DE2245170B2 - Elektrischer leistungsschalter - Google Patents

Elektrischer leistungsschalter

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DE2245170B2 DE19722245170 DE2245170A DE2245170B2 DE 2245170 B2 DE2245170 B2 DE 2245170B2 DE 19722245170 DE19722245170 DE 19722245170 DE 2245170 A DE2245170 A DE 2245170A DE 2245170 B2 DE2245170 B2 DE 2245170B2
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Description

Die Erfindung betrifft einen elektrischen Leistungsialter mit einer eine unter elastischem Druck stehen-Löschflüssigkeit enthaltenden Trennkammer, einem tvegbaren Kontaktstück und einem mit diesem verndenen Kolben, der vom Druck in der Trennkammer aufschlagt wird und unter der Druckwirkung das begbare Kontaktstück von der Ein- in die Ausschaltllung bringen kann.
Bei Leistungsschaltern diese Art, wie sie z. B. in der :-PS 15 37 673 bzw. der DT-OS 16 40 215 beschrien sind, ermöglicht die Abschaltung des Stromes rch Auseinanderbewegung von festen und bewegbaren Kontaktstücken in einem Dielektrikum, das durch eine unter ständigem Druck gehaltene Löschflüssigkeit gebildet ist, die Verbesserung bestimmter elektrischer Eigenschaften der Löschflüssigkeit, z. B. der Durnh-S schlagfestigkeit und er Löschfähigkeit. Es ist daher möglich, bessere Schaltleistungen und/oder eine Verringerung des Volumens der Löschflüssigkeit zu erreichen, was insbesondere auf die Verringerung des notwendigen gegenseitigen Abstandes der beiden Kon-
taktstücke in der Ausschaltstellung zurückzuführen ist. Ein solcher Leistungsschalter kann hierdurch kleiner ausgebildet werden und erfordert einen geringeren Aufwand. Schalter mit dielektrischer Druckflüssigkeit sind insbesondere dann vorteilhaft, wenn als dielektrisehe Flüssigkeit ein verflüssigtes Isoliergas verwendet wird, das zur Beibehaltung des flüssigen Zustandes unter Druck gehalten wird, z. B. verflüssigtes Hexafluorschwefelgas.
Bei bekannten Leistungsschaltern dieser Art werden zum Unterdruckhalten der Löschflüssigkeit elastische Druckmittel verwendet, z. B. durch ein Druckgaskissen gebildete pneumatische Mittel, die zugleich zur Betätigung des bewegbaren Kontaktstückes de-j Schalters im Sinne der Trennung der Kontaktstücke in der Trennkammer, d. h. zum Ausschalten, dienen.
Im praktischen Betrieb ist die Trennkammer eines solchen Schalters mit einer Vorratsmenge der unter Druck stehenden Löschflüssigkeit, z. B. in einem hydropneumatischen oder hydromechanischen Speicher, in Verbindung, der mit der Trennkammer durch kurze und/oder einen großen Druchlaßquerschnitt aufweisende Druchlässe oder Kanäle verbunden ist, damit im Augenblick des Ein- oder Ausschaltens der Flüssigkeitsaustausch ohne Verzögerung erfolgen kann. Hierbei besteht der Nachteil, daß der hydropneumatisehe Speicher bzw. Flüssigkeitsvorrat mit dem elastischen Druckmittel entweder nahe an der Trennkammer, d. h. in wenig praktischer Weise in dem unter Spannung befindlichen Teil des Schalters, oder am Bodenpotential angeordnet werden muß, wobei in diesem Falle ein Kanal mit großem Durchlaßquerschnitt insbesondere in der Isoliersäule des Schalters notwendig ist, was bei Verwendung von hohem Druck unwirtschaftlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leistungsschalter dieser Art derart auszubilden und zu verbessern, daß die Ausschaltbewegung des bewegbaren Kontaktstückes auch ohne besondere elastische Mittel durchgeführt werden kann. Die Lösung dieser Aufgabe beruht auf der Überlegung, daß bei einem Schalter der angegebenen Art jede Einschaltbewegung des bewegbaren Kontaktstückes mit einer Druckerhöhung verbunden ist und bei jeder Druckerhöhung nicht nur Gase, sonderne auch Flüssigkeiten in mehr oder weniger großem Ausmaß verdichtet werden, und daß daher bei Anwendung einer genügend großen Menge an Löschflüssigkeit und/oder Verwendung einer Löschflüssigkeit mit relativ großer Kompressibilität als elastisches Druckmittel zur Durchführung der Ausschaltbewegung die bei der Einschaltbewegung erzeugte bzw vergrößerte volumetrische Elastizität der Löschflüssigkeit verwendet werden kann.
