DE237456C - - Google Patents

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DE237456C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 237456 KLASSE 21 a. GRUPPE
A. BLONDEL in PARIS.
oder geschlossener Rahmen zur Aufnahme der Wellen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1910 ab.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Bestimmung der Bewegungsrichtung von Hertz sehen Wellen bekannt geworden, bei denen entweder ein beweglicher oder ein fest-5: stehender Empfänger Hertz sehe Wellen aufnimmt; im ersteren Falle wird meist ein offener oder geschlossener Rahmen verwendet, der in Resonanz mit den Wellen gebracht wird, welche er empfängt, und der so weit
ίο gedreht wird, bis die Wahrnehmung der elektrischen Wellen verschwindet. Der Rahmen steht dann lotrecht zu der Richtung der Wellen.
Im letzteren Falle, d. h. bei Verwendung feststehender Empfänger, hat man meist mehrere feststehende Antennen oder Rahmen gleichzeitig verwendet, meistens zwei, in Verbindung mit einem beweglichen Stromkreis, den man mit Bezug auf die Antennenstromkreise so lange verstellt, bis entweder die sich aus diesen auf den beweglichen Stromkreis ergebende Wirkung verschwindet oder diese Wirkung durch ein Maximum geht. Dieses Verfahren weist aber den Ubelstand auf, daß es eine vollkommene Symmetrie der feststehenden Stromkreise voraussetzt und außerdem die vollkommene Abwesenheit von parasitären benachbarten Stromkreisen verlangt, die nicht symmetrisch verlaufen, was z. B. auf einem
3d- Schiff eine sehr schwer zu erfüllende Bedingung darstellt, und daß sie schließlich sehr wenig genau sind wie alle Null- oder Maximummethoden, die auf der Verwendung des Telephons oder eines analogen Apparates beruhen. Es ist in der Tat sehr schwierig, die Stellung des beweglichen Stromkreises zu bestimmen, welche den sehr schwachen Strom zum Verschwinden bringt, der ihn durchläuft. Man kann höchstens die Stellung bestimmen, bei der man im Telephon kein Geräusch mehr wahrnimmt, sowie diejenige, bei der man von weitem beginnt, ein Geräusch wahrzunehmen, um dann das Mittel zwischen diesen beiden Stellungen aufzusuchen. Diese beiden Grenzstellungen aber hängen von dem physiologisehen Phänomen ab, welches man als »die Grenze der hörbaren Wahrnehmung« bezeichnet ; sie sind folglich veränderlich nicht nur mit den Personen, welche den Apparat bedienen, sondern selbst für einzelne solcher Personen je nach den verschiedenen Umständen und Verhältnissen. Eine analoge Schwierigkeit tritt bei der Methode des Maximums ein; denn es ist schwierig, dieses Maximum durch das Gehör zu bestimmen, zumal die Intensität des Tones in der Nähe des Maximums sich nur sehr langsam verändert. Die Vorrichtung, welche den Gegenstand dieser Erfindung bildet, hat nun den Zweck, den erwähnten Ubelständen abzuhelfen. Anstatt der Nullmethode wird ein , Vergleichungsverfahren angewendet, bei dem nicht »die Grenze der hörbaren Wahrnehmung«, sondern der Unterschied zwischen zwei verschiedenen Wahr-
nehmungen benutzt wird, der sich natürlich viel leichter feststellen läßt und sich bei weitem leichter bemerklich macht. Außerdem erhält man unter allen Umständen das Maximum der Erregerwirkung, was bei den vorerwähnten Systemen nicht der Fall ist.
