um eine Änderung der Viskosität oder sogar ein Gelieren zu verhindern.
Andererseits darf sie auch nicht zu beständig sein.
weil sonst beim Einbrennprozeß die gewünschte Vernetzungsreaktion mit dem NCO-aktive Gruppen
aufweisenden Reaktionspartner überhaupt nicht oder zu langsam abläuft und somit keine diskutable
Verarbeitungsgeschwindigkeit erzielt werden kann.
Wegen der so gegebenen Einschränkung ist bei den Zur Zeit tatsächlich im praktischen Einsatz befindlichen
stabilisierten Isocyanaten die Verwendung als Blockierungsmittel auf wenige Substanzen heschränkt. wie z. B.
Phenole. Ketoxime oder Caprolactame.
Will man bei derartigen Lacken den Anteil an Lösungsmitteln reduzieren, soweit dies das Lösungsverhalten
zuläßt, ergeben sich Verarbeitungsschwierigkeiten, weil in Abhängigkeil von den verwendeten
Abstreifersystemen Feststoffgehalt. Viskosität, erzielbare Filmdicke und Verlauf miteinander korrelieren. Der
Möglichkeit, mittels Temperatursteigerung eine günstigere,
d. h. geringere Viskosität zu erzielen, sind enge Grenzen gesetzt, weil ab einer gewissen Temperatur die
Blockierung der Isocyanate aufgehoben wird, was zu
6ö erneutem Viskosiiälsanstieg und anschließendem Gelierött
führt.
Durch die vorliegende Erfindung werden nun neue Beschichtungsmittel zur Verfügung gestellt, die bei
erhöhten Temperaluren eine sichere Stabilität aüfwen
sen, bei diesen Temperaturen eine niedrigviskose Schmelze darstellen, in Form dieser Schmelze auf das zu
beschichtende Substrat aufgebracht und danach durch weitere Tempefafufsieigefiing feäktivivert und somit
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zu Filmen von ausgezeichneter Qualität vernetzt werden können. Damit sind eine Reihe verarbeitungstechnischer
Fortschritte verbunden. Bei lösungsmittelhaltigen Systemen besteht stets die Gefahr, daß eine
vorzeitige Härtung der Oberfläche eine Sperrschicht für die im Innern noch befindlichen Lösungsmittel bildet
Entweichen diese infolge ihres bei den Einbrennbedingungen vorliegenden hohen Dampfdruckes, führt dies
meist zu Kratern oder sonstigen Störungen in der Lackschicht Dieser Gefahr muß durch eine besondere
Temperaturverteilung im Einbrennsehacht Rechnung getragen werden. Demnach sind diese Systeme gegen
Temperaturschwankungen besonders empfindlich. So konnte die mit einer Erhöhung der Temperatur
gegebene Steigerung der Reaktionsgeschwindigkeit nicht genutzt werden. Das Ausmaß der beim Einbrennvorgang
möglichen Molekülvergrößerung war deshalb gering, weshalb man in der Regel von einem im Hinblick
auf das Molekuurgewicht weitgehend vorgefertigten Produkt ausgehen mußte.
Da im lösungsmittelfreien Verfahren die oben beschriebene Rücksichtnahme nicht erforderlich ist,
dem System ohne nachteiligen Einfluß also mehr Wärme zugemutet werden darf, kann man die so
gegebene höhere Reaktionsgeschwindigkeit ausnutzen und Produkte geringeren Molekulargewichts verwenden.
Dies ermöglicht andererseits die Herstellung von Beschichtungsmittel« mit so geringen Viskositäten, daß
selbst Kupferdrähte mit einem unter 0,1 mm liegenden Durchmesser beschichtet werden können.
Ein weiterer Vorteil der Verwendung von lösungsmittelfreien Beschichtungsmittel ist neben der Vermeidung
des bekannten Aufwands mx Lösungsmittelrückgewinnung,
insbesondere in dem Umsind zu sehen, daß bei der lösungsmittelfreien Beschichtungsweise pro
Einzelauftrag größere Schichtdicken erzielt werden, da gegebenenfalls mit Ausnahme des Blockierungsmittels,
praktisch das gesamte auf das Substrat aufgebrachte Material im Film eingebaut wird. Die zu erzielende
Endschichtdicke kann demnach in nur wenigen, im Idealfall einem Auftrag aufgebracht werden. Zumindest
wird im Falle der Drahtlackierung — ausgehend von einer bestehenden Lackiereinrichtung — die gleichzeitige
Lackierung mehrerer Drähte möglich. Das bietet auch für die Konstruktion der Lackieröfen neue
Aspekte. So kann beispielsweise jeder Draht durch ein induktiv geheiztes Rohr geführt werden oder vornehmlich
bei größerem Leiterquerschnitt das zu beschichtende Material selbst durch Hochfrequenz auf die
erforderliche Einbrenntemperatur gebracht werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Filmen und Überzügen
durch Beschichten beliebiger hitzeresislenter Substrate mit lösungsmittelfreien Beschichtungsmitteln auf Basis
von Kombinationen aus blockierten Polyisocyanaten mit Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen
reaktionsfähigen Wasserstoffatomen und anschließender Hitzevernetzung der erhaltenen Beschichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß
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I) als Kombinationen von Polyisocyanaten mit
Verbindungen mil gegenüber Isocyatiatgrüppen reaktionsfähigen Wasserstoffatomen solche eines
unter 2000C liegenden Schmelzpunktes bzw.
-bereichs auf Basis Von alkanol- und/oder cycloalkanolblockierten Polyisocyanaten und Hydroxylgruppen
aufweisenden Verbindungen eingesetzt werden, wobei die Mengenverhältnisse der Reak*
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55 tionspartner so gewählt werden, daß ein Äquivalentverhältnis
von blockierten Isocyanatgruppen hydroxylgruppen von 1 :2 bis 9 :1 vorliegt
und
2) die Beschichtung des Substrats bei einer Temperatur im Temperaturbereich von 20 —2500C erfolgt,
bei welcher das Beschichtungsmittel eine Viskosität von maximal 40 000 mPas aufweist
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Lösungsmittelfreies, bzw. -armes Hitzevernetzbares
Beschichtungsmittel eines unter 2000C liegenden Schmelzpunktes bzw. -bereichs auf Basis von blockierton
Polyisocyanaten, Polyhydroxylverbindungen sowie gegebenenfalls den üblichen Hilfs- und Zusatzmitteln,
dadurch gekennzeichnet, daß die blockierten Polyisocyanate zumindest zu 40 Äquivalentprozent aus
Alkanol- bzw. Cycloalkanolblockierten Polyisocyanaten bestehen.
Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete, in
blockierter Form einzusetzende Polyisocyanate sind beispielsweise aüphatische, cycloaliphatische, araliphatische,
aromatische und heterocyclische Polyisocyanate, wie beispielsweise Äthylendiisocyanat, Tetramethylendiisocyanat,
Hexamethylendiisocyanat, Dodecamethy· lendiisocyanatCyclobutan-U-diisocyanat, Cyclohexan-1.3und
-1,4-diisocyanat sowie beliebige Gemische dieser Isomeren, 1-Isocyanate-3,3,5-trimethyl-5-isocyanatomethyl-cyclohexan,
2,4- und 2,6-Hexahydrotoiuylendiisocyanat
sowie beliebige Gemische dieser Isomeren, Hexahydro-Ij- und/oder -1,4-phenyIen-diisocyanat.
1,3- und 1,4-Phenylendiisocyanat, 2,4- und 2,6-Toluylendiisocyanat
sowie beliebige Gemische dieser Isomeren, Diphenylmethan-2,4'- und/oder ^'-diisocyanat.
Naphthylen-l^-diisocyanat. Triphenylmethan-4,4\4"-triisocyanat,
Polyphenylpolymethylen-polyisocyaiiate, wie sie durch Anilin-Formaldehyd-Kondensation und
anschließende Phosgenierung srhaltv?· und z. B. in den
britischen Patentschriften 87 44 30 und 84 86 71 beschrieben werden, perchlorierte Arylpolyisocyanate,
wie sie z. B. in der deutschen Auslegeschrift 11 57 601
beschrieben werden, Carbodiimidgruppen aufweisende Polyisocyanate, wie sie in der deutschen Patentschrift
10 92 007 beschrieben werden. Diisocyanate, wie sie in der US-Patentschrift 34 92 330 beschrieben werden.
