DE216137C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE216137C DE216137C DENDAT216137D DE216137DA DE216137C DE 216137 C DE216137 C DE 216137C DE NDAT216137 D DENDAT216137 D DE NDAT216137D DE 216137D A DE216137D A DE 216137DA DE 216137 C DE216137 C DE 216137C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- melting
- metal
- shaft
- tubes
- furnace
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 30
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 30
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 26
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 26
- 239000000446 fuel Substances 0.000 claims description 10
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 2
- 239000000654 additive Substances 0.000 claims 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- XUIMIQQOPSSXEZ-UHFFFAOYSA-N Silicon Chemical compound [Si] XUIMIQQOPSSXEZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 229910001338 liquidmetal Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 2
- 239000011819 refractory material Substances 0.000 description 2
- 238000010079 rubber tapping Methods 0.000 description 2
- 229910052710 silicon Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000010703 silicon Substances 0.000 description 2
- 229910001208 Crucible steel Inorganic materials 0.000 description 1
- OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N Phosphorus Chemical compound [P] OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000805 Pig iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000014443 Pyrus communis Nutrition 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000005261 decarburization Methods 0.000 description 1
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 229910052698 phosphorus Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011574 phosphorus Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
- F27B1/02—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces with two or more shafts or chambers, e.g. multi-storey
- F27B1/04—Combinations or arrangements of shafts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
bca
3(a 'netdcfycn cfal'c 11 I'cnn Ib.
(Sii-Kjcrtigt bcz Sixrivwvtiirna
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Schmelzofen für ununterbrochenen Betrieb mit
um einen Schmelzschacht liegendem Brennstoffschacht unterscheidet sich von den bekannten
Schmelzöfen dieser Art dadurch, daß der Schmelzschacht ringförmig gestaltet ist und
einen Brennstoffschacht oder Feuerungsraum umgibt. Die Vorteile dieser Bauart bestehen
darin, daß die Heizfläche im Verhältnis zum
ίο Umfang des Sehmelzschachtes sehr groß ist,
und daß bei gleicher oder größerer Aufnahmefähigkeit des Schmelzschachtes die sich in diesem
befindende Metallschicht gegenüber den bekannten Schmelzschächten mit vollem kreisförmigen
Querschnitt von geringerer Stärke ist als bei diesen, so daß sie schneller von den
Hitzestrahlen durchdrungen und somit die Schmelzung sehr beschleunigt wird.
Der Schmelzofen ist auf der Zeichnung in einem senkrechten Schnitt und zwei Quer-
• . schnittshälften dargestellt.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist der Ofenmantel a, welcher zweckmäßig aus
Eisenblech hergestellt wird, mit einer Auskleidung aus feuerfestem Stoff versehen. Innerhalb
des Mantels befindet sich in einigem Abstand von ihm das Rohr b und in diesem das Rohr c.
Beide Rohre bestehen aus feuerfester Masse. Der Mantel α und die Rohre b und c, durch
welche die getrennten Räume d, e und f gebildet sind, befinden sich auf der Deckplatte q
eines luftdicht geschlossenen, mit dem Gehäuse für die Feuerung versehenen Untersatzes u,
auf welchem die Rohre so gehalten werden, daß sie sich dehnen und zusammenziehen
können, so daß deren Springen vermieden wird. Die Rohre b und c bestehen aus zwei Teilen,
einem Unter- und einem Oberteil. Der Oberteil des Rohres b ist weiter als der Unterteil
dieses Rohres, während beim Rohr c umgekehrt der Oberteil enger ist als der Unterteil. Die
Teile dieser Rohre sind ineinandergeschoben, und es ist infolge der verschiedenen Weite in
dem Räume β ein Absatz g gebildet, auf dem sich ein in bekannter Weise in den Schmelzraum
eingesetzter durchlochter Falschboden h befindet, der sich, da er durch den Absatz g
unterstützt wird, nicht dicht an die Rohre b und c anzuschließen braucht, leicht einsetzen
und herausnehmen läßt. Der Raum e ist unten durch einen Boden i von feuerfester Masse geschlossen
und der Innenraum f des Rohres c ist ebenso wie der Ringraum d unten mit einem
Rost k bzw. I versehen. Die Roste sind wenigstens teilweise aufklappbar, so daß man leicht zu
den Räumen d und / gelangen und diese und die Roste leicht reinigen kann. Die Räume d und f
dienen zur Aufnahme von Brennstoff, insbesondere von Koks, während der Raum e das
zu schmelzende Metall aufnimmt. Dieses ruht, soweit es nicht geschmolzen ist, auf dem Falschboden
h. Beim Schmelzen fließt es durch diesen hindurch und gelangt in den Unterteil des
Raumes c, aus dem es durch die Abstichöffnung 0 abgezogen werden kann. Durch den Falschboden
wird das ungeschmolzene Metall zurückgehalten und bleibt daher immer von dem ί geschmolzenen Metall getrennt, so daß eine
Abkühlung des letzteren durch Hinzufügung von zu schmelzendem Metall nicht stattfinden
kann; es wird dadurch der Druck auf die Abstichöffnung wesentlich verringert. Durch das
auf dem Falschboden liegende Metall werden aber auch die Rohre b und c belastet, so daß
sie sich von dem Boden nicht abheben können. Ein, zwei oder mehr auf den Falschboden aufgesetzte
Rohre m, die bis zur Kappe des Ofens
ίο reichen, dienen zur Abführung der sich in dem
flüssigen Metall entwickelnden, diesem schädlichen Dämpfe und Gase und ferner zum bekannten
Einführen sogenannter Bomben in den unteren Raum des Schmelzbehälters, die dazu dienen, das Metall dünnflüssig zu
machen usw. Ein oder mehrere Kanäle η führen vom Untersatz bis etwa unter den Falschbodeh.
Diese Kanäle stehen in bekannter Weise mit dem die Feuerung beeinflussenden oder einem
besonderen Dampf- oder anderen Gebläse in Verbindung, so daß gegebenenfalls in bekannter
Weise nebst Dampf auch Luft eingeführt wird, die gleichzeitig bei dem Durchstreichen des
Rohres erhitzt wird, die aber auch schon vorerhitzt sein kann. Die eingeblasene Luft tritt
mit dem geschmolzenen, von dem Falschboden abtropfenden Metall in innige Berührung, und
ihr Sauerstoff kann in bekannter Weise auf alle Teile des Metalles gründlich wirken. Infolge
des Ineinandersetzens der Teile der Rohre b und c sind die Feuerungsräume d und f unten
weiter als oben, so daß sich der Brennstoff weniger festsetzen kann. Der Raum für das
geschmolzene Metall kann aber ohne Nachteil enger sein, als der für. das noch ungeschmolzene.
Der Ofen ist mit einer leicht abhebbaren Haube p bedeckt, welche mit besonderen, verschließbaren,
sich über den einzelnen Räumen befindenden Öffnungen versehen sein kann, die zum Nachfüllen des Brennstoffes und des Metalles
zu dienen geeignet sind.
Gearbeitet wird mit dem Ofen kurz folgendermaßen:
Nachdem der durchlochte Falschboden zuerst herausgenommen ist, wird der untere Teil des
Schmelzbehälters mit dem zu schmelzenden Metall gefüllt, und nach dem Wiedereinlegen
des Falschbodens erfolgt auch das Füllen des oberen Raumes mit Metall. Nun wird der
Brennstoff, mit dem der den Schmelzraum umgebende Raum d sowie der innerhalb des
Schmelzraumes befindliche Raum f versehen ist, entzündet und das Gebläse in Tätigkeit gesetzt,
um das Feuer durch Luft bzw. durch das Gemisch von Luft und Wasserdampf anzumachen.
Bei Beginn der Schmelzung wird das Feuer nur bis zur Höhe des Falschbodens gehalten,
wenn aber das unter dem Falschboden befindliehe Metall zu schmelzen beginnt, wird der
Brennstoff je nach Bedarf nachgefüllt, wodurch dann auch das oberhalb des Falschbodens befindliche
Metall, welches durch die ausstrahlende Hitze von unten bereits vorgewärmt ist, bald
flüssig wird und durch die Öffnungen des Falschbodens in Tropfen in den bereits mit dünnflüssigem
Metall versehenen unteren Raum gelangt.
Da der Falschboden ein Mischen von kaltem mit flüssigem Metall verhindert, so kann stets
ein gleichmäßig erhitztes Metall am unteren Abstich des Ofens entnommen werden. Der sich
oben im Räume e durch Hinwegschmelzen des Metalles bildende Raum wird mit frischem, zu
schmelzendem Metall nachgefüllt, ebenso wie der Brennstoff der Feuerräume oben immer
wieder ersetzt wird. Ist die Schmelze am Ende uhd der Ofen soll außer Tätigkeit gesetzt werden,
nachdem das ganze im Ofen befindliche Metall abgelassen ist, so werden die Klappen der Roste
geöffnet und der im Ofen befindliche Brennstoff nach unten entfernt.
Obgleich der Ofen eigentlich ein Ersatz für Tiegelöfen mit ununterbrochenem Betrieb ist,
dürfte er doch geeignet sein, bei Verwendung eines Roheisens mit niedrigem Phosphor- und
hohem Siliciumgehalt einen schmiedbaren Stahlformguß auf unmittelbarem Wege herzustellen,
da infolge des Blasens von Luft gegen das flüssige, tropfende Metall eine Entkohlung ahnlieh
der in einer Bessemerbirne stattfindet und da das Metall durch die darauf fortgesetzte
Schmelze im unteren Teile des Schmelzraumes — dem Tiegel — einem schmiedbaren Tiegelgußmetall
gleich werden dürfte. Wenn nötig, kann Silicium oder Aluminium zugesetzt werden.
Es können gegebenenfalls Tropfplatten Verwendung finden.
Claims (5)
1. Schmelzofen für ununterbrochenen Betrieb, mit um einen Schmelzschacht liegendem
Brennstoffschacht, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzschächt als Ringschacht
einen Feuerungsraum umgibt.
2. Ausführungsform des Schmelzofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der ringförmige Schmelzraum aus einfach auf den Boden (i) aufgesetzten Rohren
(b, c) gebildet ist, die in der Mitte einen in bekannter Weise in den Schmelzraum eingesetzten
und diesen in zwei Teile teilenden, durchlochten Falschboden (h) tragen, so
daß infolge des auf dem Falschboden ruhenden Metalles die Rohre (b, c) immer dicht
an den Boden angedrückt werden.
3. Ausführungsform des Schmelzofens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Schmelzraum begrenzenden Rohre (b, c) aus zwei Teilen bestehen, die so ineinander gesetzt sind,
daß ein Absatz gebildet wird, welcher es ermöglicht, daß der Falschboden (h) leicht
lose in den Schmelzschacht eingesetzt und herausgenommen werden kann.
4. Ausführungsform des Schmelzofens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem durchlochten Falschboden (h) ein oder mehrere Rohre (m)
aufgesetzt sind, welche durch den oberen Teil des Ofens nach außen führen und die
einen ungehinderten Abzug der dem Metall schädlichen Gase, Dämpfe usw. aus dem Schmelztiegel sowie die Einführung von
Zusätzen, z. B. sogenannten Bomben, zu dem bereits geschmolzenen Metall in den unteren Teil des Schmelzraumes gestatten.
5. Ausführungsform des Schmelzofens nach den Ansprüchen 1 bis 3, mit einem
oder mehreren, mit einem Gebläse in Verbindung stehenden, vom unteren Teil des Ofens her in den Schmelzraum einmündenden
Kanälen oder Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (n) an der Stelle
in den Schmelzraum münden, an der das Tropfen des Metalles durch den Falschboden
stattfindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216137C true DE216137C (de) |
Family
ID=477576
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216137D Active DE216137C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216137C (de) |
-
0
- DE DENDAT216137D patent/DE216137C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0320587A1 (de) | Verfahren zum Schmelzen von Metallschrott und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2428891A1 (de) | Verfahren zum schmelzen in einem schachtofen sowie schachtofen zwecks ausuebung des verfahrens | |
| DE3423247A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum herstellen von stahl aus schrott | |
| DE216137C (de) | ||
| DE2014043A1 (de) | Schmelzofen und Verfahren zum Schmelzen von schmelzbaren Materialien | |
| DD155433A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zum schmelzen von metallen,insbesondere von leicht-,schwer-und edelmetallen,sowie deren legierungen | |
| EP3320286B1 (de) | Schmelzmetallurgischer ofen | |
| DE2602178A1 (de) | Verfahren zum einbrennen der feuerfesten auskleidung von bodenblasenden stahl-frischgefaessen | |
| DE188774C (de) | ||
| DE1301583B (de) | Verfahren zum Schmelzen einer Saeule aus Kupferformstuecken | |
| AT42295B (de) | Tiegelofen mit Rohölfeuerung. | |
| DE2148091A1 (de) | Vakuumbehandlungsanordnung | |
| DE338121C (de) | Verfahren zur Herstellung von Stahl in elektrischen OEfen | |
| DE306066C (de) | ||
| DE147531C (de) | ||
| DE624242C (de) | Gaserzeuger mit abwaerts gerichtetem Zug, insbesondere zur Erzeugung von Holzgas fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE26248C (de) | Mantelofen zur Gewinnung der Oxyde des Calciums, Bariums, Strontiums und Magnesiums und von reiner Kohlensäure oder Schwefelwasserstoffgas aus den entsprechenden Karbonaten Qder Pyriten | |
| DE2042622C3 (de) | Gasgefeuerter Kupolofen | |
| DE1938541A1 (de) | Verfahren und Ofen zum Brennen,insbesondere zum Sintern von Dolomit oder Magnesia,bei hoher Temperatur | |
| DE625636C (de) | Ofen zur Waermebehandlung von feinkoernigem oder staubfoermigem Gut | |
| DE76646C (de) | Verfahren und Regenerativ-Schachtofen zur Gewinnung von Metallen (besonders Eisen) unmittelbar aus den Erzen | |
| DE134578C (de) | ||
| AT264562B (de) | Ofen zum Erzeugen von Stahl und Verfahren zu seinem Betrieb | |
| DE635849C (de) | Von oben beheizter Hochofenwinderhitzer | |
| DE2030970C3 (de) | Gasgefeuerter Kupolofen |