DE2363522C2 - Korrekturschaltung für eine Schaltungsanordnung zum Bearbeiten von Analogsignalen - Google Patents
Korrekturschaltung für eine Schaltungsanordnung zum Bearbeiten von AnalogsignalenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Korrekturschaltung für eine Schaltungsanordnung zum Bearbeiten von Analogsignalen
mit einem Vergleicher, der während einer Abgleichphase ein Prüfsignal mit einem während der
übrigen Zeit gespeicherten Korrektursignal vergleicht und aufgrund dessen Ausgangssignal das Korrektursignal
so eingestellt wird, daß es gleich dem Prüfsignal ist, und mit einer Addierschaltung, der das Prüfsignal und
das zu bearbeitende Analogsignal zugeführt sind.
Bei einer derartigen Schaltung, die aus der britischen Patentschrift 9 99 280 bekannt ist und in Verbindung mit
einem Analog-Digital-Umsetzer eingesetzt ist, wird das Korrektursignal in einem Kondensator gespeichert
Dabei bereitet die Zeitkonstante, mit welcher der Speicherkondensator auf- und entladen wird, Schwierigkeiten;
denn einerseits muß er während der Abgleichphase auf den Wen des neuen Korrektursignals
umgeladen werden, andererseits darf er sich während der zwischen zwei Abgleichphasen liegenden Zeit nicht
um mehr als die Meßgenauigkeit entladen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe
ίο zugrunde, eine Schaltungsanordnung zu schaffen, mit
der das Korrektursignal über eine größere Zeitdauer gespeichert werden kann und die darüber hinaus die
Möglichkeit bietet den Nullpunktfehler von Meßwertgebern, insbesondere induktiven Durchflußmessern; zu
kompensieren.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst daS der Vergleicher die Zufuhr von Impulsen zu einem
Register steuert, an das ein das Korrektursignal liefernder Digital-Analog-Umsetzer angeschlossen ist
Das Prüfsignal wird also in ein Digitalsignal umgesetzt, dieses in dem Register gespeichert und in ein
Analogsignal, welches das Korrektursignal ist rückverwandelt Nach dem Abgleich sind Korrektursignal und
Prüfsignal gleich.
Der Vergleicher kann in verschiedener Weise die Zufuhr der Impulse zum Register steuern. Beispielsweise
kann der Vergleicher eine Ablaufsteuerung ansteuern, die zu Beginn der Abgleichphase zunächst die
höchste Stelle des Registers einschaltet Der Vergleieher prüft dann, ob das daraus resultierende Korrektursignal
kleiner oder größer als das Prüfsignal ist. Ist das Korrektursignal größer, wird die Registerstufe wieder
zurückgesetzt und die nächste eingeschaltet, ist es kleiner, bleibt die Registerstufe eingeschaltet und die
nächste wird zusätzlich gesetzt. Dieser Vorgang wird für sämtliche Registerstufen wiederholt.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, an den Vergleicher einen Spannungs-Frequenz-Umsetzer anzuschließen,
dessen Ausgangsimpulse dem Register zugeführt sind. Dieses ist in diesem Falle als Zähler
auszubilden. Zusätzlich ist noch eine Schaltung erforderlich, welche die Polarität der Abweichung von
Korrektur und Prüfsignal feststellt. Im Falle, daß das Register ein Zweirichtungszähler ist wird mit dem
Ausgangssignal des Korrektursignals Zählrichtung eingeschaltet Es kann aber auch ein einfacher Zähler
verwendet werden. Der Vergleicher muß dann Signale beider Polarität liefern, von denen z. B. über einen
Gleichrichter jeweils nur das zum Spannungs-Frequenz-Umformer gelangt, auf welches dieser anspricht. Es
kann dann der Fall eintreten, daß die Differenz zwischen Korrektur und Vergleichssignal zunächst größer wird.
Bei Überschreiten der Kapazität des Zählers springt das Korrektursignal vom Maximalwert zum Minimalwert
und nähert sich dann dem Prüfsignal.
Schließlich kann an den Vergleicher auch ein Schwellwertverstärker angeschlossen sein, der einen
Eingang eines Koinzidenzgliedes ansteuert. Dem zweiten Eingang dieses Koinzidenzgliedes werden
Taktimpulse zugeführt. Ist die Ausgangsspannung des Vergleichers größer als der eingestellte Schwellwert, so
werden die Taktimpulse von dem Koinzidenzglied zu einem Zähler durchgeschaltet. Auch in einer solchen
Schaltung kann der Zähler ein einfacher Zähler oder ein Vorwärts-Rückwärtszähler sein. Im ersten Fall können
vom Vergleicher zwei Signale entgegengesetzter Polarität abgegeben werden, die je einer Schwellwertstufe
zugeführt werden, nach einer ODER-Bedingung
verknüpft werden und dem Koinzidenzglied zugeführt werden. Im zweiten Falle kann mit den Ausgangssignalen
der Schwellwertstufe die Zählrichtung gesteuert
werden, oder es können zwei verschiedene Koinzidenzglieder angesteuert werden, an deren eines der Eingang
für die vorwärts zu zählenden Impulse und an deren anderes der Eingang für die Rückv.ärtszählung angeschlossen
ist.
