DE2249472B2 - Verfahren zur Regenerierung von Chelatharzen - Google Patents
Verfahren zur Regenerierung von ChelatharzenInfo
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Description
führt wird und dann in Form von löslichem Queck- ist, geführt wird oder indem das Chelatharz. an das
silber freigesetzt wird. Quecksilber adsorbiert ist, in die Lösung der Schwefel-
Es ist bei der Erfindung wesentlich, daß die Lösung verbindung eingetaucht wird. Zur technischen Durchder
Schwefelverbindung bei eiaem pH-Wert von führung kann erstere Methode, welche das Durchwenigstens
11,0 gehalten wird. Die Wirksamkeit der 5 leiten der Lösung der Schwefelverbindung durch das
Freisetzung von adsorbiertem Quecksilber aus dem Chelatharz umfaßt, mit Vorteil angewendet werden.
Chelatharz nimmt mit steigendem pH-Wert der Lö- Nach Freisetzung des adsorbierten Quecksilbers
sung der Schwefelverbindung zu, und die Anwendung wird das Chelatharz vorzugsweise mit Säure und dann
einer Lösung der Schwefelverbindung mit einem pH- mit Wasser vor der Wiederverwendung gewaschen.
Wert von wenigstens 13 ist besonders bevorzugt. io Da das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren re-Wcnnder
pH-Wert der Lösung weniger als 11,0 beträgt, generierte Chelatharz die Quecksilberadsorptionsist
die Freisetzung des adsorbierten Quecksilbers un- fähigkeit des ursprünglichen Harzes praktisch wiederzureichend,
und das regenerierte Chelatharz kann in gewinnt, kann es wiederholt verwendet werden,
industriellem Maßstab nicht wiederverwendet werden. Das Verfahren der Erfindung kann ohne irgend-
industriellem Maßstab nicht wiederverwendet werden. Das Verfahren der Erfindung kann ohne irgend-
Die Beziehung zwischen dem pH-Wert einer Na- 15 welche spezielle Beschränkung in quecksilberhand-
Iriumsulfidlösung und der prozentualen Gewinnung habenden Betrieben angewendet werden. Beispielsweise
von Quecksilber aus dem Chelatharz ist in der Figur werden in Betrieben, die sich mit der Elektrolyse von
der Zeichnung auf Grund der im Beispiel 1 erhaltenen Alkalisalzen nach der Quecksilbermethode befassen,
Ergebnisse wiedergegeben. Chelatharze verwendet, um Quecksilber aus einem
Es ist ein Verfahren zur Regenerierung eines An- 20 quecksilberhaltigen verunreinigten Schlamm in dem
ionenaustauschharzes, das Quecksilber daran adsor- Salzlösungsreinigungsverfahren zu entfernen. Bisher
biert hat, durch Kontaktierung des Harzes mit einer wurde das Chelatharz, das Quecksilber adsorbiert hat,
wäßrigen Lösung eines Alkalisulfids bekannt. Jedoch als solches verworfen. Durch die Regenerierung nach
unterscheidet sich die Form des an das Anionen- dem erfindungsgemäßen Verfahren können die Chelataustauschharz
adsorbierten Quecksilbers erheblich 25 harze wiederholt verwendet werden. Die Lösung,
von der des an das Chelatharz adsorbierten Queck- welche aus dem Chelatharz freigesetztes Quecksilber
silbers. Da es bisher als unmöglich erachtet wurde, enthält, wird angesäuert, um überschüssige Sulfidan
Chelatharze adsorbiertes Quecksilber freizusetzen, ionen als Schwefelwasserstoff zu entfernen und oxiwar
es überraschend, daß an Chelatharzf adsorbiertes diert, um Quecksilber durch ein geeignetes Oxidations-Quecksilber
unter Verwendung von Alkalisulfiden frei- 30 mittel, z. B. Alkalihypochlorit oder Chlorgas, löslich
gesetzt werden könnte. zu machen. Das Quecksilber in der Lösung kann im
Selbst wenn das Anionenaustauschharz, welches elektrolytischen Quecksilberverfahren verwendet
Quecksilberionen ausgetauscht hat, mit einer Sulfid- werden.
