DE2228443B2 - Einrichtung zum automatischen abzug von schuettguetern, insbesondere von koks, von einer schraegen rampe - Google Patents
Einrichtung zum automatischen abzug von schuettguetern, insbesondere von koks, von einer schraegen rampeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum automatischen Abzug von Schüttgütern, insbesondere von
Koks, von einer schrägen Rampe, die an ihrer Unterkante auf der gesamten Länge mit Stauelementen versehen
ist, die Anschläge aufweisen, wobei zwischen der Rampenunterkante und einemi Transportband ein auf
einem Traggestell hin und her verfahrbarer Abzugswagen angeordnet ist, der kurvenförmige Führungselemente
trägt, die zum öffnen der Stauelemente mit den Anschlägen zusammenwirken.
in vielen Industriezweigen werden Schüttgüter zui
Zwischenlagerung auf Rampen abgelegt und von dofl nach Bedarf abgezogen und weiter befördert Der Abzug
erfolgt dabei mechanisch oder von Hand, Die Erfindung befaßt sich mit der Automatisierung des Abzugsvorganges
von Massengütern, die von der Rampe in einem ununterbrochenen Fluß weiter befördert wer-Hen.
beispielsweise Koks oder ähnliche.
Im folgenden wird eine Vorrichtung zum automatischen
Abziehen dieser Art Schüttgüter am Beispiel einer Rampe für Koks erläutert:
Der in den Koksöfen einer Kokereianlage erzeugte Koks muß zunächst gelöscht werden, was meist in der
dafür vorgesehenen Löschwagen erfolgt. Zum Ausdampfen und Abkühlen wird der Koks aus den Löschwagen
auf die Rampe geschüttet und staut sich dann vor den entlang der unteren Rampenkante angebrachten
sogenannten Staurechen auf, die zum Ablassen des Gutes anhebbar eingerichtet sind. Unterhalb dieser
Rampenkante, parallel dazu, ist ein Transportband verlegt, welches das von der Rampe abgezogene Schüttgut
zu den nachfolgenden Aufbereitungsanlagen weiter befördert.
Die der Erfindung zugrundeliegenden Überlegungen gehen davon aus, daß für einen sicheren Ablauf der
Vorgänge beim Abzug der Schüttgüter von der Rampe und für den ungestörten Weitertransport dieser Güter
sowie für eine optimale Leistung der nachgeschalteten Aufbereitungsmaschinen — insbesondere aber für die
Automatisierung der genannten Vorgänge und Einrichtungen — im wesentlichen eine gleichmäßige Beschikkung
des Transportbandes und eine wirksame Regelung sowohl seiner Beladung als auch seiner Gesamtfördermenge
Voraussetzung sind. Durch die gleichmäßige Beschickung soll der ständige Belastungswechsel
und eine Überlastung des Transportbandes vermieden werden. Die Regelung der Beladung und der Gesamtfördermenge
des Transportbandes soll wiederum eine gleichmäßige Beaufschlagung von Maschinen bewirken
und damit ein störungsfreier Betrieb sowie eine optimale Nutzung im Rahmen des vorgegebenen Umfanges
der Verarbeitung erzielt werden.