Dies wird dadurch erzielt, daß man nacheinander die Wirkungen zweier Rahmen vergleicht, die entweder von gleicher oder verschiedener Ausführung und in geeigneter Weise orientiert feststehend an der Beobachtungsstelle angeordnet sind; ein gemeinsamer Empfänger wird dann abwechselnd der Induktion eines jeden der Rahmen ausgesetzt, und zwar wird zunächst die Induktionswirkung auf den Empfängerstromkreis in beiden Fällen auf den Maximalbetrag gebracht; während des Vergleichens der Wirkungen der beiden Rahmen hält man dann die Induktionswirkung desjenigen Rahmens, welcher am schwächsten wirkt, auf den Empfängerstromkreis konstant, während man die Wirkung des anderen Rahmens so lange schwächt, bis vollkommene Gleichheit hergestellt ist.
In der Zeichnung ist eine derartige Einrichtung' in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt, die nach der vorliegenden Erfindung ausgeführt ist. Fig. 1 ist eine schematische Darstellung ■ einer solchen Einrichtung, und die Fig. 2, 3, 7 und 8 stellen andere Ausführungsformen dar. Die Fig. 4, 5 und 6 beziehen sich auf die Anwendung der Einrichtung auf einem Schiff.
In der schematischen Darstellung (Fig. 1) sind die beiden Empfängerrahmen mit A1, A2 bezeichnet; in diese Rahmen sind entweder die Kondensatoren C1, C2 eingeschaltet oder die Rahmen sind unter Wegfall· der Kondensatoren geschlossen oder auch offen, und außerdem sind sie in jedem Falle mit Bezug auf die Achse des Fahrzeuges oder der betreffenden Station verschieden eingestellt und feststehend angeordnet. B1, B2 sind zwei Variometer oder regelbare wechselseitige Induktionen, z. B. wie nach der Zeichnung Variometersystem P e r i, welche aus zwei flachen halbkreisförmigen Spulen bestehen, von denen die eine fest steht, die andere dagegen um eine Drehachse verstellbar ist, so daß es möglich ist, die Spulen einander zu nähern oder sie voneinander zu entfernen. Der Winkel, um den man die bewegliche Spule verstellt hat, kann auf einer Skala abgelesen werden. Man kann indessen Variometer jeder beliebigen anderen Bauart verwenden, vorausgesetzt, daß deren Einrichtung gestattet, jede Stellungsveränderung auf der Skala abzulesen. Die primären Stromkreise der Variometer sind in Serie mit den entsprechenden Stromkreisen der Rahmen geschaltet, und die induzierten Stromkreise wirken auf die entsprechenden beiden Stromkreise, welche auf die bekannte Art gebildet werden; jeder dieser Stromkreise kann z.B. bestehen aus einem eventuell regelbaren Kondensator gj, g2 und einer Selbstinduktionsspule S1, S2, die ebenfalls regelbar sein kann.; von dort aus können Leitungen über Bürsten und einen Umschalter K zu einem Detektor D gehen. Dieser Detektor kann beliebiger Art sein, elektrothermisch, thermoelektrisch, elektrolytisch o. dgl. Der Detektor und das Meßinstrument T, das damit verbunden ist (Galvanometer, Telephon o. dgl.) werden nun mit Hilfe des Umschalters K abwechselnd mit dem einen und dem anderen der lokalen Stromkreise verbunden. Der Umschalter kann beliebig gebaut sein; in der Fig. 1 ist z. B. ein Umschalter in Form einer Scheibe dargestellt, dessen Verbindungen ohne weiteres aus der Zeichnung zu ersehen sind und der, je nachdem man ihn um seine Drehachse in der Richtung des Uhrzeigers oder in der entgegengesetzten Richtung dreht, die Verbindung des Empfängerinstrumentes mit der Selbstinduktionsspule S1 oder S2 herstellt. Man kann den Um- schalter auch mittels eines geeigneten Motors fortgesetzt drehen und die Kontakte derart vermehren, daß die von den beiden Stromkreisen herkommenden Töne in kürzeren Zwischenräumen aufeinander folgen.
