DE2359331B2 - Einrichtung zur elektrostatischen uebertragung eines auf einem elektrofotographischen aufzeichnungsmaterial befindlichen tonerbildes auf ein bildempfangsmaterial im durchlaufverfahren - Google Patents
Einrichtung zur elektrostatischen uebertragung eines auf einem elektrofotographischen aufzeichnungsmaterial befindlichen tonerbildes auf ein bildempfangsmaterial im durchlaufverfahrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur elektrostatischen Übertragung eines auf einem elektrofotografischen
Aufzeichnungsmaterial befindlichen Tonerbildes
ίο auf ein Bildempfangsmaterial im Durchlaufverfahren,
mit einer Übertragungsstation, innerhalb der das Bildempfangsmaterial mit dem Aufzeichnungsmaterial
in Kontakt gebracht wird und in der eine die Rückseite des das Aufzeichnungsmaterial kontaktierenden BiIdempfangsmaterial
beaufschlagende Koronaentladungseinrichtung angeordnet ist.
Eine besondere Anwendung findet die Erfindung für eine Vorrichtung zur elektrostatischen Übertragung der
elektrofotografischen Tonerbilder von einem elektrofo-
tografischen Aufzeichnungsmaterial in der Form einer Trommel mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser auf
ein endgültiges Bildempfangsmaterial in der Form eines flachen Blattes. Bei den bekannten elektrofotgrafischen
Verfahren mit Bildübertragung wird ein latenües elektrostatische Bild einer zu kopierenden Vorlage auf
einem elektrofotografischen Aufzeichnungsmaterial erzeugt und dann entwickelt oder sichtbar gemacht, indem
man ein spezifisch präpariertes, gegensinnig geladenes pulverförmiges Tonermaterial auf das latente Bild
bringt. Wenn die feinen Tonerpartikel nahe an das Kraftfeld des latenten Bildes herangebracht werden,
werden sie von dem Kraftfeld eingefangen und in Bildkonfiguration auf dem Aufzeichnungsmaterial feistgehalten,
wodurch das latente Bild sichtbar wird.
Gewöhnlich wird ein Blatt eines einfachen Kopierpapieres oder eines anderen in gleicher Weise geeigneten
Bildempfangsmaterials mit isolierenden Eigenschaften über das bildtragende Aufzeichnungsmaterial gelebt,
und die geladenen Tonerpartikel werden elektrisch von
dem Bildaufzeichnungsmaterial auf das Bildempfangsmaterial übertragen. Normalerweise geschieht die
Bildübertragung durch Besprühen der Rückseite des Bildempfangsmaterials mit einer Koronaentladung, die
eine zu den geladenen Tonerpartikeln entgegengesetzte Polarität hat, während dieses mit der Oberfläche des
Aufzeichnungsmaterial im Kontakt ist. Auf diese Weise
wird zwischen den beiden in Berührung stehenden Körpern ein Kraftfeld erzeugt, das, senkrecht zum Bli.tt
gerichtet ist und bewirkt, daß die Tonerpartikel elektrisch von dem Aufzeichnungsmaterial auf das
Bildempfangsmaterial übertragen werden.
Um das auf der Oberfläche des Aufzeichnungsmaterial
erzeugte Tonerbild unbeschädigt zu bewahren, muß die Bildübertragung derart durchgeführt werden,
daß der Toner im Bild nicht oder wenigstens nur sehr gering aufgerührt wird. Dabei hat es sich als äußerst
wichtig erwiesen, eine Aufladung des Bildempfangsmaterials zu vermeiden, bevor dieses mit dem Aufzeichnungsmaterial
in Kontakt gebracht wird. Wenn man ein
fto vorzeitig aufgeladenes Bildempfangsmaterial an ein
Tonerbild annähert, so wird der Toner vor dem Kontakt kurzzeitig von dem Aufzeichnungsmaterial abgehoben.
Die dabei in der Luft schwebenden Tonerpartikel mit gleicher Ladung haben das Bestreben, sich voneinander
fl5 ?:u entfernen, wodurch sich die Größe der Toner
aufweisenden Bildbereiche ausweitet, bevor diese mit dem Bildempfangsmaterial in Kontakt kommen. Demzufolge
ist das schließlich auf das Bildempfangsmaterial
übertragene Bild verwaschen und haben die geschwärzten Bildbereiche im allgemeinen einen unerwünschten
Hof.
