DE2139285B - Verfahren zum Zufügen eines Zusatzstoffes zu geschmolzenem Metall in einer Druckgußmaschine - Google Patents

Verfahren zum Zufügen eines Zusatzstoffes zu geschmolzenem Metall in einer Druckgußmaschine

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DE2139285B
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DE
Germany
Prior art keywords
additive
molten metal
mold space
casting machine
die casting
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Pending
Application number
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English (en)
Inventor
Kazunori Tsurugashima Saitama; Arai Takeo Tokio; Murata Shichiro Nobidome; Kayama Taichiro Shirako; Yamamura Takuo Miyoshimura; Kumamoto Masamichi Asaka Saitama; Ikeda (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honda Motor Co Ltd
Original Assignee
Honda Motor Co Ltd

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zufügen eines Zusatzstoffes zu geschmolzenem Metall in einer Druckgußmaschine, bei der das geschmolzene Metall, z. B. eine Aluminium-Legierung, oder ein anderer geschmolzener Stoff mittels eines Plungerkolbens aus dem Innern einer Plungerhülse unter Druck in den Formraum über einen Kanal gepreßt wird, der an seinem inneren Ende mit einem Schieber oder einer Einlaßöffnung versehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren dieser Art so zu gestalten, daß die Verteilung des Zusatzstoffes und die Mischung desselben mit dem geschmolzenen Metall oder anderem geschmolzenen Stoff verbessert wird.
Gemäß der Erfindung wird der Zusatzstoff, z. B. Blei od. dgl., in die Plungerhülse oder den Kanal oder den Formraum so eingebracht, daß er gezwungen wird, dem Strom des geschmolzenen Metalls zu folgen und sich unter Verteilung in dem geschmolzenen Metall od. dgl. mit diesem zu mischen.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsweise beschrieben. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine erste Ausführungsform einer Druckgußmaschine zur Durchführung des Verfahrens im Schnitt und
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Teilschnitt durch eine zweite Ausführungsform der Druckgußmaschine.
In der Zeichnung ist mit 1 die Matrize einer Druckgußmaschine bezeichnet, die einen Hohl- bzw. Formraum 2 aufweist. Der Formraum steht über einen Kanal 6, der an seinem inneren Ende mit einem Schieber 5 od. dgl. versehen ist, mit dem Inneren einer Plungerhülse 4 in Verbindung, in der ein Plungerkolben 3 geführt ist. Wenn der Kolben 3 in der Kolbenhülse 4 vorgeschoben und die Kolbenhülse mit geschmolzenem Metall, z. B. Aluminium-Legierung, gefüllt ist, so wird das Metall aus dem Kanal 6 über den Schieber 5 unter Druck in den Formraum 2 gepreßt.
In dieser Weise ausgebildete Druckgußmaschinen sind an sich bekannt. Gemäß der Erfindung wird jedoch ein Zusatzstoff? so in die Maschine eingebracht, daß der Zusatzstoff, z. B. Blei od. dgl., gezwungen wird, dem unter Druck in den Formraum 2 eingepreßten geschmolzenen Metall zu folgen. Der Zusatzstoff 7 kann gemäß F i g. 1 in kubischer Form mit beliebiger Größe verwendet werden, indem er in die Hülse 4 oder den Kanal 6 oder den Formraum 2 vor dem Einbringen des geschmolzenen Metalls in die Hülse 4 eingebracht wird. In diesem Fall kann die kubische Gestaltung des Zusatzstoffes durch Verwendung desselben in Form von Pulver gebildet werden. Der Zusatzstoff 7 kann dabei in einem Einschnitt 8 angeordnet oder mittels eines Klebstoffes an beliebiger Stelle der Hülse 4 befestigt werden. Gemäß F i g. 2 kann der Zusatzstoff 7 in Form von Pulver oder einer Flüssigkeit in einem Behälter 9 enthalten sein, der mit dem Innern der Hülse 4 über eine im Boden des Behälters angeordnete Ventilöffnung 10 verbunden ist. In diesem Fall kann der Behälter so angeordnet sein, daß der Zusatzstoff in den Kanal 6 oder den Formraum 2 gelangt oder z. B. unter Druck während der Vorschubbewegung des Kolbens 3 in die Hülse eingeführt wird.
In jedem Fall wird der in die Hülse 4 oder in den Kanal 6 eingebrachte Zusatzstoff 7 gezwungen, dem Druckstrom des geschmolzenen Metalls zu folgen, der durch die Vorschubbewegung des Kolbens 3 erzeugt wird. Hierbei wird der Zusatzstoff mit dem geschmolzenen Metall gemischt und unter Druck in den Formraum 2 eingebracht. Auch wenn der Zusatzstoff, wie in F i g. 1 gezeigt ist, in dem Formraum 2 selbst angeordnet wird, so wird der Zusatzstoff 7 gezwungen, dem Druckstrom des geschmolzenen Metalls in den Formraum 2 zu folgen und sich unter Verteilung mit diesem zu mischen. Das geschmolzene Metall wird beim Eintreten in den Formraum 2 durch den Schieber 5 gedrosselt, so daß im Bereich des Schiebers S eine turbulente Strömung des geschmolzenen Metalls erzeugt und die Mischung desselben mit dem Zusatzstoff 7 verbessert wird. Die Menge des Zusatzstoffes 7, der jeweils in der Hülse 4 oder in dem Kanal 6 oder dem Formraum 2 angeordnet wird, ist so bemessen, daß der Zusatzstoff bei einem einzigen Injektionsvorgang des geschmolzenen Metalls aufgebraucht wird.
Beim Gießen von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung kann z. B. als Zusatzstoff Blei verwendet werden, das mit sehr hoher Dichte, z. B. 20 %>, in dem Metall enthalten sein kann. Die Verwendung des Zusatzstoffes 7 ist aber nicht auf Aluminium oder eine Aluminium-Legierung beschränkt, sondern kann z. B. auch bei Wismut, Zinn, Antimon, Zink, Tellur od. dgl. oder bei Legierungen von solchen Metallen oder auch bei festen Schmierstoffen, wie Kohle, Steatit, Glimmer, Schwefel, Kaliumnitrat, Flußspat od. dgl., oder bei festen Sulfiden, z. B. Molybdändisulfid, Wolframdisulfid, Bleisulfid od. dgl., oder bei Carbiden, z. B. Siliciumcarbid, Eisencarbid od. dgl., oder bei Oxiden, z. B. Aluminiumoxid,
Chromoxid, Bleioxid od. dgl., oder bei Sulfaten, wie Bleisulfat od. dgl., oder bei Nitraten, wie Kaliumnitrat, Natriumnitrat od. dgl., oder bei Harzen, wie Teflon, oder bei Metallen, wie Eisen, Silicium, Chrom, Mangan, Nickel, Kobalt, Kupfer, Titan od. dgl, oder bei Legierungen solcher Metalle erfolgen.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird der Zusatzstoff innerhalb der Plungerhülse oder dem Kanal oder dem Formraum mit dem geschmolzenen Metall oder anderem Stoff in Berührung gebracht und gezwungen, dem Strom des unter Druck in den Formraum zugeführten Metalls bzw. Stoffes aus der Plungerhülse durch den Kanal zu folgen, so daß der Zusatzstoff durch den Vorschub des Plungerkolbens in jeder beliebigen Menge unter Verteilung in dem geschmolzenen Metall oder anderem geschmolzenen Stoff mit diesem gemischt werden kann, der in den Formraum eingebracht wird. Der Strom des geschmolzenen Metalls oder anderen Stoffes wird dabei durch den Schieber in Turbulenz gebracht, so daß das Mischen mit dem Zusatzstoff verbessert wird. Das geschmolzene Metall erhärtet dann sofort in dem ίο Formraum, so daß der Zusatzstoff in dem Gußstück in dem verteilten und gemischten Zustand festgehalten wird, ohne daß eine Entmischung eintreten kann. Der Zusatzstoff kann ein beliebiger Stoff sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
COPY

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Zufügen eines Zusatzstoffes zu geschmolzenem Metall in einer Druckgußmaschine, bei der das geschmolzene Metall, z. B. eine Aluminium-Legierung, oder ein anderer geschmolzener Stoff mittels eines Plungerkolbens aus dem Innern einer Plungerhülse unter Druck in den Formraum über einen Kanal gepreßt wird, der an seinem inneren Ende mit einem Schieber oder einer Einlaßöffnung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzstoff, z.B. Blei od. dgl., in die Plungerhülse oder den Kanal oder den Formraum so eingebracht wird, daß er gezwungen wird, dem Strom des geschmolzenen Metalls zu folgen und sich unter Verteilung in dem geschmolzenen Metall od. dgl. mit diesem zu mischen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzstoff in kubischer Gestalt zugefügt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Pulver bestehende Zusatzstoff in Form eines Stückes bestimmter Größe zugesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzstoff in pulverförrrrigem oder flüssigem Zustand aus einem Behälter über eine Ventilöffnung zugesetzt wird.
30

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0131891A1 (de) * 1983-07-12 1985-01-23 Nippondenso Co., Ltd. Verfahren und Vorrichtung für Druckguss

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0131891A1 (de) * 1983-07-12 1985-01-23 Nippondenso Co., Ltd. Verfahren und Vorrichtung für Druckguss

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