DE2116495A1 - Cement expansion agent - based on calcia,alumina,sulphate and fluoride fused in a resistance furnace - Google Patents

Cement expansion agent - based on calcia,alumina,sulphate and fluoride fused in a resistance furnace

Info

Publication number
DE2116495A1
DE2116495A1 DE19712116495 DE2116495A DE2116495A1 DE 2116495 A1 DE2116495 A1 DE 2116495A1 DE 19712116495 DE19712116495 DE 19712116495 DE 2116495 A DE2116495 A DE 2116495A DE 2116495 A1 DE2116495 A1 DE 2116495A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cement
molten body
cao
starting material
alumina
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19712116495
Other languages
English (en)
Other versions
DE2116495B2 (de
DE2116495C3 (de
Inventor
Koji Toyama Nakagawa (Japan). P
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Denka Co Ltd
Original Assignee
Denki Kagaku Kogyo KK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Denki Kagaku Kogyo KK filed Critical Denki Kagaku Kogyo KK
Priority to DE19712116495 priority Critical patent/DE2116495C3/de
Priority claimed from DE19712116495 external-priority patent/DE2116495C3/de
Publication of DE2116495A1 publication Critical patent/DE2116495A1/de
Publication of DE2116495B2 publication Critical patent/DE2116495B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2116495C3 publication Critical patent/DE2116495C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00—Hydraulic cements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zement-Expandierungsmittel Bis jetzt wurden die Zement-Expandierungsmittel, die im wesentlichen aus CaO, A1203 und SO3 bestehen, in der Industrie in Drehöfen hergestellt, wobei aber nach einem kurzen Zeitraum nach Beginn des Betriebs das Wachstum eines Rings in der Brennzone im Ofen stark wird und der kontinuierliche Betrieb nicht mehr weitergeführt werden kann.
  • Es ist ein Ziel dieser Erfindung, diesen Mangel zu beheben.
  • Zu diesem Zweck wird als erste Maßnahme die chemische Zusammensetzung des Ausgangsstoffgemisches festgelegt. Das Ausgangsgemisch wird nämlich so hergestellt, daß das Gewichtsverhältnis von CaO zu A1205 0,5 bis 20 beträgt, daß 0,2 bis 20 Gew.- eines anorganischen Fluorids und 30 bis 80 Gew.-' CaSO4 vorhanden sind. Das-Ausgangsgemisch wird In einem direkt beheizten elektrischen Widerstandsofen geschmolzen.
  • Das Verfahren-der Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß Zement-Expandierungsmittel mit unterschiedlichen Nineralzusammens'etzungen und unterschiedlichen -Kristallen erhalten werden können, indem man den geschmolzenen Körper auf eine Vielzahl von Arten abkühlt. Letzterer Punkt stellt einen erheblichen Unterschied zu dem herkömmlichen Verfahren dar.
  • Wenn das Gewichtsverhältnis von CaO zu A1203 im Ausgangsgemisch außerhalb des Bereiches von 0>5 bis 20 liegt, dann erfolgt eine erhebliche Qualitätsverschlechterung.
  • Im Falle eines Verhältnisses von weniger als 0,5 nimmt der Gehalt an nicht umgesetztem Aluminiumoxid (Al205) zu, während im Falle eines Verhältnisses von mehr als 20 freies Calciumoxid (als f-CaO abgekürzt) zunimmt und die Stabilität verschlechtert wird. Die Festlegung des Gehalts an CaSO4 auf 30 bis 80 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge, ist auf den folgenden Erwägungen aufgebaut. Da das Ausgangsgemisch in den direkt beheizten elektrischen Widerstandsofen geschmolzen wird, nimmt die Bildung von S03 auf Grund der Zersetzung zu. Im Falle von weniger als 30 % steigt der Schmelzpunkt an und die Bildung von SO) wird intensiv, während im Falle von mehr als 80 % die Qualität des Zement-Expandierungsmittels sich erniedrigt.
  • Die Zugabe des anorganischen Fluorids schaft bei der zweiten Maßnahme (Brennprozeß) einen absolut notwendigen Effekt, wie es nachstehend beschrieben werden wird. Dieser Effekt tritt bei Mengen von weniger als 0,2 % nicht auf, während bei Gehalten über 20 % die Qualität der erhaltenen Zement-Expandierungsmittel erheblich sinkt.
  • Die hierin verwendete Bezeichnung 1,anorganische Fluoride" bedeutet Fluor enthaltende Metallverbindungen oder Metallverbindungen, in welchem das Fluor in einer komplexen Gruppe vorliegt, z.B. CaF2 (Fluorit), NanAlF6 (Kryolit) und dergleichen, die bei- Temperaturen von mehr als 800°C zersetzt oder.sublimiert werden können. Substanzen, die bei solchen Temperaturen Gase bilden, sind nicht vorzuziehen. Es konnte bestätigt werden, daß K2SiF6, AlF5, MgF2, BaF2, CrF5, FeF3, ZnF2 und dergleichen im wesentlichen die gleiche Funktion zeigen.
  • Bei der Durchführung der ersten Maßnahme, d.h. bei Herweißer stellung des Ausgangsgemisches, werden/Bauxit und roter Bauxit als Aluminiumoxid am meisten bevorzugt. Zusätzlich können calcinierte Produkte von Rohmaterialien, die große Mengen Aluminiumoxid enthalten, verwendet werden, z.B.
  • Alunit, Kaolinit, Aluminiumschiefer, Diaspor und dergleichen sowie metallisches Aluminium und Aluminiumnitrid, die allein oder im Gemisch mehr bevorzugt werden. Die metallischen Aluminiummaterialien schließen den Verarbeitungsschrott von metallischem Aluminium und Aluminium enthaltende Asche ein, welche beim Schmelzen von Aluminium als Nebenprodukt gebildet wird. In der Aluminium enthaltenden Asche ist auch im allgemeinen Aluminiumnitrid enthalten, was vorteilhaft ist, weil die Kosten des Ausgangsgemisches erheblich reduziert werden, Das metallische Aluminium setzt auf Grund der Oxidation im Verlauf der nachfolgenden Wärmebehandlung Reaktionswärme frei, wodurch die Menge der verbrauchten elektrischen Energie vermindert wird. Darüber hinaus verbessert Aluminiumnitrid die Fließfähigkeit des geschmolzenen Körpers und besitzt hinsichtlich eines stabilen und kontinuierlichen Ofenbetriebs eine ausgezeichnete Funktion.
  • Das Mischungsverhältnis des Aluminiumnitrids in dem Ausgangsgemisch wird jedoch zu 0,2 bis 20 Gew.-% bevorzugt, da Mengen von weniger als 0,2 , die oben beschriebene Funktion nicht ausüben können, wobei umgekehrt bei Mengen von mehr als 20 % das nicht umgesetzte Aluminiumnitrid in dem Produkt zurückbleibt. Daher erfolgt bei der Vermischung des Expandierungsmittels mit einem Zement im Verlaufe der Hydratisierung eine Hydrolyse, wodurch Ammoniakgas (NH3) gebildet wird. Daher sind solche Mengen nicht vorteilhaft.
  • Als Calciumoxid-Material können alle Substanzen verwendet werden, die große Mengen von CaO enthalten. Als Gips-Material können alle natürlichen Materialien und chemischen Nebenprodukte verwendet werden, wenn solche Materialien große Mengen von CaSO4 enthalten. Für die Stabilisierung in der nachfolgenden Schmelzstufe ist es vorzuziehen, daß die Mengen von flüchtigen Substanzen, die bei Temperaturen von weniger als 1500C sich verflüchtigen und die in diesen Ausgangsmaterialien enthalten sind, so klein wie -möglich sind.
  • Gemäß der Erfindung wird die Korngröße der einzelnen Ausgangsstoffe definiert, damit das Ausgangsgemisch mit dem oben beschriebenen Zusammensetzungsverhältnis die Reaktionsgeschwindigkeit des Aluminiumoxids steigern und die Qualität stabilisieren kann und damit der kontinuierliche Betrieb über einen langen Zeitraum ermöglicht wird. Es wurde gefunden, daß es wichtig ist, die durchschnittlichen Korngrößen des Aluminiumoxid-Ausgangsmaterials und des Calciumoxid-Ausgangsmaterials und das Porenvolumen der Teilchen-Zusammenstellung ins Gleichgewicht zu setzen.
