DE2052279A1 - Quinoxaline 1,4-dioxide derivs - with antiprotozoal and antibacterial activity - Google Patents

Quinoxaline 1,4-dioxide derivs - with antiprotozoal and antibacterial activity

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DE2052279A1
DE2052279A1 DE19702052279 DE2052279A DE2052279A1 DE 2052279 A1 DE2052279 A1 DE 2052279A1 DE 19702052279 DE19702052279 DE 19702052279 DE 2052279 A DE2052279 A DE 2052279A DE 2052279 A1 DE2052279 A1 DE 2052279A1
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DE19702052279
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Herbert Dipl.-Chem. Dr. 6239 Kriftel; Dürckheimer Walter Dipl.-Chem. Dr. 6234 Hattersheim; Raether Wolfgang Dr. 6072 Dreieichenhain; Schrinter Elmar Dr. 6200 Wiesbaden Härtung
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Farbwerke Hoechst AG, vorm. Meister Lucius & Brüning, 6000 Frankfurt
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07D241/00Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings
    • C07D241/36Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D241/50Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems with hetero atoms directly attached to ring nitrogen atoms
    • C07D241/52Oxygen atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07D491/00Heterocyclic compounds containing in the condensed ring system both one or more rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms and one or more rings having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D451/00 - C07D459/00, C07D463/00, C07D477/00 or C07D489/00
    • C07D491/02Heterocyclic compounds containing in the condensed ring system both one or more rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms and one or more rings having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D451/00 - C07D459/00, C07D463/00, C07D477/00 or C07D489/00 in which the condensed system contains two hetero rings
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Chinoxalin-1,4-dioxide und Verfahren zu ihrer Herstellung Gogenstand der Erfindung sind Chinoxalin-1,4-dioxide der allgemeinen Formel I in der R1 und R2, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff.
  • niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen bzw. zusammen eine Methylendioxygruppe, R3 Wasserstoff eine Hydroxy-, Amino-, niedere Alkylamino- oder Dialkylaminogruppe, eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit bis zu 12 Kohleustoffatomen, welche durch Hydroxy, Cyano, Carboxy, Carbamoyl, nioderes Alkoxycarbonyl, niederes Alkylamino oder niederes Dialkylamine substituiert sein kann, sowie einen fünf-oder sechsgliedrigen cycloaliphatischen Rest, der auch durch niederes Alkyl substituiert sein kann einen Aralkylrest mit 1-3 C-Atomen im Alkylenrest oder einen Furfurylrest; 114 Wasserstoff oder NR3R4 einen gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls durch Stickstoff oder Sau@@stoff unterbrochenen Fünf- oder Sechsring, der seinerseits durch niederes Alkyl oder Hydroxyalkyl substituiert sein kann. bedeuten.
  • Unter niederen Resten sind solche mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen zu verstehen. Besonders bevorzugt sind Verbindungen, in denen R3 einen niederen Alkylrest bedeutet.
  • Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung der genannten Verbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Verbindungen der Formal II in denen R5 einen aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Rest bedeutet, mit Formaldohyd in bekannter Weise zu Säuren der Formel III umsetzt diese in sauren Medium zu Lactonen der Formel IV cyclisiert und letztere mit Aminen der Formel V umsetzt und gegebenenfalls eine in den Endprodukton enthaltene Alkoxycarbonylgruppe mit Ammoniak in eine Carbamoylgruppe umwandelt.
  • Die Ausgangsstoffe der Formel II sind beispielsweise nach Landquist et al., J. chem. Soc. , 2052 (1956) erhältlich.
  • Die Verbindungen der Formel III werden vorzugsweise dargestellt, indem man in an sich bekannter Weise äquimolare Mengen einer Verbindung der Formel II und Paraformaldchyd in einem geeigneten Verdünnungsmittel, beispielsweise Diisopropyläther, Dibutyläther, Tetrahydrofuran, Dioxan oder Dimethylformamid, löst oder suspendiert und unter mechanischem Rühren bei Temperturen von 0° bis 150°C, vorzugsweise 20° bis 50°C, im Verlauf von 1 bis 2 Stunden äquimolekulare Mengen eines basischen Kondensationsmittels, z. B. eines Alkalialkoxylats oder eines quartären Ammoniumhydroxids, vorzugsweise von Benzyltrimethylammoniumhydroxid (Triton B), gelöst in einem geeigneten inerten Verdünnungsmittel, beispielsweise Methanol zutropfen läßt. Dabei bildet sich das Salz der Säure III, das nach Entfernen des Lösungsmittels iti Wasser gelöst und mit-tels Mineralsäuren, beispielsweise Chlorwasserstoff- oder Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure in die freie Säure umgewandelt wird. Zur Überführung in das Lacton IV suspendiert man die Säure in einer alkoholischen oder ätherischen Lösung eines Halogenwasserstoffs. vorzugsweise Chlorwasserstoff, bei 0° bis 80°C. Dabei bildet sich au@erordentlich leicht das Lacton das nach Entfernen des Verdünnungsmittels und Behandeln mit Wasser oder niedrigen Alkoholen in reiner Form gewonnen werden kann Die Utnsetzung des Lactons IV mit den Amin V wird in ebenfalls an sich bekannter Weise in einem polaren Lösungsmittel, wie beispielsweise Wasser oder einem niedrigen Alkohol, vorzugsweise Methanol oder Äthanol, bei O° bis 1000C, vorzugsweise 200 bis 800 c durchgeführt. Man erhält die Verbindungen der Formel I in reiner Form und guter Ausbeute. An Stelle eines Lösungsmittels kann gegebenenfalls auch ein Überschuß an Amin verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen sind wertvolle Chemotherapoutica zur Dckämpfung von Baktoricn- und Protozoeninfektionen. Es lassen sich beispielsweise mit subtoxischen Dosen SaLmonellen- oder E. coli-Infektionen an der Maus heilen.
  • Die Toxizität ist im Verhältnis zur Wirksamkeit gering.
  • Tabelle I gibt die maximal verträgliche Dosis bei oraler Applikation an der weißen Maus und di e im Reihenverdünnungstast gegen Escherichia coli erhaltenen Hemmwerte (in mog/mI) für eins Auswahl der in den Beispielen beschriebenen Verbindungen an: Tabelle I Beispiel Dos. tol. max. µ.o. (mg/kg) MUK (mcg/m1) 1c 800 3,9 2 200 7,8 4 400 39,1 5 800 31,5 18 800 31,5 19 400 19.d 22 1 600 39,1 25 200 31, 30 800 39,1 MHK = minimale Hemmkonzentration Die amöbizide Wirkung der beanspruchten Verbindungen wurde an experimentell infizierten Goldbainstern geprüft. Die Tiere wurden 2 Tage mit einer täglichen Dosis von 20 bis 150 mg/kg der Testsubstanz vorbehandelt und nach der 3. Behandlung durch Einspritzen einer Suspension von 60 000 Entamoeba bistolytica und einer abgetöteten definierten Bakteriensuspension in in die Leber infiziert und mit der oben angegebenen Menge Wirkstoff 4 Tage weiterbehandelt. Die Tiere wurden im allgemeinen 6 Tage nach der Infizierung getötet und die Leber wurde makroskopisch und mikroskopisch untersucht.
  • Extraiiitestinal wirksame Substanzen verhindern oder vermindern die durch E. histolytica hervorgerufene typische Lebernekrose.
  • Das Verhältins der Zahl der nekrosefreien Tiere zur Gesamtzahl der Versuchstiere unter Rerücksichtigung der Leberbefunde nicht behandelten Kontrolitiere erlaubt eine differenzierte Beurteilung der amöbiziden Wirksamkeit. In der folgenden Tabelle II sind die Versuchsergebnisse mit einer Anzahl erfindungsgemäßer Verbindungen zusammengestellt : Tabelle II
    Beispiel $BOs tol. max. (mg/kg) Applizierte Menge Nekrosefreie
    p.o. (mg/kg) p.o. Tiere/Gesamt-
    zahl der Ver-
    suchstiere
    2 200 7 x 20 474
    3 400 7 x t 3/3
    7 800 7 x 150 3/4
    14 800 7 x 150 6/7
    23 800 7 x 150 3/4
    29 b 800 7 x 150 3/4
    Die erfindungsgemäßen Vorbindungon sollen zur oralen und parontalen Dehandlung der AmoebiAsis und bakteriellor infektionen dienen. Die Einzeldosis hängt von der Art und Schwere der Infektion ab und kann von 5 bis 20 mg/kg bei bakteriellen Infektionen und 5 bis 150 mg/kg bei Amoebiasis betragen.
  • Als medizinische Präparate kommen beispielsweise Tabletten, Dragees oder Kapseln in Betracht, die neben den Verfahrensarzeugnissen auch die üblichen Träger- und Hilfsstoffe wie Talk, Stärke, Milchzucker, Traganth oder Magnesiumtearat enthalten können. Zur Behandlung eignen sich weiterhin Lösungen.
  • Es ist auch möglich, die Verfahrensprodukte mit anderen Chemotherapeutica zu kombinieren, Beispiel 1 aa) 3-(2-Hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbonsäure-1, 4-dioxid 496 g (2 Mol) 3-Melthyl-2 chinoxalincarbonsäureäthylester-1,4-dioxid (hergestellt aus Benzofuroxan und Acetessigsäureäthylester; Schmp. 1340C) und 60 g (2 Mol) trockener Paraformaldehyd werden in 2 1 troclcenem Dioxan suspendiert und unter Rühren tropfenweise mit 760 ml (ca. 2 Mol) einer ca. 40 %igen methanollschen Triton-ß-Lösung versetzt. Während derzwei- bis dreistündigen Zugabe fällt das. Reaktionsprodukt als Salz aus der dunklen Reaktionsmischung aus. Man rührt nach 1 Stunde bei Raumtemperatur nach und ongt im Vakuum bei on. 50°C ein. Der braune Rückstand wird in 500 ml Wasser gelöst und die filtrierte Lösuiig unter Eiskühlung mit konz. Salzsäure angesäuert. Das 3-(2-Hydroxyäthyl-)-2chinoxalincarbonsäure-1,4-dioxid fällt in Form kleiner getbgrüner Kristalle aus, die abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im VaKuum bei 50 bis 60°C getrocknet werden.
  • Ausbeute: 200 , Zers. P. 120°C C11h10N2O5 (250,2) ber. C 52,8 H 4,0 N 11,2 gef. 53,2 4,0 11,4 Die Reaktion verläuft in gleicher Weise, wenn man äquivalente Mengen von 3-Methyl-2-chinoxalincarbonsäuremethylester-1,4-dioxid oder die entsprechenden Butyl-, Isobutyl- und Hexylester einsetzt.
  • b) 2-Oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid 200 g 3-(2-Hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbonzäure-1,4-dioxid werden bei OOC in 600 ml mit Chlorwasserstoff gesättigtem Äthanol eingetragen, wobei eine fast klare lösung entsteht.
  • Nach kurzer Zeit fallt das Reaktionsprodukt aus. Nach 2 Stunden bei Raumtemperatur entfernt man das Losungsm2.ttel im Vakuum bei 600C, wäscht den Rückstand mit 500 ml Wasser und trocknet.
  • Man erhält 150 g 2-Oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid als gelbe Kristalle vom Zers. P. 2000C.
  • C11H8N2O4 (232,2) ber. C 56,9 TI 3,5 N 12,1 gef. 57,1 3,5 12,1 c) 3-(2-Hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbonsäureamid 1,4-dioxid 1) 31,1 g 2-Oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid werden unter Rühren bei OOC ammoniakgesättigtem Äthanol versetzt und 18 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen. Die allge schiedenen Kristalle werden dann abgesaugt und mit Methanol ausgewaschen. Nach dem Umkristallisieren aus Äthanol/@asser oder Acetonitrilö;asser erhält man 31,3 g (93 5) 3-(2-Hydroxy Äthyl)-2-chinoxalincarbonsäureamid-1,4-dioxid vom Zers. P.
  • 215-6°C.
  • C11H11N3O4 (249,2) ber. c 53,0 H 4,5 N 16.9 gef. 52,9 4,5 16,9 2) 10 g 2-Oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid werden mit 100 ml konz. wässriger Amxnoniaklösung 1 Stunde bei Raumtemperatur intensiv gerührt. Es bildet sichleine schwach braune Substanz, die entsprechend obiger Vorschrift aufgearbeitet wird. Ausbeute: 9,1 g (83%).
  • In analoger Weiso erhält man unter Verwendung entsprechender Amine der Formel V (anstatt Ammoniak) die folgenden Verbindungen :
    Beispiel R3 R4 Schmp. (00) Ausbeute (,)
    3
    2 GHn H 212-3 G1
    3 02115 H 195-6 58
    4 0 11
    4 7 11 194-5 84
    5 CTI(CH3)2 Ii 207-9 30
    6 04119 H 162-3 51
    7 CH2CTI(CH3) 2 H 156-7 48
    8 0(0113)3 11 185-6 22
    9 C5I111 H 135-6 42
    10 l3 II 123-4 70
    11 G81-r17 H 125-6 53
    12 Clo 21 H 126-7 47
    13 0121125 11 128-9 56
    14 zu 11 192-5 36
    crL,
    15 t H 182-3 29
    16 GTI2C6H5 11 173-4 67
    17 0112 U 11 179-80 67
    18 0112011=0112 11 175-6 82
    19 (0112)201! II 200-1 59
    20 ( CJl2) 3()H H 180-1 58
    21 (CTT222NTlc3H7 11 122-3 60
    22 (0112),, 172-4 C,5
    23 (crr ) >-(cr'2) 2- 175- 57
    24 -(0u2)2-o (0112)2 215-6 76
    Beiospiel 25 3- (2-llydroxyäthyl )-2-chinoxalincarbohydrazid-1 , 4-dioxid Zu einer Suspension von 23,2 g (0,1 Mol) -Oxa-1-oxo-1,2, 3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid in 250 ml Methanol gibt man untor Rübren 82 ml 80 %iges Hydrazin. Auslder klaren braunen Lösung fällt nach kurzer Zeit das Reaktionsprodukt aus. Nach 90 Minuten Rühren bei Raumtemperatur wird abgesaugt, mit Methanol und Ether gewaschen und aus Acetonitril/Wasser umkristallisiert, Man erhält 16,1 g (61 %) 3-(2-flydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbohydrazid-1,4-dioxid vom Zers. P. 178-90c C11H12N4O4j (264,2) ber. C 50,0 H 4,6 N 21,2 gef. 49,2 4,7 21,3 Beispiel 26 3-(2-Hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbohydroxasäure-1,4-dioxid Zu seiner Suspension von 23,2 g (0,1 Mol) 2-Oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid in 100 ml Methanol gibt man 6 g Hydroxylamin in 100 ml Methanol und rührt 2 Stunden bei Raumtemperatur. Das ausgefallene gelbe 3-(2-Tydroxyathyl )-2-chinoxalincarbohydroxamsäure-1,4-dioxid wird abgesaugt, mit Methanol gewaschen und aus Wasser umkristallisiert.
  • Ausbeute ; 15 g (56 %), Zers. P. : 171-2°C C11H11N3O5 (265.2) ber. C 49,8 H 4,2 N 15,8 gef. 49,9 4,3 16,0 Reispiel 27 3-(2-hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbonsäure-(methoxycarbonylmelthyl)-amid-1,4-dioxid 25 g (0,2 Mol) aminoessigsäuremethylesterhydrochlorid, gelöst in 400 ml trockenem Methanol, werden bei -20°C tropfenweise Init ciner Lösung von 4,6 ; (0,2 Mol) Natrium in 50 ml trockellem methanol versetzt. Nach weiteren 15 Minuten bei -100 wird das ansgefallene Natriumchlorid abgesaugt und das Filtrat unter Rühren mit 46.2 g (0,2 Mol) 2-Oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrphenazin-5,10-dioxid verstzt. Nach 15-stündigem Stehen bei raumtemperatur wird das Reaktionsprodukt abgesaugt und aus Äthanol oder Acetonitril umkristallisiert. Man erhält 20,2 g 3-(2-Hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbonsäure-(methoxycarbonylmethyl)-amid-1,4-dioxid vom Zers. P. 157-60°C.
  • C14H15N3O6 (321,3) ber. C 52,3 H 4,7 N 13,1 gef. 52,4 5,0 13,3 Beispiel 28 3-(2-Hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbonsäure-(carbamoylmethyl)-amid-1,4-dioxid 17,6 g 3-(2-hydroxyäthyl)-2-chinoxalincarbonsäure-(methoxy carbonylmethyl)-umid-1,4-dioxid (Beispiel 27) werden mit 300 ml einer bei 0° gesättigten Ammoniaklösung inm Methanol versetzt. Nach 24-stündigen Stehen bei Raumtemperatur und EindAmpfen auf das halbe Volumen fällt das Reaktionsprodukt beim Kühlen im Eisbad aus. man erhält 10,1 g 3-(2-Hydroxyäthyl) 2-chinoxalincarbonsäure-(carbamoylmethyl)-amid-1,4-dioxid nach Umkristallisieren aus Nethanol/Wasser. Zers. P. 220°C 12H14N4O5 (306,3) ber. C 51,0 I1 4,6 N 18,3 gef. 50,8 4,8 18,8 Beispiel 29 a) S-Methoxy-2-oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5, 10-dioxid 82,2 g (0,3 Mol) 3-Methyl-7-methoxy-2-chinoxalincarbonsäureäthylester-1,4-dioxid (bergestellt aus 6-methoxy-vbenzfuroxen und Acetessigsäureäthylester ; Schmp. 166°C) und 9 g (0,3 Mol) Paraformaldehyd werden in 300 ml trockenem Dimethylformamid suspendiert ui0d unter Rühren innerhalb einer Stunde mit 114 ml (ca. 0,3 Mol) einer ca. 40 %igen methanolischen Triton-D-Lösung versetzt. Hevor die Ausgangsmaterialien restlos gelöst sind, beginnt eine gelbgrüne Substanz auszafallen. Tach beendeter Zugabe rührt man 2 Stunden bei Raumtemperatur nach und vordampft die Lösungsmittel bei ca. 60 oC im Vakuum. Der dunkelbraune Rückstand wird mit 500 ml Wasser versetzt, filtriert uid die Kalre LÈsung uriter Eiskühlung mit konz. Salzsäure angesäuert.
  • Das am kristallisierte Produkt wird abgesautgt. mit Wasser und Methanol gowaschen und bei 60°C im vaknum getrocknet, Ausbeute 50 g.
  • Das gesamt Rohprodukt wird bei O°C in 200 ml mit Chlorwasserstoff gesättiogtem Äthanol eingetrangen, wobei eine klare Lüsung entstebt. mach 2 Stunden Stehen hei Raumtemperatur wird die Lösung im Vakuum cingedampft, der Rückstand mit Methanol verrieben und abgesaugt. Man erhält 32 g 8-methoxy-2-oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrabydrophenazin-5,10-dioxid vom Zers. P. 196-7°C.
  • C12Hj10N2O5 (262.2) ber. C 55.0 H 3,8 N 10,7 gef. 53.4 1 10,9 b) 3-(2-Hydroxyäthly)-7-methoxy-2-chinoxalincarbonsäureamid-1,4-dioxid 3 g 8 Mothoxv-2-oxa-1-oxu-1,2,3,4-tetriahvdrcphauiziu-5,10-diosx'd werden mit 20 ml einer bei 0°C mit Ammagiak gezättigtem Äibanolläaung verseizt. Sach 2-Stünallget @@@@ wird des ausgefallene Niederschlag abgesaugt, mit Methanol gewaschen und aus Essigsäure/Wasser umkristallisiert. Man erhält 2,4 g (75 %) der obigen Verbindung vom Zers. P. 249-50°C.
  • C13H15N3O5 (293,3) ber. C 51,6 H 4,7 N 15,1 gef. 51,2 4,8 15,1 In analoger Weise erhält man unter Verwendung entsprechender Amine der Formel V die folgenden Verbindungen: Beispiel R3 R4 Schmp. (°C) Ausbeute 30 CH3 H 214-5 72 31 C4H9 H 200-1 64 32 C6H13 H 162-3 44 33 CH2C6H5 H 209-10 41 Beispiel 34 a) 3-(2-Hydroxyäthyl)-6,7-dimethyl-2-chinoxalincarbonsäure-1,4-dioxid 27,6 g (0,1 Mol) 3,6,7-Trimethyl-2-chinoxalincarbonsäure-1,4-dioxid (hergestellt aus 6,7-Dimethyl-benzfuroxan und Acetessigsäureäthylester; Schmp. 187-8°) und 3,0 g (0,1 Mol) Parafermaldehyd in 150 ml trockenem Diovanu werden bei Raumtemper@@tur unter Rühren innerhalb von 30 Miruten mit 38 ml einer ca.
  • 40 @igen methanolischen Tritin-B-Lösung versetzt. Nach 2 Stunden Nachrübren bei gleicher Tempertur wird im Vakuum bei 40°C eingedampft und der rückstand mit 100 ml Wasser durchgeschüttelt.
  • Mach Abtrennen von 3,6 g Ausgangsmaterial und Ansäurn mit konz. Salzsäure erhält man 14 g (50 %) 3-(2-Hydroxy-äthyl)-6,7-dimethyl-2-chinoxallncarbonsäure-1,4-dioxid vom Zers. p.
  • 119-20°C C13H14N2O5 (278,2) ber. c 56,2 H 5,1 N 10,1 gef. 56,0 5,4 10,0 b) 7,8-Dimethyl-2-oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrAhydrophenazin-5,10-dixoid 12,7 g 3-(2-Hydroxyäthyl)-6,7-dimethyl-2-chinoxalincarbonsäure-1,4-dioxid werden in 100 ml einer bei 0°C mit Chlorwasserstoff gesättigten Äthanollösung eingetragen. Nach 2 Stunden Steheii bei Raumtemperatur wird im Vakuum bei 600C eingedampft und der Rückstand mit 100 ml Mothanol versetzt. Nach dem Absaugen und Waschen mit Methanol und Äther erhält man 9 g (76 %) des intensiv gelben 7,8-Dimethyl-2-oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid vom Zers. P. 198-9 C.
  • C13H12N2o4 (260,2) ber. C 60,0 H 4,7 N 10,8 gef. 59,7 4,6 11,0 c) 3-(2-Hydroxyäthyl)-6,7-dimethyl-2-chinoxalincarbonsäureamid-1,4-dioxid 2 g 7,8-Dimethyl-2-oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-5,10-dioxid in 20 Inl Methanol werden mit 6 rnl einer bei 0°C mit Ammoniak gesättigter Äthanollösung versetzt. Wach 18 Stunden Stohen bei Raumtemperatur wird der ausgefallene Wiralerschlag mit Methsanol gewaschen und aus Acetonitrll/Wasser umkrlstllisiert Wan erhält 2,0 g (9h A) 3-(2-Hydroxyäthyl)-6,7-dimethyl-2-chinoxlalincarbonsäureamid-1,4-dioxid vom zers. P. 246°C C13H15N3O4 (275,3) ber. C 56,3 H 5,5 N 15,2 gef. 56,0 5,7 15,1 In analoger Weise erhält man unter Verwendung entsprechender Amine der Formel V folgende Verbindungen: Beispiel R3 R4 Schmp.(°C) Ausbeute (@) 35 CH3 H 224 71 36 C4H9 H 206-7 70 37 CH2CH=CH2 H 182-3 82 Beispiel 38 a) 7,8-Methylendioxy-2-oxa-1-oxo-1,2,3,4-tetrahydrophenazin-3, 10-dioxid 7,5 g 3-Methyl-6,7-methylendioxy-2-chinoxalincarbonsäureäthylester-1,4-dioxid (hergestellt aus 6,7-Methylendioxy-benzfuroxan und Acetessigsäureäthylester; Schmp. 245° (Zers.)) und 0,75 g Paraformaldchyd in 60 ml trockenem Dioxan verden unter Rühren innerhalb von 15 Minuten mit 10 ml ener ca. 40 @igen methanolischer @riton-P-@@@ung versetzt. Nach 1@ Stunden Lei Raumtemperatur verdaspft man die Lösungsmittel im Makumm bei 50°C und segültela mit 50 ml @assor durch. Nach @@@@@ vor 3,4 g @usgangsmaterial wird mit kong. Sa@zsäure @@ gesärert und bei 50 bis 60°C im Vakuum eingedampft. Den Rückstand übergiesst man mit 50 ml einer bei 0°C mit Chlorwasserstoff gesättigten Äthanollösung, läßt 18 Stunden bei Raumtemperatur stehen und dampft im Vakuum bei 50°C ein. Der Rückstand wird mit 30 ml Methanol versetzt und das ausgcfallene Produkt abgesaugt. Ausbeute: 2,0 g (41 ), Zers. P. 291-20°C C12H8N2O6 (276,2) ber C 52,2 H 2,9 N 10,1 gef. 52,5 3,0 10,0 b) 3-(2-Hydroxyäthyl)-6,7-methylendioxy-2-chinoxalincarbonsäureamid-3,4-dioxid 1,1 g 7,8-Methylendioxy-2-oxa-1-oxo-1,2,3,4-tatrahydrophenazin-5,10-dioxid werden in 15 ml Methanol mit 10 ml einer bei OOC mit AmmoniAk gesättigten Methanollösung versetzt. nach 18-stündigem Stehen bei Raumtemperatur scheiden sich 0,95 g (81 ?;) des gelben 3-92-Hydroxyäthyl)-6,7-methylendioxy-2-chinoxalincarbonsäureamid-1,4-dioxid ab, das nach Umkristallisation aus Methanol/Wasser einen Zers. P. von 240-10C zeigt.
  • 012H11N306, (293,2) ber. C 49,2 H 3,8 N 14,3 gef. 48,R 3,8 14,1 Analog erhält man unter Verwendung entsprechender Amine oder Formel V die folgenden verbindungen : Beispiel R3 R4 Schmpe.(°C) ausbeute 39 CH3 H 240-1 90 40 C4H9 H 213-4 74 41 CH2CH-CH2 H 206-7 82

Claims (4)

  1. Patentansprüche Chinoxalin-1,4-dioxide der allgemeinen Formel I in der 1 und R2, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen bzw. zusammen einen Methylen dioxygruppe, B3 Wasserstoff eine Hydroxy-, Amino-, niedere Alkylamino- oder Dialkylaminogruppe, eine Alkyl- oder Alkenylgruppe mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen, welche durch Hydroxy, Cyano,.Carboxy, Carbamoyl, niederes Alkoxycarbonyl. niederes Alkylamine oder niederes Dialkylamine substituiert sdin kann, sowie einen fünf-oder sechsgliedrigen cycloaliphatischen Rest, der auch durch niederes Alkyl substituiert sein kann einen Aralkylrest mit 1-3 C-Atomen im Alkylenrest oder einen Furfurylrest; R4 Wasserstoff oder NR,RII einen gesättigten oder imgesättigten, gegebenenfalls durch Stickstoff oder Sauerstoff unterbrochenen Fünf- oder Sechsring, der seinerseits durch niederes Alkyl oder Hydroxyalkyl substituiert sein kann, bedeuten.
  2. 2) Verfahren zur ilerstellung von Chinoxalin-1,4-dioxide, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der Formel II in denen R5 einen aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Rest bedeutet, mit Formaldehyd in bekannter Weise zu Säuren der Formel III umsetzt diese in sauren Medium zu Lactonen der Formel IV cyclisiert und letztere mit Aminen der Formel V umsetzt und gegebenenfalls eine in den Endprodukten enthaltene Alkoxycarbonylgruppe mit Ammoniak in eine Carbamoylgruppe umwandelt.
  3. 3) Verfahren zur Herstellung von bakteristatisch und amöbioid wirksamen Präparaten, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß man Vorbindungen gemäß Anspruch 1) in ein. zur therapeutischen Anwendung geeignete Form bringt.
  4. 4) Bakteriostatisch und amöbicid wirksame Präparate, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer Verbindung gemäß Anspruch 1).
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