DE229096C - - Google Patents

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DE229096C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/24Nitric oxide (NO)
    • C01B21/26Preparation by catalytic or non-catalytic oxidation of ammonia

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Konzentrierte Stickoxydgase, wie sie bei manchen technischen Prozessen, z. B. bei der Oxalsäuredarstellung aus Zucker und Salpetersäure nach dem Patent 183022, entwickelt werden, lassen sich bekanntlich leicht wieder, in Salpetersäure überführen dadurch, daß sie mit einer hinreichenden Menge Luft gemischt durch mit Wasser oder Wasserdampf beschickte Absorptionstürme geleitet werden.
Verfährt man in der seither üblichen Weise so, daß man die Stickoxydgase auf einmal mit der ganzen zur Oxydation zu Salpetersäure erforderlichen Luftmenge vermischt und das erhaltene Gasgemenge nach dem Gegenstromverfahren durch Absorptionstürme leitet, in welchen ihm verdünnte Salpetersäure entgegenfließt, so erhält man unter Verwendung der bei obengenanntem Prozeß erhaltenen Stickoxydgase eine Salpetersäure von 1,32 bis 1,34 spez. Gewicht bei 15 °, entsprechend einem Prozentgehalt von 50 bis 54 Prozent HNO3. Die Darstellung einer stärkeren Säure gelingt nach diesem bekannten Verfahren bei Anwendung der aus Zucker und Salpetersäure gewonnenen Stickoxyde nicht. Nach vorliegender Erfindung erhält man dagegen mit denselben Gasen leicht eine Säure vom spez. Gewicht 1,38 bis 1,40 bei 15°, also mit einem Gehalt von 60 bis 65 Prozent HNO3 durch folgende Arbeitsweise:
Die Stickoxydgase obiger Herkunft, die der
Hauptsache nach aus gleichen Raumteilen NO2 und NO bestehen, werden mit Luft in dem Verhältnis von 1 Raumteil Stickoxydgas auf V2 bis ι Raumteil Luft, also nur mit einem Teil der erforderlichen Luftmenge zusammen in den ersten Absorptionsturm, den Haupttur-m, geleitet, in welchem ihnen die von dem zweiten Turm kommende Säure entgegenrieselt. Diese etwa soprozentige Säure aus dem zweiten Turm wird dadurch im ersten Turm auf 60 bis 65 Prozent HNO3 konzentriert und bildet dann die fertige Säure. Die aus dem ersten Turm abgesaugten Gase werden alsdann wieder mit Frischluft zusammengebracht, und zwar in dem Verhältnis, daß beispielsweise nur die Hälfte der noch vorhandenen Stickoxyde ZuHNO3 oxydiert werden können, und das Gasgemenge alsdann durch den zweiten Turm geleitet, wo ihm die verdünntere Säure aus dem dritten Turm entgegenfließt. Die aus dem dritten Turm auf den zweiten aufgebrachte Säure, die beispielsweise etwa 20 Prozent HNO3 enthält, wird im zweiten Turm auf etwa 50 Prozent HNO3 gebracht. Die aus dem zweiten Turm abgesaugten Gase können nun mit hinreichenden Mengen Luft vermischt in den mit Wasser beschickten dritten Turm zur vollständigen Absorption der darin enthaltenen Stickoxyde gelangen. Die Luftzufuhr vor den einzelnen Türmen kann natürlich je nach Zweckmäßigkeit auch in

Claims (1)

  1. kleineren Anteilen erfolgen, so daß bis zum Luftüberschuß, d. h. bis zur vollständigen Absorption der Stickoxyde vier, fünf oder sechs Türme notwendig werden.
    Auch mit Gasen anderer Herkunft kann das Verfahren vorteilhaft ausgeführt werden, namentlich mit solchen, die. reich an NO2 sind. Für Gase, die wesentlich weniger als 50 Prozent reine Stickoxyde enthalten, kommt das Verfahren dagegen nicht mehr in Betracht.
    Paticnt-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von konzentrierter Salpetersäure aus konzentrierten Stickoxydgasen, Luft und Wasser unter stufenweiser Zufuhr der Luft, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft jeweilig (abgesehen von der Endabsorption) in wesentlich geringerer als der Theorie entsprechender Menge den nitrosen Gasen beigemischt wird.
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