Aus der DT-OS 20 03 300 ist eine Anordnung zum selbsttätigen Abziehen des Kokses von der Rampe bekannt,
die im wesentlichen aus einer Koksabzugsmaschine besteht, die auf Schienen oberhalb des Begehungssteges
am unteren Rand der Rampe entlang verfahrbar eingerichtet und mit Betätigungsorganen zum
selbsttätigen ferngesteuerten öffnen und Schließen der Staurechen versehen ist. Bei dieser Anordnung wird
der Koks chargenweise in einer bestimmten vorgegebenen Reihenfolge auf die Rampe geschüttet und in der
gleichen Folge von der Abzugsmaschine auf das Transportband abgezogen. Die Steuerung der Koksabzugsmaschine
erfolgt hierbei durch Impulse, die jeweils z. B. vom Löschwagen beim Abschütten einer neuen Charge
gegeben werden. Um den einzelnen abgeschütteten Chargen ausreichend Zeit zum Abkühlen zu geben,
werden die Impulse hierbei entweder entsprechend verzögert oder sie werden gleich weitergegeben, jedoch
nur an die Rampenabschnitte, die um eine bestimmte Zahl von Chargen zurückliegen. Durch die Impulse
werden die einzelnen Staurechenabschnitte zum Abzug des Kokses nur freigegeben. Das Abziehen
selbst besorgt die Abzugsmaschine durch ihre Betätigungsorgane. Die letzteren kuppeln sich magnetisch
selbsttätig an die Hebel der Staurechen an und bewegen sich etwa solange, bis der Rampenabschnitt ent-
leert ist Ein besonderer Fühler signalisier! dabei den
leeren Abschnitt, wodurch die Maschine weiter vorrückt. Bei dieser Anordnung gelangt der Koks von der
Rampe unmittelbar auf das Transportband. Dadurch wird aber das Band stets stoßweise beladen, so daß seine
gleichmäßige Beschickung -nicht gewährleistet ist. Das ist im Hinblick auf den angestrebten gleichmäßigen
Ablauf des Gesamtbetriebes — wie die Praxis es
zeigt — denkbar ungünstig i«nd bringt auch eine Reihe anderer Nachteile mit sich. Außerdem ist die Steuereinrichtung
hierbei durch zwangsläufige gegenseitige Verriegelung und Abhängigkeit einzelner gefeuerter Stellen
voneinander stark zersplittert. Sie wird dadurch kompliziert und darum auch störanfällig.
Um einen regelmäßigen Abtransport des Kokses von der Rampe und eine entsprechend ausgeglichene Belastung
des Transportbandes zu erzielen, sind gemäß einem anderen, aus der DT-OS 15 71 682 bekanntgewordenen
Vorschlag unterhalb der Koksrampenkante und über dem Transportband trichterförmige Rahmen
angeordnet, die den vor den Staurechen gestauten Koks beim Abziehen erst auffangen, durch die
Trichterform der Rahmen leicht abbremsen und den Koksstrom auf diese Weise etwa senkrecht auf das
8and leiten. Diese Rahmen sollen auch eine Regelung der Gesamtfördermenge, beispielsweise durch Anordnen
zusätzlicher, verstellbar eingerichteter, blendenartiger Schieber ermöglichen. Eine solche Regelung des
Förderstromes ist jedoch denkbar umständlich, da sie jedesmal von Rahmen zu Rahmen entlang der ganzen
Rampe von Hand vorgenommen werden muß.
Eine andere bekannte Vorrichtung gemäß DT-OS 20 06 322, die sich ebenfalls mit der Vergleichmäßigung
des von der Rampe auf das Transportband abgezogenen Koksförderstromes und mit der Automatisierung
des Abzugsvorganges befaßt, sieht vor, daß zwischen dem unteren Rand der Abwurframpe und dem parallel
zur Rampe verlaufenden Transportband ein mit einer kontinuierlichen Fördervorrichtung, z. B. einem Kettenförderer
od. dgl., ausgerüsteter Wagen verfahrbar angeordnet ist, der mit einer Auflaufbrücke verschen
ist, die die selbstschließenden Staurechen beim Vorbeifahren anhebt. Dabei soll der abgezogene Koks erst auf
die Fördervorrichtung fallen und von dieser gleichmäßig auf das Transportband aufgegeben werden. Diese
bekannte Vorrichtung vermag zwar die stoßweise Aufgabe des Gutes auf das Band auszugleichen, sie ist jedoch
nicht in der Lage, mit den vorgeschlagenen Mitteln dij Überlastung des Bandes zu verhindern und
auch nicht die Beladung bzw. die Gesamtfördermenge regelnd zu beeinflussen.
Würde z. B. der Koks bei stärkerem Öffnen der Staurechen in einem dickeren und schnelleren Strom auf
den langsam vorbeifahrenden Wagen herabfallen, so würde das auf dem Wagen vorgesehene Fördermittel
die darauf nunmehr dick aufgehäufte Koksschicht mit der gleichen vorher eingestellten Geschwindigkeit wie
sonst — ohne Rücksicht auf die Menge, die dabei anfällt — auf das Transportband abwerfen. In dem vorstehend
geschilderten Fall kann dies eine ausgesprochene Überlastung des Bandes bedeuten. Vor dem nächsten
Staurechen könnte wiederum nur eine dünne Schicht Koks aufliegen, so daß das Band im nächsten Augenblick
nur noch ganz schwach vom Fördermittel beschickt wird. Die vorgeschlagene Vorrichtung kann somit
weder die Stärke der Beladung noch die Gesamtfördermenge in irgendeiner Weise regeln.