Bei den meisten automatischen elektrofotgrafischen Kopiermaschinen läßt sich eine derartige Bildver- s
schlechterung vermeiden, indem man den Koronagenerator in die richtige Lage zum Kontaktbereich bringt, so
daß der Koronastrom eine gute Weile nach Herstellung des Kontaktes aufgebracht wird. Diese besondere
Anordnung verlangt jedoch eine relativ lange Kontakt- ι ο zone, die größer ist als die Breite des Koronastroms,
oder eine extrem genaue Lageeinstellung des Generators. In manchen Fällen, besonders im Fall von
Kompaktkopiermaschinen, die als Aufzeichnungsmaterial eine Trommel mit verhältnismäßig kleinem Radius
haben, ist die Übertragungs- oder Kontaktzone ziemlich klein; sie ist in der Tat kleiner als der Koronastrom, wie
er von den meisten herkömmlichen Koronaeinrichtungen bekannter Art erzeugt wird. Wie man sieht, reicht in
dieser Situation der Koronastrom über die Grenzen des Kontaktbereiches hinaus und kann zu einer vorzeitigen
Aufladung des Bildempfangsmaterials führen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zur elektrostatischen Bildübertragung der
oben angegebenen Art derart zu verbessern, daß ein einwandfreies elektrostatisches Übertragen von Tonerbildern
von einem Aufzeichnungsmaterial auf ein Bildempfangsmaterial bei Kompaktkopiermaschinen
mit einem verhältnismäßig begrenzten Bildübertragungsbereich ermöglich* wird, was auch dann der Fall
sein soll, wenn der Kontaktbereich zwischen dem Bildempfangsmaterial und dem bildtragenden elektrofotografischen
Aufzeichnungsmaterial enger ist als der zur Übertragung benutzte Koronastrom.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen der Führungsbahn des Bildempfangsmaterials
und der Koronaeinrichtung im Einlaufbereich des Bildempfangsmaterials eine Abschirmplatte so angeordnet
ist, daß eine Beaufschlagung des Bildempfangsmaterials mit dem Koronaionenstrom vor der
Herstellung des Kontaktes mit dem Aufzeichnungsmaterial verhindert wird.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung besteht die Abschirmplatte aus einem leitenden Material, so daß die
auf sie auftreffenden Ladungen ohne weiteres abgeführt werden können.
Bei einer anderen erfindungsgemäßen Ausgestaltung liegt die Abschirmplatte auf Erdpotential, so daß die auf
sie auftreffenden Ladungen auf diese Potential abgeleitet werden.
Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die geerdete und leitende Abschirmplatte mit
einem dielektrischen Material in einer solchen Stärke überzogen, daß der Stromfluß zwischen der Koronaeinrichtung
und der Abschirmplatte herabgesetzt wird.
Bei einer anderen Fortbildung der Erfindung besteht die Abschirmplatte aus einer leitenden Unterlage, die
mit einem dielektrischen Material überzogen ist und auf einem Potential zwischen dem Erdpotential und dem
Arbeitspotential der Koronaeinrichtung liegt, woraus ho
sich der Vorteil ergibt, daß der Stromfluß zwischen der Abschirmplatte und der Koronaeinrichtung möglichst
klein gemacht werden kann. Für den dielektrischen Überzug hat sich eine Dicke zwischen 0,076 und
0,13 mm als besonders günstig erwiesen. <
>?
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Koronastrom eine Breite haben, die größer ist als
Her Kontaktbereich zwischen dem Bildempfangsmaterial
und dem elektrofotografischen Aufzeichnungsmaterial. Der Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, daß die
öffnung der Abschirmung der Koronaeinrichtung nicht besonders eng gemacht werden muß, so daß keine
drastische Erhöhung des Energiebedarfs für die Koronaeinrichtung eintritt.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Abschirmplatte als länglicher und
verschwenkbarer Körper mit einem vorstehenden Arm ausgebildet, der sich zwischen die Koronaeinrichtung
und das Aufzeichnungsmaterial erstreckt, wobei die Abschirmplatte an einer Einstelleinrichtung anliegt.
Dadurch, daß die Abschirmplatte verschwenkbar angeordnet ist, kann sie mit Hilfe der Einstelleinrichtung,
an der sie anliegt, ohne Schwierigkeiten justiert werden.
Bei einer weiteren Fortbildung der Erfindung ist die Abschirmplatte mit einem nach oben vorspringenden
Führungsabschnitt ausgebildet, über den das Bildempfangsmaterial geführt ist, wodurch das Bildempfangsmaterial
in einem Bereich, der durch die Abschirmplatte von der Koronaeinrichtung abgeschirmt ist, mit dem
Aufzeichnungsmaterial in Berührung gebracht wird. Vorteilhaft ist hier, daß die Abschirmplatte gleichzeitig
der Führung des Bildempfangsmaterials dient, so daß auf eine gesonderte Führungseinrichtung in der Nähe
des elektrofotografischen Aufzeichnungsmaterials verzichtet werden kann.
Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnungen. Darin zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße Bildübertragungseinrichtung, eingebaut in eine automatische elektrostatische
Kopiermaschine, die ein wiederverwendbares Aufzeichnungsmaterial in der Form einer Trommel mit
verhältnismäßig kleinem Durchmesser hat,
F i g. 2 eine vergrößerte Teilansicht einer Abschirmplatte, die dazu dient, eine vorzeitige Aufladung des
Bildempfangsmaterials zu verhindern.
Wie Fig. 1 zeigt, ist als Aufzeichnungsmaterial eine
Trommel 11 mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser vorgesehen, wie sie für einen elektrostatischen Kopierautomaten
geeignet ist. Die Trommel dreht sich in der angedeuteten Richtung um eine horizontale Achse 12,
wobei sie eine Reihe Bearbeitungsstationen durchläuft. Sie besteht aus einem geerdeten Substrat 13, auf dem
eine fotoleitfähige Schicht 14, beispielsweise Selen od.dgl., angebracht ist. Die fotoleitfähige Oberfläche
wird in herkömmlicher Weise zunächst auf ein vorgegebenens positives Potential aufgeladen und dann
mit einem Bild der Kopievorlage belichtet, wodurch das Bild auf dem Aufzeichnungsmaterial in Form eines
latenten elektrostatischen Ladungsbildes aufgezeichnet wird. Das latente Bild wird dann durch eine Entwicklungsstation
15 geführt, in der das latente Bild durch Ablagerung entgegengesetzt, d.h. negativ, geladener
Tonerpartikel auf den geladeden Bildbereichen sichtbar gemacht wird. Die das Tonerbild tragende Trommeloberfläche
wird dann durch eine Bildübertragungsstation 10 geführt, in der das Bild auf ein Blatt des
Bildempfangsmaterials übertragen wird, wie dies noch im einzelnen beschrieben wird.
Im Betrieb der Maschine werden Blätter des Bildempfangsmaterials 17 synchron mit den auf der
elektrofografischen Trommeloberfläche transportierten entwickelten Bildern durch die Übertragungsstation
befördert. Um diese Blätter heranzubringen, ist ein Blattfördermechanismus 19 vorgesehen, der aus zwei
zusammenwirkenden Transportrollen 20, 21 besteht. In
der Praxis wird ein Blatt normalerweise von einem Vorratsstapel (nicht gezeigt) abgesondert und zu der
sich bewegenden Trommeloberfläche genau ausgerichtet, bevor es in den Spalt der Transportrollen eingeführt
wird. In dem Spalt wird es von den Transportrollen erfaßt und mit der Geschwindigkeit der Trommel zur
Übertragungsstation vorgeschoben. Eine Leitplatte 24 ist an der Auslaßseite der Transportrollen angeordnet
und dient dazu, das Blatt in die Bildübertragungsstation zu lenken.
In der Übertragungsstation sind zwei Koronaeinrichtungen 30, 31 angeordnet, die nebeneinander montiert
sind, wie dies in F i g. 1 dargestellt ist. Die in Drehrichtung der Trommel erste Koronaeinrichtung 30
ist ein Übertragungsgenerator, der hier dazu benutzt wird, die Tonerpartikel von der Trommeloberfläche auf
das Bildempfangsmaterialblatt elektrisch zu übertragen. Die zweite Koronaeinrichtung 31 ist ein Blattablösegenerator,
der dazu dient, elektrische Kräfte, die während der Übertragung erzeugt wurden und das
Bestreben haben, das Bildempfangsmaterial auf der Trommeloberfläche festzuhalten, zu reduzieren oder
neutralisieren und dadurch die Ablösung der Blätter vom Aufzeichnungsmaterial zu bewirken.
Die Koronaeinrichtung 30 weist eine U-förmige leitende Abschirmung 32 auf, die sich in Längsrichtung
über die gesamte fotoleitfähige Trommeloberfläche erstreckt. Das offene Ende der U-förmigon geerdeten
Abschirmung 32 ist der Trommeloberfläche nahe dem Bereich zugekehrt, in dem Bildempfangsmaterial mit
dem Aufzeichnungsmaterial in Kontakt gebracht wird. In der Abschirmung ist ein Koronageneratordraht 33
angeordnet, der mit einer Gleichstromquelle 34 elektrisch verbunden ist. Im Betrieb wird an den Draht
ein elektrisches Potential angelegt, das bewirkt, daß der Draht einen positiven Koronaionenstrom durch die
öffnung der Abschirmung auf die Rückseite des Bildempfangsmaterial schickt.
Die geerdete Abschirmung 32 wirkt als eine elektrische Steuerung in der Koronaeinrichtung und
dient außerdem dazu, einen gleichmäßigen Koronaionenstrom auf das Bildempfangsmaterial zu fokussieren.
Der Abstand zwischen dem Draht und der Abschirmung und die öffnung der Abschirmung sind u.a. mit der für
die Erregung des Drahtes zur Verfügung stehenden Energie abgestimmt. Wie in der US-PS 28 36 725
beschrieben, braucht man für eine Koronaeinrichtung, die einen Draht von etwa 0,089 mm im Durchmesser
und einen Eingang von etwa 8000 Volt Gleichspannung hat, eine öffnung der Abschirmung von etwa 13 mm,
wenn die Vorrichtung unter optimalen Bedingungen arbeiten soll. Wenn Jedoch die öffnung der Abschirmung enger gemacht ist, erhöht sich der Energiebedarf
für die Koronaeinrichtung drastisch. Tatsächlich ist bald ein Punkt erreicht, wo die Energieanforderungen
unzulässig werden, weil sie die in den meisten Kopiermaschinen verfügbare Energie überschreiten. In
einer Maschine der hierin beschriebenen Art, bei der der Durchmesser der elektrofotografischen Trommel klein
ist und demzufolge die Kontaktzone zwischen der Trommel und dem flachgeführten Bildempfangsmaterial begrenzt ist, ist es leicht möglich, daß die
Ausdehnung des Koronaionenstroms, der für die Bildübertragung erzeugt werden kann, Im Vergleich
zum Kontaktbereich verhältnismäßig groß ist. Demzufolge besteht stets die Gefahr, daß der Koronaionen·
strom außerhalb der Grenzen des Kontaktbereiches auf das Bildempfangsmaterial trifft und so eine unerwünschte
vorzeitige Aufladung des Kopierblattes hervorruft.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist mit einer Abschirmplatte 40 versehen, die in der Lage ist, das
s Bildempfangsmaterial vom Koronaionenstrom sowohl mechanisch als auch elektrisch abzuschirmen, bis zu dem
Zeitpunkt, wo es mit dem elektrofotografischen Aufzeichnungsmaterial in satten Kontakt gebracht ist.
In der vorliegenden Ausführungsform bildet die
,ο Abschirmplatte eine Leitfläche, um das Bildempfangsmaterialblatt
in Kontakt mit dem Aufzeichnungsmaterial zu lenken, bevor es dem von der Koronaeinrichtung
30 erzeugten Koronaionenstrom ausgesetzt wird. Die Abschirmplatte 40 ist nächst der Trommeloberfläche in
enger Nachbarschaft zu dieser angeordnet, so daß das Blatt, das von den Transportrollen in die Bildübertragungsstation
vorgeschoben wird, in tangentiale Berührung mit der bewegten Aufzeichnungsmaterialfläche
geleitet wird, bevor es zum Koronaionenstrom gelangt.
Wie in F i g. 1 veranschaulicht, besteht die Abschirmplatte
aus einem länglichen Körper 41, der am einen Ende um einen Zapfen 42 schwenkbar ist, und aus einem
vorstehenden Arm 43, der in horizontaler Richtung zwischen die Abschirmung der Koronaeinrichtung und
die Aufzeichnungsmaterialfläche hineinragt. Die Lage der Abschirmplatte wird mittels eines Einstellstiftes 45
justiert, gegen den sich ein Vorsprung 46 an der Abschirmplatte anlegt Wenn die Abschirmplatte gegen
den Einstellstift angelegt ist, liegt der vorstehende Arm
yo 43 körperlich in dem von der Koronaeinrichtung 30
ausgesandten Koronaionenstrom und schirmt einen Teil des Bildempfangsmaterials gegen den Koronastrom ab.
Wie aus F i g. 2 deutlich wird, ist die Abschirmplatte
an ihrer Oberseite mit einer nach oben vorspringenden
,5 Fläche 48 versehen, die derart angeordnet ist, daß sie
mit der Unterseite eines in die Übertragungsstation vorgeschobenen Blattes in Berührung kommt. Die
vorspringende Nase lenkt das über sie hinweglaufende Blatt nach oben in den Kontakt mit dem elektrofotografischen
Aufzeichnungsmaterial, und zwar in einem Bereich, der durch den Arm 43 gegen den Koronaionenstrom
abgeschirmt ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß das Blatt ordnungsgemäß gegen die Trommel
angelegt ist, bevor es dem Koronaionenstrom zur
Übertragung ausgesetzt wird.
Die Abschirmplattc ist aus einer leitenden Mctnllunterlage
49, die mit einer dünnen Schicht eines dielektrischen Materials 50 bedeckt ist. Der dielektrische
Überzug ist ausreichend dünn, daß die vom
Übertragungsgenerator aufgebrachte elektrostatische Ladung im Inneren von der Unterlage wahrgenommen
wird. Die Unterlage ist geerdet und daher in der Lage, als Steuereinrichtung bezüglich der Koronaeinrichtung
zu wirken, um die Ladungsmenge, die von dem
}j dielektrischen Überzug aufgenommen wird, zu begrenzen. Zu Beginn der Koronaerzeugung wird eine
vorgegebene Menge von Koronaentladung auf der Abschirmplatte empfangen. Je nach der Dicke des
dielektrischen Überzuges wird eine weitere, auf die
(κι Abschirmplatte gerichtete Koronaentladung durch das
elektrische Feld der vorher abgelagerten Koronaentladung von der Abschirmplatte zurückgestoßen.
Die erflndungsgemttße Vorrichtung wurde in einem
automatischen elektrofotografischen System verwende det, das eine elektrofotografische Trommel mit einem
Durchmesser von etwa 84 mm hatte, Die Kontakuone zwischen dem Bildempfangsmaterialblatt und dem
elektrofotgrnflschen Aufzeichnungsmaterial variierte
von etwa 3,2 mm bis etwa 4,8 mm, je nach dem Gewicht des verwendeten Bildempfangsmaterialblattes. Nächst
der Kontaktzone war eine Koronaeinrichtung ähnlich der in der oben erwähnten US-PS beschriebenen
angeordnet, um eine herkömmliche elektrostatische Übertragung im Durchlaufverfahren von dem Aufzeichnungsmaterial
auf das Bildempfangsmaterial zu bewerkstelligen. Das Aufzeichnungsmaterial wurde zunächst
mit einem positiven Potential von annähernd 800 Volt aufgeladen und das anfängliche Potential wurde in den
Untergrundbereichen während der Belichtung auf einen Wert von etwa 300 Volt reduziert. Das Bild wurde mit
negativ geladenem Toner entwickelt, und die Übertragung geschah mit Hilfe einer Eindraht-Koronaeinrichtung,
die aus einem 0,076 mm-Wolframdraht bestand, welcher etwa 6,4 mm über dem Aufzeichnungsmaterial
angeordnet und so eingestellt war, daß ein Gleichstrom für das nackte Aufzeichnungsmaterial von annähernd
+ 40 μΑ abezogen wurde. Die Koronaeinrichtung hatte eine geerdete Abschirmung, die gegenüber der Kontaktzone
eine öffnung von 13 mm hatte. Eine Abschirmplatte gleich der oben beschriebenen war etwa
2,03 mm von der Trommeloberfläche und unter der \bschirmung angebracht, so daß sie in den Koronastrom
hineinreichte. Die Abschirmplatte war aus einer leitenden Metallunterlage mit einem Überzug von 0,076
bis 0,013 mm aus einem dielektrischen Material gefertigt, das auf die Metallunterlage aufgesprüht war.
Die Abschirmplatte wirkte sowohl als mechanische wie auch als elektrische Barriere für den Koronastrom, um
eine vorzeitige Aufladung des Bildempfangsmaterials zu verhindern und damit eine Verzerrung des Bildes zu
beseitigen.
ίο In dem vorliegenden Beispiel ist die Unterlage der
Abschirmplatte geerdet. Im Rahmen der Erfindung kann jedoch diese Unterlage auch auf irgendein anderes
Potential gelegt sein. Wenn man die Unterlage auf ein Potential zwischen dem Erdpotential und dem Potential
des Drahtes der Koronaeinrichtung legt, kann der anfängliche Stromstoß, der von der Koronaeinrichtung
zur Abschirmplalle fließt, weitgehend herabgesetzt werden und die Anforderungen an die dielektrische
Festigkeit des Überzugs für die Abschirmplatte können beträchtlich gelockert werden. Selbstverständlich darf
jedoch dieses Potential nicht so hoch sein, daß es von sich aus eine vorzeitige Übertragung des Toners vor
dem Aufzeichnungsmaterial einleitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Einrichtung zur elektrostatischen Übertragung eines auf einem elektrofotografischen Aufzeichnungsmaterial
befindlichen Tonerbildes auf ein Bildempfangsmaterial im Durchlaufverfahren, mit
einer Übertragungsstation, innerhalb der das Bildempfangsmaterial mit dem Aufzeichnungsmaterial
in Kontakt gebracht wird und in der eine die Rückseite des das Aufzeichnungsmaterial kontaktierenden
Bildempfangsmaterials beaufschlagende Koronaentladungseinrichtung angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Führungsbahn des Bildempfangsmaterials und der
Koronaeinrichtung (30) im Einlaufbereich des Bildempfangsmaterials eine Abschirmplatte (40) so
angeordnet ist, daß eine Beaufschlagung des Bildempfangsmaterials (117) mit dem Koronaionenstrom
vor der Herstellung des Kontaktes mit dem Aufzeichnungsmaterial (11) verhindert wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmplatte (40) derart
ausgebildet und angeordnet ist, daß sie das Bildempfangsmaterial (17) mit dem Aufzeichnungsmaterial
(11) in Kontakt lenkt.
3. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmplatte
(40) aus einem leitenden Material besteht
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, daß die Abschirmplatte (40) auf Erdpotential
liegt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die geerdete und leitende Abschirmplatte
(40) mit einem dielektrischen Material (50) in einer solchen Stärke überzogen ist, daß der
Stromfluß zwischen der Koronaeinrichtung (30) und der Abschirmplatte (40) herabgesetzt wird.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmplatte (40) eine
mit einem dielektrischen Material (50) überzogene, leitende Unterlage (49) aufweist, die auf einem
Potential zwischen dem Erdpotential und dem Arbeitspotential der Koronaeinrichtung (30) liegt.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der dielektrische Überzug eine
Dicke zwischen 0,076 und 0,13 mm hat.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
des Koronastromes größer ist als der Kontaktbereich zwischen dem Bildempfangsmaterial (17) und
dem Aufzeichnungsmaterial (11).
9. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abschirmplatte (40) als länglicher und verschwenkbarer Körper (41) mit einem vorstehenden Arm (43)
ausgebildet ist, der sich zwischen die Koronaeinrichtung (30) und das Aufzeichnungsmaterial (11)
erstreckt, und daß die Abschirmplatte (40) an einer Einstelleinrichtung (45) anliegt.
10. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 - 6 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschirmplatte (40) mit einem nach oben vorspringenden Führungsabschnitt (48) ausgebildet
ist, über den das Bildempfangsmaterial (17) geführt ist, und wodurch das Bildempfangsmaterial (17) in
einem Bereich, der durch die Abschirmplatte (40) von der Koronaeinrichtung (30) abgeschirmt ist, mit
dem Aufzeichnungsmaterial (11) in Berührung bringbar ist.
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