DE2347998A1 - Verfahren zur abtrennung von 2-chloralkancarbonsaeuren aus gemischen mit den entsprechenden 2,2-dichloralkancarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur abtrennung von 2-chloralkancarbonsaeuren aus gemischen mit den entsprechenden 2,2-dichloralkancarbonsaeuren

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DE2347998A1 DE19732347998 DE2347998A DE2347998A1 DE 2347998 A1 DE2347998 A1 DE 2347998A1 DE 19732347998 DE19732347998 DE 19732347998 DE 2347998 A DE2347998 A DE 2347998A DE 2347998 A1 DE2347998 A1 DE 2347998A1
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/43Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation
    • C07C51/44Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation by distillation
    • C07C51/46Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation by distillation by azeotropic distillation

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung von 2-Chloralkancarbonsäuren aus Gemischen mit den entsprechenden 2,2-Dichloralkancarbonsäuren, insbesondere ein Verfahren zur Abtrennung von Chloressigsäure und 2-Chlorpropionsäure aus deren Gemischen mit den entsprechenden dichlorierten Säuren durch azeotrope Destillation.
Es wurde gefunden, daß sowohl Chloressigsäure als auch 2-Chlorpropionsäure in wirksamer Weise aus Gemischen mit den entsprechenden dichlorierten Säuren abgetrennt werden können, indem man zu diesen Gemischen eine ein Azeotrop bildende Verbindung zusetzt und die azeotrope Mischung mit der Monochlorsäure aus den erhaltenen Gemischen abdestilliert. Geeignete azeotropbildende Verbindungen besitzen bei Atmosphärendruck einen Siedepunkt von 145 bis 2400C, vorzugsweise 170 bis 22O°C, und stellen Kohlenwasserstoffe, halogenierte Kohlenwasserstoffe· und Kohlenwasserstoffäther
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dar. Ein bevorzugtes azeotropes Mittel ist eine Mischung aus verwandten Verbindungen, wie eine gesättigte aliphatische Kchlenwasserstoff-Fraktion mit einem Siedebereich von 170 bis 22O°C.
Die Menge, in der die ein Azeotrop bildende Verbindung zu der Mischung der chlorierten Säuren zugegeben wird, ist nicht kritisch, da irgendeine signifikante Menge einer azeotropen Mischung mit der Monochlorsäure aus dem Gemisch abdestilliert wird und in dem Maß, in dem die Verbindung vorhanden ist, eine Trennung bewirkt. Vorzugsweise wird das azeotropbildende Mittel in einer ausreichenden Menge verwendet, um im wesentlichen die gesamte Monochlorsäure abzutrennen. Eine geringere Menge führt zu einer unvollständigen Gewinnung der Monochlorsäure, während eine überschüssige Menge eine übermäßige Destillation zur Entfernung dieser Verbindung erfordert.
Der bei der Destillation verwendete Druck ist ebenfalls nicht kritisch. Vorzugsweise erfolgt die Destillation wegen des besseren Destillatkondensations-Wirkungsgrades bei niedrigeren Drucken und der ansteigenden Korrosion der Vorrichtungen und der thermischen Zersetzung der Produkte bei höheren Drucken bei einem Druck zwischen etwa 10 mm Hg und Atmosphärendruck. Der bei der Destillation verwendete Druck wird vorteilhafterweise in Abhängigkeit von dem besonderen verwendeten System variiert, da die Konzentration der Monochlorsäure in dem Azeotrop geringfügig mit dem steigenden Druck zunimmt.
Die Klassen der für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten, ein Azeotrop bildenden Verbindungen können in eine Reihe von Gruppen und Untergruppen eingeteilt werden. So sind aliphatische, cycloaliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, die Siedepunkte bei Normaldruck aufweisen, die innerhalb des angegebenen Bereiches liegen, geeignet. Die aliphatischen Kohlenwasserstoffe können weiter als gesättigte, olefinische und acetylenische aliphatische Kohlenwasserstoffe definiert werden. Diese Verbindungen können verzweigt oder geradkettig sein. Beispiele für diese verschiedenen Gruppen sind Decan, Undecan,
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Tridecan, Dodecen, Tetradecen, Undecin, Isopropylcyclohexan, Cyclooctan, Dicyclopentan, Cymol, Butylbenzol, Naphthalin und Decahydronaphthalin. Aus ersichtlichen Gründen sind inerte, normalerweise flüssige Kohlenwasserstoffe bevorzugt, wobei Kohlenwasserstoffe, die keine aliphatische Unsättigung aufweisen, erwünschter sind als ihre ungesättigten Analoga.
In ähnlicher Weise umfaßt die Klasse der halogenierten Kohlenwasserstoffe halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, ha— logenierte cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe und halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe. In gleicher Weise können das oder die vorhandenen Halogenatome eines oder mehrere der üblichen Halogene, wie Fluor, Brom, Chlor oder Jod, sein. Einige Beispiele für Vertreter dieser Klasse sind Brombenzol, ©-Dichlorbenzol, Benzylchlorid, Difluortetrabromathan und Tetrachlor ä than.
Die Klasse der Kohlenwasserstoffather schließt Dialkyläther und Aryläther ein, da diese die einzigen leicht zugänglichen Äther sind, die einen Siedepunkt innerhalb des angegebenen Bereiches aufweisen. Beispiele für Verbindungen dieser Art sind Diamyläther, Phenetol; Dimethoxybenzol, Äthyloctyläther und Anisol.
Von besonderem Interesse und Vorteil für das erfindungsgemäße Verfahren sind die gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffe. Diese Verbindungen sind nicht nur stabile und nicht-reaktive Verbindungen, sonden sie besitzen auch die Eigenschaft, bei Raumtemperatur und mäßigen Temperaturen mit den Monochlorsäuren nicht mischbar zu sein, so daß die abdestillierte und kondensierte azeotrope Mischung sich in zwei flüssige Phasen aufteilt, wodurch die Abtrennung der reinen Monochlorsäure erheblich erleichtert wird. Ein besonders geeigneter und leicht zugänglicher Vertreter dieser Verbindungsklasse ist eine paraffinische Kohlenwasserstoff-Fraktion mit einem Siedebereich von etwa 170 bis 22O°C, die im wesentlichen aus Decanen, Undecanen, Dodecanen und Tridecanen besteht. Die azeotropen Mischungen der anderen oben aufgezählten Verbindungen können
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geeigneterweise durch Zusatz von Wasser abgetrennt werden, wodurch sich eine wäßrige Monochlorsäure enthaltende Phase abscheidet, oder im Fall von Chloressigsäure kann man durch ausreichendes Abkühlen der azeotropen Mischung eine Abtrennung der festen Säure erreichen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann entweder absatzweise oder kontinuierlich durchgeführt werden. Bei absatzweisem Betrieb der bevorzugten Abtrennung von Monochloressigsäure von Dichloressigsäure unter Verwendung eines aliphatischen Kohlenwasserstoffs, wie beispielsweise Undecan, trennt sich die abdestillierte azeotrope Mischung in zwei Schichten, von der die schwerere, Chloressigsäure enthaltende Schicht abgezogen und einer weiteren Destillation unterzogen wird, um verbliebenes Undecan oder Spuren von gegebenenfalls vorhandener Essigsäure zu entfernen. Der Kondensator und der Abscheider werden bei etwa 6O0C oder einer geringfügig höheren Temperatur betrieben, um zu verhindern, daß die Chloressigsäureschicht sich verfestigt. Die leichte Undecanschicht wird erforderlichenfalls in die Destillationsvorrichtung zurückgeführt. Wenn die gesamte Chloressigsäure abgetrennt ist, wird die leichte Schicht abgezogen, bis das gesamte Undecan aus der Destillationseinrichtung entfernt ist, wobei als Rückstand Dichloressigsäure verbleibt.
Für die wirtschaftliche Praxis ist jedoch ein kontinuierlicher Betrieb bevorzugt. Bei dieser Verfahrensweise kann, wenn man das oben angegebene System verwendet, die Mischung aus Chloressigsäure und Dichloressigsäure plus Undecan etwa im mittleren Bereich einer für die fraktionierte Destillation geeigneten Kolonne eingebracht werden, worauf die abdestillierte azeotrope Mischung aus Chloressigsäure und Undecan als Zwei-Phasen-Flüssigkeit in einem geheizten Flüssigkeitsabscheider kondensiert wird, aus dem die Hauptmenge der schwereren Schicht in eine weitere Destillationskolonne überführt wird, in der das verbliebene Undecan und gegebenenfalls vorhandene Essigsäure entfernt werden. Aus dem Sumpf der letzteren Kolonne wird rei-
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ne Chloressigsäure abgezogen. Eine gewisse Menge der in dem Abscheider enthaltenen schwereren Schicht wird erforderlichenfalls als Rückflußmaterial über Kopf in die Hauptdestillationskolonne eingeführt. Die leichtere (Undecan-) Schicht des Abscheiders plus Undecan aus der letzten Reinigungskolonne wird ebenfalls über Kopf in die Hauptkolonne eingebracht, währenddem reine Dichloressigsäure aus dem Sumpf der Hauptkolonne abgezogen wird. Die Bedingungen werden in dieser Kolonne derart gehalten, daß die Hauptmenge des Undecans im wesentlichen in dem oberen Bereich vorliegt. Wenn sich das Gleichgewicht eingestellt hat, müssen nur geringe Undecanmengen von Zeit zu Zeit als Ersatz für mechanische Verluste zu der Beschickungsmischung aus den chlorierten Säuren zugesetzt werden. Das System kann in dieser Weise mit einer im wesentlichen konstanten Undecanmenge betrieben werden, wobei man als Abstromprodukte im wesentlichen reine Chloressigsäure und im wesentlichen reine Dichloressigsäure erhält, wobei die zuletzt erwähnte Säure gegebenenfalls vorhandene Trichloressigsäure enthält. Die Ansammlung von leichten Materialien, wie Essigsäure, kann in diesem System durch verschiedene Maßnahmen verhindert werden, z.B. durch ein zuvor durchgeführtes Abstreifen der als Beschickungsmaterial verwendeten Chloressigsäure, durch Abstreifen eines Undecanstroms, der aus dem rückgeführten Strom der Nachdestillationskolonne entnommen wurde, oder durch Abziehen der Essigsäure über Kopf der letzten Reinigungskolonne und Abziehen des zurückgeführten Undecanstroms von einer Stelle unterhalb des Kopfes dieser Kolonne.
In der folgenden Tabelle I sind die Siedepunkte und Zusammensetzungen einiger der bevorzugten, oben beschriebenen azeotropen Systeme bei verschiedenen absoluten Drucken angegeben. Die Zahlen können dazu dienen, die Betriebsbedingungen für das absatzweise oder kontinuierlich geführte Trennverfahren auszuwählen. Diese Werte wurden durch Abdestillieren .kleiner Proben aus den verschiedenen Mischungen und deren Analysen bestimmt.
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Chlorierte Säure
Chloressigsäure Chloressigsäure Chloressigsäure Chloressigsäure ChIoressigsäure Chloressigsäure
Chloressigsäure Chloressigsäure Chloressigsäure Chloressigsäure
Chloressigsäure
Dichloressigsäure Dichloressigsäure
Dichloressigsäure Dichloressigsäure 2-Chlorpropionsäure 2,2-Dichlorpropionsäure
Tabelle I Azeotrope Mischung ι
Siedepunkt, °C Gew.-% Säure σ*
Az eotropes Mittel Druck, mm Hg 82 20 ι
n-Decan 40 90 . 21
n-Decan 60 102 23
n-Decan 100 118 25
n-Decan 200 130 26
n-Decan 300 158 34
n-Decan 744 98 35
n-Undecan 50 112 38
n-Undecan 100 130 40
n-Undecan 200 169 46
n-Undecan 745 120 48,5
n-Dodecan 100
102 36
n-Undecan 50 117 40
n-Undecan 100 125 55
n-Dodecan ■ 100 129 72
n-Tridecan 100 103 22
n-Decan 100 106 13
n-Decan 100
Gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe stellen die bevorzugten azeotropen Mittel dar, da sie mit den Monochlorsäuren nischt mischbar sind, wodurch eine leichte Abtrennung des azeotropen Mittels von der chlorierten Säure aus dem Zwei-Phasen-Destillat möglich wird. Die ungefähren kritischen Lösungstemperaturen einiger dieser Systeme sind in der folgenden Tabelle II angegeben. Bei diesen Bestimmungen wurden gleiche Volumina der beiden Bestandteile verwendet.
Tabelle II
System . Lösungstemperatur, C
n-Undecan/Chloressigsäure 169
n-Dodecan/chloressigsäure 175
n-Undecan/oichloressigsäure 24
n-Dodecan/Dichloressigsäure 35
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter erläutern, ohne sie jedoch zu beschränken.
Beispiele 1 bis 9
Die Wirksamkeit verschiedener azeotroper Mittel wurde durch Destillation einer geringen Probe von Monochloressigsäure, Zugabe des azeotropen Mittels in den Destillationskolben und Destillation einer zweiten Probe ermittelt. Die Analyse der beiden Destillatproben und des Destillationsrückstandes zeigte das Maß der Verbesserung der Trennung, die durch das besondere azeotrope Mittel hervorgerufen wird. Bei diesen Destillationen wurde eine Vigreux-Kolonne (1,27 χ 30 cm) verwendet, die unter vermindertem Druck betrieben wurde. Die Analyse erfolgte durch Dampfphasenchromatographie. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III zusammengefaßt. Jede Gruppe von Untersuchungen wurde unter Verwendung der gleichen Monochloressigsäure/Dichloressigsäure-Mischung durchgeführt. Die Änderungen der Analysenwerte des Rückstandes einer jeden Gruppe weisen auf eine Änderung der Analysenmethode hin.
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Druck, mm Hg Tabelle III Dichloressigsäure
28 Gewichts-% Rückstand
Azeotropes Mittel 100 Destillat 2,3
keines 105 1,4 2,3
n-Decan 30 0,3 2,3
n-Decan 150 0,26 4,1
Q keines 60 3,7
10 Cumol
00
150 ^0,3 3,9
-» Diäthylbenzol 110 0,5 3,9
^ sym-Tetrachloräthan 70 0,95 3,3
J^ Brombenzol 150 Spur 5,0
*° o-Dichlorbenzol 110 0,8 -
Isopropylcyclohexan 100 Spur -
1-Decen 100 Spur 6,6
keines 5,5 6,6
Phenetol 1,1
Bezogen auf den Gehalt an chlorierter Essigsäure
CO
CD CD OO
Beispiele 10 bis 11
Das Verfahren der Beispiele 1 bis 9 wurde wiederholt, wobei Mischungen von 2—Chlorpropionsäure mit 2,2-Dichlorpropionsäure verwendet wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle IV zusammengefaßt.
Tabelle IV Gewichts-% Dichlor-
propionsäure +)
Druck
mm Hq
Destillat Rückstand
100 50,5 57,8
100 43,5 57,8
100 9,6 13,4
100 4,4 14,6
Azeotropes Mittel
keines n-Undecan
keines n-Decan
bezogen auf den Gehalt an chlorierter Propionsäure
Wiederholt man das Verfahren der Beispiele 1, 10 und 11 unter Verwendung von Dodecan, Tridecan oder einer paraffinischen Kohlenwasserstoff-Fraktion, die einen Siedebereich von etwa 170 bis 220 C aufweist, anstelle von Decan oder Undecan als eine azeotrope Mischung ergebendes Mittel, so erhält man ähnliche Ergebnisse. Diese Fraktion, die als Kerosin oder Brennstofföl Nr. 1 bezeichnet werden kann, besteht im wesentlichen aus einer Mischung von gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit 10 bis 13 Kohlenstoffatomen, wobei bei den gewählten Verfahrensbedingungen während der Destillationsstufen keine wesentli-' ehe Fraktionierung der einzelnen Kohlenwasserstoffe stattfindet, so daß die Kohlenwasserstoff-Fraktion sich im wesentlichen so verhält, als bestünde sie aus einer einzigen Kohlenwasserstoff verbindung.
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Claims (9)

  1. - 10 Patentansprüche
    "\1. ) Verfahren zur Abtrennung, einer 2-Chloralkancarbonsäure Ij mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen aus deren Gemischen mit der entsprechenden 2,2-Dichloralkancarbonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man zu der Mischung ein ein Azeotrop bildendes Mittel zusetzt und .eine azeotrope Mischung aus der 2-Chloralkancarbonsäure und dem azeotropen Mittel aus der erhaltenen Mischung abdestilliert, wobei man als azeotropes Mittel einen Kohlenwasserstoff, einen halogenierten Kohlenwasserstoff, einen Dialkyläther, einen Alkylarylkohlenwasserstoffather oder eine Mischung dieser Verbindungen mit einer Siedetemperatur bei Atmosphärendruck von 145 bis 24O°C verwendet.
  2. 2.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als eine azeotrope Mischung bildendes Mittel einen gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoff einsetzt.
  3. 3.) Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als gesättigten Kohlenwasserstoff Undecan oder Dodecan verwendet.
  4. 4.) Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als gesättigten Kohlenwasserstoff eine gesättigte Kohlenwasserstoff-Fraktion mit einem Siedebereich von 170 bis 22O°C einsetzt.
  5. 5.) Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als 2-Chloralkancarbonsäure Chloressigsäure abtrennt.
  6. 6.) Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als 2-Chloralkancarbonsäure 2-Chlorpropionsäure abtrennt.
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  7. 7.) Kontinuierliches Verfahren zur Abtrennung von Chloressigsaure aus deren Gemischen mit Dichloressigsäure gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man kontinuierlich diese Mischung und einen gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoff, der bei Normalbedingungen einen Siedepunkt von 170 bis 22O°C aufweist, in eine erste, für die fraktionierte Destillation geeignete Kolonne einführt, aus dieser Kolonne kontinuierlich eine erste Destillat-Fraktion und eine erste Rückstands-Fraktion abzieht, wobei die erste Destillat-Fraktion eine obere Flüssigkeitsschicht, die im wesentlichen aus dem gesättigten Kohlenwasserstoff besteht, und eine untere Flüssigkeitsschicht, die im wesentlichen aus Chloressigsäure besteht, umfaßt und der erste Rückstand im wesentlichen aus Dichloressigsäure besteht, den er-sten Rückstand kontinuierlich abzieht, die obere Flüssigkeitsschicht und eine geringe Menge der unteren Flüssigkeitsschicht kontinuierlich in die erste Destillationskolonne einführt, den Hauptteil der unteren Flüssigkeitsschicht kontinuierlich in eine zweite, für die fraktionierte Destillation geeignete Kolonne einbringt, kontinuierlich aus der zweiten Kolonne ein zweites Destillat, das im wesentlichen aus einer azeotropen Mischung aus dem gesättigten Kohlenwasserstoff und der Chloressigsäure besteht, und einen zweiten Rückstand aus gereinigter Chloressigsäure abzieht und das zweite Destillat in die erste Kolonne zurückführt.
  8. 8.) Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als gesättigten Kohlenwasserstoff Undecan oder Dodecan einsetzt.
  9. 9.) Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als gesättigten Kohlenwasserstoff eine gesättigte Kohlenwasserstoff-Fraktion mit einem Siedebereich von 170 bis 220 C verwendet.
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