DE2135262B2 - Gerat zur Elektro Anaesthesie kleiner Tiere - Google Patents
Gerat zur Elektro Anaesthesie kleiner TiereInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Elektro-Anäslhesic
kleiner Tiere unter Verwendung von zwei Elektroden mit Kontaktspitzen, die einander genähert
werden können, um den Kopf des zu betäubenden Tieres einzuspannen.
Aus der französischen Patentschrift 711386 ist
ein Gerät zur Durchführung einer Elektro-Anästhesie
von Tieren bekannt, bei dem zwei Elektroden mit Kontaktleiterspitzen zur Verwendung kommen. Dieses
Gerät — obwohl für Tiere aller Größen bestimmt — eignet sich in erster Linie zur Anästhesie von großen
Tieren, wie Kälbern oder Schweinen, da zu seiner Bedienung zwei Personen erforderlich sind, von
denen die eine ein Joch, an dem die Elektroden befestigt sind, und die andere das zu behandelnde Tier
selbst halten muß. Dieses Gerät ist daher für eine Elektro-Anästhesie kleiner Tiere wenig geeignet, da
bei diesen sich zwei Personen gegenseitig behindern.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein einfach aufgebautes Gerät zur Elektro-Anästhesie kleiner Tiere anzugeben, das lediglich eine Bedienungsperson
erfordert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein transportables Gerätegehäuse mit einer für niedrige
Stromstärken ausgelegten Stromversorgungseinrichtung für die Elektroden, wobei die an den
Elektroden zur Verfügung stehende Spannung durch den Ausgang eines Abspanntransformators und
durch ein regelbares Widerstandssystem zwischen ungefähr 35 bis 55 Volt einstellbar ist.
Das vorgeschlagene Gerät kann vorteilhafterweise von nur einer Person bedient werden.
Der durch den Kopf des Tieres hindurchfließende Strom erreicht die Nervenzentren des Kopfes und
schaltet sie aus.
Ein derartiges Gerät mit einer Spannung von ungefahr
35 bis 55 Volt bietet weiterhin den Vorteil, daß man nach dem Schächten ein regelmäßiges und
vollständiges Ausfließen des Tierblutes erreicht, im Gegensatz zu dem Ausbluten bei Verwendung von
Betäubungsvorrichtungen, die mit Hochspannung arbeiten und bei denen häufig Verletzungen von Organen
und der Bruch gewisser Gefäße auftreten, die eine Störung des Kreislaufsystems ergeben. Daraus
folgen nach dem Abziehen der Haut oder dem Rupfen des Geflügels zu beobachtende Verfärbungen des
Fleisches, die für das Aussehen des geschlachteten Tieres und seine gute Konservierung nachteilig sind.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin,
daß das Gerätegehäuse metallisch ist, daß es auf einem Fußgestell ruht, daß es an seiner Oberseite
eine konvexe, zur Rückseite des Gerätes hin abfallende Arbeitsfläche aufweist, die zur Aufnahme des
zu betäubenden Tieres dient, und daß die als Klemmbacken für den Tierkopf ausgebildeten Elektroden
aus der Oberseite des Gerätes und benachbart zu dem der Vorderseite des Gerätes zugewandten
Rand der Arbeitsfläche emporragen.
Weiterhin ist vorteilhaft, daß die beiden Elektroden aus je einer konkaven, auf ihrer Innenseite mit in
der Länge einstellbaren Spitzen besetzten Metallplatte bestehen, daß sie am oberen Ende je eines Armes
sitzen, der zum Verstellen seiner Länge in einem rohrförmigen Träger gehalten ist, von denen einer
fest, der andere aber schwenkbar in einer im Gerätegehäuse angeordneten Gabelhalterung gelagert ist
und mit einem gebogenen Ende, das in einem Betätigungspedai endet, aus dem Gerät herausragt.
Ferner ist der Abspanntransformator zweckmäßigerweise in einem dicht abgeschlossenen Raum des
Gerätes untergebracht, wobei er im Zusammenwirken mit dem Widerstandssystem gestattet, eine dem
Gewicht und dem inneren Widerstand des Tieres angepaßte Spannung einzustellen.
Der Abstand der Elektroden, der durch die Größenabmessungen
des Kopfes des zu betäubenden Tieres bedingt ist, läßt sich einstellen, und außerdem
überwacht und begrenzt ein von dem gebogenen Ende des rohrförmigen Trägers betätigter Mikroschalter
zur Auslösung eines Lichtsignals und ein mit dem Schalter zusammenwirkender Anschlag die
Schwenkbewegung des Trägers der beweglichen Elektrode und infolgedessen das Eindringen der
Kontaktspitzen in die Kopfhaut des Tieres.
Schließlich können weitere Überwachungsvorrichtungen vorgesehen sein, die ein Prüfen der guten
Wirkungsweise des Gerätes während seiner Benutzung gestatten.
