DE2362954A1 - Organopolysiloxanmassen mit verbesserter waermebestaendigkeit und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Organopolysiloxanmassen mit verbesserter waermebestaendigkeit und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
PATENTANWALT
DR- I. "',AAS
DR- I. "',AAS
Kf ν.. .vf..-:-TR.29?
Toray 2
Organopolysiloxanmassen mit verbesserter Wärmebeständigkeit und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf Organopolysiloxanmassen auf der Grundlage von im wesentlichen linearen Polymeren, die
verbesserte Wärmebeständigkeit aufweisen. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Silocnflüssigkeiten und Siliconelastomere,
die Cersiloxanolate enthalten und, wenn sie erhöhten Temperaturen ausgesetzt werden, verbesserte Beständigkeit
zeigen.
Es ist bereits bekannt, die Wärmebeständigkeit von Organopolysiloxanmassendadurch
zu verbessern, daß man bestimmte anorganische Salze von Metallen wie Eisen, Zirkonium, Cer,
Mangan und Nickel in diese Massen einführt. Bezüglich der Cerverbindungen war es bekannt, Ceroxide, Cerhydroxide und
Cersalze von aromatischen Carbonsäuren in Organopolysiloxanmassen zu verwenden (vergleiche japanische Patentschriften
283 598 und 535 121). Die vorstehend beschriebenen Metallsalze und Metallverbindungen müssen jedoch in Form einer
vorher zubereiteten Paste in die Organopolysiloxanmasse eingeführt werden. Hierzu wird das Metallsalz zunächst in
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—, O —
2 3 R ^ 9 5
einem Teil des OrganopoIysiloxane in eine Paste übergeführt,
oder es wird eine Lösung des Salzes in einem organischen Lösungsmittel hergestellt, weil die Metallverbindung selbst
mit der Organopolysiloxanmasse nicht ohne weiteres· verträglich ist oder sich nicht ohne weiteres mit der Masse vermischen
läßt. Selbst wenn die Metallverbindungen auf diese Weise mit organischem Lösungsmittel oder Organopolysiloxan vorgemischt
werden, dann ist es immer noch sehr schwierig, die gebildete Lösung oder Paste in der Organopolysiloxanmasse gleichmäßig
und mit befriedigender Wirkung zu dispergieren, weshalb dann auch die gewünschte Wirkung der Wärmestabilisierung nicht
erreicht wird.
Der Umstand, daß die bekannten Cerverbindungen zur Erzielung des gewünschten Ausmaßes an Wärmebeständigkeit ungeeignet
sind, ergibt sich deutlich daraus, daß Organopolysiloxanflüssigkeiten mit verhältnismäßig niedriger Viskosität durch
Zugabe eines organischen oder anorganischen Salzes von Cer der oben beschriebenen Art keine Wärmebeständigkeit verliehen
wird, da die Cerverbindung ein unverträgliches Sediment bildet und sich von der Flüssigkeit absondert.
Zur Behebung der oben beschriebenen Mangel wurde in der US-PS
3 008 901 vorgeschlagen, in der Organopolysiloxanmasse eine Cerverbindung zu lösen oder kolloidal zu dispergieren, die
durch Erwärmen einer Mischung aus einem bestimmten Cerkomplex mit einer Organopolysiloxanflüssigkeit,
die einen kleinen Anteil an siliciumgebunden Wasserstoff atomen (SiH) enthält, in einem aromatischen Kohlenwasserstoff
lösungsmittel auf 280 bis 290 0C unter Durchleiten von Luft durch das Reaktionsgemisch während 1 bis 4 Tagen
hergestellt worden ist. Selbst wenn ein derartiges Verfahren zur Herstellung der Cerverbindung angewandt wird, dann zeigt
sich jedoch, daß nur ein sehr kleiner Teil des gebildeten cerhaltigen Stoffs mit den Organopolysiloxanen verträglich
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!INSPECTED
23B2954
ist. Außerdem hat es sich als schwierig erwiesen, das Verhältnis des dem Organopolysiloxan tatsächlich zugesetzten.
