DE2115682C3 - Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt ist, sowie Kieferimplantat, Kappe und Übertragungsstift zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt ist, sowie Kieferimplantat, Kappe und Übertragungsstift zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt ist, das zur Befestigung
einer prothetischen Versorgung einen über die Kieferoberfläche
hervorragenden Befestigungszapfen aufweist; die Erfindung betrifft ferner ein zur Durchführung
dieses Verfahrens geeignetes Kieferimplantat, sowie eine zur Durchführung des Verfahrens ebenfalls
geeignete Kappe und einen Übertragungsstift. Die Erfindung betrifft dabei insbesondere ein solches Verfahren,
wenn ein Arbeitsmodell eines Kiefers hergestellt werden soll, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt
ist, das zur Befestigung der prothetischen Versorgung einen über die Kieferoberfläche hervorragenden
Befestigungszapfen aufweist, der mit einem Innengewinde verschen ist, das zur Verschraubung der prothetischen
Versorgung dient.
Verschraubbare Implantate sind bekannt (CH-PS
jo 413 224. FR-PS 1 36b 706). Soweit die Erfindung mit
einer prothetischen Versorgung verschraubbare Kieferimplantate betrifft, liegt ihr die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers zu schaffen, das die Lage des Inncngewindes
im eingesetzten Implantat im Verhältnis zum Kiefer und auch zu eventuellen weiteren bereits eingesetzten
Implantaten und deren Innengewinden exakt wiedergibt, so daß beim Aufbau einer prothetischen
Versorgung auf dem Arbeitsmodell von einer exakten Lage der zur Befestigung der prothetischen Versorgung
vorgesehenen Gewinde ausgegangen werden kann.
Mit den bekannten Verfahren zur Herstellung von Arbeitsmodellen ist das nicht möglich. Das erfindungs-
6ί gemäße Verfahren ist jedoch auch bei anderen Implantaten
anwendbar, wenn immer es darauf ankommt, ein Arbeitsmodell eines Kiek rs ίι dem bereits oder mehrere
Implantate eingesetzt sind, zu erhalten, das bereits
die eingesetzten Implantate bzw. ihre aus dem Kiefer hervorragenden Befestigungszapfen mit umfaßt und
deren Lage genau wiedergeben solL
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells
der Ansatzfläche für die prothetische Versorgung eines Wurzelstumpfs im Kiefer, aus dem ein
Befestigungszaplen des Wurzelstifts hervorragt, sieht
vor. daß auf den Befestigungszapfen eine passende Kappe aufgesetzt wird Danach w>d von der Ansatzfläche
vom Zapfen und Kappe ein Negativabdruck gewonnen, wobei die Kappe im Negativabdruck verbleibt.
Alsdann wird der Wurzelstift ab Übertragungsglied
richtig in Kappe und Abdruck eingesetzt und durch Aufgießen des Abdrucks ein Arbeitsmodell in
Gips hergestellt, in dem der Wurzelstift als Übertragungsstift
positonsrichtig steckt. Auf dem über die nunmehr entfernte Hülse richtig im Modell plazierten Befestigungszapfen
des Stifts wird anschließend die pro thetische Versorgung, hier ein Zahn, in Wachs zum
Zwecke des Kunststoffgusses modelliert (CH-PS 413 224). Der Wurzelstift dient zwar hier bereits als
Übertragungsstift und die Kappe als M:ttel. um diesen
Stift im Arbeitsmodell exakt zu positionieren. Abgesehen davon, daß hier nur ein sehr beschränkter Teil des
Kieferkamms. nämlich eine Rest/ahnwurzel als Modoll
erstehen soll, eignet sich das Verfahren nicht unmittelbar zur Anwendung auf Implantate, die ja im Kiefer
bleiben müssen. Zudem wird die Kappe lediglich zur Übertragung benutzt und die Vorteile, die sich daraus
ergeben, dieses genau passende Element als Befestigungsteil
der prothetischen Versorgung /u verwenden, nicht erkannt und ausgenutzt.
Es ist ferner ein Verfahren bekannt, nut dessei Hilfe
in eine nach Extraktion eines Zahnes entstehende Zahnhöhle ein im wesentlichen konischer dünnwandiger
Stumpf eingesetzt wird, in den wiederum eine mit
Rippen versehene Hülse eingesetzt wird. Die Huise dient ihrerseits zur Aufnahme eines mit einem Gewin
de versehenen Stiftes, dessen eines F.nde über ein Abdeckplättchen
herausragt, mit dem der Stumpf nach Einsetzen der Hülse etwa in Höhe des die Zahnhöhle
umgebenden Kiefers abgedeckt wird. Die Hülse wird in
dem Stumpf durch Aushärten eines in den Zwischenraum zwischen ihr und der Innenwandung des Stumpfes
eingebrachten Harzes verankert. Das über das Abdeckplattchen hinausstehende Ende des Stiftes nimmt
inen weiteien kegelförmigen Teil auf tier auf dem
.->tift entweder aufgeschraubt oder atn- preßt ist Aul
diesem kegelförmigen Teil wird dann ein künstlicher
Zahn befestig! (FR-PS 1 OJO t>90) Es handelt sich bei
diesem Verfahren, soweit man die gesamte aus dem
Stumpf, der Hülse, dem Stift, dem Abdt ekplättchcn und
dem kegelförmigen Teil bestehende Anordnung als cm.
allerdings nur /um Tragen einer Zahnkrone geetgr.e'es
Implantat ansieht, darum, dieses Implantat ds'.lurch in
Einzelschritten bereits in der Zahnhöhle aufzubauen,
daii die ein/einen Teile nacheinander eingebracht weiden
und jeweils die hinzukommenden !eile mit bereits in der Zahnhöhle verankerten !eilen verbunden wer
den. Dieses bekannte Verfahren betrifft nicht die Schaffung eines Arbeitsmodell eines Kiefers, in dem Implantate
bereits eingebracht sind.
Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Herstellung
eines Arbeitsmodells eines Kiefers, m den zumindest ein K'efcrimplan'.it eingesetzt ist, das zur Befestigung
einer proihetischen Versorgung einen über die Ktelcrober!'l:irhe
hervorragenden Befestigungszaptcn aiiiweist,
dadurch gi kennzeichnet. daH au*' dem Hefest;-gungszapfen
eine Kappe aufgesetzt, danach em Negativabdruck des Kiefers mit auf dem Befestigungszapfen
aufgesetzter Kappe hergestellt, danach die Kappe vom Befestigungszapfen abgenommen und zusammen mit
einem Ubertragungsstift. dessen Ende die Form des Befestigungszapfens
des Kieferimplantates hat, in den Negativabdruck an der von ihr eingedrückten Stelle einfeseizt,
sowie danach von dem Negativabdruck mit eingesetzter Kappe und eingesetztem Übertragungsstift
durch Ausgießen ein Arbeitsmodell hergestellt wird
Ein Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplaniat eingesetzt
ist, das zur Befestigung einer prothetischen
'5 Versorgung einen über die Kieferoberfläche hervorragenden,
mit einem Innengewinde versehenen Befestigungszapfen aufweist, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Befestigungszapfen eine Kappe aufgeschraubt, danach ein Negativabdruck des
Kiefers mit auf dem Befestigungszapfen aufgeschraubter Kappe hergestellt, danach die Kappe vom Befestigungszapfen
abgeschraubt und zusammen mit einem a»f sie aufgeschraubten Übenragungsstift, dessen Ende
die Form des Befestigungszapfens des Kieferimplanta-
2J tes hat und der ein Innengewinde aufweist, das in ihm
in gleicher Weise wie das Innengewinde im Befestigungszapfen
des Implantates hinsichtlich seiner Lage angeordnet ist in den Negativabdruck an der von der
Kuppe eingedrückten Stelle eingesetzt, sowie danach von dem Negativabdruck mit eingesetzter Kappe und
eingeschraubtem Übertragungsstift durch Ausgießen ein Arbeitsmodell hergestellt wird.
Auf diese Weise ist es möglich, ein Arbeitsmodell
eines Kiefers mit eingesetztem Implantat herzustellen,
.'? das in I Jim des Übertragungsstiftes, der mit einem
Ende in dem durch zweimaligen Abdruck hergestellten Modell steckt, in exakter Weise die Lage des Gewindes
im Befestigungsz.apfen des Implantates zum Kiefer wiedergibt. Mit Hilfe der Erfindung kann hier eine Ge-
■»° natiigkcit von wenigen μ erreicht werden. Neben den
eingangs erwähnten Vorteilen, daß auf diese Weise die Herstellung einer abnehmbaren prothetischen Versorguüg
möglich ist, bringt diese hohe Genauigkeit es mit sich, daß das Implantat keinen durch die Aufsetzung
der pro'hctischen Versorgung selbst bedingten mechanischen
üauerbelastungen unterworfen ist. die ein Einwachsen
des Implantates erschweren und eine Verlagerung der Implantate begünstigen und damit die Brauchbarkeit
der prothetischen Versorgung selbst in Frage
^" stellen wurden.
Aüsluhrungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden
an Hand der Zeichnungen erläutert. Es bedeutet
! ig la eine Seitenansicht des erfindungsgemälJer
Implantats.
s^ I ι g. Ib einen Querschnitt entlang der Linie H-Il ir
Γ i g. Ui,
F ι g. 2 einen Querschnitt durch einen Kieferknocher mit eingesetztem Implantat nach F i g. 1 und 2,
I- ι g. 3a e'tien teilweisen Querschnitt einer erster
Ausfuhrungsform der erfindungsgemäßen Kappe,
F ι g. 3h eine zweite Ausfühnmgsform der erfin
dungsgemaßen Kappe,
Fig.4 einen teilweisen Querschnitt des erfindungs
tiemäßen Übertragungsstiltes.
''■■ F i g. 5 einen teiiweisen Querschnitt durch einen Kie
fei mit eingesetztem Implantat, aufgesetzter Kappe bc
der Herstellung eines Abdruckes ,ms hydrocolloiden Material.
ζ ι 11>
t> ti ζ
Γ ι g. b einen Querschnitt durch den gemäß i ig. >
hergestellten Abdruck aus hydrocolloidem Material niü
eingesetzter Kappe und in die Kappe eingebrachtem
Übertragungsstift bei der Herstellung eines Gipsabdruckes,
l·' i g. 7 ein Arbeitsmodell des Kielers mn eirigesei/
tem Implantat.
Die I" ig. la und Ib /eigen d;r-, erlindungsgemiilk'
Implantat 1. Der in den Kieler einges'-'/te Unterteil
weist Keile 2 auf, die, wie aus I- ι g. 2 zu ei sehen, in eine
m den Kieferknochen 7 im Wege eines chirurgischen
Eingriffes eingefriisie Nut 8 leicht eingedruckt werden.
Auf den Keilen 2 des Implantates 1 sit/t ein Hals 3. der
einen Befestigungszai-fen 4 trägt. Im Befestigungszap
fen 4 ist eine mit einem Gewinde versehene Bohrung 5
vorgesehen Außerdem kann der Befes!igungs/,ipfen
eine Kerbe 6 aufweisen, die alie-rnaiiv /nr Benutzung
der Bohrung 5 zur Herstellung eines Arbeitsmodell in
einer weiter unten noch /u beschreibenden Weise ver wendet werden kann
In F i g. 2 ist das im Kieferknochen 7 eingesetzte Im
plantal gezeigt. Die Knochenhaut ist nut 9. die nach
F.insetzung des Implantatcs um den Hals 3 herum wie
der zusammengenähte Schleimhaut mit 10 bezeichnet
Die der F.rfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht
nun dann, ein Arbeitsmodell des in I- i g. 2 gezeigten Kiefers mit eingesetztem Implantat z.u schaffen, das die
Lage des Befestigungszapfens 4 des Implantates 1, insbesondere aber des Gewindes 5 gegenüber der Kiefer
oberfläche mit höchstmöglicher CJenauigkeit wieder gibt. Die Oberflache des Befestigungszapfens 4 ist sehe
malisch angedeutet und mit der Bezugsziffer 27 be zeichnet, ein Teil der Oberfläche des Kieferknochens
(einschließlich Schleimhaut) trägt die Bezugsziffer 28. lis kommt also darauf an, die relative Lage dieser Flächen
zueinander möglichst genau auf ein Arbeitsmodell zu übertragen
Zu diesem Zweck wird vor Herstellung eines Abdruckes des Kiefers auf den Befestigungszaplen eine
Kappe aufgesetzt, von der zwei Ausführungsformen in den F i g. 3a und 3b dargestellt sind Die bevorzugte
Ausführungsform ist diejenige nach F ι g. 3a.
Die Kappe besteht aus einem unteren Teil 11 und
einem oberen Teil 12. Der untere ieil weist eine Bohrung
14 auf, durch die sich ein mit einem Gewinde versehener Stift 15, der mit dem oberen Teil 12 aus einem
Stück gearbeitet ist, hindurch erstreckt. Ober- und Unterteil sind miteinander verklebt. Die Trennung in
Ober- und Unterteil ist lediglich fertigungstechnisch bedingt. Sowohl der Ober-, als auch der Unterteil haben,
wie in Fig. 3a ebenfalls gezeigt, sechskantige Form. Auf der Oberseite des Oberteils 12 ist exzentrisch eine
Einbördelung 30 angebracht.
Der innerhalb der Kappe zwischen der Innenseite des Unterteiles 11 und dem mit einem Gewinde versehenen
Stift 15 verbleibende Raum 17 entspricht genau der Form des Befestigungszapfens 4 des Implantates 1
Das Gewinde des Zapfens 15 entspricht dem Gewinde der Bohrung 5.
Eine weitere Ausführungsform der Übertragungskappe ist in Fig.3b dargestellt Hier ist der Unterteil
11' nicht mit dem Oberteil IT fest verbunden. Der Unterteil 11' ist zylindrisch, der Oberteil 12' als Sechskant
ausgebildet. Der Sechskant weist ferner einen Hals 16' auf, an dem der Zapfen 15' angesetzt ist. der sich durch
die Bohrung 14' in der Kappe des unteren Teiles 11
hindurch erstreckt.
einem Iniplantat versehenen Kiefers ist ferner ein
Ubertiagungsstift gemäß F i g. 4 notwendig. Sein eines
I π de 19' gleicht in seiner Form genau der Form des
Befestigungszapfens 4 des Implantaies 1 und ist mit ; einer der Bohrung 5 des Implantates 1 entsprechenden
Bohrung 21 versehen. Über einen Hals ist der Übertragungsstift
18 dann mit einem Haltekeil 22 verbunden. der das andere linde des Übertragungsstiftes bildet. F.r
verjüngt sich kegelförmig und ist mit zwei asymmetri-
H, sehen Anschliffen 2.3 und 24 versehen.
In I- ι g. i) ist zunächst, ähnlich wie in F i g. 2 im Querschnitt
der Kieferknochen 7 mil eingesetztem implantat, bestehend aus den Keilen 2, dem Hals 3 und dem
Befesiigungsz.apfcn -4 mit der Bohrung 5 gezeigt. Vor
,s Herstellung eines Abdruckes wird die Kappe nach
i ι g. 3a oder 3b auf den Befestigungszapfen aufgeschraubt.
Danach wird mit Hilfe eines Abdrucklöffels 25 ein Abdruck aus hydrocolloidern Abdruckmaterial
hergestellt.
Nach [-.rstarrcn des Abdruckmaterials wird der Ab
druck 26 von der Kieferoberfläche (mit eingesetztem Implantat und aufgeschraubter Kappe) abgenommen
Die in ihm abgedrückte Fläche 27' hat dabei eine genau
definierte Lage gegenüber der mit 28 symbolisierten Kieferoberfläche.
Daraufhin wird die Kappe vom Implantat abgeschraubt
und in den Abdruck 26 eingesetzt. Mn Hilfe der Markierungen die die sechskantige Form des oberen
Teiles 12 d<,- Kappe und die Kinbördelung 30 auf
der Oberfläche des oberen Teiles 12 der Kappe im Abdruck 26 hinterlassen haben, ist es möglich, daß die aus
oberem Teil 12 und unterem Teil 11 bestehende Kappe
in genau derselben Lage in den Abdruck 26 eingesetzt wird, in der sie sich bei Herstellen des Abdruckes befunden
hat.
Danach wird, wie aus F 1 g. 6 zu ersehen, der Ubertiagungsstift
nach F 1 g. 4 in den zwischen dem Stift 19 und der Innenflache des unteren Teiles 11 verbleiben
den Raum in der Kappe eingeschraubt und dann von dieser aus dem Abdruck 2fc, der aus unterem Teil 11
und oberem Teil 12 gebildeten Kappe und dem eingeschraubten Stift 18 gebildeten Struktur ein Gipsabdruck
29 genommen. DaiJ beim Abnehmen des Gipsabdruckes 29 vor, der durch den Abdruck 26, der Kappe
und dem Übertragungsstift 18 gebildeten Struktur et
was Gips an der Stelle des Halses 20 des Übertragungsstiftes abbröckelt, ist unschädlich.
In den Gipsabdruck wird nun, wie aus F i g 7 ersichtlich, der Übertragungsstift eingesteckt, wobei es die
asymmetrischen Anschliffe 22 und 24 des sich verjüngenden keilförmigen Endes desselben ermöglichen, ihn
wiederum genau in der Lage einzustecken, in der er sich bei Herstellung des Gipsabdruckes 29 befand. Der
in F i g. 7 dargestellte Gipsabdruck 29 stellt nun ein exaktes Modell des Kiefers mit eingesetztem Implantat
nach F ι g. 2 dar. wobei insbesondere die relative Position der Fläche 27 des Befestigungszapfens 4 des Implantates 1 gegenüber der mit 28 symbolisierten
Kieferoberfläche genau der Lage der Fläche 27' des Übertragungsstiftes 18 gegenüber der mit 28" symbolisierten, der Kieferoberfläche entsprechenden Oberfläche des Arbeitsmodell entspricht Dasselbe gilt für
das Gewinde 21 im Ende 19 des Übertragungsstiftes 18, das ebenfalls in seiner Lage gegenüber der Oberfläche
des das Arbeitsmodell bildenden Gipsabdruckes 29 dieselbe Lage einnimmt wie die Bohrung S des Implantates 1 gegenüber der Kieferoberfläche 28 nach F i g. 2.
Da die Herstellung einer mit einem Gewinde verse-
lienen Bohrung 5 im Befestigungszapfen 4 eines Implantates
1 im Hinblick auf das besonders harte Material, aus dem das Implantat hergestellt ist (z. B. Titanium)
einige Schwierigkeiten bereitet, ist alternativ die Kerbe 6, wie bereits erwähnt, vorgesehen. Es muß dann
eine der Form des Befestigungszapfens mit der Kerbe 6 entsprechende Kappe angefertigt werden, die auf den
Befestigungszapfen aufgesetzt wird. Danach wird — wie oben beschrieben — der Abdruck aus hydrocolloidem
Material hergestellt; die Kappe wird vom Befestigungszapfen
abgenommen und in den Abdruck aus hydrocolloidem Material eingesetzt. Danach erfolgt ein
Gipsabguß, der — ohne, aber auch gegebenenfalls mit Verwendung eines Übertragungsstiftes 18 — die Form
#es Kiefers mit eingesetztem Implantat wiedergibt, so daß auch hier ein Arbeitsmodell erhalten wird, dessen
der Form des Befestigungszapfens 4 des lmplantates 1 entsprechender Teil durch die Verwendung einer Kappe
erheblich präziser als bisher gestaltet wird. Bei Verwendung dieser Ausführungsform ist jedoch die Verschraubung
der auf dem Arbeitsmodell hergestellter prothetischen Versorgung mit dem Befestigungszapfer
im Kiefer nicht möglich. Die Befestigung der prothetisehen Versorgung auf dem Befestigungszapfen rnuE
dann — wie herkömmlich — durch Zementierung untei Inkaufnahme aller damit verbundenen Nachteile, die ir
der Zerstörung dieser Verbindung bei einem Abnehmen der prothetischen Versorgung zu sehen sind, vor
genommen werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen $09628/184
1515
Claims (1)
- Paten» anspräche:1. Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt ist, das zur Befestigung einer prothetischen Versorgung einen über die Kieferoberfläche hervorragenden Befestigungszapfen auf weist, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Befestigungszapfen eine Kappe (H, 12) aufgesetzt, danach ein Negativabdruck (26) des Kiefers mit auf dem Befestigungszapfen (4) aufgesetzter Kappe (11. 12) hergestellt, danach die Kappe (11, 12) vom Befestigungszapfen (4) abgenommen und zusammen mit einem Übertragungsstift (18), dessen Ende (19) die Form des Befestigungszapfens (4) des Implantates (1) hat in den Negativabdruck (26) an der von ihr eingedrückten Stelle eingesetzt, sowie danach von dem Negativabdruck (26) mit eingesetzter Kappe (Jl. 12) und eingesetztem Übertragungs stift (18) durch Ausgießen ein Arbeitsmodell hergestellt wird.2. Kieferimplantat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungszapfen (4) in seiner Außenfläche eine parallel zu seiner Längsachse — also in situ (vgl. F i g. 2) senkrecht verlaufende Kerbe (6) aufweist.3. Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodel-, les eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferim plantat eingesetzt ist. das zur Befestigung einer prothetischen Versorgung einen über die K'eferober fläche hervorragenden, mit einem Innengewinde versehenen Befestigungszapfen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Pefestigungszaplen (4) eine Kappe (11. 12, 11', 12') aufgeschraubt, danach ein Negativabdruck (26) des Kiefers (7) mit auf dem Befestigungszapfen (4) aufgeschraubter Kappe (11. 12: 11'. 12') hergestellt, danach die Kappe (11, 12: 1Γ. 12') vom Befestigiings/.apfen (4) abgeschraubt und zusammen mit einem auf sie aufgeschraubten Übertragungsst'ft (18). dessen Ende (19) die Form des Befestigungszapfens (4) des Kiefei implantates hat und der ein Innengewinde (21) aufweist, das in ihm in gleicher Weise wie das Innengewinde (5) des Befestigungszapfens (4) des Implantates (1) hin sichtlich seiner Lage angeordnet ist. in den Negativabdruck (26) an der von der Kappe eingedrückten Stelle eingesetzt, sowie danach von dem Negativabdruck (26) mit eingesetzter Kappe (11, 12: Ί Γ. 12) und eingeschraubtem Übertragungsstift (18) durch Ausgießen ein Arbeitsmodell hergestellt wird.4. Kappe zur Durchführung des Verfahrens naib Anspruch I oder 3, dadurch gekennzeichnet, daIi der innerhalb der Kappe verbleibende Raum (17) gleich der Form des Betestigungs/apten». (4) des Kieferimplantates (1) ist5. Kappe /ur Durchfühiung des Verfahrens nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb derselben ein mit einem Gewinde versehener Zap fen (15) angeordnet ist6. Kappe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge kennzeichnet, daß die Form des oberen Teils (12) derselben so ausgebildet ist. daß sie die Lage der Kappe (11, 12) in einem Nep.itn .'hdruck (26) eines mit dem Kieferimplantat (1) mit .lufgeselziei Kappe (11, 12) versehenen Kiefers (7) markiert.7. Kappe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß deren oberer Teil (12) eine sechskantigi Form aufweist.8. Kappe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich net, daß deren oberer Teil (12) eine exzentrisch an geordnete Vertiefung (30) aufweist9. Übertragungsstift zur Durchführung des Ver fahrens nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekenn zeichnet, daß das eine Ende (19) desselben der Forn des Befestigungszapfens (4) des Kieferimplamatei,o (1) entspricht und das andere Ende (22) nach den Einbringen in die im Negativabdruck (26) des Kie fers (7) eingesetzte Kappe (11. 12) über den Nega tivabdnjck (26) hinausragt.10. Übertragungsstift zur Durchführung des Ver ,5 fahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnetdaß er eine der Bohrung (5) im Befestigungszapfer (4) des Kieferimpiantates (1) entsprechende Boh rung (21) aufweist.IL Übertragunjrsstift nach Anspruch 9 oder 10dadurch gekennzeichnet, daß sich ein Ende (22) desselben kegelförmig verjüngt.12. Übertragungsstift nach Anspruch 11. dadurch gekennzeichnet, daß das Ende (22) desselben asymmetrisch ausgebildet ist.13. Überiragungsstift nach Anspruch 12, dadurchgekennzeichnet, daß das Ende desselben zumindest eine asymmetrische Abflachung (22. 24) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712115682 DE2115682C3 (de) | 1971-03-31 | 1971-03-31 | Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt ist, sowie Kieferimplantat, Kappe und Übertragungsstift zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712115682 DE2115682C3 (de) | 1971-03-31 | 1971-03-31 | Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt ist, sowie Kieferimplantat, Kappe und Übertragungsstift zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2115682A1 DE2115682A1 (de) | 1972-10-19 |
| DE2115682B2 DE2115682B2 (de) | 1974-11-28 |
| DE2115682C3 true DE2115682C3 (de) | 1975-07-10 |
Family
ID=5803443
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712115682 Expired DE2115682C3 (de) | 1971-03-31 | 1971-03-31 | Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsmodells eines Kiefers, in den zumindest ein Kieferimplantat eingesetzt ist, sowie Kieferimplantat, Kappe und Übertragungsstift zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2115682C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2619650C3 (de) * | 1976-05-04 | 1985-06-05 | Friedrichsfeld Gmbh, Steinzeug- Und Kunststoffwerke, 6800 Mannheim | Dentalimplantat |
| WO2014197807A2 (en) * | 2013-06-06 | 2014-12-11 | Trustees Of Boston University | Non-cylindrical dental implant system |
-
1971
- 1971-03-31 DE DE19712115682 patent/DE2115682C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2115682B2 (de) | 1974-11-28 |
| DE2115682A1 (de) | 1972-10-19 |
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