Bei einer Abzugseinrichtung gemäß der DT-PS 5 76 114, deren Merkmale eingangs als gattungsbildend
aufgeführt sind, können sich wegen der waagerechten Verlagerung der als Platten ausgebildeten Stauelemenle
Schwierigkeiten beim öffnen und Schließen ergeben, weil das Fördergut auf den Platten aufliegt, so daß erhebliche
Kräfte erforderlich sind, um die Platten seitlich zu verschieben. Insbesondere können sich Forderguistücke
zwischen Rampe und Platte festsetzen, so daß eine öffnung verbleibt, die ein unkontrolliertes
Auslaufen von Schüttgut ermöglicht. Bei größeren eingeklemmten Schüttgutstück-Jn ist die Funktionsweise
der gesamten Abzugseinrichtung erheblich beeinträchtigt, da dann der gesamte Abzugswagen durch die gegen
die Kurvenbahn stoßende Anschlagvorrichtung seitlich von seiner Führung heruntergedrückt wird. Die
Abzugseinrichtung ist somit hauptsächlich für feinkörnige Schüttgüter, weniger aber für grobkörniges Gut,
wie dies etwa Koks ist, geeignet. Es ist dabei auch schwierig, den abzuziehenden Schüttgutstrom so zu regeln,
daß ständig eine einstellbare gleichbleibende Schüttguimenge ausgetragen wird.
Zwar läßt sich die Größe der Duichflußöffnung variieren,
indem ein Teil der Führungskurve durch Stelleisten veränderbar ist, diese Regulierung ist jedoch nur
bei Stillstand der Einrichtung möglich. Eine Regelung während des Betriebes, etwa weil unterschiedliche
Schüttgutmengen an den Aozugstellen anstehen, ist nicht zu verwirklichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und eine Einrichtung
zum automatischen Abzug von Schüttgütern der eingangs genannten Gattung zu entwickeln, deren
Stau- und Führungselemente mit einem geringen Kraftaufwand betätigbar sind und deren Funktionssicherheit
auch bei grobkörnigem Fördergut stets gewährleistet ist und die es erlaubt, den Schüttgutabzug so zu steuern,
daß er unterschiedlichen Gegebenheiten an der Abzugstelle sowie unterschiedlichen Anorderungen bei der
Gutabnahme leicht angepaßt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Abzugswagen als Auffangtrichter ausgebildet
ist, mit einer regelbaren Aufgabevorrichtung versehen ist und einen regelbaren Fahrantrieb aufweist,
sowie als Stauelemente nach oben schwenkbare Staurechen mit als Anschlag dienenden Radialstützen vorgesehen
sind, denen am Abzugswagen schwenkbar verlagerte Abzugsbügel als Führungselemente zuordenbar
sind.
Die Ausbildung des Abzugswagens als Auffangtrichter stellt in Verbindung mit der regelbaren Aufgabevorrichtung
und dem regelbaren Fahrantrieb des Abzugswagens sicher, daß unterschiedliche Füllhöhen an
den Abzugstellen von der Rampe ausgeglichen werden können. Da der Abzugswagen gleichsam als Zwischenbunker
dient, ist bei der erfindungsgemäßen Einrichtung auch dann eine gleichmäßige Aufgabe auf das Förderband
sichergestellt, wenn der Abzugswagen an solchen Stellen der Rampe vorüberfährt, auf denen zu diesem
Zeitpunkt gar kein Gut gelagert ist.
Zur Steuerung der Schüttgutmenge während des Betriebs sind beim Gegenstand der Erfindung folgende,
gleichzeitig oder alternativ anwendbare Maßnahmen möglich:
Die Gutabgabe aus dem Abzugswagen auf das Transportband kann über die regelbare Aufgabegeschwindigkeit
der Aufgabevorrichtung und/oder über die regelbare Abzugswagengeschwindigkeit variiert
werden. Daneben kann bereits die Abgabe des Förder-
gutes von der Rampe mittels der Staureehcn gesteuert
werden, deren Abzugsöffnung über die Einstellung des schwenkbar verlagerten Ab/ugsbügels variiert werden
kann. Bei gleicher Größe der Abzugsöffnung können unterschiedliche Fördergüter unterschiedliche Ausnußgeschwindigkeiten
haben, diese sind beispielsweise vom Böschungswinkel abhängig. Schließlich bietet die
Ausbildung der Stauelemente, nach oben schwenkbare Staurechen, und der zugehörigen Führungselemente
Gewähr für ein kraftsparendes und funktionssicheres Betätigen dieser Teile der Einrichtung.
