DE2239293C3 - Bremsvorrichtung für Spinn- und Zwirnspindeln - Google Patents
Bremsvorrichtung für Spinn- und ZwirnspindelnInfo
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- DE2239293C3 DE2239293C3 DE19722239293 DE2239293A DE2239293C3 DE 2239293 C3 DE2239293 C3 DE 2239293C3 DE 19722239293 DE19722239293 DE 19722239293 DE 2239293 A DE2239293 A DE 2239293A DE 2239293 C3 DE2239293 C3 DE 2239293C3
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H7/00—Spinning or twisting arrangements
- D01H7/02—Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
- D01H7/04—Spindles
- D01H7/22—Braking arrangements
- D01H7/2208—Braking arrangements using mechanical means
- D01H7/2225—Braking arrangements using mechanical means the braking means surrounding nearly the whole periphery of the whorl
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Description
Es sind bereits Bremsvorrichtungen mit einem um eine Bremstrommel der Spinde! reichenden, Bremsbakken tragenden, offenen Bügel bekannt (GB-PS 7 54 138).
An der der offenen Seite entgegengesetzten Seite des
Bügels ist dieser mit dem Spindellagergehäuse fest verbunden. Am offenen Ende des Bügels sind schräg zur
Spindelachse gestellte, nach außen unten verlaufende Lappen vorgesehen, über welche ei.i Joch geschoben ist
Zum Bremsen der Spindel wird das Joch axial verschoben, wodurch sich die schrägen Lappen nähern
und den Bügel schließen. Der Bügel ist einerseits durch die starre Verbindung mit dem Spindellagergehäuse und
andererseits durch das Joch starr gehalten, d.h. die geometrische Achse des Bügels bleibt ortsfest. Auch
sind Vorrichtungen bekannt (FR-PS 11 22 850), bei
welchen die Betätigung des Bremsbügels nicht durch ein Joch, sondern durch einen zwischen radiale Lappen an
der offenen Seite des Bügels greifenden Nockenbolzen erfolgt, welcher das Öffnen oder Schließen des Bügels
bewirkt.
In allen Fällen sind die geometrischen Achsen der Bremsbügel starr in bezug auf das Spindelgehäuse.
Für Anordnungen mit starr gelagerten Spindeln ist dies nicht nachteilig. Schnell drehende Spindeln
hingegen sind federnd gelagert und laufen daher im allgemeinen nicht um ihre geometrische Achse, sondern
führen neben der reinen Drehbewegung noch eine hochfrequente Relativbewegung aus. Bei Verwendung
der vorerwähnten Bremsen, d.h. solcher mit starrer geometrischer Achse, für federnd gelagerte Spindeln
treten durch die im Betrieb nicht zusammenfallenden Achsen von Bremse und Spindel beim Bremsvorgang
große Kräfte auf, welche Beschädigungen an Hülse, Spindeischaft, Wirtel und Bremsbelägen hervorrufen
können.
Es existieren auch Bremsvorrichtungen (US-PS 27 70 092, 24 11 127), bei welchen ein Bremsklotz oder
eine Bremsbacke an einem federnden Element, befestigt durch ein zwischen Bremselement und Einspannpunkt
des federnden Elementes wirkendes Hebelwerk, an die Bremstrommel eines Wirteis gepreßt wird, um die
Spindel zu bremsen. Solche Bremsen haben zwar ein elastisch gelagertes Bremselement, nur könnte sich das
Bremselement lediglich in einer Richtung der Spindelbewegung einer elastisch gelagerten Spindel bewegen
und die einseitigen Drücke auf die Schwingungen in der
bereits genannten Schaden an Hülse, Spindelschaft und
to 2 90 234), welche durch einen sogenannten Bowdenzug betätigt werden, wo das Kabel mit Hilfe eines
Hebelwerkes einen Bremsklotz an eine Bremstrommel preßt Die Halterung, in welcher das Hebelwerk und der
Kabelschlauch gelagert sind, ist mit der Spindelbank
is starr verbunden. Der Kabelzug dient lediglich dazu,
durch Verändern seiner wirksamen Länge den maximalen Bremsdruck zu verändern. Dadurch könnte sich
trotz des beweglichen Kabelzuges das Bremselement der radialen Spindelbewegung einer elastisch gelager
ten Spindel nicht anpassen, was wiederum zu den bereits
erwähnten Schäden führen würde.
Aus der DE-PS 1151206 ist schließlich eine
Bremsvorrichtung für eine Spinn- oder Zwirnspindel bekannt die einen die Bremsfläche der Spindel
zangenförmig umfassenden Klemmbügel aufweist der auf seiner Innenseite mit Reibbelägen versehen ist. Der
Klemmbügel ist über einen Bolzen im Spindelgehäuse in der Ebene der Spindelausschläge um die Bolzenachse
schwenkbar gehalten. Auf der Außenseite ist der
Klemmbügel ebenfalls zangenförmig von einem geschlossenen, gasgefüllten Schlauch umschlossen, der auf
seiner dem Klemmbügel abgekehrten Seite von den Wandungen des Spindelgehäuses allseitig anliegend
umschlossen ist Durch ein gleitbar im Spindelgehäuse
gelagertes Druckstück wird zum Einleiten des Bremsvorganges der Schlauch im Bereich des Lagerbolzens
zusammengedrückt so daß durch eine entsprechende Ausdehnung des Schlauches im Bereich seiner Anlagefläche an den die Spindel zangeTartig umfassenden
Enden des Klemmbügels die Reibbeläge an die Bremsfläche der Spindel angedrückt werden. Dabei
kann der Klemmbügel nur eine Schwenkbewegung um die Bolzenachse ausführen. Diese Schwenkbewegung
wird darüber hinaus noch durch die nur begrenzte
Elastizität des Druckschlauches eingeschränkt Alle aus
der Spindelunwucht herrührenden Kräfte, die in Richtung auf den Lagerbolzen des Klemmbügels
wirken, werden voll auf das Spindelgehäuse und damit auf die Spindelbank übertragen, so daß die vorstehend
M geschilderten Nachteile im Endeffekt nicht behoben
werden.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Bremsvorrichtung für eine Spinn- oder Zwirnspindel der eingangs bezeichneten
Art so auszugestalten, daß während des Bremsvorganges, bei anliegenden Bremsbacken, keine Schwingungen
der Spindel auf die Spindelbank übertragen werden. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1
angegebenen Merkmale gelöst Diese Anordnung hat
den Vorteil, daß auch während des Bremsvorganges
keine großen Kräfte auftreten, welche zu Beschädigungen an Hülse, Spindelschaft, Wirtel und Bremsbelägen
führen können. Außerdem ist der Aufbau der erfindungsgemäßen Anordnung einfach und dadurch in der
*>r' Herstellung billig.
Ferner lassen sich flexibel gelagerte Spindeln aus jeder Drehzahl des Drehzahlbereiches, belastet oder
unbelastet, zum raschen Stillstund bringen, ohne dabei
zusätzliche Schwingungen zu verursachen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Fig. 1 bis 3a erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine radial nachgiebig gelagerte Spindel mit Bremsvorrichtung,
Fig.2 einen Grundriß dpr Bremsvorrichtung nach Fig. I1
Fig.3 eine weitere Ausführungsform für das
Zwischenglied in Ansicht,
F i g. 3a die zugehörige Draufsicht
Fig. 1 und 2 zeigen eine Spindelbank 1, in welcher eine iu einem ortsfesten Mantelrohr 2 gelagerte Spindel
3 samt einem Spindelgehäuse 4 eingefügt ist Das Spindelgehäuse 4 ist mit der Spindelbank 1 über
Deckflansch 5 und Schrauben 6 fest verbunden. Zwischen Spindelgehäuse 4 und Deckflansch 5 sind
Federn 7 eingelassen, welche eine radial nachgiebige Verbindung zwischen Spindelbank 1 bzw. Spindelgehäuse
4 und Mantelrohr 2 herstellen. Am unteren Teil des Wirteis 8 ist eine Bremsfläche 9 vorgesehen, welche
durch einen mit Bremsbacken 10 versehenen Klemmbügel 11 teilweise umfaßt wird (F i g. 2). Der KV'mmbugel
11 wird mit Hilfe zweier Federn 26 und 27 in der Mitte zwischen dem Kopf der Schraube 25 und dem
Befestigungswinkel 14 gehalten.
Der Klemmbügel 11 ist mit Hilfe der Schraube 25 und einem Befestigungswinkel 14 sowie einem Support 15
mit Deckfiansch 5 und damit mit der Spindelbank 1 nachgiebig, aber im wesentlichen drehfest verbünde,!.
Auf der offenen Seite des Klemmbügels U sind die Bügelenden je mit einem Bogen 16 und einem Schlitz 17
zur Aufnahme eines Bowdenzuges 18 versehen. Der Bowdenzug 18 besteht aus Kabelschlauch 19, Kabel 20,
Kopf 21 und einem an der Spindelbank 1 befestigten Anschlag 22.
ίο Fig.3 und 3a zeigen eine weitere Variante eines
elastischen Zwischengliedes, wo ein Federkörper 28 als
Verbindungselement zwischen Klemmbügel 11 und
Deckflansch 5 bzw. Spindelbank 1 dient
Soll nun die Spindel 3 abgebremst werden, wird der
is Bowdenzug 18 durch Zug am Kabel 20 in Richtung des
Pfeiles A betätigt Der Klemmbügel 11 wird dadurch zusammengezogen und die Bremshacken 10 werden
gegen die Bremsfläche 9 gepreßt Durch den durch die Federkörper 26, 27 oder 28 nachgiebig gehaltenen
Klemmbügel 11 sind die Bremsbacken 10 in der Lage, die Schwingungen der radial nachgiebig gelagerten
Spindel 3 mitzumachen und aufzunenmen. Ist die Spindel 3 zum Stillstand gebracht, kann das Kabel 20
wieder losgelassen werden, die Bremsbacken 10 werden dabei durch die Eigenspannung des Klemmbügels 11
wiedei von der Bremsfläche 9 abgelöst
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Bremsvorrichtung für eine mit einer Bremsfläche versehene Spinn- oder Zwirnspindel, die in
einem an der Spindelbank befestigten Spindelgehäuse in radialer Richtung nachgiebig gelagert ist, wobei
die Bremsvorrichtung einen mit Bremsbacken versehenen, die Bremsfläche umfassenden Klemmbügel aufweist, der am Spindelgehäuse befestigt ist
und über ein Übertragungselement mit einer Vorrichtung zum Anpressen der Bremsbacken in
Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmbügel (11) über mindestens ein
elastisches Zwischenglied (ÜB, 27,28) allseitig radial nachgiebig, aber im wesentlichen drehfest mit der
Spindelbank (1) verbunden ist und daß das Übertragungselement zum Betätigen des Klemmbügels (11) ein Bowdenzug (18) ist.
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das elastische Zwischenglied (26,27,28) durch Federkörper gebildet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1337071A CH531580A (de) | 1971-09-13 | 1971-09-13 | Bremsvorrichtung für Spinn- und Zwirnspindeln |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2239293A1 DE2239293A1 (de) | 1973-03-22 |
| DE2239293B2 DE2239293B2 (de) | 1975-04-03 |
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19722239293 Expired DE2239293C3 (de) | 1971-09-13 | 1972-08-10 | Bremsvorrichtung für Spinn- und Zwirnspindeln |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3827899A1 (de) * | 1988-08-17 | 1990-02-22 | Eberhard Hottenroth | Spinnmaschine |
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