Allophanatgruppen aufweisende Polyisocyanate, wie sie
z.B. in der britischen Patentschrift 99 48 90. der belgischen Palentschrift 76 16 26 und der veröffentlichten
holländischen Patentanmeldung 71 02 524 beschrieben werden, Isocyanuratgruppen aufweisende Polyisocypnate,
wie sie z. B. in den deutschen Patentschriften 10 22 789. 12 22 067 und 10 27 394 sowie in den
deutschen Offenlegungsschriften 19 29 034 und 20 04 048 beschrieben werden, Urethangruppen aufweisende
Polyisocyanate, wie sie z. B. in der belgischen Patentschrift 75 22 61 oder in der US-Palentschrift
33 94 164 beschrieben werden, acylierte Harnstoffgruppen
aufweisende Polyisocyanate gemäß der deutschen Patentschrift 12 30 778. Biuretgruppen aufweisende
Polyisocyanate, wie sie z. B. in der deutschen Patent' schrift 11 01 394, in def britischen Patentschrift 88 90 50
und in der französischen Patentschrift 70 17 514 beschrieben werden, durch Telomerisationsreaktionen
hergestellte Polyisocyanate, wie sie z. B. in der belgischen Patentschrift 72 36 40 beschrieben Werden,
Estergruppen aufweisende Polyisocyanate, wie sie z, B. in den britischen Patentschriften 95 64 74 und 10 72 956,
in der ÜS-Patentschrift 35 67 763 und in der deutschen
Patentschrift 12 3] 688 genannt werden, Umsetzungsprodukte der obengenannten Isocyanate mit Acetylen
gemäß der deutschen Patentschrift 10 72 358.
Es ist auch möglich, die bei der technischen Isocyanatherstellung anfallenden Isocyanatgruppen
aufweisenden Destillati&nsrückstände, gegebenenfalls
gelöst in einem oder mehreren der vorgenannten Polyisocyanate, einzusetzen. Ferner ist es möglich,
beliebige Mischungen der vorgenannten Polyisocyanate zu verwenden.
Besonders bevorzugt in ihrer blockierten Form einzusetzende Polyisocyanate sind 2,4-Diisocyanatotoluol,
2,6-DiisocyanatotoIuol, die aus diesen Isomeren bestehenden technischen Gemische, 4,4'-Diisocyanatodiphenylmethan,
4,4'-DiisocyanatodiphenyI-dimethylmethan, 1,5-Diisocyanato-naphthalin, Homologen- bzw.
Isomerengemische, wie sie in bekannter Weise durch Phosgenierung von Anilin/Formaldehyd-Kondensaten
erhalten werden, das Urethangruppen aufweisende Triisocyanat, welches in bekannter Weise durch
Umsetzung von 3 Mo! 2,4-Diisocyanatotoluo! mit 1 Mo!
Trimethylolpropan erhalten wird unu das durch
Trimerisierung von 2.4-Diisocyanatotoluol <n bekannter Weise zugängliche Isocyanato-isocyanurat.
Für das erfindungsgemäße Verfahren ebenfalls geeignet sind blockierte Isocyanatgruppen aufweisende
Imide. Amide, Amidimide, Esterimide und Esteramide mit zwei oder mehreren endständigen Carbamidsäureestergruppen.
Sie werden durch Umsatz eines Oberschusses der genannten, gegebenenfalls blockierten
Polyisocyanate mit Verbindungen erhalten, die pro Molekül im Falle der Esteramide bzw. Esterimide
mindestens eine, im Falle der Imidimide bzw. Amidimide mindestens zwei gegenüber Isocyanaten reaktionsfähige
Gruppen aufweisen, wobei im Falle der Imide mindestens eine cyclische Anhydridkonfiguration und
im Falle der Ester mindestens eine, mit Polyolen veresterte bzw. veresterbare Carboxylgruppe erforderlich
ist.
Spezic'l hierzu (vgl. DE-AS 12 66 427) werden mehrwertige Carbonsäuren wie Pyromellithsäure. Trimellithsäure.
Diphenyltetracarbonsäure. Äthylentetracarbonsäure. Hydroxy- oder Amino-o-phthalsäure oder
Bisaddukte von Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid an Styrol verwendet.
Die Mengenverhältnisse zwischen der Verbindung mit Anhydridfunktion und dem Polyisocyanat können
weitgehend variiert werden unter der Berücksichtigung, daß das Polyisocyanat gegebenenfalls in äquivalenter
Menge, bevorzugt acer im Überschuß bezüglich der funk'iionellen Gruppen eingesetzt wird und die entstehenden
Verbindunger,, gegebenenfalls nach ihrer Verkappung in den erfindungsgemäßen Schmelzen
löslich sind. Dabei ist es unerheblich, ob diese Verbindungen nach dem Lösungs- oder Schmelzverfahren
hergestellt wurden
Anstelle der genannten Polyisocyanate bzw. blockierten Polyisocyanate können beim erfindungsgemäßen
Verfahren grundsätzlich auch die entsprechenden Polyisothiocyanate bzw. die entsprechenden blockierten
Polyisothiocyanate eingesetzt werden, obwohl diese Verbindungen weniger bevorzugt sind.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren gelangen die genannten Polyisocyanate in alkanol· bzw. cycloalkaholverkappter
Form zum Einsatz. Geeignete Verkappungsmittel sind oeliebige ein- oder auch mehrwertig1;
HydroxylverbindungTi mit aliphatisch oder cycloaliphatisch
gebundenen Hydroxylgruppen. Vorzugsweise werden zur Blockierung der Isocyanatgruppen solche
Hydroxyverbindungen der genannten Art eingesetzt, weiche einen mindestens 500C unter dem Siedepunkt
der Reaktionspartner der blockierten Polyisocyanate liegenden Siedepunkt aufweisen. Beispiele geeigneter
Blockierungsmittel sind Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, n-Butanol, terL-ButanoI, Isobutanol, Pentanole,
Hexanole, Cyclohexanol, Benzylalkohol, Äthylenchlorhydrin, Glykolmonomethyläther oder Glykolmonoacetat,
aliphatische Di- oder Polyole wie Äthylenglykol.
Diäthylen-, Propylenglykol, Glycerin, Trimethylolpropan
oder Hexantriol.
Bei einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kommen Gemische aus
blockierten Polyisocyanaten zum Einsatz, welche zu 40 — 99 Äquivalentprozent aus alkanol- bzw. cycloalkanolblockierten
Polyisocyanaten zind zu 60-1 Äquivalentprozent aus Polyisocyanaten bestehen, welche mit
Blockierungsmitteln verkappt sind, die eine mindestens 3O0C unter der Abspalttemperr..r der Alkanole bzw.
Cycloalkanole liegende Abspäht; rmeratur aufweisen.
Derartige Blockierungsmittel sind insbesondere Phenole, wie z. B. Phenol, Kresole. Äthylphenole. Nitrophenole,
Lactame, wie ε-Caprolactam. CH-acide Verbindungen
wie Malonsäurediäthylester. Acetylaceton oder Oxime wie z. B. Cyclohexanon-ketoxim. Vorzugsweise
kommen als Blockierungsmittel mit erniedrigter Abspalttemperatur Phenole der beispielhaft genannten Art
zum Einsatz.
Die blockierten Polyisothiocyanate lassen sich in
bekannter Weise durch Umsatz des Polyiso(thio)cyanates mit einem in äquivalenter Menge oder im Überschuß
angewendeten Isocyanatblockierungsmittel in Gegenwart oder Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels
wie beispielsweise aromatischer Kohlenwasserstoffe. Chlorkohlenwasserstoffe. Ketone oder Ester bei Temperaturen
von z. B. 20 bis 200 C herstellen. Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es
auch möglich, die erfindungsgemäßen Beschichtungsmittel im Eintopfverfahren herzustellen, d. h. von dem
zugrunde liegenden Polyiso(thio)cyanat auszugehen, dann das Blockierungsmittel zuzusetzen, die Mischung
auf die Temperatur der Blockierungsreaktion zu bringen und danach die Polyhydroxykomponente
zuzufügen.
Die aus den beispielhaft aufgezählten Polyisocyanaten und Blockierungsmitteln hergestellten, beim erfindungsgemäßen
Verfahren einzusetzenden blockierten Polyisocyanate weisen im allgemeinen unter 190'C
liegende Schmelzpunkte bzw. Schmelzbereiche auf. Bei der Verwendung von höherfunktionellen Blockierungsmittcln.
wie beispielsweise dem oben aufgeführten Glvcerin. ist selbstverständlich beispielsweise durch
gleichzeitige Mitverwendung von monofunktionellen Blockierungsmitteln darauf zu achten, daß keine
hochvernetzten, nicht ohne Zersetzung schmelzbaren Gebilde entstehen.
Die beim erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzrnden Kombina':onen aus den genannten blockierten
Polyisocyanaten mit den nachstehend beispielhaft erläuterten Polyhydroxyverbindungen weisen im allgemeinen
einen unter den Schmelzpunkten bzw. -bereichen der einzelnen Komponenten liegenden Mischschmelzpunkt
bzw. -bereich auf. Eine weitere Schrnelzpunktdepression
kann durch geringe Zusätze indifferenter, d. h. normalerweise nicht in die Reaktion eingreifender
Zuschläge, wie Diphenyl, Diphenyläther, Diphenylbenzol(l,4), Dibenzylketon, Bcnzophenon, Acetophe-
non, Naphthalin, Cyclohexanon, Polyolefinen, Polyacetates
Polyestern, auch ε-Capfolactam und ähnlichen Verbindungen, sowie deren Mischungen erzielt werden.