lösung mit einem pH-Wert von mehr als 13 behandelt Somit weist die Erfindung den Vorteil auf, daß
wird, wird die lonenaustauschfähigkeit des regenerier- 35 Chelatharz, welches Quecksilber daran adsorbiert hat,
ten Anionenaustauschharzes lediglich zu einem Aus- leicht regeneriert werden kann und wiederholt wiedermaß
von 60% wiedergewonnen, und ein derartiges verwendet werden kann und daß das aus den Chelat-Harz
ist technisch schwierig wiederzuverwenden. harzen freigesetzte Quecksilber zurückgewonnen und
Andererseits wird gemäß der Erfindung die Queck- wiederverwendet werden kann,
silberadsorbierfähigkeit de? Chelatharzes praktisch 40 Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der 100 %ig wiedergewonnen, und das regenerierte Harz Erfindung, ohne sie zu begrenzen,
kann mit guten Ergebnissen technisch wiederverwendet _ . . , ,
werden. Beispiel 1
silberadsorbierfähigkeit de? Chelatharzes praktisch 40 Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der 100 %ig wiedergewonnen, und das regenerierte Harz Erfindung, ohne sie zu begrenzen,
kann mit guten Ergebnissen technisch wiederverwendet _ . . , ,
werden. Beispiel 1
Es ist daher sehr überraschend, daß ein Chelatharz, EinThioharnstoff-Chelatharz (Produkt der Hokuetsu
an das Quecksilber adsorbiert ist, leicht regeneriert 45 Carbon So., Ltd.), an das Quecksilber in einer Menge
werden kann, indem das Harz mit einer Lösung einer von durchschnittlich 104 mg/g adsorbiert worden ist,
spezifischen Schwefelverbindung der oben angegebenen wurde in eine 0,2molare Natriumsulfidlösung in einer
allgemeinen Formel MenS3:, in der sämtliche Symbole lOfachen Menge der adsorbierten Mole Quecksilber
bereits definiert wurden, in Berührung gebracht wird. eingetaucht und anschließend 3 Stunden bei Raum-
Die Menge der Schwefelverbindung variiert mit der 50 temperatur gerührt, wobei der pH-Wert der Lösung
Menge des an das Chelatharz adsorbierten Queck- auf die in Tabelle 1 angegebenen Werte unter Versilbers,
sie ist jedoch im allgemeinen derart, daß das wendung von Chlorwasserstoff säure und Natrium-Molverhältnis
der Schwefelverbindung zu dem adsor- hydroxid eingestellt wurde. Dann wurde die in dem
bierien Quecksilber wenigstens 1,0, bevorzugt wenig- Chelatharz verbleibende Quecksilbermenge nach der
stens 5,0, beträgt. Die Konzentration der Schwefel- 55 Atomabsorptionsmeßmethode gemäß JlS K 0102 nach
verbindung in der Lösung variiert je nach der Art des oxidativer Zersetzung mit Salpetersäure und Kaliumverwendeten
Chelatharzes, dem Zustand der Adsorp- permanganat quantitativ bestimmt. Die Ergebnisse
tion des Quecksilbers u. dgl. und ist nicht kritisch. sind in Tabelle 1 wiedergegeben. Die Beziehung zwi-Im
allgemeinen variiert die Konzentration über einen sehen dem pH-Wert der Natriumsulfidlösung und dem
weiten Bereich von etwa 0,01 Mol bis zu der Sättigungs- 60 Prozentgehalt der Quecksilberrückgewinnung ist in
konzentration der Lösung der Schwefelverbindung. F i g. 1 gezeigt.
Die Maßnahmen der Regenerierung des quecksilber- Das in Versuch 5 der Tabelle I regenerierte Chelat-
adsorbierten Chelatharzes mit der Lösung der Schwe- harz wurde in eine Kolonne gepackt, und eine wäß-
felverbindung ist nicht kritisch und kann nach einer rige, 120 ppm HgCl2 enthaltende Lösung wurde durch
an sich bekannten Methode durchgeführt werden. 65 die Kolonne geführt. Es wurde festgestellt, daß die
Beispielsweise kann die Regenerierung ausgeführt Quecksilberkonzentration des ausströmenden Wassers
werden, indem die Lösung der Schwefelverbindung 0,01 ppm betrug, und das regenerierte Chelatharz
durch das Chelatharz, an das Quecksilber adsorbiert konnte ausreichend wiederverwendet werden.
pH-Wert
Menge an zurückbleibendem Quecksilber (mg/g)
Prozentuale Rückgewinnung des
Quecksilbers (%)
Quecksilbers (%)
Versuch Nr.
