DE2207103C3 - Wischvorrichtung für Fahrzeuge mit zwei nahe beieinander angeordneten, vorzugsweise runden Scheiben - Google Patents

Wischvorrichtung für Fahrzeuge mit zwei nahe beieinander angeordneten, vorzugsweise runden Scheiben

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DE2207103C3
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Horst 7586 Altschweier Seibicke
Eckhard 7580 Buehl Ursel
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Wischvorrichtung für Fahrzeuge mit zwei nahe beieinander angeordneten, vorzugsweise runden Scheiben, insbesondere Lichtaustrittsscheiben von Kraftfahrzeugleuchten, mit je einem aus Wischerarm und Wischblatt bestehenden Wischer für jede Scheibe, die von einer zwischen den Scheiben angeordneten Antriebswelle angelrieben werden.
Bei einer bekannten Wischvorrichtung dieser Art (US-PS 34 56 278) für zwei benachbarte Scheiben ist die gemeinsame Antriebswelle in der Symmetrieebene angeordnet, welche durch die Zentren der beiden Scheiben führt. Dadurch kann bei beiden Scheiben ein gleichmäßiges Wischfeld erreicht werden, ohne daß die Wischblätter in der einen Umkehrlage über die Scheibeneinfassung hinwegwischen müssen. Die Ausbildung des Wellenantriebes wird bei einer solchen Anordnung jedoch kompliziert, weil "er an der engsten Stelle zwischen den Scheinwerfern vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Wischvorrichtungen der genannten Art so auszubilden, daß sich die Antriebsmittel für die Wischer an einem für die Montage günstigen Platz befinden. Trotzdem soll die Wischvorrichtung auf beiden Scheiben ein gleichmäßiges Wischfeld bestreichen.
Nach der Erfindung ist dies dadurch erreicht, daß die Antriebswelle im Abstand zu der durch die benachbarten Scheiben gehenden Symmetrieebene angeordnet ist, wobei die beiden Wischerarme für diese Scheiben einen Winkel miteinander einschließen, der kleiner als 180° ist Dadurch ist erreicht, daß die Antriebswelle und gegebenenfalls auch der Antriebsmotor aus der Engstelle zwischen den Scheiben herausgerückt ist. Das Platzangebot für den Antrieb wird umso besser, je weiter die Antriebswelle von der Symmetrieebene entfernt angeordnet wird. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Wischerarme auf der Welle wird auf den einander benachbarten Scheiben das gleiche Wischfeld erzeugt, weil die Wischerarme in bezug auf den ihnen jeweils zugeordneten Scheinwerfer immer die gleiche Position einnehmen, insbesondere bei nebeneinander angeordneten Scheinwerfern mit verschieden großen Durchmessern kann die Wischerwelle so plaziert werden, daß beide Scheinwerfer vollständig im Wischbereich des jeweiligen Wischblatts liegen.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Form der Wischblätter der Form des zugeordneten Scheibenrandes im Bereich ihrer Ablagestellung angepaßt.
Dadurch ist erreicht, daß sich die abgelegten Wischblätter nicht im Lichtaustrittsbereich der Scheibe befinden.
Eine gleichmäßige Auflage der Wischblätter auf den Scheiben ist erreicht, wenn die Wischerarme an den Wischblättern zwischen deren Wischblattenden angelenkt sind und in ihrer Formgebung mit dem Wischblatt übereinstimmen. Durch eine den Wischblättern entsprechende Formgebung der Wischerarme ist vermieden, daß sich in Ablagestelle der Wischblätter keine den Lichtaustritt aus den Abdeckscheiben der Scheinwerfer beeinträchtigenden Vorrichtungsteile vor der Scheibe befinden.
Um eine vereinfachte Montage der Wischerarme auf der ihnen zugeordneten Antriebswelle zu erreichen, sind diese an einem einzigen, mit der Antriebswelle verbindbaren Bauelement befestigt.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens sind die Wischerarme aus federelastischem Material gefertigt und halten die Wischblätter vorgespannt an den Lichtaustrittsscheiben angelegt.
Dadurch kann der sonst übliche aufwendige Andrückmechanismus entfallen, bei dem der Wischerarm an der Antriebswelle angelenkt sein muß und über eine zusätzliche Spannfeder gegen die zu wischende Scheibe gespannt wird.