Zur näheren Erläuterung der Erfinung wi;<J nunmehr
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, das in der Zeichnung veranschaulicht ist.
in der Zeichnung zeigt
F i g. 1 in perspektivischer Darstellung ein Gerät nach der Erfindung zur Elektro-Anästhesie,
F i g. 2 als perspektivische Einzeldarstellung im vergrößerten Maßstab eine der beiden Elektroden
mit Leiterspitzen,
F i g. 3 einen Vertikalschnitt durch das Gerät, aus dci 1 die Betätigung einer der Elektroden und die innere
Anordnung der elektrischen Ausrüstung erkennbar ist.
Bei dem in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiel eines Gerätes nach der Erfindung
besteht dieses Gerät aus einem quaderförmigen Gerätegehäuse 1, das mit Blechen verkleidet ist und auf
einem Fußgestell 2 ruht. Die oberseitige Abdeckung, die in zweckmäßiger Weise in einem mittleren Bereich
abgesetzt ist, hat zwei auf unterschiedlicher Höhe liegende Abdeckungsteile 3 und 4, von denen
der untere Flächenteil 3 ein Steuerpult mit den Steucrgcräten der elektrischen Ausrüstung bildet, während
der obere Flächenteil 4, der konvex und nach hinten geneigt ist, eine Arbeitsfläche bildet, auf der
das in geeigneter Lage aufgebrachte Tier von Hand festgelegt wird.
An der Vorderseite des Gerätes vertikal aus der Steuerpultfläche 3 emporragend und benachbart zu
der der Vorderseite zugewandten Kante der Arbeitsfläche 4 sind zwei Elektroden 5 und 5' angeordnet,
die Klemmbacken bilden und mit gegeneinander gerichteten Leiterspitzen 6 und 6' versehen sind, deren
Länge eingestellt werden kann; jede Elektrode sitzt am oberen Ende eines Armes 7, T, der aus isolierendem
Material besteht oder auf ardere Weise isoliert ist, und der teleskopisch in einem von zwei rohrförmigen
Trägern 8 bzw. 8' gehalten wird, von denen einer festgelegt und der andere schwenkbar ist.
Der schwenkbare Träger 8' ist an seinem oberen Ende im Punkt 9 in einer inneren Gabelhalterung
des Gerätes gelagert, während sein unteres Lndc sich
mit einem Betätigungsann 8" seitlich aus dem Gcrätegchäusc
heraus erstreckt, das hierfür eine geeignete öffnung 11 aufweist. Dieser Betätigungsarm 8" endet
in einem Pedal 12, das für Fiißbetätigung bestimmt
ist.
Der Arm 7'. der sich durch eine öffnung 13 in der erwähnten Stcuerpullflächc 3 erstreckt, wird normalerweise
unter der Wirkung einer Rückführfeder 14 im Anschlag gegen einen der Ränder dieser öffnung
gehalten; diese Feder verbindet das untere Ende des Trägers 8' und die benachbarte Wand des
Gerätes (F i g. 3).
Wenn man bei dieser Anordnung auf das Pedal 12 tritt, schwenkt der die Elektrode 5' tragende Arm T
und nähert sich dem festen Arm 7, der die Elektrode 5 trägt. Diese Bewegung gestattet das geeignete
Einspannen des Kopfes des zu betäubenden Tieres.
Der Nutz-Abstand der Elektroden, der entsprechend den Größenabmessungen des Tierkopfes veränderlich
ist, kann jeweils nach den Erfordernissen durch Verschieben des Trägers 8, der die feste Elektrode
S trägt, in Richtung des Pfeiles F in F i g. 3 eingestellt werden.
Die Elektroden 5 und 5' sowie ihre Leiterspitzen 6 und 6' werden dauernd über die Leitungen/ und /'
gespeist, die an eine elektrische Spannungsquelle mit einer regelbaren Spannung von 35 bis 55 Voft und
kleiner Stromstärke angeschlossen sind. Diese Spannung wird von einem Abspanntransformator 15 geliefert,
der in einem dicht abgeschlossenen und in geeigneter Weise isolierten Raum des Gerätes angeordnet
ist; die Ausgangsspannung dieses Transformators steht unter der Kontrolle eines auf der Schaltpultfläche
3 des Gerätes angeordneten Widerstandes 16, der es gestattet, die in Abhängigkeit von dem Gewicht
und dem Widerstand des Tieres benötigte Spannung zu wählen.
Ein einstellbarer Anschlag 17, der unter dem Arm 8" der gesamten Schwenkkonstruktion Hegt, begrenzt
die Eindringtiefe der Elektrodenspitzen in den Tierkopf auf die Dicke der Haut; dieser Vorgang, d. h.
das Erreichen bzw. Eindringen in die Haut, wird vor Wirksamwerden des eigentlichen Anschlages für den
Schwenkmechanismus durch das Aufleuchten eines Schauzeichens oder Leuchtsignals 18 angezeigt, das
auf der Schaltpultfläche 3 angeordnet ist und durch einen Mikroschalter 19 betätigt wird, der dem einstellbaren
Anschlag 17 zugeordnet ist.
Schließlich trägt die Steuerpultfläche 3 einen Einschaltknopf 20 für den Betrieb des Gerätes und ein
Leuchtzeichen 21, das die einwandfreie Arbeit der gesamten Anordnung anzeigt.
Mit einem derartigen Gerät erfolgt das Betäuben eines Tieres in folgender Weise:
Der Operateur ergreift beispielsweise ein Kaninchen an dessen Rückenhaut mit seiner rechten Hand
und gleichzeitig an den Ohren mit der linken Hand; er legt dann das Kaninchen auf die Arbeitsfläche 4
derart ab, daß der Tierkopf zwischen die normalerweise mit Abstand voneinander liegenden Elektroden
5 bzw. 5' kommt, wobei der Kopf seitlich gegen die feste Elektrode 5 angelegt wird. In diesem
Augenblick wird durch Druck auf das Pedal 12 die bewegliche Elektrode 5' derart geschwenkt, daß sie
den Kopf des Tieres gegen die feste Elektrode 5 einspannt; der Druck auf das Pedal 12 wird durch
Aufleuchten des Leuchtzeichens 18 angezeigt und so lange aufrechterhalten, bis der Betäubungsstrom
seine Wirkung getan hat. Diese Wirkung wird durch ein vorübergehendes Sleifwerden des Tieres und eine
anschließende Entspannung angezeigt. In diesem Stadium läßt der Operateur das Pedal 12 los und unter
der Wirkung der Rückführfeder 14 bewegt sich die gesamte bewegliche Anordnung in ihre Ausgangsposition
zurück.
Während der Betäubung des Tieres gestattet der
auf das Pedal 12 ausgeübte Druck gegebenenfalls auftretende Zuckungen des Tieres zu verringern; die
Neigung der Arbeitsfläche 4, auf der das Tier ruht, erleichtert überdies das Abführen der Körperausscheidungen.
Aus Gründen der Sicherheit können die Elektroden des Gerätes auch erst dann mit Strom versorgt
werden, wenn eine Betätigung des Pedals der beweglichen Elektrode erfolgt, wozu ein normalerweise offener
Mikroschalter betätigt wird, dessen Schließen von der Verschwenkung des Schwenkarmes 8" abhängig
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Gerät zur Elektro-Anästhesie kleiner Tiere
unter Verwendung von zwei Elektroden mit Kontaktspitzen, die einander genähert werden können,
um den Kopf des zu betäubenden Tieres einzuspannen, gekennzeichnet durch ein transportables Gerätegehäuse (1) mit einer für
niedrige Stromstärken ausgelegten Stromversorgungseinrichtung für die Elektroden (S, 5'), wobei
die an den Elektroden (5, 5') zur Verfugung
stehende Spannung durch den Ausgang eines Abspanntransformators (15) und durch eic regelbares
Widerstandssystem (16) zwischen ungefähr 35 bis 55 Volt einstellbar ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerätegehäuse (1) metallisch
ist, daß es auf einem Fußgestell (2) ruht, daß es an seiner Oberseite eine konvexe, zur Rückseite
des Gerätes hin abfallende Arbeitsfläche (4) aufweist,
die zur Aufnahme des zu betäubenden Tieres dient, und daß die als Klemmbacken für den
Tierkopf ausgebildeten Elektroden (5, 5') aus dci
Oberseite des Gerätes und benachbart zu dem der Vorderseite des Gerätes zugewandten Rand
der Arbeitsfläche (4) emporragen.
3. Gerät nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Elektroden
(5, 5') aus je einer konkaven, auf ihrer Innenseite mit in der Länge einstellbaren Spitzen
(6, 6') besetzten Metallplatte bestehen, daß sie am oberen Ende je eines Armes (7, 7') sitzen, der
zum Verstellen seiner Länge in einem rohrförmigen Träger (8, 8') gehalten ist, von denen einer
(8) fest, der andere (8') aber schwenkbar in einer im Gerätegehäuse (1) angeordneten Gabdhalterung
(9) gelagert ist und mit einem gebogenen Ende (8"), das in einem Betätigungspedal (12)
endet, aus dem Gerät herausragt.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abspanntransformator
(15) in einem dicht abgeschlossenen Raum des Gerätes untergebracht ist, und daß er im Zusammenwirken
mit dem Widerstandssystem (16) gestattet, eine dem Gewicht und dem inneicn
Widerstand des Tieres angepaßte Spannung einzustellen.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein von dem gebogenen
Ende (8") des rohrförmigen Trägers (8') betätigter Mikroschalter (19) zur Auslösung eines
Lichtsignals (18) und ein mit dem Schalter (19) zusammenwirkender Anschlag (17) die Schwenkbewegung
des Trägers (8') der beweglichen Elektrode (5') und infolgedessen das Eindringen der
Kontaktspitzen (6, 6') in die Kopfhaut des Tieres überwacht und begrenzt.
6. Gerat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Speisen der Elektroden
(5, 5') beim Betätigen des Pedals (12) über den Mikroschalter (19) erfolgt.
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