DE2350737A1 - Monolithisch integrierte schaltung mit speicherverhalten - Google Patents
Monolithisch integrierte schaltung mit speicherverhaltenInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
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Description
Deutsche ITT Industries GmfcH G. Achtstaetter - 1
78 Freiburg, Hans-Bunte-Str. 19 Mo/ra
8. Oktober 1973
DEUTSCHE ITT INDUSTRIES GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG
FREIBURG I. BR.
Monolithisch integrierte Schaltung mit Speicherverhalten
Die Erfindung beschäftigt sich mit der Schaffung einer monolithisch
integrierten Schaltung mit verzögert einsetzendem Speicherverhalten aufgrun-i eines ersten Eingangssignals und mit
wesentlich langer verzögertem Aufhören des Speicherverhaltens
aufgrund eines zweiten Eingangssignals, wobei die beiden Schaltverzögerungen
mittels der stromkonstanten Aufladung und der freien Entladung eines einseitig am Schaltungsnullpunkt liegenden
Parallel-RC-Gliedes erreicht sind.
Eine solche Schaltung kann beispielsweise als Zeitschalter mit
einer Rückschaltverzögerung in der Größenordnung von einigen Minuten oder auch als Speicherschaltung mit einer Speicherungsdauer
in der gleichen Größenordnung dienen. Die Aufgabe der Schaffung einer solchen Schaltung stellt sich beispielsweise
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auch dann, wenn bei einem sicherheitsgurt- und sitzgesteuerten Startblockierungssystem von Kraftfahrzeugen einerseits zusätzlich
ermöglicht werden soll, daß der Anlasser unabhängig von der sicherheitsgurt-sitzgesteuerten Blockierung innerhalb einer Zeit
von wenigen Minuten wieder betätigt werden kann, wenn der Motor vorher mindestens kurzzeitig gelaufen ist, anschließend die Zündung
ausgeschaltet wird und der Fahrersitz nicht mehr" belegt ist, und andererseits der Anlasser wieder mit der Startblockierung
verknüpft werden soll, wenn die erwähnten wenigen Minuten verflossen sind. Damit wird ermöglicht, daß der Fahrer beispielsweise
vor der Garage die Zündung abschaltet, das Garagentor öffnet, wieder einsteigt und, ohne sich anzuschnallen, in die Garage
fährt.
Die Aufgabe, eine monolithisch integrierte Schaltung mit den genannten
Eigenschaften zu schaffen, wird von der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung gelöst.
Die Erfindung wird nun anhand zweier Ausführungsbeispiele und den in der Zeichnung dargestellten Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel eine erste Variante der erfindungsgemäßen Schaltung,
Fig. 2 zeigt Impulsdiagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise
des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1,
Fig. 3 zeigt als Ausführungsbeispiel eine zweite Variante der erfindungsgemäßen Schaltung und
Fig. 4 zeigt Impulsdiagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise
des Ausführungsbeispiels nach Fig. 3.
Die in Fig. 1 gezeigte erste Variante der Erfindung besteht im wesentlichen aus dem Parallel-RC-Glied R, C, dem die Transistoren
T2, T3 enthaltenden Differenzverstärker und aus der die Auf-
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C-
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ladung des Kondensators C ermöglichenden Stromspiegelschaltung
mit dem Doppelkollektortransistor T9 und den Widerständen R3, R4. Als Stromspiegelschaltung dient dabei die aus "Funktechnik",
1973, Seiten 313 und 314 bekannte Schaltung zweier Transistoren,
mit der es möglich ist, einen einem ersten Strom gleichen oder proportionalen zweiten Strom zu erzeugen. Die Stromspiegelschaltung
besteht dabei aus zwei Transistoren, deren Basis-Emitter-Strecken einander parallelgeschaltet sind, während der Kollektor
des einen Transistors mit den beiden Basen direkt verbunden ist. Dies ist in Fig. 1 durch den Doppelkollektortransistor T9
realisiert. Zum Einstellen der beiden Ströme dient meist ein Widerstand, der in der Kollektorzuleitung desjenigen Transistors
angeordnet ist, dessen Kollektor mit den Basen verbunden ist. Dies ist in Fig. 1 der Widerstand R4. In Fig. 1 ist ferner noch
äer Widerstand R3 vorgesehen, der die Basis des Transistors T9 mit dessen Emitter verbindet.