Die Mitverwendung der üblichen Lösungsmittel in Mengen von beispielsweise bis zu 25 Gewichtsprozent,
bezogen auf die Gesamtmischung, ist grundsätzlich ebenfalls möglich, bevorzugt wird jedoch ohne Lösungsmittel
gearbeitet.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzende Reaktionspartner für die blockierten Polyisocyanate
sind insbesondere mehrwertige Hydroxylgruppen aufweisende Verbindungen. Vorzugsweise weisen die
Reaktionspartner einen mindestens 50°C über dem Siedepunkt der eingesetzten Blockierungsmittel liegenden
Siedepunkt auf. Beispiele geeigneter Reaktionspartner für die blockierten Polyisocyanate sind
1. niedermolekulare, d. h. ein Molekulargewicht unter
l^ft anfiupicpnrlp Pnlvnlp luip filvl/nl niäthulAncrlv.
„_ . -.j
_v , j o.j
kol. Triäthylenglykol. Propylenglykol, Dipropylenglykol,
Tripropylenglykol, Butylenglykol, Hexamethylendiol, Dihydroxyäthyl- oder Dihydroxypropyläther
von Bis-phenolen, wie z. B. Bis-phenol A, die entsprechenden cycloaliphatischen Diole. Glycerin.
Trimethylolpropan, Trimethyloläthan. Hexantriole. Pentaerythrit oder auch cycloaliphatische Polyole.
wie die verschiedenen Chinite oder Inosite. Maleinsäure- bis-glykolester. Adipinsäure-bis-glykolester.
Benzoldicarbonsäuren-bis-glykolester,
Naphthalindicarbonsäuren-bis-glykolesterusw.;
2. höhermolekulare, d. h. ein Molekulargewicht von beispielsweise 350-2000 aufweisende PoJyhydroxypolyester
der in der Polyurethanchemie an sich bekannten Art. wie sie vorzugsweise aus Dicarbonsäuren
wie Phthalsäure. Hexahydrophthalsäure oder Adipinsäure mit überschüssigen Mengen an
Diolen der oben beispielhaft genannten Art zugänglich sind, wobei selbstverständlich auch die
Mitverwendung von trifunktionellen Komponenten zwecks Erreichung eines gegebenenfalls erwünschten
Verzweigungsgrades denkbar ist. Polyhvdroxypoläther des genannten Molekulargewichtsbereichs
der in der Polyurethanchemie an sich bekannten Art, wie sie durch Alkoxylierung von niedermolekularen Startermolekülen beispielsweise
den oben beispielhaft genannten niedermolekularen Polyolen oder auch Wasser oder mindestens
zwei aktive Wasserstoffatome aufweisenden Aminen zugänglich sind.
Durch Wahl des Molekulargewichts der einzusetzenden Polyhydroxyverbindungen können die makroskopischen
Eigenschaften des beim erfindungsgemäßen Verfahrens letztlich entstehenden Flächengebildes auf
einfache Weise variiert werden. So führt im allgemeinen die Verwendung von höhermolekularen Polyhydroxylverbindungen
zu weicheren, die Verwendung von niedermolekularen Polyhydroxyverbindungen zu härteren
Beschichtungen.
Neben den genannten Polyhydroxyverbindungen kommen beim erfindungsgemäßen Verfahren als
Reaktionspartner für die blockierten Polyisocyanate auch z. B. noch Hydroxylgruppen aufweisende Epoxide,
Imidester, Hydantoine, Acrylate, Hydroxyurethane
u. dgL in Betracht. In den erfindungsgemäß einzusetzenden
Beschiehitfflgsnntieln werden die fviengenverhälinisse
zwischen blockiertem PoVisocyanat und Hydroxylgruppen aufweisendem Reaktionspartner so gewählt,
daß das Äquivalentverhältnis von blockierten Isocyanalgruppen zu Hydroxylgruppen zwischen 1 :2
und 9:1, vorzugsweise Zwischen I : 1,2 und 2 : 1 liegt.
Bei Verwendung eines Überschusses an blockierten isocyanatgruppen entstehen beim erfindungsgemäßen
Verfahren zusätzliche Vernetzungsstellen, die beispielsweise auf die zwischen den aktiven Wässerslöffalömeh
von Urethanbindungen und Isocyanatgruppen zurückgeführt werden können. Dies führt häufig zu einer
ίο gegebenenfalls erwünschten Erhöhung der Härte der
beim erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Flächengebilde. (Verneinte Endprodukte können auch über
höher als zweiwertige verkappte Isothiocyanate oder höher als difunktionelle NCO-aktive Reaktionspartner
erhalten werden). Die Verwendung von überschüssigen Mengen an Hydroxylverbindungen führt zu einer
gegebenenfalls erwünschten Erhöhung der Flexibilität der beim erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen
Flschen^ebüde
Die beim erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Kombinationen aus blockierten Polyisocyanaten
und Polyhydroxyverbindungen weisen einen unter 200° C, vorzugsweise unter 120° C, liegenden Schmelzpunkt
bzw. -bereich auf.
Es ist auch möglich, beim erfindungsgemäßen Verfahren andere polymere Stoffe in Mengen bis zu 50
Gewichtsprozent bezogen auf Gesamtmischung, wie z. B. Pol; Oster, Polyamide, Polyurethane, Polyäther.
Polyolefine. Polyacetale. Polyepoxide, Polyimide. Poly-
jo amidimide. Polyimino-Polyester, Polyimidisocyanate
mitzuverwenden. Solche Materialien können den Ausgangskomponenten oder der Primärschmelze der
vorliegenden Erfindung zugemischt werden. Bei der Zumischung derartiger polymerer Zusatzstoffe ist
jedoch darauf zu achten, daß das Beschichtungsmittel sich noch bei einer unterhalb der Vernetzungstemperatur
liegenden Temperatur zu einer Schmelze einer maximalen Viskosität von 40 000mPas vorzugsweise
maximal 5000 mPa s aufschmelzen läßt.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die homogen vermischten Ausgangsstoffe
portionsweise bei Temperaturen von 20 bis 250° C. bevorzugt bei 80 bis 180°C, zu einer dünnflüssigen,
homogenen Schmelze verarbeitet. In diesen Primärschmelzen lassen sich im allgemeinen im angegebenen
Temperaturintervall selbst nach Wochen keine Viskositätszunahme oder spektroskopischen Veränderungen
nachweisen.
Die Beschichtung erfolgt innerhalb des genannten Temperaturbereichs bei einer Temperatur, bei welcher das Beschichtungsmittel eine unter 40 000 mPa s Drzugsweise unter 5000 mPa s liegende Viskosität aufweist
Die Beschichtung erfolgt innerhalb des genannten Temperaturbereichs bei einer Temperatur, bei welcher das Beschichtungsmittel eine unter 40 000 mPa s Drzugsweise unter 5000 mPa s liegende Viskosität aufweist
Die Herstellung der Primärschmelze kann modifiziert werden, indem man eine der Reaktionskomponenten,
bevorzugt das blockierte Polyiso{thio)cyanat. zunächst aufschmilzt und die weiteren Reaktionskomponenten
unter meist überraschend hoher Depression des Schmelzpunktes bis zur klären Lösung langsam zufügt.
Die damit gewonnene Schmelze zeigt im Langzeitversuch erwartungsgemäß den zuvor erwähnten Temperatur-Viskositätsverlauf
sowie die spektroskopischen Daten der Reaktanten.
Weiterhin können durch kurzzeitiges Anheizen der Primärschmelzen über die Deblockierungs- bzw. Kondensaiionsiemperatur der verkappten FoViso{thio)cyanate kurzkettige Oligomere erzeugt werden. Solche »getemperte« Schmelzen besitzen eine unverändert
Weiterhin können durch kurzzeitiges Anheizen der Primärschmelzen über die Deblockierungs- bzw. Kondensaiionsiemperatur der verkappten FoViso{thio)cyanate kurzkettige Oligomere erzeugt werden. Solche »getemperte« Schmelzen besitzen eine unverändert
gute Temperatur-Viskositätscharakterislik, lassen sieh
aber beispielsweise rascher verarbeiten. Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
des kurzzeitigen Anheizens der Primärschmelzen zwecks Öligomerenbildung empfiehlt sich insbesondere
die weiter oben erwähnte Mitverwendung von blockierten Polyisocyanaten mit im Vergleich zu den alkanolbfciv.
cycloalkanolblockierten Polyisocyanaten erniedrigter Deblockierungstemperatur. Beim kurzzeitigen
Anheizen zwecks Oligomefenbildung wird dann die Primürschmelze vorzugsweise auf eiiie Temperatur
erhitzt, welche über der Deblockierungstemperatur des bei niederen Temperatur abspaltenden Blockierungsrhittels
und unter der Deblockierungstemperalur des Alkanols bzw. Cycloalkanols liegt.
Die Reaktionskomponenten können auch stufenweise umgesetzt werden, indem zunächst ein Teil des
verkappten Polyiso(thio)cyanats mit der Gesamtmenge üer Polyhydroxyverbindungen, oder umgekehrt, verschmolzen
bzw. partiell auch umgesetzt und anschließend der Unterschuß durch entsprechende Äquivalente
gleicher oder anderer Partner ergänzt wird.
Die weitere Verarbeilungstechnik dieser dünnflüssigen Primärschmelzen richtet sich nach dem beabsichtigten
Einsatzzweck.
Prinzipiell kann die Schmelze abgekühlt, zerkleinert und im Einsatzfali erneut und unverändert geschmolzen
werden. Sie kann auch gepulvert und zur EPS-Lackierung eingesetzt werden. Andererseits ist es prinzipiell
auch möglich, die Reaktionskomponenten erst am Eirtsatzort zu vermischen und zu schmelzen. Selbstverständlich
können die Ausgangsmaterialien oder die flüssigen bzw. erstarrten Schmelzen auch in Lösungsmitteln
wie Chlor-, Dichlorbenzol, halogenierten Aliphaten. Cyclohexanon, Phenolen und Kresolen oder
deren Gemischen bzw. Abmischungen mit Verschnittmitteln direkt oder nach partieller oder vollständiger
Auskondensation des Substrats eingesetzt und appliziert werden.
Nach erfolgter Applikation, die im Prinzip nach allen Methoden der Lacktechnik wie z. B. Tauchen, Spritzen,
Streichen erfolgen kann, werden die beschichteten Substrate höheren Temperaturen vorzugsweise in
Einbrennöfen ausgesetzt, um die Endvernetzung der Beschichtung durchzuführen. Die Ofentemperaturen
liegen im allgemeinen zwischen 150 und 700, vorzugsweise zwischen 250 und 500° C Es entstehen so
temperaturbeständige sowie chemisch und physikalisch äußerst widerstandsfähige Flächengebilde.
In der Regel reicht die im Einbrennofen vorliegende Temperatur zur EntStabilisierung und damit zur
Durchführung der Vernetzungsreaktion aus und kann durch Zugabe der bekannten Katalysatoren für die
Polyurethanvernetzungsreaktion gesteigert werden; Beispiele sind:
1. Tertiäre Amine, wie
Triethylamin, Tributylamin,
N-Methylmorpholin.N-ÄthylmorphoIin,
N-Cocomorpholin,
Ν,Ν,Ν',Ν'-TetramethyI-äthyIendiamin,
1,4-Diaza-bicycIo-(2^2)-octan,
N-Methyl-N'-dimethylaminoäthyl-piperazin,
Ν,Ν-Dimethylbenzylamin,
Bis-fKN-diäthylaminoäthylVadipat
Ν,Ν-DIäthylbenzylamin,
Pentamethyldiäthylentriamin,
N.N-Dimethylcydohexylamin,
N,N,N',N'-Tetramethyl-l,3-butandiamin,
N.N-Dimefhyl-^-phenyläthylamin,
l^-Dimelhylimidazol^-Methylimidazol.
2, Gegenüber Isocyanatgruppen aktive Wasserstoffatome
aufweisende tertiäre Amine, t. B. Triälhafiolamin,
Triisopropanolamin, N-Methyl-diäthanolamin,
N-Äthyl-diäthaiiolamin, N,N-DiniethyUäthanolamin,
sowie deren Umsetzungsprodukte mit Alkylenoxiden, wie Propylenoxid und/oder Äthylenoxid.
3. Silaamine mit Kohlenstoff-Silizium-Bindungen (vgl. DE-PS 12 29 290) z.B. 2.2.4-TrimelhyI-2-silamor·
pholin, 1.3-Diäthylaminomethyl-tetramethyl-disilox
an.
B 4. Stickstoffhaltige Basen, wie Tetraalkylammoniumhydroxide und Hexahydrotriazine.
5. Organische Metallverbindungen, insbesondere von
Eisen, Blei und/oder Zinn. Als organische Zinnverbindungen kommen vorzugsweise Zinn(I!)-salze
von Carbonsäuren wie Zinn(II)-acetat, Zinn(ll)-octoat,
Zinn(II)-äthylhexoat und Zinn(II)-Iaurat sowie Dialkylzinn(IV)-salze wie Dibutyl-zinn-dichlorid,
-acetat, -laural. -maleat, Dioctylzinndiacetat oder Dimethylzinndivalerat in Betracht, ferner Eisensalze
wie Eisenacetylacetonat oder Eisenchlorid, Bleioxid, Bleicarbonat oder Bleicarboxylate.
6. Organische Hydroxylverbindungen wie Phenol, Kresole, Chlorphenole usw.
7. Phenol-Mannich-Basen (vgl. Kunststoffe Band 62, Seite 731, (1972)), z. B. 2-(Dimethylaminomethyl)-phenol,
2-(Dimethylaminomethyl)-4-isononylphenol.
Weitere erfindungsgemäß zu verwendende Katalysatoren
sind im Kunststoff-Handbuch, Band VII. herausgegeben von Vieweg und Höchtlen. Carl-Hanser-Verlag,
München 1966, auf den Seiten 96 bis 102, sowie in High Polymers, Vol. XVI, Part I. (Polyurethanes-Chemistry),
herausgegeben von Saunders und Frisch, Interscience Publishers. New York 1962 auf den Seiten 129 bis 2;7
beschrieben.
Überraschenderweise ergab die Verwendung metallorganischer, vorzugsweise zinnorganischer Katalysatoren
eine wesentliche Steigerung der Regenerierungs- bzw. Kondensationsgeschwindigkeit der Iso(thio)cyanatgruppen,
so daß die Reaktionszeit verkürzt bzw. die Kondensations- und Einbrenntemperatur bei gleicher
Zeit erheblich erniedrigt werden kann. Dies ist beispielsweise für eine vollständige Aushärtung auf den
so sehr schnell laufenden Drahtlackiermaschinen von Wichtigkeit
Bei Einsatz dieser Katalysatoren kann in Einzelfällen der Bereich zwischen Schmelz- und Entblockierungs-
bzw. Kondensationstemperatür aber auch sehr schmal und damit die erforderliche Verarbeitung-Sicherheit
beeinträchtigt werden.
Eine spezielle Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens stellt daher die Zugabe sogenannter
latenter Katalysatoren dar, die ähnlich wie die stabilisierten Isocyanate erst ab bestimmten Temperaturen
in Freiheit gesetzt und damit wirksam werden. Zu diesen Verbindungen zählen beispielsweise:
Aromatische Hydroxylverbindungen und Phenol23 25 927), ζ. Β. Phenol isomere Kresole, Äthylphenole,
Xylole, Chlorphenole, Methoxyphenole, Nitrophenole,
Thiophenole, Resorcin sowie 2-(Dime-
thylaminomethyl)-phenol, 2-(Dimethylaminome-
thyI)-4-isononylphenol.
Diese Verbindungen werden vorzugsweise in
katalytischen Mengen in Form von Blockierungs- m mitteln für die gegebenenfalls reaklionstragenden
\ Polyisothiocyanate eingesetzt und entfalten ihre
Wirkung gleichzeitig mit der thermischen Isocya-
natregenerierung.
2. Qualernäre Ammoniumsalze von Mannich-Basen, wie (vgl. US-Patent 29 50 262) 2-(Tfimethylammo- to
niummethyO-cyclohexanonchlofid.
3. Tertiäre Ammoniumsalze organischer Säuren, wie Triäthylammonium-trichloracetat.Bis-trimethylammonium-oxalat,
N-Äthylmorpholinium-acetat, Ν,Ν-Dimethylbenzylammoiiiumpropionat, Triäthylendiammonium-diacetat,
Bis-dimethyläthanolammonium-succinat.
4. Cyclische bzw. bicyclische Amidine, wie 2,3-N-Dimeiriy!
tetrahydro-'ä-pyrimidin.
3. Organische Metallverbindungen, insbesondere des Bleis und/oder Zinns. Geeignete organische Bleiverbindungen
(vgl. US-Patent 34 74 075) sind vorzugsweise Tetraphenylblei, Tetraäthylblei, Diphenylbleidiacetat,
Hexaphenyldiblei.
25
Geeignete Zinnverbindungen (vgl. DE-AS 12 72 532 bzw. US-Patent 35 23 103) sind Tetra-n-butyl-l,3-diacetoxy-distannoxan,
Hexaphenyldizinn, Hexa-n-butyldiiinn.
Die Katalysatoren werden in der Regel in einer Menge zwischen 0,01 bis 5,0 Gewichtsprozent, vorzugsweise
0,1 bis 1,0 Gewichtsprozent, bezogen auf die blockierte Iso(thio)cyanatverbindung eingesetzt. Höhere
Zusätze bringen keine erkennbaren Vorteile. Mitunter ist es allerdings sinnvoll, die Schmelzen erst
unmittelbar vor der Applikation mit den Katalysatoren lu versetzen.
Eine besondere Ausführungsform stellt die teilweise Verwendung aminischer Verbindungen zur Blockierung
der Polyiso(thio)cyanate dar. Die dann bei hohen Temperaturen freigesetzten Amine wirken erfindungsgemäß
als Beschleuniger. Zu diesen Verbindungen zählen beispielsweise Dimethylamin. Diethylamin, Dibulylamin.
Diphenylamin, N-Methylanilin, N-Methylbenzylamin.
Pyrrolidin, Piperidin, Morpholin, Pyrazol, Imidazol, Indol.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren können selbstverständlich
die in der Lackierungstechnik üblichen Zusatzstoffe, wie z. B. Pigmente und Füllstoffe mitverwendet
werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet insbesondere die Herstellung von temperaturbeständigen
Oberzügen auf Metallen, Keramik, Glasfasern oder -geweben. Bevorzugtes Anwendungsgebiet für das
erfindungsgemäße Verfahren ist die Herstellung von Drahtlackierungen nach dem an sich bekannten Tauch-,
Rollenauftrags- oder Saugfilzverfahren. Aufgrund der ausgezeichneten elektrischen und mechanischen Eigenschaften
der beim erfindungsgemäßen Verfahren entstehenden Flächengebilde eignet sich das Verfahren
insbesondere auch zur Herstellung von Isoliergeweben oder auch zur Imprägnierung von Elektromotoren.
Beispielsweise bei der Mitverwendung von geeigneten Trennmitteln kann erreicht werden, daß zwischen
dem beschichteten Substrat und dem nach Aushärtung vorliegenden Film keine Haftung besteht. Nach diesem
Prinzip kann das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Herstellung von Folien herangezogen werden.
465 Gewiehtsteile n-Butanol werden portionsweise mit
750 Gewichisteilen 4,4'-Diisocyanato-diphenylmethan versetzt und bei Ι40-Ί45°Ο bis zum Verschwinden der
NCO-Absorption im IR-Spektrum gerührt. Nach dem Erkalten wird die erstarrte Schmelze zu einem weißen
Pulver zerkleinert, das nach Umkristallisation aus Acetonitril einen Schmelzpunkt von 118 — 1190C besitzt.
799 Gewiehtsteile des so erhaltenen 4,4'-Bis-butoxycarbonylaminodiphenylmethans
werden mit 316 Gewtchtsleilen 2,2-Bis-[4-(2-hydroxy-äthoxy)-phehyl]-propan
und
89,3 Gewichtsteilen 1,1,1 -Trimethylolpropan vermischt
und portionsweise bei 100°C zu einer klaren, homogenen,
dünnflüssigen Schmelze verarbeitet. Ihre Viskosität beträgt auch nach drei Wochen bei ca. i2ö°C ca.
32 mPas.bei 150°Cnur 15 mPa s.
Nach dein Erkalten läßt sich die erstarrte Schmelze leicht pulverisieren; Schmelzpunkt: 78°C.
Etwa 500 Gfcwichtsteile dieses Pulvers gibt man in einem Behälter, der den üblichen Lackbädern von
Drahtlackiermaschinen entspricht, darüber hinaus aber direkt und regelbar auf höhere Temperaturen erwärmt
werden kann.
Die nach dem Aufheizen auf 120°C erhaltene
niedrigviskose Schmelze kann direkt zum Überziehen von Drähten verwendet werden. Aus ihr heraus wird ein
vorgeheizter Kupferdraht von 0,7 mm Durchmesser auf einer vertikalen Drahtlackiermaschine in drei Durchzügen
auf eine Durchmesserzunahme von 50 μΐη beschichtet.
Die Filmdicke wird mittels Lederabstreifern eingestellt. Dabei muß natürlich dafür gesorgt werden,
daß deren Halterung ebenfalls auf höhere Temperaturen gehalten wird, um Viskositätsänderungen infolge zu
geringer Temperatur weitgehend auszuschließen. Die Länge des Ofens beträgt 3 Meter, die Ofentemperatur
400°C und die Durchzugsgeschwindigkeit 7 m/inin.
Die erhaltene isolierte Draht hat in einem auf 350°C
erwärmten Lötbad eine Verzinnungszeit von 4 — 5 Sekunden.
400 Gewiehtsteile eines Polyesters, der durch Kondensation
von 1,6 Moi Terephthalsäuredimethylester, 1,2 Mol Äthylenglykol und 0,8 Mol Glycerin hergestellt
wurde und 6 Gewichtsprozent OH-Gruppen enthält, werden bei ca. 8O0C geschmolzen und unter Steigerung
der Temperatur auf schließlich 1200C mit 400 Gewichtsteflen eines bisfunktionellen Carbamidsäureesters
mit einem ca. 14 gewichtsprozentigen NCO-Gehalt, hergestellt aus 1 MoI Totuylen-diisocyanat
(Isomerengemisch 2^:2,6=80:20), 2 MoI n-Butanoi und 0,5 Mol Trimellitsäureanhydrid zu einer homogenen,
niedrigviskosen Schmelze von 6200 mPa store
verarbeitet Nach dem Erstarren läßt sich das spröde Material leicht zerkleinern.
500 Gewiehtsteile der so hergestellten Mischung werden in ein unter Beispiel 1 beschriebenes Schmelzbad
gegeben und bei 140° C aufgeschmolzen. Mit diesem Kateria! wird ein Kupferdraht von 0,7 nun ir, drei
Durchzügen auf ca. 50 μπι Durchmesserzunahme
beschichtet Dabei werden folgende Bedingungen eingehalten:
Länge der Vorheizzone des Cu-Drahtes:
Temperatur der Vorheizzone:
Länge düs Ofenschachtes:
Temperatur des Ofenschachtes:
Anzahl der Tauchungen:
Abstufung der Abstreiferdüsen:
Temperatur der Vorheizzone:
Länge düs Ofenschachtes:
Temperatur des Ofenschachtes:
Anzahl der Tauchungen:
Abstufung der Abstreiferdüsen:
0,5 m
1800C
4 m
40G-0C
3
1800C
4 m
40G-0C
3
0,730,
0.750,
0,760 mm
0.750,
0,760 mm
innerhalb des Bereiches der Abzugsgeschsvindigkeit von 5 — 8 m/min erhält man einen isolierten Draht, der
(pinen Erweichungspunkt von über 3000C und eine Hitzeschockfestigkeit (eigener Durchmesser) von
J00° C aufweist.
Beispiel 3
400 Gewichtsteile 4,4'-Diisocyanato-diphenylmethan,
400 Gewichtsteile 4,4'-Diisocyanato-diphenylmethan,
# c v *Jw TT 1^CI(J(VIiW v-ii iv«i NVIiVi VIi NLiiinyiOgCn ι Oi ypiiCn V"
knmethylen-polyisocyanates (31,6 Gewichtsprozent NCO, ca. JO Gewichtsprozent an 3- und höherwertigen
Verbindungen, mPa S25c= ' 10).
182 Gewichtsteile n-Butanol und
J2 Gewichtsteile m-Kresol werden unter allmählicher iteigerung der Temperatur von HO0C auf schließlich 1400C so lange gerührt, bis im IR-Spektrum der Jchmelze keine freien NCO-Gruppen mehr nachweislar sind. Anschließend vermischt man bei 12O0C portionsweise mit
182 Gewichtsteile n-Butanol und
J2 Gewichtsteile m-Kresol werden unter allmählicher iteigerung der Temperatur von HO0C auf schließlich 1400C so lange gerührt, bis im IR-Spektrum der Jchmelze keine freien NCO-Gruppen mehr nachweislar sind. Anschließend vermischt man bei 12O0C portionsweise mit
108 Gewichtsteilen Bis-(2-hyd>Oxyäthyl)-terephthalat.
ts resultiert eine dunkelbraune, gering viskose Schmelte mit einer Viskosität von 450 mPa S120T·
Durch Begießen mit dieser Schmelze wird ein auf •tv/a die gleiche Temperatur vorgewärmtes Tiefziehblech
beschichtet. Die Aushärtung des Kunststoffilms wird nach folgendem Zeit-Tempera tür-Zyklus von
60 Minuten bei 2500C
5 Minuten bei 3000C
5 Minuten bei 3000C
vorgenommen. Der erhaltene Lackfilm weist eine gute Flexibilität auf.
. 140 Gewichtsteile 4,4'-Bis-n-butoxycarbonyIamino-diphenylmethan
werden bei 120°C aufgeschmolzen und
bei 120- 1300C portionsweise mit
$60 Gewichtsteilen einer Epoxidverbindung mit einem Epoxidäquivalentgewicht von 1900 bis 2200, hergestellt durch Umsatz von Epichlorhydrin und Diphenylolpropan, vermischt und zu einer klären, homogenen, fcellbraunen Schmelze von 860 mPa s i2s=c verarbeitet. Im IR-Spektrum der Schmelze können die für den Oxyzolidonring typischen Banden nicht beobachtet werden. Das Material erstarrt bei ca. 60° C unter deutlicher Volumenzunahme. Es läßt sich leicht zerkleinern.
$60 Gewichtsteilen einer Epoxidverbindung mit einem Epoxidäquivalentgewicht von 1900 bis 2200, hergestellt durch Umsatz von Epichlorhydrin und Diphenylolpropan, vermischt und zu einer klären, homogenen, fcellbraunen Schmelze von 860 mPa s i2s=c verarbeitet. Im IR-Spektrum der Schmelze können die für den Oxyzolidonring typischen Banden nicht beobachtet werden. Das Material erstarrt bei ca. 60° C unter deutlicher Volumenzunahme. Es läßt sich leicht zerkleinern.
Ein aus der auf 125° C erhitzten Schmelze des so hergestellten Materials entsprechend dem Beispiel 2
beschichteter Draht besitzt eine gute Flexibilität und Abriebfestigkeit.
1000 Gewichtsteile eines Adduktes aus 1 Mol Hexandiol-i,6,
03 Mol 1,1,1-TrimethyloIpropan, 1,5 Gewichts-
prozent Caprolactam und 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4:2,6 = 80:20) mit einem Hydroxylgehalt
von 4 Gewichtsprozent werden bei 1100C mit
60,3 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-n-butoxycarbonylamino-diphenylmethan verschmolzen und kurzzeitig bei 1600C
entgast. Es verbleibt dann bei PO0C eine homogene,
hellgelbe, klare, dünnflüssige gut rührbare Schmelze, deren Viskosität 270 mPa s uo'c beträgt. Sie erstarrt bei
700C zu einem plastischen Material, das sich be-. Raumtemperatur bequem zerkleinern läßt.
500 Gewichtsteile des so hergestellten Materials werden in ein unter Beispiel 1 beschriebenes Schmelzbad
gegeben und bei 13O0C aufgeschmolzen. Zu dieser Schmelze gibt man 7 Gewichtsteile einer ca. 10
gewichtsprozentigen Lösung von 2,3-N-Dimethy!tetrahydro-'zl-pyrimidin
in Kresol und beschichtet entsprechend Beispiel 2 einen Kupferdraht von 1 mm
L/ürci !messer
dort gemachten Angaben abweichen:
Temperatur des Ofenschachtes: 38O0C
Abstufung der Abstreiferdüsen: 1,025,1,040,
1,060 mm.
Der so erhaltene beschichtete Kupferdraht ergibt bei der Prüfung nach DIN 46 453 folgende Werte:
Durchschlagsfestigkeit:
Schabefestigkeit:
Schabefestigkeit:
Erweichungstemperatur:
Filmhärte:
Filmhärte:
5 kV
etwa
60 Doppelhübe
etwa 200° C
4-5 H.
677 Gewichsteile Di-n-butoxycarbonylamino-toluol
(IsoiiTfrengemisch 2,4 :2,6 = 80 :20)
60,1 Gewichtsteile 1,1,1-Trimethylolpropan sowie
41,9 Gewichtsteile Hexandiol-1,6 werden in gepulverter
Form bei ca. 85°C miteinander verschmolzen und anschließend bei 1300C mit
583 Gewichtsteilen eines Hydroxyurethans qus 1 Mol.
Hexandiol-1,6, 0.7 Mol 1.1,1-TrimethyIoIpropan, 1,8
Gewichtsprozent Caprolactam und 1,3 Mol Toluylendiisocyanat (Isomerengemisch 2,4:2,6 = 80:20) mit
einem Hydroxylgehalt von 6 Gewichtsprozent zu einer dünnflüssigen, gut verrührbaren Schmelze verarbeitet.
so Ihre Viskosität beträgt bei 105° C ca. 320 mPa s.
Das bei ca. 300C glasartig erstarrende Material läßt
sich leicht verpulvern.
Bei Verwendung der auf 1200C erhitzten Schmelze
wird entsprechend Beispiel 1 ein Kupferdraht von 0,7 mm Durchmesser beschichtet Man erhält innerhalb
des Bereiches der Abzugsgeschwindigkeiten von 5—9 m/min lackisolierte Drähte mit einer Schabefestigkeit
von etwa 50 Doppelhüben, einer Filmhärte von 5 H und einer Hitzeschockfestigkeit von 180° C (eigener
Durchmesser).
236 Gewichtsteile. Hexandiol-1,6 werden bei 68° C aufgeschmolzen, mit
90 Gewichtsteilen Ι,Ι,ί-Trimethyioipropan und
"10 Gewichtsteflen Caprolactam homogenisiert. Anschließend
vermischt man bei 95° C mit
398,4 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-n-butoxycarbonylaminodiphenylmethan,
bei 98° C mit
322.4 Gewichtsteilen Di-n-butoxycarbonylamino-toluol
(Isomerengemisch 2,4 :2,6=80 :20) und schließlich bei
135° C mit 699,9 Gewichtsteilen eines Adduktes aus 1 Mol
Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4 :2,6=80 :20), 1,1 MoI Phenol, 0,2 Mol 1,1,1-Trimethy-Iolpropan
und 1,8 Mol ButandioI-1,3 mit einem 12gewichtsprozentigen Isocyanatgehalt (blockiert).
Nach der Entgasung resultiert eine klare, hellgelbe, dünnflüssige Schmelze, deren Viskosität bei ca. 800C ca.
16OmPa s beträgt Das mit sinkender Temperatur immer viskoser werdende Material bleibt bei Raumtempei
a'cur plastisch.
Die auf 1050C erhitzte Schmelze wird unter
Verwendung des Systems Rolle/Abstreiferfilz (ebenfalls auf dieser Temperatur gehalten) zur Beschichtung eines
03 mm Kupferdrahtes eingesetzt.
Bei Verwendung eines 2 Meter langen Ofens, der auf 3700C eingeteilt ist, erhält man in 3 Passagen eine
Durchmesserzunahme von 30 μπι. Die AbzugFgeschwindigkeit
kann zwischen 1,5 und 22 Meter/min variiert werden. Die so hergestellten beschichteten
Drähte lassen sich in einem auf 3300C erhitzten Lötbad innerhalb von 3 Sekunden verzinnen.
30
396 Gewichtsteile l,4-Bis-(2-hydroxy-äthoxy)-benzol,
149 Gewichtsteile 1,1,1 -Trimethylolpropan,
36,9 Gewichtsteile Diäthylenglykol sowie
10 Gewichtsteile Caprolactam werden bei 900C miteinander verschmolzen, bei 100° C mit r·
149 Gewichtsteile 1,1,1 -Trimethylolpropan,
36,9 Gewichtsteile Diäthylenglykol sowie
10 Gewichtsteile Caprolactam werden bei 900C miteinander verschmolzen, bei 100° C mit r·
818 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-n-butoxycarbonyIamino-diphenylmethanund
548 Gewichtsteilen 4,4'Bis-äthoxycarbonyIamino-diphenylmethan
vermischt und schließlich bei 85°C mit
175 Gewichtsteilen 4.4'-Bis-phenoxycarbonylamino-di- -in phenylmethan zu einer klaren, homogenen, dünnflüssigen Schmelze mit einer Viskosität von ca. 50 mPa Sesc verarbeitet. Das bei 65—680C erstarrte Material kann bei Raumtemperatur zu einem weißen Puder verarbeitet werden. 4",
175 Gewichtsteilen 4.4'-Bis-phenoxycarbonylamino-di- -in phenylmethan zu einer klaren, homogenen, dünnflüssigen Schmelze mit einer Viskosität von ca. 50 mPa Sesc verarbeitet. Das bei 65—680C erstarrte Material kann bei Raumtemperatur zu einem weißen Puder verarbeitet werden. 4",
tin entsprechend den in Beispiel 7 beschriebenen Bedingungen hergestellter isolierter Draht hält eine
Hitzeschockbehandlung von 2000C uus. Auch kann er
um 20% vorgedehnl. dann um den eigenen Durchmes- ίο
ser gewickelt und anschließend einer Hitzeschockbehandlung bei 1300C ausgesetzt werden, ohne daß Risse
auftreten.
B e i s ρ i e I 9 > >
299 Gewichtsteile Bis-(2-hydroxyäthyl)-terephthalat,
84,8 Gewichtsteile Diäthylenglykol,
84,8 Gewichtsteile Diäthylenglykol,
253.5 Gewichtsteile Tris-(2-hydroxyäthyl)-isocyanurat
und mi 20 Gewichtsteile Caprolactam werden bei 125°C zu
einer klaren, dünnflüssigen Schmelze verarbeitet Dazu mischt man bei 110°C
936,4 Gewichtsteile 4,4'-Bis»n-butoxycarbonylamino-diphenylmethan
sowie
306,9 Gewichtsteile 4,4'*Bis'phenoxycarbonylamino-dU
phenylmethan, entgast kurz bei 150°C und fügt
schließlich bei 130°C noch
2,4 Gewichtsteile ^'-Bis-N.N'-diäthylaminocarbonylamino-diphenylmethan
hinzu. Es resultiert eine sehr dünnflüssige, homogene, klare Schmelze, deren Viskosität
bei 8O0C etwa 15OmPas8o-c beträgt Das ab 64°C
salbige Material erstarrt bei Raumtemperatur zu einem weißen, spröden Produkt und kann leicht zu einem
Pulver zerkleinert werden.
Nach den in Beispiel 1 aufgezeigten Bedingungen wird ein Kupferdraht von 0,7 mm Durchmesser mit der
auf 1000C erwärmten Schmelze beschichtet Dabei kann
die Durchzugsgeschwindigkeit auf 8—9 Meter/min gesteigert werden. Der erhaltene beschichtete Draht
hat eine Erweichungstemperatur von 2200C und eine Bleistifthärte von 5 H.
255 Gewichtsteile eines Polyesters aus 1,6 Mol Terephthalsäure-dimethylester, 1,2 Mol Äthylenglykol
und 0,8 Mol Glycerin mit 6 Gewichtsprozent OH-Gruppen werden bei 85" C geschmolzen Jind unter Steigerung
der Temperatur auf schließlich 160° C mit
740 Gewichtsteilen eines Hydroxyurethans aus 1 MoI HexandioI-1,6, 0,7 MoI 1,1,1-TrimethyloIpropan, 1,8 Gewichtsprozent Caprolactam und 13 MoI Toluylendiisocya/iat (Isomerengemisch 2,4:2,6 = 80:20) mit einem Hydroxylgehalt von 6 Gewichtsprozent versetzt und entgast. Anschließend vermischt man bei 1400C mit 470 Gewichtsteilen eines Polycarbamidsäureestergruppen enthaltenden Isocyanurates, hergestellt durch Trimerisierung von 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4 : 2,6 = 80 : 20) in Gegenwart von 1,1 Mol n-Butanol, mit einem Isocyanatgehalt (blockiert) von 16,5 Gewichtsprozent sowie
740 Gewichtsteilen eines Hydroxyurethans aus 1 MoI HexandioI-1,6, 0,7 MoI 1,1,1-TrimethyloIpropan, 1,8 Gewichtsprozent Caprolactam und 13 MoI Toluylendiisocya/iat (Isomerengemisch 2,4:2,6 = 80:20) mit einem Hydroxylgehalt von 6 Gewichtsprozent versetzt und entgast. Anschließend vermischt man bei 1400C mit 470 Gewichtsteilen eines Polycarbamidsäureestergruppen enthaltenden Isocyanurates, hergestellt durch Trimerisierung von 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4 : 2,6 = 80 : 20) in Gegenwart von 1,1 Mol n-Butanol, mit einem Isocyanatgehalt (blockiert) von 16,5 Gewichtsprozent sowie
30.5 Gewichtsteilen eines Polyisocyanates aus 2,6 Mol 4.4'-Diisocyanato-diphenylmethan, 2.9 MoI Phenol. O.i
Mol 1,1,1-Trimethylolpropan und 0,4 Mol Butandiol-U
mit einem Isocyanatgehalt (blockiert) von 8,1 Gewichtsprozent, entgast kurz bei 1500C und erhält bei 1300C
eine etwas viskose Schmelze der Viskositäi 780OmPa Suoc
Das bei 900C bereits zähelastische, nur noch schwei
rührbare Produkt ist bei 6O0C glasartig erstarrt. Es kanr
pulverisiert werden.
Mit dieser auf 140~C erhitzten Schmelze werder vorerwärmte Bleche durch Tauchen beschichtet, daraul
1/2 Stunde bei 230° C eingebrannt und schließlich kurzfristig Temperaturen von 3000C ausgesetzt.
Andererseits können die getauchten Bleche auch aui einem Transportband mit einer Abzugsgeschwindigkei
von 12 — 36 Meter/min an einer handelsüblicher hochfrequenten Induktionsheizquelle, Leistungsaufnah
me l2kVA. vorbeigeführt und direkt ausgehärte
werden.
Der erhaltene Überzug haftet fest auf dem Unter grund und besitzt eine Bleistifthärte von 5 H.
135,8 Gewichtsteile Hexandiol'1,6 und
216 Gewichtsleile Bis-(2-hydroxyäthyi)-lerephthalai werden bei 8O0C miteinander Verschmolzen und, jeweili
portionsweise, zunächst bei 110°Cmit
171,2 Gewichtsteilen 4,4'*Bis'äthoxycarbonylamino-di·
phenylmelhan sowie
398,5 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-n-butöxyCarbonyiamino-
230 217/2Oi
diphenylmethan, schließlich bei 130° C mit
46,7 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-kresoxycarbonyIamino-diphenylmethan
und bei 140° C mit
204 Gewichtsteilen eines Carbamidsäureestergruppen
enthaltenden Isocyanurates, das durch Trimerisierung von 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch
2,4 :2,6=80 :20) in Gegenwart von 1,1 Mol n-Butanol entsteht und 16,5 Gewichtsprozent Isocyanat (blockiert)
enthält, homogen vermischt.
Das bei 140° C rasch entgaste Gemisch ist eine sehr dünnflüssige, wasserartige, nahezu farblose Schmelze,
deren Viskosität bei 70° C ca. 115 mPa s7o°c beträgt Sie
wird bei ca. 48° C salbig bzw. plastisch und erstarrt bei
etwa 40° C zu einem spröden, leicht zerkleinerbaren Produkt
Eine nach VDE 0360, Seite 21, hergestellte, vorerwärmte Drahtspule wird unter Anlegen eines leichten
Vakuums in die 120° C warme Schmelze getaucht Nach
dem Herausnehmen aus dem Tränkbad wird, bei 120° C beginnend, in einem Wärmebad eingebrannt
Tm Verlauf von 2 Stunden steigert man die Temperatur auf 250° C. Bei dieser Temperatur verbleibt
die Spule weitere 8 Stunden.
Die so hergestellte, imprägnierte Spule weist, geprüft nach VDE 0360, Seite 21, bei 135°C eine Verbackungszahl
von 3,1 auf.
163,8 Gewichtsteile Hexandiol-1,6 werden zusammen
35,2 Gewichtsteilen l,4-Bis-(2-hydroxy-äthoxy)-benzoI
45.1 Gewichtsteilen 1,1.1 -Trimethylolpropan gepulvert
und bei 70°C klar verschmolzen. Dazu mischt man portionsweise bei 110° C
23,9 Gewichtsteile 4,4'-Bis-methoxycarbonylamino-diphenylmethan,
677.4 Gewichtsteile 4.4'-Bis-n-butoxycarbonylamino-diphenylmethan
und bei 130°C
171.8 Gewichtsteile eines Carbamidsäureestergruppen enthaltenden Isocyanurates, das durch Trimerisierung
von 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4:2,6 = 80:20) in Gegenwart von 1,1 MoI Butanol
entsteht und 16,5 Gewichtsprozent Isocyanat (blockiert) enthält sowie bei 145°C
28.2 Gewichtsteile eines analogen Isocyanurales, entstanden
durch Trimerisierung von 1 Mol Toluylendiisocyanat
(Isomerengemisch 2,4:2,6 = 80:20) in Gegenwart von 1.4 Mol Phenol, mit einem lsocyanatgehalt
(blockiert) von 14.0 Gewichtsprozent.
Die bei 1000C sehr dünnflüssige Schmelze besitzt
selbst bei 800C nur eine Viskosität von ca. 110 mPa Seo-o
Sie erstarrt bei 700C zu einer salbigen Masse, die ab
60" C durchgehärtet ist. Das Material läßt sich bei Raumtemperatur bequem pulverisieren.