Die Erfindung ist im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine aus einer Fahrzeugkarosserie herausgenommene Leuchteneinheit mit zwei Scheinwerfern und der erfindungsgemäßen Wischvorrichtung, in Seitenansieht,
F i g. 2 die Leuchteneinheit nach F i g. 1 in Draufsicht, Fig.3 Teile der Wischvorrichtung der Leuchteneinheit nach F i g. 1 in vergrößerter Darstellung,
Fig.4 in schematischer Darstellung eine Leuchteneinheit mit zwei verschieden großen Scheinwerfern und den zugeordneten Wischern und
Fig.5 eine andere Ausführungsform der Wischvorrichtung für die Leuchteneinheit nach den F i g. 1 und 2.
Zwei runde Fahrzeugscheinwerfer 11,12 sind zu einer Leuchteneinheit 13 zusammengefaßt Für die Leuchteneinheit 13 ist eine Wischvorrichtung vorgesehen, die einen Antriebsmotor 14 hat, der über ein Wendegetriebe 14' eine Welle 15 oszillierend antreibt, welche an ihrem freien Ende mit zwei Wischerarmen 16, 17 verbunden ist Die beiden Wischerarme 16, 17 sind zu einem eine Baueinheit bildenden Winkelhebel 18 zusammengefaßt der einen Durchbruch 19 aufweist mit dem er auf der Antriebswelle 15 befestigt werden kann.
Die beiden Wischerarme 16,17 sind zueinander etwa im Winkel von 90° versetzt angeordnet und an den freien Enden mit je einem Wischblatt 20 bzw. 2t gelenkig verbunden. Der Antriebsmotor 14 ist so angeordnet daß die Welle 15 parallel zu der durch die beiden Scheinwerfer 12 und 13 gehenden Symmetrie-Ebene x-x verläuft
Der Winkel zwischen den beiden Wischerarmen 16 und 17 ist so gewählt, daß die Wischblätte,· 20 und 21 in jeder Stellung innerhalb des Schwenkbereichs der gleichen Position in Bezug auf die Scheibe des zugeordneten Scheinwerfers 11 bzw. 12 einnehmen. Um zu vermeiden, daß die Wischerarme 16, 17 in der Ablagestellung (Fig.2) vor den zu reinigenden Lichtaustrittsscheiben 22, 23 liegen und den Lichtaustritt beeinträchtigen, sind sie in ihrer Form den Scheibenrändern angepaßt Auch die Wischblätter 20, 21 sind entsprechend dem Radius der Scheibenränder geformt damit sie im Bereich ihrer Ablagestellung einwandfrei am Scheibenrand anlegbar sind.
Die Wischerarme 16, 17 sind so vorgespannt, daß sie die an ihnen befestigten Wischblätter 20, 21 an den zu reinigenden Lichtaustrittsscheiben 22,23 der Leuchteneinheit 13 angelegt halten. Dazu sind die Wischerarme 16, 17 aus einem federelaslischen Material hergestellt und so auf der Antriebswelle 15 befestigt, daß sie die Wischblätter 20,21 in jeder Wischphase, auch wenn die Lichtaustrittsscheiben 22, 23 gekrümmt sind, fest an diesen angelegt halten. Dies ist auf einfache Weise dadurch erreicht, daß die federelastischen Wischerarme 16, 17 so stark gegen die Lichtaustrittsscheiben 22, 23 gebogen sind, daß sie die Wischblätter 20, 21 vorgespannt gegen die Lichtaustrittsscheiben 22, 23 drücken.
