DE236366C - - Google Patents

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DE236366C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
    • G10K1/30Details or accessories
    • G10K1/38Supports; Mountings

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei einer Glocke, welche durch Schwingen geläutet wird, bilden Glocke und Klöppel zwei Pendel, deren Drehachsen bei Glocken, bei welchen der Klöppel mit der Glocke schwingt und in den Umkehrpunkten der Glocke diese an der höchsten Stelle des Glockenrandes anschlägt, nicht zusammenfallen, sondern um ein gewisses Maß voneinander entfernt sein müssen, . wenn der Klöppel leicht anschlagen, d. h. bei
ίο geringer Schwingungsweite der Glocke in jedem Umkehrpunkte die Glocke treffen soll. Die Drehachse des Klöppels liegt hierbei stets tiefer als die Drehachse der Glocke. Um ein leichtes Anschlagen des Klöppels zu erzielen, ist jedoch noch außerdem notwendig, daß der Schwingungspunkt des Klöppels bis zu einem gewissen Maß weiter von der Glockendrehachse entfernt ist als der Schwingungspunkt der Glocke, d. h. daß die aus den beiden Drehachsen resultierende reduzierte Pendellänge des Klöppels größer ist als die der Glocke. Die reduzierte Pendellänge eines physischen Pendels, d. i. die Länge eines mathematischen 1 Pendels, welches mit dem physischen die gleiche Schwingungszeit hat, ist bestimmt durch den Quotienten aus dem Trägheitsmoment des Pendels, dividiert durch sein statisches Moment. Die reduzierte Pendellänge 'und damit der Abstand des Schwingungspunktes von der Drehachse läßt sich demnach vergrößern entweder durch Vergrößerung des Trägheitsmoments oder durch Verkleinerung des statischen Moments. Es ist bis jetzt zur Herbeiführung der vorgenannten Wirkung ausschließlich gebräuchlich, das Trägheitsmoment des Klöppels durch Anbringung von Masse an solchen Stellen, zu erhöhen, daß hierdurch nicht gleichzeitig das statische Moment entsprechend erhöht wird. Diese Stellen sind über seiner Drehachse oder unter seinem bestehenden Schwingungspunkt. Bei Anbringung von Masse über seiner Drehachse wird nur das Trägheitsmoment erhöht, während bei Anbringung von Masse unter dem bestehenden Schwingungspunkt das Trägheitsmoment, gleichzeitig aber auch das statische Moment, wenn auch in geringerem Maße, erhöht wird. Beide Verfahren haben den Nachteil im Gefolge, daß dadurch das Zurückprallen des Klöppels von der Glockenwand nach dem Anschlag erschwert bzw. verzögert und das sogenannte Klebenbleiben begünstigt wird, wodurch ein unreiner Ton entsteht.
Bei der nachstehend beschriebenen Vorrichtung am Klöppel, welche den Gegenstand der Erfindung bildet, ist die Aufgabe in der Weise gelöst, daß ausschließlich das statische Moment des Klöppels verkleinert wird, ohne zugleich das Gewicht und damit das Trägheitsmoment zu verändern. Diese Wirkung wird durch An-■ -wendung von Federn erreicht, welche das statische Moment des Klöppels dadurch verkleinern, daß sie dem natürlichen, aus dem Gewicht und der Massenverteilung gebildeten statistischen Moment entgegenwirken.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung stellen eine Ausführungsform der Vorrichtung dar. Fig. 1 veranschaulicht die Anordnung in der Glocke, Fig. 2 den Klöppel mit der Vorrichtung allein,
in einer zu der ersten rechtwinkligen Richtung gesehen. Die Glocke schwingt um die Achse a\ die Aufhängung des Klöppels b ist die gebräuchliche. Er wird, was die eigentliche Neuerung bildet, von den beiden Zugfedern c und d gewissermaßen getragen, welche unterhalb der Klöppeldrehachse e bei f am Klöppel befestigt sind und oberhalb der Klöppeldrehachse e, in der Glockenhaube, am Klöppelhängeeisen g ihre ίο zweite Befestigungsstelle finden. Bei gleicher Spannung sind die Federn um so wirksamer, je weiter unterhalb des Klöppeldrehzapfens sie den Klöppel fassen und je weiter oberhalb des Klöppeldrehzapfens sie befestigt sind.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung an Klöppeln für durch Schwingen geläutete Glocken, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Klöppel Federn fc und d) angebracht sind, welche in der Weise auf den Klöppel wirken, daß sein statisches Moment verkleinert und damit seine Schwingungsdauer vergrößert wird.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn fc und d) den Klöppel unterhalb seiner Drehachse (e) angreifen und über seiner Drehachse (e) in der Glockenhaube am Klöppelhängeeisen (g) befestigt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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