  • Dies soll beispielsweise im Hinblick auf das Aluminiumoxid-Ausgangsmaterial erläutert werden. Wenn ein Aluminiumoxid-Ausgangsmaterial mit einer extrem großen durchschnittlichen Korngröße verwendet wird, dann bleibt, selbst wenn das Ausgangsgemisch gebrannt werden könnte, in dem geschmolzenen Körper eine große Menge von nicht umgesetztem Al205 zurück. Wenn die durchschnittliche Korngröße des Aluminiumoxid-Rohmaterials extrem klein ist, dann wird die Reaktion rasch vervollständigt, wobei aber die Viskosität des geschmolzenen Körpers rasch zunimmt, die Fließfähigkeit abnimmt, die Entwicklung von SO5 intensiv ist und das Abstechen des geschmolzenen Körpers aus dem Reaktionssystem sehr schwierig gestaltet wird. Daher werden bei dem Verfahren der Erfindung die durchschnittlichen Korngrößen und die Porenvolumina des Aluminiumoxid-Ausgangsmaterials auf weniger als 5 mm und 0,05 bis 0,5 cm5/g eingestellt.
  • Die Korngröße des Calciumoxid-Ausgangsmaterials wird so eingestellt, daß sie 1 bis 10 mal die durchschnittliche Korngröße des Aluminiumoxid-Rohmaterials ist. Wenn die durchschnittliche Korngröße des Calciumoxids, bezogen auf die durchschnittliche Korngröße des Aluminiumoxids, weniger als 1 ist, dann nimmt die Viskosität des geschmolzenen Körpers zu und das Abstechen-wird schwierig. Wenn umgekehrt der Wert für die durchschnittliche Korngröße mehr als 10 beträgt, dann erniedrigt sich die Reaktionsgeschwindigkeit- und es muß über lange Zeiträume erhitzt werden. Somit sind diese Größen nicht vorzuziehen.
  • Das hierin erwähnte Porenvolumen wird durch das Volumen der gesamten Seinen Poren -innerhalb des Bereichs von 75 i bis 75.000 R pro Gewichtseinheit der Pulverprobe gezeigt.
  • Es wird mittels eines Quecksilber-Porosimeters gemessen.
  • Die durchschnittliche Korngröße wird durch den maximalen Wert der Korngrößeverteilung definiert.
  • Die zweite Maßnahme umfaßt das Schmelzen des oben beschriebenen Ausgangsgemisches unter Verwendung eines direkt heizenden elektrischen Widerstandsofens.
  • Die hierin verwendete Bezeichnung "elektrischer Ofen" soll einen Ofen beschruiben, in welchem das Rohmaterial direkt erhitzt wird, indem das geschmolone Ausgangsgemisch als elektrischer Widerstand verwendet wird. Im allgemeinen wird eine Kohlenstoff-Elektrode verwendet und der Ofen besitzt das gleiche System wie derjenige zur Herstellung von Calciumcarbid oder von Ferrolegierungen.
  • Es können auch andere Schmelzöfen, z.B. Niederfrequenz-Induktionsöfen oder Hochfrequenz-Induktionsöfen verwendet werden, doch erfordern diese Öfen hohe Kosten für die elektrische Energie und sind somit im wirtschaftlichen Sinne nicht vorteilhaft.
  • Die Temperatur des geschmolzenen Körpers variiert entsprechend der chemischen Zusammensetzung des Ausgangsgemisches. Als Ergebnis der Untersuchung des Mechanismus der Schmelzreaktion des ternären Systems CaO-A1203-CaS04 wurde festgestellt, daß die Reaktionsgeschwindigkeit des Aluminiumoxids verbessert wird, daß die Viskosität rasch ansteigt und daß sich die Fließfähigkeit erniedrigt.
  • Der geschmolzene Körper nahe der Elektrode wird lokal überhitzt und die SO3-Entweichnung ist intensiv, so daß es erforderlich ist, die Fließfähigkeit des geschmolzenen Körpers zu verbessern.
  • Die Fließfähigkeit kann dadurch verbessert werden, daß man 0,2 bis 20 Gew.- eines anorganischen Fluorids zu dem Ausgangsgemisch zusetzt, wobei das Entweichen von SO5 vollständig verhindert wird. Auf diese Weise kann die Reaktionsgeschwindigkeit des Aluminiumoxids erheblich verbessert werden. Da die Fließfähigkeit verbessert wird, wird das Abstechen des geschmolzenen Körpers aus dem Ofen sehr vereinfacht und im Verlaufe des Abkühlens, welches die dritte Maßnahme darstellt, wird ein wichtiger Effekt erzielt. Die zugesetzte Menge des anorganischen Fluorids wird so eingestellt, daß die Temperatur des geschmolzenen Körpers im Bereich von 1450 bis 1100°C gehalten wird, wodurch die Temperatur des geschmolzenen Körpers stabil und konstant gehalten werden kann, und zwar selbst dann, wenn -Variierungen der Elektrodenspannung und des Elektrodenstroms auStreten.
  • Die Bezeichnung "Elektrodenspannung" soll die Spannung an der Oberseite der Elektrode bezeichnen. Eine Wechselstromspannung von 20 bis 400 V wird am meisten bevorzugt.
  • Spannungen von weniger als 20 V werden hinsichtlich der Wärmewirksamkeit nicht bevorzugt, während umgekehrt Spannungen von mehr als 400 V intensive Bögen bilden und die Temperatur ungewöhnlich erhöhen, so daß ein Entweichen von SO3 stattfindet. Somit sind solche Spannungen nicht vorzuziehen.
  • Durch das oben beschriebene Verfahren können die Menge der bekannten Verfahren behoben werden und es wird ein stabiler, kontinuierlicher Betrieb über lange Zeiträume ermöglicht.
  • Wenn der geschmolzene Körper in dem Ofen oberhalb 14500C erhitzt wird, dann beginnt das Entweichen von SO». . Im allgemeinen erfolgt die Zersetzungsreaktion des wasserfreien Gipses bei Temperaturen im Bereich von 1380 bis 15O00C. Es wurde jedoch gemäß der Erfindung festgestellt, daß beim Vorliegen des Gipses in dem Ausgangsstoffgemisch das CaSO4 in Gips zusammen mit dem freien CaO und dem Fluorid ein eutektisches Gemisch bildet und hierdurch stabilisiert wird, so daß selbst im geschmolzenen Zustand und in einer reduzierenden Atmosphäre die Temperatur für den Beginn der Zersetzungsreaktion auf etwa 14500C erhöht wird. Wenn jedoch die Lastspannung und die Elektrodenstromdichte nicht geeignet sind, dann wird die Temperatur des geschmolzenen Körpers oftmals ungewöhnlich stark erhöht und das Entweichen von SO5 tritt intensiv auf, wodurch die chemische Zusammensetzung des geschmolzenen Körpers verändert wird und die Fließfähigkeit verlorengeht.
  • Die Untersuchung dieses Problems hat zu der Erkenntnis geführt, daß die Elektrodenstromdichte vorzugsweise 0,2 bis 8 Amp/cm² beträgt. Bei Werten unterhalb 0,2 Amp/cm² erniedrigt sich die Produktionswirksamkeit pro Einheit und Stunde und die Wirksamkeit des elektrischen Ofens erniedrigt sich, während umgekehrt bei Stromstärken oberhalb 8 Amp/cm2 der Betrieb instabil wird, die Aufblaserscheinung des geschmolzenen Körpers erkennbar wird und die sogenannte Flacker-Erscheinung auftritt.
  • Nunmehr soll der Abkühlungsprozeß, d.h. die dritte Maßnahme erläutert werden. Wie bereits oben erwähnt, kann die Zusammensetzung des geschmolzenen Körpers durch Variierung des Abkühlungsprozeßes frei variiert werden.
  • Der erste Prozeß verläuft wie folgt: Der geschmolzene Körper wird herausfließen gelassen und in einer Eisen-Gießpfanne aufgenommen. Der Raum dieser Gießpfanne zwischen den doppelten Wänden ist mit Siliciumdioxid, natürlichem Sand, Zeolith oder einem anderen feuerfesten Isolierungsmaterial gefUllt. Auf die Gießpfanne wird eine Obenbedeckung aufgelegt und der geschmolzene Körper wird stehen gelassen. Durch eine solche Behandlung wird ein Zement-Expandierungsmittel erhalten, das hauptsächlich die Mineral-Zusammensetzung C12A7-Ca0-CaSO4 aufweist.
  • Der zweite Prozeß verläuft wie folgt: Der geschmolzene Körper wird in eine Eisen-Gießpfanne hineinfließen gelassen, die mit keinem isolierenden Material versehen ist, oder der geschmolzene Körper wird in eine Metallform gebracht und natürlich abgekühlt. In diesem Fall wird ein Zement-Expandierungsmittel verhalten, das hauptsächlich die Mineral-Zusammensetzung C12A7-C4A3S-CaO-CaSO4 aufweist.
  • Die oben beschriebenen zwei Abkühlungsprozesse werden als graduelles Kuhlen" beschrieben. Wenn sich die Zusammensetzung des Ausgängsstffgemisches innerhalb des -erfindungsgemäßen - Bereiches ABCD der Figur 1 befindet, dann sind diese Kühlverfahren anwendbar. Der durch EJKH angegebene Bereich ist hinsichtlich der Qualität vorzuziehen. In dem Bereich JFGK ist das f-CaO gering, so daß ein Produkt erhalten wird, welches kaum witterungsbestän-' dig ist, In diesem Falle ist hauptsächlich C12A7-CaSO4 vorliegend und der Anteil des f-CaO ist gering, und insbesondere auf, der Geraden X-Y wird ein Zement-Expandierungsmittel erhalten, das kein CaO enthält. In diesem Bereich wird ein Produkt erhalten, das nicht nur den Zement expandieren kann, sondern auch die Anfangsfestigkeit des Zements erhöhen kann, \So daß sich diesen Bereich hinsichtlich der Qualität vom Bereich EJKH unterscheidet.
  • In dem Bereich EFGH ist die Zugabe des Fluorids in Mengen von 0,2 bis 5 Gew. - ausreichend. C12A7 und C4A3S bedeuten 12CaO.7Al2O3 bzw.3CaO.3Al2O3.CaSO4.
  • Es wurde bestätigt, daß das Verhältnis von C12A7 zu C4A3S der Mineral-Zusammensetzung des geschmolzenen Körpers willkürlich variiert werden kann, indem man die Abkühlungsgeschwindigkeit des geschmolzenen Körpers und die zugegebene Menge des anorganischen Fluorids variiert.
  • Es bildet sich nämlich gemäß der folgenden Gleichung ein Phasen-Gleichgewicht aus: Bei durchgeführten Messungen, verschiebt sich, wenn man annimmt, daß Q in der obigen Gleichung 38 kcal sind und wenn die Abkühlungsgeschwindigkeit des geschmolzenen Körpers gering ist, das Phasen-Gleichgewicht zu der rechten Seite.
  • Die vorliegende Erfindung baut sich auf dieser Entdeckung auf. Selbst wenn der geschmolzene Körper nach demselben Abkühlungsprozeß behandelt wird, variiert das Zusammensetzungsverhältnis von C12A7 zu C4ADS je nach dem Gehalt an Fluoriden.
  • Die Beziehung zwischen der Abkühlungsgeschwindigkeit und der zugegebenen Fluoridmenge zu dem Bildungsverhältnis von C12A7-C4A3S ist in Figur 2 gezeigt. Die chemische Zusammensetzung des Ausgangsgemisches wird auf ein Molverhältnis von CaO:l2O5:CaSO4 von 4:1:3 eingestellt und hierzu werden O(D), 1(A), 3(B) und 5(C) Gew.- natürlicher Fluorit zugesetzt. Der Fall, daß kein Fluorit zugesetzt wird, wird in der Kurve D gezeigt. Die Zusammensetzung des Produkts wird durch die Variierung der Abkühlungsgeschwindigkeit nicht signifikant verändert.
  • Wenn jedoch ein Fluorit zugesetzt ist, z.B. wenn 1 ß Fluorit zugegeben wird, dann wird selbst bei gleicher Abkühlungsgeschwindigkeit, wie im Falle ohne Zugabe von Fluorit, ein Produkt erhalten, in welchem der Anteil des C4A3S abnimmt und umgekehrt der Anteil des C12A7 zunimmt, wie es durch die Kurve A gezeigt wird.
  • Dabei ist, je geringer die Abkühlungsgeschwindieit, desto größer diese Tendenz ist. Je größer die zugegebene Fluoritmenge ist (Kurve B = 5 %, Kurve C = 5 ), desto erkennbarer wird diese Tendenz. Es konnte bestätigt werden, daß diese Tendenz bei den anderen anorganischen Fluoriden im wesentlichen die gleiche ist, wie bei dem natürlichen Fluorit.
  • Das Zusammensetzungsverhältnis von C4A5S zu C C12A7 bedeutet das Verhältnis von C4A5S zu C 12A7 in dem Aluminiumoxid enthaltenden Mineral, mit Ausnahme von CaO, CaSO4 und einer Spur von C4AF, 02S und glasartigen Substanzen.
  • Die quantitative Analyse beider Komponenten erfolgte durch Röntgen-Beugung. C4AF bedeutet 4CaO.Al2O3.Fe2O3.
  • 025 bedeutet 2CaO.SiO2.
  • Die quantitative Analyse erfolgte nach N. Fukuda, J. Ceram.
  • Assoc. Japan, S. 187-191, 69(6), 1961. Sie wurde durch das Intensitätsverhältnis bei der Röntgen-Beugung, bezogen auf c4A3S und C12A7 bestätigt, welche aus den reinen Chemikalien durch Zugabe von 20 Gew.- KC1 als interne Standard-Substanz synthetisiert wurden.
  • Die auf diese Weise erhaltenen abgekühlten Körper werden vermahlen und zu einem Zement zur Bildung eines expansiven Zements mit einzigartigen Eigenschaften gegeben. Die Mineralien C4A3S und C12A7 liegen nämlich bekanntlich in Koexistenz mit CaS04 oder Cao Und CaSO4 vor und sind praktisch verwendet worden. Wenn Sie aber mit dem Zement, Wasser und Sand vermischt werden dann ergeben die Mittel der C12A7-Reihe eine gute Expandierfähigkeit bei der ursprünglichen Hydratisierung, jedoch ist diese zu-früh in der Praxis der Absetzungszeit. Im Gegensatz hierzu ist die Absetzungszeit von Mitteln der C4A32-Rethe von derjenigen der gewöhnlichen Portland-Zemente nicht verschieden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Zement-Expandierungsmittel besitzen nun die Vorteile beider dieser Mittel und haben verbesserte Eigenschaften. Wenn das Zusammensetzungsverhältnis von C12A7 vorherrschend wird, dann ist das f-CaO gering. Wenn das Ausgangsstoff-Gemisch in der stönhiometrischen Menge innerhalb des Bereiches JFGK in der Figur 1 vermischt wird, dann kann ein Zement-Expandierungsmittel erhalten werden, das hauptsächlich aus 012A7-CaSO4 besteht und das kein f-CaO enthält. Die üblichen charakteristischen Eigenschaften dieser Mittel bestehen darin, daß sie kaum durch Witterungseinflüße beeinträchtigt werden und daß sie eine hohe Stabilität aufweisen. Hierdurch unterscheiden sie sich von den herkömmlichen Mitteln. 9 Gew.-% verschiedener Zement-Expandierungsmittel mit verschiedenen Gehalten an C4A9 und C12A7 wurden mit dem üblichen Portland-Zement vermischt. Das Gemisch wurde nach der JIS R 5201 hinsichtlich des freien Expansions-Koeffizienten des Mörtels untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Figur 3 zusammengestellt.
  • Aus dieser Kurve geht hervor, daß der maximale Expansirns-Koeffizient bei einem Verhältnis von C12A7 zu C4A3S von 2:8 bis 8:2 erhalten wird, so daß die entsprechende Abkühlungsgeschwindigkeit des geschmolzenen Körpers innerhalbes Bereiches von 2 bis 200C/min bevorzugt wird.
  • Eine korrekte Messung der Abkühlungsgeschwindigkeit ist jedoch schwierig, so daß die Durchführung des Abkühlens nach den oben beschriebenen Abkühlungsprozessen 1 und 2 erfolgt. Der geschmolzene Körper wird hierbei in die Gießpfanne gebracht und die Temperatur-wird in der Weise eingestellt, daß die Temperatur erforderlichenfalls von der Außenseite her gehalten wird oder daß durch Luft gekühlt wird. Das Abkühlen ist im wesentlichen notwendig, bis C12A7 gebildet wird. Nach. der Bildung ist das graduelle Abkühlen nicht immer erforderlich und die' Behandlung erfolgt in der Weise, daß den praktischen Betriebsbedingungen Genüge getan wird.
  • Der dritte Abkühlungsprozeß schließt die Austragung und Ausblasung des geschmolzenen Körpers in komprimierte Luft mit einem Druck von 1 bis kg/cm², um ein Abschrecken vorzunehmen. Der erhaltene abgekühlte Körper kann durch Variierung des Luftdruckes und der Gestalt des Luftstroms-(beispielsweise durch Variierung der Größe und der Gestalt der Düse) lumpenfrei erhalten werden. Der auf diese Weise erhaltene, abgekühlte Körper besteht hauptsächlich aus/ C4A3S und enthält kein C12A7.
  • Die chemische Zusammensetzung innerhalb des Bereichs EFGH der Figur 1 ergibt ein Produkt, das hauptsächlich aus C4A3S-CaO-CaSO4 oder C4A3S-CaSO4 besteht. In dem Maße, wie die Korngröße des abgekühlten Körpers geringer wird, nimmt der amorphe Teil zu und bei der Röntgen-Beugung bleibt die charakteristische Röntgen-Beugungsbande von £-CaO beibehalten. Das Beugungsmuter der anderen Mineralien wird nicht gezeigt.
  • Diese Tendenz ist besonders ausgeprägt, im Falle, wenn die Korngröße weniger als 5 mm beträgt und ein Zement-Expandierungsmittel gebildet wird, dessen Hy,dratisierungsreaktion sehr langsam verläuft. Demgemäß kann das Mittel in der Praxis als nicht schrumpfbarer Zement verwendet werden. Bei Zufügung dieses Expandierungsmittels zu dem Mörtel können Schrumpfrisse vermieden werden. Ein Produkt mit einer Korngröße von mehr als 5 mm kann in der Praxis als ausgezeichnetes Zement-Expandierungsmittel verwendet werden. Dieses Mittel besitzt eine etwas niedrigere Hydratisierungsgeschwindigkeit als die herkömmlichen Expandierungsmittel und es zeigt die Expandierbarkeit über einen langen Zeitraum. Eine Ausführungsförm des erfindungsgemäß hergestellten Mittels, bei der die chemische Zusammensetzung dem Molverhältnis CaO:Al20):CaS04 von 4:1:3 entspricht, besitzt dieses Mittel das Expansionsverhalten, wie es durch die Kurve 2 der Figur 4 gezeigt wird. Die Kurve 2 beschreibt den Fall, daß eine Mörtelprobe, die gemäß der JIS R 5201 definiert ist (mit dem gewöhnlichen Portland-Zement werden 7 Gew.- des Zement-Expandierungsmittels vermengt) mit Wasser gehärtet wird. Selbst wenn die Probe in der Luft (relative Feuchtigkeit 70 bis 80 %) nach einwöchigem Härten mit Wasser stehengelassen wird, dann erfolgt kein Schrumpfen. Dies wird durch die Kurve 2t gezeigt (als Standard dient eine Probe nach einwöchigem~Härtem in Wasser). Die Kurve 1 zeigt den Expansionszustand in dem Fall, daß das durch Brennen des Ausgansstoffgemisches erhaltene Expandierungsmittel dieselbe chemische Zusammensetzung wie oben hat und daß die. Probe in Wasser über den gesamten Zeitraum gehärtet worden ist. Die Kurve lt zeigt den Expansionszustand, wenn die Probe nach einwöchigem Härten mit Wasser an der Luft stehengelassen wird. Die Kurve 3t zeigt den Expansionszustand, wenn der gewöhnliche Portland-Zement in Wasser über den gesamten Zeitraum gehärtet wird. Die Kurve ) wird später erläutert werden.
  • Aus den vergleichenden Beispielen wird ersichtlich, daß selbst wenn das erfindungsgemäß hergestellte Expandierungsmittel dieselbe Menge an f-CaO aufweist als die herkömmlichen Mittel es demgegenüber einzigartiCe Eigenscha£-ten aufweist, was ein Vorteil dieser Erfindung ist.
  • Der Gasdruck bei dem Wegblas-Abkühlungsprozeß steht im Zusamméghang mit der abgestochenen Menge des geschmolzenen Körpers und kann im allgemeinen nicht festgelegt werden. Im Falle von weniger als 1 kg/cm² ist jedoch, selbst beim Vorliegen geringerer Mengen der Druck nicht ausreichend, um den geschmölzenen Körper wegzublasen, während im Falle von mehr als 20 kg/cm² der geschmolzene Körper extrem abgekühlt werden und die erhaltenen Mineralien amorph sind. Die gewünschte Expandierfähigkeit kann in diesem Falle nicht erzielt werden.
  • Bei dem vierten Abkühlungsprozeß wird der geschmolzene Körper mit Wasser abgekühlt und das Wasser wird rasch entfernt.
  • Es gibt verschiedene Maßnahmen, um diesen Prozeß durchzuführen, z.B. ein direktes Herausgießverfahren, ein Verfahrens bei welchem der geschmolzene Körper auf einen Beförderer oder auf Walzen herausfließen gelassen wird und bei welchem auf den'geschmolzenen Körper Wasser aufgesprüht oder aufgebraust wird. Wenn jedoch der gesehmolzene Körper mit dem Wasser längere Zeit in Berührung gebracht wird, dann wird er hydratisiert. Es ist daher notwendig, das Wasser von dem abgekühlten Körper nach dem Abkühlen rasch zu entfernen. Der nach diesem Prozeß abgekühlte Körper zeigt die durch die Kurve 3 der Figur 4 gezeigte Expandierfähigkeit. Insbesondere wenn das Mittel zu einem Gipsmörtel gegeben wird, dann kann die bei den herkömmlichen Produkten beobachtete Rißbildung vermieden werden. Bei den anderen Anwendungszwecken kann der ideale nicht schrumpfende Zement erhalten werden, der keine Volumenänderung zeigt.
  • Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 ein Diagramm, das in Bereich der chemischen Zusammensetzung gemäß der Erfindung darstellt, Figur 2 ein Diagramm, das die Beziehung der Abkühlungsgeschwindigkeit des geschmolzenen Körpers zu der erhaltenen mineralischen Zusammensetzung darstellt, Figur 3 ein Diagramm, das die Beziehung der erhaltenen mineralischen Zusammensetzung zu dem Expansionskoeffizienten darstellt, Figur 4 ein Diagramm, das die Beziehung der Alterung zu dem Expansionskoeffizienten, welcher die Qualität des expandierenden Zements. zeigt, darstellt, Figur. 5 Röntgen-Beugungs-Muster des abgekühlten Körpers, der nach der Erfindung erhalten wird und Figur 6 ein Diagramm, das die Beziehung der Elektroden-Stromdichte zu dem Verhältnis des SO-Entweichens darstellt., Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert.
  • Beispiel 1 Als Ausgangsstofe'wurden gebrannter Kalk, Bauxit und Gips mit den in der'Tabelle 1 angegebenen chemischen Zusammensetzungen verwendet. )1,9 Gew.-% gebrannter Kalk, der vollkommen durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite mit 2 mm durchlief und der eine durchschnittliche Korngröße von 0,5 mm hatte, 11 Gew.- Bauxit' mit einer durchschnittlichen Korngröße von 0,13 mm und einem Porenvolumen von 0;41 am3/g, von dem 90 % durch ein Sieb mit einer lichten.
  • Maschenweite von 0,25 mm durchliefen, 57,0 Gew.-%eines Gipses, der bei einer chemischen Reaktion in Form von wasserfreiem Gips als Nebenprodukt anfiel und 1,5 Gew.-% Cryolit wurden zur Herstellung des Ausgangsstoffgemisches vermengt.
  • In der Tabelle 1 sind die chemischen Zusammensetzungen der Ausgangsmaterialien zusammengestellt. Die Werte beziehen sich auf Gew.-%.
  • Tabelle 1 Glüh- $Al2O3 CaO SO3 SiO2 Fe2O3 Andere Gesamt verlust Gebrannter Kalk - 0,5 95,7 0,2 0,4 1,9 0,8 99,5 Bauxit 0,3 86,2 0,3 - 3,9 5,5 3,4 99,6 Gips 1,7 0,3 39,4 57,8 0,3 0,1 0,3 99,6 Das oben beschriebene Ausgangsstoffgemisch wurde bei den folgenden Bedingungen in einem direkt heizenden elektrischen Widerstandsofen geschmolzen. Der Ofen war mit drei -Graphit-Elektroden versehen und hatte eine maximale Lastenergie von 2.000 KVA.
  • Elektrodenspannung 90-250 V Elektroden-Stromdichte 1-5A/cm2 Äquivalenz-Widerstand 3-9 Ohm Temperatur des geschmolzenen Körpers 1.250 bis 1.4200c Der geschmolzene Körper wurde vom Ofen abgestochen und nach den nachstehenden vier Prozessen-abgekühlt.
  • 1. Der geschmolzene Körper wurde in eine tiegelförmige und doppelwandige Eisen-Gießpfanne mit einer Innenkapazität von etwa 0,3 m3 gegossen. Der Zwischenraum zwischen den beiden Wänden war mit natürlichem Sand gefüllt. Die Gießpfanne wurde bedeckt und stehengelassen.
  • Das Röntgen-Beugungsmuster des erhaltenen abgekühlten Produkts enthielt Banden für C12A7 CaO, CaS04 und ist in Figur 5A dargestellt.
  • 2. Der geschmolzene Körper wurde in eine kastenförmige Eisenmetallform mit einer inneren Kapazität von 0,7 m3 gegossen, so daß die Dicke des geschmolzenen Körpers 20 cm betrug. Hierauf wurde er stehengelassen.
  • Im abgekühlten Produkt lag ein Zusammensetzungsverhältnis von C12A7:C4A3S von 4:6 vor.
  • 3. Auf einen Strom des geschmolzenen Körpers wurde von der Rückseite her durch eine flache Düse mit einer Hauptaxis von 45 mm komprimierte Luft geblasen. Die Düse, tçar unter dem Auslaß des Ofens angeordnet und hatte einen Überdruck von 5 bis 10 kgXcm2. Der geschmolzene Körper wurde in einer eisernen Abkühlungs-Drehtrommel zerkleinert, um zu einem abgekühlten kornförmigem Produkt zu kommen. Die Körner wurden unter Verwendung eines Siebes mit einer lichten Maschenweite von 5 mm gesiebt. In den Figuren 5 B und 5C ist das Röntgen-Beugungsmuster der Teilchen die durch das Sieb hindurchgehen und dasjenige der Teilchen, die durch das Sieb nicht hindurchgehen, dargestellt.
  • 4. Der geschmolzene Körper wurde zwischen zwei Drehtrommeln gegossen, die sich in umgekehrter Richtung dr,ehten und die unter dem Auslaß des Ofens angeordnet waren.
  • Diese Trommeln waren einer doppelten Abkühlungswalze vom Bessemer-Typ ähnlich. Sie wurden im Inneren mit Wasser gekühlt. Zur gleichen Zeit wurde Wasser auf den.
  • geschmolzenen Körper aufgesprüht. Hierauf wurde der geschmolzene Körper zusammen mit dem Wasser durch die beiden Trommeln hindurch geleitet, wodurch ein abgekühltes flockiges Produkt erhalten wurde. Das abgekühlte flockige Produkt wurde mit Wasser abgetrennt.
  • In Figur 5D ist das röntgen-Beugungsmuster des erhaltenen flockigen Produkts dargestellt.
  • Durchgeführte chemische Analysen zeigten, daß sämtliche nach den oben beschriebenen vier Abkühlungsprozessen erhaltenen Expandierungsmittel, die die Röntgen-Beugungsmuster gemäß den Figuren 5A, 5B, 5C und 5D haben, dieselbe Zusammensetzung, nämlich diejenige der Tabelle 2 hatten. In der Tabelle 2 beziehen sich die Angaben auf Gew.-%.
  • Tabelle 2 Unlösliche SiO2 AlO3 Fe2O3 CaO NgO Bestandteile 3 0,1 1,4 11,3 0,8 53,4 0,5 31,4 0,3 99,2 Beispiel 2 Es wurden Ausgangsstoffe mit derselben Zusammensetzung wie gemäß Tabelle 1 verwendet. Es wurde jedoch ein Bauxit verwendet, der zuvor in einer Kugelmühle auf eine durchschnittliche Korngröße von 5,5 mm vermahlen wurde und der ein Porenvolumen von 0,01 m3/g, gemessen in einem Quecksilber-Porosimeter, besaß. Die Ausgangsstoffe und der Kryelith wurden in dem gleichen Ansatz wie in Beispiel 1 vermengt und bei den gleichen Bedingungen geschmolzen. In der Tabelle 3 ist die chemische Zusammensetzung des erhaltenen abgekühlten Produkts, in Gew.-% dargestellt.
  • Tabelle 3 Unlösliche SiO2 Al2O3 Fe2O3 Ca0 MgO SO TiO2 Gesamt Bestandteile3 3,9 1,4 7,3 0,9 53,6 0,5 31,5 0,3 99,4 Beispiel 3 Ausgangsstoffe mit der gleichen Zusammensetzung wie gemäß Tabelle 1 und eine Aluminium enthaltende Asche mit der in Tabelle 4 gezeigten Zusammensetzung in Gew.-%, wurden zu dem folgenden Ansatz verwendet: Gew.-% Gebrannter Kalk 31,5 Bauxit 7,9 Aluminium enthaltende Asche 4,9 Gips 55,7 Das erhaltene Ausgangsgemisch wurde bei den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 geschmolzen4 Der geschmolzene Körper hatte eine Temperatur von 1550 0C und eine sehr gute Fließfähigkeit.
  • In der Tabelle 5 ist, ausgedrückt in Gew.-%, die chemische Zusammensetzung des erhaltenen abgekühlten Produkts dargestellt.
  • Tabelle 4 Al203 F2 N2 SiO2 Fe 205 Al Total 80,0 5,0 3,5 0,5 0,3 10,0 99,3 Tabelle 5 Unlösliche Al2O3 SO3 CaO SiO2 Fe2O3 NgO TiO2 Gesamt Bestandteile 0,2 12,0 52,9 51,5 1,3 0,8 0,7 0,3 99,7 Der Stickstoffgehalt des abgekühlten Produkts wurde nach dem Kjieldahl-Verfahren untersucht, wobei jedoch kein Stickstoff festgestellt wurde.
  • Beispiel 4 Zu den gleichen Ausgangsmaterialien wie in Beispiel 1 wurde 0, 1, 5 und 5 Gew.- Fluorit zugegeben, wodurch vier Arten von Ausgangsstoffgemischen erhalten wurden.
  • Jedes Ausgangsstoffgemisch wurde in eine Platinschale gegeben und in einen elektrischen Widerstandsofen, der mit einem Heizelement aus Carborund versehen war, bei 1400C geschmolzen. Sodann wurde die angelegte elektrische Spannung allmählich vermindert oder abgeschaltet, um die Abkühlungsgeschwindigkeit im Bereich von 2 bis 5O0C/min.
  • variierbar zu kontrollieren. Nach dem Röntgen-Beugungsverfahren wurden die Mengen von C12A7 und C4A3S des er-5 haltenen abgekühlten Produkts festgestellt. Die Beziehungen zwischen der Abkühlungsgeschwindigkeit und dem Zusammensetzungsverhältnis von C12A7 zu C4A5S sind in Figur 2 gezeigt. Die Zement-Expandierungsmittel mit vorgewählten Zusanimensetzungsverhältnissen von C12A7 zu C4ADS wurden auf eine spezifische Oberfläche nach Blaine von etwa 1700 cm5/g pulverisiert. Jeweils 7 Gew.- des pulverisierten Expandierungsmittels wurden mit einem gewöhnlich verwendeten Portland-Zement vermengt, so daß die Gesamtmenge des erhaltenen expandierenden Zements 100 Gew.- betrug. Der Expansionskoeffizient des Zements wurde unter Verwendung eines Mörtelbriketts mittels einer Skala nach der JIS-Methode R 5201 bestimmt. Der Expansionskoeffizient des Briketts nach zweiwöchiger Alterung ist in Figur 5 dargestellt.
  • Beispiel 5 Das gleiche Ausgangsstoffgemisch wie in Beispiel 1 wurde mittels eines elektrischen Girod-Ofens untersucht, weleher geneigt und gedreht werden konnte. Dieser hatte eine maximale Belastungsenergie von 450 KVA. Der elektrische Ofen war mit einer zylindrischen Kohlenstoff-Elektrode mit einem Durchmesser von 257 mm versehen.
  • Unter die Elektrode wurden zuerst 10 kg natürlicher Fluorit, d.h. Flußspat, und eine geringe Menge von Rolzkohle gebracht. Zur Herstellung eines geschmolzenen Körpers mit einer Temperatur von 1190°C wurde ein Bogen gebildet. Hierauf wurde allmählich das vorher bereitete Ausgangsstoffgemisch zugegeben. Aus der Analyse der Gestalt des pulsierenden Stroms durch einen Oszillographen wurde bestätigt, daß ein direkt heizender elektrischer Widerstandsofen gebildet wurde. Bei fortschreitender Zugabe des Ausgangsstoffgemisches wurde der durch den geschmolzenen Körper gebildete Pos größer und die Temperatur des geschmolzenen Körpers erreichte den Wert 15700C. Sodann wurden 70 bis 80 % des geschmolzenen Körpers, der den Pool bildete, vom Ofen abgestochen und das Ausgangsstoffgemisch wurde in den Ofen weiter eingegeben. Diese Arbeitsweise wurde wiederholt und der Ofen wurde in einer stabilen Bedingung gehalten. In diesem Falle waren die elektrischen Bedingungen folgende: Primärspannung V1 = 2.200 Volt Primärstrom I1 = 25 Amp.
  • Sekundärspannung V2 = 55 Volt Der Sekundärstrom I2 wurde ohne Berücksichtigung des Energiefaktors zu 1000 Amp errechnet.
  • Die durchschnittliche Lastenergie wurde zu ungefähr 55 kW berechnet. Die Elektrodenstromdichte CD wurde zu 1>97 Amp/ cm2 nach der folgenden Formel 1 errechnet.
  • In der obigen Formel 1 bedeutet r (cm) den Radius der Elektrode.
  • Der Widerstand P des geschmolzenen Körpers in dem Ofen wurde zu 1,86 Qhm-cm aus der folgenden Formel 2 p = R Fr2/h = V2r2/I2h errechnet.
  • In der obigen Formel 2 bedeutet R den Widerstandswert des Ofens und h (cm) den Abstand zwischen dem unteren Ende der Elektrode und dem Boden des Ofens. Bei einem Abstand h von 15 cm konnte der stabilste Betrieb durchgeführt werden. Als Ergebnis von Versuchen bei verschiedenen Abständen wurde festgestellt, daß eine Elektrodenstromdichte von 0,2 bis' 7,0' A'mp/cm2 für den Betrieb am vorteilhaftesten war. Bei'einer Dichte von weniger als 0,2 Amp/cm2 ist die Ofwenwurksamkeit erheblich niedriger, während umgekehrt bei einer Dichte von etwa 8,0 Amp/cm² eine große Menge an Schwefelsäureanhydrid entwich.
  • Die erhaltenen Ergebnisse sind in Figur 6 dargestellt.
  • Hinsichtlich der Spannung an der'Oberseite der Elektrode, die sich oon 20 bis 400 V erstreckte, wurde ein Versuch durchgeführt. Bei Spannungen von höher als 400 V ein Bogen gebildet und eine große Menge von Schwefeltrioxid freigesetzt, so daß ein stabiler Betrieb nicht möglich war. Umgekehrt war bei einer Spannung von weniger als 20 V die Ofenwirksamkeit niedrig. Die hierin verwendete Bezeichnung 'Ofenwirksamkeit" wird durch die Menge (Tonnen) des Produkts pro 1000 KWD der verbrauchten elektrischen Energie angegeben. Bei Durchführung kontinuierlicher Betriebsweisen,sowohl in Beispiel 1 als auch in Beispiel 5, war die Ofenwirksamkeit 35 bis 55.
  • Beispiel 6 Ausgangsstoffgemische mit einer chemischen Zusammensetzung außerhalb des Bereichs gemäß der Erfindung wurden aus Ausgangsmaterialien mit der gleichen Zusammensetzung wie in Tabelle 1 gezeigt und aus Fluorit hergestellt. Die Ansätze sind in Tabelle 6 dargestellt. Der Fluorit wurde in einer Menge zugegeben, die nur auf das Gewicht des RohstofRgemisches bezogen ist. In Tabelle 6 bedeuten die Zahlen Gew.-ffi.
  • Tabelle 6 Versuchs- Gebrannter Bauxit Gips Fluorit Nr. Kalk I -- 58,9 21,8 19,3 23 II 7,1 3,4 89,5 3 III 9,6 42,9 47'5 15 IV 19,2 1,1 79,7 5 V 66,6 5,9 29,5 20 VI 22,2 49,6 28,2 15 VII 6,7 14,7 78,6 1 Die oben beschriebenen sieben Ausgangsstoffgemische wurden in dem in Beispiel 5 beschriebenen direkten heizenden elektrischen Widerstandsofen geschmolzen, was bei den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 5 geschah.
  • Die Temperaturen der geschmolzenen Körper wurden mittels eines optischen Pyrometers bestimmt. Die Temperatur betrug in Versuch Nr. I 15100C, in Versuch Nr. V 15700C und in Versuch Nr. VI 14000C. Bei den Versuchen I, V und VI war die Fließfähigkeit des geschmolzenen Körpers ziemlich schlecht, obgleich das Ausgangsstoffgemisch eine große Menge Fluorit enthielt. Die Temperaturen der geschmolzenen Körper in den Versuchen Nr. II, III, IV und VII lagen innerhalb des Bereichs von 1180 bis 1450°C.
  • In der Tabelle 7 sind die chemischen Zusammensetzungen der geschmolzenen Körper gezeigt. Die Angaben beziehen sichauf Gew.-%.
  • Tabelle 7 Versuchs- unlös.
  • Nr. Bestand- Al2O3 SO3 CaO SiO2 Fe2O3 F2 andere Gesamt teile I 5,8 12,2 5,1 67,0 1,4 2,2 4,4 3,3 99,4 II 0,2 2,1 50,7 43,1 0,4 0,5 o,8 1,2 99,0 III 24,9 7,7 26,0 31,3 2,7 1,6 3,4 1,3 99,2 IV 0,5 0,7 46,1 49,8 0,2 0,5 1,5 1,1 98,9 V 0,1 4,1 7,8 80,6 2,2 0,9 3,4 o,8 99,9 VI 23,9 19,9 3,2 40,2 3,2 3,0 3,3 2,2 98,9 VII 2,8 10,1 45,4 37,4 o,8 0,9 - 0,7 98,1 Bei den Versuchen Nr. 1, V und VI wurde eine große Menge Schwefeltrioxid freigesetzt. Insbesondere bei den Versuchen III und IV blieb eine große Menge von nicht umgesetztem Al 205 zurück, so daß über einen langen Zeitraum kein stabiler Betrieb durchgeführt werden konnte.
  • In Versuch Nr. II konnte zwar ein Schmelzen bewirkt werden, doch besteht ein Hauptteil des geschmolzenen Körpers aus Gips. Ein derartige Zusammensetzung ist als Zement-Expandierungsmittel nicht geeignet.
  • Bei den Versuchen IV und VII konnte das Schmelzen stabil vorgenommen werden, doch gestaltete sich das Abstechen schwierig. Ferner ist bei einem Zement-Expandierungsmittel, das mehr als 20 Gew.- Fluorit enthält, wie es in Beispiel 1 der Fall ist, der Expansionskoeffizient erheblich niedrig.
  • Beispiel 7 Die nach den vier Abkühlungsprozessen des Beispiels 1 erhaltenen vier Zement-Expandierungsmittel, d.h. die einzelnen abgekühlten Körper mit den in den Figuren 5A bis 5D gezeigten Röntgen-Beugungsmuster wurden auf eine spezifische Oberfläche nach Blaine von 2300 cm3/g pulverisiert. 9 Gew.-% des pulverisierten abgekühlten Produktsä wurden zu dem gewöhnlich verwendeten Portland-Zement gegeben, so daß die Gesamtmenge 100 % betrug. Hierdurch wurde ein expandierender Zement erhalten.
  • Der Expansionskoeffizient des erhaltenen expandierenden Zements wurde unter Verwendung eines Mörtel-Briketts mit den Dimensionen 4x4x16 cm nach der JIS R 5201 gemessen.
  • Der expandierende Zement wurde mit Sand im Verhältnis Zement zu Sand von 1:2 vermischt und weiterhin mit Wasser in einem Wasser zu Zement-Verhältnis von 60 N. Das erhaltene Gemisch wurde in einen Rahmen eingebracht, der die obigen Abmessungen hatte. Nach eintägigem Härten an feuchter Luft wurde das Brikett aus dem Rahmen herausgenommen. Der Expansionskoeffizient wurde unter Verwendung eines Vergleichskörpers auf der Basis der Länge des Briketts gemessen. Das Härten des Briketts erfolgte in Wasser von 20°C.
  • Das Ergebnis der Messung des Expansionskoeffizienten ist in der Tabelle 8 gezeigt. In Tabelle 8 bedeuten die Werte Tabelle 8 Alterung (Tage) Probe 1 2 4 7 14 21 28 (A) 0,413 0,810 1.465 1.480 1.480 1.491 1.491 (B) 0,052 0,082 0,16) 0,328 0,442 0,598 0,601 (C) 0,023 0,033 0,048 0,095 0,101 0,112 0,127 (D) 0,017 0,020 0,033 0,047 0,095 0,108 0,114 Beispiel 8 Zur Klärung der charakteristischen Merkmale der Erfindung wurde ein herkömmliches Zement-Expandierungsmittel, das durch Sintern des gleichen Ausgangsstoffgemisches wie in Beispiel 1 unter Verwendung eines Drehofens erhalten worden war, mit dem Zement-Expandierungsmittel B des Beispiels 7 unter gleichen Bedingungen verglichen. 12 Gew.-% der einzelnen Expandierungsmittel wurden mit dem gewöhnlich verwendeten Portland-Zement vermischt, so daß die Gesamtmenge 100 % betrug. Hierdurch wurde ein expandierender Zement hergestellt. Aus dem expandierenden Zement wurde gemäß dem Ansatz der Tabelle 9 Beton hergestellt.
  • Tabelle 9 lZ/Z Abrut- Sand- Verfügbares Zemen Sand Kies (%) schen verhält- Wasser (kg/m) (kg/m) (kg/m) (cm) nis (%) (kg/m ) 60 19 47,8 190 517 885 965 Der Expansionskoeffizient des Betons wurde unter Verwendung von rechteckigen prismatischen Briketts mit den Abmessungen 10x10x40 cm, die Stahlverhältnisse von 0, 0 und 1,2 ß hatten, gemessen. Der Beton wurde in einen R.1-men eingeführt, der die obigen Abmessungen hatte, worin im Mittelteil des Rahmens ein Stahlstab entlang der Längsrichtung des Rahmens angeordnet war. Bei Enden des Stahlstabs waren an flache Eisenplatten des Rahmens geschmolzen. Der Beton wurde nach 24 Stunden aus dem Rahmen herausgenommen, wodurch ein Brikett erhalten wurde. Zwei Punkte a und b wurden auf dem Brikett markiert und das Brikett wurde in Wasser von 200C eine Woche gehärtet. Hierauf wurde es in einem Raum mit einer relativen Feuchtigkeit von 80 ß vier Wochen lang und sodann in Wasser eine weitere Woche gehärtet. Das Längenverhältnis zwischen den Punkten a und b des gehärteten Briketts zu demjenigen des ursprünglichen Briketts wurde gemessen und ergab den Expansionskoeffizienten. Die Ergebnisse dieser Messung sind in der Tabelle 10 zusammengestellt. In Tabelle 10 bedeutet die Zahlen % und das Zeichen (-) bedeutet ein Schrumpfen.
  • Tabelle 10 Stahlverhält- In Wasser In einem Raum # Wasser nis(%) 2 Tage 7 Tage 21 Tage 35 Tage 36 Tage 42 Tage Ofenprozeß 0 0,013 0,097 0,070 0,055 0,083 0,083 (Kon- 0,4 0,009 0,034 0,012 -0.014 0,013 0,014 trolle) 1,2 0,004 0,017 0,000 -0,018 0,008 0,008 Gem. der Erfindung 0 0,015 0,075 0,070 0,060 0,074 0,075 (Expandie- 0,4 0,007 0,056 0,042 0,033 0,050 0,050 rungsmittel B) 1,2 0,005 0,033 0,018 0,008 0,025 0,028 In der Tabelle 11 sind die Kompressionsfestigkeit und der Young'sche Modul des Betons zusammengestellt.
  • Tabelle 11 Kompressionsfestigkeit Young'scher Modul (kg/cm²) (kg/cm²) 1 Woche 5 Wochen 6 Wochen 6 Wochen ( ( 7 Tage) (35 Tage) (42 Tage) (42 Tage) Ofen Prozeß 109 221 165 2,11x105 (Kontrolle) Gem. der Erfindung (Expandie- - 150 268 224 3,20x105 rungsmittel B) Die oben beschriebenen Festigkeitstests wurden unter Verwendung eines zylindrischen Briketts mit 15 PI x 30 cm durchgeführt. Es war auf die vorstehend beschriebene Weise hergestellt worden.
  • Beispiel 9 Es wurden Ausgangsstoffe mit der gleichen Zusammensetzung, wie in Tabelle 1 gezeigt, verwendet. Zu einem Gemisch von 14,4 Gew.s% gebranntem Kalk, 17,0 Gew.-% Bauxit und 68,6 Gew.-% Gi ß wurden, bezogen auf das Gewicht des Gemisches, 3 Gew.-% Kryolith zugesetzt. Das erhaltene Ausgangsstoffgemisch wurde in dem gleichen elektrischen Ofen wie in Beispiel 1 geschmolzen. Die Temperatur des geschmolzenen Körpers * trug 1290°C. Der geschmolzene Körper wurde aus dem Ofen in eine doppelwandige Eisen-Gießpfanne, wie im Prozeß 1 des Beispiels 1 beschrieben, gegossen und allmählich abgekühlt.
  • Tabelle 12 zeigt die chemische Zusammensetzung des erhaltenen abgekühlten Produkts. Die Zahlen bedeuten Gew.-ß.
  • Tabelle 12 Unlösl.
  • Bestand- Al2O3 CaO SO3 SiO2 Fe2O3 Andere f-CaO 0,1 16,5 42,4 6,o 1,2 0,7 2,8 1,7 Das oben beschriebene abgekühlte Produkt wurde mit 0,5 Gew.-% CaC12 versetzt und zu'einer spezifischen Oberfläche nach Blaine von 6000 cm³/g pulverisiert. 7,0 Gew.-% des erhaltenen, Gemisches wurden zu einem rasch härtenden Portland-Zement (entsprechend der ASTM Norm C 150 Typ III) gegen so daß die Gesamtmenge. 100 ß betrug. Hierdurch wurde ein expandierender Zement erhalten. Zur Bestimmung.
  • der Festigkeit wurde nach der JIS R 5201 ein Mörtel-Brikett hergestellt und einen Tag in feuchter Luft gehärtet. Die Festigkeit des Briketts wurde gemessen, wobei die Werte der Tabelle 13 erhalten wurden.
  • Zur Kontrolle wurde die mit Dreifach z 475 (hergestellt von Dyckerhoff Co.) erhaltene Festigkeit gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 13 dargestellt.
  • Tabelle 15 Festigkeit (kg/cm²) Bindezeit Kompression Biegen Anfangs- Endabbinden abbinden h min h min Gemäß der Erfindung 240 50 2 - 25 3 - 15 JIS-rasch härtender 130 30 2 - 19 3 - 20 Portland-Zement Dreifach Z 475 250 50 2 - 14 3 - 05 In Tabelle 14 sind der Expansionskoeffizient und die prozentuale Schrumpfung des oben beschriebenen Briketts beim Härten in feuchter Luft bei 200C dargestellt. Die in Klammern angegebenen Zahlen beziehen sich auf den Fall, daß die Briketts mit Wasser von 20°C gehärtet wurden. Das Zeichen (-) bedeutet ein Schrumpfen.
  • Tabelle 14 1 Tag 2 Tage 4 Tage 7 Tage 14 Tage 21 Tage Gemäß der 0,018 0,001 -0,021 -0,030 -o.o48 -0,051 Erfindung (0,035) (0,048) (0,093) (0,104) (0,127) (0,131) JIS-rasch härtender -0,007 -0,025 -0,045 -0,062 -0,095 -0,109 Portland- (0,001) (0,007) (0,000) (0,002) (0,004) (0,006) Zement Dreifach -0,012 -0,024 -0,047 -0,060 -0,097 -0,115 Z 475 (0,004) (0,008) ( 0,003) (0,006) (0,012) (0,011) Beispiel 10 Hinsichtlich der Witterungseigenschalten wurde das herkömmliche Zement-Expandierungsmittel des Beispiels 8, das im wesentlichen die gleiche chemische Zusammensetzung wie dasjenige der Erfindung hatte und das durch Sintern in einem Drehofen hergestellt worden war, mit dem erfindungsgemäßen Zement-Expandierungsmittel verglichen.
  • Die einzelnen Expandierungsmittel, die zuvor auf eine spezifische Oberfläche nach Blaine von 1700 cm5/g pulverisiert worden waren, wurden in Luft stehen gelassen. Die prozentuale Gewichtszunahme wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 15 zusammengestellt.
  • Tabelle 15 Gewichtszunahme (%) Verstri- Herkömmliches Zement-Expandierungschener Expandierungs- mittel der Erfindung Zeit- mittel für Zement (A) (B) (C) raum (Tage) 3 2,0 0,2 0,4 0,0 7 5,2 o,6 o,8 0,2 10 6,7 0,9 1,) 0,5 Nach 10-tägigem Stehenlassen in der LuSt der oben beschriebenen Expandierungsmittel wurde gemäß Beispiel 7 nach der JIS R 5201 ein Mörtel-Brikett hergestellt. Der Expansionskoeffizient hiervon wurde gemessen. Bei dem herkömmAichen Expandierungsmittel betrug der Expansionskoeffizient nach 3-tägigem Härten in Wasser etwa 50 %, bezogen auf den Expansionskoeffizienten vor dem Bewittern. Jedoch wurde bei dem Expandierungsmittel gemäß der Erfindung der Expansionskoeffizient nicht wesentlich vermindert.
  • Beispiel 11 Ausgangsstoffe mit den gleichen Zusammensetzungen wie in Tabelle 1 wurden verwendet. Zu einem Gemisch aus 55 Gew.-% gebranntem Kalk, 6 Gew.-% Bauxit -und 39 Gew.-% Gips wurden, bezogen auf das Gewicht des Gemisches, 8 Gew.-% Kryolith zugesetzt. Das Ausgangsstoffgemisch wurde in dem gleichen Ofen wie in Beispiel 5 geschmolzen. Die Temperatur des geschmolzenen Körpers betrug 1380°C. Der geschmolzene Körper hatte eine gute Fließfähigkeit. Er wurde durch Beblasen mit Preßluft nach dem Prozeß 5 des Beispiels 1 abgeschreckt. Die chemische Zusammensetzung des abgeschreckten Produkts ist in der Tabelle 16 gezeigt. Die Zahlen bedeuten Gew.-%.
  • Tabelle 16 Unlösl.
  • Bestand- A1203 CaO SO, SiO2 Fe2O3 Andere Gesamt teile 0,2 6,1 69,2 18,8 1,6 0,7 5,4 100,0 Das abgeschreckte Produkt wurde auf eine spezifische Oberfläche nach Blaine von etwa 1700 cm³/g pulverisiert. 15 Gewichtsteile des pulverisierten abgeschreckten Produkts wurden zu 87 Gewichtsteilen eines üblichen Portland-Zements zugegeben, um einen expandierenden Zement herzustellen. Die Bildung des Betons daraus erfolgte gemäß dem Ansatz der Tabelle 17.
  • Tabelle. 17 Maximale Wasser Feine Feine Grobe Dimen- Zement- Zuschl.Zuschl. Zuschl.
  • sion Abrupt- Luft Wasser Zernen verhält-stoffe stoff stoff der schen (%) (kg/m³)(kg/m³) nis (%) (kg/m³) (kg/m³) groben (cm) (%) Zuschl.
  • stoffe (mm) 25 5 1,5 172 350 49,2 41 728 1,047 Unter Verwendung eines Briketts mit den Abmessungen lOxlOx40 cm mit einem Stahlstab von 11 mm Durchmesser und einem Stahlverhältnis von 1,0 % wurde der ExPansionskoeffizient des auf diese Weise erhaltenen Betons gemessen. Hierzu wurde der oben beschriebene Beton in einen Rahmen mit der obigen Dimension eingebracht, 3 Stunden in einem Raum stehen gelassen, mit Wasserdampf mit einer Geschwindigkeit von 15°C/h auf 65 0C erhitzt, zusammen mit dem Rahmen bei dieser Temperatur 3 Stunden lang gehalten, mit einer Geschwindigkeit von 150C/h auf 200C abgekühlt und aus dem Rahmen herausgenommen, wodurch ein Brikett erhalten wurde.
  • Auf dem Brikett wurden zwei Punkte ab und b markiert. Das Brikett wurde eine Woche in Wasser von 200C gehärtet und 4 Wochen in einem Raum stehengelassen. Der Expansionskoeffizient ergibt sich auf die vorstehend beschriebene Weise. In Tabelle 18 sind die erhaltenen Werte zusammengestellt. Die Zahlen bedeuten %.
  • Als Kontrolle wurden Betonproben mit den Zement-Expandierungsmitteln A und B des Beispiels 7 hergestellt. Die Expansionskoeffizienten wurden entsprechend gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 18 zusammengestellt.
  • Tabelle 18
    Härten in Wasser Stehenlassen in einem Raum
    1 Tag 2 Tage 4 Tage 7 Tage 2 Wochen 3 Wochen 4 Wochen
    Beispiel |0,127 0,127 0,134 0,136 | 0,129 0,123 0,120
    11
    Beispiel
    7
    (A) 0ß010 0,013 0,015 0,015 0,003 0,003 0,003
    (B) |0,041 0,043 0,048 0,045 | 0,027 0,027 0,024
    Wie aus Tabelle 18 hervorgeht, können bei Verwendung des expandierenden Zements des Beispiels 11, der das abgeschreckte Zement-Expandierungsmittel enthält, zur Herstellung von sekundären Zement-Produkten oder Formkörpern, z.B.
  • Auskleidungen von Eisenrohren und Hume-Betonrohren, die ein Härten mit Wasserdampf erfordern, Zement-Produkte oder Formkörper mit verbesserten chemischen Vorspannungen erhalten werden. Ferner können hierdurch Risse der Auskleidungen vermieden werden. Die Festigkeit der geformten Körper kann erhöht werden.

Claims (6)

  1. Patentansprüche
    Verfahren zur Herstellung von Zement-Expandierungsmitteln, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß man in einem direkt heizenden elektrischen Widerstandsofen mit einer Elektroden-Wechsel#####spannung von 20 bis 400 V und einer Elektroden-stromdichte von 0,8 bis 8,O Amp/ cm² ein Ausgangsstoffgemisch, das CaO, Al2O3, SO3 und F enthält, brennt, wobei das Gewic,htsverhältnis von CaO,/ Al2O3 im Ausgangsstoffgemisch 0,5 bis 20 beträgt und wobei 0,2 bis 20 Gew.- eines anorganischen Fluorids und 30 bis 80 Gew.-,/% CaSO4 in dem Ausgangsastoffgemisch enthalten sind, und daß man den erhaltenen geschmolzenen Körper abkühlt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Quelle für Al203 metallisches Aluminium und/oder Aluminiumnitrid ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß das Aluminiumoxid-Ausgangsmaterial eine durchschnittliche Korngröße von weniger als 5 mm und ein Porenvolumen von 0,05 bis 0,5 cm³/g besitzt und daß das Calciumoxid-Ausgangsmaterial eine durchschnittliche Korngröße aufweist, die 1 bis 10 mal größer ist, als diejenige des Aluminiumoxids.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß man die Temperatur abisoliert, bis die Fließfähigkeit des geschmolzenen Körpers verlorengeht.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n-e t , daß man den geschmolzenen Körper mit Wasser in Berührung bringt und das Wasser rasch entfernt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß manden geschmolzenen Körper herausbläst und mit einem komprimierten Gas abkühlt.
DE19712116495 1971-04-05 Verfahren zur Herstellung von Zement-Expandierungsmitteln Expired DE2116495C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712116495 DE2116495C3 (de) 1971-04-05 Verfahren zur Herstellung von Zement-Expandierungsmitteln

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712116495 DE2116495C3 (de) 1971-04-05 Verfahren zur Herstellung von Zement-Expandierungsmitteln

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2116495A1 true DE2116495A1 (en) 1972-11-09
DE2116495B2 DE2116495B2 (de) 1976-07-08
DE2116495C3 DE2116495C3 (de) 1977-02-17

Family

ID=

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2017009581A1 (fr) * 2015-07-15 2017-01-19 Kerneos Procédé de fabrication d'aluminates de calcium
CN110981276A (zh) * 2019-12-16 2020-04-10 湖北工业大学 一种高膨胀率液体膨胀剂及其制备方法

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2017009581A1 (fr) * 2015-07-15 2017-01-19 Kerneos Procédé de fabrication d'aluminates de calcium
FR3038894A1 (fr) * 2015-07-15 2017-01-20 Kerneos Procede de fabrication d'aluminates de calcium
US10486978B2 (en) 2015-07-15 2019-11-26 Kerneos Process for manufacturing calcium aluminates
AU2016293277B2 (en) * 2015-07-15 2020-04-16 Kerneos Process for manufacturing calcium aluminates
EA036441B1 (ru) * 2015-07-15 2020-11-11 Кернео Способ изготовления алюминатов кальция
CN110981276A (zh) * 2019-12-16 2020-04-10 湖北工业大学 一种高膨胀率液体膨胀剂及其制备方法
CN110981276B (zh) * 2019-12-16 2021-09-03 湖北工业大学 一种高膨胀率液体膨胀剂及其制备方法

Also Published As

Publication number Publication date
DE2116495B2 (de) 1976-07-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2728289C3 (de) Stahlschlackenzement und ein Verfahren zu dessen Herstellung
DE3785919T2 (de) Umwandlung von Kalziumverbindungen in feste und gasförmige Verbindungen.
DE2308851A1 (de) Verfahren zur herstellung von hydratationshaertendem material aus stahlerzeugungshochofenschlacke
DE4441614C1 (de) C¶4¶ A¶3¶ S freier Portlandzementklinker und dessen Verwendung
DE60000779T2 (de) Klinkerartiges hydraulisches bindemittel, verwendung und herstellung eines solchen bindemittels
DE69323353T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Zementgrundmaterials und dieses Material enthaltende Zementzusammensetzung
DE1806387A1 (de) Mit feuerfestem Material ueberzogene Lanze
DE2050786A1 (de) Verbesserte Verschlackung im basi sehen Stahl Herstellungs Verfahren und dafür verwendete Gemische
DE1471074C3 (de) Feuerfestes Magnesiumoxid und Titan oxid enthaltendes Material mit verbes serter Korrosions und Erosionsbe standigkeit fur Stahlschmelzofen
EP1354969B1 (de) Verfahren zur Konditionierung von flüssiger Hochofenschlacke
DE2116495C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Zement-Expandierungsmitteln
DE69609332T2 (de) Verwertung von schlacke
DE2116495B2 (de) Verfahren zur herstellung von zement- expandierungsmitteln
DE2027288C3 (de) Masse zur Regelung der Ausdehnung von Zement und Verfahren zu deren Herstellung
CH580039A5 (en) Cement expansion agent - based on calcia,alumina,sulphate and fluoride fused in a resistance furnace
EP0003761B1 (de) Feuerfeste, basische Massen und ungebrannte Steine
EP0030662B1 (de) Feuer- und Isolierbetonversätze, Verfahren zur Herstellung von Feuer- und Isolierbetonsteinen und deren Verwendung als Fertigbauteile für industrielle Öfen
DE69230712T2 (de) Zusammensetzung einer Fahrbahn auf der Grundlage einer Elektro-Ofen-Stahlschlacke und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2239190A1 (de) Portlandzement mit zusatz einer quellkomponente
DE1446993A1 (de) Feuerfester Zement
EP0005482A1 (de) Feuerfeste Trockenstampfmasse zum Auskleiden von Induktionstiegelöfen
CH636129A5 (de) Verwendung von siliciumkarbid-presslingen als kupolofenzusatz.
AT130224B (de) Verfahren zur Herstellung von hochfeuerfesten Produkten aus natürlichen Magnesiumsilikaten.
DE1904116C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer feuerfesten Sinterkörnung
DE2240465A1 (de) Verfahren zur herstellung von farbigem zement

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977