1 I 2 I 3 I 4 I 5
10,0
11,5
12,0
19
82
13,0
0,1
99,9
13,4
100
Das gleiche Verfahren wie im Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei verschiedene Chelatharze, die
Quecksilber in einer Menge von durchschnittlich 104 mg/g adsorbiert hatten und verschiedene in Tabelle
II aufgeführte Sulfidlösungen verwendet wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle II wiedergegeben.
| Sulfide | Molverhältnis | pH-Wert der Sulfid |
Prozentuale | |
| Ver such |
von Sulfid zu adsorbiertem |
lösung | Gewinnung des adsot- |
|
| Nr. | Na2S | Hg | 11 | bierten Hg |
| 1 | Na2S | 20 | 13 | 100 |
| 2 | Na2S | 20 | 13 | 100 |
| 3 | K2S | 2 | 13 | 53 |
| 4 | K2S | 10 | 12 | 100 |
| 5+ | K2S | 20 | 13 | 85 |
| 6+ | BaS | 20 | 13 | 100 |
| 7 | Na2S2 | 20 | 12 | 100 |
| 8 | Na2S2 | 10 | 13 | 62 |
| 9 | K2S2 | 10 | 12 | 100 |
| 10++ | K2S2 | 20 | 13 | 81 |
| 11++ | BaS3 | 20 | 12 | 100 |
| 12 | BaS3 | 20 | 13 | 83 |
| 13 | K2S4 | 10 | 13 | 100 |
| 14 | Na2S5 | 20 | 13 | 100 |
| 15 | K-J1S5 | 10 | 13 | 100 |
| 16 | 10 | 100 | ||
Beispiel 1 verwendet, das jedoch kein daran adsorbiertes Quecksilber enthielt, wurde in eine Kolonne gepackt,
und eine wäßrige HgCl2-Lösung verschiedener Konzentrationen wurde durch die Kolonne geführt.
Die Quecksilbermenge, die in dem vom Boden der Kolonne abströmenden Material enthalten war, wurde
gemessen. Dann wurde das Chelatharz unter Verwendung einer wäßrigen HgCl2-Lösung mit einer Quecksilberkonzentration
von etwa 10 g/l mit Quecksilber gesättigt. Quecksilber wurde an das Chelatharz in
einer Menge von durchschnittlich 98 mg/g adsorbiert. Das Quecksilber wurde unter Verwendung einer
wäßrigen Natriumsulfidlösung in einer lOmolaren Menge, bezogen auf die Menge des adsorbierten
Quecksilbers (pH 13) eluiert, und das chelatisierte Harz wurde mit verdünnter Chlorwasserstoffsäure
und dann mit Wasser gewaschen. Dieses Verfahren wurde fünfmal wiederholt, und die erhaltenen Ergebnisse
sind in Tabelle III wiedergegeben.
45
| Anzahl der Arbeits |
Gewinnung des Queck silbers |
Quecksilber konzentration in der HgCl2- |
Quecksilber konzentration im abströmenden |
| gänge | Lösung | Material | |
| (%) | (ppm2) | (ppm) | |
| 1 | 100 | 120 | 0,01 |
| 2 | 100 | 120 | 0,02 |
| 3 | 100 | 15 | 0,02 |
| 4 | 100 | 15 | 0,01 |
| 5 | 100 | 15 | 0,01 |
35 Aus den in Tabelle III gezeigten Ergebnissen ist
ersichtlich, daß unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens das Chelatharz wiederholt verwendet
werden kann.
40
In den Versuchen Nr. 1 bis 4, 7 bis 9 und 12 bis 16 wurde das gleiche Thioharnstoffchelatharz wie im
Beispiel 1 verwendet. In den Versuchen 5 und 6 (+) wurde ein Dithiocarbamatharz verwendet, und in den
Versuchen 10 und 11 (++) wurde ein Iminodiacetatharz
(CR-10, Produkt der Mitsubishi Chemical Co., Ltd.) verwendet.
Jedes der im Beispiel 2 regenerierten Chelatharze wurde in eine Kolonne gepackt, und eine wäßrige
120 ppm HgCl2 enthaltende Lösung wurde durch die Kolonne geleitet.
Es wurde festgestellt, daß die Quecksilberkonzentration
in dem ausströmenden Wasser weniger :>ls 0,02 ppm
betrug, und das regenerierte Harz konnte aub-fichend
wiederverwendet werden.
Ungebrauchtes Thioharnstoffchelatharz (Produkt der Hokuetsu Carbon Co., Ltd), das gleiche, wie im
In eine Kolonne mit einem inneren Durchmesser von etwa 1 cm wurden 11 ecm eines ThioharnstofT-chelatharzes
(Produkt der Hokuetsu Carbon Co., Ltd.) gepackt, und eine l%ige Natriumchloridlösung, die
HgCl2 in einer Menge von 15 ppm als Hg enthielt, wurde vom Oberteil der Kolonne heruntergegossen
und hindurchgeleitet. Die Menge der Lösung, die durch die Kolonne wanderte, (berechnet als das Mehrfache
der Menge des Chelatharzes) und die Konzentration des in der abströmenden Lösung verbleibenden
Quecksilbers wurden gemessen.
Das obige Verfahren wurde in der gleichen Weise unter Verwendung eines stark basischen Ionenaustauschharzes,
das eine funktionell Gruppe der Formel
X-
enthielt, wiederholt. Die erhaltenen Ergebnisse sind
in der folgenden Tabelle IV wiedergegeben.
Menge der HgCl2 enthaltenden Natriumchloridlösung
(Mehrfaches der Menge des Chelatharzes)
Konzentration des in dem abströmenden Material bei Anwendung des Chelatharzes verbleibenden Hg
(Ppm)
Konzentration des in dem abströmenden Material bei Verwendung des lonenaustauschharzes verbleibenden
Hg (ppm)
| 10 | 1000 | 2000 | 3000 | 4000 | 5000 | 6000 |
| <0,001 | <0,001 | 0,002 | 0,003 | 0,004 | 0,005 | 0,007 |
| 0,02 | 0,035 | 0,050 | 0,060 | 0,065 | 0,070 | 0,075 |
Aus den Ergebnissen ist ersichtlich, daß das Chelatharz eine wesentlich höhere Wirksamkeit hinsichtlich dei
Entfernung von Quecksilber besitzt als das stark basische Ionenaustauschharz.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Regenerierung eines Chelat- Nachteilen.
harzes, an das Quecksilber adsorbiert ist, da- 5 Gegenstand der Erfindung ist daher ein wirtschaftdurch
gekennzeichnet, daß das Chelat- liches Verfahren zur praktisch vollständigen Rückharz
mit einer einen pH-Wert von wenigstens 11 gewinnung von Quecksilber aus einer quecksilberaufweisenden
Lösung wenigstens einer Schwefel- haltigen Abfallflüssigkeit.
verbindung der allgemeinen Formel Speziell besteht die Aufgabe der Erfindung darin,
ίο ein Verfahren zur leichten Regenerierung eines Chelat-
Me»s* harzes zu schaffen, das Quecksilber adsorbiert hat.
worin Me ein Alkalimetall, Barium oder Ammo- Die vorstehende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß
nium, η eine ganze Zahl 1 oder 2, wobei η 2 ist, ein Chelatharz, an das Quecksilber adsorbiert ist, mit
wenn Me ein Alkalimetall oder Ammonium ist einer einen pH-Wert von wenigstens 11,0 aufweisenden
und 1 ist, wenn Me Barium ist und χ eine ganze 15 Lösung wenigstens einer Schwefelverbindung der all-
ZahJ von 1 bis 5 bedeuten, unter Freisetzung des gemeinen Formel
adsorbierten Quecksilbers aus dem Chelatharz in
adsorbierten Quecksilbers aus dem Chelatharz in
Berührung gebracht wird. MenSx
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Chelatharz Thioharnstoffharze, 20 worin Me ein Alkalimetall, Barium oder Ammonium,
Thiolharze, Dithiocarbamatharze und/oder Imino- 11 eine ganze Zahl von 1 oder 2, wobei η 2 ist, wenn
diacetatharze verwendet werden. Me ein Alkalimetall oder Ammonium ist und η 1 ist,
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- wenn Me Barium ist und χ eine ganze Zahl von 1 bis
zeichnet, daß der pH-Wert der Lösung wenigstens 5 bedeutet, unter Freisetzung des Quecksilbers aus
11,0 vorzugsweise 13,0 beträgt. 25 dem Chelatharz in Berührung gebracht wird.
Das »Chelatharz« ist ein allgemeiner Ausdruck für Harze, welche funktioneile Gruppen enthalten, die
Metalle in der Lösung in chelatisierter Form einfangen.
In der vorliegenden Erfindung kann jedes beliebige 30 Chelatharz, das Quecksilber in chelatisierter Form
Die Erfindung betrifft ein Veifahren zur Regenerie- einfängt, verwendet werden. Typische Beispiele für
rung von Chelatharzen, die Quecksilber adsorbiert Chelatharze sind Schwefel-Stickstoff-haltige Chelathaben,
wobei das Chelatharz mit einer Lösung einer harze, wie beispielsweise Thioharnstoffharze, Thiobestimmten
schwefelhaltiger,! Verbindung unter Frei- semicarbazidharze und Dithizonharze, schwefelhaltige
Setzung des adsorbierten Quecksilbers mit guter Wirk- 35 Chelatharze, wie beispielsweise Thiolharze und andere
samkeit kontaktiert wird. Chelatharze wie beispielsweise Iminodiacetatharze
Quecksilber ist für Menschen äußeret schädlich, u. dgl. Chelatharze mit schwefelhaltigen funktionellen
und daher ist es notwendig, in Industrieabfällen Gruppen besitzen außergewöhnlich gute quecksilberenthaltenes
Quecksilber vor der Beseitigung zurück- adsorbierende Eigenschaften. Es war bisher unmögzugewinnen.
4° lieh, derartige schwefelhaltige Chelatharze zu regene-
Es ist bereits ein Verfahren bekannt, bei dem eine rieren, jedoch kann das adsorbierte Quecksilber gemäß
quecksilberhaltige Abfallflüssigkeit mit einem An- der Erfindung in einfacher Weise aus diesen Chelationenaustauschharz
zur Beseitigung von Quecksilber harzen freigesetzt werden.
durch Ionenaustausch in Berührung gebracht wird Die Schwefel-Stickstoff-haltigen Chelatharze werden
(vgl. USA.-Patentschriften 3 085 859 und 3 213 006). 45 besonders gut nach dem Verfahren der Erfindung
Dieses Verfahren ist jedoch nicht zufriedenstellend, regeneriert, und dann folgen hinsichtlich der Regeneda
die Rückgewinnung von Quecksilber aus der rierwirksamkeit die schwefelhaltigen Chelatharze.
Abfallflüssigkeit nicht ausreichend ist, und das Ver- Jede beliebige Schwefelverbindung, die durch die
Abfallflüssigkeit nicht ausreichend ist, und das Ver- Jede beliebige Schwefelverbindung, die durch die
fahren ist lediglich anwendbar, wenn das Quecksilber obige allgemeine Formel wiedergegeben wird, kann
in einer speziellen Form vorliegt. 50 gemäß der Erfindung verwendet werden. Zu den
In jüngster Zeit wurde vorgeschlagen, Quecksilber Beispielen dafür gehören Alkalisulfide, wie Na2S oder
aus einer quecksilberhaltigen Abfallflüssigkeit durch K2S, Alkalipolysulfide, z. B. Na2S2, Na2S3, K2S4 oder
Kontaktierung der Flüssigkeit mit einem Chelatharz Na2S5, Ammoniumsulfid, Ammoniumpolysulfid, Bazu
gewinnen, um dadurch eine Adsorption von Queck- riumsulfid oder Bariumpolysulfide, z. B. BaS3 oder
silber an das Harz herbeizuführen. Dieses Verfahren 55 BaS4. Die Verwendung der Alkalisulfide und Alkaliist
den Verfahren unter Verwendung eines Anionen- polysulfide liefert besonders gute Ergebnisse. Andereraustauschharzes
überlegen, da das in der Abfall- seits tragen das Ammoniumsulfid und Ammoniumflüssigkeit
enthaltene Quecksilber vollständig entfernt polysulfid selbst zu schlechterer Regenerierwirksamkeit
werden kann und das Verfahren unabhängig von der auf Grund unzureichender pH-Werteinstellung bei,
Form des in der Abfallflüssigkeit vorliegenden Queck- 60 jedoch können sie, indem der pH-Wert durch Zugabe
silbers anwendbar ist. von Alkali gesondert eingestellt wird, gleichfalls in
Während das zur Gewinnung von Quecksilber ver- wirksamer Weise in dem Regenerierverfahren eingewendete
Anionenaustauschharz lediglich durch Wa- setzt werden.
sehen mit Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure u. dgl. Es ist nicht vollkommen geklärt, durch welche
regeneriert werden kann, um das Ionenaustausch- 65 Wirkung die Schwefelverbindung der oben gegebenen
Quecksilber zu entfernen, kann das Chelatharz, wel- allgemeinen Formel an Chelatharze adsorbiertes
ches Quecksilber adsorbiert hat, mit Ausnahme einiger Quecksilber freisetzt, jedoch wird angenommen, daß
spezieller Arten gewöhnlich nicht regeneriert werden. das Quecksilber zunächst in Quecksilbersulfid über-
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|---|---|---|---|
| JP46079132A JPS507106B2 (de) | 1971-10-09 | 1971-10-09 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |