DE21263C - Verfahren zur Emaillirung von Eisengufs-Gegenständen - Google Patents

Verfahren zur Emaillirung von Eisengufs-Gegenständen

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DE21263C
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castings
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O. HOERENZ in Bernsdorf
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    • C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23D—ENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
    • C23D3/00—Chemical treatment of the metal surfaces prior to coating
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22C—FOUNDRY MOULDING
    • B22C3/00—Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
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Description

KAISERLICHES
Am Holzkohleneisen haftet die Emaille fester, weil beim Gusse desselben durch Abschrecken eine wenn auch nur dünne Schicht weifsen Roheisens auf der Oberfläche gebildet wird.
Diese Eigenschaft hat das bei Koks erblasene Roheisen nicht; wenn es ein graues, weiches Eisen ist, so schreckt es nicht ab, ist es dagegen ein weifses, grelles Roheisen, so ist es seiner Sprödigkeit wegen zum Gusse von Geschirren, die emaillirt werden sollen, unbrauchbar.
Der Grund, weshalb die Emaille auf weifsem Eisen besser haftet als auf grauem, ist darin ,zu suchen, dafs letzteres eine Menge ungebundenen Kohlenstoffes (Graphit) enthält; beim Einbrennen bildet dieser Graphit ein Hindernifs für das Anhaften der ersteren an dem reinen Eisen. Gelingt es deshalb, Geschirre aus grauem Roheisen zu giefsen, dessen zu emaillirende Oberflächen graphitfrei sind, so mufs auf diesen die Emaille besser haften. Hierauf basirt das Verfahren, welches somit nur auf die Vorbereitung der zu emaillirenden Gufswaaren sich erstreckt.
Es besteht darin, dafs ich die Gufsform aus feuchtem Formsand mit Stoffen überziehe, welche stark kohlenstoffentziehend wirken, indem sie in der Hitze sich mit dem Kohlenstoff verbinden. Am besten eignet sich hierzu Schwefel, der sich mit dem freien Graphit des Roheisens zu Schwefelkohlenstoff verbindet, der in statu nas- ■ cendi verbrennt. Ich benutze also feines Schwefelpulver zum Bestäuben der Formen entweder für sich allein oder in Verbindung mit Quarzpulver und Holzkohlenpulver. Je nach der Natur des zur Verwendung kommenden Roheisens wird in den Mischungen zum Bestäuben der Form der Schwefel einen gröfseren oder geringeren Antheil bilden, es läfst sich also eine bestimmte Vorschrift hier nicht ertheilen; es mufs so viel Schwefel verwendet werden, dafs das Gufsstück an denjenigen Stellen, wo er eingewirkt hat, mit einem feinen Gufshäutchen von weifsem Eisen überzogen erscheint. Die so hergestellten Gufswaaren werden nicht, wie dies bisher üblich war, behufs des folgenden Emaillirens gebeizt, sondern es wird die Grundmasse direct auf die blos mechanisch gereinigte Oberfläche aufgetragen.
Dasselbe Resultat erzielt man, wenn man die Form an der betreffenden Stelle mit Petroleum oder OeI bestreicht; auch hierbei wird ein Theil des Graphits, in'dem er leichter Gelegenheit findet, Kohlenwasserstoffe zu bilden, beseitigt, so dafs er während des Gusses verbrennen kann.
Aber selbst auch bereits fertigen Gufsstücken kann auf ihrer Oberfläche der Graphit entzogen und sie können dadurch mehr geeignet zur Aufnahme der Emaille gemacht werden. Ich verfahre dabei in folgender Weise:
Die zu emaillirenden Gufsstücke werden mit käuflicher Schwefelsäure von etwa 600B. bestrichen und dann geglüht. Die in die Poren des Eisens eingedrungene Schwefelsäure wirkt beim Glühen ähnlich auf den freien Graphit des Eisens, wie der Schwefelpuder der Form auf das flüssige Eisen beim Gufs, er wird oxydirt. Das Bestreichen mit OeI oder Petroleum und.demnächstiges Glühen des Gufsstückes wirkt
ähnlich. Nach dem. Glühen wird ohne weitere Reinigung der Geschirre die Grundmasse aufgetragen und eingebrannt.
Das zuletzt angeführte Verfahren eignet sich auch zur Erzeugung einer haltbaren Emaille auf Blech.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Das Verfahren der Herstellung von Gufsstücken mit graphitfreier Oberfläche durch
    " Ueberziehen der Gufsform mit Schwefel, für sich allein ode? in Verbindung mit Quarzpulver oder mit Holzkohlenstaub.
  2. 2. Das Verfahren der Herstellung von Gufsstücken mit graphitfreier Oberfläche durch Bestreichen der Gufsform mit Petroleum oder OeI.
  3. 3. Das Verfahren/ Gufsstücken oder Blech an ihrer Oberfläche Graphit zu entziehen, indem man sie mit Schwefelsäure oder mit Petroleum oder mit OeI bestreicht und dann glüht.
    Alles behufs darauf folgenden Emaillirens der betreffenden Gegenstände, so dafs die Emaille besser anhaftet.
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