DE2240704B2 - Elektrodynamischer wanderfeldmotor (linearmotor) synchroner bauart - Google Patents
Elektrodynamischer wanderfeldmotor (linearmotor) synchroner bauartInfo
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- H02K41/03—Synchronous motors; Motors moving step by step; Reluctance motors
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Description
45
Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrodynamischen Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner
Bauart, bei dem die Erregung des Maschinenfeldes durch eine besondere Gleichstrom-Erregerwicklung
erfolgt, die zusätzlich zu der das Wanderfeld erzeugenden, in einem Blechpaket angeordneten
mehrphasigen Wechselstromwicklung auf dem Induktor (Primärteil) angeordnet ist, und bei dem das
Sekundärsystem abwechselnd massive magnetische Abschnitte (Reaktionszähne) und unmagnetische Ab-Schnitte
aufweist. Der Abstand zwischen den Mitten der magnetischen Abschnitte ist jeweils gleich der
doppelten Polteilung der mehrphasigen Wechselstromwicklung des Induktors. Ein derartiger Wanderfeldmotor
ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 41613 bekannt. Dabei gibt es verschiedene mögliche
Bauformen für diese synchronen Linearmotoren: So kann der Induktor auf einer oder auf beiden
Seiten des Sekundärsystems angeordnet sein.
Allen Linearmotoren synchroner Bauart gemeinsam ist die als Randeffekt bezeichnete Erscheinung,
daß beim Eintreten eines massiven magnetischen Abschnittes des Sekundärteiles (Reaktionszahn) in
das Maschinenfeld, insbesondere in das von der Gleichstrom-Erregerwicklung erzeugte Gleichfeld
durch den Anstieg des Feldes Wirbelströme erzeugt werden, die das Wanderfeld abdampfen, wodurch
die Schubkraft des Linearmotors verringert wird.
Ein derartiger Randeffekt tritt auch dann auf, wenn, wie aus der deutschen Offenlegungsschrift
21 29027 bekannt, die Erregung auf dem Sekundärsystem angeordnet ist, allerdings ist der Randeffekt
hier etwas verringert. Da aber bei Anwesenheit des Induktors das Feld in den Polen größer ist als bei
Abwesenheit des Induktors, entsteht beim Eintreten des Poles in den Induktor ein Feldanstieg, dem Wirbeiströme
entgegenwirken wollen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Leistung eines elektrischen Wanderfeldmotors
(Linearmotors) synchroner Bauart zu verbessern. Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem
elektrodynamischen Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner Bauart der eingangs beschriebenen Art
gemäß der Erfindung zumindest an dem in Bewegungsrichtung vornliegenden Rand des Blechpaketes
eine zusätzliche, gleichstromerregte Vormagnetisierungszone angeordnet, deren Fluß in Richtung des
Erregerfiusses verläuft. Auf diese Weise tritt der masfive magnetische Abschnitte des Sekundärteiles
(Reaktionszahn) zunächst in das reine Gleichfeld der zusätzlichen Vormagnetisierungszone ein. Durch den
Aufbau des Feldes von Null bis zu seinem Maximalwert werden dabei im einlaufenden massiven magnetischen
Abschnitt Wirbelströme erzeugt, die den Aufbau des Feldes verzögern. Die Länge der zusätzlichen
Vormagnetisierungszone wird in Bewegungsrichtung des Linearmotor so gewählt, daß sie ausreicht, die
Wirbelströme abzubauen. Damit werden zwar die auftretenden Verluste nicht verringert, jedoch wird
das die mehrphasige Wechselstromwicklung durchsetzende Wanoerfeld nicht mehr durch den Randeffekt
verkleinert, so daß größere Schubkräfte und somit ein besserer Wirkungsgrad erzielt werden.
Die erforderliche Mindestlänge der zusätzlichen Vormagnetisierungszone in Bewegungsrichtung laßt
sich aus den Abmessungen des massiven magnetischen Reaktionszahnes nach bekannten Formeln
über die Zeitkonstante beim Aufbau eines magnetischen Feldes unter Berücksichtigung der Eintrittsgeschwindigkeit des massiven magnetischen Reaktionszahnes
berechnen. Die zusätzliche Vormagnetisierungszone kann entweder als massives Teil seitlich
an den in Bewegungsrichtung liegenden Rändern des Blechpaketes mit der mehrphasigen Wechselstromwicklung
angesetzt werden oder kann auch aus Blechen aufgebaut sein, die einstückig mit den
Blechen des Blechpaketes ausgestanzt sind. Je nachdem, ob es sich um einen synchronen Linearmotor
handelt, der in einer oder in beiden Bewegungsrichtungen betrieben wird, wird man die zusätzliche,
gleichstromerregte Vormagnetisierungszone auf nur einer oder auf beiden Rändern des Blechpaketes vorsehen.
