DE22002C - Neuerung an dem Verfahren der Herstellung von Löffeln, Gabeln etc. aus Britanniametall - Google Patents

Neuerung an dem Verfahren der Herstellung von Löffeln, Gabeln etc. aus Britanniametall

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DE22002C
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Germany
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metal
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britannia
molds
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DENDAT22002D
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J. W. DUNKER in Werdohl, Westfalen
Publication of DE22002C publication Critical patent/DE22002C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/06Permanent moulds for shaped castings
    • B22C9/065Cooling or heating equipment for moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. August 1882 ab.
Nach der bisher gebräuchlichen Methode wird das Britanniametall in einem wannenförmigen, in geringer Entfernung von dem Fuchs des Ofens angebrachten Hafen eingeschmolzen und die Giefsformen in das in demselben befindliche Metallbad eingesetzt. Nachdem die Formen in letzterem genügend vorgewärmt sind, nimmt man sie heraus, legt die für die Löffel, Gabeln u. s. w. bestimmten Eisen- oder Stahleinlagen hinein und schöpft dann das für den Gufs erforderliche Metall aus dem Hafen.
Bisher erfüllt also das in einem einzigen Hafen befindliche Metallbad doppelten Zweck, denn es dient zum Anwärmen der Formen, sowie zur Abgabe des Gufsmaterials. Das wannenförmige Schmelzgefäfs mufs verhältnifsmäfsig grofs sein, um die Formen aufnehmen zu können; dadurch wird eine gröfsere Oberfläche des geschmolzenen Britanniametalls, als beim blofsen Flüssighalten für Giefszwecke erforderlich wäre, dem oxydirenden Einfiufs der Luft ausgesetzt; ferner vermehrt die durch das Einsetzen und Herausnehmen der Formen verursachte Bewegung des Metallbades die Oxydation, und weitere Verluste an verhältnifsmäfsig werthvollem Britanniametall entstehen bei dem Abputzen der gewärmten Formen. Diesen Uebelständen wird durch die beiliegende Neuerung abgeholfen.
Ein zur Ausführung des modificirten Verfahrens geeigneter Ofen ist in beiliegender Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 einen Längenschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie a-ß und Fig. 3 eine Oberansicht dieses Ofens. In dem Hafen A befindet sich ein Bad von geschmolzenem Blei, in welchem die Formen vorgewärmt werden, während das Britanniametall in dem Tiegel .5, welcher zwischen A und dem Ofenfuchs eingeschaltet ist und von dem Feuer umspielt wird, eingeschmolzen wird.
Das neue Verfahren ist folgendes:
Die Formen werden in das in dem Hahn A befindliche Bleibad eingesetzt, nach hinreichendem Vorwärmen herausgenommen und in üblicher Weise abgeputzt. Dann legt man die aus Eisen oder Stahl bestehenden Einlagen hinein, schliefst die Formen und schöpft schliefslich 'das zum Gufs erforderliche Britanniametall aus dem Tiegel B.
Durch diese Neuerung an dem Verfahren wird aufser Verringerung des Verlustes an Britanniametall eine bessere Ausnutzung des Schmelzofens, der übrigens auch eine passende andere Einrichtung als die gezeichnete haben kann, erzielt. Beispielsweise können bei dem bisher gebräuchlichen Verfahren an einem Schmelzhahn, in dem gleichzeitig das Vorwärmen der Formen vorgenommen wird, nur zwei Arbeiter gleichzeitig functioniren, während bei Anwendung von getrennten Vorwärm- und Schmelzgefäfsen an einem nur wenig gröfseren Ofen, der aber keineswegs mehr Brennmaterial verbraucht als der mit einem einzigen Hahn versehene, bequem die doppelte Zahl Arbeiter thätig sein können, ohne einander im Wege zu stehen.
Noch ein Vortheil ist zu erwähnen: Für das Anwärmen der Formen ist eine höhere Tem-
peratur nöthig als für das Umschmelzen des Britanniametalls; bei Benutzung von getrennten Vorwärm- und Schmelzgefäfsen braucht also das Britanniametall nicht, überhitzt zu werden und kann in kleineren Tiegeln mit geringer Metallbadoberfläche eingeschmolzen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anwendung eines Bleibades zum Anwärmen der Formen bei dem Verfahren der Herstellung von Löffeln, Gabeln und ähnlichen Gegenständen aus Britanniametall mit Eisen- oder Stahleinlagen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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