Im einzelnen ist die Funktionsweise folgende:
Zum Abziehen des Schüttgutes von der Rampe müssen die Staurechen angehoben werden, um das davor
aufgestaute Gut freizugeben. Die Staurechen werden hierbei in bekannter Weise vom Abzugsbügel des vorbeifahrenden
Abzugswagens angehoben. In der Regel werden die Slaurechen eines Abschnittes dann so lange
offengehalten, bis das Gut des durch sie begrenzten Rampenabschnittes im wesentlichen entleert ist. Die
Vorschubgeschwindigkeit des Abzugswagens wird entsprechend der zum Entleeren erforderlichen Zeit eingestellt
bzw. eingeregelt. Der Antrieb für den Vorschub des Abzugswagens kann dabei stationär ausgebildet
sein, z. B. als endlos umlaufende Kette oder Seil, an die der Wagen angeschlossen ist. Er kann aber ebensogut
unmittelbar am Fahrgestell des Wagens angeordnet sein. Das beim Abziehen von der Rampe herunterglcitende
Gut gelangt nicht unmittelbar auf das Band, sondern zunächst in den als Auffangtrichter ausgebildeten
Oberteil des Abzugswagens — auf die regelbar eingerichtete Beschickungsvorrichtung. Die letztere hat die
Aufgabe, das Schüttgut nur in einer vorbestimmten (dosierten) Menge auf das Transportband weiterzuleiten.
Durch die Regelung der Geschwindigkeit dieser Vorrichtung wird im wesentlichen die Menge des auf
das Band aufgegebenen Schüttgutes bestimmt. Sie beeinflußt damit maßgebend — wenn auch nicht allein —
die Stärke der Beladung des Transportbandes. Zur endgültigen Bestimmung und Einregelung der Beladung
und der Gesamtfördermenge der Anlage muß noch die Transportbandgeschwindigkeit und letztlich die Vorschubgeschwindigkeit
des Abzugswagens berücksichtigt und mit den anderen Faktoren abgestimmt werden.
Um den Ladevorgang am Abzugswagen vollautomatisch zu gesalten, wird weiterhin vorgeschlagen, daß
eine zentrale Steuervorrichtung vorgesehen ist. die aus einem Ist-/Sollwert-Vergleicher der in der Zeiteinheit
durchgesetzten Fördermenge des Transportbandes und aus die Transportbandgeschwindigkeit in Abhängigkeit
von der Aufgabegeschwindigkeit der Aufgabevorrichtung und der Fahrgeschwindigkeit des Abzugswagens
entsprechend regelnden Steuergliedern besteht. Mit der zentralen Steuervorrichtung kann die einmal eingestellte
vorgegebene Gesamtfördermenge selbsttätig überwacht und durch Nachregeln der Transportbandgeschwindigkeit
im Bedarfsfall ausgeglichen werden. Gleichzeitig kann die Beschickung entsprechend der
geänderten Transportbandgeschwindigkeit berichtigt und die Vorschubgeschwindigkeit des Abzugswagens in
Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Aufgabevorrichtung korrigiert werden.
Aus der DT-PS 10 30 050. der DT-AS 11 27 811 und
der DT-OS 14 06 150 ist es bereits bekannt, bei fahrbaren
Bunkerentleerungseinrichtungen diese in ihrem unteren Bereich mit einer regelbar eingerichteten Aufgabevorrichtung
zur gesteuerten Beschickung des Transportbandes zu versehen, wobei die Steuerung der Aufgabevorrichtung
in Abhängigkeit von der vorgegebenen Gesamtfördermenge und der Geschwindigkeit des
Transportbandes unter gleichzeitiger Beeinflussung und Einregelung der sich daraus ergebenden Vorschubgeschwindigkeit
des Abzugswagens erfolgt. Bei der in der DTPS 10 30 050 beschriebenen Anlage wird durch
eine zentrale Steuervorrichtung die einmal eingestellte, vorgegebene Gcsamtfördermenge selbsttätig überwacht
und im Bedarfsfälle durch Nachrcgcln ausgeglichen und gleichzeitig die Beschickung entsprechend
der geänderten Geschwindigkeit des Abtransportes berichtigt. Bei der DT-AS Π 27 811 wird die Vorschubgcschwindigkcit
des Entlecrungsgerätcs gesteuert. Diese Ab/ugseinrichtungen sind sämtlich einer anderen
■5 Gattung zuzuordnen, bei denen Flügel- oder Schaufelräder
nicht unter mit Stauelementen ausgerüsteten schrägen Rampen sondern unter Schliizbunkern angeordnet
sind, deren stets offener Schlitzaustrag zu einer auf einem waagerechten Austragsiisch freiüegenden
Fördergutböschung führt. Bei diesen Abzugseinrichtungen kann nicht die Eigenbewegung des Gutes
für den Abzugsvorgang verwendet werden, sondern es sind aktive Werkzeuge — die Flügel- oder Schaufelräder
— nötig, um das Fördergut einem Förderband auf-
Z5 zugeben. Es handelt sich also hierbei um ein ganz anderes
Abzugsprinzip.
Als Meßwertgeber für den Beladungszustand der Rampe kann am Abzugswagen ein Rampcnfühler angeordnet
sein.
Die Abzugsbügel können vorteilhaft mehrere Krümmungen mit unterschiedlich hohen Scheitelpunkten aufweisen,
sie können auch aus einem Halter und daran befestigten Rollen gebildet sein. Als Anschlag an den
Radialstützen können befestigte Leitbleche dienen.
Als regelbare Aufgabevorrichtung können eine Schwingförderrinne, eine Zuteilwalze oder ein Kettenförderer
verwendet werden.
Die besonderen Vorteile der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorrichtung zum Abzug der Schüttgüter
von den Rampen sind darin zu sehen, daß die zur selbsttätigen Regelung der Vorrichtung erforderlichen
Steuereinrichtungen an einer Stelle neutral, z. B. am Abzugswagen selbst, zusammengefaßt sind und dadurch
verhältnismäßig leicht übersehen werden können. Die gesamte Einrichtung kann außerdem an jeder
bereits vorhandenen Schrägrampe ohne besonderen Aufwand eingebaut werden. Die gesamte Einrichtung
ist sehr einfach und somit nicht störanfällig.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 die Längsansicht des Abzugswagens,
F i g. 2 die Koksabziehvorrichtung im Querschnitt,
F i g. 3 einen Abzugsbügel mit mehreren Scheitel-
punkten in verschiedenen Höhen,
F i g. 4 einen Abzugsbügel mit höhenversetzten Rollen und
F i g. 5 eine Zuteilwalze als Dosiereinrichtung.
In F i g. 1 und 2 ist mit 1 ein Abzugswagen bezeich-
net, der im wesentlichen aus einem Rahmengestell 2 mit Rollen 9 und einem Auffangtrichter 4 besteht. Der
Abzugswagen 1 ist auf Schienen 8 zwischen der Unterkante 21 einer Schrägrampe 19 und einem Förderband
11 verfahrbar eingerichtet. Die Schienen 8 sind auf einem Rahmengestell 12 des Förderbandes 11 angeordnet.
Die Schienen 8 für den Abzugswagen 1 können jedoch auch — falls die Verhältnisse es erfordern — auf
einem besonderen Gestell montiert sein, welches das
••SSO*
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Förderband ti in einem größeren Abstand umfaßt.
Entlang der unteren Rampenkante 21 sind mehrere
Staurechen 14 verteilt, die an Radialstützen 15 um eine
Achse 16 nach oben schwenkbar eingerichtet sind und den auf die Schrägrampe 19 geschütteten Koks 20 aufstauen.
Von einem begehbaren Steg 22 aus können die Staurechen 14 durch einen Handgriff 23 auch von Hand
einzeln betätigt werden.
