DE2329068C3 - Mehrwege-Zweistellungsventil - Google Patents
Mehrwege-ZweistellungsventilInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft ein Mehrwege-Zwci.stellungsventil mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruchs I.
Ein Ventil der vorgenannten Art ist aus der DE-OS 25 174 bekannt geworden; es zeichnet sich /war
durch besonders leichtgängige Lagerung des Vcntilschiebers aus, andererseits liegen jedoch die Dichtringe
des Ventilschiebers, da die Membranen aus elastomerem Material bestehen, an den gehäusefesten radialen
Dichtflächen nur mit verhältnismäßig kleiner Kraft an. w Die Rückstellkraft ist also klein, sofern man für die
Membran nicht wesentlich steiferes Material wählt, was
jedoch große Stcllkräfte zum Verlagern des Ventilschiebers zwischen seinen Arbeitsstcllungcn und lange
Schalt/eilen bedingen würde. F.s ist auch schon aus der M
US-PS 27 12427 ein Ventil anderer Art bekannt geworden, bei dem zur ßctätigung des Vcntilverschlnßglicdcs
eine Membrananordnung nach Art eines bistabilen Membransiellmoiors vcrwendel wird, die aus
einer an ihrem Umfangsrand und im Zentrum fest fio
eingespannten Dichtmembran und aus einer an dieser anliegenden voll ausgebildeten Scheibenfeder besteht,
deren zentrale Partie mit der Dichimembran ziisainmcngu'spannl
um\ somit ebenfalls fest eingespannt ist
und keine Bewegungsfreiheit besit/l. während der M
Umfangsrand der .''.-heibenfeder am Ciehäiise leiehl
beweglich gehalten ist. Das t Inistellen der vorgenannten Membraniinnrdmmt! erfolirl jeweils durch einen an
der entsprechenden Seite der Membran eingeleiteten Steuerdruck. Zwar ist bei dieser bekannten Anordnung
ein Schaltverhalten zu erwarten, das gegenüber demjenigen der Mernbrananordnung nach der DE-OS
21 25 174 verbessert ist, jedoch besteht hier die Gefahr, daß die Scheibenfeder bei der bei Ventilen dieser Art oft
mit extrem hoher Frequenz erfolgenden Wechselbelastung bald bricht, weil bei solchen mit Tellerfedern
vergleichbaren Scheibenfedern die Spannung am Rand der Innenbohrung wesentlich größer als am äuüeren
Umfangsrand ist und weil im vorliegenden Falle die Scheibenfeder gerade an der Innenbohrung, also in dem
hohen Spannungen unterworfenen Bereich, fest eingespannt ist und praktisch keine Beweglichkeit besitzt.
Die vorliegende Erfindung hat sich demgegenüber die Aufgabe gestellt, nicht nur das Sehaltverhalten der
Membrananordnung im Sinne eines härteren und exakteren Schaltens zu verbessern, sondern auch die
Unempfindlichkeit der Membrananordnung gegen die bei Ventilen der hier in Frage stehenden Art
auftretenden Belastungen zu verbessern und somit ihre Lebensdauer zu erhöhen.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1
gelöst.
Die erfindungsgemäße Anordnung bringt den Vorteil eines ausgezeichneten Schnappverhaltcns bei hoher
Lebensdauer mit sich.
Im Verhältnis zu der Anordnung nach der DE-OS 21 25 174 wird dadurch, daß zusätzlich zu der aus
elastomerem Material bestehenden biegesteifen Halterungsmembran eine parallel geschaltete Scheibenfeder
vorgesehen ist. ein exaktes und präziseres Einfahren der Membrananordnung in die Entstellungen erreicht. Bei
gleich großer Rückstellkraft wie bei einer Halterungsmembran ohne Scheibenfeder ergeben sich geringere
Stellkräfte und kürzere Schaltzciten. Gegenüber der Anordnung nach der US-PS 27 12 427 ergibt sich
dadurch, daß die Scheibenfeder am Umfangsrand eingespannt ist und in dem den weitaus größeren
Spannungen ausgesetzten Innenbereich Bewegungsfreiheit hat, eine höhere Lebensdauer, abgesehen davon,
daß sich beim Erfindungsgegenstand wegen der an sich aus der GB-PS 7 10 774 bekannt gewordenen etwa
sternförmigen Ausbildung der Scheibenfeder und deren Abschirmung nach außen durch die Halterungsmembran
auch noch der Vorteil eines wesentlich regelmäßigeren Spannungsvcrlaufs ergibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. I eine Anordnung gemäß der Erfindung in einer Seitenansicht in Tcildarslellung,
F i g. 2 eine Einzelheit der Anordnung nach F i g. I in
Vorderansicht,
F i g. 3 die Anordnung nach F i g. 2 in einer Seitenansicht,
Fig.4 eine Variante zu der Anordnung nach Fig. 2
wiederum in Vorderansicht und
F i g. 5, 6, 7 und 8 weitere Varianten zu der Einzelheit nach F i g. 3 jeweils in Vorderansicht.
Das erfindungsgemäße Mehrwegeventil weist Hallertingsmembriinen
I an beiden Endendes Ventilschiebers
2. die dazu dienen, diesen Schieber innerhalb der ihn
enthaltenden zentralen Bohrung .3 schwebend aufzuhängen,
so daß er reibungslos hin und her gleiten kann. Außerdem hüben sie die Aufgabe, die zentrale Bohrung
I im den axialen Enden abzuschließen. Die beiden
I lalterunesmembranen sind mit ihrem Außeiiumfang
am Gehäuse und mit ihrem zentralen Bereich um Schieber befestigt, sie erfüllen auch noch die Aufgabe
eines Sehnappgliedes, mit dessen Hilfe der Schieber so schwebend aufgehängt ist, daß er in den beiden
Endstellungen festgestellt wird und sich aus der einen Endstellung in die andere Endstellung unter Einfluß des
Steuerdruckes schnappend überstellt. Es sind noch Sieuerungsmembranen 4 vorgesehen, die den Halterungsmembranen
zu den axialen Enden des Gehäuses hin vorgeschaltet sind und dazu dienen, den Schieber
unter Einwirkung eines Steuerdruckes zu steuern und zu betätigen, und welche die bewegliche Wand eines mit
der jeweiligen Steuerleitung 5 in Verbindung stehenden Steuerraumes 6 jeweils an der der zentralen Bohrung
abgewandten Seite der Membran bilden. Die zentrale Bohrung im Ventilgehäuse ist bei »n« vom Ventil zu
steuernden Wegen mit »n — l-.< den Schieber in
koaxialer Anordnung unter Freilassung eines Spiels umgebenden gehäusefesten Dichtflächen versehen,
denen zugeordnet sind entweder »/) — 2« am Schieber
angebrachte Dichtringe, von denen einer als Doppelsitzverschlußstück ausgebildet ist, oder aber »n — I«
Dichiringe, wenn alle Dichtringe als Einfachsi'zverschlußstücke
ausgebildet sind. In solcher Weise ausgebildete Mehrweg-Zweistcllungsventile sind z. B. in
der DE-OS 21 25 174 beschrieben.
Zur Verbesserung des Schnappeffektes im Sinne eines härteren und exakteren Schallverhaltens ist
vorgesehen, daß den Halterungsmembranen, die üblicherweise aus Gummi oder Kunstsioffmaterial mit
gummielastischen Eigenschaften hergestellt sind, jeweils eine sich ebenfalls aus der einen Endstellung in die
andere Endstcllung schnappend überstellende und hierbei die Schnappwirkung der Halierungsmembran
unterstürzende Scheibenfeder 7 zugeordnet ist, die aus J5
Metall, ·/_ B. Stahl oder Beryllium-Bronze, oder aus einem anderen Material mit guten Fcderungseigenschaften
bestehl. Diese Federscheiben können so ausgebildet sein, daß sie eine Außenrandpartic 7n zur
Herstellung der Verbindung mit dem Ventilgehäuse 9 und eine zentrale Partie 7b besitzen, die mit dem
Vcntilschieber 2 verbunden ist und die mit der Außenrandpartic über mehrere radial verlaufende
Federarme verbunden ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. I ist die Federscheibe in Richtung vom
axialen Ende des Schiebers aus gesehen, also etwa von der Stelle 10 aus gesehen, der Halterungsmcmbran 1
nachgcschaltct. In diesem Falle steht die Federscheibe
über einen wesentlichen Teil ihrer radialen Erstreckung in Berührung mit der Halterungsmembran; mit ihrem
zentralen Nabenabschnitt Tb ist sie am Schieber befestigt, indem dieser in die am Schieber befestigte
Partie 11 der Halterungsmembran I, die gleichzeitig als
Dichtungsring dient, cinvulkanisicrt ist. Die Federarme der Federscheibe liegen an der Haltcrungsmembran an,
wie aus F i g. I zu erkennen ist.
Für die Federscheibe gibt es eine ganze Reihe von Variationsmöglichkeiten. In allen Fällen ist die zentrale
Partie naberuirtig ausgebildet, wobei sie aus einem
geschlossenen Ring oder einer entsprechenden Buchse besteht. Die Außenranapartie kann aus einem geschlossenen
Ring bestehen oder aber aus mehreren miteinander nicht direkt in Verbindung stehenden Abschnitten
oder Segmenten eines Ringes zusammengesetzt sein, die Teil eines gemeinsamen Ringes sind, der konzentrisch
zur zentralen Partie verläuft. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die nabenartige zentrale
Partie 13, die mit ihrer Bohrung 14 den Schieber umfaßt, mit der aus einem geschlossenen Ring bestehenden
Außenrandpartie 15 über vier radial verlaufende, in gleichmaßigen Abständen aufeinanderfolgende Federarme 16, 17, 18 und 19 verbunden. F i g. 3 zeigt diese in
Seitenansicht. Es ist zu erkennen, daß die Federscheibe eine gewisse Vorspannung besitzt, was durch die
gewölbte Form in der Seitenansicht kenntlich gemacht wird. Hierbei ist der Abstand »a« zwischen den
diametral einander gegenüberliegenden Stellen a I und .7 2 am Umfang der Feder kleiner als der Absland A der
beiden Einspannstellen im Ventilgehäuse. Bei der Ausführungsfoim nach Fig.4 ist die nabenartige
zentrale Partie 20 mit der wieder^« aus einem
geschlossenen Ring bestehenden Außenrar.dpartie 21 über drei radial verlaufende Stege 22, 23 und 24
verbunden, die in gleichmäßigen Abständen aufeinanderfolgen. Bei der Ausführungsform nach F i g. 5 ist
die nabena<"ige zentrale Partie 25 mit der aus mehreren Abschnitten oder Segmenten 26,27 und 28 bestehenden
Außenrandpartie über mehrere, z. B. drei radial verlaufende, in gleichmäßigen Abständen aufeinanderfolgende
Stege 29, 30 und 31 verbunden, die jeweils einzeln einem Abschnitt oder Segment zugeordnet sind.
Es ist zu erkennen, daß hier zwei Federschenkel fast quer zur Walzrichtung verlaufen. Bei der Ausführungsform nach Fig.6 ist wie bei den Ausführungsformen
nach Fig.7 und 8 die nabenartige zentrale Partie 32 bzw. 33 bzw. 34 mit der aus mehreren Abschnitten oder
Segmenten bestehenden Außenrandpartie 35 und 36 bzw. 37 und 38 bzw. 39 und 40 über mehrere,
vorzugsweise zwei Paare von radial oder annähe-.nd radial verlaufenden Federarmen 41a, 41i>
und 42.7, 42b bzw. 43a, 436 und 44a, 446 bzw. 45a. 456 und 46a. 46b
verbunden. Die Federarme eines Paares von Armen können parallel zueinander verlaufen, sie können jedoch
auch leicht schräg zueinander, nämlich von außen nach innen, aufeinander zu verlaufen. Bei diesen Ausführungsformen
verlaufen die Stege oder Arme annähernd in Walzrichtung oder nur wenig schräg hierzu, was
festigkeitsmäßig besonders günstig ist.
Die oben beschriebene zusätzliche Scheibenfeder übt keine Dichtfunktion aus, sie hat lediglich die Aufgabe,
das schnappende Verhalten der Halterungsmembran zu unterstützen, den Schnappeffekt härter und präziser zu
machen. Es ergibt sich hierbei insbesondere eine getiuuer- Positionierung in der Endlage, ein schnelleres
Umschnappen und somit eine kürzere Ansprechzeit, eine geringe Empfindlichkeit gegen Umwelieinflüsse,
sowie ein härteres Speicherverhalten.
Claims (3)
1. Mehrwege-Zweistellungsventil mit einem unier
radialem Spiel in einer Veniilbohrung axial verlagerbaren Vernilsehieber, der mit radialen gehäusefesten
Dichtflächen zusammenarbeitende Dichtringe trägt, und mit zwei biegesteifen Halterungsmembranen
aus elastomerem Material, die am Rand mit dem Ventilgehäuse und an einem mittleren Nabenabschnitt
mit dem zugeordneten der beiden Endabschnitte des Ventilschiebers verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu
jeder der Halterungsmembranen ())eine metallische Scheibenfeder (7) vorgesehen ist, die radiale
Federarme und einen die inneren Enden der letzteren verbindenden durchgehenden Nabenabschnitt
aufweist, daß die Scheibenfedern (7) unter Vorspannung in das Ventilgehäuse (9) eingesetzt
sind, daß die Federarme der Scheibenfedern mit ihrem außenliegenden Ende /.wischen dein Vcntilgc- 2<i
häuse (9) uod der Halterungsmembran festgelegt
sind und die Scheibenfeder-Nabenabschnitte in die am Ventilschieber befestigte Partie der Halterungsmembran
einvulkanisiert sind und daß die Scheibenfedern jeweils in Richtung vom nächstliegenden ^5
axialen Ende des Schiebers her gesehen der zugeordneten Halterungsmembran nachgeschaltet
sind.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die "außenliegenden Enden der
Federarme der Scheibenfeder in Umfangsrichtung verlaufende Segmente angeformt sind (F i g. 5 bis 8).
3. Ventil nacn Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die außcnliegenJen Ertuen der Federarme
der Scheibenfeder durch einen Ring miteinander verbunden sind (F i g. 2 bis 4).
Priority Applications (1)
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ID=5883346
Family Applications (1)
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Also Published As
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Legal Events
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