Cers zu bestimmmen, weil die große Schwankungsbreite der angewandten Reaktionsbedingungen zur Bildung von uneinheitlichen
und allgemein ungeregelten Cerverbindungen führt. Die Schwankungen
in der chemischen Zusammensetzung des Additivs führen selbstverständlich dazu, daß die Endprodukte, die die Cerverbindung
als Wärmebeständigkeitszusatz enthalten, unterschiedliche
Eigenschaften aufweisen. Es ist klar, daß dies einen schwerwiegenden Nachteil darstellt,· wenn es sich
um die Herstellung solcher Stoffe in großtechnischem Maßstab handelt.
Aufgabe der"Erfindung ist in erster Linie die Schaffung von
Organopolysiloxanmassen mit beträchtlich verbesserter Wärmebeständigkeit.
Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, eine Cerverbindung mit gleichbleibenden Eigenschaften zu schaffen,
die mit Organopolysiloxanflüssigkeiten und -elastomeren verträglich und darin leicht dispergierbar ist.
Erfindungsgemäß wird das Reaktionsprodukt aus (1) einem
Cersalz einer organischen Carbonsäure und (2) einem Alkalisiloxanolat mit wenigstens drei Organosiloxaneinheiten je
Molekül als Wärmestabilisierungszusatz für Organosilicium-Zusammensetzungen
auf Grundlage von im wesentlichen linearen Organopolysiloxanen und insbesondere für Organosiloxanflüssigkeiten
und -elastomere auf der Grundlage von im wesentlichen lineraren Diorganopolysiloxanen verwendet.
Das Reaktionsprodukt aus einem Cercarboxylat und einem Alkalisiloxanolat ist mit den Ofganosiloxanmassen verträglich
und verleiht ihnen überlegene Wärmebeständigkeit.
Die erfindungsgemäß verwendeten OrganopoIysiloxane sind
praktisch lineare Polymere aus Einheiten der Formel
OMGIMAL INSPECTED
-A-
worin η einen durchschnittlichen Wert von 1,98 bis 2,01 hat und R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest oder halogenierten
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
Methyl-, Äthyl-, Propyl-, 3,3,3-Trifluorpropyl-, Phenyl-
oder Vinylrest bedeutet. Diese Polymeren sind allgemein bekannt, bestehen hauptsächlich aus Diorganosiloxanen (R3SiO) neben
kleineren Mengen (weniger als 10 Molprozent) von Einheiten der Formeln R3SiO1^2 , RSiO3^2 und SiO4/2" Die End9ruPPen
linearen Polymeren können unter anderem HOR2SiO1^2 , R
AIkOXyR2SiO./2 oder CH2=CHR2SiO1^2 sein. Die Viskosität der
Polymeren kann von der sehr beweglicher Flüssigkeiten (z.B. 1 Centistoke bei 25 0C) bis zu der von nicht mehr fließenden
Stoffen (zum Beispiel 10 Centistoke bei 25 0C)
reichen. Alle diese Stoffe sind allgemein bekannt und lassen sich nach bekannten Verfahren herstellen, und viele
davon sind im Handel erhältlich.
Der erfindungsgemäße Wärmestabilitätszusatz ist das Reaktionsprodukt
aus einem Cersalz einer organischen Carbonsäure, das in einem aromatischen Kohlenwasserstoff oder chlorierten
Kohlenwasserstoff löslich ist, z.B. Cer-2-äthylhexoat, Cernaphthenat
oder Cernaphthoat, mit einem Alkalisiloxanolat, wie Kalium-
und Natriumsiloxanoat, mit durchschnittlich wenigstens
3 Siloxangruppen je Molekül.
Die Alkalisiloxanolate können nach bekannten Methoden hergestellt werden, beispielsweise nach Grubb und Osthoff, Journal
of the American Chemical Society, Bd. 77, S. 1405 (1955). Die so hergestellten Alkalisiloxanolate weisen Silanolatgruppen
(MOSi=, worin M ein Alkalimetall bedeutet) an beiden Enden eines im wesentlichen linearen Moleküls auf und lassen
sich zu Alkalis!loxanolaten mit Silanolatgruppen an einem
Ende der Polysiloxankette durch Umsetzung mit anderen linearen Organopolysiloxanen weiter umlagern. Diese letztgenannten
"monofunktioneilen" Alkalisiloxanolate sind im
Rahmen der Erfindung bevorzugte Reaktionsteilnehmer.