Demgemäß besteht die Lösung der Aufgabe darin daß bei einem Leistungsschalter der eingangs angegebenen Art die Trennkammer starre Wandungen besitzt
6^ vollständig mit der Löschflüssigkeit gefüllt und nach außen so weit abgeschlossen ist, daß die Energie für die Ausschaltbewegung im wesentlichen von der komprimierten Löschflüssigkeit geliefert wird.
Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, das bewegbare Kontaktstück eines Schalters im Sinne des ölfnens bzw. Ausschaltens allein durch die Wirkung der Eigenelastizität eines Dielektrikums zi- betätigen, das ir. der Trennkammer des Schalters unter Druck enihaiten ist. Dieser Vorschlag erfordert jedoch, daß die Trennkammer mit einem Druckgas erhöhten Löschvermögens, z. B. dem Gas SFe, gefüllt in. Hierbei muß das Gas auf einer solchen erhöhten Temperatur gehalten werden, daß sein Druck, selbst bei sehr niedriger Außentemperatur, um soviel höher als der atmosphärische Druck bleibt, daß die zum Ausschalten des Schalters notwendige Arbeit geleistet werden kann. Derartige Schalter benötigen daher eine zusätzliche Heizvorrichtung, was im Hinblick auf die Sicherheit nachteilig ist. Dann, wenn diese Heizvorrichtung ausfällt, so ist das öffnen des Schalters bei niedriger Außentemperatur in Frage gestellt, weil der Gasdruck in der Schahkammer zu niedrig sein kann.
Demgegenüber wird bei dem Leistungsschalter nach der Erfindung ausschließlich die volumetrische Elastizität eines im flüssigen Zustand befindlichen Dielektrikums ausgenutzt, dessen Druck .unabhängig von der Außentemperatur stets hoch genug ist, um die Ausschaltarbeit ohne zusätzliche Heizvorrichtung zu leisten.
Die Verwendung eines solchen flüssigen Dielektrikums an Stelle eines gasförmigen Dielektrikums ermöglicht daher eine erheblich einfachere Ausbildung und erhöht die Betriebssicherheit eines solchen Leistungsschalters.
Bei einem gemäß der Erfindung ausgebildeten Leistungsschalter kann als Löschflüssigkeit z. B. öl verwendet werden, das ebenso wie andere Flüssigkeiten bekanntlich elastisch verdichtbar ist (Volumenelastizität). Vorzugsweise wird jedoch eine Löschflüssigkeit verwendet, die eine etwa mindestens zehnmal so große Zusammendrückbarkeit wie öl besitzt und insbesondere aus einem verflüssigten Isoliergas, wie Hexafluorschwefelgas SFe, besteht. Dabei kann ferner das bewegbare Kontaktstück selbst als Ausschaltkolben, bzw. als Tauchkolben, ausgebildet bzw. mit einem solchen verbunden sein, auch braucht der Schalter nach außen nicht vollständig abgeschlossen zu sein, sondern kann mit einer zum Ausgleich von Änderungen des Volumens der Löschflüssigkeit infolge von Temperaturänderungen dienenden Ausgleichseinrichtung aus einem hydropneumatischen Druckspeicher versehen sein, der eine mit der Trennkammer über eine Leitung verbundene Flüssigkeitskammer aufweist, die die eir>°m in der Trennkammer entstandenem Überdruck entsprechende Flüssigkeitsmenge aufzunehmen vermag.