Die Fig. 2 stellt eine andere Ausführungsform dar, wonach der lokale Empfängerstromkreis g-s beiden Variometern gemeinsam ist. Der Umschalter /^1 ist zwischen den beiden Variometern und diesen lokalen Stromkreisen angeordnet und kann, wie dieses in der schematischen Darstellung gezeigt ist, aus einer zweipoligen Schwinge bestehen, die zwei isolierte Krampen a, b trägt, welche auf einem schwingenden Hebel L befestigt und durch die beiden Leiter c, d an dem Empfängerstromkreis angeschlossen sind.
Alle Teile der Anordnung sind übrigens nur beispielsweise und lediglich aus dem Grunde angegeben, um das System zu erläutern; man kann je nach den Umständen mehr oder weniger Empfängerstromkreise für jeden der Rahmen vorsehen und eventuell den Umschalter einfach auf dem Telephon anordnen. Schließlich könnte man auch an Stelle der beiden Rahmen eine größere Anzahl von Rahmen vorsehen, von denen jeder ein Variometer hat, deren induzierte Stromkreise periodisch und abwechselnd mit dem Empfängerstromkreis in Verbindung gebracht werden.
Die bis jetzt beschriebenen Einrichtungen helfen der Unentschiedenheit nicht ab, die bei den Rahmenapparaten betreffs der Richtung der Wellen besteht. Um diese Unentschiedenheit zu vermeiden, muß man eine Hilfsvorrichtung verwenden, die gestattet, in jedem Augenblick festzustellen, ob die elektromotorischen
Kräfte in zwei verschiedenen Rahmen von gleichen oder entgegengesetzten Vorzeichen sind. Diese Vorrichtung besteht einfach aus einem besonderen Umschalter, der gestattet, die Stromkreise der beiden Rahmen momentan in Serie oder in Gegenschaltung zu bringen, ohne die periodische Einwirkung des Empfängerstromkreises auf den Empfänger zu unterbrechen.
ίο So kann man z. B. an der Stelle, wo die zu den beweglichen Teilen der beiden Variometer führenden Leitungen austreten, einen zweipoligen Unterbrecher M einschalten (Fig. 3), der z. B. aus zwei oder mehr gelenkigen Metallhebeln besteht, die durch einen Handhebel verbunden sind, mittels dessen man diese Schalthebel in verschiedene Stellungen führen kann. Man sieht aus der Zeichnung Fig. 3, daß, wenn die Metallschalthebel auf den Kontakten 1, 2 stehen, die Verbindungen normal geschaltet sind, d. h. jeder der Rahmen wirkt unabhängig von dem anderen auf den Empfänger ein. Wenn dagegen die Schalthebel nach links auf die Kontakte 3,4, also in die Stellung gebracht werden, die in der Zeichnung dargestellt ist, so sind die beiden beweglichen Spulen der Variometer in Serie geschaltet; man kann alsdann im Telephon feststellen, ob der Ton durch diese Hintereinanderschaltung sich verstärkt hat oder abgeschwächt worden ist. Im ersteren Falle sind die elektromotorischen induzierten Kräfte von den gleichen Vorzeichen und im zweiten Falle von entgegengesetzten Vorzeichen. Man kann also hieraus schließen, ob die Wellen in jeden Rahmen in einer bestimmten als »positiv« bezeichneten Richtung oder in entgegengesetzter Richtung eingetreten sind. Man wird z. B. mit »positiver Richtung« die Richtung bezeichnen, in der die Sender wellen durch den Rahmen derart gehen, daß der Beobachter, welcher den Rahmen in dieser Fortpflanzungsrichtung betrachtet, die Windungsrichtung des Rahmens und seines Variometers als Rechtswickelung sieht. Im übrigen hat diese Definition wenig zu bedeuten, vorausgesetzt, daß man die gleiche Bezeichnung für alle Rahmen anwendet, und diese stets in dergleichen Wickelungsrichtung auf ihren Variometern aufgesteckt sind.
Der Umschalter M kann übrigens, wie in Strichlinien angedeutet, noch derart vervollständigt werden, daß man die Rahmen mittels der Kontakte 5, 6 und des Hilfsumschalters m in entgegengesetzter Richtung in Serie schalten kann.
Diese Anordnungen lassen sich z. B. in folgender Weise auf einem Schiffe anwenden: Ein erster Rahmen 7, 8 (Fig. 4) wird in der Ebene der Schiffsmasten und ein anderer Rahmen 9, 10 quer zu dieser Ebene feststehend angeordnet. Man kann diese Rahmen nach Art der Blondeischen Rahmen ausführen, welche im Jahrbuch der drahtlösen Telegraphie und Telephonie 1908, Band 2, Heft 2, S. 190 u. f. beschrieben sind.
Eine solche Anordnung gestattet, Wellen zu beobachten, die aus für, ein Schiff interessanten Richtungen kommen, d. h. in Winkeln von 90 ° von rechts und links zur Bewegungsrichtung. In dem einen der Quadranten sind die elektromotorischen Kräfte in den beiden Rahmen von gleichen Vorzeichen, in dem anderen Quadranten sind sie von entgegengesetzten Vorzeichen. Dieses kann ein für allemal festgestellt werden, so daß man mittels des oben beschriebenen Umschaltsystems durch Horchen am Telephon feststellen kann, welcher der Quadranten in Frage kommt. Dieser Umschalter kann, wie bereits gesagt, noch vollkommener ausgeführt werden, so daß er gestattet, die Wicklungen nach Belieben in Reihenschaltung oder in Gegenschaltung zu bringen; man wird dann in einer derselben Verstärkung und in der anderen Abschwächung des Tones feststellen.
Die Bestimmung des Winkels in dem beobachteten Quadranten erfolgt, wie ebenfalls bereits erwähnt, indem man zunächst die Induktionswirkungen der beiden Variometer auf das Maximum bringt und dann die Induktion desjenigen Variometers, welches den schwächsten Ton gibt, konstant auf diesem Maximalwert hält, dagegen die Induktion desjenigen Variometers verringert, welche den stärksten Ton gibt, bis man Gleichheit der Töne erzielt hat. Man wird empirisch eine Resonanzkurve ziehen, aus der man ersehen kann, welches der entsprechende Winkel für jede Teilung des Variometers ist, dessen Induktion man verringert hat. Eine andere gute Lösung der Aufgabe besteht nach Fig. 5 in der Anwendung von drei Antennen, von denen eine, 11, 12, in der Richtung der Längsachse des Schiffes und die beiden anderen, 13, 14 und 15, 16, in Winkeln von ungefähr 60° zur ersteren feststehend angeordnet sind. Angenommen, alle Rahmen seien bei ihrer Herstellung in derselben Richtung bewickelt worden, worauf zwei der Rahmen nacheinander um ihre senkrechte Achse mit Bezug auf den Hauptrahmen 11, 12, der eine um + 60 ° und der andere um — 60 °, gedreht worden sind. Wenn die Schwingungswellen in dem Sektor von + 60 °, rechts vom Mittelrahmen, ankommen, wird sich dort eine elektromotorische Kraft, z. B. mit dem Vorzeichen + in dem rechten Rahmen und von dem Vorzeichen — in den beiden anderen Rahmen, bilden; d. h. der rechte Rahmen 15, 16 wird eine Wirkung von entgegengesetztem Vorzeichen zu derjenigen der beiden anderen Rahmen ergeben, deren Wirkungen übereinstimmen.
Wenn die Schwingungswellen in dem linken Sektor von —60° ankommen, so. geben die beiden anderen Rahmen 11, 12 und 15, 16 übereinstimmende elektromotorische Kräfte und der linke Rahmen 13, 14 eine elektromotorische Kraft von entgegengesetztem Vorzeichen. Wenn die Schwingungswelle senkrecht auf das Schiff auf trifft, werden sich elektromotorische Kräfte von gleichen Vorzeichen in den drei Rahmen bilden.
Ein Schiff kann also mittels dieser Einrichtung, sobald es in die Nähe einer Küste gelangt, zuerst die Richtung der Schwingungswellen erkennen, die in diesem Augenblick stets in den bei den Sektoren von +60° und — 60 ° enthalten sind, so daß das Fahrzeug sich zwecks Landens orientieren kann. In dem Falle, daß das Schiff nicht landen will, kann es den Winkelveränderungen folgen, wenn es an der Küste entlang fährt.
Es ist sehr einfach, auf einem Schiff den mittleren oder Hauptrahmen in der Richtung der Längsachse aufzustellen und ihm eine genügend große Ausdehnung zu geben, damit er eine verhältnismäßig große Empfindlichkeit besitzt. Die Querrahmen sind naturgemäß in ihrem Umfange begrenzt, man kann indessen die nutzbare Oberfläche dieser Seitenrahmen vermehren, indem man diesen eine in Fig. 6 dargestellte trapezförmige Form gibt, die man am oberen Ende des Mastes mittels einer Raae 17 und nahe am Deck mittels zweier Sparren 18, 19 erweitert, die um etwa 10 m hinaus-' ragen und die man einziehen kann, wenn das Schiff anlegen will. In Fig. 6 sind die isolierten Teile in Strichlinien dargestellt.
Ein anderes Verfahren zum Aufheben der Ungenauigkeit, welche bezüglich der positiven oder negativen Richtung der Signale vorhanden ist, besteht darin, eine Hilfsantenne zu verwenden, die ebenfalls mit einem veränderlichen Transformator oder Variometer zusammen arbeitet.
Eine Antenne dieser Art gestattet, zu erkennen, aus welcher Richtung die Schwingungswellen auf jeden Rahmen auf treffen, nachdem man erst einmal die positive oder negative Richtung festgestellt hat, so wie dieses vorstehend beschrieben ist. Es genügt, zu beachten, daß die Wirkung, welche in einem Rahmen durch die Wellen hervorgerufen wird, welche z. B. auf diesen Rahmen in seiner Ebene auftreffen, ein Vorzeichen hat, welches sich mit der Richtung der Schwingungen verändert.
Durch den Umstand, daß der in dem Rahmen induzierte Strom durch den Unterschied der beiden elektromotorischen Kräfte hervorgerufen wird, die in den beiden senkrechten Teilen des Rahmens auftreten (oder eine senkrechte Komponente haben), je nachdem der eine dieser senkrechten Teile durch die magnetischen Kraftlinien der Schwingungswellen vor oder nach dem anderen Teile geschnitten wird, ist das Vorzeichen der in dem Rahmen hervorgerufenen induzierten Ströme in einer bestimmten Beziehung oder in der umgekehrten Beziehung zu dem Zeichen des oszillierenden Stromes, der in einer einzelnen Antenne, z. B. A4 der Fig. 7, hervorgerufen wird. Wenn man daher mit Hilfe von zwei Variometern B1, B4 den Rahmen A3 von beliebiger Form und die Antenne A4 auf den gleichen Stromkreis wirken läßt, der zu den Empfängerorganen führt, und wenn man z. B. mittels eines Kurzschlußschlüssels die Wirkung der Sekundären des Variometers B4 aufhebt, müßte man, je nachdem die Wellen aus der einen oder aus der anderen Richtung kommen, eine Erhöhung oder Verminderung der Intensität wahrnehmen. Man kann diese Beziehung der Vorzeichen ein für allemal durch direkte Versuche feststellen, um jeden Irrtum zu vermeiden und sich deren später zu bedienen, um die Richtung der Schwingungswellen zu erkennen.
Man muß nur vorher mittels der Variometer die getrennten Wirkungen des Rahmens und der Hilfsantenne ungefähr ausgleichen, bevor man diese beiden Variometer gleichzeitig in demselben Stromkreis arbeiten läßt, da sonst, wenn die Wirkung des einen der beiden Variometer größer wäre als diejenige des anderen, die Differenz der beiden Wirkungen größer sein würde, als diese letztere allein gemessen, was folglich Irrtümer veranlassen könnte. Dagegen wird, wenn man die Wirkungen vorerst ausgeglichen hat, die sich- bei der Gegenüberstellung der Sekundären des Variometers ; ergebende Wirkung fast Null sein, und wenn man die Verbindungen umkehrt, wird sie fast doppelt so groß sein wie die Wirkung, die man mit einem der Variometer allein gemessen hat.
Bei allen vorstehend beschriebenen Anordnungen, bei denen man die Stromkreise zweier Variometer in den gleichen Empfängerstromkreis in Reihe schaltet, muß man darauf achten, die Selbstinduktion konstant zu halten, und wenn man zwecks Herstellung der Gleichheit der Wirkungen die eine der Sekundären schwächt, muß man sie durch eine gleichwertige Selbstinduktion ersetzen. Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig, nur durch Umkehrung der Verbindungen zu arbeiten, indem man immer die im gleichen Stromkreis in Reihe geschalteten beiden Variometer entweder in gleichem oder in entgegengesetztem Sinne miteinander schaltet, und zwar mittels eines geeigneten Umschalters.
Der Umschalter K2 besteht z. B. aus zwei Handhebeln J)1, ^1 und p2, q2, die um die Klemmen P1, p2 des Empfängerstromkreises (Fig. 7) drehbar sind. Der Empfängerstromkreis ist zwischen diesen beiden Klemmen unter-
brochen. Diese beiden Handhebel werden gemeinsam, z. B. mittels eines isolierenden Handgriffes, verstellt, so daß sie abwechselnd in die eine oder andere Stellung gebracht werden können. Die zweite Stellung plt q2 und P2, §3 ist in Fig. 7 in Strichlinien dargestellt. Wie aus Fig. 7 zu ersehen ist, ist die Sekundärspule des Variometers B4 ständig in den Empfängerstromkreis geschaltet, während die Sekundärspule des Variometers B1 je nach der Stellung des Schalters K2 entweder in dem gleichen Sinne oder im umgekehrten Sinne in den Empfängerstromkreis eingeschaltet ist, so daß sich die Wirkungen beider Variometer im einen Falle addieren, im anderen dagegen subtrahieren.
Man könnte übrigens den Schalter K2 auch in der Weise abändern, daß während des Überganges von einer Stellung zur anderen das Variometer B4 ausgeschaltet wird.
Man kann an Stelle des Schalters K2 den Schalter nach Fig. 8 verwenden, dessen Ausführung etwas vollständiger ist und gestattet, mit den Variomtern B1 und B2 der Hauptrahmen und dem Variometer B4 der Hilfsantenne nacheinander alle diejenigen Verbindungen und Schaltungen auszuführen, die zur Bestimmung der Richtung erforderlich sind.
Wie aus der Fig. 8 zu ersehen ist, sind z. B.
drei Schalter Ks, K4, K5 vorgesehen, welche die Verbindungen zwischen den Sekundären der drei Variometer B1, B2, B4 und dem zwischen den Klemmen M, N befindlichen Empfängerstromkreis herstellen.
Der Schalter K3, der z. B. in der Form eines Doppelschlüssels, ausgeführt sein kann, besteht aus zwei Metallkontaktstücken 20, 21, die mit den Klemmen M, N elektrisch verbunden sind und durch einfaches Hin- und Herschwingen entweder mit den Metallkontaktstücken 22, 23 für das Variometer B1 oder mit den Metallkontaktstücken 24, 25 für das Variometer B2 in Berührung gebracht werden können.
Man kann auf diese Weise durch das TeIephon schnell die Wirkungen dieser beiden Variometer nach dem oben beschriebenen Verfahren vergleichen.
