DE21167C - Neuerungen in Röhren für elektrische Leitungen - Google Patents

Neuerungen in Röhren für elektrische Leitungen

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DE21167C
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S. D. STROHM in Philadelphia
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/26Lead-in insulators; Lead-through insulators

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  • Installation Of Indoor Wiring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. September 1881 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Systeme, in welchen Röhren oder andere Leitungen für die Aufnahme, Beschützung und Isolirung von Drähten, Kabeln oder anderen Leitern elektrischer Ströme, die für telegraphische, telephonische, Beleuchtungs-, Heiz- und andere Zwecke bestimmt sind, angewendet werden. Diese Neuerungen bezwecken die Herstellung von Leitungen, die billig construirt, leicht zusammengesetzt und auseinandergenommen werden können und in fertigem Zustande eine vollkommen dichte Bedeckung und einen wirksamen Isolator für Drähte, Kabel und andere Leiter elektrischer Ströme bilden.
Die Erfindung besteht in der eigenthümlichen Construction und Verbindung von Theilen, die in Nachstehendem beschrieben werden.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein Verticalschnitt einer solchen Röhre, Fig. 2 ein Grundrifs, theilweise im Schnitt, Fig. 3 ein Detail einer inneren Leitung, Fig. 4 ein verticaler Querschnitt einer Modification, Fig. 5 ein Grundrifs derselben, theilweise im Schnitt, Fig. 6 ein Detail der inneren Leitungen, die mit gekrümmten oder gebogenen Röhren versehen sind, Fig. 7 ein verticaler Querschnitt einer zweiten Modification, Fig. 8 und 9 sind ein Auf- und ein Grundrifs derselben, Fig. 10 ist eine Endansicht einer Modification des in Fig. 7 gezeigten Gehäuses, und Fig. 11 ein Grundrifs derselben.
In Fig. ι und 2 stellt A das äufsere Gehäuse dar. B sind Scheidewände, durch welche die Röhren C C hindurchpassiren. Diese Röhren C sind in Längenabtheilungen gebildet und haben ihre oberen Hälften der Länge nach getheilt, um Zutritt zum Innern dieser Röhren zu gestatten. Ein Ende einer jeden Abtheilung ist erweitert gebildet (bei c 4), um ein Lager für das Ende der nächsten Abtheilung zu bieten und eine Fuge zu bilden, welche durch eine geeignete Packung dicht gemacht wird. Diese Fugen sind über der Mitte der Abtheilungen der äufseren Gehäuse oder an anderen geeigneten Punkten anzuordnen.
Das Gehäuse oder die Röhren oder beide sind mit Glasur, Porcellan, Guttapercha oder anderem Materiale gefüttert, welches einen guten Isolator bildet. Gehäuse und Röhren können daher aus Metall gemacht werden; auch können sie mit seitlichen Oeffnungen a4 gebildet werden, welche hohle, stutzenförmige Ansätze α5 haben für die Befestigung von Röhren E, durch welche nach Bedürfnifs Zweigdrähte oder Leiter geführt werden können.
Eine Modification der vorhergehenden Construction ist in Fig. 4, 5 und 6 gezeigt, wo F das Hauptgehäuse darstellt, das aus Röhren//1 besteht, die aus irgend einem geeigneten Materiale wie Metall, Thon, Glas oder Terracotta gemacht sind. Diese Röhren sind (an der Linie /2) der Länge nach getheilt, bilden eine untere Abtheilung/3 und eine obere Hälfte oder einen Deckel/4; beide Abtheilungen (obere und untere) sind geflantscht und zusammengebolzt (bei /5). Jede Abtheilung hat innere Ansätze/6 oder entsprechende ringförmige Nuthen für Unterstützung der Scheidewände G.
Diese Scheidewände sind Scheiben aus irgend welchem geeigneten Materiale, deren Ränder oder Umfange der Gestalt des Gehäuses im wesentlichen entsprechen. Sie sind mit radialen oder tangentialen Ausschnitten g an oder über
ihrem mittleren Durchmesser und mit Oeffnungen ^1 an diesem Durchmesser und unterhalb desselben versehen. Diese Ausschnitte und Oeffnungen sind für die Aufnahme der inneren Leitungen bestimmt, die bei H gezeigt sind. Die Drähte, welche durch solche Leitungen hindurchgehen, können theilweise durch jene passiren, welche in den Ausschnitten g ruhen, und theils durch jene in den Oeffnungen gy, indem sie durch gekrümmte oder gebogene Verbindungen geführt werden, wie bei g*, Fig. 6, gezeigt ist. Der Zweck dieses ist, die Drähte oder Leiter an denjenigen Stellen ihres Stromkreises, wo sie möglicherweise in oder durch Zweigleitungen auswärts geleitet werden sollen, durch die oberen Leitungen H, nämlich durch die in den Ausschnitten g, zu führen, während sie an anderen Stellen ihres Stromkreises durch die unteren Leitungen, nämlich die in den Oeffnungen g1, passiren.
Die Leitungen H bestehen aus Röhren von Glas, verglastem Materiale oder anderem Nichtleiter der Elektricität und sind mit ihren Enden an einander gekuppelt und der Länge nach so abgetheilt, dafs sie untere Abtheilungen mit abnehmbaren Deckeln bilden, ganz wie das äufsere Gehäuse. Sie ruhen auf den Scheidewänden G. Um ihnen ein weiches Lager auf denselben zu bieten, sind besagte Leitungen mit Ringen oder Kragen / von elastischer Beschaffenheit, etwa aus Kautschuk, Kork oder Filz, versehen. Diese Ringe können über den Fugen angeordnet werden, um das Eindringen oder Ansammeln von Feuchtigkeit zu verhindern. Die Fugen können entweder in der Ebene der Scheidewände G oder an Punkten zwischen den Scheidewänden angeordnet werden. Um gegen die Ansammlung von Feuchtigkeit zu schützen, können die Leitungen sowohl innen als aufsen mit Schellack oder entsprechendem Materiale überzogen werden. Das Gehäuse und die inneren Leitungen können zuerst gelegt und die Leiter, welche durch letztere hindurchpassiren, nachher eingeführt werden.
Um diese Einführung zu bewirken, kann Schnur, Draht oder ein anderes entsprechendes Mittel in jeder inneren Leitung angeordnet werden, wenn letztere gelegt wird.
Um die Leiter an den nöthigen Stellen auswärts führen zu können, sind Gehäuse und Leitungen mit Zweigen oder Oeffnungen k k gebildet.
Um diese Leiter zu legen, wird ein Graben ausgestochen und die untere Abtheilung des Gehäuses zuerst hineingelegt. Dann werden die Scheidewände eingeschoben, und die obere Abtheilung oder der Deckel wird auf die untere Abtheilung gebracht und angebolzt. Dann werden die inneren Leitungen in die Ausschnitte und Oeffnungen der Scheidewände eingeführt, und die elastischen Lager werden an besagten Leitungen vor ihrem Einschieben in die Scheidewände oder während desselben angebracht. Nachdem das Gehäuse und die Leitungen gelegt worden sind, können die Leiter durch die letzteren auf die bereits beschriebene Weise hindurchgezogen werden.
In manchen Fällen können Kabel, deren Leitungen einen integrirenden Bestandteil derselben bilden, an Stelle der inneren Leitungen gesetzt werden; solche Kabel ruhen dann in den ■ Ausschnitten und Oeffnungen in den Zwischenwänden innerhalb des Gehäuses. Wenn für Reparatur-, Abzweig- oder andere Zwecke Zutritt zu den Leitern nöthig ist, kann er erhalten werden, indem man die Deckel des Gehäuses und, wenn nöthig, auch die der inneren Leitungen entfernt. Unter manchen Umständen brauchen die inneren Leitungen nicht der Länge nach getheilt zu sein, wie bereits vorgeschlagen wurde, sondern können vollständige Cylinder oder Röhren sein. Wenn die Röhren in Abtheilungen und der Länge nach theilbar gemacht werden, kann eine gebrochene oder unvollständige entfernt und eine neue für dieselbe gesetzt werden, ohne die anderen zu stören und ohne dafs die Kabel. oder Leiter innerhalb der letzteren entfernt zu werden brauchen.
In einer weiteren Modification dieser Erfindung, die in Fig. 7, 8, 9, 10 und 11 gezeigt ist, sind die Leitungen aus einer Reihe von mit Kammern versehenen Abtheilungen gebildet, welche Längskanäle mit cannelirten Seiten haben, die Auflager für Röhren oder Kabel und Zwischenräume für die Aufnahme oder Einspritzung isolirender Flüssigkeit bilden.
Als isolirende Masse können Schellack oder Gyps zum Einspritzen verwendet werden; beide erhärten rasch und sickern oder rinnen selbst bei schadhaften Fugen nicht aus.
Alle diese Leitungen können unter Grund oder an die Oberfläche gelegt, unter Wasser getaucht oder auf Stangen oder anderen Trägern oder an den Mauern von Gebäuden befestigt werden und werden den in denselben enthaltenen Leitern vollkommenen Schutz gewähren.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die inneren Röhren C C, die in Längenabtheilungen gebildet sind und deren obere Hälften der Länge nach getheilt sind, um Zutritt zum Innern dieser Röhren zu gestatten.
2. Die Verbindung des äufseren Gehäuses F, das in Längenabtheilungen gebildet ist, welche innere Ansätze/6 haben, mit inneren Röhren H, die ebenfalls in Längenabtheilungen gebildet sind und Leitungen für Leiter bieten.
In einem System elektrischer Leiter die Verbindungen der Leitungen ZTmit elastischen Ringen oder Klemmen, welche Lager für besagte Leitungen bilden und die Feuchtigkeit von ihren Fugen abhalten.
In einem System elektrischer Leiter die Verbindung des äufseren, aus Abtheilungen bestehenden Gehäuses mit inneren, aus Abtheilungen bestehenden Leitungen, welch letztere mit gekrümmten Verbindungen gebildet sind.
Mit Kammern versehene Abtheilungen, welche Längskanäle mit cannelirten Seiten haben, die Auflager für Röhren oder Kabel und Zwischenräume für die Aufnahme oder Einspritzung isolirender Flüssigkeit bilden.
6. Die beschriebene Methode, um einen Draht oder ein Kabel oder eine Röhre, welche Leiter enthält, zu isoliren, indem man eine isolirende Flüssigkeit oder plastische Composition in eine Kammer einspritzt, nachdem der Draht, das Kabel oder die Röhre in dieselbe eingeführt worden ist, welche Flüssigkeit oder Composition eine derartige Beschaffenheit hat, dafs sie in kaltem Zustande flüssig oder halbflüssig ist und bei derselben Temperatur erhärtet oder fest wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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