DE2403503C3 - Fugenloser Dehnstoß von Stromschienen für elektrische Bahnen und dergleichen - Google Patents
Fugenloser Dehnstoß von Stromschienen für elektrische Bahnen und dergleichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen fugenlosen Dehnstoß von Stromschienen für elektrische Bahnen und dgl., bei dem
die Stromschienenenden unter einem bestimmten Winkel zur Längsachse geschnitten sind und der
Zwischenraum zwischen den beider. Schienen mit einem Ausgleichsstück gleicher Winkel in einer solchen Weise
überbrückt ist, daß bei einer Längenänderung der Stromschienen ein Hin- und Herbewegen der Schleiffläehe
des Zwischenstückes senkrecht zur Stromschieneniängsachse erfolgt. Ein solcher DehnstoS ist z. S. aus der
DT-OS 21 40 472 bekannt
Solche Einrichtungen sind bei Stromschienen großer Länge für die Energiezufuhr elektrischer Bahnen 6s
erforderlich, um die durch Wärmeeinwirkung, die von den Verlusten des die Stromschiene durchfließenden
Stromes, Veränderung der Umgebungstemperatur oder durch Sonneneinstrahlung hervorgerufen sein kann,
verursachte Längendehnung auszugleichen. Bei der oben erwähnten, bekannten Anordnung ist bei bieitflächigen
Stromschienen ein prismatisches Zwischenstück vorgesehen, das unter der Wirkung der Kraft mindestens
einer Feder jeweils so nachgeschoben wird, daß die Lücke zwischen den Enden der beiden Stromschienen
stets so ausgefüllt ist, daß eine fugenlose Überbrückung zwischen den beiden Stromschienen
entsteht
Diese bekannte Einrichtung besitzt jedoch den Nachteil, daß das prismatische Zwischenstück in der
Lücke zwischen den beiden Stromschienenenden mit seinen schrägen Flächen im Reibungsschluß mit den
Flächen der beiden schräg geschnittenen Schienenenden steht, wenn eine Veränderung der Breite der Lücke
erfoigt, womit eine Reibung zwischen diesen Flächen stattfindet, die zur Gratbildung und zu einer Unebenheit
der Schleiffläche führen kann.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden, also einen
fugenlosen Dehnstoß zur Verbindung zweier Stromschienenenden zu schaffen, bei dem, wenn eine
Veränderung der Breite der Lücke erfolgt, keine Reibung zwischen den sich gegenüberliegenden Flächen
von Stromschienenende und Zwischenstück auftritt.
Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht bei der eingangs erwähnten Einrichtung erfindungsgemäß in
der gemeinsamen Anwendung der folgenden Merkmale:
a) die Stromschienen besitzen im Bereich des Dehnstoßes einen kreisrohrförmigen Querschnitt,
b) jedes der einander zugewandten, in räumlichen Abstand angeordneten, gleichachsigen Rohrenden
weist eine in axialer Richtung verlaufende Kante auf, deren Enden durch eine spiralförmig über den
gesamten Umfang des Rohres verlaufende zweite Kante verbunden ist,
c) die Steigung der spiralförmig verlaufenden Kanten der beiden Rohrenden verläuft in entgegengesetzter
Richtung,
d) im Zwischenraum der beiden Rohrenden ist ein mindestens zum Teil rohrförmiges Zwischenstück
vorgesehen, das mindestens eine weitere, in axialer Richtung verlaufende gerade Kante aufweist, deren
Enden durch zwei ebenfalls spiralförmige Kanten verbunden sind, deren Steigung so gewählt ist, daß
sie an den spiralförmigen Kanten der Rohrenden anliegen,
e) das Zwischenstück ist auf einer Gewindespindel so befestigt, daß seine Rotationsachse mit der Achse
der Gewindespindel zusammenfällt, und die Enden der Gewindespindel ruhen in Muttern, die in den
Rohrenden mittig befestigt sind,
f) die Gewindesteigung der Gewindespindel und der Muttern stimmen mit der Steigung der spiraligen
Kanten der Rohrenden bzw. des Füllstückes überein,
g) die Gewindesteigung ist so groß, daß keine Selbsthemmung auftritt.
Stromschienen mit ganz oder teilweise kreisförmigem Querschnitt haben den Vorteil, daß sie durch ihre
Formgebung in der Lage sind, die Stromabnehmer in der Höhe zu führen und daß sie bei Höhenbewegungen
des elektrischen Fahrzeuges für den Stromabnehmer praktisch ein Gelenk bilden, dessen Mittelpunkt der
Mittelpunkt der Kreisform des Querschnittes der
Stromschiene ist Bei dem erfindungsgemäßen fugenlosen Dehnstoß tritt praktisch keine Reibung zwischen
den sich gegenüberliegenden Kanten der Stromschienenenden und des Zwischenstückes auf, wenn eine
Veränderung der Breite der Lücke erfolgt. Bei einer Vergrößerung der Länge der Stromschiene verändert
sich der Zwischenraum zwischen den beiden Enden der Stromschienen und die beiden Enden kommen sich
näher. Hierdurch verkleinert sich auch der Abstand der beiden in den Rohrenden befestigten Muttern. Die
beiden nicht selbsthemmenden Gewindespindeln werden durch die Annäherung der beiden Muttern so in
Drehung versetzt, daß sich das Zwischenstück aus der Lücke zwischen den beiden Stromschienenenden heraus
dreht, womit eine fugenlose Überbrückung der Lücke zwischen den beiden Stromschienenenden erfolgt. Bei
einer Verkleinerung der Lücke erfolgt eine Drehung des Zwischenstückes in umgekehrter Richtung. In zweckmäßiger
Weise bestehen die in den Rohrenden angeordneten Muttern aus Polyamid.
Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus dem im folgenden
beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht der Enden zweier rohrförmiger Stromschienen,
F i g. 2 das Füllstück mit den mittig angesetzten Gewindespindeln,
Fig.3 einen Dehnstoß bestehend aus zwei Stromschienenenden
und Zwischenstück und
Fig.4 einen ebensolchen Dehnstoß mit größerer Lücke zwischen den Enden der beiden Stromschienen.
In den Zeichnungen ist mit 1 das eine (linke) Stromschienenende und mit 2 das andere (rechte)
Strumschienenende bezeichnet Beide Stromschienen sind spiralförmig zu ihrer Längsachse in spiegelbildlich
gleichem Winkel in einer solchen Weise abgeschnitten, daß eine achsparallele Kante 1.2 bzw. 2.2 entsteht, deren
Enden durch jeweils eine spiralförmig verlaufende Kante 1.1 bzw. 2.1 verbunden sind. Weiter ist mit 3 das
Füllstück bezeichnet, das aus einem kurzen Rohrstück mit den gleichen radialen Abmessungen wie die
Stromschiene 1 bzw. 2 besteht, das in gleicher Weise angeschnittene Enden wie die Enden der Stromschienen
1 bzw. 2 aufweist. Das Füllstück 3 weist ebenfalls zwei spiralig verlaufende Kanten 3.1 bzw. 3.2 auf, deren
Enden jeweils durch eine in axialer Richtung verlaufende Kante 33 verbunden sind, und füllt so die Lücke
zwischen den beiden Stromschienenenden voll aus. Die Schleiffläche für den Stromabnehmer ist für die
Stromschienenenden mit 1.4 bzw. 2.4 und für das Zwischenstück mit 3.4 bezeichnet.
Das Füllstück weist zwei an beiden Seiten herausragende, in seiner Längsachse verlaufende Gewindespindeln
4 auf, die in den Stromschienenenden fest gelagerten, aus Polyamid bestehenden Muttern 5 und 5'
eingelagert sind. Die Gewinde dieser Gewindespindeln weisen entgegengesetzten Sinn auf und sind nicht
selbsthemmend, so daß bei einer Vergrößerung des Abstandes der Stromschienenenden das Füllstück 3 so
in Drehung versetzt wird, daß die spiralig verlaufenden Flanken 1.1 bzw. 2.1 von Stromschienenenden und
Füllstück jeweils so nahe beieinander verbleiben, daß im Bereich der Schleiffläche 1.4, 2.4 bzw. 3.4 des
Stromabnehmers eine fugenlose Gleitfläche vorhanden ist. Arv der der Schleiffläche abgekehrten Seite des
Dehnstoßes entsteht hierbei zwar eine Lücke, die jedoch an der Schleiffläche nicht wirksam wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Fugenloser Dehnstoß von Stromschienenenden für elektrische Bahnen u. dgl, bei dem die
Stromschienenenden unter einem bestimmten Winkel zur Längsachse geschnitten sind und der
Zwischenraum zwischen den beiden Schienen mit einem Ausgieichsstück gleicher Winkel in einer
solchen Weise überbrückt ist, daß bei einer ι ο Längenänderung der Stromschienen ein Hin- und
Herbewegen der Schleiffläche des Zwischenstückes senkrecht zur Stromschienenlängsachse erfclgt,
gekennzeichnet durch die Kombination der
folgenden Merkmale:
a) die Stromschienen besitzen im Bereich des Dehnstoßes einen kreisrohrförmigen Querschnitt,
b) jedes der einander zugewandten, in räumlichem Abstand angeordneten, gleichachsigen Rohrenden
(1, 2) weist eine in axialer Richtung verlaufende Kante (1.2, 2.2) auf, deren Enden durch eine
spiralförmig über den gesamten Umfang des Rohres verlaufende zweite Kante (1.1,2.1) verbunden ist,
c) die Steigung der spiralförmig verlaufenden Kanten (1.1, 2.1) der beiden Rohrenden verläuft in
entgegengesetzter Richtung,
d) im Zwischenraum der beiden Rohrenden ist ein mindestens zum Teil rohrförmiges Zwischenstück
vorgesehen, das mindestens eine weitere, in axialer Richtung verlaufende gerade Kante (33) aufweist,
deren Enden durch zwei ebenfalls spiralförmige Kanten (3.1,3.2) verbunden sind, deren Steigung so
gewählt ist, daß sie an den spiralförmigen Kanten der Rohrenden (1.1,2.1) anliegen,
e) das Zwischenstück (3) ist auf einer Gewindespindel (4) so befestigt, daß seine Rotationsachse mit
der Achse der Gewindespindel (4) zusammenfällt, und die Enden der Gewindespindel ruhen in Muttern
(5 bzw. 5'), die in den Rohrenden (1, 2) mittig befestigt sind,
f) die Gewindesteigung der Gewindespindel (4) und der Muttern (5) stimmen mit der Steigung der
spiraligen Kanten (1.2,2.2) der Rohrenden (1,2) bzw.
des Füllstückes (3) überein,
g) die Gewindesteigung ist so groß, daß keine Selbsthemmung auftritt.
2. Dehnstoß nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Muttern (5) aus Polyamid bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742403503 DE2403503C3 (de) | 1974-01-25 | Fugenloser Dehnstoß von Stromschienen für elektrische Bahnen und dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742403503 DE2403503C3 (de) | 1974-01-25 | Fugenloser Dehnstoß von Stromschienen für elektrische Bahnen und dergleichen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2403503A1 DE2403503A1 (de) | 1975-07-31 |
| DE2403503B2 DE2403503B2 (de) | 1977-03-24 |
| DE2403503C3 true DE2403503C3 (de) | 1977-11-03 |
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