DE213617C - - Google Patents

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DE213617C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T1/00Details of spark gaps
    • H01T1/14Means structurally associated with spark gap for protecting it against overload or for disconnecting it in case of failure

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

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PATENTSCHRIFT
-Λ* 213617-KLASSE 21 c. GRUPPE
Funkenstrecke.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Oktober 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schütze elektrischer Leitungen gegen Zerstörung durch Überspannungen, besonders solche, welche von Blitzen herrühren. Die durch Blitze in Fernleitungen hervorgerufenen Störungen können je nach ihrer Dauer in zwei Klassen geteilt werden, nämlich in vorübergehende und in länger andauernde. Die bekannten Blitzschutzvorrichtungen nach Art der Aluminiumzellen nutzen sich ab, wenn sie dauernd vom Strom durchflossen sind, und werden daher aus Ersparnisrücksichten gewöhnlich mit einer Funkenstrecke in Reihe geschaltet, welche mit Hörnern zum Löschen der bei Überspannung auftretenden Lichtbögen versehen wird. An diesen Hörnern steigen die Lichtbögen in die Höhe und werden zerrissen. Wenn nun . die Blitzentladung andauernd ist, dann werden die Lichtbögen fort-
ao dauernd ebenso rasch gebildet wie zerstört. Das andauernde Aufwärtswandern der Lichtbögen längs der Hörner hat jedoch nachteilige Folgen. Gemäß der Erfindung werden daher Mittel vorgesehen, um die Funkenstrecke während einer solchen andauernden Entladung kurzzuschließen. Zu diesem Zwecke bedient man sich eines Zeitschalters. Die zeitliche Verzögerung des Schalters kann auf irgendeiner beliebigen Wirkung beruhen, z. B. auf Luftdämpfung oder auf Wärmewirkungen, wie die in Fig. 1 bzw. 2 dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen. Der Zeitschalter darf durch eine vorübergehende Entladung nicht zur Wirkung gebracht werden, d. h. die Funkenstrecke darf nicht geschlossen werden, wenn ein oder zwei Lichtbögen längs der Hörner aufwärts wandern, sondern erst, wenn sich mehrere Entladungen in rascher Folge aneinanderreihen. Zweckmäßig wird gleichzeitig ein Signal in Tätigkeit gesetzt, um den Schalttafelwärter zu benachrichtigen.
In beiden Figuren bedeutet 1 eine in bekannter Weise aus Aluminiumzellen aufgebaute Überspannungssicherung, welche bei 2 geerdet und bei 3 mit der Leitung über eine normal offene Funkenstrecke 4 mit Hörnern 5 verbunden ist. Eine elektrische Alarmglocke 6 liegt gleichfalls im Stromkreis.
Gemäß Fig. 1 besteht der Zeitschalter zum Kurzschließen der Funkenstrecke aus einem im Erdungsstromkreis liegenden Elektromagneten 10, dessen Kern 11 mit einem im Zylinder 14 gleitenden Dämpiungskolben 13 versehen ist. Mit dem Spulenkern ist ein die Kontaktbrücke 8 tragender Arm 9 Vorzugsweise durch eine Feder 12 verbunden. Bei länger andauernder Entladung wird der Anker so hoch gehoben, daß die Feder 12 über die Totpunktlage gelangt, worauf der Arm 9 durch die Feder rasch aufwärts bewegt und die
Funkenstrecke über die Kontakte 7 kurzgeschlossen wird. Da durch die Spule 10 und durch die der Alarmglocke 6 eine beträchtliche Induktanz in den Entladungsweg eingeführt wird, welche die freie Ableitung geringer statischer Ladungen hindern würde, so ist parallel zu jeder der beiden Spulen eine Aluminiumzelle 15 bzw. 16 geschaltet, über welche die Hochfrequenzladungen ungehindert zur Erde abfließen können. Die Alarmglocke macht den Schalttafelwärter auf das Bestehen eines Fehlers aufmerksam. Die Aluminium-. Zellenüberspannungssicherung muß derart bemessen sein, daß sie so lange Strom führen kann, bis der Wärter den Fehler festgestellt und beseitigt hat. Hierauf kann der Zeitschalter von Hand geöffnet werden.
Gemäß Fig. 2 sind in den Stromkreis zwei Stäbe 17 und 18 von ungleicher Wärmeausdehnung geschaltet, der erste z. B. aus Messing, der zweite aus Eisen oder sogar aus einem Nichtleiter, wie z. B. Holz. Die Stäbe sind an einem Ende miteinander verbunden und an ihren anderen Enden an eine Klinke 19 an verschiedenen Punkten angelenkt. Die.
Klinke sperrt ein Ende eines beschwerten Hebels 20, dessen anderer Arm durch ein Gelenk 21 mit dem Drehschalter 22 verbunden ist, durch welchen die Funkenstrecke beim Abfallen des Hebels 20 kurzgeschlossen wird. Letzteres tritt bei langer andauerndem Stromdurchgang durch den Stab 17 ein, welcher sich hierbei hinreichend verlängert, um die Klinke so weit zu verschieben, wie punktiert angedeutet ist.
Es. ist klar, daß erforderlichenfalls der Zeitschalter ein Relais zur Überwachung eines Lokalstromkreises bilden kann, welcher den Schalter zum Kurzschließen der Funkenstrecke in Bewegung setzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Überspannungssicherung, bestehend aus Aluminiumzellen mit einer in Reihe geschalteten Funkenstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkenstrecke bei langer andauernden Entladungen zum Schütze gegen deren zerstörende Wirkungen durch einen . vom Funkenstrom beeinflußten Zeitschalter kurzgeschlossen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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