Zur Erzeugung des Gleichflusses in dem zusätzlichen Joch wird man im allgemeinen die Gleiclistromerregerspule
des synchronen Linearmotors selbst verwenden, man kann aber auch für jedes Joch eine eigene Gleichstromwicklung vorsehen. Um einen
Einfluß des Wanderfeldes auf den Gleichfluß in der Vormagnetisierungszone zu vermeiden, kann zwischen
der zusätzlichen Vormagnetisierungszone und
dem Blechpaket mit der mehrphasigen Wechselstromwicklung ein Luftspalt vorgesehen sein.
Im folgenden sei die Erfindung noch anhand der Zeichnung näher erläutert. Die F >
g. 1 und 3 zeigen, schematisch im Längsschnitt dargestellt, Ausführungsbeispiele
der Erfindung. In F i g. 2 ist der Verlauf des sich im massiven magnetischen Reaktionszahn aufbauenden Feldes Ά, sowie des durch die
Wirbelströme erzeugten Feldes Φν bei Eintritt in das
Blechpaket mit der Vormagnetisierungszone dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen doppelseitigen elektrischen Linearmotor 1 synchroner Bauart. Bei diesem besteht
das Sekundärsystem aus abwechselnd aufeinanderfolgenden massiven magnetischen Reaktionszähnen 2, die jeweils in gleichem Abstand zueinander
angeordnet sind, wodurch die unmagnetischen Abschnitte des Sekundärsystems gebildet werden.
Auf jeder Seite des Sekundärsystems ist ein Induktor 3 angeordnet, der aus dem Blechpaket 4 besteht,
in dessen Nuten 5 die nicht dargestellte mehrphasige Wechselstromwicklung liegt. Außerdem trägt der
Induktor 3 die Gleichstromerregerwicklung 6, die noch ein am Rücken des Blechpaketes 4 befindliches
Joch 7 umschließt. An jedem in Bewegungsrichtung liegenden Rand des Blechpaketes 4 ist außerdem eine
zusätzliche Vormagnetisierungszone 8 angeordnet, deren Bleche mit den Blechen des Blechpaketes 4
einstückig ausgestanzt ist, derart, daß ein I uftspalt9 verbleibt. Die zusätzliche Vormagnetisierungszone 8
wird von der Gleichstromerregerwicklung 6 miterregt. In ihr entsteht daher ein reines Gleichfeld
Φ = , das durch den Luftspalt 9 von dem eigentlichen
Maschinenfeld, das aus dem Gleichfeld Φ J und dem Wanderfeld Φ^ zusammengesetzt ist, getrennt ist.
Die Anordnung wirkt nun folgendermaßen (siehe dazu Fig. 2):
Beim Eintritt (zur Zeit / = o) eines massiven magnetischen
Reaktionszahnes 2 in dem von den Induktoren 3 bedeckten Bereich tritt dieser zunächst in
das reine Gleichfeld Φ = der Vormagnestierungszone
8 ein. Da sich in dem massiven Reaktionszahn 2 das Feld Φ2 erst allmählich aufbauen muß,
entstehen in ihm Wirbelströme, deren entgegengerichteter Fluß Φν den Aufbau des Feldes Φ2 verzögern
will. Die Länge der Vormagnetisierungszone 8 in Bewegungsrichtung ist nun in Abhängigkeit von den
Dimensionen des Reaktiooszahnes 2 (der Abstand von Zahnmitte zu Zahnmitte ist gleich der doppelten
Polteilung der mehrphasigen Wechselstromwicklung und die Zahnlänge in Bewegungsrichtung ist kleiner
oder gleich der Polteilung) und der Eintrittsgeschwindigkeit
ν so gewählt, daß dieser verzögernde Einfluß der entstehenden Wirbelströme abgebaut ist. Tritt
ίο danach (zur Zeit t = 1) also der nun ein Gleichfeld
Φ., aufweisende magnetische Reaktionszahn 2 in den Bereich des eigentlichen Maschinenfeldes (Φ^ und
Φ /) ein, so wird die gewünschte maximale Schubkraft ohne den störenden Randeffekt erreicht, der
t5 durch die Vormagnetisierungszone 8 aus dem Bereich
des eigentlichen Maschinenfeldes herausgezogen wurde. Der Wirkungsgrad des Linearmotors
ist dadurch verbessert, die durch den Randeffekt entstehenden Verluste sind allerdings gleich geblieben.
F i g. 3 zeigt eine andere Ausführung eines gemäß der Erfindung ausgebildeten synchronen Linearmotors. Für gleiche Teile sind die gleichen Bezugszeichen beibehalten. Es handelt sich hier um einen
einseitigen synchronen Linearmotor 1, bei dem nur ein Induktor 3 auf einer Seite des Sekundärsystems
vorhanden ist. Die zusätzlichen Vormagnetisierungszonen 8 sind bei diesem Ausführungsbeispiel massiv
ausgebildet. Sie sind auf jedem in Bewegungsrichtung liegenden Rand des Blechpaketes 4 mit den
Nuten 5 für die nicht dargestellte mehrphasige Wechselstromwicklung angeordnet und zwischen dem
Blechpaket 4 und den Vormagnetisierungszonen 8 verbleibt der Luftspalt 9. Die massiven Vormagnetisierungszonen
8 haben eine eigene, von Gleichstrom durchflossene Erregerwicklung 10, deren Fluß in
Richtung des Erregerflusses verläuft und die so ausgelegt ist, daß der Randeffekt im massiven Reaktionszahn
2 bei Eintritt in das Feld des Blechpaketes 4 bereits abgebaut ist. Die Gleichstromerregerwicklung
6 ist allein für die Erregung des Maschinenfeldes dimensioniert. Im übrigen ist die Wirksamkeit
der Anordnung beim Eintritt der massiven Reaktionszähne 2 in den Bereich des Induktors 3 die
gleiche wie beim vorher beschriebenen Ausführungs-
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Elektrodynamischer Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner Bauart, bei dem die Erregung
des Maschinenfeldes durch eine besondere Gleichstrom-Erregerwicklung erfolgt, die zusätzlich
zu der das Wanderfeld erzeugenden, in einem Blechpaket angeordneten mehrphasigen Wechselstromwicklung
auf dem Induktor (Primärteil) angeordnet ist, und bei dem das Sekundärsystem abwechselnd massive magnetische Abschnitte
(Reaktionszähne) und unmagnetische Abschnitte aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest an dem in Bewegungsrichtung vornliegenden Rand des Blechpaketes (4) eine zusätzliche,
gleichstromerregte Vormagnetisierungszone (8) angeordnet ist, deren Fluß in Richtung
des Erregerflusses verläuft.
2. Elektrodynamischer Wanderfeldmotor (Li- ao
nearmotor) synchroner Bauart nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche,
gleichstromerregte Vormagnetisierungszone (8) massiv ausgebildet ist.
3. Elektrodynamischer Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner Bauart nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche der zusätzlichen, gleichstromerregten Vormagnetisierungszone
(8) mit den Blechen des Blechpaketes (4) einstückig ausgestanzt sind.
4. Elektrodynamischer Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner Bauart nach Anspruch 2
oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Vormagnetisierungszone (8) und dem Blechpaket
(4) ein Luftspalt (9) vorgesehen ist.
5. Elektrodynamischer Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner Bauart nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Vormagnetisierungszone (8) von einer eigenen Gleichstromwicklung
(10) erregt ist.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722240704 DE2240704C3 (de) | 1972-08-15 | Elektrodynamischer Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner Bauart | |
| FR7319557A FR2196544B1 (de) | 1972-08-15 | 1973-05-29 | |
| GB3458873A GB1416242A (en) | 1972-08-15 | 1973-07-19 | Synchronous linear motors |
| US386424A US3860839A (en) | 1972-08-15 | 1973-08-07 | Electrodynamic travelling field linear motor of the synchronous type |
| SE7311089A SE396861B (sv) | 1972-08-15 | 1973-08-14 | Elektrodynamisk vandringsfeltsmotor av synkron typ |
| JP9102673A JPS5321087B2 (de) | 1972-08-15 | 1973-08-15 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722240704 DE2240704C3 (de) | 1972-08-15 | Elektrodynamischer Wanderfeldmotor (Linearmotor) synchroner Bauart |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2240704A1 DE2240704A1 (de) | 1974-02-28 |
| DE2240704B2 true DE2240704B2 (de) | 1976-08-26 |
| DE2240704C3 DE2240704C3 (de) | 1977-04-07 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3860839A (en) | 1975-01-14 |
| FR2196544B1 (de) | 1976-05-28 |
| GB1416242A (en) | 1975-12-03 |
| DE2240704A1 (de) | 1974-02-28 |
| SE396861B (sv) | 1977-10-03 |
| FR2196544A1 (de) | 1974-03-15 |
| JPS5321087B2 (de) | 1978-06-30 |
| JPS4963915A (de) | 1974-06-20 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EF | Willingness to grant licences | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |