DE214820C - - Google Patents
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- Publication number
- DE214820C DE214820C DE1908214820D DE214820DD DE214820C DE 214820 C DE214820 C DE 214820C DE 1908214820 D DE1908214820 D DE 1908214820D DE 214820D D DE214820D D DE 214820DD DE 214820 C DE214820 C DE 214820C
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- Expired
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/02—Devices characterised by the use of mechanical means
- G01P3/16—Devices characterised by the use of mechanical means by using centrifugal forces of solid masses
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P1/00—Details of instruments
- G01P1/07—Indicating devices, e.g. for remote indication
- G01P1/08—Arrangements of scales, pointers, lamps or acoustic indicators, e.g. in automobile speedometers
- G01P1/10—Arrangements of scales, pointers, lamps or acoustic indicators, e.g. in automobile speedometers for indicating predetermined speeds
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Details Of Spanners, Wrenches, And Screw Drivers And Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT!
PATENTSGHRIFT
- ,Μ 214820 — KLASSE 42 ο. GRUPPE
KNUD ESBERN WINGE in KOPENHAGEN.
bei Motorfahrzeugen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juni 1908 ab.
Häufig wird aus Sicherheitsrücksichten den Führern von Motorfahrzeugen einerseits die
Einhaltung einer bestimmten, z. B. von der Behörde noch für zulässig erachteten Normalgeschwindigkeit
vorgeschrieben, andererseits jedoch eine kurze Überschreitung dieser Geschwindigkeit
für besondere Fälle zugelassen, um z. B. den Kraftwagenführer in den Stand zu setzen, einen vor ihm langsamer fahrenden
ίο Wagen schnell überholen oder einem auftretenden
Hindernis rasch ausweichen zu können.
Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung, durch welche die Feststellung einer im Hinblick
auf die durchfahrene Strecke unzulässigen Überschreitung der Normalgeschwindigkeit ermöglicht wird.
Die bisher gebräuchlichen Geschwindigkeitsmesser, bei welchen ein durch die Fliehkraft
beeinflußter Schwer körper radial zu dem sich drehenden Teil des Wagens entgegen der
Wirkung einer Feder verschiebbar ist, können lediglich anzeigen, daß die Normalgeschwindigkeit
überhaupt überschritten worden ist, nicht aber angeben, ob sich diese Geschwindigkeitsüberschreitung in den zulässigen Grenzen hielt
oder nicht.
Die kontrollvorrichtung nach der Erfindung ist so eingerichtet, daß sie die Feststellung
einer unzulässigen Überschreitung der Normalgeschwindigkeit ermöglicht, und daß die Vorrichtung ferner gegen Stöße unempfindlich,
staub- und schmutzdicht, einfach in der Bauart und zur erneuten Feststellung leicht wieder
in betriebsbereiten Zustand zu setzen ist.
Dies wird dadurch erreicht, daß der durch die Fliehkraft beeinflußte Schwerkörper, durch
eine Schauöffnung von außen sichtbar, in einem mit einer Widerstandsflüssigkeit gefüllten
Kanal verschiebbar ist und gegen die Kanalwandung durch eine seitliche Feder gepreßt
wird, die einerseits zur Einstellung der höchsten zulässigen Geschwindigkeit, andererseits zur
Feststellung des Schwerkörpers in seiner jeweiligen, durch die Überschreitung dieser Ge-
sch windigkeit herbeigeführten Endlage dient.
Bei Überschreitung der durch die Feder eingestellten Normalgeschwindigkeit verschiebt
sich der Schwerkörper entsprechend der Dauer der Überschreitung langsam in den Kanal, so
daß die Vorschubstrecke des Schwerkörpers ein Maß für die Dauer der Überschreitung
ist. Je nach der Länge der von dem Motorwagen durchfahrenen Strecke und der Art des
Verkehrs auf derselben wird eine größere oder kleinere Überschreitung der Normalgeschwindigkeit
erfahrungsgemäß noch als zulässig erachtet werden können, bei welcher der Schwerkörper in dem Kanal eine bestimmte Lage
einnimmt. Ist bei der Kontrolle des Motorwagens der Schwerkörper über diese zulässige
Lage hinausgekommen, so steht fest, daß der Fahrer die Normalgeschwindigkeit entweder
allzu häufig in kurzer Zeit oder einmal während einer längeren Fahrtdauer in unzulässiger Weise
überschritten hat. Je nach der Größe der
zulässigen Überschreitung der Normalgeschwin-
. digkeit kann die Vorschubgeschwindigkeit des Schwerkörpers durch die Verwendung einer
mehr .oder weniger dünnen Widerstandsflüssigkeit geregelt werden.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung im Längsschnitt
dargestellt.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen
ίο aus einem rohrförmigen Gehäuse a mit einem
an beiden Enden geschlossenen Längskanal b, in welchem ein Schwerkörper c leicht verschiebbar
gelagert ist. An einem Ende des Kanals δ ist in dem Gehäuse α ein Glasrohr d
eingesetzt, in dessen Hohlraum· der Schwerkörper c eintreten kann. Durch ein im Gehäuse α vorgesehenes Schauloch f kann von
außen beobachtet werden, in welcher Lage sich der Schwerkörper c befindet.
Das Gehäuse α ist ferner mit einem senkrecht
zu ihm stehenden Stutzen g versehen, dessen Innenraum mit dem Kanal b durch
eine Öffnung in Verbindung steht, durch welche ein im Stutzen g liegender Kugelkörper k
o. dgl. zum Teil durchtreten kann. Der Körper k dient als Anschlag für den an seinen
Enden abgerundeten Schwerkörper c und wird durch eine Feder m in den Kanal b hineingedrückt,
indem er sich einerseits gegen eine im Stutzen g vorgesehene Sitzfläche h, andererseits
gegen einen Stempel·£ legt, der unter dem Einfluß der durch eine Schraube η in
ihrer Spannung regelbaren Feder m steht. Der innere Hohlraum der Vorrichtung ist mit
Flüssigkeit gefüllt.
Die Kontrollvorrichtung wird auf dem sich drehenden Körper, dessen Geschwindigkeit festgestellt
werden soll, exzentrisch zur Drehungsachse so angebracht, daß der Kanal b radial
zu dieser Achse steht, während der Schwerkörper c an dasjenige Ende des Kanals b gebracht wird, welches der Umdrehungsachse
des sich drehenden Körpers am nächsten liegt. Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise:
Solange die Höchstgeschwindigkeit nicht erreicht ist, verbleibt der Körper c in der auf
der Zeichnung dargestellten Lage. Wird dagegen die Höchstgeschwindigkeit überschritten,
so kann der Körper c, wie oben angegeben, den auf ihn wirkenden, durch die Kugel k ausgeübten
Reibungswiderstand überwinden. Die Kugel k wird daher zur Seite geschoben, und
der Körper c gleitet nun in dem Kanal b entlang , indem er die darin befindliche Flüssigkeit
vom einen Ende des Kanals nach dem änderen treibt. Die Flüssigkeit dringt während
dieser Bewegung durch den Spielraum zwischen dem Körper c und der Kanalwandung. Je
kleiner dieser Spielraum ist, um so längere Zeit braucht der Körper c, um bei einer gewissen
Umdrehungsgeschwindigkeit eine gewisse Strecke zu durchlaufen. Wenn man durch das Glasrohr d die Lage des Körpers c
beobachtet, so kann man hieraus feststellen,
wie lange Zeit die Höchstgeschwindigkeit überschritten gewesen ist. Sobald die Geschwindigkeit
unter die Höchstgrenze sinkt, bewegt sich der Körper c nicht mehr, weil dann die
Fliehkraft nicht mehr imstande ist, sämtliche auf den Körper wirkenden Widerstände zu
überwinden.
Soll die Vorrichtung zur erneuten Feststellung benutzt werden, so braucht man sie
nur umzudrehen. Zu diesem Zwecke ist das Gehäuse α auf einer Platte q angebracht, die
mit zur Längsachse des Stutzens g symmetrisch angeordneten, für die Befestigungsschrauben
dienenden Löchern r versehen ist. Wird dann der sich drehende Körper wieder in Bewegung
gesetzt, so wird der Schwerkörper c bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
durch die Fliehkraft in seine Anfangslage zurückgeführt und verschwindet vor dem
Schauloch f.
Das Gehäuse a, g der Kontrollvorrichtung kann plombiert werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Feststellung einer unzulässigen Geschwindigkeitsüberschreitung bei Motorfahrzeugen, bei welcher ein Schwerkörper entgegen der Wirkung einer Feder durch die Fliehkraft verschoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der durch eine Schauöffnung (f) von außen sichtbare Schwerkörper (c) in einem mit einer Widerstandsflüssigkeit gefüllten Kanal (b) verschiebbar ist und gegen die Kanalwandung durch eine seitliche Feder (m) gepreßt wird, die einerseits zur Einstellung der höchsten zulässigen Geschwindigkeit, andererseits zur Feststellung des Schwerkörpers in seiner jeweiligen, durch die Überschreitung dieser Geschwindigkeit herbeigeführten Endlage dient.Hierzu'ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE214820T | 1908-06-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE214820C true DE214820C (de) | 1909-10-20 |
Family
ID=34624885
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908214820D Expired DE214820C (de) | 1908-06-21 | 1908-06-21 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE214820C (de) |
-
1908
- 1908-06-21 DE DE1908214820D patent/DE214820C/de not_active Expired
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