Im Betrieb schwingen die Wischerarme 16, 17 aus ihrer Ablagestellung in Richtung der Pfeile A in die gestrichelt dargestellte eine Umkehrstellung und von dort aus wieder zurück in die andere Umkehrstellung, die identisch mit der Ablagestellung ist
Es kann jedoch auch zweckmäßig sein die Wischblatter 120, 121 gestreckt, jedoch in Wischrichtung federelastisch auszubilden (Fig. 5), so daß diese sich vorzugsweise in den Ablagestellungen selbsttätig der Form des Scheibenrandes anschmiegen. Eine derartige Elastizität wird dadurch erreicht, daß in dem Wischgummi eine Federschiene mit rechteckigem Querschnitt so eingebracht ist, daß deren Dicke-.ierstreckung in Wischrichtung liegt Um das oben beschriebene
ίο Anschmiegen der Wischblätter in den Ablagestellungen an die Form des Scheibenrandes zu erreichen, sind etwa in Richtung der Scheinwerferachse über den Rand der Lichtaustritlsscheiben 22, 23 vorstehende Anschläge 124,125 vorgesehen, an denen sich die Endbereiche der Wischblätter 120,121 im Betrieb nahe der Umkehrstellung abstützen. Bei dieser Ausführungsform sind Verbindungsmittel 126 zwischen den Wischblättern 120, 121 und den Wischerarmen 16,17 im mittleren Bereich der Wischblätter vorgesehen. Im Betrieb schlagen also die Enden der gestreckten WischbJätter 120, 121 nahe ihren Umkehrlagen an diesen Anschlägen 124, 125 an. Die noch etwas weiter ausschwingenden Wischerarme 16, 17 biegen jedoch die federelastischen Wischblätter durch, so daß diese sich dem Randbereich der Lichtaustrittsscheiben 22, 23 anpassen. Diese Anordnung ist in der Umkehrstellung empfehlenswert die gleichzeitig auch mit der Ablagestellung der Wischblätter übereinstimmt.
Die gestreckten Wischblätter sind also auch geeignet die wesentlichen Bereiche von Lichtaustrittsscheiben zu wischen, wenn diese eine runde oder ovale Form haben. Dazu ist es denkbar, daß auch Anschläge, an der der Ablagestellung gegenüberliegenden Umkehrstellung angeordnet sind, so daß im Betrieb die Wischblätter in beiden Umkehrstellungen an den Randbereich der Lichtaustrittsscheiben angelegt werden.
Bei der Leuchteneinheit nach F i g. 4 sind dem einen, großen Scheinwerfer 101 ein Wischer 102 und dem anderen, kleinen Scheinwerfer 103 ein Wischer 104 zugeordnet. Beide Wischer sind fest miteinander verbunden und schwingen um den Drehpunkt Z, dessen Abstand von den jeweiligen Scheibenzentren dem Verhältnis entsprechen muß, in dem die Scheibendurchmesser Dl und D 2 zueinander stehen. Dadurch ist erreicht, daß die Wischstrecke von jedem Wischer 102, 104 genau der Größe des ihm zugeordneten Scheinwerfers 101,103 angepaßt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Wischvorrichtung für Fahrzeuge mit zwei nahe beieinander angeordneten, vorzugsweise runden Scheiben, insbesondere Lichtaustrittsscheiben von Kraftfahrzeugleuchten, mit je einem aus Wischerarm und Wischblatt bestehenden Wischer für jede Scheibe, die von einer zwischen den Scheiben angeordneten Antriebswelle angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (15) im Abstand zu der durch die benachbarten Scheiben (22, 23) gehenden Symmetrieebene (x-x) angeordnet ist, wobei die Wischerarme (16, 17) für diese Scheiben einen Winkel miteinander einschließen, der kleiner als 180° ist.
2. Wischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Form der Wischblätter (20, 21) der Form des zugeordneten Scheibenrandes im Bereich ihrer Ablagestellung angepaßt ist
3. Wischvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wischerarme (16, 17) an den Wischblättern (20, 21) zwischen deren Wischblattenden angelenkt sind und in ihrer Formgebung mit der Form der Wischblätter übereinstimmen.
4. Wischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wischblätter (120, 121) gestreckt, jedoch in Wischrichtung federelastisch ausgebildet und am Rand der Scheiben (22, 23) Anschläge (124, 125) für die Endbereiche der Wischblätter (120,121) vorgesehen sind.
5. Wischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Wischerarme (I1B1 17) an einem einzigen, mit der Antriebswelle (15) verbindbaren Bauelement (18) befestigt sind.
6. Wischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wischerarme (16, 17) auf die Scheiben (22, 23) zu federbelastet sind.
7. Wischvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wischerarme (16, 17) aus federelastischem Material gefertigt sind und die Wischblätter (20, 21) vorgespannt an den Lichtaustrittsscheiben (22,23) angelegt halten.
DE2207103A 1971-06-28 1972-02-16 Wischvorrichtung für Fahrzeuge mit zwei nahe beieinander angeordneten, vorzugsweise runden Scheiben Expired DE2207103C3 (de)

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