Über dem Abzugswagen 1 ist in Längsrichtung ein Abzugsbügel 3 angeordnet, der in Holmen 13 an den
Enden des Wagens 1 schwenkbar verlagert ist. Die Oberkante des Abzugsbügels 3 ist flach nach oben derart
gekrümmt, daß er bei seinem Durchgang parallel zur Schrägrampe 19 die Radialstützen 15 der Staurechen
14 anhebt und sie damit hintereinander öffnet und hinter sich wieder schließt. Der Abzugsbügel 3 kann
auch so ausgebildet sein, daß er mehrere Krümmungen mit verschieden hoch liegenden Scheitelpunkten aufweist
(Fig.3), die jeden Staurechen 14 während des
öffnens mehrmals auf verschiedene Höhen anheben und sie wieder senken. Durch die mehrfach gekrümmten
Abzugsbügel 3 wird die — etwa zwischen der Mittelstellung und der voll geöffneten Stellung - pendelnde
Bewegung der Staurechen 14 erzielt, die den Zweck hat, die steigende Geschwindigkeit der herabgleitenden
Koksschicht etwas abzubremsen. An Stelle eines Abzugsbügels 3 mit der nach oben gewölbten Kante kann
auch ein solcher verwendet werden, an dessen Oberkante eine oder mehrere höhenversetzt angeordnete
Rollen 30 verlagert sind, die die an den Staurechen 14 zu diesem Zweck angeordneten Leitkurven 24 bei der
Bewegung des Abzugswagens 1 unterfahren und sie entsprechend öffnen (F i g. 4). Dec Vorteil dieser Ausbildung
des Abzugsbügels 3 liegt darin, daß der Reibungswiderstand beim Öffnungsvorgang geringer ist.
Die Abzugsbügel 3 sind ausschwenkbar eingerichtet (in F i g. 2 ist mit 3' die ausgeschwenkte Lage des Bügels
3 gekennzeichnet), damit sie verschieden hoch eingestellt werden können bzw. damit der Abzugswagen 1
an eine beliebige Stelle der Schrägrampe 19 verfahren werden kann, ohne dabei die unterwegs liegenden
Staurechen 14 zwangsläufig betätigen zu müssen. Diese Möglichkeit ist dann von Vorteil, wenn das Schüttgut
chargenweise in einen bestimmten Abschnitt der Schrägrampe 19 geschüttet und auch chargenweise abgezogen
werden soll. Der Abzugswagen 1 kann gegebenenfalls vor den einzelnen Staurechen 14 stehenbleiben
und dort solange verweilen, bis die Rampenfühler 25 die vollständige Entleerung anzeigen und den Abzugswagen
1 selbsttätig, etwa bis zum nächsten Abschnitt, in Bewegung setzen.
Der Abzugswagen 1 bewirkt nicht nur die Betätigung der Staurechen 14 mittels der Abzugsbügel 3, sondern
er trägt erfindiingsgemäß in seinem unteren Bereich stets eine Aufgabevorrichtung, die beliebiger bckannter
Bauart sein kann, die den in den Auffangtrichter 4 gelangenden Koks gleichmäßig auf das Förderband
Il aufgibt und dafür zu sorgen hat, daß das Fördergut
stets gleichmäßig auf dem Förderband 11 verteilt ist und in der Gesamtmenge den nachgeschalteten
Aufbereitungsanlagen nicht mehr bringt, als diese verarbeiten können. In den F i g. t und 2 ist unter dem
Auffangtrichter 4 eine Schwingförderrinne 6 als Dosiereinrichtung dargestellt. Um die Menge des auf das
Förderband 11 gelangenden Kokses regeln zu können, muß die Schwingförderrinne 6 einen eigenen, für sich
regelbaren Antrieb haben, so daß sie je nach Bedarf mehr oder weniger Material durchsetzt.
In F i g. 5 ist eine Zuteilwalze 7 als anderes Beispiel der Dosiereinrichtung dargestellt. Die Zuteilwalze 7,
die sich über die ganze Länge des Auffangtrichlers 4 erstreckt, besitzt ebenfalls einen eigenen, für sich regelbaren
Antrieb.
Auch hier kann der in den Auffangtrichter 4 gelangende Koks nur durch Drehung der Zuteilwalze 7 auf
dem Förderband 11 weitergeleitet werden, und zwar nur in dem Maße, wie die zwischen zwei Flügeln der
Zuteilwalze 7 befindliche Materialmenge auf das Förderband 11 geschüttet wird.
Als Dosiereinrichtung kann selbstverständlich auch eine andere Einrichtung verwendet werden, z. B. ein
einfacher verstellbar eingerichteter Schieber, der die Öffnung im Auffangtrichter 4, je nach Bedarf, einengi
oder erweitert.
In F i g. 1 ist ein selbständig regelbarer Getriebemo
tor 10 dargestellt, der den Abziehwagen 1 hin- und her bewegen soll. Für den Vorschub des Abziehwagens 1
entlang der Schrägrampe 19 ist auch die Anordnung eines stationären Antriebes möglich. Diese Ausführung
ist einfachheitshalber in den Abbildungen nicht darge stellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
509584/2
Claims (9)
1. Einrichtung zum automatischen Abzug von Schüttgütern, insbesondere von Koks, von einer
schrägen Rampe, die an ihrer Unterkante auf der gesamten Länge mit Stauelementen versehen ist,
die Anschläge aufweisen, wobei zwischen der Rampenunterkante und einem Transportband ein auf
einem Traggestell hin und her verfahrbarer Abzugswagen angeordnet ist, der kurvenförmige Führungselemente
trägt, die zum öffnen der Stauelemente mit den Anschlägen zusammenwirken, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abzugswagen (1) ais Auffangtrichter (4) ausgebildet ist, mit
einer regelbaren Aufgabevorrichtung (6, 7) versehen ist und einen regelbaren Fahrantrieb (10) aufweist,
sowie als Stauelemente nach oben schwenkbare Staurechen (14) mit als Anschlag dienenden
Radialstützen (15) vorgesehen sind, denen am Ab- ao
zugswagen (1) schwenkbar verlagerte Abzugsbügel (3) als Führungselemente zuordenbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine zentrale Steuervorrichtung vorgesehen ist, die aus einem Ist-/Sollwert-Vergleicher zs
der in der Zeiteinheit durchgesetzten Fördermenge des Transportbandes und aus die Transportbandgeschwindigkeit
in Abhängigkeit von der Aufgabegeschwindigkeit der Aufgabevorrichtung und der Fahrgeschwindigkeit des Abzugswagens entsprechend
regelnden Steuergliedern besteht.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Abzugswagen (1)
Rampenfühler (25) angeordnet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abzugsbügel (3) mehrere Krümmungen mit unterschiedlich hohen Scheitelpunkten
aufweist (F i g. 3).
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzugsbügel (3) aus einem Halter
(26) und daran befestigten Rollen (30) gebildet ist (F ig. 4).
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Anschlag an den Radialstützen
(15) befestigte Leitbleche (24) dienen (F ig. 4).
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die regelbare Aufgabevorrichtung
eine Schwingförderrinne (6) ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die regelbare Aufgabevorrichtung
eine Zuteilwalze (7) ist.
9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die regelbare Aufgabevorrichtung
ein Kettenförderer ist.
Priority Applications (4)
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| NL7307892A NL7307892A (en) | 1972-06-08 | 1973-06-06 | Coke withdrawal system - for use with a sloping coke bank or ramp |
| BE132002A BE800603A (fr) | 1972-06-08 | 1973-06-07 | Dispositif pour soutirer des matieres en vrac notamment du coke a partir de rampes |
| JP6439573A JPS4961145A (de) | 1972-06-10 | 1973-06-09 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722228443 DE2228443B2 (de) | 1972-06-10 | 1972-06-10 | Einrichtung zum automatischen abzug von schuettguetern, insbesondere von koks, von einer schraegen rampe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2228443A1 DE2228443A1 (de) | 1974-01-03 |
| DE2228443B2 true DE2228443B2 (de) | 1976-01-22 |
Family
ID=5847457
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722228443 Ceased DE2228443B2 (de) | 1972-06-08 | 1972-06-10 | Einrichtung zum automatischen abzug von schuettguetern, insbesondere von koks, von einer schraegen rampe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS4961145A (de) |
| DE (1) | DE2228443B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2851977A1 (de) * | 1978-12-01 | 1980-06-04 | Dimisa | Koksabwurframpe |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6213375Y2 (de) * | 1979-09-26 | 1987-04-07 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE537055A (de) * | 1955-02-18 |
-
1972
- 1972-06-10 DE DE19722228443 patent/DE2228443B2/de not_active Ceased
-
1973
- 1973-06-09 JP JP6439573A patent/JPS4961145A/ja active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2851977A1 (de) * | 1978-12-01 | 1980-06-04 | Dimisa | Koksabwurframpe |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4961145A (de) | 1974-06-13 |
| DE2228443A1 (de) | 1974-01-03 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |