DE2052345A1 - Verfahren zur Herstellung von Feuchteverformungsfestem Holz unter Aktivierung von Holzbestandteilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Feuchteverformungsfestem Holz unter Aktivierung von Holzbestandteilen

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DE2052345A1
DE2052345A1 DE19702052345 DE2052345A DE2052345A1 DE 2052345 A1 DE2052345 A1 DE 2052345A1 DE 19702052345 DE19702052345 DE 19702052345 DE 2052345 A DE2052345 A DE 2052345A DE 2052345 A1 DE2052345 A1 DE 2052345A1
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der Anmleder ist
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Burmester, Arno, Dr., lOOO Berlin
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/02Processes; Apparatus
    • B27K3/15Impregnating involving polymerisation including use of polymer-containing impregnating agents
    • B27K3/156Combined with grafting onto wood fibres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description

Dr. Arno Burmsctar 2 0 5 2 3 A 5
1 Berlin 38
Spanische Allee 54
yn|eg_4^|iYi|£ung_Yon_Hgizbestandteilen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von feuchteverformingsfestem Holz unter Aktivierung von Holzbestandteilen, das eine Erweiterung eines Verfahrens darstellt, nach dem die x-'euchteverformung von Holz dadurch eingeschränkt wird, dai3 es mit mindestens zwei Stoffen behandelt wird, die ,»egen ihrer besonderen uigenart verschiedene Funktionen erfüllen. Der eine von ihnen hat im wesentlichen die Aufgabe, nur durch füllen der Zellwandhohlräume das Jchwinden des Holzes zu verringern. Der andere Stoff, der reaktiv sein muß, bewix'kt durch .Leaktion mit den Hydroxylgruppen der Hauptholzbestandteile Zellulose, Hemicellulose und Lignin eine Vernetzung derselben, die noch durch Zufügen eines wasaerstoffdonators in Ji'orm einer Säure gefördert werden kann. Dadurch kommt es zu einer Einschränkung der siuellung.
Behandlung von Holz nach diesem Verxahren setzt aber voraus, daß es für .Flüssigkeiten gut wegsam ist. Dafür kommen also nur leicht tränkbare Holzarten in rrage, in die gelöste -imllstoife üurch Tränken eingebracht werden können, Schwer oder nicht tränkbare Holzarten, die Einlagerungen von Kernstoffen auiweisen und aie weitaus zahlreicher als die tränkbaren sind, lassen sich auf diese **eise nicht vergüten.
Andererseits ist es bei leicht tränkbaren Hölzern notwendig, sie mit einem Ji1UlIstoff zu tränken und nach der ü'ormaldehydbehandlung Üäuxedämpfe einv»irken zu lassen, vvelche die Vernetzung der Holzbestandteile durch i'ormaldehyd fördern. Diese Behandlungen veruj aachen entsprechende kosten, die den x-ieis des xroduKtes belasten.
weiterer nachteil der Behandlung von Holz mit üormaldehyd liefet darin, üu.'3 nach bisheriger Auffassung Holz zunächst auf einen ί·feuchtigkeitsgehalt von 2 bis 4/- getrockn t werden muß.
209820/0783
In der Beschreibung dea entsprechenden Vergiitun? sver,ahrens nach A.J. ütamin und Π. Tarko* (ü3A-±-atent ^r. 2 572 070) wird angegeben, daß höhere feuchtigkeit die ^eaiction stört und zu unerwünschter Hydrolyse führt.
Ler Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die kosten des Verg'itungsverfahrens dadurch wesentlich zu senken, daa die im Holz vorhandenen otoffe so verändert »»erden, datf sie im Zusammenwirken mit einem von au3en einzubringenden r-e-ktivn Stoff eine Ausfüllung der Zellwandhohlräume und eine Vernetzung der Hjpiuptholzbestandtcile Zellulose, Hemizellulose und Lignin bewirken. Damit soll zugleich die Möglichkeit geschaffen werden, auch Kernholz zu vergüten, das nicht für .flüssigkeiten, wohl aber für Gase durchdringbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäi3 aadurch gelöst, oaii zunächst eine erhitzung oder Dämpfung des Holzes vorgenommen wird, wodurch im Holz zum einen bäuien, vor allem essigsäure, gebildet werden, und zum anderen die jvernstolfe durch induktion und hydrolyse wieder so aktiviert werden, daß sie imstande sind, sich mit anderen reaktiven otoffen, z.B. Jj'ormaldehjrd, zu verbinden. Gase ν»ie .borraaldehyd haben den Vorteil, daß sie sowohl in bplint- als auch in Kernholz einzudringen vermögen.
Durch eine derartige Behandlung eigeben sioh folgende «irkungen:
1. Infolge der Reaktion zwischen iiormaldehyä als Beispiel für einen reaktiven otoff und akzessorischen Inhalt&stoffen des Holzes, die im Hohliaumsystern der Zellwände abgelagert Hind, kommt es zu einer erheblich ausgedehnten Zellwandblockieiung, wodurch das behwinden eingeschränkt wird.
2. Unter der wirkung von im Holz entstandenen bäureri werden die Hauptholzbestandteile Zellulose, iiemizellulose und Juignin durch üormaldehyd vernetzt. Das AuemaJ der Vernetzung hängt vom pH-wert des Holzes ab, der durch das .erhitzen oder Dämpfen erreicht wird. Zur Verbeaeerung der wirkung ist es möglich, «eitere ääuxe hinzuzufügen, damit ein bestimmter pH-<*ert vorhanden ist. .üie Vernetzung bewirkt eine Verminderung der ^uellung des nolzes.
209920/0783 BAD original
uiese utaktionen haben eine v/asserunlö&liche i-.inla«-erung bzw. Vernetzung- zur ro Ige. Die x-euchteve-riormung dieses vergüteten Holzes spielt eich in einem wesentlich eingeengten Bereich ab, cessen Ausmaß davon abhängt, wie intensiv Vorbehandlung und Begasung mit einem reaktiven ^toff durchgeführt werden.
Die mit der Gründung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, aaio allgemein eine Verkürzung des Verg'itungsprozesses und eine Verbillie>ung des in der nauptanmeldung beschriebenen Verfahrens erreicht vt-erden. uie bestehen im einzelnen darin, dai3
1. eine Tränkung von nolz mit ütilletoif en nicht mehr erforderlich ist, da die im Holz selbst vorhandenen akzessorischen Bestandteile, vor allem die Jvern^toffe, aktiviert und da- g durch wirkungsvoll zur Verminderung oer i>ch»«indung verwen
2. die zur Vernet ung von Zellulose, nemizeliulose una Lignin 'dt z.B. ror'naldeh.yd erforderlichen xrotonen aus den im Holz selbst gebildeten üTüren zur Verxügung stehen.
>. eine !rocknuiif des uoizes auf 2 bis Ai- vor dex· xorm&ldehvdbegasung nicht mehr notwendig ist, öondern da*, gerade die ^eriancilun. von feuchterem Holz e.si zAeckma^i^stün ist.
4. die j-rehr^aluiif·; in verhältnicniä.;ig einfacher „eite durchgeführt ..erdeii i.ynn, ca geeignete ^är-i-ikaii..:ern m vielen noli:- in ustxiebetrieben vo^liaxiden sind.
>. nur t:ine geringe -enge an ieaictivein utofi au.ige.vexidet v*er-Jei. v.Uii', ..ähr.nd üer χ-üllstcxi im .,clz selbst vorhanden ist.
^i xest.igkeit des aux diese »eice vergütete;, i.o^zes ist erhönt und die Lähigiceit weniger als nach dem verfahren von : .-nd χ1 aiko», ν ei'ändert.
i raui das üolz, dae entweder einen z.vi&ehen 4Z-
oaer darüber
u:;d jage. sättiguugsi-.unkwTiegenden x'euchtigKe-tsgehalt haben .oll oder das, falle es trockener sein sollte, über .»aster »vähren-j der vorbehanäiung geledert ».erden kann, zunächst bei l-mperatuxen über 1 .,-0° - eihitzt werdt-n. x^abei entstehen im ixlz „auren, die -.iö: liehet aaxin verbleiben tollen, uas &pa'. er durch
209820/0783 BAD ORIGINAL
die Formaldehydbehandlung erreichte Ausmaß der Vernetzung innerhalb der Zellwände hängt wesentlich vom erreichten Säuregrad ab, der wiederum von der chemiechen Zusammensetzung dee Holzes, der Erhitzungstemperatur und -zeit beeinflußt wird. In Sonderfällen, wenn kein ausreichend niedriger pH-^ert erreicht wird, kann man Säure zusetzen. Auf die Erhitzung folgt Begasung mit einem reaktiven Stoff, wobei es zweckmäßig ist, die Temperatur gegenüber der Vorbehandlung geringfügig abzusenken. Gleichzeitige Erhitzung und Begasung ist ebenfalls möglich, aber weniger wirksam. Die Dauer der Begasung hängt vom geforderten Vergütungsgrad und dem Diffusionswiderstand der betreffenden Holzart ab.
Beispiel 1 : Eichenholz mit einem feuchtigkeitsgehalt von das nach mehrstündiger Erhitzung bei 130° U einen pH-ivert von 2 aufwies und dann während 5 h bei 120° C mit i'ormaldehyd in einem Autoklaven begaat wurde, wies infolge von Blockierung der Zellwände eine um A5P verringerte Schwindung und wegen Vernetzung der Hauptholzbeetandteile eine um 25Y° verminderte Quellung auf. Die ß.e st verformung betrug nur 30fo derjenigen des unbehandelten Holzes.
Beispiel 2: Eßkastanienholz wurde auf dieselbe weise wie Eichenholz behandelt und en eichte.einen pH-rtert von 3. Durch Zugabe von etwas t>äure wurde nach ü'ormaldehydbegasung eine Verminderung der Feuchteverformung um 81 */ö bewirkt. Davon entfielen auf die Einschränkung der Quellung 45/" und der schwindung 36>.
Schrifttum
Staüun, A.J. a.
H. Tarkow: iviethod of stabilizing wood.
wo. 2 572 070 (1951)
209820/0783

Claims (2)

Patentansprüche: Verfahren zur Herstellung von feuohteverforaungsfeatem Holz unter Aktivierung von Holzbestandteilen, dadurch gekennzeichnet, daß
1. Holz mit einem feuchtigkeitsgehalt über 4$, vorzugsweise im halbtrockenen Zustand, zur Vorbereitung einer erfolgreichen Einwirkung von reaktiven Stoffen einer Erhitzung unterworfen wird, wodurch Säuren gebildet und akzessorische Holzbestandteile reaktiv gemacht werden.
2. bei einer gleichzeitig mit der Erhitzung oder danach folgenden Einwirkung von reaktiven Stoffen, vorzugsweise in G-aaform, chemische Verbindungen zwischen diesen und den Hauptbestandteilen sowie den akzeaaorischen Beatandteilen des Holzes eintreten, wodurch die JTeuchteverformung sowohl infolge Füllens der Zellwandhohlräume als auch durch Vernetzung der Hauptholzbeatandteile wesentlich und dauerhaft eingeschränkt wird.
209820/0783 bad original
DE19702052345 1970-10-24 1970-10-24 Verfahren zur Herstellung von Feuchteverformungsfestem Holz unter Aktivierung von Holzbestandteilen Pending DE2052345A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3778159A1 (de) 2019-08-05 2021-02-17 Volkswagen AG Verfahren zur behandlung von holz

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EP3778159A1 (de) 2019-08-05 2021-02-17 Volkswagen AG Verfahren zur behandlung von holz

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