Der freie,»nicht mit der Basis verbundene Kollektor des Transistors
T9 speist über die Flußdiode Dl das Parallel-RC-Glied mit
Strom, d. h. er ist über die Flußdiode Dl mit dem nicht am Schaltungsnullpunkt
liegenden gemeinsamen Verbindungspunkt von Kondensator C und Widerstand R verbunden.
Das nicht mit ier Basis des Transistors T9 verbundene Ende des
Widerstandes R4 steht mit dem Anschluß für das zweite Eingangssignal
E2 über den Transistor T4 in Verbindung, und zwar liegt das erwähnte Ende des Widerstandes R4 am Kollektor dieses Transistors,
während dessen Basis als Eingang dient·und dessen Emitter
über die Flußdiode D2 am Schaltungsnullpunkt angeschlossen ist. Beim Transistor T4 handelt es sich um einen npn-Transistor,
also^ist er komplementär zum Transistor T9? der ein pnp-Transistor
ist.
Der Eingang El für das erste Eingangssignal liegt ebenfalls an
der Basis eines Transistors und zwar an der Basis des Transistors T10r dessen Emitter am Schaltungsnullpunkt und dessen
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Kollektor über die in dieser Reihenfolge hintereinandergeschalteten
Widerstände R2, Rl am spannungsführenden, Pol + der Betriebsspannungsquelle
U0 angeschlossen ist« Der gemeinsame Verbindungspunkt
der beiden Widerstände Rl, R2 liegt an der Basis des Transistors Tl, der von der gleichen Leitungsart wie der
Transistor T9, also ein pnp-Transistor, ist und dessen Emitter
am spannungsführenden Pol + der Betriebsspannungsquelle UD liegt.
Am Kollektor des Transistors Tl ist die Stromspiegelschaltung mit dem Emitter des Doppelkollektortransistors T9 und dem Widerstand
R3 angeschlossen, so daß in erfindungsgemäßer Weise die Stromspiegelschaltung vom Eingangssignal El mit der geschalteten
Versorgungsspannung Ul beaufschlagt wird. Somit kann in der Stromspiegelschaltung einerseits nur Strom fließen, wenn das
Eingangssignal El den Transistor TlO leitend steuert, und andererseits
nur fließen, wenn das Eingangssignal E2 den Transistor T4 leitend steuert.
Der Differenzverstärker mit den Transistoren T2, T3, die ebenfalls
pnp-Transistoren sind, enthält in seinem gemeinsamen Emitterkreis die aus den weiteren pnp-Transistoren TIl, T12 und den·
Widerständen R5 und R6 bestehende Stromspiegelschaltung als dynamisch hochohmigen Emitterwiderstand, wie dies bei Differenzverstärkern
bekannt ist. Diese Stromspiegelschaltung liegt mit den Emittern der beiden Transistoren TIl, T12 am spannungsführenden
Pol + der Betriebsspannungsquelle O_.
Der Widerstand R5, der mit seinem einen Ende an Kollektor und
Basis des Transistors T12 angeschlossen ist, liegt mit seinem anderen Ende an der Basis des Differenzverstärkertransistors T3
und am Widerstand R6, dessen anderes Ende mit dem Schaltungsnullpunkt verbunden ist. Somit liegt die Basis des Transistors T3
auf dem festen Potential O_, .das durch Wahl der Widerstandswerte
der Widerstände R5, R6 eingestellt werden kann. Als Kollektorwiderstände
des Differenzverstärkers dient schließlich eine
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■■'·.- 5 - '
- 5 - '
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dritte Stromspiegelschaltung mit den Transistoren T7, T8, wobei es sich jedoch um npn-Transistören handelt.
Am Kollektor des Transistors T3, also am Kollektor desjenigen Transistors, dessen Basis am gemeinsamen Verbindungspunkt der
Widerstände R5, R"6 liegt, ist die Basis des Transistors T5 angeschlossen,
der ebenfalls wie der Transistor T4 zu den Differenzverstärkertransistoren T2, T3 komplementär ist. Der Kollektor
des Transistors T5 liegt am Kollektor des Transistors T4, während,
sein Emitter als Ausgang Al dient. Es ist jedoch auch ohne
weiteres möglich, vom Emitter des Transistors T5, wie in Fig. 1
gezeigt, die Basis des weiteren npn-Transistors T6 anzusteuern, dessen Emitter am Schaltungsnullpunkt liegt und dessen Kollektor
als Ausgang A2 dient. An diesen Ausgang kann beispielsweise die
Steuerwicklung eines Relais angeschlossen werden, deren anderes Ende am spannungsführenden Pol + der Betriebsspannungsquelle UD
liegt.
Die Wirkungsweise des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels wird nun anhand der in Fig. 2 gezeigten Impulsdiagramme näher erläuert.
Es sei angenommen, daß das erste Eingangssignal El, das · an der Basis des Transistors TlO liegt, vorhanden ist und diesen
Transistor leitend steuert, wodurch auch der Transistor Tl leitend
ist und somit die Betriebsspannung U' der Stromspiegel^ schaltung vorhanden ist. Dies ist in Fig. 2a gezeigt. Im Anwendungsfall
der erfindungsgemäßen Schaltung zusammen mit einer sicherheitsgurt-sitzgesteuerten Startblockierung eines Kraftfahrzeuges
kann als Eingangssignal El das Signal für den besetzten Fahrersitz oder die eingeschaltete Zündung dienen, wobei
auch beide dieser Signale im Sinne einer ODER-Verknüpfung angelegt
werden können, wozu der Kollektor.-Emitter-Strecke des Transistors TlO dann ein weiterer Transistor parallelzuschalten ist,
an dessen Basis dann das andere dieser Eingangssignale liegt.
Zum Zeitpunkt t erscheint am zweiten. Eingang E2 das in Fig. 2b
gezeigte Eingangssignal, wodurch der Transistor T4 leitend ge-
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steuert wird und somit die in Reihe geschalteten Widerstände
R4, R3 über die Diode D2 mit'dem Schaltungsnullpunkt verbunden
werden, so daß in der Stromspiegelschaltung Strom fließen kann. Dadurch beginnt die Aufladung des Kondensators C, was in Fig. 2c
zu sehen ist. Als zweites Eingangssignal dient bei der erwähnten Anwendung alsr Startblockierung in einem Kraftfahrzeug ein
Signal, das eine Information über den laufenden Motor'abgibt,
also kann beispielsweise ein elektrisches Signal vom öldruckschalter
abgeleitet werden.
Wird nun das zweite Eingangssignal, wie in Fig. 2b gezeigt, wieder
abgeschaltet, bevor die Kondensatorspannung Uc den mittels
des Spannungsteilers R5, R6 eingestellten Schwellspannungswert U erreicht hat, so entlädt sich der Kondensator C über den Widerstand
R entsprechend der bekannten Exponentialfunktion.
Es sei nun angenommen, daß zum Zeitpunkt t1 das zweite Eingangssignal
wieder angelegt wird, und zwar solange, bis die Kondensatorspannung
U_ die Schwellspannung U erreicht. In diesem Mo-
"K^ "S
ment gelangt der Differenzverstärker in seinen Arbeitsbereich, so daß der bisher gesperrte Transistor T5 und somit auch der
ihm nachgeschaltete Transistor T6 leitend wird. Das Eingangssignal E2 kann nun zu einem beliebigen Zeitpunkt abgeschaltet
werden, ohne daß die Kondensatorentladung wieder einsetzt. Vielmehr wird die Aufladung des Kondensators C bis zur maximal möglichen
Kondensatorspannung ü. ,„ fortgesetzt.
In Fig. 2 ist der Zeitpunkt des Überschreitens der Schwellspannung
ü_ mit ti bezeichnet, während der ab dem Zeitpunkt t' be-
SX. J.
liebig variable Zeitpunkt des Abschaltens des zweiten Eingangs-Signals
mit t" bezeichnet ist. Die freie Wahl des Abschaltens des Eingangssignals E2 ist in Fig. 2b durch den doppelten Pfeil
angedeutet.
Die bereits erwähnte Tatsache, daß der Transistor T5 bei über-
.lspannung Ug sti
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schreiten der Schwellspannung U_ stromführend wird, kommt in
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Fig. 2d dadurch zum Ausdruck, daß der dort gezeigte Emitterstrom
ΙΔ1 schlagartig ansteigt.
Der geschilderte Zustand bleibt solange erhalten, bis das erste Eingangssignal El abgeschaltet wird. Hierbei sind wiederum zwei
Fälle möglich. Im ersten Fall sei angenommen, daß zum Zeitpunkt t2 das erste Eingangssignal abgeschaltet wird, wodurch
die freie Entladung des Kondensators C über den Widerstand R einsetzt. Es sei jedoch angenommen, daß zu einem Zeitpunkt tdas
erste Eingangssignal wieder eingeschaltet wird, zu dem die Kondensatorspannung U_, die Schwell spannung U noch nicht wieder
^* s
erreicht hat. In diesem Fall beginnt die Aufladung des Kondensators von neuem, da der Differenzverstärker wieder den Transistor
T5 leitend steuert«, Im aktiven Bereich eines Differenzverstärkers
bewegen sich die Ausgangsspannungen zwischen ihren Endwerten, d. h. dies ist die Zone, in der der Stromwechsel von
einer Seite des Differenzverstärkers zur anderen erfolgt. Bezogen auf die Eingänge ist der aktive Bereich bei der Erfindung
nur ca. 50 mV breit.
Für den zweiten möglichen Fall sei angenommen, daß das erste Eingangssignal zum Zeitpunkt t' abgeschaltet wird? wodurch wiederum
die freie Entladung des Kondensators C beginnt» Die Entladung bis zum nochmaligen Einschalten zum Zeitpunkt t' soll
nun solange dauern, daß die Schwel!spannung ü von der Kondensatorspannung
IL, unterschritten wird. Dadurch wird zum Zeitpunkt t. des Überschreitens der Schwellspannung der Strom des
DifferenzVerstärkers auf die andere Seite umgeschaltet, wodurch
der Transistor T5 gesperrt wird? so daß in Fig. 2d der Emitterstrom
des Transistors T5 wieder auf null zurückgeht«,
Das Eingangssignal El hat nach Unterschreiten der Schaltschwelle
keinen Einfluß mehr, so daß die Zeiten ti für das nochmalige Einschalten und t" für das diesem folgende Ausschalten ab dem
Zeitpunkt t. wiederum variabel sind, was durch die Doppelpfeile wieder angedeutet ist.
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Die Schaltung nach Fig. 1 weist somit eine Einschaltverzögerung t' - tf auf, die .vergeht, bis das Speicherverhalten einsetzt,
und eine Abschaltverzögerung t. - ti auf, die vergeht, bis das
Speicherverhalten aufhört. Es sei hervorgehoben, daß der zeitliche Ablauf der Ein- und Ausschaltvorgänge in Fig. 2 nicht
maßstabsgetreu dargestellt ist, insbesondere erfolgt das Aufladen sehr schnell, so daß die Einschaltverzögerung t' - t1
wesentlich kürzer ist als die Abschaltverzögerung t, - ti· Bei
einer ausgeführten Schaltung für die erwähnte Startblockierung eines Kraftfahrzeuges betrug die Einschaltverzögerung einige Sekunden
und die Abschaltverzögerung einige Minuten.
In Fig. 3 ist die zweite erfindungsgemäße Variante mit Speicherverhalten
gezeigt. Diese Schaltung unterscheidet sich von der Variante nach Fig. 1 dadurch, daß nun auch die im Emitterkreis
<les Differenzverstärkers liegende Stromspiegelschaltung mit den
Transistoren TIl, T12 an eine vom ersten Eingangssignal geschaltete
Betriebsspannung, nämlich die Betriebsspannung U", geschaltet ist land daß der Emitter des dem zweiten Eingang E2 zugeordneten
Transistors T4 nicht mehr über die zweite Flußdiode D2 am Schaltungsnullpunkt angeschlossen ist, sondern mit dem Emitter
des Transistors T5 direkt verbunden ist.
Dadurch ändert sich zwar hinsichtlich des Speicherverhaltens der Schaltung gegenüber der Anordnung nach Fig. 1 nichts, jedoch
hat das Ausgangssignal einen anderen zeitlichen Verlauf. Das Ausgangssignal, also der in Fig. 4d gezeigte Strom I,- folgt
nämlich vom Zeitpunkt des Anlegens des zweiten Eingangssignals tQ bzw. t^ bis zum überschreiten der Schwellspannung U
dem Eingangssignal E2 und oberhalb der Schwellspannung dem Eingangssignal El, während bei der Variante nach Fig. 1 das Ausgangssignal
nur oberhalb der Schwellspannung vorhanden ist.
Im einzelnen entnimmt man der Fig. 4, daß bei anliegendem Eingangssignal
El und danach zum Zeitpunkt t erfolgendem Anlegen des Eingangssignals E2 wiederum die stromkonstante Auf-
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ladung des Kondensators C beginnt, gleichzeitig jedoch auch der
Ausgangsstrom I - ■vorhanden ist, der zu diesem Zeitpunkt aus
AX
dem Emitterstrom des Transistors T4 besteht. Eine zum Zeitpunkt t.
vor Erreichen der Schaltschwelle erfolgende Abschaltung des zweiten Eingangssignals bewirkt hinsichtlich des Spexcherverhaltens
dasselbe wie bei -Fig. 1, jedoch bezüglich des Ausgangssignals, daß der Ausgangsstrom wieder zu null wird.
Eine neuerliche Einschaltung des zweiten Eingangssignals zum Zeitpunkt t1 ergibt wieder das Erscheinen des Ausgangsstromes I
O Άχ
Erfolgt nun die Aufladung des Kondensators solange, bis die Kondensatorspannung
U-, die Schwellspannung ü zum Zeitpunkt t' über-
^- s χ
schreitet, so kann das zweite Eingangssignal zu einem beliebigen
Zeitpunkt t" später abgeschaltet werden, ohne daß das Ausgangssignal verschwindet. Bei'Abschalten des zweiten Eingangssignals
nach dem Zeitpunkt t! übernimmt nämlich der Emitterstrom
des Transistors T5 die Funktion des Ausgangssignals I2. und über
A. X :
dessen Kollektor wird, auch die Stromspiegelschaltung mit dem
Transistor T9 eingeschaltet gehalten.
Wird nun zum Zeitpunkt t2 das erste Eingangssignal und somit auch
die Betriebsspannung U" für Stromspiegelschaltung und Differenz-
verstärker abgeschaltet, so beginnt die freie Entladung des Kondensators
C über den Widerstand R. Erfolgt vor Erreichen der Schwellspannung U zum Zeitpunkt t, ein nochmaliges Einschalten
des ersten Eingangssignals, so erscheint wiederum das Ausgangssignal
und die stromkonstante Aufladung des Kondensators C beginnt
wieder.
Wird nun zum Zeitpunkt ti das erste Eingangssignal wieder abgeschaltet
und dauert diese Abschaltung über den Zeitpunkt t, des Erreichens der Schwel!spannung U_ hinaus, so wird das Ausgangssignal
zum Zeitpunkt ti wiederum abgeschaltet, ein neuerliches Einschalten zum Zeitpunkt t^ kann jedoch kein Ausgangs-
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signal mehr hervorrufen, da sowohl der Differenzverstärker als auch der Transistor T4 (kein Eingangssignalί) gesperrt sind.
Die zweite Variante der erfindungsgemäßen Schaltung zeigt gegenüber der Variante nach Fig. 1 ein etwas einfacheres Verhalten,
das jedoch den in einem Kraftfahrzeug vorkommenden Gegebenheiten
durchaus angepaßt ist. Unter der bereits erwähnten Voraussetzung, daß das erste Eingangssignal die Information über
den belegten Fahrersitz oder die eingeschaltete Zündung oder beides enthält und daß das zweite Eingangssignal die Information
über den laufenden Motor enthält, während das Ausgangssignal
den Anlasser ein- bzw. ausschaltet, ist die geschilderte Funktion der Fig. 3 zulässig, da der Anlasser immer nur nach
Einschalten der Zündung betätigt werden kann und somit die umgekehrte Schaltreihenfolge gar nicht möglich ist.
Die erfindungsgemäße Schaltung hat den Vorteil, daß sie gegen
der Versorgungsspannung ü„ überlagerte Störspannungen völlig
X3
unempfindlich ist, d. h. daß sie insbesondere durch solche Störungen
nicht ein- oder ausgeschaltet werden kann. Durch die erfindungsgemäße Wahl der Anschaltung der Eingänge, insbesondere
einerseits dadurch, daß das zweite Eingangssignal die Stromspiegelschaltung einschalten muß, wodurch die Funktion der
Schaltung erst beginnt, und andererseits dadurch, daß das erste Eingangssignal die Betriebsspannung für die Stromspiegelschaltung
und beim zweiten Ausführungsbeispiel auch die des Differenzverstärkers einschaltet, wird erreicht, daß sowohl positive
als auch negative, der Versorgungs spannung U_, überlagerte Störspannungsspitzen
die Schaltung nicht in Funktion setzen können.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltung besteht darin, daß nach überschreiten der Schwellspannung U3, also nach
Erreichen des Speicherverhaltens, die Versorgungsspannung sogar
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kurzzeitig aussetzen kann, wobei die Dauer dieser Versorgungsspannungsunterbrechung
nur kleiner als die oben erwähnte Ausschaltverzögerung t - ti zu sein braucht.
4 Δ
1 Patentanspruch
2 Blatt Zeichnungen
mit 4 Figuren
mit 4 Figuren
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Claims (1)
- Fl 774 « Al* G* Achtstaetter - 1PATENTANSPRUCHMonolithisch integrierte Schaltung mit verzögert einsetzendem Speicherverhalten aufgrund eines ersten Eingangssignals und mit wesentlich länger verzögertem Aufhören des Speicherverhaltens aufgrund eines zweiten Eingangssignals, wobei die beiden Schaltverzögerungen mittels der stromkonstanten Aufladung und der freien Entladung eines einseitig am Schaltungsnullpunkt liegenden Parallel-RC-Gliedes erreicht sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Parallel-RC-Glied (R, C) über eine erste Flußdiode (Dl) vom einen Strom einer Stromspiegelschaltung (T9, R3, R4) geladen wird, deren anderer Strom vom zweiten Eingangssignal (E2) über die.Basis-Kollektor-Strecke eines ersten Transistors (T4) der einen Leitungsart ein- und ausgeschaltet wird, daß die Kondensatorspannung (Un) am einen Eingang eines zwei Transistoren (T2, T3) der einen Leitungsart als Verstärkertransistoren enthaltenden Differenzverstärkers liegt, dessen anderer Eingang auf festem, vorgegebenem, die Schaltverzögerungen mitbestimmendem Potential (U ) liegt, daß der Kollektor des mit seiner Basis am festen Potential liegenden Transistors (T3) des Differenzverstärkers mit der Basis eines zweiten Transistors (T5) der einen Leitungsart verbunden ist, der mit seinem Kollektor auf den anderen Strom der Stromspiegelschaltung im Sinne einer ODER-Verknüpfung mit dem zweiten Eingangssignal einwirkt, daß als Ausgang (Al) der Emitter des zweiten Transistors der einen Leitungsart dient und daß der Emitter des ersten Transistors der einen Leitungsart über eine zweite Flußdiode (D2) mit dem Schaltungsnullpunkt verbunden ist sowie das erste Eingangssignal (El) die Betriebsspannung (U') der Stromspiegelschaltung ein- und ausschaltet oder daß der Emitter des ersten Transistors der. einen Leitungsart mit dem Emitter des zweiten Transistors der einen Leitungsart verbunden ist und das erste Eingangssignal die Betriebsspannung (U") der Stromspiegelschaltung und des Differenzverstärkers ein- und ausschaltet.5098 17/09564%Lee rs e i f e
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| FR2247855A1 (de) | 1975-05-09 |
| US3943385A (en) | 1976-03-09 |
| IT1022746B (it) | 1978-04-20 |
| DE2350737B2 (de) | 1975-08-14 |
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| FR2247855B3 (de) | 1977-07-22 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |