DE212473C - Klöppelstillsetzvorrichtung für Klöppelmaschinen - Google Patents

Klöppelstillsetzvorrichtung für Klöppelmaschinen

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DE212473C
DE212473C DE1909212473D DE212473DA DE212473C DE 212473 C DE212473 C DE 212473C DE 1909212473 D DE1909212473 D DE 1909212473D DE 212473D A DE212473D A DE 212473DA DE 212473 C DE212473 C DE 212473C
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DE1909212473D
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/38Driving-gear; Starting or stopping mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JY* 212473 -' KLASSE 256. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Januar 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf jene bekannte Art von Stillsetzvorrichtungen für Klöppelmaschinen, wobei die Klöppel an den Kreuzungen der Gangbahnen in eine durch Abstumpfung der Oberplattenspitze gebildete Aussparung mittels einer vom Rapportwerk verstellbaren Leitschiene von den Treibern ab bewegt ' und in der Aussparung stillgesetzt werden.
ίο Gegenstand der Erfindung ist eine Stillsetz Vorrichtung der bezeichneten Art mit einer neuen Einrichtung, die dazu dient, den stillgesetzten Klöppel wieder in den Arbeitsgang zu bringen, und die aus zwei hinter der Abstumpfung der Oberplattenspitze je auf einem Drehzapfen befestigten, mit ihren freien Enden übereinanderschwingenden Bogenstücken besteht, deren Arbeitskante entsprechend der äußeren Gangbahnflanke gekrümmt ist, und welche bei der Stellung der Klöppelleitschiene für die Stillsetzung der Klöppel hinter der Abstumpfung der Oberplattenspitze liegen, bei der Freigabe des stillgesetzten Klöppels durch die Leitschiene aber eine kurze Schwingung nach der Kreuzung der Gangbahnen ausführen, dabei den Klöppel, indem sie dessen Treibstift zwischen sich fassen, tangential zur Drehrichtung der Treiber bis in den oder nahezu in den Gangbahnkreuzpunkt in den Bereich der Treiber vorschieben und zugleich in der dann erhaltenen Stellung die in der Gangbahnoberplatte ausgesparte Spitze ersetzen.
In der Zeichnung ist die Stillsetzvorrichtung mit der neuen Einrichtung zum Wiedereinrücken des Klöppels in Fig. ι an einem Bruchstück der Klöppelmaschine in oberer Ansicht und in der Anordnung sowohl innerhalb als außerhalb des Räderkreises dargestellt. Die Fig. 2 ist ein Querschnitt nach A-B1 und die Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Stillsetzvorrichtung.
Hinter der Abstumpfung α der Gangbahnoberplatte liegen die Bogenstück b, die auf den in dem Stühlchen c gelagerten Zapfen d mit ihren freien Enden übereinanderstehend befestigt sind. Die Arbeitskante bi jedes Bogenstückes ist entsprechend der äußeren Gangbahnflanke gekrümmt. Die Klöppelleitschiene / erhält ihre Führung für die Auf- und Abbewegung von einer Platte /x auf den Drehzapfen d, und diese sind von Büchsen g umschlossen, wejche mittels schräger Schlitze i eine Teildrehung der Zapfen d bewirken, indem in die Schlitze Querstifte h eingreifen, die in den Zapfen d befestigt sind. Bei einer Abwärtsbewegung der Leitschiene, die durch den Zug des Rapport- oder Jacquard Werkes an dem in der Platte J1 befestigten Zugbolzen k bewirkt wird, werden die Bogenstücke durch den entsprechenden schrägen Verlauf der Schlitze i in den Büchsen g gegen den Treibstift / des Klöppels bewegt, und die Arbeitskanten der Bogenstücke erreichen den Treibstift, nachdem die Leitschiene bis unter das Ende des Klöppelstiftes herabgegangen ist, diesen also freigemacht hat.
Die in Fig. 1 außerhalb des Räderkreises gezeichnete Stillsetzvorrichtung zeigt einen stillgesetzten Klöppel und die entsprechende Stellung I der Bogenstücke, während die innerhalb des Räderkreises gezeichnete Stillsetz-
Vorrichtung die Stellung II der Bogenstücke angibt, wenn diese mit ihren Enden gemeinsam den Klöppelstift umfassen, und es ist zu ersehen, daß bei der Weiterschwingung der Bogenstücke bis in die Lage III der Klöppel tangential zu der Drehrichtung der Treiber m nach der Kreuzung der Gangbahnen hin bewegt wird. Ist die Teildrehung der Bogenstücke bis in die Stellung III erfolgt, so steht
ίο der Klöppelstift im Bereiche der Treiber beider Räder der benachbarten Teller t, und die freien Enden der Bogenstücke bilden unter der Abstumpfung α eine Spitze, wobei die Arbeitskanten bx den durchlaufenden Klöppeln eine sichere Führung bis nahezu in die Kreuzungsstelle der Gangbahnen bieten. Läßt der Zug des Rapportwerkes nach, so wird die Leitschiene / etwa durch eine auf dem Zugbolzen k angebrachte Feder 0 in die höchste Stellung gedrückt. Die Bogenstücke gehen dann durch die Wirkung der Schlitze i auf die Querstücke h in die Stellung I zurück.
Damit beim Beginn des vom Rapportwerk vermittelten Abwärtsganges der Leitschiene zunächst keine Drehung der Bogenstücke eintritt, verlaufen die unteren Enden der Schlitze i auf eine kurze Strecke gerade, d. h. in senkrechter Richtung, und um die Bogenstücke nach beendeter Teildrehung in der erhaltenen Stellung, in welcher sie die abgestumpfte Gangplattenspitze ersetzen, zu sichern, gehen die Schlitze i auch an den oberen Enden aus dem schrägen Verlauf in eine gerade Richtung über. An diese Stellen gelangen die Querstifte h in der Tiefstellung der Leitschiene/", und es ist ersichtlich, daß eine Drehbewegung der Zapfen d und der Bogenstücke durch die Lage der Querstifte h in den geraden Teilen der Schlitze verhindert ist, so daß die Bogenstücke gegen den Druck der durchlaufenden Klöppel nicht ausweichen können.
Für die gemeinsame Teildre.hung der Bogenstücke kann auch nur ein Drehzapfen mittels Schlitz und Querstift bewegt und diese Bewegung durch eine geeignete Verbindung, z. B. durch Zahnräder auf die anderen Drehzapfen übertragen werden.
Bei der Stillsetzvorrichtung mit der beschriebenen Einrichtung zur Wiedereinrückung des stillgesetzten Klöppels wird die Bewegung des Klöppels ohne Stoß eingeleitet, da die Arbeitskanten der Bogenstücke nahe ihrer Drehachse gegen den Klöppelstift drücken. Der Klöppel kann bei der Einrückung, da er von den Bogenstücken von zwei Seiten unifaßt wird, keine seitliche Bewegung nach den Tellern hin ausführen, sondern wird stets tangential zu der Drehrichtung der Treiber in eine für die Mitnahme durch dieselben bestgeeignete Stellung gebracht. Die Arbeitskanten der Bogenstücke geben den durchlaufenden Klöppeln eine sichere Führung, und ferner bietet die Einrichtung noch die Vorteile der Einfachheit und der leichten Anbringung in der Maschine.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Klöppelstillsetzvorrichtuhg für Klöppelmaschinen, bei welcher die Klöppel an der Kreuzung der Gangbahnen vor der abgestumpften Oberplattenspitze durch eine Leitschiene stillgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Wiedereinrücken des Klöppels durch zwei je um einen Zapfen (d) drehbare, an der Arbeitskante (bx) entsprechend der äußeren Gangbahnflanke gekrümmte, mit ihren freien Enden übereinanderschwingende Bogenstücke (b, b) bewirkt wird, die bei Freigabe des Klöppels von der ihn stillsetzenden Leitschiene (f) eine Teildrehung ausführen, dabei den Klöppel, indem sie dessen Treibstift (I) zwischen sich fassen, in die Gangbahnkreuzung vor die Treiber drücken und in der' dann erhaltenen Stellung mit ihren gebogenen Arbeitskanten die äußeren Gangbahnflanken bis in die Spitze vervollständigen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1909212473D 1909-01-29 1909-01-29 Klöppelstillsetzvorrichtung für Klöppelmaschinen Expired DE212473C (de)

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