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Aromatische Kohlenwasserstoffe und chlorierte Kohlenwasserstoffe sind als Lösungsmittel für das Reaktionsmedium
bevorzugt, worin das Cersalz der Carbonsäure mit dem Alkalisiloxanoat umgesetzt wird. Mischungen aus aromatischen Kohlenwasserstoffen
oder chlorierten Kohlenwasserstoffen mit anderen organischen Lösungsmitteln können gleichfalls verwendet
werden.
Die Umsetzung des Cersalzes mit dem Alkalisiloxanolat wird durch Erwärmen der Reaktionsmischung beschleunigt. Vorzugsweise
wird die Umsetzung bei der Rückflußtemperatur der Reaktionsmischung
durchgeführt. Geringe Mengen eines Katalysators, zum Beispiel von Dialkylförmamid oder Hexaalkylphosphoramid,
können verwendet werden.
Das Verhältnis von Alkalisiloxanolat zu Cersalz in dem Reaktionsgemisch
ist nicht von ausschlaggebender Bedeutung, aber die besten Ergebnisse werden mit einer Reaktionsinischung erzielt,
die 1 bis 5 Alkalisiloxanolatgruppen je Ceratom enthält.
Die Umsetzung beginnt mit dem Vermischen der Reaktionsteilnehmer in dem organischen Lösungsmittel und ist je nach der
Reaktionstemperatur in 30 Minuten bis 24 Stunden beendet. Nach vollständiger^ Umsetzung wird das organische Lösungsmittel
entfernt, und etwa gebildete Niederschläge .werden abfiltriert. Das gewünschte Reaktionsprodukt wird gewöhnlich
als Flüssigkeit erhalten, die in den Organopolysiloxanen ohne Schwierigkeit und gleichmäßig gelöst oder dispergiert werden
kann. Außerdem wird durch die Verwendung eines Alkalisiloxanolats mit der Anzahl und der Art von Organisiloxaneinheiten,
die der chemischen Struktur des Organopolysiloxane entsprechen,
in welchem das Reaktionsprodukt verwendet werden soll, eine außerordentlich gute Verträglichkeit des Zusätze*
mit dem Organopolysiloxan gewährleistet. Diese hervorragende
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Verträglichkeit bewirkt die Bildung von transparenten Flüssigkeiten
und Elastomeren mit ausgezeichneter Wärmebeständigkeit.
Der Cergehalt des erfindungsgemäß verwendeten Reaktionsprodukts beläuft sich gewöhnlich auf 0,5 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen
auf das Gewicht des Reaktipnsprodukts. Vorzugsweise wird das Reaktionsprodukt in der Organopolysiloxanflüssigkeit oder
dem Organopolysiloxanelastomeren in solchen Verhältnissen verwendet, daß das fertige Produkt 0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent
Cer, bezogen auf das Gewicht des Produkts enthält. Jedoch kann auch mit einer geringeren Menge als 0,01 Gewichtsprozent
Cer noch eine Erhöhung der Wärmebeständigkeit erzielt werden, und bei Zusätzen von 0,01 bis 0,1 Gewichtsprozent Cer
wird auf jeden Fall erreicht, daß Änderungen hinsichtlich der Durchsichtigkeit oder Farbe des Produkts vermieden werden.
Das wie oben beschrieben hergestellte cerhaltige Reaktionsprodukt kann Organosiloxanflüssigkeiten und zu Elastomeren härtbaren
Organosiloxanen zugesetzt werden, die mit bekannten Füllstoffen wie Siliciumdioxidsorten kompoundiert und mit Metallseifen
oder Pigmenten vermischt werden. In der Wärme oder bei Zimmertemperatur härtbare Siliconkautschukmassen mit verbesserter
Wärmebeständigkeit können durch Kompoundieren der erfindungsgemäßen Massen mit organischen Peroxiden, wie Benzoylperoxid,
2,4-Dichlorbenzoylperoxid oder tert.-Butylperoxid,
oder mit bekannten Vernetzern, wie Alkylsilikaten, Triacetoxysilanen,
Trioximsilanen und Methylhydrogenpolysiloxanen, und bekannten Härtungskatalysatoren, zum Beispiel Zinnsalzen
von Fettsäuen und Platinverbindungen, zusammen mit anorganischen Füllstoffen hergestellt werden.
Die Reaktionsprodukte aus Cercarboxylat und Alkalisiloxanolat sind mit Organopolysiloxanen so verträglich und darin so gut
dispergierbar, das bereits geringen Mengen der Reaktionsprodukte den Organopolysiloxanen eine Wärmebständigkeit verliehen
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wird, die derjenigen äquivalent ist, die mit sehr viel
größeren Mengen bisher bekannter Wärmestabilitätszusätze, zum Beispiel Ceroxide, erreicht wird. Außerdem ist das Verfahren
zum Einbringen der erfindungsgemäßen Wärmestabilitätszusätze wegen der Verträglichkeit und/oder Löslichkeit
des Cersiloxanolats in dem Organopolysiloxan wesentlich vereinfacht.
Für das Arbeiten in technischem Maßstab ist dies selbstverständlich von großem Vorteil.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert :
33 g Kaliumsiloxanqlat, das nach bekannten Verfahren aus
Kaliumhydroxid, Hexamethylcyclotrisiloxan und Octamethylcyclotetrasiloxan
hergestellt worden ist, und 0,3 g Hexamethylphosphoramid werden zu 6,7 g Dimethylpolysiloxan mit
Trimethylsilylendgruppen -und einer Viskosität von 20 Centlstoke
bei 25 0C gegeben. Die Mischung wird unter einem Stickstoffstrom eine Stunde auf 115 °C erwärmt. Nach Zugabe
von 120 g trockenem Xylol und 16 g Cero-2-äthylhexoat wird
das Reaktionsgemisch 2,5 Stunden zum Sieden unter Rückfluß
erwärmt.
Nach Abkühlen der Reaktionsmischung auf Zimmertemperatur werden 3 g Trimethylchlorsilan zur Neutralisation des Katalysators
zugegeben. Das Reaktionsprodukt (R ) wird nach Verdampfen des Lösungsmittel unter vermindertem Druck und Abfiltrieren
ausgefallener Stoffe als hellgelbe Flüssigkeit erhalten. Der Cergehalt von R. beträgt 1,2 Gewichtsprozent.
4,5 g des Reaktionsproduktes R1 werden zu 150 g flüssigem
Dimethylpolysiloxan mit einer Viskosität von 350 Centistoke
23R7954
bei 25 0C in einem 300 ml-Glaskolben gegeben. Das Reaktionsprodukt R. löst sich unter Rühren rasch und gleichmäßig in
dem Polymere Diese Mischung wird als Probe A bezeichnet.
Zu Vergleichszwecken wird Probe B hergestellt, die aus 150 g des gleichen für die Probe A verwendeten Dimethylpolysiloxans
besteht.
Die Proben A und B werden in einen auf 300 °C erwärmten Umluftofen
gestellt. Nach sieben Stunden ist die Probe B in ein Gel übergegangen. Die Probe A zeigt selbst nach 24 Stunden
bei 300 0C in dem Umluftofen noch keine Gelbildung, und
die Viskosität dieser Probe ist nur auf 420 Centistoke bei 25 0C angestiegen.
Nach der in Beispiel 1 für die Herstellung des Reaktionsprodukts R1 beschriebenen Arbeitsweise wird unter Verwendung
von Cernaphthoat anstelle von Cer-2-äthylhexoat das Reaktionsprodukt R_ hergestellt, das 1,1 Gewichtsprozent Cer enthält.
0,25 g des Reaktionsprodukts R« werden in 10 g eines Copolymeren
aus 60 Molprozent Phenylmethylsiloxaneinheiten und
40 Molprozent Dimethylsiloxaneinheiten mit einer Viskosität
von 350 Centistoke bei 25 0C gleichmäßig dispergiert. Die
Mischung wird als Probe C bezeichnet und in einen 50 ml-Glaskolben
eingebracht. 10 g des gleichen Phenylmethylsiloxan-Dimethylsiloxan-Copolymeren in einem 50 ml-Glaskolben
dienen zum Vergleich (Probe D).
Die Proben C und D werden in einen auf 300 0C erwärmten Umluftofen
eingebracht. Nach 67 Stunden in dem Ofen bei 3OO 0C
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ist die Probe D in ein Gel übergegangen, während die Probe C nach 180 Stunden in dem Ofen bei 300 0C noch kein Gel bildet.
100 g des wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellten Kaliumsiloxanolats
werden mit einer Lösung von 12 g Cero-2-äthylhexoat in 150 g trockenem Xylol vermischt. Die Mischung wird
unter Stickstoff 3 Stunden auf Rückflußtemperatur erwärmt.
Die Reaktionsmischung wird auf Zimmertemperatur abgekühlt und zur Neutralisation des nicht-umgesetzten Kaliumsilanolats
mit 3 g Trimethylchlorsilan versetzt. Das Reaktionsprodukt R3 wird nach Abdestiliieren des Lösungsmittels unter vermindertem
Druck und Abfiltrieren von gebildetem Niederschlag als hellgelbe Flüssigkeit erhalten. Der Cergehalt des Reaktionsprodukts R3 beträgt 1,1 Gewichtsprozent.
In einem 50 ml Glaskolben werden 10 g Dimethylpolysiloxan mit einer Viskosität von 100 Centistoke bei 25 0C mit 0,1 g
des Reaktionsprodukts R3 versetzt, das darin ohne weiteres
in Lösung geht. Diese Mischung wird als Probe E bezeichnet. Zu Vergleichszwecken dienen 10 g des gleichen Dimethylpolysiloxans,
wie es für Probe E verwendet wurde, in einem 50 ml-Glaskolben (Probe F).
Die Proben E und F werden in einen auf 250 0C erwärmten
Umluftofen eingebracht. Die Probe F geht nach 24 Stunden in dem Ofen in ein Gel über und zeigt einen Gewichtsverlust
von 11,7 Gewichtsprozent. Die Probe E bildet auch nach
48 Stunden in dem Ofen kein Gel und zeigt einen Gewichtsverlust von nur 6,5 % nach 48 Stunden.
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" 10 ~ 2 3 6 ? 9 5
100 Gewichtsteile eines Organosiloxancopolymeren mit einer Williams-Plastizität von 150 (gemessen nach dem
japanischen Industrie-Standard C-2123) und einem Gehalt von 99,9 Molprozent Dimethyls!loxaneinheiten und 0,1 Molprozent
Methylvinylsiloxaneinheiten werden in üblicher Weise mit
25 Gewichtsteilen von pyrogen erzeugtem Siliciumdioxid kompoundiert. Die Mischung aus Polymerem und Siliciumdioxid wird vermählen,
und 0,7 Gewichtsteile 2,4-Dichlorbenzoylperoxid in Form
einer Paste in einer gleichen Menge Dimethylpolysiloxan werden zugegeben und gleichmäßig in der Mischung dispergiert.
Diese Mischung wird als Kautschukmischung A bezeichnet.
Gleiche Gewichtsteile Ceroxid und Dimethylpolysiloxan mit
einer Viskosität von 50 000 Centistoke bei 25 C werden zu einer Paste vermischt, die mit soviel Kautschukmischung A
vermischt wird, das die Kautschukmischung B mit einem Cergehalt von 1000 ppm erhalten wird.
Die im Rahmen der Erfindung liegende Kautschukmischung C
wird auf einer Walzenmischvorrichtung unter.Verwendung von
Kautschukmischung A und einer zur Erzielung eines Cergehalts von 100 ppm ausreichenden Menge des wie unten beschrieben hergestellten
Reaktionsprodukts R. hergestellt.
Die Herstellung des Reaktionsprodukts R4 erfolgt durch Vermischen
von 40 g eines Gemischs von Hexamethylcyclotrisiloxan mit Octamethylcyclotetrasiloxan, 2,7 g Dimethylformamid und
2,8 g Natriumtrimethylsilanolat (hergestellt nach L.H.Sommer
et al., Journal of the American Chemical Society, Bd. 68, S. 2282, 1946) in Lösung in 10 g Toluol. Die Mischung wird
3 Stunden auf 105 bis 110 C erwärmt. Nach Zugabe einer Mischung aus 65 g Xylol und 11,5 g Cero-2-äthylhexoat wird
das Reaktionsgemisch 3 Stunden zum Sieden unter Rückfluß
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erwärmt. Dann wird das Reaktionsgemisch auf Zimmertemperatur
abgekühlt und zur Neutralisation von etwa noch vorhandenem Natriumsiloxanolat mit Trimethylchlorsilan versetzt.
Xylol, Toluol und Dimethylformamid werden unter vermindertem Druck abdestilliert. Der gebildete Nieder-,
schlag wird abfiltriert, wonach das Reaktionsprodukt R4
als Flüssigkeit mit einem Cergehalt von 1,3 Gewichtsprozent erhalten wird.
Die Kautschukmischungen A, B und C werden zunächst 10 Minuten bei 120 °C preßverformt und dann einer einstündigen
Nachhärtung in einem Umluftofen bei 250 C unterworfen. Die so hergestellten Siliconkautschukproben werden einer
dreitägigen Wärmealterung in einem auf 250 °C erwärmten Umluftofen zur Prüfung ihrer Wärmestabilität unterworfen.
Die Prüfungen erfolgen nach dem Japanischen Industrie-Standard C-212 3. Es werden folgende Ergebnisse erhalten:
Kautschukmischung
vor Wärmealterung
nach Wärmealterung
vor Wärmealterung
nach Wärmealterung
vor Wärmealterung
nach Wärmealterung
Duro- meter |
Zugfestig- 2 keit, kg/cm |
Bruchdehnung (Elongation) % |
32 | 61 | 610 |
73 | 41 | 43 |
33 | 56 | 570 |
34 | 54 | 430 |
35 | 56 | 580 |
37 | 54 | 440 |
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" 12 " 236^954
Wie aus der vorstehenden Zusammenstellung ersichtlich,
wird mit 100 ppm des wie beschrieben hergestellten Reaktionsprodukts
R4 in Siliconkautschuk eine Wärmestabilisierungswirkung
erzielt, die der von 1000 ppm Ceroxid äquivalent ist. Außerdem läßt sich das Reaktionsprodukt
R4 leichter gleichmäßig in dem Kautschuk dispergieren
als Ceroxid.
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Claims (11)
1. Verfahren zur Verbesserung der Wärmebeständigkeit von Organosiliciumverbindungen, dadurch gekennzeichnet,
daß man sie mit dem Reaktionsprodukt aus einem Cersalz einer organischen Carbonsäure, das in einem aromatischen
Kohlenwasserstoff- oder einem chlorierten Kohlenwasserstofflösungsmittel löslich ist, und einem Alkalisiloxanolat mit
durchschnittlich wenigstens 3 Organosiloxaneinheiten je Molekül versetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man es auf eine Organosiloxanflüssigkeit oder ein Organosiloxanelastomeres
als Organosiliciumverbindung anwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Cersalz einer organischen Carbonsäure Cer-2-äthylhexoat,Cernaphthenat
oder Cernaphthoat verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Alkalisiloxanolat Kaliumdimethylsiloxanolat, Natriumdimethylsiloxanolat, Kaliummethylphenylsiloxanolat
oder Natriummethylphenylsiloxanolat verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Alkalisiloxanolat ein praktisch lineares Diorganosiloxan verwendet, das als organische silicumgebundene
Reste Methyl-, Äthyl-, Phenyl-, Vinyl- und 3,3,3-Trifluorpropylreste
enthalten kann und das als eine Endgruppe eine Alkalisiloxanolateinheit und als die andere Bndgruppe eine
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Triorganosiloxaneinheit enthält, deren organische Substituenten die oben genannten Reste sind.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in einem aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittel
oder einem chlorierten Kohlenwasserstofflösungsmittel durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umsetzung bei der Rückflußtemperatur der Mischung durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Verhältnis von Alkalisiloxanolat zu dem Cersalz einer organischen Carbonsäure verwendet wird, das 1 bis
5 Alkalisiloxanolateinheiten je Ceratom entspricht.
Cersiloxanolat.
10. Wärmestabilisierte Organosiliciumverbindung, daddurch
gekennzeichnet, daß sie eine Organosiloxanflüssigkeit oder ein Organosiloxanelastomeres und 0,5 bis 5 Gewichtsprozent
eines Cersiloxanolats als Zusatz enthält.
11. Wärmestabilisierte Organosiliciumverbindung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Zusatz
enthält, der durch Umsetzung eines Cersalzes einer organischen Carbonsäure, das in aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmitteln
oder chlorierten Kohlenwasserstofflösungsmitteln löslich ist, mit einem Kalium- oder Natriumsiloxanolat
hergestellt worden ist.
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FR2213316A1 (de) | 1974-08-02 |
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