DE2129939B2 - Verfahren zur elektrochemischen erzeugung von uranhexafluorid - Google Patents

Verfahren zur elektrochemischen erzeugung von uranhexafluorid

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DE2129939B2
DE2129939B2 DE19712129939 DE2129939A DE2129939B2 DE 2129939 B2 DE2129939 B2 DE 2129939B2 DE 19712129939 DE19712129939 DE 19712129939 DE 2129939 A DE2129939 A DE 2129939A DE 2129939 B2 DE2129939 B2 DE 2129939B2
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Vittorio Dr. Vicenza Sandri (Italien)
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Agip Nucleare S.P.A., Rom
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G43/00Compounds of uranium
    • C01G43/04Halides of uranium
    • C01G43/06Fluorides
    • C01G43/063Hexafluoride (UF6)
    • C01G43/066Preparation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

gebenenfalls nach einem abschließenden Reinigungsvorgang, ausgetragen.
Das Verfahren nach der Erfindung zeigt mehrere Vorteile. Unter diesen sollen die folgenden genannt werden:
a) Die Arbeitsbedingungen (Temperatur und Druck) des Reaktionsmechanismus sind weniger streng als die bei den zur Zeit angewandten Verfahren.
b) Freies Fluor fehlt; die Umgebung ist wasserfrei; dies zusammen mit dem unter a) genannten Vorteil vereinfacht in beachtlicher Weise die Korrosionsprobleme, so dcß sämtliche metallischen in Kontakt mit den Stoffen des Verfahrens kommenden Konstruktionsteile aus gewöhnlichem Stahl oder irgendeinem Metall oder einer Legierung hergestellt sein können, die chemisch beständig gegen wasserfreie Fluorwasserstoffsäure bei Zimmertemperatur ist.
c) Für die Reaktion netwendiges Fluor wird in Form wasserfreier Fluorwasserstoffsäure geliefert, die bekanntlich weniger teuer als Fluor ist; obwohl darüber hinaus elektrische Energie zum Umwandeln von Urantetrafluorid in Uranhexafluorid erforderlich ist, macht die erforderliche Menge hiervon etwa die Hälfte derjenigen aus, die für die Elektrolyse von Fluorwasserstoffsäure, die etwa bei der doppelten Spannung stattfindet, erforderlich ist
Zusammengefaßt kann gesagt werden, daß die Vorteile erhalten werden, die aus dem Fortfall des Reaktors zur Umwandlung von Urantetrafluorid in Uranhexafluorid entstehen, wobei diese Umwandlung in einer weniger kostspieligen Zelle bei einfacherer Arbeitsweise und Wartung und einem geringeren Verbrauch an elektrischer Energie, verglichen mit einer Zelle zur Erzeugung von Fluor,
ίο vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. dieses Reaktivmaterial sehr teuer ist und daß darüber hinaus unter Arbeitsbedingungen (etwa 5000C) es
    Patentanspruch: notwendig wird, ein besonderes antikorrosives Material i:u verwenden, was im allgemeinen sehr Verfahren zur elektrochemischen Erzeugung 5 teuer ist.
    von Uranhexafluorid, dadurch gekenn- Gegenüber der USA.-Patentschrrft 2 859156
    zeichnet, daß Uransalze, wasserfreie oder wurde erstaunlicherweise gefunden, daß nach der Erhydratisierte Uranoxyde bei Raumtemperatur findung Uranhexafluond elektrochemisch erzeugt und Normaldruck der'Elektrolyse in wasserfreier werden kann, indem man Uransalze, wasserfreie Fluorwasserstoffsäure ausgesetzt werden, wobei io oder hydratisierte Uranoxyde bei Raumtemperatur das während der Elektrolyse entwickelte und und Normaldruck der Elektrolyse in wasserfreier von dem gasförmigen Strom aus an der Kathode Fluorwasserstoffsäure aussetzt, wobei dar wahrend entwickeltem Wasserstoff und verdampfter Fluor- der Elektrolyse entwickelte und von dem gasförmiwasserstoffsäure mitgerissene Uranhexafluorid an gen Strom aus an der Kathode entwickeltem Wassereinem Kondensator in Form festen Uranhexa- »5 stoff und verdampfter Fluorwasserstoffsäure mitfluorids abgeschieden wird. gerissene Uranhexafluorid an einem Kondensator in
    Form festen Uranhexafluorids abgeschieden wird. Der wasserfreien Fluorwasserstoffsäure kann auch
    ein Trägerelektrolyt zugesetzt werden.
    ao Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung. Urantetrafluorid in Form feinen Pulvers wird in
    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur wasserfreier Fluorwasserstoffsäure, der ein Trägerelektrochemischen Erzeugung von Uraniicxafluorid. elektrolyt mit guten stromleitenden Eigenschaften.
    Es ist bekannt, sechswertiges Uran in UF4 mittels wie Kaliumfluorid zugegeben wird, suspendiert,
    eher kathodischen Reaktion von Uranylionen in as Das Ganze wird in eine elektrochemische Zelle einer elektrochemischen Zelle umzuwandeln, welche gegeben, in der die Elektroden durch ein Paket aus als Elektrolyten eine wäßrige Lösung von Fluorwasser- Platten gebildet sind, die aus Nickel oder nickelstoffsäure enthält (USA.-Patentschrift 2 859 156). haltigen Legierungen bestehen und elektrisch mit-
    Weiter sind auf dem Fachgebiet Verfahren be- einander (Anoden) verbunden sind; diese sind abkannt, die auf industrieller, halbindustrieller oder 30 wechselnd mit Platten aus Eisen oder irgendeinem Laboratoriumsebene zur Herstellung von Uranhexa- anderen Metall oder einer Metallegierung angeordfluorid durchgeführt werden, unter denen die fol- net, welche chemisch beständig gegen wasserfreie genden genannt werden sollen: Fluorwasserstoffsäure sind und ebenfalls miteinander
    (Kathoden) verbunden und mit Distanzelementen
    a) Verfahren zur direkten Fluorierung von Uran- 35 aus Teflon versehen sind.
    tetrafluorid zu Uranhexafluorid Legt man an die Zelle eine Spannung im Bereich
    .j-, ^p ^ von 4 bis 8 Volt, vorzugsweise 5 bis 6 Volt, so stellt
    4 : ~* ° sich eine Uranhexafluoridentwicklung an der Anode
    b) das Fluoroxverfahren, basierend auf der fol- ein- und Wasserstoff wird an der Kathode erhalten, genden Reaktion: *° Die für die Elektrolyse charakteristischen Bedin-
    ■7ΤΓΡ 4-η τ τη π _lttp gungen von Druck und Temperatur entsprechen
    zur4 U2-uu2r,+ Uh8 Raumtemperatur und Normaldruck. Während der
    mit anschließender Rückführung des UO,F2 im Elektrolyse entwickeltes Uranhexafluorid wird in der Kreislauf, welches nach Reduzierung mit" Was- flüssigen Phase gelöst, aus der es durch den gasserstoff zu UO, wieder in UF4 mit Fluorwasser- « förmigen Strom extrahiert wird, der besteht aus an stoffsäure umgewandelt wird, der Kathode entwickeltem Wasserstoff, verdampfter
    Fluorwasserstoffsäure und gegebenenfalls anderen
    c) Verfahren nach der Reaktion gasförmigen Verbindungen, die sich entwickeln
    3UF4 -u 2BrF1-^ 3UFe + Brn können, wenn von anderen Verbindungen als Uran-
    50 tetrafluorid ausgegangen wird.
    Obwohl bei den obengenannten Beispielen Uran- Dieses gasförmige Gemisch wird dann an einen tetrafluorid als Ausgangsverbindung genannt ist, soll Kondensator geliefert, wo es mittels eines Kühlfluids darauf hingewiesen werden, daß auch andere Typen gekühlt wird, so daß die Konzentration an Fluorvon Verfahren entwickelt wurden, ähnlich den vor- wasserstoffsäure und Uranhexafluorid in den Resthergehenden, wobei als Ausgangsprodukte andere 55 gasen innerhalb eines wirtschaftlich brauchbaren Uranverbindungen außer Urantetrafluorid wie me- Bereiches verbleibt. Kondensierte und mit Urantallisches Uran, UO2 (in den Wiederbehandlungs- hexafluorid gesättigte Fluorwasserstoffsäure bei verfahren), U3O8 und verschiedene Uranhalogenide Kondensationstemperatur wird im Kreislauf in die vorgesehen waren. Zelle rückgeführt, während das ausgefällte bzw.
    Die obengenannten Verfahren sind jedoch ziem- 60 ausgeschiedene feste Uranhexaflunrid teilweise im
    lieh teuer, entweder, weil sie sich aus einer sehr be- Kondensator durch Adhäsion an der gekühlten
    grenzten Reihe oder einem begrenzten Zyklus von Fläche gehalten wird und teilweise in Suspension
    Reaktionen zusammensetzen, mit gasförmigen Fluor durch kondensierte wasserfreie Fluorwasserstoffsäure
    gearbeitet wird, oder weil das Verfahren mit erheb- mitgerissen wird, von der eine einfache Trennung
    liehen Komplikationen arbeitet, wenn auch die Ver- 65 durch Dekantierung möglich wird,
    wendung gasförmigen Fluors vermieden ist. Wasserstoff und gegebenenfalls andere noch ge-
    Die hohen Kosten des Verfahrens bei der Verwen- ringe Mengen Fluorwasserstoffsäure und Uranhexa-
    dung gasförmigen Fluors sind dadurch bedingt, daß fiuorid enthaltende Gase werden nach außen, ge-
DE19712129939 1970-06-23 1971-06-16 Verfahren zur elektrochemischen Erzeugung von Uranhexafluorid Expired DE2129939C3 (de)

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FR2692880B1 (fr) * 1992-06-29 1994-09-02 Pechiney Uranium Procédé d'électro-fluoration sélective d'alliages ou de mélanges métalliques à base d'uranium.

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