Soll der Abgleichvorgang von Hand eingeleitet werden können, so sieht man vorteilhaft eine bistabile ίο
Kippstufe vor, deren Ausgang auf einen dritten Eingang des Koiiizidenzgliedes geführt ist und die von Hand
gesetzt wird. Nach Beendigung des Abgleichvorganges wird sie vom Vergleicher gesteuert zurückgesetzt.
Das Korrektur- und das zu bearbeitende Analogsignal werden so addiert, daß ein etwaiger Fehler des
Analogsignals kompensiert wird. Zweckmäßig besteht die Addierschaltung, der Vergleicher und der Digital-Analog-Umsetzer
aus einem Verstärker, dessen erster Eingang über in Abhängigkeit vom Registerinhalt zu-
und abgeschalteten Gegenkopplungswiderständen das Korrektursignal und dessen zweitem Eingang das zu
bearbeitende Analogsignal zugeführt ist Von dessen Ausgang kann dann das verstärkte Analogsignal
abgenommen werden. Mit einer solchen Schaltung ist nicht nur die Nullpunktsdrift des Verstärkers zu
kompensieren, sondern auch der eines der Korrekturschaltung vorgeschalteten Meßwertgebers. Die mit
diesem zu messende physikalische Größe muß dann während der Abgleichphase auf einen bestimmten Wert }o
gebracht werden. Beispielsweise wird im Falle eines induktiven Durchflußmessers der Durchfluß gestoppt.
Anhand der Zeichnung, in der ein Prinzipschaltbild eines Ausführungsbeispiels der Erfindung dargestellt ist,
werden im folgenden die Erfindung sowie weitere Vorteile und Ergänzungen näher beschrieben und
erläutert
In zwei Eingängen Ei und £2 werden zwei Spannungen entgegengesetzter Polarität zugeführt, die
von einem induktiven Durchflußmesser geliefert werden und deren Summe beim Durchfluß Null 0 sein soll.
Über Widerstände R1 und R 2 gelangen die beiden Spannungen auf den invertierenden Eingang eines
Verstärkers 1, der über einen Widerstand R 4 gegengekoppelt ist und die beiden Eingangsspannungen
addiert Auf den Verstärker 1 folgt ein weiterer Verstärker 2, an den zwei Komparatoren 3 und 4
angeschlossen sind, von denen der eine »!«-Signal abgibt, wenn die Ausgangsspannung des Verstärkers 2
einen bestimmten positiven Schwellwert überschreitet und von denen der zweite, 4, »!«-Signal abgibt, wenn
der Ausgang des Verstärkers 2 kleiner als ein bestimmter negativer Schwellwert ist Die Absolutbeträge
der Schwellwerte sind gleich. Die Ausgänge der Komparatoren 3 und 4 sind in einem ODER-Glied 5
verknüpft, das demgemäß ein Signal abgibt, wenn die Ausgangsspannung des Verstärkers 2 entweder den
oberen positiven Schwellwert überschritten oder den unteren, negativen Schwellwert unterschritten hat.
An das ODER-Glied 5 ist ein Eingang eines Koinzidenzgliedes 6, im Ausführungsbeispiel eines
UND-Gliedes 6 angeschlossen. Ein zweiter Eingang des UND-Gliedes 6 liegt am Ausgang eines Taktimpulsgenerators
7. Ein dritter Eingang ist schließlich mit dem Ausgang einer bistabilen Kippstufe 8 verbunden. An
diese kann mittels einer Taste T gesetzt werden. Gibt einer der beiden Komparatoren 3 und 4 ein Signal ab
und ist die bistabile Kippstufe gesetzt so werden die Taktimpulse zu einem Zähler 9 durchgeschaltet Von
dessen Stufen werden Schalter Si, S2...Sn betätigt,
über die Gegenkopplungswiderstände RK1, RK2...RKn dem Widerstand R2 parallel geschaltet
werden. Der Wert dieser Widerstände entspricht jeweils der Wertigkeit derjenigen Zählerstufe, die den
zugehörigen Schalter betätigt. Im Falle eines Dualzählers sind daher die Widerstände im Verhältnis
1 : 2 :4 :8... gestuft Im allgemeinen genügt es, wenn
mit den Widerständen RKl... RKn, R 2 ein Widerstandswert
eingeschaltet werden kann, der zwischen dem 0,8fachen bis l,2fachen des Wertes des Widerstandes
R 1 einschaJtbar ist. Der Zähler 9 kann ein einfacher Zähler sein, der die Taktimpulse bis zur maximalen
Zählkapazität aufsummiert und dann wieder beim Stand NuIi mit dem Zählen beginnt Sind bei der maximalen
Zählkapazität sämtliche Schalter Sl, S2...Sn geschlossen
und damit sämtliche Widerstände RK1,
RK2... RKn dem Widerstand R2 parallel geschaltet,
so wird das dem Eingang El zugeführte Signal mit einem größeren Gewicht summiert als das dem Eingang
E 2 zugeführte, vorausgesetzt, daß die Parallelschaltung der Widerstände einen geringeren Widerstandswert
ergibt als den Wert des Widerstandes R 1. Steht der Zähler 9 auf NuIi und sind damit sämtliche Schalter
Si ...Sn geöffnet, so liegt zwischen dem Eingang E1
und dem Verstärkereingang nur der Widerstand R 2, so daß, wenn dieser größer als der Widerstand R1 ist das
dem Eingang E\ zugeführte Signal mit geringerem Gewicht addiert wird als das dem Eingang £2
zugeführte Signal. Während der Zähler 9 von Null an hochgezählt wird, ändert sich stets der Anteil des
Signals £1 am Eingang des Verstärkers 1. Ist dieser Anteil entgegengesetzt gleich dem Ober den Widerstand
Ät an den Summierpunkt gelangenden, dem Eingang £2 zugeführten Signal, so ist das Ausgangssignai des
Verstärkers 1 nahezu Null, ebenso das des Verstärkers 2, beide Komparatoren 3 und 4 geben »O«-Signal ab, das
UND-Glied 6 ist für die Taktimpulse gesperrt so daß der Zähler 9 auf dem Stand, bei dem sich die
Eingangssignale am Summierpunkt kompensieren, festgehalten wird. Ferner wird vom Ausgang des ODER-Gliedes
5 die bistabile Kippstufe 8 zurückgesetzt, so daß ein neuer Abgleichvorgang durch einen erneuten
Tastendruck eingeleitet werden muß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Korrekturschaltung für eine Schaltungsanordnung zum Bearbeiten von Analogsignalen mit einem
Vergleicher, der während einer Abgleichphase ein Prüfsignal mit einem während der übrigen Zeit
gespeicherten Korrektursignal .vergleicht und aufgrund dessen Ausgangssignal das Korrektursignal so
eingestellt ist, daß es gleich dem Prüfsignal ist, und
mit einer Addierschaltung, der das Prüfsignal und das zu bearbeitende Analogsignal zugeführt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vergleicher (1) die Zufuhr von Impulsen zu einem Register
(9) steuert, an das ein das Korrektursignal liefernder Digital-Analog-Umsetzer (10) angeschlossen ist.
2. Korrekturschaltung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Vergleicher ein
Spannungsfrequenzumformer angeschlossen ist dessen Ausgangsimpulse dem als Zähler ausgebildeten
Register zugeführt sind.
3. Korrekturschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Vergleicher ein
Schwellwertverstärker (3. 4) angeschlossen ist, der einen Eingang eines Koinzidenzgliedes (6) ansteuert,
dem über einen zweiten Eingang Taktimpulse zugeführt sind und an welches das als Zähler
ausgebildete Register (9) angeschlossen ist
4. Korrekturschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein dritter Eingang des
Koinzidenzgliedes (6) an eine bistabile Kippstufe (8) angeschlossen ist die mittels eines Startimpulses für
den Abgleichvorgang gesetzt und bei Gleichheit von Korrektur und Prüfsignal vom Vergleicher (1)
rückgesetzt wird.
5. Korrekturschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vergleicher,
die Addierschaltung und der Digital-Analog-Umsetzer aus einem Verstärker (1) mit zwei
Eingängen bestehen, dessen erster über in Abhängigkeit vom Inhalt des Registers (9) zu- und
abgeschalteten Gegenkopplungswiderstände (RK 1... RKn) das Korrektursignal und dessen
zweitem Eingang das Analogsignal zugeführt ist und von dessen Ausgang das verstärkte, zu bearbeitende
Analogsignal abnehmbar ist.
6. Anwendung einer Korrekturschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Korrekturschaltung an einen Meßwertgeber angeschlossen ist und daß die zu messende
physikalische Größe während der Abgleichphase auf einen bestimmten Wert gebracht ist.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2363522A DE2363522C2 (de) | 1973-12-20 | 1973-12-20 | Korrekturschaltung für eine Schaltungsanordnung zum Bearbeiten von Analogsignalen |
Publications (2)
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| DE2363522A1 DE2363522A1 (de) | 1975-06-26 |
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ID=5901405
Family Applications (1)
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