DE2139269B2 - Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Überwachen und Steuern von Flüssig-Flüssig-Extraktionsprozessen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Überwachen und Steuern von Flüssig-Flüssig-Extraktionsprozessen

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Überwachen und Steuern von Flüssig-Flüssig-Exirüklionsprozessen zur Abtrennung von Wertstoffen, die in mindestens einer der beiden Phasen vorliegen, durch photometrischc Messung der Wertstoff-Konzentrationen.
Kontinuierliche Messungen in ProzeIJslrömcn machen eine frühzeitige Entdeckung eines fehlerhaften Prozeßablaufes möglich, der beispielsweise zu Verlusten an zu gewinnenden Wcrlstoffen führen würde oder, im Falle von radioaktiv strahlenden Prozeßströmen, zu einer erhöhten Strahlenbelastung des Arbeitspersonals Anlaß geben könnte. Zur kontinuierlichen Uran-Bestimmung wurden bereits Photometer entwickelt, mit welchen jedoch entweder jeweils nur eine Komponente bzw. eine Wertigkeitsstufe eines Wertsloffes im Prozeßstrom gemessen werden können oder nur sich gegenseitig nicht beeinflussende Komponenten.
So berichtet D. W, C ο 1 ν i η von einem Zwcistrahlphotometer mit einer Probenküvette ohne Vergleichsküvette, bei welchem der Meßstrahl zunächst die Probenküvetle passiert, auf einen Strahlteiler auftrifft und einmal durch ein Absorptions-lnterfercnzfilter auf einen Detektor und zum andernmal durch ein Rcfcrenz-Interfcrenzfilter auf einen zweiten Detektor geleitet wird (USAEC-Rcscarch and Dcve-
lopment Report Nr. DIM61, instruments [E.I. du Pont de Nemours and Co.. Savannah River Laboratory. Aiken, South Carolina]. März 1960, S. I bis 23). Zur Vergleiehsmessung wird der Lichtstrahl nicht durch eine Küvette mit einer Verg'jichslösung. son- s dem lediglich um die Probenküvetie herum auf den Strahlteiler usw. geleitet. An anderer Stelle wird ein Photometer vorgeschlagen, bei welchem der vo.i der Lichtquelle erzeugte Lichtstrahl durch eine rotierende Scheibe mit einem Absorptions-lnterferenzfilter und einem Referenz-Interferenzfilter geleitel wird, bevor er die Probenküvet'e durchdringt und auf einen Detektor gelangt (J.W. Landry: USAEC-Report Nr. ORNL-2978 [10. September I960, S. 1 bis 25)). Auf diese Weise wird die Prohenküvette von mono- ,5 chromatischem Licht durchstrahlt. Zur Vcrgleichsmessung wird der Lichtstrahl von der Quelle aus direkt durch die Vergleichsküvette zum gemeinsamen Detektor geführt.
Aus diesen Druckschriften ist jedoch erkennbar. daß die bekannten Prozeß-Photometer Für Lösungen mit mehreren zu messenden Komponenten bzw. Wertigkeitsstufen, die sich gegenseitig beeinflussen, oder für Lösungen, bei welchen eine konstante Salpetersäure-Konzentration nicht gewährleistet ist, zum kontinuierlichen überwachen der Prozeßströme bzw. eines Prozeßablaufs und Steuern desselben unbrauchbar sind, selbst dann, wenn es sich um eine Plutonium-Uran-Trennung handelt.
Die Komplexbildungstendenz von Plutonium und yo Uran mi; Nitrationen ist verhältnismäßig groß, jedoch unterschiedlich und kann durch folgende Reihen veranschaulicht werden:
Pu4 ' > Pu
U44
uO;1
Ί1Ο,
Die Komplexbildungstendenz der einzelnen Wertigkeitsstufen mit Nitrat-Ionen kann aus den Spektren gleicher Konzentrationen einzelner Wertigkeitsstufen in verschiedenen HN()rKonzentrationen erkannt werden. So ergeben sich für Pu(IIl) in 0,48- bis 4,38molarer Salpetersäure nur geringe Unterschiede in den molaren Hxtinktionskoeflizienten der jeweiligen Spektren, für Pu(IV) in 0.81 bis 8,98 M HNO, jedoch erhebliche Unterschiede. In Abhängigkeit von der HNO,-Konzentration liegen Komplex-Spezies von Pu(NO,)" bis Pu(NO.,);1/ vor. Bei hohen HNO,-Konzentrationen ist Pu(NO,),2,' die Hauptkomponente. Für Pu(Vl) wurden in salpetersaurer Lösung die Komplex-Spezies PuO2(NO,)4. PuO2(NO3J2 und PuO2(NO,)," nachgewiesen. Mit zunehmender ΗΝΟ,-Kon/entration ist eine Abnahme der für Pu(Vl) ausgewählten Bande bei 831 nm zu beobachten. In 0,49- und 5,88molaren HNO3-Lösungcn von U(IV) wurden gefunden: U4 +, U(OH)'4, U(NO,)1' bis U(NO1I4 und" H2U(NO.,),,. In verdünnter Salpetersäure treten von U(Vl) die Komplexspezies UO2(NO,)4 und UO2(NO.,), auf.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bo ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, mit welchem eine kontinuierliche überwachung und Steuerung eines Flüssig-Flüssig-Extraktionsprozesses durchführbar ist. auch wenn die Prozeßströme mehrere, sich gegenseitig beeinflussende Komponenten bzw. Wertigkeitsstufen eines oder mehrerer zu gewinnender Werlstoffe enthalten und oder die Messuni: der Wertstoff-Konzentralionen beeinflussende oder verfälschende, veränderliche Konzentrationen anderer Inhaltsstoffe aufweisen.
Diese Aufgabe wurde in überraschend einfacher Weise dadurch gelöst, daß an mindestens einer Stelle im Prozeßablauf selbsttätig mit der photometrischen Messung der Wertstoff-Konzentrationen auch die Bestimmung der die Messung dieser Konzentrationen beeinflussenden und oder verfälschenden Großen erfolgt und daß aus diesen Messungen und Bestimmungen mittels eines Rechners die Konzentraiionswerle durch eine mindestens einmal ausgeführte Näherungsrechnung berechnet werden und mn einem zuvor in den Rechner eingegebenen Schema verglichen werden, so daß bei UngleichlK' der berechneten Werte und der Wen des Schemas der Durch fluß der am Extraktionsprozeß beteiligten Lösungen durch die hxtrakuonsvorriehtung automat;::'1 ■ om Rechner gesteuert wird und aul dem Schema entsprechende Durchflußverhältnisse eingestellt werden. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden die Konzentrationen aller in den beiden Phasen auftretenden Wertigkeiis>iiifen der Wertstoffe gemessen, und es erfolgt gleichzeitig damit die Bestimmung der die Konzentrationsmessungen beeinflussenden und.oder verfälschenden Größen. Beispielsweise werden jeweils gleichzeitig die Konzentrationen mehrerei-Wertigkeitsstufen des Plutoniums und des L;rans aus der Gruppe Pu(IIl). Pu(IV). Pu(VI). U(IV) und U(VI) pholometrisch gemessen und die Konzentration der freien Salpetersäure mittels Leitfähigkeitsmessung bestimmt. Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Wiederaufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe bringt /. B. bedeutende Vorteile mit sieh.
In einer Weiterbildung des Verfahrens wird zur photomelrisehen Konzentrationsmessung der Plutonium- und Uran-Wertigkeitsstufen für jede dieser Stufen jeweils eine Bande des jeweiligen Absorptionsspektrums im sichtbaren oder im nahen Infrarot-Bereich, bei welchem die Extinktionswene weitgehend ungestört durch die restlichen Wertigkeiisstufen erhältlich sind, ausgewählt, wird mindestens eine für mehrere Stufen gemeinsame Bezugsbande, bei welcher alle Stufen eine niedrige Extinktion aufweisen, ausgewählt, wird somit durch Vergleich des Extinktionswertes einer Stufe in der zugehörigen Bande (Peak) mit dem Extinktionswert in der entsprechenden Bezugsbande (Tal) eine Peak-Tal-Messung für jede Stufe ermöglicht, wird der von einer Lichtquelle erzeugte Lichtstrahl zunächst durch eine rotierende Scheibe mit sektorenförmigen, den einzelnen Banden, einschließlich den Bezugsbanden, entsprechenden Interferenz filtern, danach mittels eines schneller als die Filterscheibe rotierenden Strahlteilcrs abwechselnd durch eine Probenküvette oder durch eine Vergleichsküvette zu einem für beide Strahlengänge gemeinsamen Detektor geleitet und werden die so erhaltenen, durch die Wechselwirkung der Plutonium- und Uran-Ionen mit der Salpetersäure korrekturbedürftigen Konzentrationswerte mit den durch elektrodenlosc Leitfähigkeitsmessung erhaltenen Salpetersäure-Konzentrationswerten in einem Rechner mittels mindestens einmal ausgeführter Näherungsrechnung zu mit vorgegebenen Schemawerten vergleichbaren Prozeßwerten berechnet.
Eine vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
ist gekennzeichnet durch einen Rechner, der die ihm zugeführten Mcßsignale verarbeitet, die hieraus errechneten Meßwerte mit einem eingegebenen Vcrgleiehs-Schema vergleicht, bei Ungleichheit der errechneten Meßwerte und der Schemawerte den Durchfluß der am Extraktionsprozeß beteiligten Lösungen durch die Extraktionsvorrichtung automatisch regelt und den Prozeßverlauf steuert, sowie durch mindestens eine mit diesem Rechner verbundene Meßgeräte-Kombination zur Durchführung einer Mehrkomponentcn-Analyse. In einer Weiterbildung dieser Vorrichtung besteht die Meßgeräte-Kombination aus einem Zweistrahlphotometer mit zwei Durchfiußküvcttcn oder mit einer Durchflußküvctte für die Probe und einer verschlossenen Verglekhsküvette. mit einer rotierenden, sektorcnförmige F.itcrferenzfilter enthaltenden Scheibe und einem schneller als die Filterscheibe rotierenden Slrahltcilcr. der abwechselnd den Lichtweg durch die Probcnküvctlc und durch die Vcrgleichsküvettc freigibt, sowie aus einem elektrodcnlos arbeitenden Leitfähigkeitsmeßgerät. Die Vorrichtung wird zum kontinuierlichen und automatischen überwachen und Steuern von Flüssig-Flüssig-Extraktionsprozesscn verwendet. Von großem Vorteil ist die Verwendung der Vorrichtung auf einen Flüssig-Flüssig-Extraktionsprozeß zur Wiederaufarbeilung bestrahlter Kernbrennstoffe, insbesondere zur extraktiven Trennung von Plutonium und Uran.
Die besonderen Vorteile der Erfindung liegen darin, daß Fehler im Prozeß ohne Zeitverzögerung korrigiert werden und daß hierdurch keine Verluste an Wertstoffen eintreten. Außerdem wird dadurch die desamtanlage betriebsmäßig sicher, insbesondere in bezug auf Strahlenbelastung des Personals. Nicht zuletzt kann auch auf bisher übliche Behälter zwischen den einzelnen Extraktions-Vorrichtunge.i. d. h. zwischen den einzelnen Aufarbeitungsverfahrensschritlen. verzichtet werden. Dies bedeutet aber eine beträchtliche Ersparnis an Investitionskosten solcher Anlagen, da der abgeschirmt umbaute Raum in kerntechnischen Anlagen sehr teuc" ist. Das crlindunsisgemäße Verfahren und die Vorrichtung sind jedoch nicht auf Wicdcraufarbeitungsprozcsse bestrahlter Kernbrennstoffe beschränkt, sondern sind auch für andere Extraktionsprozesse in der anorganischen oder organischen Chemie verwendbar. Ebensowenig beschränkt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung auf die Kombination eines Zweistrahlphotometers mit einem elektrodenlos arbeitenden Leitfähiekeitsmeßgerät und einem nur für die Errechnung der Prozeßwerte von Plutonium. Uran und Salpetersäure programmierten Rechner.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand des Beispiels der überwachung eines Plutonium und Uran in den Wertigkeilsstufcn Pu(IIl). Pu(IV). Pu(VI). U(IV) und U(Vl) enthaltenden Prozeßstromes durch eine photometrische 5-Komponcnicn-Analyse mit Bestimmung der Salpetersäurekonzcntration durch Lcitfähigkcitsmcssung sowie Fehlerrechnung im Zusammenhang mit dem hierfür verwendeten Rechnerprogramm, das in der Figur schematisch dargestellt ist. erläutert.
Die Peak-Tal-Messung für die Extinktion von
is Pu(IIl) wird bei 602 nm gemessen. Die entsprechenden Messungen für Pu(IV) werden bei 476 nm. für Pu(Vl) bei 831 nm. für U(IV) bei 648 ηm und für U(Vl) bei 415 nm vorgenommen, wobei die »Täler« bei 518 und 747 nm (für Pu(Vl)) verwendet werden.
Die Dateneingabe von E1 (Extinktion bei der Wellenlänge /) und i) (Leitfähigkeit) erfolgt über Lochstreifen oder Karten. Nach der Bestimmung von I E1 durch Differenzbildung wird über die Leitfähigkcilsfunktion /, (0.0 g Metall 1) in erster Näherung die
2s Salpetersäurekonzentration berechnet. Mit dieser Konzentralion werden über die Säurefunktionen I Epj Extinktions-Differenz (Peak-Tal-Differenz) = molarer Exlinktionskocftizient bei der Wellenlänge ι der Komponente j ( \En = /(HNO,) die RME und
ίο danach die Konzentrationen der einzelnen Oxidationsstufen in erster Näherung berechnet. Die GesamlmetaUkonzentration wird durch Summenhildung (1'Cj) ermittelt. 1st die Summe kleiner als 2 mg Metall ml. wird nach der Berechnung des relativen
1^ Fehlers '.-' das Ergebnis der Berechnung ausgedruckt.
Ist die Summe größer als 2 mg Metall ml. wird durch lineare Interpolation mit Hilfe der beiden Leitfähigkeilsfunktionen. zwischen denen die summansche Metallkonzentration liegt, in zweiter Näherung die Salpetcrsäurekonzenlralion ermittelt. Danach wiederholt sich der Rechenvorgang von der Bestimmung der RME bis zur Summenbildung. An dieser Stelle wird geprüft, ob die Differenz der Metall-
4S konzentration aus erster und zweiter Näherung größer als 3% ist, wenn »nein«, wird nach Fchlerbeslimmuns; ausgedruckt, wenn «ja«, wird nach Interpolation dei Zyklus wiederholt. Nach insgesamt 5 Durchläufer wird die Berechnung mit Hilfe des Laufindexes ' absiebrochen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche: ^
1. Verfahren zum kontinuierlichen überwachen lind Steuern von Flüssig-Flüssig-Extraktionsprolessen zur Abtrennung von Wertstoffen, die in mindestens einer der beiden Phasen vorliegen, durch photometrische Messung der Wertsloff-Konzentrationen, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens einer Stelle im Prozeßablauf selbsttätig mit der photometrischen Mes- »ung der Wertstoff-Konzentrationen auch die Be-Itimmungderdie Messung dieser Konzentrationen beeinflussenden und/oder verfälschenden Größen erfolgt und daß aus diesen Messungen und Be- »timmungen mittels eines Rechners die Konzen-Irationswerte durch eine mindestens einmal ausgeführte Näherungsrechnung berechnet werden und mit einem zuvor in den Rechner eingegebenen Schema verglichen werden, so daß bei Ungleichhcit der berechneten Werte und der Werte des Schemas der Durchfluß der am Extraktionsprozeß beteiligten Lösungen durch die Extraktionsvorrichtung automatisch vom Rechner gesteuert wird und auf dem Schema entsprechende Durchflußverhältnisse eingestellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationen aller in den beiden Phasen auftretenden Wertigkeitsstufen der Wertstoffe gemessen werden und daß gleichzeitig damit die Bestimmung der die Konzentrationsmessungen beeinflussenden und oder verfälschenden Größen erfolgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß jeweils gleichzeitig die Konzentrationen mehrerer Wertigkeitsstufen des Plutoniums und des Urans aus der Gruppe Pu(IIl), Pu(IV), Pu(VI), U(IV) und U(VI) photometrisch gemessen werden und die Konzentration der freien Salpetersäure mittels Leitfähigkeitsmessung bestimmt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur photometrischen Konzentrationsmessung der Plutonium- und Uran-Wertigkeitsstufen für jede dieser Stufen jeweils eine Bande des jeweiligen Absorptionsspektrums im sichtbaren Bereich oder im nahen Infrarot-Bereich, bei welchem die Extinktionswerte weitgehend ungestört durch die restlichen Wertigkeitsstufen erhältlich sind, ausgewählt wird. daß mindestens eine für mehrere Stufen gemeinsame Bezugsbandc, bei welcher alle Stufen eine niedrige Extinktion aufweisen, ausgewählt wird, daß somit durch Vergleich des Extinktionswertes emer Stufe in der zugehörigen Bande (Peak) mit dem Extinktionswert in der entsprechenden Bezugsbande (Tal) eine Peak-Tal-Messung für jede Stufe ermöglicht wird und daß der von einer Lichtquelle erzeugte Lichtstrahl zunächst durch eine rotierende Scheibe mit sektorenförmigcn, den einzelnen Banden, einschließlich den Bezugsbanden, entsprechenden Interferenzfiltern, danach mittels eines schneller als die Filterscheibe rotierenden Strahlteilers abwechselnd durch eine Probenküvette oder durch eine Vergleichsküvette zu einem für beide Strahlengänge gemeinsamen Detektor geleitet wird und daß die so erhaltenen, durch die Wechselwirkung der Plutonium- und Uran-Ionen mit der Salpetersäure korrekturbedürftigen Konzentrationswerte mit den durch elektrodenlose Leitfähigkeitsmessung erhaltenen Salpetersäure-Konzentrationswerten in einem Rechner mittels mindestens einmal ausgeführter Näherungsrechnung zu mit vorgegebenen Schemawerten vergleichbaren Prozeßwerten berechnet werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Rechner, der die ihm zugeführten Meßsignale verarbeitet, die hieraus errechneten Meßwerte mit einem eingegebenen Vergleichs-Schema vergleicht, bei Ungleichheit der errechneten Meßwerte und der Schemawerte den Durchfluß der am Extraktionsprozeß beteiligten Lösungen durch die Extraktionsvorrichtung automatisch regelt und den Prozeßverlauf steuert, sowie durch mindestens eine mit diesem Rechner verbundene Meßgeräte-Kombination zur Durchführung einer Mehrkomponenten-Analyse.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßgeräte-Kombination aus einem Zweistrahlphotometer mit zwei Durchflußküvetten oder mit einer Durciiflußküvette für d'e I'robe und einer verschlossenen Vergleichsküvette, mit einer rotierenden, sektorenförmige Interferenzfilter enthaltenden Scheibe und einem schneller als die Filterscheibe rotierenden Strahlteiler, der abwechselnd den Lichtweg durch die Probenküvette und durch die Vergleichsküvette freigibt, sowie aus einem elektrodenlos arbeilenden Leitfähigkeitsmeßgerät besteht.
7. Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 zur Wiederaufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe.
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