Der Umschalter K4 besteht z. B. aus den Schleifkontakten 26, 27, die auf Sektoren 28, 29 und den Kontakten 30, 31, 32, 33, 34, 35 verschoben werden können. Der Sektor 28 ist mit den Klemmen 36, 37 verbunden und der Sektor 29 mit den Klemmen 38, 39, so daß man den Stromkreis des einen oder des anderen der beiden Variometer B1, B2 abwechselnd miteinander verbinden oder sie ganz ausschalten kann, wenn man die Schleifkontakte auf die Linie der Kontakte 31, 34 einstellt. * .
Der Umschalter K5 besteht z. B. aus den vier Schalthebeln 40,41,42,43, die um die Punkte 44, 45, 46, 47 drehbar und miteinander durch eine isolierende Schiene 48 verbunden sind. Wenn sich diese Schalthebel in der in der Zeichnung dargestellten senkrechten Stellung befinden, wird durch den Umschalter gar keine Verbindung hergestellt. Wenn man sie dagegen nach rechts neigt, so daß sie die in Strichlinien gezeichnete Stellung einnehmen und mit den oberhalb der Schalthebel angeordneten Kontakten in Berührung kommen (wobei natürlich der Umschalter Ka offen ist), so werden das Variometer B4 und das Variometer B1 zwischen den Klemmen M, N in den Empfängerstromkreis und hintereinander geschaltet. Wenn man dagegen die Schalthebel des Schalters K5 nach links neigt, werden die gleichen Verbindungen so hergestellt, daß das Variometer B1 ein umgekehrtes Vorzeichen hat.
Auf diese Weise erzielt man die gleichen Wirkungen wie nach der Fig. 7.
Wenn man die Bürsten des Umschalters K4 so verstellt, daß sie mit den Kontakten 30, 35 in Berührung kommen, kann man mit dem Umschalter K5 den gleichen Versuch wiederholen und das Variometer B4 hinter das Variometer B2 schalten und dann nach Belieben die Richtung des letzteren umkehren.
Es ist klar, daß die Rahmen, von denen vorstehend die Rede war, aus einer oder mehreren Drahtspiralen bestehen können, vorausgesetzt, daß diese genügend voneinander isoliert sind. Es ist vorteilhaft, mehrere Spiralen anzuwenden, wenn die Rahmen im Vergleich zur Wellenlänge klein sind und mehrere Spiralen in einer halben Wellenlänge enthalten sein können; man erhält in diesem Falle die halbe Wellenlänge durch Zufügen einer Selbstinduktion oder einer Kapazität. Unter diesen Bedingungen summieren sich die in den verschiedenen Spiralen erzeugten elektromotorisehen Kräfte und haben das Bestreben, die Intensität des in dem durch den Rahmen gebildeten offenen oder geschlossenen Stromkreise induzierten Stromes zu erhöhen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Bestimmung der Bewegungsrichtung von Hertzschen Wellen unter Benutzung mehrerer in verschiedener Orientierung feststehend angeordneter offener oder geschlossener Rahmen zur Aufnahme der Wellen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Rahmen nacheinander und abwechselnd auf einen gemeinsamen Empfänger zur Einwirkung gebracht werden, wobei unter Konstanthaltung der Induktionswirkung eines Rahmens, der den schwächeren Ton hervorruft, die Induktionswirkung des anderen Rahmens, welcher den stärkeren Ton hervorruft, so lange geschwächt wird, bis die Wirkungen in beiden Fällen gleich groß
    geworden sind, so daß aus der zur Herbeiführung des Ausgleichs nötigen Verstellung an einer Gradeinteilung der Azimut der Richtung der eintreffenden Wellen abgelesen werden kann, während die Unsicherheit, welche betreffs der Richtung der Fortpflanzung der Wellen besteht, dadurch aufgehoben wird, daß man entweder die Stromkreise der Rahmen oder den Stromkreis eines Rahmens und einer Hilfsantenne abwechselnd in Reihenschaltung oder in Gegenschaltung bringt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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