DE205774C - - Google Patents

Info

Publication number
DE205774C
DE205774C DENDAT205774D DE205774DA DE205774C DE 205774 C DE205774 C DE 205774C DE NDAT205774 D DENDAT205774 D DE NDAT205774D DE 205774D A DE205774D A DE 205774DA DE 205774 C DE205774 C DE 205774C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flame
coolant
methane
air
formaldehyde
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT205774D
Other languages
English (en)
Publication of DE205774C publication Critical patent/DE205774C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/0006Controlling or regulating processes
    • B01J19/0013Controlling the temperature of the process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 205774 KLASSE Mg. GRUPPE
KUNHEIM & CO. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Mai 1907 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine möglichst schnelle Abkühlung von heißen Gasen, wie sie für die Ausführung endothermischer Gasreaktionen — z. B. zur Darstellung von Stickoxyd aus Luft und zur Fassung von Zwischenprodukten bei mehrstufigen Gasreaktionen, z. B. zur Darstellung von Formaldehyd durch unvollkommene Verbrennung von Methan oder methanhaltigen Gasen — erforderlich ist.
ίο Das Verfahren besteht darin, daß die Gase durch das dicht an der Flamme vorbeiströmende Kühlmittel, welches sowohl gasförmiger wie flüssiger Natur sein kann, zunächst angesaugt werden, so daß sie den Kühlstrahl umhüllen und dann mit ,diesem zusammen eine fächerförmige Ausbreitung erfahren. Es entstehen hierbei zwei dünne Schichten, deren eine vom Kühlmittel und deren andere von den zu kühlenden Gasen gebildet werden. Der Wärmeaustausch zwischen beiden erfolgt um so schneller, je geringer die Dicke der Schichten ist. . ' .
Als Kühlmittel können beispielsweise Verwendung finden:
Luft, Wasserdampf oder ein Gemisch von beiden, Luft, in welcher Wasser oder auch feste Körper, wie Eisenoxyd, zur Erhöhung der Wärmekapazität zerstäubt sind usw.
Die flache Ausbreitung des Kühlmittels kann auf mannigfaltige Art geschehen.
So kann z. B. die Düse, aus der dasselbe austritt, die Gestalt eines Schlitzbrenners besitzen, wie solche für Gasbeleuchtung noch Verwendung finden.
Die Reaktionsflamme wäre dann seitlich von dem .Kühlstrahl dicht hinter der Düse anzuordnen; auch können mehrere Flammen zu beiden Seiten des Kühlstrahls sich befinden.
Eine andere Vorrichtung zur Ausbreitung des Kühlmittels ist in Fig. ι und 2 zur Darstellung gebracht. Es finden hier zwei Kühlstrahlen s Verwendung, die den beiden Düsen d entströmen und im Punkt -p aufeinanderstoßen. Es entsteht hierbei dieselbe Erscheinung, die man bei den Acetylenbrennern beobachtet. Die Reaktionsflamme wird hier entweder unterhalb des Punktes j> bei I3 sich befinden, oder es werden, wie bei der ersten Anordnung, eine oder mehrere Reaktionsflammen I1, I2 seitlich von dem abgeflachten Kühlstrahl etwas oberhalb p angebracht. In den Figuren sind als Reaktionsflammen Lichtbogen / angedeutet, die zwischen den Elektroden e brennen.
Eine weitere Vorrichtung zu dem gleichen Zweck stellt Fig. 3 dar. Der Kühlstrahl s, der der Düse d entströmt, stößt gegen die in der Ebene y-z gelegene Fläche f, die erforderlichenfalls von der Rückseite her gekühlt werden kann. Dicht oberhalb d in geringer Entfernung von / befindet sich der Lichtbogen I, dessen Gase von dem längs der Fläche f sich ausbreitenden Kühlmittel angesaugt werden.
Die Vorteile des neuen Verfahrens bestehen 6g darin, daß -
i. die Reaktionspunkte durch Absaugen aus der Flamme entfernt werden, wobei die Ab-

Claims (1)

  1. führung eine bedeutend gleichmäßigere ist, als wenn die Entfernung — wie dies bisher mehrfach vorgeschlagen — durch Einblasen des Kühlmittels in die Flamme erfolgt,
    2. der Wärmeaustausch zwischen Reaktionsprodukt und Kühlmittel infolge der großen Berührungsfläche ein fast momentaner ist,
    3. die Gefäßwände mit der heißen Flamme nicht in Berührung kommen.
    Bei dem Verfahren nach der britischen Patentschrift 18599 vorrL Jahre 1906 findet zwar auch ein fächerförmig sich ausbreitender Luftstrom Verwendung, jedoch ist die Art und der Zweck seiner Anwendung sowie die erzielte Wirkung eine ganz andere als bei dem vorliegenden Verfahren.
    Dort wird der Luftstrom in den Elektrizität führenden Teil eines elektrischen Lichtbogens eingeblasen, um eine Verlängerung und damit eine erhöhte Energieaufnahme des letzteren zu erzielen, hier dagegen wird der Luftstrom an der Flamme vorbeigeführt zwecks rascher Abkühlung von Reaktionsprodukten, wobei die Flammenspitze oder Aureole abgesaugt wird,
    d. h. also eine Verkleinerung der Flamme eintritt. Nach jenem Verfahren werden diskontinuierlich brennende, elektrische Lichtbogen erzeugt, bei diesem werden die abzukühlenden Reaktionsprodukte kontinuierlich brennenden, auf beliebige Weise erzeugten Flammen entzogen.
    Die Gewinnung von Formaldehyd nach dem vorliegenden Verfahren gestaltet sich in folgender Weise:
    Methan oder daran reiche Gasgemische einerseits und Luft andererseits werden durch getrennte Leitungen dem konisch angeordneten Reaktionsraum zugeführt, wobei dafür gesorgt wird, daß stets gleiche Raumteile Methan und Luft diesen füllen. Das Luftgasgemisch durchstreicht den Reaktionsraum und tritt an der Stelle, welche den geringsten Querschnitt hat, in die Reaktionsflamme, wird hier auf etwa 600° erwärmt. Hierbei findet nach der Gleichung :
    C Hi + O2 = CH2 0-+Ha0
    die Oxydation des Methans zu Formaldehyd statt. Die Reaktionsprodukte werden nun nach vorliegendem Verfahren durch das dicht an der Flamme hinstreichende, fächerartig ausgebreitete Kühlmittel aus dem heißesten Teil der Flamme herausgesaugt und abgekühlt.
    Dadurch wird sowohl die Gefahr eines Zer- 55' falls des einmal gebildeten Formaldehyds als auch .seine Weiteroxydation zu Kohlensäure bzw. Kohlenoxyd und Wasser beseitigt.
    Als Kühlmittel kann sowohl Luft als auch Wasser verwendet werden.
    Die gekühlten, Formaldehyd und Methan enthaltenden Gase werden dann in eine mit Wasser beschickte Absorptionsanlage geleitet und die dadurch vom Formaldehyd befreiten Gase zur weiteren Ausnutzung des noch darin befindlichen Methans dem Reaktionsraum wieder zugeführt.
    Ρλ τ ε κ τ - Λ N s-p R υ c 11:
    Verfahren zur plötzlichen Abkühlung heißer Gase bei endothermischen und anderen Reaktionen von Gasen oder Gasgemischen, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsprodukte durch einen flach sich ausbreitenden, dicht an der Flamme vorbeigefügten Strahl eines gasförmigen oder flüssigen Kühlmittels, dem zur Erhöhung der Wärmekapazität · auch staubförmige Partikel beigemengt sein können, angesaugt werden. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    /H/y vvl
DENDAT205774D Active DE205774C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE205774C true DE205774C (de)

Family

ID=467999

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT205774D Active DE205774C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE205774C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE974927C (de) Ofen zur Herstellung von Gasruss und Verfahren fuer seinen Betrieb
DE69009896T2 (de) Verbrennungsverfahren mit verringerten NOx.
DE69113729T2 (de) Sauerstoff-Brennstoff-Brennereinheit und Betriebsweise.
DE60004424T2 (de) Lanze mit kohärentem Mehrfachstrahl
DE69117930T2 (de) Verbrennung mit getrennten Zonen
DE69413091T2 (de) Verbrennungsverfahren und Kraftstoffbrennervorrichtung mit divergierender Düse
DE3883030T2 (de) Hydrometallurgisches Verfahren zur Herstellung von feinem sphärischem Edelmetallpulver.
DE1642988C3 (de) Verfahren zur Herstellung von RuB
DE68918485T2 (de) Verfahren und Apparat zur Gasprojektion.
DE3420065A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verbrennen von brennstoffen in form einer wasser-in-oel-emulsion
DE3883430T2 (de) Hydrometallurgisches Verfahren zur Herstellung von feinem Pulver aus Kupfer oder aus Kupferlegierungen.
DE205774C (de)
EP1446610A1 (de) Verbrennungsverfahren, insbesondere für verfahren zur erzeugung von elektrischem strom und/oder von wärme
DE1132897B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung von Gasreaktionen
DE2841704C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum thermochemischen Flämmen eines metallischen Werkstückes
CH442939A (de) Brennschneideverfahren unter Verwendung von Schutzgas und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE3883429T2 (de) Hydrometallurgisches Verfahren zur Herstellung von feinem Pulver auf Eisenbasis.
EP0561203B1 (de) Brenner zur Beschichtung von Werkstücken
DE2655321C3 (de) Verfahren zur Herstellung von rußarmen und schwefelfreien Verbrennungsgasen
DE69312135T2 (de) Schmelzverfahren für Metalle
DE69527288T2 (de) Feuerung mit Brenneranlage und Verbrennungsverfahren mit niedriger Stickstoffoxyderzeugung
DE2157512C3 (de) Verfahren zum Erwärmen von Knüppeln, Blöcken u.dgl. auf Walztemperatur
DE225239C (de)
DE2718076C2 (de) Verfahren zur thermischen Zersetzung von Erdgasen
AT128301B (de) Verfahren zur Verhinderung des Abbrandes der äußeren Elektrode von konzentrisch angeordneten Elektroden.