In jedem Fall ist bei dem Leistungsschalter nach der Erfindung infolge der starren Ausbildung und festen Verbindung der Trennkammerwandungen und der vollständigen Füllung der Trennkammer mit der elastisch verdichtbaren Löschflüssigkeit im wesentlichen nur durch die Elastizität der Löschflüssigkeit ein sicherer Betrieb des Leistungsschalters gewährleistet, ohne daß zusätzliche elastische Mittel und/oder Heizvorrichtungen erforderlich sind. Dabei wird notwendigerweise die Energie für die Ausschaltbewegung des bewegbaren Kontaktstückes nicht ausschließlich der komprimierten Löschflüssigkeit entnommen, sondern auch den starren Wandungen der Trennkammer, da es ideal starre Wandungen nicht gibt, vielmehr auch »starre« Wandungen eine geringe Elastizität besitzen und bei Verdichtung der Löschflüssigkeit in der Trennkammer eine entsprechende Energie speichern.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
F i g. 1 zeigt einen schematischen Längsschnitt durch den Leistungsschalter und
Fig. 2 stellt einen vergrößerten Teil-Längsschnitt durch eine abgeänderte Ausfübrungsform des beweglichen Kontaktstückes dar.
ίο Der in F i g. 1 in Ausschaltstellung gezeigte Leistungsschalter ist mit einer Trennkammer 2 versehen, die z. B. durch eine zylindrische Seitenwandung 4 sowie mit dieser dichtschließend verbundene Stirnwand 6 und 8 gebildet und mit einer Löschflüssigkeit gefüllt ist. Alle Wandungen der Trennkammer sind starr ausgebildet und fest miteinander verbunden.
In der Trennkammer 2 sind ein feststehendes Kontaktstück 10 und ein bewegbares Kontaktstück 12 angeordnet. Das feste Kontaktstück 10 ist von einer Muffe 14 aus Isoliermaterial umgeben, die sich mit einer oberen Ringfläche 16 an der unteren bzw. inneren Fläche der oberen Stirnwand 6 abstützt, damit die Schubkräfte, die durch den Druck der die Trennkammer 2 vollständig ausfüllenden, aus einem Dielektrikum bestehenden Löschflüssigkeit und in der Einschaltstellung des Schalters durch das bewegbare Kontaktstück 12 auf das feste Kontaktstück 10 ausgeübt vverden, aufgenommen werden können. Die Isoliermuffe 14 ist mit einem sich nach oben durch die Stirnwand 6 hindurch erstreckenden rohrförmigen Ansatz 18 versehen, dessen Länge von der Größe der von den; Schalter aufzunehmenden Spannungen abhängig ist. Der Ansatz 18 umfaßt eine Leitungsstange 20, deren oberes Ende 22 eine der Klemmen des Schalters bildet, der in der zu schaltenden Leitung 24, 24' angeordnet ist.
Das bewegbare Kontaktstück 12 ist mit Hilfe einer Packung 26, vorzugsweise einer federnden Packung, dichtschließend durch die untere Stirnwand der Trennkammer 2 hindurchgeführt und mit einem Anschlag zur Begrenzung seiner Wegbewegung von dem festen Kontaktstück «0 versehen. Der Anschlag kann z. B. durch eine Anschlagschulter 28 gebildet sein, mit der sich das bewegbare Kontaktstück 12 in der Ausschaltstellung an der unteren Stirnwand 8 der Trennkammer abstützt.
Das bewegbare Kontaktstück 12 ist elektrisch mit der zweiten Klemme 30 des Schalters verbunden, die ihrerseits an den Abschnitt 24' der zu schaltenden Leitung angeschlossen ist. Das Maß der maximalen Wegbewegung des bewegbaren Kontaktstückes 12 von dem festen Kontaktstück 10 kann im Vergleich zu bekannten Schaltern sehr gering sein, so daß die elektrische Verbindung zwischen den bewegbaren Kontaktstück und der Klemme 30 durch einen einfachen Metalldraht 32 gebildet sein kann und Gleitkontakte, wie sie im allgemeinen bei solchen Schaltern notwendig sind, vermieden werden können.
Die Trennkammer 2 ist durch ihre starren Wandungen 4, 6 und 8 dicht umschlossen und mit Löschflüssigkeit unter hohem Druck gefüllt. Dierse kann einfach durch öl unter Druck gebildet sein, besteht aber bei dem Schalter nach der Erfindung vorzugsweise aus einem verflüssigten Isoliergas, das dauernd im flüssigen Zustand gehalten wird. Insbesondere wird verflüssigtes Hexafluorschwefelgas SFe verwendet, das als Dielektrikum besonders vorteilhaft ist.
Die untere Stirnwand 8 der Trennkammer 2 bildet zugleich das obere Ende eines Isolierstückes, z. B. einer
Isoliersäule 34, die mit einem flüssigen oder gasförmigen Dielektrikum, z. B. öl oder Hexafluorschwefelgas unter schwachem Druck gefüllt ist. Das untere Ende der Isoliersäule 34 ist an einem Sockel 36 befestigt, der auf einem am Boden aufgestellten Gestell 38 angebracht ist.