Der Puder kann direkt zur Herstellung von Überzügen eingesetzt werden. Dabei ist es gleichgültig,
ob er unmittelbar durch Vermählen der trocken vermischten Ausgangsstoffe oder durch Pulverisieren
der erstarrten Primärschmelze gewonnen wird; In jedem PaIIe läßt sich der Puder beispielsweise nach
Applikation auf einem Eisenblech in einem Eiribrennzy»
klus von 30 Minuten bei 240°C und 15 Minuten bei
300°G zu einem glänzenden Film ober Überzug von hoher Oberflächenhärte verarbeiten
580 Gewichtsteile eines Polyesters aus 1,6 Mol Terephthalsäuredimethylester, 1,2 MoI Äthylenglykol
und 0,8 Mol Glycerin mit einem Hydroxylgehalt von 6 Gewichtsprozent werden bei 150° C mit
76 Gewichtsteilen eines Carbamidsäureestergruppen enthaltenden Isocyanurates, hergestellt durch Trimerisierung von 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4:2,6=80:20) in Gegenwart von 1,1 Mol n-Butanol mit einem lsocyanatgehalt (blockiert) von 16,5 Gewichtsprozent, homogen verschmolzen und bei 145°Cmit
76 Gewichtsteilen eines Carbamidsäureestergruppen enthaltenden Isocyanurates, hergestellt durch Trimerisierung von 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4:2,6=80:20) in Gegenwart von 1,1 Mol n-Butanol mit einem lsocyanatgehalt (blockiert) von 16,5 Gewichtsprozent, homogen verschmolzen und bei 145°Cmit
103,6 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-n-butoxycarbonylaminodiphenylmethan
sowie
25 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-n-kresoxycarbonyIamino-diphenylmethan
zu einer etwas viskose·! Schmelze verarbeitet Sie läßt sich durch kurzes Erwärmen auf
170—175°C vollständig entgasen. Ihre Viskosität beträgt bei 135°C etwa 1450 mPa 5.35-0
Die Schmelze wird ab 100° C zunehmend zäher, ist ab 70° C plastisch und bei Raumtemperatur glasartig-spröde.
Sie kann zu einem weißen Pulver verarbeitet werden.
Mit der auf 150° C erhitzten Schmelze dieser Produkte wird entsprechend dem in Beispiel 1
beschriebenen Verfahren ein Kupferdraht von 0,7 mm beschichtet
Gegenüber Beispiel 1 werden folgende Bedingungen verändert:
Die Ofenlänge beträgt 4 Meter,
die Ofentemperatur 420° C.
Die Abzugsgeschwindigkeit kann zwischen 7 — 11 Meter/min variiert werden.
Der erhaltene isolierte Draht hat eine Erweichungstemperatur von 310° C und eine Bleistifthärte von 4 H.
775 Gewichtsteile eines Polyesters aus 5 Mol Adipinsäure, 1 Mol Phthalsäureanhydrid und 8 Mol 1,1,1-Trimethylolpropan
mit einem Hydroxylgehalt von 8.8 Gewichtsprozent werden bei 160° C mit
445 Gewichtsteilen eines bisfunktionellen, lsocyanuratringe enthaltenden Carbamidsäureesters, der durch
Trimerisierung eines Gemisches aus 2 Mol Toluylendiisocyanat(isomerengemisch
2,4 : 2,6 = 80 : 20) und 1 Mol Phenylisocyanat in Gegenwart von 2,2 Mol n-Butanol
entsteht und 13,6 Gewichtsprozent Isocyanat (blockiert) enthält sowie bei l40°Cmit
36,5 Gewichtsteilen 4,4'-Bis-phenoxycarbonylamino-diphenylmethan
zu einer homogenen, klaren, gering viskosen Schmelze verarbeitet. Ihre Viskosität beträgt
bei 1000C etwa 780 mPa Sioor- Sie erstarrt bei
Raumtemperatur zu einem plastischen, klaren Material.
In der auf 120° C erwärmten Schmelze wird, wie in
Beispiel H beschrieben, eine Spule nach VDE Ö36Ö
geifänkt und daraufhin eingebrannt.
Die so hergestellte Spule hai, geprüft nach VDE 0360,
Seite 21, eine Verbackungszahl von 3,3 bei 13O0C.
Weiterhin kann diese Schmelze mit einer Gießvorrichtung in einer vorgegebenen Dicke auf eine
wärmebeständige Unterlage, die beispielsweise aus Metall, Glas oder ähnlichem bestehen darf und von def
sich die fertige Folie leicht abheben läßt, aufgetragen
werden. Nach Kondensation und Härtung des Materials in 60 Minuten bei 2500C und 5 Minuten bei 3000C läßt
sich der fertige Film von der Unterlage abheben. Die so hergestellten Folien besitzen gute mechanische Eigenschäften
und hohe Wärmestandfestigkeiten.
10
500 Gewichtsteile eines Polyesters aus 4,3 Mol Adipinsäure, 2 Mol HexandioI-1,6 und 1,8 MoI
Neopentylglykol mit einem Hydroxylgehalt von 1,65 Gewichtsprozent werden bei 400C geschmolzen, bei
140° C mit π
175 Gewichtsteilen eines Carbamidsäureestergruppen tragenden Isocyanurates, hergestellt durch Trimerisierung
von 1 Mol Toluylen-diisocyanat (Isomerengemisch 2,4 :2,6=80 :20) in Gegenwart von 1,1 MoI n-Butanol,
mit einem Isocyaiutgehalt (blockiert) von 16,5 Gewichtsprozent
und
50 Gewichtsteilen eines analogen Isocyanurates, das durch Trimerisierung von 1 Mol Toluylen-diisocyanat
(Isomerengemisch 2,4 :2,6 = 80 :20) in Gegenwart von 1,4 Mol Phenol entsteht und 14,0 Gewichtsprozent
blockierter Isocyanatgruppen enthält, zu einer Schmelze verarbeitet
Nach kurzzeitigem Entgasen des Gemisches bei 160° C resultiert eine sehr dünnflüssige, homogene, klare
Schmelze, deren Viskosität selbst bei 700C erst bei 370 mPa s7o°c Hegt. Die Schmelze ist bei Raumtemperatur
zwar etwas viskoser, aber noch rührbar bzw. applizierbar.
Ein auf 1000C vorerwärmtes Eiser.jlech wird durch
Begießen mit der auf ebenfalls 1000C erwärmten Schmelze beschichtet und mit Hilfe der in Beispiel 10
angegebenen Hochfrequenz-Induktionsheizung ausgehärtet.
Man erhält einen auf dem Untergrund gut haftenden, sehr flexiblen Überzug.
500 Gewichtsteile eines Polyesters aus 1,6 Mol Terephthalsäuredjmethylester, 1,2 Mol Äthylenglykol
und 0,8 Mol Glycerin mit einem Hydroxylgehalt von 6 Gewichtsprozent werden bei 1300C mit
400 Gewichtsteilen eines Kondensationsproduktes aus 1
MoI ToIuyIen-2,4-diisocyanat, 1 Mol Äthylenglykol und
1 MoI Trimellitsäureanhydrid in
100 Gewichtsteilen Kresol zu einer homogenen, gut
rührbaren Schmelze von 9700 mPa Suo°c verarbeitet
Die bei ca. 90° C bereits plastische Schmelze ist bei ca.
700C glasartig erstarrt Das Material kann bei Raumtemperatur pulverisiert werden.
500 Gewichtsteile des so hergestellten Gemisches werden in ein unter Beispiel 1 beschriebenes Schmelzbad
gegeben und bei 1400C aufgeschmolzen. Mit diesem
Material beschichtet man einen Kupferdraht von 7 mm Durchmesser in drei Durchzügen auf eine Durchmesserzunahme
von ca. SO μηι. Der Draht durchläuft vor
Eintritt in das Schmelzbad eine 0,5 Meter lange und 1600C heiße Vorheizzone.
Weitere Bedingungen sind:
Länge des Ofenschachtes: 4 Meter
Temperatur des Ofenschachtes: 400° C
Anzahl der Tauciiungen: 3
Anzahl der Tauciiungen: 3
Abstufung der Abstreiferdüsen: 0,750,0,760,
0,780 mm.
Innerhalb eines Abzugsgeschwindigkeitsbereiches von 5—8 Metern/min resultiert ein isolierter Draht mit
einem Erweichungspunkt über 3000C, einer Hitzeschockfestigkeit
von etwa 2000C sowie einer Bleistifthärte
von etwa 4 H und einer Durchschlagsfestigkeit von 6,7 kV.
Claims (1)
- Patentansprüche:_ 1. Verfahren zur Herstellung von Filmen und Oberzügen durch Beschichten beliebiger hitzeresistenter Substrate mit lösungsmitteifreien Beschichtungsmitteln auf Basis von Kombinationen aus blockierten Polyisocyanaten mit Verbindungen mit gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Wasserstoffatomen und anschließender Hitzevernetzung der erhaltenen Beschichtung, dadurch gekennzeichnet, daß
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