DE213480C - - Google Patents
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Classifications
-
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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Description
5 !
»lea
KAISERUCHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■■■"-' M 213480 KLASSE
181^. GRUPPE m
Kohlenstoff, Mangan, Nickel und Chrom enthaltender Stahl, insbesondere für Panzerplatten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. September 1907 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 1. September 1906 anerkannt.
die Priorität
Das Zementieren der Panzerplatten hat deren Widerstandsfähigkeit gegen Geschoßwirkung
wesentlich vermehrt gegenüber den früher verwendeten homogenen Panzerplatten. Man
benutzt auch heute immer noch Panzerplatten, die zementiert und alsdann durch verschiedene
Verfahren gehärtet worden sind, um dem Durchgange von Geschossen mit hoher Geschwindigkeit
dadurch Widerstand zu leisten, daß man ihre Zerstörung durch den Stoß . gegen die Auftrefffläche der Platte bewirkt.
Die für nicht mit Kappen versehene Geschosse sehr widerstandsfähigen zementierten
Panzerplatten besitzen nur eine verhältnismäßig schwache und ziemlich unregelmäßige
Widerstandsfähigkeit, wenn sie .mit Geschossen belegt werden, die mit Kappen versehen sind;
in diesem Falle sind sie den nicht zementierten Panzerplatten von derselben Stärke nur wenig
überlegen.
Die Erfindung betrifft Legierungen, welche die Herstellung homogener Panzerplatten gestatten
und bessere Erfolge erzielen als die, welche man mit zementierten Panzerplatten erhält. Die mit diesen Legierungen hergestellten
homogenen Panzerplatten widerstehen viel regelmäßiger der Wirkung von mit Kappen
versehenen Geschossen, und sie widerstehen ferner dem Angriffe von nicht mit Kappen
versehenen Geschossen besser wie die besten augenblicklich bekannten Panzerplatten.
Man erhält diese Legierungen auf folgende Weise: Man verwendet einen Stahl, der auf
100 Teile außer Eisen enthält
35 Kohlenstoff 0,30 bis 0,50,
Mangan weniger als 0,35,
Nickel 3 bis 5,
Chrom 0,5 bis 1,5.
Hierzu fügt man, wenn die Mischung geschmolzen ist, 0,5 bis 1,5 Prozent Molybdän
oder ι bis 3 Prozent Wolfram oder besser noch o,2 bis 0,5 Prozent Vanadium.
Anstatt dem Stahl nur ein einziges der eben genannten Metalle hinzuzufügen, kann man
auch zwei gleichzeitig verwenden: Molybdän und Wolfram zusammen oder Molybdän und
Vanadium oder Wolfram und Vanadium. Man kann auch gleichzeitig alle drei Metalle hinzufügen:
Wolfram, Molybdän und Vanadium. In dem letzteren Falle wird der Prozentsatz der dem Stahl hinzugefügten Metalle im Verhältnisse
zu jedem von diesen reduziert.
Der Stahl von der oben angegebenen Zusammensetzung hat in der Praxis die besten
Ergebnisse gezeitigt; nichtsdestoweniger kann die Zusammensetzung geringen Änderungen
unterworfen werden. Die soeben beschriebenen
Legierungen zeigen hervorragende Eigenschaften infolge ihres gleichmäßigen Gefüges und der
Gegenwart von Molybdän, Wolfram oder Vanadium im ursprünglichen Stahl; diese Zusatzmetalle
können, wie erwähnt, einzeln oder . zu zweien oder alle drei zusammen in der Legierung
vorhanden sein.
Die Gegenwart von Molybdän, Wolfram oder Vanadium, einzeln oder zu zweien oder alle
ίο drei zusammen, dem Nickel und dem Chrom
im Stahl hinzugefügt, ersetzt vorteilhaft den hohen Kohlenstoffgehalt der Auftreffseite der
zementierten Platten, denn sie gestattet dadurch, daß man nur diese Angriffsoberfläche
durch einen beliebigen Prozeß härtet, eine Festigkeit zu erhalten, die genügend groß ist,
um die Geschosse zersplittern zu lassen. Die Gegenwart der erwähnten Metalle bewahrt
ferner der Metallmasse die .ganze Zähigkeit, die erwünscht ist, um beim Schusse die Rißbildung
zu vermeiden.
Mit den eben angeführten Legierungen kann man homogene Panzerplatten herstellen, ohne
daß man irgendein Zementierverfahren anwendet oder besondere Stoffe auf eine Oberfläche
der Platte bringt, und kann dabei doch die beabsichtigten Eigenschaften erhalten, nämlich
daß die Platten dem Aufpralle von kappenlosen und mit Kappen versehenen Geschossen
ohne Risse und ohne Abblättern Widerstand leisten, und zwar in einer viel zufriedenstellenderen
Weise als die augenblicklich bekannten Panzerplatten. Diese Verbesserung tritt ganz besonders hervor, wenn
es sich um die von allen Marinen verwendeten, mit Kappen versehenen Geschosse handelt.
Außer für die Fabrikation von Panzerplatten sind die hier angeführten Legierungen
für zahlreiche andere Verwendungszwecke brauchbar besonders wegen ihres gleichmäßigen
Gefüges und wegen ihrer großen Widerstandsfähigkeit.
Claims (1)
- Patent-An spruch:Kohlenstoff, Mangan, Nickel und Chrom enthaltender Stahl, insbesondere für Panzerplatten, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,30 bis 0,50 Prozent Kohlenstoff, weniger als 0,35 Prozent Mangan, 3 bis 5 Prozent Nickel und 0,5 bis 1,5 Prozent Chrom, wobei der Legierung 0,5 bis 1,5 Prozent Molybdän, 1 bis 3 Prozent Wolfram und 0,2 bis 0,5 Prozent Vanadium einzeln oder in Mischung in den angegebenen Verhältnissen hinzugefügt sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE213480C true DE213480C (de) |
Family
ID=475125
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT213480D Active DE213480C (de) |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE213480C (de) |
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