Das bewegbare Kontaktstück 12 ist z. B. durch einen das Innnere der Isoliersäule 34 durchdringenden Isolierstab 40 mechanisch mit einer auslösbaren Einschaltvorrichtung verbunden, die bei ihrer Betätigung das bewegbare Kontaktstück entgegen dem Druck der Löschflüssigkeit mit dem festen Kontaktstück in Berührung bringt. Die Einschaltvorrichtung ist bekannter Art und kann gemäß F i g. 1 ausgebildet sein. Wie diese zeigt, ist das untere Ende des Isolierstabes 40 mindestens schubfest mit einem Kolben 42 verbunden, der in einer in dem Sockel 36 angeordneten zylindrischen Ausnehmung 44 unter Zwischenfügung einer Dichtung 46 verschiebbar ist. Die so gebildete Kolben- und Zylindervorrichtung 42, 44 kann durch eine hydraulische Steuervorrichtung 48 bekannter Art betätigt werden, deren wesentliche Teile innerhalb der gestrichelt gezeichneten Begrenzung angeordnet sind, die aber nicht zum Gegenstand der Erfindung gehört. Bei der dargestellten Asführungsform weist die Steuervorrichtung 48 einen ölpneumatischen Speicher 50, eine ölpumpe 52, einen Vorratsbehälter 54 für öl unter niedrigem Druck, und eine hydraulische Stellvorrichtung auf, die in vereinfachter Form durch ein Dreiwegventil 56 dargestellt ist.
Die Trennkammer 2 könnte mit einer einfachen Füllöffnung bzw. einem einfachen Füllventil für das unter Druck stehende verflüssigte Isoliergas versehen sein, da im Gegensatz zu bekannten Leistungsschaltern zusätzliche elastische Mittel zum Unterdrucksetzen der Löschflüssigkeit nicht verwendet sind. Vielmehr ist gemäß der Erfindung die elastische Zusammendrückbarkeit der die Trennkammer vollständig ausfüllenden, ständig unter Druck stehenden Löschflüssigkeit zum Herbeiführen der Ausschaltbewegung ausgenutzt, wie bereits erläutert. Hierbei ist gemäß F i g. 1 zum Ausgleich von Änderungen des Volumens der Löschflüssigkeit infolge von Temperaturerhöhung von z. B. —50 bis + 600C, denen der Schalter ausgesetzt werden kann, eine Ausgleicheinrichtung angeordnet, die zugleich die Füll- und Kontrollvorrichtung bildet.
Hierzu ist die Trennkammer 2 durch einen in der unteren Stirnwand 8 angeordneten Kanal 58 und eine an diesen anschließende Leitung 60 von kleinem Durchlaßquerschnitt, die durch den Innenraum der Isoliersäule 34 hindurchgeht, mit einem in dem Sockel 36 angeordneten Kanal 62 verbunden, der mit einer Vorratsmenge des verflüssigten Isoliergases in Verbindung ist. Diese Vorratsmenge ist in der Flüssigkeitskammer 66 eines hydropneumatischen Druckspeichers 64 enthalten, dessen Gaskammer 68 ein elastisches Kissen aus komprimiertem Gas. z. B. Stickstoff oder vorzugsweise Helium, einschließt. Außerdem sind eine Fülleitung 70, ein Druckmesser 72 und Absperrventile 74, 76 und 78 angeordnet.
Wenn der Druckspeicher 64 und die Trennkammer 2 des Schalters mit der dielektrischen Löschflüssigkeit bzw. dem verflüssigten Isoliergas unter Druck gefüllt worden sind, so wird bei der in F i g. 1 gezeigten Ausschaltstellung das bewegbare Kontaktstück 12, das einen Tauchkolben bildet, durch den Druck der Löschflüssigkeit in seiner untersten Stellung, d. h. in der Ausschaltstellung gehalten. Zum Einschalten wird der KoI-ben-Zylindervorrichtung 42, 44 Druckflüssigkeit züge führt, indem die Stellvorrichtung 56 entsprechend ein gestellt wird. Der Kolben 42 wird hierdurch angehober so daß über den eine Kolbenstange bildenden Isolier stab 40 auch das bewegbare Kontaktstück 12 angeho ben wird, bis es in Berührung mit den festen Kontakt stück 10 kommt. Solange der Kolben- und Zylindervor richtung 42, 44 Druckflüssigkeit zugeführt wird, was in allgemeinen durch einen selbsthaltenden hydraulische!
ίο Stromkreis erfolgt, behält der Schalter seine Einschalt stellung bei. Zum Ausschalten wird die Kolben- und Zy lindervorrichtung 42,44 in bekannter Weise durch Um stellen der Stellvorrichtung 56 entlastet, worauf das be wegbartc Kontaktstück 12 allein durch die volumetri sehe Elastizität der in der Trennkammer 2 unter Drucl enthaltenen Löschflüssigkeit nach unten verschöbet und von dem festen Kontaktstück 10 getrennt wird ohne daß aus der Trennkammer 2 eine bemerkenswcr te Flüssigkeitsmenge über die Leitung 60 zu den Druckspeicher 64 gelangt. Bei gleichbleibende, Tempe ratur kann dann das Absperfventil 74 geschlossen wer den.
Bei der bevorzugten Verwendung von verflüssigten Isoliergas SF6 als Löschflüssigkeit hat dieses einer Druck in der Größenordnung von 200 bis 400 ba (1 bar = 1,02 kg/cm2). Hierbei kann der gegenseitig! Abstand der beiden Kontaktstücke 10 und 12 in de Auschaltstellung sehr gering gehalten werden und ζ. Β nur etwa 10 mm für eine Spannung von 200 000VoI betragen. Das durch die Einschaltbewegung des beweg baren Kontaktstückes verdrängte Volumen der Lösch flüssigkeit beträgt dabei nur etwa 20 cm3. Wenn die Zu sammendrückbarkeit der Löschflüssigkeit sehr hoch is und z. B. etwa ΙΟ"3 je bar (anstatt 5 bis 7 χ 10~5 bar-
für öl) beträgt, so genügt ein verringertes Volumen de Löschflüssigkeit (z. B. 4000 cm3) in der Trennkammer damit (bei konstanter Temperatur) die Druckänderun gen infolge der Kontaktstückbewegung gering sind un< in der Größenordnung von 5 bar liegen.
Der Druckspeicher 64 mit seinem Vorrat an Lösch flüssigkeit kann von der Trennkammer 2 entfernt an geordnet sein. Der Zustrom von Löschflüssigkeit au dem Druckspeicher 64 zu der Trennkammer 2 ode umgekehrt erfolgt nur langsam in Abhängigkeit voi Temperaturänderungen. Der Druckmesser 72 ermög
licht die Überwachung des Drucks der Löschflüssigkeit
Für den Fall, daß als Löschflüssigkeit öl verwende
wird, sind die Bedingungen weniger vorteilhaft, weil ö erheblich weniger kompressibel als SF6-Flüssigkeit is und ein größerer gegenseitiger Abstand der Kontakt stücke 10,12 in der Ausschaltstellung erforderlich ist. Ii diesem Fall genügt es jedoch, den Rauminhalt de Trennkammer ausreichend zu vergrößern.
Zur möglichst kleinen Bemessung des Bewegungs weges des bewegbaren Kontaktstückes ist es vorteil haft, Kontaktstücke ohne Vorberührung, d. h. Kontakt stücke zu verwenden, die allein bei Druckberührunj wirksam werden. Deshalb ist auch eine hydraulisch) Steuervorrichtung der in F i g. 1 dargestellten Art, be der in der Einschaltstellung das bewegbare Kontakt stück durch den Öldruck in fester Druckberührung mi dem festen Kontaktstück gehalten wird, besonder günstig.
Bei der in F i g. 2 gezeigten bevorzugten Ausfüh rungsform des bewegbaren Kontaktstückes 12' ist die ses im Gegensatz zu F i g. 1 nicht selbst als Tauchkol ben ausgebildet, sondern mit einem Kolben 80 verbun den, der in einem zylindrischen Hohlraum 82 der unte
ren Stirnwand 8 der Trennkammer 2 verschiebbar ist und den Hohlraum 82 nach unten abdichtend abschließt. Zur Abdichtung zwischen der unteren Stirnwand 8 und dem Kolben 80 ist eine Ringdichtung 26' und zur Abdichtung zwischen einem schaftartigen An satz des bewegbaren Kontaktstückes 12' und der unteren Stirnwand 8 ist eine Ringdichtung 26" angeordnet.
Das bewegbare Kontaktaktstück 12' weist einen axialen Kanal 84 auf, der über Querbohrungen 86 mit dem Innern des zylinderischen Hohlraumes 82 in Verbindung steht. Im Augenblick des Ausschaltens wird das bewegbare Kontaktstück durch die volumetrische Elastizität der unter Druck stehenden Löschflüssigkeit in der bereits beschriebenen Weise zurückgestoßen. Durch die dabei stattfindende Verschiebung des Kolbens 80 wird der zylindrische Hohlraum 82 vergrößert und mit Löschflüssigkeit aufgefüllt, die zwischen den sich auseinanderbewegenden Kontaktstücken hindurch
über den Kanal 84 und die Querbohrungen 86 zuströmt. Hierbei entwickelt sich iin Bereich des zwischen den Kontaktstücken entstehenden Lichtbogens durch diese Stromführung der Löschflüssigkeit eine turbulente Strömung. Die Öffnungszeit kann sehr kurz sein und z. B. 1 bis 2 Millisekunden betragen, wobei jedoch die augenblickliche Ausströmmenge sehr groß sein kann.
Bei einer praktischen Ausführungsform eines Gleichstrom-Leistungsschalters mit einer Wiederhcrslellungsspannung von 200 KV können die Kontaktstücke eine Berührungsfläche von etwa 10 cm2 haben und in der Einschaltstellung einem Berühiungsdruck von etwa 10 Tonnen ausgesetzt sein, der dem Unterschied zwischen dem von der Kolben- und Zylindervorrichtung 42, 44 gelieferten Druck und dem Druck auf den Kolben 80 entspricht. Das hierbei verdrängte Volumen der SFb-Löschflüssigkeit beträgt etwa 50 cm3 in ein bis zwei Millisekunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Elektrischer Leistungsschalter mit einer eine unter elastischem Druck stehende Löschflüssigkeit enthaltenden Trennkammer, einem bewegbaren Kontaktstück und einem mit diesem verbundenen Kolben, der vom Druck in der Trennkammer beaufschlagt wird und unter der Druckwirkung das bewegbare Kontaktstück von der Ein- in die AusschaltsteUung bringen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennkammer starre Wandungen besitzt, vollständig mit der Löschflüssigkeit gefüllt und nach außen so weit abgeschlossen ist, daß die Energie für die Ausschaltbewegung im wesentlichen von der komprimierten Löschflüssigkeit geliefert wird.
2. Schalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Löschflüssigkeit, die eine mindestens zehnmal so große Zusammendrückbarkeit wie Öl besitzt.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Löschflüssigkeit aus einem verflüssigten Isoliergas, wie insbesondere Hexaflucrschwefelgas SFe, besteht.
4. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine zum Ausgleich von Änderungen des Volumens der Löschflüssigkeit infolge von Temperaturänderungen dienende Ausgleichseinrichtung aus einem hydropneumatischen Druckspeicher (64), der eine mit der Trennkammer (2) über eine Leitung (58, 60, 62) verbindbare Flüssigkeitskammer (66) aufweist, die die einem in der Trennkammer entstandenen Überdruck entsprechende Flüssigkeitsmenge aufzunehmen vermag.
5. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Kontaktstück (12') in einer in einer Trennkammerwand angeordneten öffnung abdichtend verschiebbar ist, an die sich ein zylindrischer Hohlraum (82) anschließt, der durch einen mit dem bewegbaren Kontaktstück verbundenen Kolben (80) nach außen dicht abgeschlossen ist und mit der Trennkammer (2) über einen im bewegbaren Kontaktstück angeordneten Kanal (84,86) in Verbindung steht.
6. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das in Bezug auf ein festes Kontaktstück (10) bewegbare Kontaktstück (12 bzw. 12') durch einen steuerbaren Einschaltdruck in die Einschaltstellung bewegbar und gegen die wirksame Kontaktfläche des festen Kontaktstückes preßbar ist.
DE19722245170 1971-09-30 1972-09-14 Elektrischer Leistungsschalter Expired DE2245170C3 (de)

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DE2245170B2 true DE2245170B2 (de) 1976-03-25
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SE371328B (de) 1974-11-11
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AU4635672A (en) 1974-03-21
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