DE216137C - - Google Patents

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DE216137C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/02Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces with two or more shafts or chambers, e.g. multi-storey
    • F27B1/04Combinations or arrangements of shafts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Schmelzofen für ununterbrochenen Betrieb mit um einen Schmelzschacht liegendem Brennstoffschacht unterscheidet sich von den bekannten Schmelzöfen dieser Art dadurch, daß der Schmelzschacht ringförmig gestaltet ist und einen Brennstoffschacht oder Feuerungsraum umgibt. Die Vorteile dieser Bauart bestehen darin, daß die Heizfläche im Verhältnis zum
ίο Umfang des Sehmelzschachtes sehr groß ist, und daß bei gleicher oder größerer Aufnahmefähigkeit des Schmelzschachtes die sich in diesem befindende Metallschicht gegenüber den bekannten Schmelzschächten mit vollem kreisförmigen Querschnitt von geringerer Stärke ist als bei diesen, so daß sie schneller von den Hitzestrahlen durchdrungen und somit die Schmelzung sehr beschleunigt wird.
Der Schmelzofen ist auf der Zeichnung in einem senkrechten Schnitt und zwei Quer-
• . schnittshälften dargestellt.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist der Ofenmantel a, welcher zweckmäßig aus Eisenblech hergestellt wird, mit einer Auskleidung aus feuerfestem Stoff versehen. Innerhalb des Mantels befindet sich in einigem Abstand von ihm das Rohr b und in diesem das Rohr c. Beide Rohre bestehen aus feuerfester Masse. Der Mantel α und die Rohre b und c, durch welche die getrennten Räume d, e und f gebildet sind, befinden sich auf der Deckplatte q eines luftdicht geschlossenen, mit dem Gehäuse für die Feuerung versehenen Untersatzes u, auf welchem die Rohre so gehalten werden, daß sie sich dehnen und zusammenziehen können, so daß deren Springen vermieden wird. Die Rohre b und c bestehen aus zwei Teilen, einem Unter- und einem Oberteil. Der Oberteil des Rohres b ist weiter als der Unterteil dieses Rohres, während beim Rohr c umgekehrt der Oberteil enger ist als der Unterteil. Die Teile dieser Rohre sind ineinandergeschoben, und es ist infolge der verschiedenen Weite in dem Räume β ein Absatz g gebildet, auf dem sich ein in bekannter Weise in den Schmelzraum eingesetzter durchlochter Falschboden h befindet, der sich, da er durch den Absatz g unterstützt wird, nicht dicht an die Rohre b und c anzuschließen braucht, leicht einsetzen und herausnehmen läßt. Der Raum e ist unten durch einen Boden i von feuerfester Masse geschlossen und der Innenraum f des Rohres c ist ebenso wie der Ringraum d unten mit einem Rost k bzw. I versehen. Die Roste sind wenigstens teilweise aufklappbar, so daß man leicht zu den Räumen d und / gelangen und diese und die Roste leicht reinigen kann. Die Räume d und f dienen zur Aufnahme von Brennstoff, insbesondere von Koks, während der Raum e das zu schmelzende Metall aufnimmt. Dieses ruht, soweit es nicht geschmolzen ist, auf dem Falschboden h. Beim Schmelzen fließt es durch diesen hindurch und gelangt in den Unterteil des Raumes c, aus dem es durch die Abstichöffnung 0 abgezogen werden kann. Durch den Falschboden wird das ungeschmolzene Metall zurückgehalten und bleibt daher immer von dem ί geschmolzenen Metall getrennt, so daß eine
Abkühlung des letzteren durch Hinzufügung von zu schmelzendem Metall nicht stattfinden kann; es wird dadurch der Druck auf die Abstichöffnung wesentlich verringert. Durch das auf dem Falschboden liegende Metall werden aber auch die Rohre b und c belastet, so daß sie sich von dem Boden nicht abheben können. Ein, zwei oder mehr auf den Falschboden aufgesetzte Rohre m, die bis zur Kappe des Ofens
ίο reichen, dienen zur Abführung der sich in dem flüssigen Metall entwickelnden, diesem schädlichen Dämpfe und Gase und ferner zum bekannten Einführen sogenannter Bomben in den unteren Raum des Schmelzbehälters, die dazu dienen, das Metall dünnflüssig zu machen usw. Ein oder mehrere Kanäle η führen vom Untersatz bis etwa unter den Falschbodeh. Diese Kanäle stehen in bekannter Weise mit dem die Feuerung beeinflussenden oder einem besonderen Dampf- oder anderen Gebläse in Verbindung, so daß gegebenenfalls in bekannter Weise nebst Dampf auch Luft eingeführt wird, die gleichzeitig bei dem Durchstreichen des Rohres erhitzt wird, die aber auch schon vorerhitzt sein kann. Die eingeblasene Luft tritt mit dem geschmolzenen, von dem Falschboden abtropfenden Metall in innige Berührung, und ihr Sauerstoff kann in bekannter Weise auf alle Teile des Metalles gründlich wirken. Infolge des Ineinandersetzens der Teile der Rohre b und c sind die Feuerungsräume d und f unten weiter als oben, so daß sich der Brennstoff weniger festsetzen kann. Der Raum für das geschmolzene Metall kann aber ohne Nachteil enger sein, als der für. das noch ungeschmolzene. Der Ofen ist mit einer leicht abhebbaren Haube p bedeckt, welche mit besonderen, verschließbaren, sich über den einzelnen Räumen befindenden Öffnungen versehen sein kann, die zum Nachfüllen des Brennstoffes und des Metalles zu dienen geeignet sind.
Gearbeitet wird mit dem Ofen kurz folgendermaßen:
Nachdem der durchlochte Falschboden zuerst herausgenommen ist, wird der untere Teil des Schmelzbehälters mit dem zu schmelzenden Metall gefüllt, und nach dem Wiedereinlegen des Falschbodens erfolgt auch das Füllen des oberen Raumes mit Metall. Nun wird der Brennstoff, mit dem der den Schmelzraum umgebende Raum d sowie der innerhalb des Schmelzraumes befindliche Raum f versehen ist, entzündet und das Gebläse in Tätigkeit gesetzt, um das Feuer durch Luft bzw. durch das Gemisch von Luft und Wasserdampf anzumachen.
Bei Beginn der Schmelzung wird das Feuer nur bis zur Höhe des Falschbodens gehalten, wenn aber das unter dem Falschboden befindliehe Metall zu schmelzen beginnt, wird der Brennstoff je nach Bedarf nachgefüllt, wodurch dann auch das oberhalb des Falschbodens befindliche Metall, welches durch die ausstrahlende Hitze von unten bereits vorgewärmt ist, bald flüssig wird und durch die Öffnungen des Falschbodens in Tropfen in den bereits mit dünnflüssigem Metall versehenen unteren Raum gelangt.
Da der Falschboden ein Mischen von kaltem mit flüssigem Metall verhindert, so kann stets ein gleichmäßig erhitztes Metall am unteren Abstich des Ofens entnommen werden. Der sich oben im Räume e durch Hinwegschmelzen des Metalles bildende Raum wird mit frischem, zu schmelzendem Metall nachgefüllt, ebenso wie der Brennstoff der Feuerräume oben immer wieder ersetzt wird. Ist die Schmelze am Ende uhd der Ofen soll außer Tätigkeit gesetzt werden, nachdem das ganze im Ofen befindliche Metall abgelassen ist, so werden die Klappen der Roste geöffnet und der im Ofen befindliche Brennstoff nach unten entfernt.
Obgleich der Ofen eigentlich ein Ersatz für Tiegelöfen mit ununterbrochenem Betrieb ist, dürfte er doch geeignet sein, bei Verwendung eines Roheisens mit niedrigem Phosphor- und hohem Siliciumgehalt einen schmiedbaren Stahlformguß auf unmittelbarem Wege herzustellen, da infolge des Blasens von Luft gegen das flüssige, tropfende Metall eine Entkohlung ahnlieh der in einer Bessemerbirne stattfindet und da das Metall durch die darauf fortgesetzte Schmelze im unteren Teile des Schmelzraumes — dem Tiegel — einem schmiedbaren Tiegelgußmetall gleich werden dürfte. Wenn nötig, kann Silicium oder Aluminium zugesetzt werden. Es können gegebenenfalls Tropfplatten Verwendung finden.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Schmelzofen für ununterbrochenen Betrieb, mit um einen Schmelzschacht liegendem Brennstoffschacht, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzschächt als Ringschacht einen Feuerungsraum umgibt.
2. Ausführungsform des Schmelzofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Schmelzraum aus einfach auf den Boden (i) aufgesetzten Rohren (b, c) gebildet ist, die in der Mitte einen in bekannter Weise in den Schmelzraum eingesetzten und diesen in zwei Teile teilenden, durchlochten Falschboden (h) tragen, so daß infolge des auf dem Falschboden ruhenden Metalles die Rohre (b, c) immer dicht an den Boden angedrückt werden.
3. Ausführungsform des Schmelzofens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schmelzraum begrenzenden Rohre (b, c) aus zwei Teilen bestehen, die so ineinander gesetzt sind,
daß ein Absatz gebildet wird, welcher es ermöglicht, daß der Falschboden (h) leicht lose in den Schmelzschacht eingesetzt und herausgenommen werden kann.
4. Ausführungsform des Schmelzofens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem durchlochten Falschboden (h) ein oder mehrere Rohre (m) aufgesetzt sind, welche durch den oberen Teil des Ofens nach außen führen und die einen ungehinderten Abzug der dem Metall schädlichen Gase, Dämpfe usw. aus dem Schmelztiegel sowie die Einführung von Zusätzen, z. B. sogenannten Bomben, zu dem bereits geschmolzenen Metall in den unteren Teil des Schmelzraumes gestatten.
5. Ausführungsform des Schmelzofens nach den Ansprüchen 1 bis 3, mit einem oder mehreren, mit einem Gebläse in Verbindung stehenden, vom unteren Teil des Ofens her in den Schmelzraum einmündenden Kanälen oder Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (n) an der Stelle in den Schmelzraum münden, an der das Tropfen des Metalles durch den Falschboden stattfindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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